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Dissertationen

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Erstellt: Mon, 06 Apr 2020 23:01:22 +0200 in 0.0451 sec


Zhang, Jianshu;
Advanced signal processing techniques for two-way relaying networks and full-duplex communication systems, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: XXIII, 257 S., 2,53 MB). Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2014

Sehr hohe Datenraten und ständig verfügbare Netzabdeckung in zukünftigen drahtlosen Netzwerken erfordern neue Algorithmen auf der physischen Schicht. Die Nutzung von Relais stellt ein vielversprechendes Verfahren dar, da die Netzabdeckung gesteigert werden kann. Zusätzlich steht hierdurch im Vergleich zu Kupfer- oder Glasfaserleitungen eine preiswerte Lösung zur Anbindung an die Netzinfrastruktur zur Verfügung. Traditionelle Einwege-Relais-Techniken (One-Way Relaying [OWR]) nutzen Halbduplex-Verfahren (HD-Verfahren), welche das Übertragungssystem ausbremst und zu spektralen Verlusten führt. Einerseits erlauben es Zweiwege-Relais-Techniken (Two-Way Relaying [TWR]), simultan sowohl an das Relais zu senden als auch von diesem zu empfangen, wodurch im Vergleich zu OWR das Spektrum effizienter genutzt wird. Aus diesem Grunde untersuchen wir Zweiwege-Relais und im Speziellen TWR-Systeme für den Mehrpaar-/Mehrnutzer-Betrieb unter Nutzung von Amplify-and-forward-Relais (AF-Relais). Derartige Szenarien leiden unter Interferenzen zwischen Paaren bzw. zwischen Nutzern. Um diesen Interferenzen Herr zu werden, werden hochentwickelte Signalverarbeitungsalgorithmen - oder in anderen Worten räumliche Mehrfachzugriffsverfahren (Spatial Division Multiple Access [SDMA]) - benötigt. Andererseits kann der spektrale Verlust durch den HD-Betrieb auch kompensiert werden, wenn das Relais im Vollduplexbetrieb arbeitet. Nichtsdestotrotz ist ein FD-Gerät in der Praxis aufgrund starker interner Selbstinterferenz (SI) und begrenztem Dynamikumfang des Tranceivers schwer zu realisieren. Aus diesem Grunde sollten fortschrittliche Verfahren zur SI-Ünterdrückung entwickelt werden. Diese Dissertation trägt diesen beiden Zielen Rechnung, indem optimale und/oder effiziente algebraische Lösungen entwickelt werden, welche verschiedenen Nutzenfunktionen, wie Summenrate und minimale Sendeleistung, maximieren. Im ersten Teil studieren wir zunächst Mehrpaar-TWR-Netzwerke mit einem einzelnen Mehrantennen-AF-Relais. Dieser Anwendungsfall kann auch so betrachtet werden, dass sich mehrere verschiedene Dienstoperatoren Relais und Spektrum teilen, wobei verschiedene Nutzerpaare zu verschiedenen Dienstoperatoren gehören. Aktuelle Ansätzen zielen auf Interferenzunterdrückung ab. Wir schlagen ein auf Projektion basiertes Verfahren zur Trennung mehrerer Dienstoperatoren (projection based separation of multiple operators [ProBaSeMO]) vor. ProBaSeMO ist leicht anpassbar für den Fall, dass jeder Nutzer mehrere Antennen besitzt oder unterschiedliche Systemdesignkriterien angewendet werden müssen. Als Bewertungsmaßstab für ProBaSeMO entwickeln wir optimale Algorithmen zur Maximierung der Summenrate, zur Minimierung der Sendeleistung am Relais oder zur Maximierung des minimalen Signal-zu-Interferenz-und-Rausch-Verhältnisses (Signal to Interference and Noise Ratio [SINR]) am Nutzer. Zur Maximierung der Summenrate wurden spezifische gradientenbasierte Methoden entwickelt, die unabhängig davon sind, ob ein Nutzer mit einer oder mehr Antennen ausgestattet ist. Um im Falle eines "Worst-Case" immer noch eine polynomielle Laufzeit zu garantieren, entwickelten wir einen Algorithmus mit polynomieller Laufzeit. Dieser ist inspiriert von der "Polynomial Time Difference of Convex Functions"-Methode (POTDC-Methode). Bezüglich der Summenrate des Systems untersuchen wir zuletzt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um einen Gewinn durch gemeinsames Nutzen zu erhalten. Hiernach untersuchen wir die Maximierung der Summenrate eines Mehrpaar-TWR-Netzwerkes mit mehreren Einantennen-AF-Relais und Einantennen-Nutzern. Das daraus resultierende Problem der Summenraten-Maximierung, gebunden an eine bestimmte Gesamtsendeleistung aller Relais im Netzwerk, ist ähnlich dem des vorangegangenen Szenarios. Dementsprechend kann eine optimale Lösung für das eine Szenario auch für das jeweils andere Szenario genutzt werden. Weiterhin werden basierend auf dem Polynomialzeitalgorithmus global optimale Lösungen entwickelt. Diese Lösungen sind entweder an eine maximale Gesamtsendeleistung aller Relais oder an eine maximale Sendeleistung jedes einzelnen Relais gebunden. Zusätzlich entwickeln wir suboptimale Lösungen, die effizient in ihrer Laufzeit sind und eine Approximation der optimalen Lösung darstellen.



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Popugaev, Alexander E.;
Miniaturisierte Mikrostreifenleitungs-Schaltungen bestehend aus zusammengesetzten Viertelkreisringen. - Erlangen : N & H Verl., 2014. - XII, 153 S.. Zugl.: Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2013

Die vorliegende Arbeit beschreibt eine neue Technik der Leiterbahnführung zum effizienten rechnergestützten Entwurf von Schaltungen in Mikrostreifenleitungs-Technologie. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass das Layout der zu realisierenden Schaltung aus Viertelkreisringen zusammengesetzt wird. Als Hilfsmittel dient ein Raster, welches aus ringförmigen Segmenten besteht. Im Vergleich zur konventionellen Ausführung lassen sich unter Anwendung der Methode Mikrostreifenleitungs-Schaltungen mit relativ geringem Aufwand kompakt und ohne merkliche Beeinträchtigung der elektrischen Eigenschaften realisieren, was auch die angeführten Ausführungsbeispiele zeigen. Daraufhin wird der für Simulationen auf Schaltplanebene relevante mathematische Apparat hinsichtlich analytischer Berechnung gekrümmter Mikrostreifenleitungen aus früheren Arbeiten von Jouguet, Lewin, Wolff, Tripathi, Knoppik und Weisshaar übernommen und in Bezug auf aus Viertelkreisringen bestehende Mikrostreifenleitungen weiterentwickelt. Es wird ein neues adäquates Hohlleitermodell mit magnetischen Seitenwänden vorgeschlagen. Demnach weist jedes Hohlleitersegment sowohl die effektiven Radien als auch den effektiven Mittelpunktswinkel auf. Dabei ist die effektive Breite gleich der effektiven Breite der geraden Mikrostreifenleitung gleichen Querschnitts zu wählen. Für die Berechnung des effektiven Mittenradius und des effektiven Mittelpunktswinkels wird eine einfache Beziehung empirisch aufgestellt. Ausgehend von diesem Modell werden die aus dem Stand der Forschung bekannte Störungsrechnung zweiter Ordnung herangezogen und die Relationen bis hin zur sechsten Ordnung hergeleitet, um die Berechnungsgenauigkeit von stark gekrümmten Leitungen zu verbessern. Darüber hinaus erfolgt die Bestimmung einer allgemeinen Form der Differentialgleichung zur Berechnung von Störungen beliebiger Ordnung sowie der direkten Ansätze zu deren Lösung. Die Streuparameter jedes Hohlleitersegments werden gemäß den von Weisshaar hergeleiteten Relationen berechnet. Die Ermittlung der resultierenden Streumatrix erfolgt unter Berücksichtigung jeder Änderung der Krümmungsrichtung nach Gimeno. Das weiterentwickelte mathematische Modell der gekrümmten Mikrostreifenleitung wird durch Simulationen sowie experimentelle Untersuchungen verifiziert.



Humbla, Stefan;
Entwurf und Umsetzung eines rekonfigurierbaren Schaltmatrix-Satelliten-Experiments zum Nachweis der Raumfahrttauglichkeit keramischer Mikrowellenschaltungstechnologie, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: XXVI, 168 Bl., 15,70 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2014
- Parallel als Druckausg. erschienen

Die Informations- und Kommunikationstechnik ist einer der wesentlichen Grundpfeiler der technischen Entwicklung des vergangenen Jahrhunderts. Gerade für die Erschließung geografisch ausgedehnter als auch abgelegener Gebiete mit Kommunikationsinfrastruktur, Broadcasting, etc. werden satellitengestützte Systeme eingesetzt. Um aktuelle Technologien in der Raumfahrt einsetzen zu können, bedarf es dem Nachweis der Raumfahrtqualifikation aller Komponenten. Da nicht jede Technologie geeignet ist und der Qualifikationsprozess aufwendig und mit hohen Kosten verbunden ist, beträgt die zeitliche Verzögerung typischerweise mehrere Jahre oder Jahrzehnte und wird nur bei großen zu erwartenden Vorteilen durchgeführt. Die Low Temperature Co-fired Ceramics-Technologie (LTCC) ermöglicht durch die dreidimensionale Integration passiver Leitungsstrukturen kompakte Module hoher Funktionsdichte, geringer Masse und ermöglicht hermetische Gehäuse für integrierte Schaltkreise. Die Berücksichtigung prozessbedingter Geometrieabweichungen im Entwurfsprozess zusammen mit der genauen Kenntnis der elektrischen Materialparameter stellt eine wichtige Vorraussetung dar, um eine hohe Ausbeute und eine gute Übereinstimmung zwischen Messdaten und Simulationsergebnissen zu erzielen. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Entwicklungen, die Optimierung und der Qualifikationsprozess eines Schaltmatrixexperiments beschrieben. Dabei werden die aufgebauten Modelle vorgestellt, die Ergebnisse der Umwelttests ausgewertet und Optimierungen am Modul sowie an der Aufbau- und Verbindungstechnik vorgenommen. Die Ergebnisse der mechanischen Untersuchung werden mit numerischen Methoden nachvollzogen. Aufbauend auf den grundlegenden keramischen Modulen wurde ein System entworfen, welches im All selbstständig Messdaten aufnimmt und so Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit der Komponenten erlaubt. Das Schaltmatrixexperiment wurde als der Teil der KERAMIS-Nutzlast in den Testsatelliten TET-1 (Technologieerprobungsträger) integriert. Die einjährige OOV-Mission (On-Orbit Verification) begann mit dem Start der Trägerrakete am 22. Juli 2012. Anhand der verfügbaren Messdaten konnte keine Beeinflussung der Funktionsfähigkeit festgestellt werden.Darüber hinaus werden verschiedene Konzepte für den modularen Aufbau komplexerer Schaltmatrizen basierend auf dem 4x4 Schaltmatrixmodul vorgestellt und diskutiert.



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Ruggaber, Benjamin;
Ortsaufgelöste Bestimmung von colorimetrischen Größen mit einer Hyperspektralkamera, 2014. - VII, 109 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2014

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der ortsaufgelösten Bestimmung colorimetrischer Größen unter Verwendung einer Hyperspektralkamera. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Bestimmung von Normfarbwertanteilen von einfarbigen- und weißen LEDs. Die Verwendung einer Hyperspektralkamera als Messmittel, zur Bestimmung von Normfarbwertanteilen, setzt zum einen die Kalibrierung der Hyperspektralkamera voraus und zum anderen, dass einem jeweiligen Messergebnis eine Messunsicherheit beigeordnet werden kann. Zum Zeitpunkt der Entstehung der vorliegenden Arbeit, bestehen jedoch keine Richtlinien oder Empfehlungen seitens der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) bezüglich der Vorgehensweise zur Kalibrierung von abbildenden optischen Systemen, zur Ermittlung radiometrischer,photometrischer oder colorimetrischer Größen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird daher eine Vorgehensweise zur Kalibrierung der Hyperspektralkamera entwickelt. Bei der Kalibrierung werden insbesondere die Einflussgrößen mit in die Betrachtung einbezogen, welche sich bei einer ortsaufgelösten Bestimmung von Normfarbwertanteilen ergeben. Neben der Durchführung der Kalibrierung der Hyperspektralkamera wird die Eignung der Hyperspektralkamera für die ortsaufgelöste Ermittlung von Normfarbwertanteilen von einfarbigen- und weißen LEDs untersucht. Die Vorgehensweise, zur Angabe der Messunsicherheit, orientiert sich am Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement (GUM). Eine Grundforderung des GUM ist es, ein Modell der Auswertung aufzustellen, welches einen Zusammenhang zwischen den Messgrößen und den Einflussgrößen herstellt, welche einen Beitrag zur Messunsicherheit leisten. Diese Modellierung erfolgt in der vorliegenden Arbeit aus Sicht der klassischen Radiometrie. Die im Rahmen dieser Modellierung erkannten Einflussgrößen werden bezüglich ihrer Signifikanz für die Messunsicherheit untersucht. Die notwendigen Schritte zur Ermittlung der Messunsicherheit, bei der Bestimmung von Normfarbwertanteilen, werden anhand der Fortpflanzung von Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen unter Verwendung der Monte-Carlo-Methode aufgezeigt. Die in der vorliegenden Arbeit erzielten Ergebnisse zeigen, dass die vorgeschlagene Vorgehensweise zur Kalibrierung der Hyperspektralkamera als praktikabel betrachtet werden kann. Sowohl die Messergebnisse als auch die Ergebnisse von Simulationen zeigen deutlich, dass die betrachtete Hyperspektralkamera, sowohl für die Messung von einfarbigen- als auch von weißen LEDs, verwendet werden kann.



Li, Jianhui;
Signal processing for high data rate wireless communications, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: XIII, 151 S., 2,46 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2014
- Parallel als Druckausg. erschienen

Die vorliegende Arbeit behandelt Signalverarbeitungsverfahren für drahtlose Kommunikationssysteme mit sehr hohen Datenraten. Dabei werden zum einen Funksysteme und zum anderen Infrarot-basierte optische Übertragungssysteme als Anwendungsgebiete betrachtet. Im ersten Teil der Arbeit wird das Konzept des "resource sharing" beleuchtet, was die willentliche und koordinierte gemeinsame Nutzung von Ressourcen zwischen mehreren Betreibern beschreibt. Dieses Ziel wurde im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes SAPHYRE eingehend untersucht. Die Arbeit beschreibt die Vision des SAPHYRE-Projektes und geht auf zwei konkrete Topologien näher ein: die gemeinsame Nutzung der Spektren ("spectrum sharing") sowie die gemeinsame Nutzung der Spektren und der Infrastruktur wie etwa der Relay-Stationen ("spectrum and infrastructure sharing"). In der ersten Topologie teilen sich mehrere Betreiber Teile des Spektrums. Hierfür wird die Abwärtsstrecke betrachtet, in welcher die Basisstationen (BS) der verschiedenen Betreiber jeweils zu einem eigenen User-Terminal (UT) senden und sich dafür denselben Kanal teilen. Zuerst werden für dieses Modell geschlossene Lösungen für die Antennengewichte der Sender entwickelt. Basierend auf diesem Ansatz wird dann ein iteratives Verfahren namens "Flexible Coordinated Beamforming (FlexCoBF)" für den Spectrum-Sharing-Fall entwickelt, welches es erlaubt, die Interferenz zwischen den Betreibern effektiv auszunutzen, um so die Summenrate des Systems zu steigern. Im Anschluss wird die zweite Topologie betrachtet, in der sowohl das Spektrum als auch Teile der Infrastruktur gemeinsam genutzt werden. Insbesondere wird dabei ein Relay-basiertes Kommunikationssystem untersucht, für welches mehrere Betreiber sowohl das Spektrum als auch die Relay-Station gemeinsam nutzen. Das Relay wird im "Amplifyand Forward" (AF)-Betrieb verwendet und ist mit mehreren Sende- und Empfangsantennen ausgestattet. Zunächst wird der Fall betrachtet, dass die direkte Verbindung zwischen BS und UT zu schwach ist und daher vernachlässigt werden kann. Für diesen Fall werden Sendestrategien für die Relay-Station untersucht. Dabei wird zuerst eine Gruppe von Verfahren namens "efficient relay sharing ratemaximization (EReSh-RM)" entwickelt, welche die Summenrate des Systems, unter Berücksichtigung einer Sendeleistungsbeschränkung des Relays, steigern. Im Anschluss wird der systematische Entwurf der Sendestrategien für energieeffiziente Übertragungen beleuchtet. Für den Spezialfall, in dem alle Basisstationen und alle User-Terminalsnur eine Antenne besitzen, wird zunächst die global optimale Lösung unter Verwendung von konvexer Optimierung hergeleitet. Diese Lösung dient als Benchmark zur Bewertung einfacher suboptimaler Lösungen, die im Anschluss vorgeschlagen werden. Diese stellen einen Kompromiss zwischen der erreichbaren Energieeffizienz und dem nötigen Rechenaufwand dar, beispielsweise die geschlossene Lösungnamens "Efficient Resource Sharing Power Minimization (EReSh-PM)" sowie Ansätze die auf dem "Block Diagonalization (BD)"-Verfahren basieren. Darüber hinaus wird eine neuartige robuste Sendestrategie für das Relay vorgeschlagen, die die Unsicherheiten über den genauen Kanalzustand am Relay berücksichtigt. Schließlich werden die Konzepte auf den allgemeinen Fall erweitert, in dem jede Basisstation und jedes User-Terminal mehrere Antennen besitzen können. Für dieses Szenario wird ebenfalls eine Sendestrategie am Relay hergeleitet, die die Übertragung mehrerer Datenströme zwischen jedem Paar von BS und UT erlaubt. Für den Fall, dass die direkte Verbindung zwischen BS und UT nicht vernachlässigbar schwach ist, werden im Anschluss ebenfalls Übertragungsverfahren beleuchtet, wobei BS, UT und das Relay mehrere Antennen besitzen können. Hierbei wird unterschieden zwischen der Übertragung von jeweils einem Datenstrom und mehreren Datenströmen von jeder BS zu dem zugehörigen UT. Um den Vorteil des Resource-Sharings zu quantifizieren wird der "SAPHYRE sharing gain" verwendet welcher die erreichbare Summenrate mit und ohne Sharing ins Verhältnis setzt. Im zweiten Teil der Arbeit wird das Design der physikalischen Übertragungsschicht für schnelle Infrarot (IR)-basierte Indoor-Übertragungssysteme untersucht. Dies geschah im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes OMEGA. Die jüngsten Entwicklungen in Indoor-IR-Übertragungssystemen haben gezeigt, dass IR hochratige Datenübertragung unterstützt und im Indoor-Bereich entscheidende Vorteile besitzt. Deshalb wird erwartet, dass IR Technologien für zukünftige drahtlose Netzwerke eine wichtige Rolle spielen werden.



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Gebhardt, Stefan;
Entwurf und Realisierung eines kapazitiven Tomographie-Systems nach dem Dreielektroden-Messprinzip, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: VIII, 158 S., 14,10 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2014
- Parallel als Druckausg. erschienen

Die vorliegende Dissertation ist ein Beitrag zum Entwurf von ECT-Systemen (engl. Electrical Capacitance Tomography - ECT) in kompakter Bauweise für eine bestimmte Klasse von einfachen industriellen Applikationen. Sie behandelt den erstmaligen Entwurf und Aufbau eines tomographischen Sensorsystems nach dem Dreielektroden-Messprinzip auf Grundlage erarbeiteter Entwurfsrichtlinien. Im Fokus steht hierbei die Rekonstruktion und Positionsbestimmung von dielektrischen Referenzobjekten in einem geschlossenen Detektionsbereich. Trotz des besonderen Schaltungsprinzips, mit dem mehrere Sensorkanäle gleichzeitig mit unterschiedlicher Messempfindlichkeit und geringer Störempfindlichkeit sowie ohne gegenseitige Beeinflussung ausgewertet werden können, wurde das Dreielektrodenprinzip bisher noch nicht für Anwendungen auf dem Gebiet der ECT untersucht. Schwerpunkt der Arbeit sind spezifische Entwurfsregeln für einen im Querschnitt quadratischen und konstruktiv vereinfachten ECT-Sensor, die unter Berücksichtigung der Eigenschaften dieses Messprinzips aus einer systematischen Analyse der Einflüsse verschiedener Sensorparameter, insbesondere auf die Bildqualität, abgeleitet werden können. Durch die Implementierung eines effizienten Rekonstruktionsalgorithmus und eines geeigneten Lokalisierungsalgorithmus werden zudem die Grundvoraussetzungen für Messungen in Echtzeit auch bei begrenzten Rechenressourcen geschaffen. Die Untersuchungen mit der entwickelten Experimentieranordnung bestehend aus einer optimierten Sensoranordnung und einem Auswerteprogramm sowie einer modularen Messelektronik mit Umschaltnetzwerk zeigen, dass sich ein derartiges Sensorsystem generell für die angestrebten Applikationen eignet. Die Leistungsfähigkeit und Anwendungsgrenzen der einzelnen Systemkomponenten sind in der Arbeit ausführlich beschrieben, und es werden die notwendigen Ansätze zur Realisierung echtzeitfähiger Systeme dargelegt. Das Dreielektroden-Messprinzip zeigt sich somit als eine aussichtsreiche Technik für die Entwicklung kompakter und kostengünstig realisierbarer ECT-Sensorsysteme mit einer robusten und leistungsfähigen kapazitiven Messelektronik.



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Grimm, Michael;
Dirty RF signal processing for mitigation of receiver front-end non-linearity, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: XII, 224 S., 6,50 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2014
- Parallel als Druckausg. erschienen

Moderne drahtlose Kommunikationssysteme stellen hohe und teilweise gegensätzliche Anforderungen an die Hardware der Funkmodule, wie z.B. niedriger Energieverbrauch, große Bandbreite und hohe Linearität. Die Gewährleistung einer ausreichenden Linearität ist, neben anderen analogen Parametern, eine Herausforderung im praktischen Design der Funkmodule. Der Fokus der Dissertation liegt auf breitbandigen HF-Frontends für Software-konfigurierbare Funkmodule, die seit einigen Jahren kommerziell verfügbar sind. Die praktischen Herausforderungen und Grenzen solcher flexiblen Funkmodule offenbaren sich vor allem im realen Experiment. Eines der Hauptprobleme ist die Sicherstellung einer ausreichenden analogen Performanz über einen weiten Frequenzbereich. Aus einer Vielzahl an analogen Störeffekten behandelt die Arbeit die Analyse und Minderung von Nichtlinearitäten in Empfängern mit direkt-umsetzender Architektur. Im Vordergrund stehen dabei Signalverarbeitungsstrategien zur Minderung nichtlinear verursachter Interferenz - ein Algorithmus, der besser unter "Dirty RF"-Techniken bekannt ist. Ein digitales Verfahren nach der Vorwärtskopplung wird durch intensive Simulationen, Messungen und Implementierung in realer Hardware verifiziert. Um die Lücken zwischen Theorie und praktischer Anwendbarkeit zu schließen und das Verfahren in reale Funkmodule zu integrieren, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Hierzu wird ein erweitertes Verhaltensmodell entwickelt, das die Struktur direkt-umsetzender Empfänger am besten nachbildet und damit alle Verzerrungen im HF- und Basisband erfasst. Darüber hinaus wird die Leistungsfähigkeit des Algorithmus unter realen Funkkanal-Bedingungen untersucht. Zusätzlich folgt die Vorstellung einer ressourceneffizienten Echtzeit-Implementierung des Verfahrens auf einem FPGA. Abschließend diskutiert die Arbeit verschiedene Anwendungsfelder, darunter spektrales Sensing, robuster GSM-Empfang und GSM-basiertes Passivradar. Es wird gezeigt, dass nichtlineare Verzerrungen erfolgreich in der digitalen Domäne gemindert werden können, wodurch die Bitfehlerrate gestörter modulierter Signale sinkt und der Anteil nichtlinear verursachter Interferenz minimiert wird. Schließlich kann durch das Verfahren die effektive Linearität des HF-Frontends stark erhöht werden. Damit wird der zuverlässige Betrieb eines einfachen Funkmoduls unter dem Einfluss der Empfängernichtlinearität möglich. Aufgrund des flexiblen Designs ist der Algorithmus für breitbandige Empfänger universal einsetzbar und ist nicht auf Software-konfigurierbare Funkmodule beschränkt.



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Song, Bin;
Linear transmit-receive strategies for multi-user MIMO wireless communications, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: 234 S., 2,45 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2014
- Unterschiede zwischen dem gedruckten Dokument und der elektronischen Ressource können nicht ausgeschlossen werden

Die Notwendigkeit zur Unterdrückung von Interferenzen auf der einen Seite und zur Ausnutzung der durch Mehrfachzugriffsverfahren erzielbaren Gewinne auf der anderen Seite rückte die räumlichen Mehrfachzugriffsverfahren (Space Division Multiple Access, SDMA) in den Fokus der Forschung. Ein Vertreter der räumlichen Mehrfachzugriffsverfahren, die lineare Vorkodierung, fand aufgrund steigender Anzahl an Nutzern und Antennen in heutigen und zukünftigen Mobilkommunikationssystemen besondere Beachtung, da diese Verfahren das Design von Algorithmen zur Vorcodierung vereinfachen. Aus diesem Grund leistet diese Dissertation einen Beitrag zur Entwicklung linearer Sende- und Empfangstechniken für MIMO-Technologie mit mehreren Nutzern.



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Zafar, Bilal;
Analysis and ad-hoc networking solutions for cooperative relaying systems, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: XIV, 208 S., 4,49 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2014
- Parallel als Druckausg. erschienen

Nutzer mobiler Netzwerke fordern zunehmend höhere Datenraten von ihren Dienstleistern. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, wurden verschiedene Signalverarbeitungsalgorithmen entwickelt. Dabei ist das "Multiple input multiple output" (MIMO)-Verfahren für die drahtlose Kommunikation eine der vielversprechendsten Techniken. Jedoch ist aufgrund bestimmter physikalischer Beschränkungen, wie zum Beispiel die Baugröße, die Verwendung von mehreren Antennen für viele Endgeräte nicht möglich. Dennoch können solche Ein-Antennen-Geräte durch den Einsatz kooperativer MIMO-Verfahren von den Vorteilen des MIMO-Prinzips profitieren. Dabei schließen sich naheliegende Knoten zusammen um ein sogenanntes virtuelles Antennen-Array zu bilden. Weiterhin können Knoten mit beschränktem Kommunikationsbereich durch mehrere Hops mit weiter entfernten Knoten kommunizieren. Allerdings stellt der Aufbau eines solchen Ad-hoc-Netzwerks mit kooperativen MIMO-Fähigkeiten aufgrund der dezentralen Natur und das Fehlen einer zentral-steuernden Einheit, wie einer Basisstation, eine große Herausforderung dar. Diese Arbeit befasst sich mit den Problemstellungen dieser Netzwerke und bietet verschiedene Lösungsansätze.Im ersten Teil dieser Arbeit werden analytisch in sich geschlossene Ausdrücke für ein kooperatives Relaying-System bezüglicher verschiedener Metriken, wie das Signal-Rausch-Verhältnis, die Symbolfehlerrate, die Bitfehlerrate und die Kapazität, hergeleitet. Dabei werden die "Amplify-and forward" und "Decode-and-forward" Relaying-Protokolle, sowie unterschiedliche Mehrantennen-Konfigurationen, wie "Single input single output" (SISO), "Single input multiple output" (SIMO) und MIMO betrachtet. Diese Ausdrücke zeigen die Bedeutung der Reduzierung der Hop-Anzahl in Mehr-Hop-Systemen, um eine höhere Leistung zu erzielen. Zudem werden die Auswirkungen verschiedener Antennen-Konfigurationen und Sendeleistungen auf die Anzahl der Hops analysiert.  Weiterhin wird der Einfluss von Synchronisationsfehlern auf das kooperative MIMO-Verfahren herausgestellt und daraus eine untere Grenze für das Signal-zu-Interferenz-und-Rausch-Verhältnis, sowie ein Ausdruck für die Bitfehlerrate bei hohem Signal-Rausch-Verhältnis entwickelt. Diese Zusammenhänge sollen Netzwerk-Designern helfen die Qualität des Services auch in den Worst-Case-Szenarien sicherzustellen. Im zweiten Teil der Arbeit werden einige innovative Algorithmen vorgestellt, die die Einrichtung und die Funktionsweise von Cluster-basierten Ad-hoc-Netzwerken, die kooperative Relays verwenden, erleichtern und verbessern. Darunter befinden sich ein Clustering-Algorithmus, der den Batteriestatus der Knoten berücksichtigt, um eine längere Lebensdauer des Netzwerks zu gewährleisten und ein Routing-Mechanismus, der auf den Einsatz in kooperativen MIMO Mehr-Hop-Systemen zugeschnitten ist. Die Vorteile beider Algorithmen werden durch Simulationen veranschaulicht. Eine Methode, die Daten in Ad-hoc-Netzwerken mit verteilten Hash-Tabellen behandelt wird ebenfalls vorgestellt. Darüber hinaus wird auch ein Sicherheitsmechanismus für die physikalische Schicht in Multi-Hop-Systemen und kooperativen MIMO-Systemen präsentiert. Eine Analyse zeigt, dass das kooperative MIMO-Verfahren deutliche Vorteile gegenüber dem konventionellen MIMO-Verfahren hinsichtlich der informationstheoretischen Grenzen der Sicherheit auf der physikalischen Schicht aufweist.



http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=23680
Tarasov, Mikhail;
Self-organizing network optimization via placement of additional nodes, 2014. - Online-Ressource (PDF-Datei: III, 147 S., 5,09 MB). Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2014
- Enth. außerdem: Thesen

Das Hauptforschungsgebiet des Graduiertenkollegs "International Graduate School on Mobile Communication" (GS Mobicom) der Technischen Universität Ilmenau ist die Kommunikation in Katastrophenszenarien. Wegen eines Desasters oder einer Katastrophe können die terrestrischen Elemente der Infrastruktur eines Kommunikationsnetzwerks beschädigt oder komplett zerstört werden. Dennoch spielen verfügbare Kommunikationsnetze eine sehr wichtige Rolle während der Rettungsmaßnahmen, besonders für die Koordinierung der Rettungstruppen und für die Kommunikation zwischen ihren Mitgliedern. Ein solcher Service kann durch ein mobiles Ad-Hoc-Netzwerk (MANET) zur Verfügung gestellt werden. Ein typisches Problem der MANETs ist Netzwerkpartitionierung, welche zur Isolation von verschiedenen Knotengruppen führt. Eine mögliche Lösung dieses Problems ist die Positionierung von zusätzlichen Knoten, welche die Verbindung zwischen den isolierten Partitionen wiederherstellen können. Hauptziele dieser Arbeit sind die Recherche und die Entwicklung von Algorithmen und Methoden zur Positionierung der zusätzlichen Knoten. Der Fokus der Recherche liegt auf Untersuchung der verteilten Algorithmen zur Bestimmung der Positionen für die zusätzlichen Knoten. Die verteilten Algorithmen benutzen nur die Information, welche in einer lokalen Umgebung eines Knotens verfügbar ist, und dadurch entsteht ein selbstorganisierendes System. Jedoch wird das gesamte Netzwerk hier vor allem innerhalb eines ganz speziellen Szenarios - Katastrophenszenario - betrachtet. In einer solchen Situation kann die Information über die Topologie des zu reparierenden Netzwerks im Voraus erfasst werden und soll, natürlich, für die Wiederherstellung mitbenutzt werden. Dank der eventuell verfügbaren zusätzlichen Information können die Positionen für die zusätzlichen Knoten genauer ermittelt werden. Die Arbeit umfasst eine Beschreibung, Implementierungsdetails und eine Evaluierung eines selbstorganisierendes Systems, welche die Netzwerkwiederherstellung in beiden Szenarien ermöglicht.



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