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INHALTE

Studiengang Werkstoffwissenschaft

Überblick

Werkstoffe und Materialien haben die Entwicklung unserer menschlichen Kultur von den Anfängen bis heute in die Gegenwart entscheidend mitgeprägt. Die Werkstoffwissenschaft gehört zu den wesentlichsten Impulsgebern für neue und weitreichende Innovationen und hat damit eine strategische Bedeutung für unsere moderne Industriegesellschaft.

© S. Jakob
© S. Jakob
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Was ist Werkstoffwissenschaft?

Neue Werkstoffe braucht das Land
Ob Umwelttechnik, Energie, Medizin, Kommunikation oder Automobilindustrie: das "richtige" Material entscheidet meist über den Erfolg eines neuen Produktes mit neuen Eigenschaften. Werkstoffe nehmen eine Schlüsselposition in der Wirtschaft ein, denn sie stehen am Anfang eines jeden Produktionsprozesses - ganz gleich ob es sich um Bauteile, Maschinen oder Anlagen handelt.

Um die Eigenschaften von Werkstoffen, ihre möglichen Anwendungen und Potentiale zu erforschen, zu verbessern und maßgeschneiderte Werkstoffe für neue Herausforderungen zu entwickeln, sind vielseitige und fächerübergreifende Kenntnisse nötig.

Die Werkstoffwissenschaft verbindet die verschiedenen Naturwissenschaften mit den Ingenieurwissenschaften. Das Ziel von Werkstoffwissenschaftler/-innen ist es, Materialien mit bestimmten Eigenschaften - in Abhängigkeit vom geplanten Einsatz - zu entwickeln, herzustellen, zu untersuchen und zu verbessern sowie Werkstoffschäden aufzuklären.

Studieninhalte

Werkstoffwissenschaft ist ein fächerübergreifendes Studium und reicht von der Grundlagenforschung bis hin zur technischen und kommerziellen Nutzung moderner Werkstoffe.

Der Bachelorstudiengang Werkstoffwissenschaft (6 Semester) vermittelt grundlegende Kenntnisse über die Wechselbeziehungen zwischen strukturellem Aufbau und den Eigenschaften eines Werkstoffs unter den Gesichtspunkten: Herstellung | Verarbeitung und Bearbeitung | Anwendung | Wiederverwertung | Entsorgung.

Der Masterstudiengang Werkstoffwissenschaft (4 Semester) vertieft das Wissen zu Struktur, Eigenschaften, Herstellung und Entwicklung von allen Werkstoffen:
Metalle | Gläser | Keramiken | Polymere | Verbunde

Das Ilmenauer Studium der Werkstoffwissenschaft ist charakterisiert durch:

  • breite naturwissenschaftlich-technische Grundlagen
  • intensive Forschungsorientierung in nationalen und internationalen Projekten und Kooperationen
  • experimentelle und praxisorientierte Ausrichtung.

Berufsaussichten

Das werkstofforientierte Bewusstsein wächst und führt vermehrt zu werkstoffspezifischen Fragestellungen. Dadurch steigt auch die Nachfrage nach Absolvent/-innen der Werkstoffwissenschaft stetig!

Ingenieurinnen und Ingenieure der Werkstoffwissenschaft haben daher exzellente Berufsaussichten und erhalten oft bereits vor Abschluss des Studiums konkrete Jobangebote. Die fächerübergreifende Ausbildung mit Schnittstellen zu vielen Bereichen eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Lehre und Forschung. Unsere Absolventinnen und Absolventen finden ihre Arbeitsplätze entsprechend ihrer Qualifikation und ihren Interessen weltweit beispielsweise in

  • Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie und öffentlichen Einrichtungen
  • Werkstoff erzeugenden und verarbeitenden Betrieben
  • Unternehmen des/der
    • Energietechnik
    • Fahrzeugbaus
    • Luft- und Raumfahrt
    • Elektrotechnik
    • Elektronik
    • Chemischen Industrie
    • Umwelttechnik
    • Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik
    • Nanotechnologie
    • Medizin
    • Biomedizintechnik

Bachelor

Wer sich für die praxisorientierte Anwendung von Physik und Chemie interessiert, wer innovative Materialen und Produkte entwickeln möchte, die unser Leben verbessern und unsere Gesellschaft nachhaltig beeinflussen, wer sich Neues ausdenken oder Bestehendes verbessern möchte, ist hier genau richtig.

Der Studiengang Werkstoffwissenschaft ist ein Verbundstudiengang der Universitäten Ilmenau und Jena. Er ist konsekutiv angelegt, d.h. an den Bachelorabschluss kann direkt das Masterstudium angeschlossen werden.

Besonderheiten des Verbundstudiums

Der Verbund der Universitäten Ilmenau und Jena macht das gesamte werkstoffwissenschaftliche Potenzial beider Universitäten für den Studiengang Werkstoffwissenschaft verfügbar. In Ilmenau ist dies vor allem die anwendungsorientierte Werkstofftechnik (durch den engen Bezug zu den Ingenieurwissenschaften), in Jena die stärker grundlagenorientierte Materialwissenschaft. Etwa zwei Drittel des der Studieninhalte sind gleich – vor allem die notwendigen Grundlagen der Bereiche Mathematik | Naturwissenschaft | Ingenieurwissenschaft | Informatik | Allgemeine, nichttechnische Grundlagen.

Jeweils universitätsspezifische Inhalte ermöglichen eine individuelle Entwicklung in die benannten Richtungen. Studierende können entsprechend ihrer Neigung innerhalb des Studienganges zwischen den beiden Universitäten wechseln bzw. die für sie interessanten Studienangebote wählen.

Studienaufbau

Das Bachelorstudium Werkstoffwissenschaft dauert 6 Semester:

1.-5. Semester: Die Studieninhalte teilen in sich in 3 Bereiche auf:

Ingenieur- und naturwissenschaftliche Grundlagen:

Mathematik, Physik, Chemie I Technische Informatik, Algorithmen und Programmierung I Technische Mechanik, Konstruktion und Fertigung I Elektrotechnik und Messtechnik

Werkstoffwissenschaftliche Grundlagen und individuelle fachliche Vertiefungen:

  • Grundlagen der Werkstoffwissenschaft
  • Kristallografie
  • Werkstoffprüfung und -charakterisierung
  • Werkstofftechnologie
    • Glas und Keramik
    • Metalle und Halbleiter
    • Oberflächen- und Beschichtungstechnologie

Individuelle werkstofftechnische Vertiefungen:

  • Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe
  • Metallische Werkstoffe und Verbundwerkstoffe
  • Kunststofftechnik
  • Werkstoffe der Elektrotechnik und Elektronik
  • Elektrochemie und Galvanotechnik

Grundlagenpraktika, werkstoffwissenschaftlich ausgerichtete Praktika sowie das Fachpraktikum verbinden Theorie und Praxis ebenso wie viele angebotene Exkursionen und Experimente. Ein besonderes Angebot im Studium ist das Projekt mit Seminar im 5. Semester.

6. Semester: Abschlusssemester
Ein 12-wöchiges Industriepraktikum und die Bachelorarbeit schließen das Bachelor-Studium im 6. Fachsemester ab.

Titel: Bachelor of Science (Werkstoffwissenschaft)

Im Anschluss können Studierende direkt mit dem Masterstudium Werkstoffwissenschaft starten.

Studienziele

Die Ziele des Bachelorstudiengangs Werkstoffwissenschaft sind:

  • Erster universitärer, berufsqualifizierender Abschluss
  • Die Vermittlung von fächerübergreifendem Wissen, das Absolvent/-innen befähigt,
    • in eigener Verantwortung oder
    • als Teil eines Experten-Teams
    • komplexe Aufgabenstellungen sowohl aus der Forschung als auch aus der Praxis der Werkstoffwissenschaft erfolgreich anzugehen und zu lösen.
  • Grundlage für ein Masterstudium

Eckdaten

Studienbeginn und Einschreibung
Der Bachelorstudiengang startet jeweils im Wintersemester. Die Bewerbung erfolgt online über das Akademische Service Center (ASC).

Regelstudienzeit
Die Regelstudienzeit im Bachelorstudiengang Werkstoffwissenschaft beträgt für die Ausbildung zum Bachelor of Science 6 Semester. Studieninhalte und Studienablauf sind so abgestimmt, dass ein Abschluss in der Regelstudienzeit erreicht werden kann.

Anschließend können Sie in 4 Semestern (Regelstudienzeit) den Abschluss als Master of Science Werkstoffwissenschaft erwerben.

 

Voraussetzungen

Zugangsberechtigung für ein Bachelorstudium ist das Abitur oder eine andere Form der Hochschulzugangsberechtigung. Für den Studiengang Werkstoffwissenschaft ist außerdem Interesse an ingenieurwissenschaftlichen Themen sowie an Anwendungen der Chemie und Physik empfehlenswert.

An der TU Ilmenau gibt es für den Studiengang Werkstoffwissenschaft keine Zulassungsbeschränkung (Numerus Clausus).

Nach dem Bachelor

…ist vor dem Master. Mit dem Bachelorabschluss erwerben Studierende einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Ein Masterstudium schärft das eigene Berufsprofil, denn es setzt auf bereits erworbene Kenntnisse, Methoden und Fähigkeiten auf, baut sie gezielt aus und ergänzt sie um neues Wissen.

Ein Masterabschluss ist vergleichbar mit dem Diplom und der universitär empfohlene Standard-Abschluss.

Für eine wissenschaftliche Karriere sowie manche Berufswege ist ein Master zwingende Voraussetzung, zudem erleichtert er den Ein- und Aufstieg in das mittlere und höhere Management von Unternehmen.

Die konsequente Folge nach dem Bachelor in Werkstoffwissenschaft ist das Masterstudium Werkstoffwissenschaft. Darüber hinaus werden aber auch folgende Masterstudiengänge (Master of Science) angeboten:

Master

Der viersemestrige Masterstudiengang vertieft das Wissen zu Struktur, Eigenschaften, Herstellung und Entwicklung von allen Werkstoffen: Metalle | Gläser | Keramiken | Polymere | Kunststoffe | Verbunde

Er verknüpft die Grundprinzipien der experimentellen und theoretischen Werkstoffwissenschaft mit weiteren physikalisch-chemischen Grundlagen sowie ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkten aus Maschinenbau | Elektrotechnik | Mikro- und Nanotechnik.

Das Masterstudium ist ingenieurtechnisch und technologisch ausgerichtet, setzt seinen Schwerpunkt in der Werkstofftechnik und bietet ein innovatives Studienangebot.

Das Masterstudium schließt idealerweise direkt an ein Bachelorstudium an, kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden.

Studienaufbau

Der Master of Science in Werkstoffwissenschaft vertieft das Wissen zu Struktur, Eigenschaften, Herstellung und Entwicklung von Werkstoffen aller Art.

Masterfächer mit integrierten Praktika:

  • Vertiefung naturwissenschaftlicher Grundlagen
  • Vertiefung Werkstofftechnik
  • Werkstoffe der Mikro- und Nanotechnologie
  • Spezielle Kunststofftechnologie
  • Oberflächen- und Galvanotechnik
  • Werkstoffauswahl, -zustand und -analyse

Studierende werden intensiv in Forschungsprojekte einbezogen und bearbeiten eigenständig Projektaufgaben. Zahlreiche Industriekontakte und Industrieprojekte sichern eine stetig anwendungsnahe Ausbildung.

Das Masterstudium beeinhaltet als Besonderheit ein komplexes Projekt mit Hauptseminar. Im Rahmen von nichttechnischen Nebenfächern erwerben unsere Studierenden interdisziplinäres Wissen und wichtige Sozialkompetenzen, die das Ausbildungsprofil abrunden.

4. Semester: Abschlusssemester

Die Masterarbeit mit einem Umfang von sechs Monaten ermöglicht den Studierenden eine praxisnahe Umsetzung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten und schließt in der Regel im vierten Semester das Masterstudium ab.

Perspektive Auslandssemester

Im Master gibt es die Möglichkeit, ein Jahr an der PUPC in Lima (Peru) zu studieren und einen Doppelabschluss Lima/Ilmenau zu erhalten.

Aber auch zu anderen Zeiten sind Auslandsaufenthalte möglich - die Chancen liegen auf der Hand:

  • Spezielle Fächervertiefungen nutzen
  • An Spitzenforschung teilhaben
  • Unvergessliche Erfahrungen sammeln
  • Zum Sprachexperten werden

Das Institut für Werkstofftechnik pflegt enge Kontakte zu vielen internationalen Universitäten z.B. in Kanada, Italien, Norwegen, Schweden, Slowakei, Tschechien, Großbritannien, Australien, Südafrika und USA.

Studienziele

Das Ziel des forschungsorientierten Masterstudienganges Werkstoffwissenschaft ist die Ausbildung von Studierenden mit einer breiten ingenieurwissenschaftlichen Basis, methodischer Kompetenz und ausgeprägtem Verständnis für aktuelle werkstoffwissenschaftliche Fragestellungen.

Der Master of Science

  • ist der zweite, "berufsbefähigende" Abschluss und der universitär empfohlene Standard-Abschluss,
  • vertieft die Fach- und Methodenkenntnisse des Bachelorstudiengangs,
  • befähigt zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten und
  • bereitet geeignete Studierende auf die Promotion vor.

Eckdaten

Studienbeginn und Bewerbung
Der Masterstudiengang startet sowohl im Sommersemester als auch im Wintersemester.

Die Bewerbung erfolgt online über das Akademische Service Center (ASC). Dabei sollten folgende Dokumente eingereicht werden:

  • das Bachelorzeugnis
  • ein Motivationsschreiben sowie
  • eine tabellarische Übersicht über Tätigkeiten und Erfahrungen, die mit dem Studium in Zusammenhang stehen.

Es erfolgt eine Auswahl nach folgenden Kriterien in der Rangfolge:

  1. Abschlussnote
  2. Praxiserfahrung
  3. Motivation

Voraussetzungen

Für das Masterstudium Werkstoffwissenschaft können Sie sich bewerben, wenn Sie:

  • ein Bachelorstudium der Werkstoffwissenschaft
  • einen anderen ingenieurwissenschaftlichen oder fachlich einschlägigen Studiengang mit min. 50 Leistungspunkten in allgemeinen naturwissenschaftlichen Grundlagen abgeschlossen haben

Absolvent/-innen verwandter Studiengänge werden zugelassen, wenn der Abschluss gleichwertig ist. Die Gleichwertigkeit wird in der Einzelfallprüfung durch den Prüfungsausschuss festgestellt und berücksichtigt:

  • die Noten des Hochschulabschlusses
  • die Studienzeiten
  • den Werdegang
  • die Motivation des Bewerbers sowie
  • gegebenenfalls zusätzliche berufliche Aktivitäten

Die Einladung von geeigneten Bewerbern zu einem Aufnahmegespräch ist möglich. Eine Zulassung kann mit Auflagen erfolgen.

Für den Studiengang werden ausreichende Kenntnisse in englischer Sprache vorausgesetzt.

Detaillierte Infos zur Zulassung entnehmen Sie bitte der Studienordnung.

Das sagen Studierende

© TU Ilmenau/ S. Jakob

Katharina: Mit dem Master Werkstoffwissenschaft vertiefe ich eine neue Richtung, die gleichzeitig zu meinem Bachelor in Maschinenbau passt – denn jede Maschine ist ja nur so gut wie ihr Material. Hier in Ilmenau stehen viele Fächer und ein Doppelabschluss mit Peru zur Auswahl. An vielen Unis ist der Wechsel von der FH, noch dazu in ein anderes Studienfach, ein Problem – hier lief es super. Die Professoren haben sich schon während meiner Entscheidungsphase viel Zeit genommen und auch jetzt im Studium wird man immer unterstützt. Man ist eben Teil der Campus-Familie!

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Lars: Werkstoffwissenschaft ist eine Spielwiese für Forschung und Entwicklung! Mir gefällt, dass man Einblicke in viele Bereiche bekommt und in den Praktika viele Freiheiten hat, um Neues auszuprobieren. In Ilmenau kann man gut studieren und leben –auf dem Campus liegt alles in der Nähe, die Labore sind sehr gut ausgestattet und alles ist sehr persönlich. Ich kann nur jedem empfehlen: Schaut es euch an und lasst euch überzeugen!

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Anna: Den Ausschlag für Ilmenau hat die Campus-Uni mit kurzen Wegen und persönlichem Bezug zu den Professoren gegeben – außerdem gibt es keine Studiengebühren! Werkstoffwissenschaft habe ich mir ausge¬sucht, weil es einfach super Perspektiven hat. Hier in Ilmenau kann ich im Bachelor alle Werkstoffbereiche kennenlernen, ohne mich gleich fest-legen zu müssen. Spezialisieren werde ich mich dann später im Master.