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M. Sc. Marko Hennhöfer

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INHALTE

VBL - betriebliche Altersvorsorge

Grundlagen

Über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) sind die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zusätzlich versichert und haben somit ggf. Anspruch auf Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.

Grundlage für die Zusatzversorgung bildet der Tarifvertrag der Länder, TV-L § 25:

"Die Beschäftigten haben Anspruch auf eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung unter Eigenbeteiligung. Einzelheiten bestimmt der Tarifvertrag über die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Tarifvertrag Altersversorgung - ATV) ..."

Finanzierung der Pflichtversicherung VBL Klassik

Die Zusatzrenten werden aus einer Mischung von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Im Umlageverfahren werden aktuell einbezahlte Beiträge direkt auf aktuelle Rentenempfänger "umgelegt", d.h. ausbezahlt. Im Kapitaldeckungsverfahren werden die Beiträge angelegt und stehen dann im Rentenalter für die Auszahlungen zur Verfügung.

Hinsichtlich der Aufteilung in Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren wird im ATV auf die Satzung der VBL verwiesen:

Umlagefinanzierter Anteil; komplett vom Arbeitgeber getragen:

§ 64 "Im Abrechnungsverband Ost beträgt der Umlagesatz ... vom 1. Januar
2004 an 1,0 Prozent des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts."

Kapitalgedeckter Anteil; derzeit noch 4 %, jeweils hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen:

§ 66a "... Im Zeitpunkt des Erreichens eines Bemessungssatzes Ost von 97 Prozent steigt der Beitrag auf den Höchstsatz von 4,0 Prozent."
"Der Eigenanteil der Pflichtversicherten am Beitrag zum Kapitaldeckungsverfahren beträgt jeweils die Hälfte des Beitrags ..."

Im Rahmen der Tarifrunde 2015 wurde zwischen der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes eine Erhöhung der Umlagen und Beiträge beschlossen, um Leistungskürzungen bei den VBL Renten zu vermeiden.

Entwicklung der Beiträge zum kapitalgedeckten Anteil und der Umlagen im Tarifgebiet Ost seit 2002:

Im Jahre 2008 erkennt man deutlich die Auswirkungen der Finanzkrise bzw. ab dem Jahre 2015 die Reaktion auf die anhaltende Niedrigzinsphase, unter der derzeit alle Anbieter kapitalgedeckter Versicherungen leiden. Die variable Komponente seitens des Arbeitgebers kommt zum Tragen, wenn die Erlöse aus dem kapitalgedeckten Anteil nicht zur Finanzierung der Renten ausreichen.

Die Beiträge der Arbeitnehmer sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Im Gegenzug sind dafür die Renten steuerpflichtig (nachgelagerte Besteuerung) und es fallen die vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. Da jedoch die Steuersätze im Rentenalter aufgrund des niedrigeren Einkommens i. d. R. niedriger sind, ist diese Variante für die Beschäftigten günstig.

Leistungen der Pflichtversicherung VBL Klassik

Die Leistungen der VBL im Versicherungsfall (z.B. bei Renteneintritt oder Erwerbsunfähigkeit) können einfach berechnet werden. Das System basiert auf Versorgungspunkten, die im Verlauf des Berufslebens angesammelt werden.

monatl. Zusatzrente   =   Anzahl der Versorgungspunkte  x  4 €

Die Versorgungspunkte werden jährlich aus dem zusatzversorgungspflichtigen Entgelt berechnet

Versorgungspunkte p.a.  =   ZV Brutto p.a.    :   12   :   1000 €   x   Altersfaktor

Die Altersfaktoren gewichten die Entgelte der jüngeren Beschäftigten höher, da bei einem Anlagehorizont von 20-30 Jahren entsprechend höhere Kapitalerträge erzielt werden können als dies bei älteren Kolleginnen und Kollegen der Fall ist.

Altersfaktoren (Stand Mai 2015):

AlterFaktorAlterFaktorAlterFaktorAlterFaktor
173,1292,1411,5531,0
183,0302,0421,4541,0
192,9312,0431,4551,0
202,8321,9441,3561,0
212,7331,9451,3570,9
222,6341,8461,3580,9
232,5351,7471,2590,9
242,4361,7481,2600,9
252,4371,6491,2610,9
262,3381,6501,1620,8
272,2391,6511,1630,8
282,2401,5521,164+0,8

 In den Tarifverhandlungen 2015 wurde zugesichert, die Leistungen für die nächsten 10 Jahre zu garantieren. Danach sind Eingriffe möglich, z.B. andere Gewichtungen der Versorgungspunkte.

Die Berechnung der Renten in den folgenden Beispielen basiert dabei auf einigen Annahmen, die sich zukünftig ändern werden, so dass hier keine verbindliche Aussage über die tatsächlichen Rentenansprüche getroffen werden kann. Je weiter in die Zukunft prognostiziert wird, umso größer wird die Unsicherheit. Die Zahlen dienen nur zur groben Orientierung.

Beispiel 1:

wissenschaftliche Mitarbeiterin, 41 Jahre alt, seit 2002 im öffentl. Dienst, VBL Kontostand 2013: 80 Versorgungspunkte, ZV-Brutto 2014 ca. 60.000 € (EG 13 / Stufe 5). Annahme: Steigerung der Entgelte um 2 % jährlich.

JahrZV-BruttoAlterAFVPVP gesamtRente
monatl.
Beitragssatz
(AN)
Beitrag
p.a. (AN)
Kosten
pro VP
2013...39......80,00320 €2,00 %......
201460.000 €401,57,587,50350 €2,00 %1.200 €160 €
201561.200 €411,57,6595,15381 €2,75 %1.683 €220 €
201662.424 €421,47,28102,43410 €3,50 %2.185 €300 €
201763.672 €431,47,43109,86439 €4,25 %2.706 €364 €
201864.946 €441,37,04116,90468 €4,25 %2.760 €392 €
..............................
2041102.413 €670,86,83271,461086 €

 

In den Tarifverhandlungen 2015 konnten die Gewerkschaften Leistungskürzungen abwenden. Aus der Tabelle wird aber ersichtlich, zu welchem Preis dies möglich war. Ab 2017 "kostet" ein Versorgungspunkt mehr als doppelt so viel. D.h. für die gleichen Rentenansprüche muss dann mehr als das Doppelte einbezahlt werden.

Beispiel 2:

Sekretärin, 38 Jahre alt, seit 1996 im öffentl. Dienst, VBL Kontostand 2013: 52 VP, ZV-Brutto 2014: ca. 33.700 € (EG 6 / Stufe 4). Annahme: Steigerung der Entgelte um 2 % jährlich, Aufstieg in Stufe 5: 2016 und in Stufe 6: 2021.

JahrZV-BruttoAlterAFVPVP gesamtRente
monatl.
Beitragssatz
(AN)
Beitrag
p.a. (AN)
Kosten
pro VP
2013...36......52,00208 €2,00 %......
201433.700 €371,64,4956,49226 €2,00 %674 €150 €
201534.374 €381,64,5861,07244 €2,75 %945 €206 €
201635.312 €391,64,7165,78263 €3,50 %1.236 €263 €
201736.018 €401,54,5070,29281 €4,25 %1.531 €340 €
201836.739 €411,54,5974,88300 €4,25 %1.561 €340 €
..............................
204463.057 €670,86,83214,33857 €

 

Beispiel 3:

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 26 Jahre alt, seit 2014 im öffentl. Dienst, ZV-Brutto 2014: ca. 42.800 € (EG 13 / Stufe 1). Annahme: Steigerung der Entgelte um 2 % jährlich, Aufstieg in Stufe 2: 2015 und in Stufe 3: 2017. Ab 2019 z. B. Industrietätigkeit.

JahrZV-BruttoAlterAFVPVP gesamtRente
monatl.
Beitragssatz
(AN)
Beitrag
p.a. (AN)
Kosten
pro VP
201442.807 €252,48,568,5634 €2,00 %856 €100 €
201548.463 €262,39,2917,8571 €2,75 %1.333 €143 €
201649.433 €272,29,0626,91108 €3,50 %1.730 €191 €
201753.114 €282,29,7336,65147 €4,25 %2.257 €232 €
201854.176 €292,19,4846,13185 €4,25 %2.302 €242 €

 Es wird deutlich, dass auch bereits nach relativ kurzer Beschäftigungsdauer im öffentlichen Dienst z.B. während der Qualifikationsphase schon signifikante Rentenansprüche erreicht werden.

Beispiel 4 (Wartezeit nicht erfüllt):

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 26 Jahre alt, seit 2014 im öffentl. Dienst, ZV-Brutto 2014: ca. 42.800 € (EG 13 / Stufe 1). Annahme: Steigerung der Entgelte um 2 % jährlich, Aufstieg in Stufe 2: 2015 und in Stufe 3: 2017. Ab 2018 z. B. Industrietätigkeit.

JahrZV-BruttoAlterAFVPVP gesamtRente
monatl.
Beitragssatz
(AN)
Beitrag
p.a. (AN)
Kosten
pro VP
201442.807 €252,48,568,5634 €2,00 %856 €100 €
201548.463 €262,39,2917,8571 €2,75 %1.333 €143 €
201649.433 €272,29,0626,91108 €3,50 %1.730 €191 €
201753.114 €282,29,7336,65147 €4,25 %2.257 €232 €
73,5 €

Bei nicht erfüllter Wartezeit entsteht ein unverfallbarer Rentenanspruch aus den eigenen Beiträgen. Da Arbeitgeber und Arbeitnehmer derzeit jeweils 2% Beiträge einzahlen, halbiert sich der Rentenanspruch. Im Beispiel resultiert daraus ein Rentenanspruch in Höhe von 73,5 €, der sich auch nach Zeitablauf der Wartezeit nicht erhöht. 

Zum Vergleich mit der VBL Extra müsste man hier Beispiel 5 heranziehen. Dort ergibt sich nach 4 Jahren ein Rentenanspruch von 52 €. Mit steigenden Beiträgen in der Pflichtversicherung bei gleichbleibenden Beiträgen in der freiwilligen Versicherung wird diese Differenz zukünftig geringer werden.

Wichtig: VBL Renten müssen beantragt werden. Die Auszahlung erfolgt nicht automatisch mit Erreichen des Rentenalters.

Erstattung von Beiträgen bei kurzer Versicherungsdauer: siehe VBL-Wiki

"Eine Erstattung der Arbeitnehmerbeiträge zum Kapitaldeckungsverfahren (nur Abrechnungsverband Ost) ist nicht möglich, da die darauf beruhenden Anwartschaften sofort unverfallbar sind. Haben Sie einen Arbeitnehmerbeitrag zum Kapitaldeckungsverfahren getragen (nur Abrechnungsverband Ost, nur Zeiten ab 1. Januar 2004), kann nach dem Ausscheiden die Wartezeit für den darauf beruhenden Anteil der Betriebsrente auch durch bloßen Zeitablauf erreicht werden. Sie haben dann einen Teilanspruch auf Betriebsrente, der der Anwartschaft aus Ihrem Arbeitnehmerbeitrag zum Kapitaldeckungsverfahren entspricht."

Abfindung, d.h. Kapitalauszahlung der eigenen Beiträge bei Rentenbeginn:

"Betriebsrenten können grundsätzlich nur noch dann abgefunden werden, wenn sie einen Betrag von 1 Prozent der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV nicht übersteigen. Für das Jahr 2015 beträgt dieser Wert 28,35 Euro."

Aktuell kommt eine Abfindung also nur in Frage, wenn bis zum Renteneintritt weniger als 7,09 Versorgungpunkte erreicht wurden. 

Sonderregelungen für Beschäftigte mit wissenschaftlicher Tätigkeit

Beschäftigte mit wissenschaftlichen Tätigkeiten, die für weniger als 60 Monate eingestellt werden, können zwischen der Pflichtversicherung und der freiwilligen Versicherung (VBL Extra) wählen. Der Antrag für die freiwillige Versicherung ist innerhalb von 2 Monaten nach Beginn des Arbeistverhältnisses zu stellen, andernfalls erfolgt rückwirkend die Aufnahme in die Pflichversicherung.

Wird das Arbeitsverhältnis verlängert, so dass es über 59 Monate hinausgeht, erfolgt der Übergang in die Pflichtversicherung ab dem Monat in dem das Arbeitsverhältnis verlängert wurde.

In der Pflichtversicherung können Rentenansprüche erst nach einer Wartezeit von 60 Monaten geltend gemacht werden. Das bedeutet aber nicht, dass man 60 Monate im öffentlichen Dienst gearbeitet haben muss. 

Beispiel:
Wissenschafltlicher Mitarbeiter, 4 Jahre für die Qualifikation beschäftigt, danach nicht mehr im öffentlicher Dienst beschäftigt. Die Wartezeit von 60 Monaten ist nicht erfüllt. Nach Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst läuft die VBL Versicherung beitragsfrei weiter, so dass ein Jahr später auch die Wartezeit erfüllt ist und ein Anspruch auf Zusatzrente entsteht.

Pflichtversicherung VBL Klassik
freiwillige Versicherung VBL Extra
etwas höhere Rentenetwas geringere Renten (z.B. durch andere Altersfaktoren)
Arbeitnehmerbeitrag 2,75, ..., 4,25 % (2017)Arbeitnehmerbeitrag 2 % (derzeit noch keine Anhebung festgelegt)
Wartezeit: 60 Monate. Bei vorzeitigem Ausscheiden wird die Wartezeit durch Zeitablauf erfüllt (nur im Tarifgebiet Ost). Die Wartezeit ist nur kritisch, falls im Zeitraum der beitragsfreien Weiterversicherung ein Versicherungsfall eintritt, z.B. Erwerbsunfähigkeit. Bei einem Arbeitsunfall gilt die Wartezeit jedoch als erfüllt. keine Wartezeit
Zurechnungszeiten möglich. Bsp.: mit 40 Jahren erwerbsunfähig. Zeiten bis zum Renteneintritt werden zugerechnet.keine Zurechnungszeiten. Bsp.: mit 40 Jahren erwerbsunfähig, Rente nur auf Basis der gezahlten Beiträge.
Bedingungen werden zwischen Tarifvertragsparteien ausgehandelt

Bedingungen werden von der VBL festgelegt

Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen (Videos, Broschüren, Versicherungsbedingungen, ...) finden Sie auf den Internetseiten der VBL.

Leistungen der freiwilligen Versicherung VBL Extra

Die VBL Extra ist im wesentlichen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit wissenschaftlicher Tätigkeit im Tarifgebiet West von Interesse. Dort besteht die Problematik, dass in der VBL Klassik die Anwartschaften bei Beschäftigungsdauern kleiner als 60 Monate verfallen, weil diese im Umlageverfahren erbracht wurden. Die Anwartschaften aus dem kapitalgedeckten Verfahren im Tarifgebiet Ost verfallen jedoch nicht, so dass ab dem ersten Beitragsmonat ein Anspruch auf Betriebsrente entsteht. Die Wartezeit wird dann bei Ausscheiden vor der 60 Monatsfrist durch Zeitablauf erfüllt.

Die Berechnung der Renten in der VBL Extra ist ähnlich wie in der VBL Klassik:

Beitrag p.a. (AN+AG)   :    1.200 €   x   Altersfaktor   =    Versorgungspunkte p. a.

monatl. Zusatzrente   =    Anzahl der Versorgungspunkte   x   4 €

 

Altersfaktoren (Stand Mai 2015):

AlterFaktorAlterFaktor
172,35291,92
182,31301,89
192,27311,86
202,23321,83
212,20331,80
222,16341,77
232,12351,74
242,09361,71
252,05......
262,02
271,99
281,95

 

 

Beispiel 5 (vgl. Beispiel 3 oben):

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 26 Jahre alt, seit 2014 im öffentl. Dienst, ZV-Brutto 2014: ca. 42.800 € (EG 13 / Stufe 1). Annahme: Steigerung der Entgelte um 2 % jährlich, Aufstieg in Stufe 2: 2015 und in Stufe 3: 2017. Ab 2019 z. B. Industrietätigkeit.

JahrZV-BruttoAlterAFVPVP ges.Rente
monatl.
Beitragssatz
(AN+AG)
Beitrag
p.a. (AN+AG)
Kosten
pro VP für AN
201442.807 €252,052,932,9312 €2 % + 2 %1.712 €293 €
201548.463 €262,023,266,1925 €2 % + 2 %1.939 €297 €
201649.433 €271,993,289,4738 €2 % + 2 %1.977 €302 €
201753.114 €281,953,4512,9252 €2 % + 2 %2.125 €307 €
201854.176 €291,923,4716,3966 €2 % + 2 %2.167 €313 €

Ein Punkt, der hierbei nicht berücksichtigt werden konnte, sind Bonuspunkte in der VBL Extra, die je nach Wirtschaftlage von der VBL ausgeschüttet werden (Größenordnung bis zu 20 %). Es wird jedoch deutlich, dass die Renten geringer sind als in der VBL Klassik. Selbst wenn der Arbeitnehmer-Beitrag bei 2 % bleiben sollte, sind die Kosten pro Versorgungspunkt für den Arbeitnehmer noch höher, als in der VBL Klassik bei 4,25 % Beitrag. Bei nicht erfüllter Wartezeit fällt der Vergleich knapper aus, da sich die Anwartschaften sich dann nur aus den eigenen Beiträgen errechnen (s. Beispiel 4).

Riesterförderung

Die Beschäftigten haben die Möglichkeit auf die Steuerfreiheit der Beiträge zur VBL zu verzichten, um damit die Voraussetzungen für die Riester-Förderung erfüllen zu können. In diesem Fall wird der Beitragsanteil des Arbeitnehmers aus dem versteuerten Einkommen an die VBL geleistet (sog. Nettoentnahme).

Ob der Verzicht auf die Steuerfreiheit im Einzelfall günstiger ist, hängt zum Beispiel vom Einkommen oder der Anzahl der Kinder (kindergeldberechtigt) ab.

Tendenziell gilt: Je mehr Kinder, desto eher lohnt sich Riestern gegenüber der unmittelbaren Steuerfreiheit. Für Durchschnittsverdiener mit Steuerklasse 1 oder 4 dürfte das ab zwei Kindern der Fall sein, bei „Besserverdienern“ (EG 13 aufwärts) erst bei drei oder mehr Kindern. Genaue Aussagen hierzu kann nur ein Steuerberater treffen.

Rechenbeispiele der VBL

Speziellere Themen

In den oben aufgeführten Beispielen wurden nur einfache Sachverhalte betrachtet. Die VBL Satzung sieht spezielle Regelungen z.B. für Zeiten des Mutterschutzes, der Elternzeit oder auch bei längerer Krankheit vor. Auch die Leistungen sind hier nicht vollumfänglich beschrieben. So gibt es z.B. Hinterbliebenenrenten, falls der oder die Versicherte verstirbt. 

Sollten Sie weitere Fragen haben oder Beispiele vermissen, können Sie sich gerne an uns wenden.