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Prof. Dr. rer. nat. habil. Matthias Kriesell

Institutsdirektor

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INHALTE

Institutsordnung

Institutsordnung des Instituts für Mathematik der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Präambel

Das Institut für Mathematik besteht seit 1991. Nach den Bestimmungen der §§ 3 Abs. 1, 37 Abs. 2 des Thüringer Hochschulgesetzes vom 21. Dezember 2006 (GVBl. S. 601), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 16. Dezember 2008 (GVBl. S. 535), und § 21 der Grundordnung der Technischen Universität Ilmenau vom 25. Februar 2008 (Amtsblatt des Thüringer Kultusministeriums vom 30. April 2008, S. 154), gibt sich das Institut für Mathematik am 22. Oktober 2008 eine Institutsordnung, die am 18. November 2008 vom Rat der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften bestätigt worden ist.

Der Senat der Universität hat die Ordnung am 02. Dezember 2008 beschlossen. Der Rektor hat diese Ordnung am 29. Januar 2009 genehmigt. Sie wurde dem Thüringer Kultusministerium mit Schreiben vom 17. März 2009 angezeigt.

Alle Angehörigen und Mitglieder des Instituts für Mathematik sind bestrebt, wirksam zum Ausbau einer modernen und leistungsfähigen Mathematik an der TU Ilmenau beizutragen. In diesem Sinne ist es das Anliegen der Institutsordnung als eines dem Thüringer Hochschulgesetz und der Grundordnung der TU Ilmenau folgenden Regelwerks, das wissenschaftliche Leben am Institut für Mathematik im Interesse des genannten Zieles zu befördern. Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Ordnung gelten für Männer und Frauen in gleicher Weise.

§ 1 Struktur

(1) Das Institut für Mathematik ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften der Technischen Universität Ilmenau.

(2) Das Institut für Mathematik setzt sich aus den Fachgebieten

  1. Analysis und Systemtheorie,
  2. Analysis/Funktionalanalysis,
  3. Diskrete Mathematik und Algebra,
  4. Kombinatorik/Graphentheorie,
  5. Grundlagen der Mathematik,
  6. Mathematische Methoden des Operations Research,
  7. Mathematische Optimierung,
  8. Numerische Mathematik und Informationsverarbeitung,
  9. Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik

und den jeweiligen Juniorprofessuren zusammen. Fachgebiete und Juniorprofessuren können sich zu Fachabteilungen zusammenschließen.

(3) Die Organe der akademischen Selbstverwaltung des Instituts sind der Institutsrat und der Direktor.

§ 2 Aufgaben

Das Institut nimmt Aufgaben in Forschung, Lehre und Weiterbildung wahr. Sie bestehen hauptsächlich in

(1) der Vertretung seiner Fachgebiete und Juniorprofessuren innerhalb und außerhalb der Universität;

(2) der Wahrnehmung der Verantwortung für die dem Institut zugeordneten Studiengänge und Studiengangsanteile; dazu gehören u. a.:

- die Erstellung des Lehrangebots und die langfristige Vorbereitung, Planung und Koordination des fachspezifischen Lehrangebots entsprechend den Anforderungen der Studien- und Prüfungsordnungen;

- die Organisation der fachspezifischen Studienberatung;

(3) der Förderung der wissenschaftlichen Arbeit aller Institutsmitglieder, des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Weiterqualifizierung der wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeiter;

(4) der Bereitstellung, Fortschreibung und Verwaltung der personellen und materiellen Grundausstattung zur Erfüllung dieser Aufgaben;

(5) der darüber hinaus gehenden materiellen und personellen Unterstützung von Projekten in Lehre und Forschung, die das Ansehen des Institutes erhöhen, die in erheblichem Maße Drittmittel einwerben oder in anderem Sinne für das Institut von großer Bedeutung sind.

§ 3 Mitglieder und Angehörige

(1) Mitglieder und Angehörige des Institut für Mathematik sind die dem Institut zugeordneten Mitglieder und Angehörigen der TU Ilmenau nach § 4 der Grundordnung.

(2) Die Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen des Institut für Mathematik ergeben sich entsprechend §5 der Grundordnung der TU Ilmenau.

(3) Die sonstigen Mitarbeiter auf Haushaltsstellen außerhalb der Sekretariate nehmen hauptsächlich zentrale Aufgaben des Institutes wahr. Diese Aufgaben und die Aufteilung der Sekretariate werden mit den Fachgebieten und Juniorprofessuren einvernehmlich festgelegt.

§ 4 Der Institutsrat

(1) Dem Institutsrat gehören alle Professoren des Institutes, sowie akademische, sonstige Mitarbeiter und Studierende nach § 4 Absatz 2 an.

(2) Die Gruppe der Professoren verfügt über die Mehrheit der Stimmen. Im Falle von mindestens 9 besetzten Fachgebieten einschließlich der Juniorprofessuren gehören dem Institutsrat an:

  • neun stimmberechtigte Vertreter der Gruppe der Hochschullehrer
  • fünf stimmberechtigte und ein beratender Vertreter der Gruppe der akademischen Mitarbeiter
  • ein stimmberechtigter und ein beratender Vertreter der Gruppe der sonstigen Mitarbeiter
  • ein stimmberechtigter und ein beratender Vertreter der Gruppe der Studierenden des Bachelorstudiengangs Mathematik
  • ein stimmberechtigter und ein beratender Vertreter der Gruppe der Studierenden des Masterstudiengangs Mathematik und Wirtschaftsmathematik

Bei 8 Professuren wird das stimmberechtigte Mitglied der Gruppe der akademischen Mitarbeiter mit der geringsten Stimmenzahl nur beratendes Mitglied im Institutsrat. Bei weniger als 8 oder mehr als 9 besetzten Professuren wird der Institutsrat ermächtigt, eine angepasste Zusammensetzung entsprechend der vorstehenden Grundsätze dieser Ordnung festzulegen und gegebenenfalls Neuwahlen anzusetzen.

(3) Die Vertreter der akademischen und der sonstigen Mitarbeiter werden von den Mitgliedern des Instituts für Mathematik aus den jeweiligen Gruppen gewählt. Nach Auszählung der abgegebenen Stimmen erfolgt die Zuteilung der Sitze für die stimmberechtigten und die beratenden Mitglieder nach dem Höchstzahlverfahren, wobei die Kandidaten mit der höchsten Stimmenanzahl als stimmberechtigte Mitglieder, die mit der nächst niedrigeren Anzahl als beratende Mitglieder gewählt sind. Die Organisation der Wahl erfolgt in Eigenverantwortung der jeweiligen Mitgliedergruppe auf der Grundlage der Wahlordnung der TU Ilmenau. Der Fachschaftsrat der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften benennt die Vertreter der Studierenden.

(4) Den Vorsitz im Institutsrat führt der Direktor. Der Institutsrat fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Die Beschlussfähigkeit ist bei Anwesenheit der Mehrheit der Mitglieder gegeben.

(5) Der Institutsrat koordiniert die Aufgaben des Instituts in Forschung, Lehre und Weiterbildung, die von allgemeiner und grundsätzlicher Bedeutung sind. Er definiert Schwerpunkte und Ziele der Entwicklung des Instituts für Mathematik, entscheidet auf der Grundlage von Beschlüssen über deren gemeinsame Umsetzung und kontrolliert die Durchführung derselben.

(6) Der Institutsrat ist zuständig für die Erfüllung der Aufgaben des Instituts nach § 2. Insbesondere obliegt es dem Institutsrat, dafür Sorge zu tragen, dass

  • die Erfüllung der Verpflichtungen in der Lehre,
  • die angemessene Verteilung der Lehraufgaben auf die Fachgebiete und Juniorprofessuren,
  • die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses,
  • die angemessene Zuordnung des Personals,
  • die angemessene Verteilung der Mittel auf die Fachgebiete, Juniorprofessuren und auf fachgebietsübergreifende Aufgabenbereiche,
  • die Nutzung der Einrichtungen des Institutes durch die Mitglieder und Angehörigen der Universität,
  • die Planung und Durchführung das Institut betreffender struktureller Maßnahmen,
  • die Information der Mitglieder und Angehörigen des Instituts für Mathematik über wichtige Institutsangelegenheiten
  • und die Durchführung von Institutsversammlungen

gewährleistet sind.

(7) Der Institutsrat tagt mindestens einmal im Semester. Der Institutsrat ist einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder des Rates dies beantragt.

(8) Der Institutsrat kann Beauftragte für besondere Aufgaben benennen. Er kann ferner Ausschüsse bilden, die ihn bei seinen Aufgaben beraten.

(9) Die Amtszeit der Vertreter der Gruppe der akademischen und sonstigen Mitarbeiter im Institutsrat beträgt drei Jahre. Die Amtszeit der studentischen Vertreter beträgt ein Jahr.

§ 5 Der Direktor

(1) Der Direktor vertritt das Institut innerhalb der TU Ilmenau und nach außen.

(2) Der Direktor setzt die Beschlüsse des Institutsrates um und führt die Geschäfte des Institutes. Er ist dem Institutsrat rechenschafts- und auskunftspflichtig.

(3) Der Institutsrat wählt in geheimer Wahl aus der Gruppe der Professoren den Direktor und seinen Stellvertreter. Der Direktor wird gemäß Grundordnung § 21 (2) vom Präsidium der TU Ilmenau für drei Jahre bestellt. Wiederwahl ist möglich.

(4) Gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Institutsrates im ersten Wahlgang auf sich vereinigt.

(5) Erreicht im ersten Wahlgang kein Kandidat die Stimmenmehrheit, so schließen sich eine oder gegebenenfalls mehrere Stichwahlen der Kandidaten mit den beiden höchsten Stimmzahlen im vorherigen Wahlgang an. Gewählt ist derjenige Kandidat, der als Erster mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt.

(6) Ist die Wahl nach 5 Wahlgängen noch nicht entschieden, wird ein neuer Wahltermin für den Direktor mit gegebenenfalls neuen Kandidaten angesetzt.

(7) Der amtierende Direktor bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Direktor gewählt und vom Präsidium bestellt ist.

(8) Der Direktor und sein Stellvertreter können aus gewichtigem Grund von ihrem Amt zurücktreten. In diesem Fall ist innerhalb eines Monats eine Neuwahl durchzuführen. Bis zur Neuwahl gemäß Absatz 1 und Absatz 2 führen die betroffenen Personen die Geschäfte amtierend weiter.

§ 6 Inkrafttreten

Diese Institutsordnung tritt mit ihrer Bekanntmachung im Verkündungsblatt der Universität in Kraft.

Ilmenau, den 29. Januar 2009

gez. Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Dr. h. c. Prof. h. c. Peter Scharff
Rektor