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INHALTE

Arbeitstagung 2009

Bundesweite Arbeitstagung 2009

Nein, mit „himmelblau“ konnten Ilmenau und die TU nicht aufwarten zur 11. Bundestagung des Hochschulnetzwerks BetriebSuchtGesundheit vom 16. bis 18. September. Wie sich aber sehr schnell zeigen sollte, tat das himmlische Grau der Stimmung und der Motivation der rund 140 Tagungsgäste aus Hochschulen und Universitätsklinika keinerlei Abbruch, im Gegenteil.

Ungeduldig harrten die jungen Kolleginnen an der Rezeption im „Kongresszentrum“ Audimax der Teilnehmer. Anstrengende Monate der Vorbereitung lagen hinter dem OrgTeam, und nun…? Die Gäste „tröpfelten“, das war uncool, aber dann - der Zeitpunkt der offiziellen Eröffnung rückte bedrohlich näher -  wurde aus den Tropfen eine kleine Springflut, dem Stundentakt der Bahn sei Dank. Professionell, als sei es das tägliche Brot, wurden die Gäste begrüßt, registriert, umgehend mit allem ausgestattet, was ein Tagungsgast so benötigt, Papiertaschentücher und Aspirin inklusive. Das wiederum war cool, und es blieb genügend Zeit, am einladenden Buffet des Studentenwerks zuzugreifen.

Humorig, kurz und schmerzlos die Begrüßung durch Andrea Krieg und Günter Schumann, den Koordinator des Hochschulnetzwerks. Dass mit dem Tagungsthema „Sucht“ ein schwerer Brocken zu bearbeiten sein würde, klang bereits in der Eröffnungsrede von Rektor Prof. Scharff an. Wie schwer der Brocken tatsächlich ist, bewies Prof. Jobst Böning, Kuratoriumsmitglied der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, in seinem Vortrag zum süchtigen Gehirn, genauer: zum Suchtgedächtnis. Als Axiom in der Psychologie und Psychotherapie seit langem eingeführt, kann nun die Hirnbiologie den Beweis antreten, dass es dieses „Gedächtnis“ tatsächlich gibt – nicht festzumachen an einem Ort im menschlichen Gehirn, sondern im Zusammenspiel mehrerer Hirnareale.

Das reichte als „Kost“ für den ersten Tagungstag. Unter dem Motto „So isst Thüringen“ trat am Abend dann das Studentenwerk den sehr überzeugenden Beweis für die Qualität thüringischer Kost ganz anderer Art an, und es darf wohl gesagt werden: Der Beweis war schlagend, denn wer hier zu spät kam, den bestrafte der Hunger.

Das Herzstück der Tagung waren die Workshops des folgenden Tages. Das Koordinationsteam des Hochschulnetzwerkes hatte eine breite Palette von Themen auf das Tagungsprogramm gesetzt, an denen unter der Leitung von Fachreferentinnen und –referenten intensiv gearbeitet wurde. Alle Veranstaltungen waren gut besucht, auch unser Workshop zur TU-Campus-Familie fand einen erfreulich großen Interessentenkreis. Der Abend gehörte dann wieder Thüringen, dieses Mal, „wie es ist“, und seiner Landeshauptstadt. Nach einem gemeinsamen Abendessen vertrauten sich die Gäste den Erfurter Nachtwächtern zu Altstadtführungen an – mancher Gast wird nun nicht mehr auf der Landkarte nachschauen müssen, wo denn diese Stadt eigentlich liegt…

Es darf mit gutem Gewissen ausgesprochen werden: Diese Tagung war für die TU Ilmenau als Ausrichterin ein Erfolg. Schon vor dem Abschlussplenum, wo es nochmals hervorgehoben wurde, gab es viele anerkennende und lobende Worte für das Audimax als Tagungsort, für das Ambiente und die zahlreichen sorgsam bedachten Details, für den reibungslosen Ablauf  und die ausgezeichnete Atmosphäre. Und auch der Nachhall in E-mails und Anrufen war mehr als erfreulich. Ach ja: Zur Abreise der Gäste war Ilmenau dann tatsächlich himmelblau… (Text: Wilfried Nax)