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Kommunikation als Weltbezug

Kommunikation als Weltbezug

Im konstruktivistischen Zeitalter hat die Kommunikations- und Medienwissenschaft weitgehend aus dem Blick verloren, dass Kommunikation (neben Wahrnehmung, Emotionen, Kognitionen, Handeln und Verhalten) eine Form des Weltbezugs darstellt.
 Die Realität ist aus den Kommunikationsmodellen verschwunden, herrschende Paradigmen wie der dynamisch-transaktionale Ansatz reduzieren die Erforschung von Kommunikationsprozessen auf die relevanten "Medien- und Persönlichkeitsvariablen" und verbuchen die Komplexität der Realität unter dem "Inhalt" der Medien. Diesem theoretischen Desinteresse an der Realität korrespondiert ein methodisch bedenklicher Umgang mit der Kategorie "Thema" in der empirischen Forschung, wo regelmäßig verschiedenste Dimensionen der Realität vermengt werden.

Das Projekt basiert auf der zentralen Erkenntnis, dass sich der Inhalt von Kommunikation ebenso wie die (möglichen) Wirkungen von Kommunikation beschreiben lassen als Bezüge von Akteuren auf Realitätsausschnitte und/oder auf die Weltbezüge anderer Akteure. Darauf aufbauend wird ein Ansatz entwickelt, der unabhängige und abhängige Variablen in Wirkungsprozessen systematisch als Weltbezüge beschreibt und so geeignet ist, zu einer allgemeinen Theorie der Kommunikationswirkungen zu führen. Die existierenden Ansätze der Medienwirkungsforschung lassen sich darin verorten, differenzieren und weiterentwickeln. Die grundlegenden Überlegungen der Theorie sind in der Habilitationsschrift von Christoph Kuhlmann dargelegt (Kuhlmann 2016).