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Andrea Krieg

Stabsstelle Campus-Familie

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INHALTE

Handlungsoptionen in Konflikten

Nichts tun - Aushalten

Dem Ergreifen dieser Option liegt oft die Hoffnung zugrunde, dass der Konflikt sich irgendwie von allein lösen wird. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Viel häufiger geschieht es, dass der Konflikt bei den unterschiedlichsten Sachthemen erneut auftaucht - auch wenn die Beteiligten das nicht beabsichtigen.

Prävention und Selbsthilfe

Es kann sehr hilfreich sein, das eigene Kommunikationsverhalten anzuschauen und zu hinterfragen, vielleicht auch die Meinung von KollegInnen oder Kommilitonen zu erbitten. Jede Verbesserung der eigenen Kommunikationsfähigkeiten ist ein wirksamer Beitrag zur Konfliktprävention. Gleichwohl wird es auch bei bester Kommunikationskultur Konflikte geben. Dann kann es hilfreich sein, verschiedene Möglichkeiten zur Entschärfung von Konflikten zu kennen und anzuwenden.

Mit zunehmender Eskalation des Konflikts kommt jede Selbsthilfe an ihre Grenzen; dann bedarf es der Unterstützung oder eines Eingriffs von außen.

Für einen ersten Check, ob Sie sich in einem Konflikt befinden, können die folgenden Fragen dienen:

    Sind Sie emotional stark beteiligt, ist die Belastung dauerhaft oder wiederkehrend?
    Hat sich die Beziehung zu der anderen Person spürbar verändert?
    Hat sich Ihre Wahrnehmung der anderen Person verändert (z. B. Schwarz-Weiß-Denken)?
    Sind Sie sich sicher, dass die andere Person Schuld hat, und denken Sie darüber nach, wie Sie gewinnen können?
    Hat sich Ihr Verhalten der anderen Person gegenüber verändert (z. B. Kontaktvermeidung, Zurückhalten von Informationen)?
    Suchen Sie Verbündete?

Wenn Sie mindestens eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten, ist aus der Meinungsverschiedenheit oder dem kurzen Streit bereits ein Konflikt geworden.

Führungskräfte ansprechen (für MitarbeiterInnen)

Führungskräfte haben Personalverantwortung; dazu gehört auch das konstruktive Bearbeiten von Konflikten. Sie können sich mit ihrem Konflikt an Ihre Vorgesetzten wenden, ggf. auch an die nächsthöhere Ebene. Es mag Fälle geben, in denen dies nicht angebracht erscheint - dann können Sie sich an die Konfliktberatung oder an andere Anlaufstellen wenden (siehe Beratungskompass).

Weiterbildungsangebote nutzen (für MitarbeiterInnen und Führungskräfte)

Sie können verschiedene Weiterbildungsangebote nutzen, die innerhalb oder außerhalb der Universität stattfinden. Aktuell werden folgende Seminare angeboten:

Jahresfortbildungsprogramm der Thüringer Landesregierung für 2019, Themenkomplexe 1, 3 und 5

Konfliktberatung

Wenn Sie von einem Konflikt betroffen sind und nach Möglichkeiten suchen, mit dem Konflikt umzugehen und / oder zu seiner Lösung beizutragen, können Sie professionelle Beratung in Anspruch nehmen. In einem vertraulichen Rahmen können Sie Ihr Problem schildern; durch Rückfragen entsteht meist eine neue Klarheit über die Situation. Gemeinsam wird dann geschaut, wie es für Sie weitergehen kann und welche Möglichkeiten Sie nutzen könnten. Darunter fallen z. B. Konfliktcoaching, Konfliktmoderation und Mediation. Während des gesamten Beratungsprozesses liegt die Verantwortung und Kontrolle über die besprochenen Themen bei Ihnen; die Beraterin strukturiert lediglich den Prozess. Die Beraterin ist strengen Richtlinien zum Datenschutz verpflichtet. Sie können sich für eine Konfliktberatung anmelden, indem Sie eine formlose E-Mail schreiben an andrea.krieg(at)tu-ilmenau.de.


Konfliktberatung für Führungskräfte

Auch oder besonders als Führungskraft werden Sie in Ihrem Arbeitsalltag Konflikte kennen. Vielleicht befinden Sie sich mit anderen Führungskräften im Wettbewerb um Ressourcen, oder Sie beobachten einen Konflikt in ihrem Team, der sich negativ auf die Zusammenarbeit und die Arbeitsergebnisse auswirkt. Als Führungskraft können Sie professionelle Beratung nutzen. Es geht dabei weniger darum, dass Ihnen gesagt wird, was zu tun ist, sondern vielmehr darum, Ihren Handlungsspielraum zu erweitern. Je nach Situation können Sie Unterstützung erhalten durch z. B. Konfliktcoaching, Supervision, Konfliktmoderation, Mediation und Teamentwicklung. Vertraulichkeit ist dabei selbstverständlich. Sie können sich für eine Konfliktberatung anmelden, indem Sie eine formlose E-Mail schreiben an andrea.krieg(at)tu-ilmenau.de.


Weitere Angebote zur Konfliktberatung

Unabhängig von dem in der Stabsstelle Campus-Familie verankerten Konfliktmanagement gibt es an der Universität viele Menschen, die sich als Ansprechpartner für Konflikte verstehen und an die Sie sich wenden können - je nach Ihrem konkreten Anliegen und Ihren Gegebenheiten. Eine Auflistung dieser Stellen bzw. Personen finden Sie im Beratungskompass.

Was bedeutet ...?

Konfliktcoaching

Konfliktcoaching ist eine Form der Einzelberatung.

Je nach aktueller Situation kann es im Konfliktcoaching z. B. darum gehen, die Konfliktfähigkeit zu stärken, mit schwierigen emotionalen Situationen besser umgehen zu können oder unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine sinnvolle und angemessene Strategie für weiteres Handeln zu erarbeiten.

Konfliktmoderation

Konfliktmoderation ist ein flexibles Verfahren, mehrere Elemente der Konfliktbearbeitung können kombiniert werden. In moderierten Gesprächen oder Workshops werden Regeln und Schritte der Bearbeitung der strittigen Punkte verabredet. Konfliktmoderation konzentriert sich auf die Bearbeitung der strukturellen und strategischen Hintergründe der Konfliktdynamik, die emotionale Dynamik auf der Beziehungsebene wird nur in Ansätzen beachtet.

Auf der Basis der Verhandlungsprinzipien Trennung von Sache und Person, Trennung von Position und Interesse wird ein Aushandlungsprozess unterstützt, wie mit den vorhandenen Unterschieden so effektiv und kostengünstig wie möglich umgegangen werden kann.

Die Teilnahme an einer Konfliktmoderation kann angewiesen werden.

Mediation

Mediation

Mediation (lateinisch „Vermittlung“) ist eine alternative Möglichkeit zur Lösung von Konflikten und wird insbesondere dann eingesetzt, wenn die Beziehungsebene stark gestört bzw. verletzt worden ist.

Das Mediationsgespräch hat eine klare Struktur und klare Regeln. Mediation unterstützt die am Konflikt beteiligten Personen, die eigenen Bedürfnisse zur Sprache zu bringen und die Bedürfnisse der jeweils anderen sehen zu können. Ziel ist es, pragmatische und verbindliche Vereinbarungen zu entwickeln, wie zukünftig mit den Schwierigkeiten umgegangen wird. Im Verfahren entsteht wieder Respekt voreinander, manchmal sogar Wertschätzung. Mediationsgespräche beruhen auf Freiwilligkeit und Verschwiegenheit.

Supervision

Supervision

Supervision ist ein  wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Beratungsformat, welches vorrangig im Arbeitskontext eingesetzt wird.

Ziel ist die Bearbeitung von Schwierigkeiten und Problemen, die sich aus der beruflichen Interaktion ergeben. Bei einer Supervision können einzelne Personen, Teams, Gruppen und Organisationen begleitet werden. Ziel ist es, eine Verbesserung der beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im jeweiligen Tätigkeitsfeld zu erreichen.

Teamentwicklung

Bei der Teamentwicklung geht es um die Bildung bzw. Weiterentwicklung des Teams. Danach folgt die Erarbeitung effizienter Arbeitsstrukturen. Anschließend werden Moderationstechniken und Strategien der Konfliktanalyse und –bewältigung erarbeitet. Ziel ist es, die Kompetenz hinsichtlich Kooperationen bzw. Führungskompetenzen der MitarbeiterInnen zu erweitern.