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Dissertationen

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Debes, Maik;
Konzeption und Realisierung eines kontextsensitiven Routingverfahrens. - Ilmenau : Universitäts-Verlag Ilmenau, 2009. - 1 Online-Ressource (XV, 215 Seiten).
Technische Universität, Dissertation 2008

Das Angebot von Kommunikations- und Informationsdiensten richtet sich einerseits nach den individuellen Bedürfnissen der Nutzer andererseits aber auch nach den Möglichkeiten der verwendeten Netztechniken. Um einen optimal auf den Nutzer angepassten Dienst bereitstellen zu können, muss dessen Kontext berücksichtigt werden. Ein Dienstzugriff soll dabei möglichst flexibel und unabhängig vom Netz erfolgen. Den mobilen Zugriff auf solche Dienste können Infrastrukturnetze, durch ihre Topologie bedingt, nicht überall bedienen. Mobile Ad-hoc-Netze sind dagegen an keine Infrastruktur gebunden und deshalb sehr flexibel einsetzbar. Durch deren dynamische Topologie ergeben sich jedoch gegenüber den herkömmlichen Netzen auch spezielle Anforderungen an die Routen- und Dienstsuche. Konventionelle Verfahren sind hierbei in der Regel weder nutzbar, noch für einen Einsatz in heterogenen Umgebungen geeignet. Gerade mit der fortschreitenden Konvergenz der Netze ist aber eine netzübergreifende Lösung unumgänglich.Die vorliegende Arbeit befasst sich deshalb mit den Themen Ad-hoc-Netze sowie den hierbei eingesetzten Routingprotokollen und -verfahren. Es werden Möglichkeiten zur Dienstsuche erläutert und gegenübergestellt. Mit den Erkenntnissen daraus wird ein Architekturkonzept entwickelt, das die Dienstsuche sowohl in Ad-hoc- als auch in herkömmlichen Infrastrukturnetzen erlaubt. Die Dienstsuche erfolgt dabei in Verbindung mit einem für diesen Zweck erweiterten Routingverfahren. Warum diese Art einer Dienstsuche auf Netzwerkebene vorteilhaft ist, wird erläutert und begründet. Kernstück der entwickelten Architektur bilden die so genannten Kontextrouter, die eine Dienstsuche unabhängig von der Adresse eines Dienstanbieters unterstützen. Auch der Nutzer benötigt keine Kenntnis über eine solche Adresse. Eine Suche erfolgt lediglich über den Dienst und den zur Verfügung stehenden Informationen über den Kontext des Nutzers. Damit wird ein auf den Nutzer optimal angepasster Dienst ausgewählt. Das Konzept unterstützt die Weiterleitung von Daten zu einem alternativen Server, sofern der ursprüngliche Server ausfällt, und bietet Providern die Möglichkeit, steuernd auf die Dienstsuche und -kommunikation einzuwirken. Das Verifizieren des vorgestellten Konzeptes erfolgt auf Basis praktischer Realisierungen. Das dazu aufgebaute Demonstratornetzwerk dient für eine Reihe von Tests zum Nachweis der Funktionen und der Leistungsfähigkeit der Architektur. Die daraus resultierenden Ergebnisse beweisen, dass das Konzept den gestellten Anforderungen genügen kann.



http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:ilm1-2008000201
Reich, Torsten;
Development of a digital SQUID magnetometer for widely varying fields in urban environment. - Ilmenau : ISLE, 2009. - VIII, 154 S.. . - (Forschungsberichte aus dem Institut für Informationstechnik. - 10) : Zugl.: Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2009
ISBN 978-3-938843-48-2
- In engl. Sprache, enth. dt. Zsfassung und Literaturverz.

Die präsentierte Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines neuartigen Digital-SQUID-Sensors zur Magnetfeldmessung. Supraleitende Gleichstrom Quanten-Interferometer (DC-SQUID) sind nachwievor die höchstempfindlichsten Magnetfeldsensoren. Sie erreichen Empfindlichkeiten im Femtotesla-Bereich, aber bedingt durch die Flussperiodizität wird eine externe Flussregelschleife (flux-locked loop, FLL) benötigt. Die dadurch entstehenden Beschränkungen führen zu Problemen beim Messen von Feldern mit hohem Dynamikbereich und/oder starken Signalanstiegen. Das vorgestellte Digital-SQUID Konzept liefert einen bedeutenden Beitrag zum Lösen dieser Probleme. Es ist gekennzeichnet durch eine dreiwertige Signaldarstellung auf der Basis der supraleitenden Einzelflußquantenelektronik (engl. Single Flux Quantum, SFQ) und durch die Eigenschaften - geringe Schaltungskomplexität, technologieunabhängige Schaltungstopologie, - hoher Eingangs-Dynamikbereich, - geringe Leistungsaufnahme, geringer Platzbedarf und - intrinsisch digitales Ausgangssignal. Bei der Untersuchung des neuen Konzeptes wurde der Schwerpunkt auf die unkonventionelle Stromversorgung bei gleichzeitiger Anwendung der SFQ-Technik gelegt. Zusätzliche Studien zur Anwendbarkeit in einer weniger zuverlässigen Technologie führten zu einem kompletten Entwurf eines Hochtemperatursupraleiter (HTSL) Digital-SQUID Magnetometers...



Fuchs-Lautensack, Martin;
Advances in multi-user scheduling and turbo equalization and turbo equalization for wireless MIMO systems. - Ilmenau : ISLE, 2009. - Online-Ressource (PDF-Datei: XIV, 116 S., 67,57 MB). . - (Research reports from the Communications Research Laboratory at Ilmenau University of Technology) Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2009

Nach einer Einleitung behandelt Teil 2 Mehrbenutzer-Scheduling für die Abwärtsstrecke von drahtlosen MIMO Systemen mit einer Sendestation und kanaladaptivem precoding: In jeder Zeit- oder Frequenzressource kann eine andere Nutzergruppe gleichzeitig bedient werden, räumlich getrennt durch unterschiedliche Antennengewichte. Nutzer mit korrelierten Kanälen sollten nicht gleichzeitig bedient werden, da dies die räumliche Trennbarkeit erschwert. Die Summenrate einer Nutzermenge hängt von den Antennengewichten ab, die wiederum von der Nutzerauswahl abhängen. Zur Entkopplung des Problems schlägt diese Arbeit Metriken vor basierend auf einer geschätzten Rate mit ZF precoding. Diese lässt sich mit Hilfe von wiederholten orthogonalen Projektionen abschätzen, wodurch die Berechnung von Antennengewichten beim Scheduling entfällt. Die Ratenschätzung kann basierend auf momentanen Kanalmessungen oder auf gemittelter Kanalkenntnis berechnet werden und es können Datenraten- und Fairness-Kriterien berücksichtig werden. Effiziente Suchalgorithmen werden vorgestellt, die die gesamte Systembandbreite auf einmal bearbeiten können und zur Komplexitätsreduktion die Lösung in Zeit- und Frequenz nachführen können.Teil 3 zeigt wie mehrere Sendestationen koordiniertes Scheduling und kooperative Signalverarbeitung einsetzen können. Mittels orthogonalen Projektionen ist es möglich, Inter-Site Interferenz zu schätzen, ohne Antennengewichte berechnen zu müssen. Durch ein Konzept virtueller Nutzer kann der obige Scheduling-Ansatz auf mehrere Sendestationen und sogar Relays mit SDMA erweitert werden. Auf den benötigten Signalisierungsaufwand wird kurz eingegangen und eine Methode zur Schätzung der Summenrate eines Systems ohne Koordination besprochen. Teil 4 entwickelt Optimierungen für Turbo Entzerrer. Diese Nutzen Signalkorrelation als Quelle von Redundanz. Trotzdem kann eine Kombination mit MIMO precoding sinnvoll sein, da bei Annahme realistischer Fehler in der Kanalkenntnis am Sender keine optimale Interferenzunterdrückung möglich ist. Mit Hilfe von EXIT Charts wird eine neuartige Methode zur adaptiven Nutzung von a-priori-Information zwischen Iterationen entwickelt, die die Konvergenz verbessert. Dabei wird gezeigt, wie man semi-blinde Kanalschätzung im EXIT chart berücksichtigen kann. In Computersimulationen werden alle Verfahren basierend auf 4G-Systemparametern überprüft.



http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=14052
Weber, Jörn;
Entwurf miniaturisierter Antennengruppen. - Ilmenau : Univ.-Verl. Ilmenau, 2009. - Online-Ressource (PDF-Datei: XIX, 197, XXVIII S., 6,18 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2008
- Parallel als Druckausg. erschienen

Die hier präsentierte Arbeit beschreibt Entwurfsaspekte kompakter Antennengruppen. Die Begriffe kompakte oder miniaturisierte Antennengruppen stehen dabei als Synonyme für Antennengruppen mit einem Elementeabstand, der kleiner als der herkömmliche lambda/2-Abstand ist. Der Schwerpunkt der Ausarbeitung liegt in der Verbesserung der Diversitätseigenschaften von Antennengruppen zur besseren Ausnutzung des Frequenzspektrums. Hierzu wird diskutiert, welche theoretischen und praktischen Grenzen die Miniaturisierung von Antennengruppen limitieren. Das physikalische Phänomen der Superdirektivität, das für eine starke Verkopplung eng benachbarter Antennenlemente verantwortlich ist, wird beschrieben. Eine Analyse der physikalischen Grenzen anhand theoretischer Multipolfelder deckt auf, dass für sehr kleine Antennengruppen sechs orthogonale Strahlungsmoden aufgrund von Polarisationsfreiheitsgraden existieren. Dementsprechend kann die Nutzung der Polarisationsfreiheitsgrade zur Verbesserung der Eigenschaften kompakter Antennengruppen beitragen. Als optimale Beschreibungsgrößen miniaturisierter Antennengruppen werden die Gesamteffizienzen ihrer Eigenmoden identifiziert. Die Eigenmoden können als orthogonale Funktionsbasis der Antennengruppe verstanden werden. Anhand realisierter Beispiele wird gezeigt, dass sich die Anpassung und die Güte der Eigenmoden als Optimierungsgrößen kompakter Antennengruppen eigenen. Der nächste Untersuchungsgegenstand ist die Verwendung von Anpass- und Entkoppelnetzwerken zur Vermeidung von Reflextionsverlusten. Eine allgemeingültige Entwurfsmethode für Anpass- und Entkoppelnetzwerke erlaubt die Ausnutzung aller Freiheitsgrade im Entwurf und die Berücksichtigung von auftretenden Netzwerkverlusten. Erstmals ermöglicht eine Orthogonalisierung gewünschter Richtcharakteristiken deren näherungsweise Realisierung. Zur praktischen Umsetzung der Anpass- und Entkoppelnetzwerke werden Methoden vorgestellt, die die Reduktion der Netzwerkkomplexität, die Bestimmung und Optimierung der Toleranzen der Netzwerkelemente und eine geeignete Auswahl verschiedener Realisierungsarten der Netzwerkelemente gestatten. Anhand zahlreicher realisierter Antennensysteme wird eine praktische Erhöhung des Diversitätsgewinnes von zwei bis drei Dezibel durch die Anpassung nachgewiesen. Eine weitere in dieser Arbeit behandelte Fragestellung befasst sich mit den Vor- und Nachteilen verschiedener Netzwerkrealisierungen. Hierbei wird gezeigt, dass es theoretisch unbedeutend ist, welche orthogonale Basis von Richtcharakteristiken für den Netzwerkentwurf verwendet wird. Bei der praktischen Umsetzung der Netzwerke ist allerdings auf eine hohe Effizienz und möglichst minimale parasitäre Energiespeicher zu achten.



https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:ilm1-2008000308
Streitwolf, Holger;
Untersuchung von Beiträgen zur Messunsicherheit bei Prüfungen der Störfestigkeit gegen gestrahlte Hochfrequenz. - Berlin : Mensch-und-Buch-Verl., 2009. - 98 S.. Zugl.: Ilmenau : Techn. Univ., Diss, 2008 u.d.T.: Streitwolf, Holger: Experimentelle Untersuchungen von Beiträgen zur Messunsicherheit bei gestrahlten Störfestigkeitsprüfungen
ISBN 3866645813 = 978-3-86664-581-3

Bei der Untersuchung der gestrahlten Störfestigkeit elektronischer Geräte gegen hochfrequente Störfelder werden in den Prüflaboratorien für die Analyse der Elektromagnetischen Verträglichkeit verschiedene Testumgebungen eingesetzt. Die voneinander unabhängigen Testumgebungen zur Einhaltung gleicher Schutzziele verwenden GTEM-Zellen, Absorberhallen und Modenverwirbelungskammern. Ringvergleiche mit Referenzprüfkörpern in verschiedenen Laboratorien haben ergeben, dass die Prüflingsbelastungen in den Umgebungen eine breite Streuung und damit verbundene Unsicherheiten aufweisen können. In der vorliegenden Arbeit werden Methoden zur Charakterisierung des Verhaltens von Prüfkörpern in den Feldtestumgebungen und der Unterschiede zwischen den Feldtestumgebungen vorgestellt. Als Grundlage zur Untersuchung der auftretenden Unsicherheiten dient ein Prüfkörper mit repräsentativen Eigenschaften, wie hochfrequenzsensiblen Koppelstrukturen und einer genügend starken Rückwirkung auf das Störfeld. Dieser als Referenz für derartige Untersuchungen einsetzbare Prüfkörper liefert unter Anwendung eines schnellen Analyseverfahrens im Gegensatz zu üblichen Testobjekten zur Auswertung ein quantifizierbares von der Störfeldstärke und der Frequenz abhängiges Messsignal. Die Datenübertragung der gemessenen Prüflingsbelastung erfolgt störfrei über eine optoelektronische Signalstrecke. Damit werden sowohl Einflüsse, wie Prüfkörpergröße und -terminierung, Anzahl der Orientierungen, Positionierung und Systemreproduzierbarkeit als auch der Einfluss der Unterschiede zwischen den einzelnen Feldtestumgebungen auf die Messunsicherheit experimentell bis 3,4 GHz untersucht und exemplarisch ein Budget für die Messperipherie an einer GTEM-Zelle hergeleitet. Es wird untersucht, in wieweit sich numerische, auf der Momentenmethode basierende, Feldsimulationen des einfach strukturierten Prüfkörpers im Freiraum als ideal betrachteter Feldtestumgebung durch reale Messungen in einer Testumgebung mit hinreichender Reflexionsdämpfung verifizieren lassen. Unter Berücksichtigung einer geeigneten Modellierung der realen Messumgebung lassen sich Prognosen für ein erwartetes Verhalten in der Praxis aufstellen. Diese experimentelle Arbeit leistet einen Beitrag zur frequenzabhängigen Charakterisierung und objektiven Vergleichbarkeit von Testumgebungen zur Analyse der gestrahlten Störfestigkeit hochfrequenzsensibler Prüfkörper bei Einhaltung gleicher Schutzziele. Der in diesem Rahmen entwickelte Prüfkörper ermöglicht sowohl qualitative und quantitative Bewertungen der Unterschiede zwischen den angewendeten Testumgebungen als auch Aussagen über Einflussfaktoren auf die Messunsicherheit zu treffen. Er kann als Standard für weitere Untersuchungen an Prüfumgebungen für die Störfestigkeit von gestrahlten Größen eingesetzt werden.



Alhouri, Luay;
Hybridintegrierte Patchantennen für kompakte Funksysteme bei 60 GHz, 2009. - Online-Ressource (PDF-Datei: 158 S., 5,14 MB). Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2009

Die hier präsentierte Arbeit beschreibt den Entwurf unsymmetrisch und differentiell gespeister planarer Patchantennen im Frequenzbereich um 60 GHz. Dabei wurden sowohl Einzelantennen als auch Gruppenstrahler betrachtet, um Antennen für verschiedene Szenarien der drahtlosen Kurzstrecken Datenübertragung zu entwickeln. In der Schaltungstechnik integrierter Hochfrequenzschaltungen wird zunehmend das Konzept symmetrischer Übertragungsleitungen verwendet. Daher fand die direkte Speisung von Patchantennen mit solchen symmetrischen Leitungen besondere Beachtung und durch Messungen an realisierten Antennen konnte bestätigt werden, dass im Vergleich mit konventionellen Patchantennen eine größere Bandbreite und ein höherer Antennengewinn realisiert werden konnten. Die Antennen wurden in LTCC-Technologie entworfen. Diese Aufbautechnik bietet den Vorteil einer definierten und kostengünstigen Fertigung mit der Option einer gleichzeitigen Integration der Halbleiterchips auf dem gleichen Trägersubstrat. Für die Messung symmetrischer Antennen, an Messtechnik mit konventionellen koaxialen Anschlüssen, war der Entwurf und der Einsatz von Baluns notwendig, um die Leistungsfähigkeit der hergestellten Bauteile zu überprüfen. Das Antennenmesslabor der TU Ilmenau konnte erst gegen Ende der Bearbeitungszeit der Promotion auf den 60-GHz Frequenzbereich erweitert werden. Daher wurde der überwiegende Teil der Messungen in einer nicht abgeschirmten Laborumgebung ausgeführt. Der Vergleich mit ausgewählten Referenzmessungen im Antennenmesslabor bestätigt jedoch die erhaltenen Ergebnisse. Die Mehrlagen-Keramik-Technologie DuPont 943 erlaubt die Fertigung von Antennen mit flexibel formbaren Richtcharakteristiken im betrachteten Frequenzbereich. Einzelpatchantennen erreichten in der Messung einen Gewinn von 5 dBi und 4-Element-Antennengruppen zeigten 10 dBi in Hauptstrahlrichtung.



http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=13051
Landmann, Markus;
Limitations of experimental channel characterisation, 2008. - Online-Ressource (PDF-Datei: 274 S., 15,6 MB). : Ilmenau, Techn. Univ., Diss., 2008
- Enth. außerdem: Thesen

In dieser Dissertation wird die Experimentelle Kanalcharakterisierung und deren Grenzen in realenAusbreitungsumgebungen untersucht. Dies beinhaltet die Aufzeichnung der mehrdimensionalenbreitbandigen Kanalmatrix mit einem Multiple-Input Multiple-Output (MIMO) Channel-Sounderunter Verwendung von Antennenarrays auf der Sende- und Empfangsseite. Um den Funkkanalmit Hilfe der Parameter Sendewinkel (DoD), Empfangswinkel (DoA), Laufzeit (TDoA) und denkomplexen polarimetrischen Pfadgewichten zu charakterisieren, werden hochauflösende Parameterschätzverfahrenverwendet. Die Genauigkeit dieser Parameterschätzergebnisse in ъrealen Messumgebungenwird durch eine Vielzahl von Fehlerquellen begrenzt. Diese Genauigkeitsgrenzen derParameterschätzung werden anhand zahlreicher Simulationen und Messungen analysiert. Fehlerquellenim gesamten Verarbeitungsablauf werden untersucht.Dazu gehören die Einschränkungendurch das Messsystem, systematische Fehler bei der Kalibrierung praktischer Antennenarrays sowieUnzulänglichkeiten des Funkkanalmodells des hochauflösenden Parameterschätzers. Darüber hinauswerden die Auswirkungen der Parametrierung bzw. Ableitung geometrisch basierter Kanalmodelleauf der Grundlage von Parameterschätzergebnissen mit begrenzter Genauigkeit aufgezeigt.Mit Messungen in typischen Ausbreitungsumgebungen kann der Funkkanal immer nur in Abhängigkeitder Messantennen beschrieben werden. Als Ziel wird jedoch eine antennenunabhängige Beschreibungdes Funkkanals angestrebt. Daher ist es notwendig, die Sende- und Empfangswinkel derspekularen Ausbreitungspfade mittels hochauflösender Parameterschätzverfahren zu bestimmen.Der gradientenbasierte Maximum Likelihood (ML) Parameterschätzer RIMAX, auf dem diese Arbeitaufbaut, verwendet ein Datenmodell, das den Funkkanal und das Messsystem inklusive derAntennenarrays beschreibt. Im Gegensatz zu anderen ML-Parameterschätzern wird ein Funkanalmodellangewendet, welches spekulare Reflektionen und verteilte diffuse Streuungen berücksichtigt.Für die Modellierung des Messsystems wird ein effizientes und exaktes Modell der gemessenenpolarimetrischen Richtcharakteristika benötigt. Das hier vorgeschlagene Modell, die so genannteEffective Aperture Distribution Function (EADF), beschreibt die Antennenrichtcharakteristikaanalytisch und basiert im Wesentlichen auf der zweidimensionalen (2D) Fouriertransformation derperiodischen Richtcharakteristika. Im Gegensatz zu anderen Verfahren können auf der Grundlageder EADF die Antennencharakteristika und ihre Ableitungen mit geringem Aufwand und hoherGenauigkeit berechnet werden. Für eine exakte Messung der Richtcharakteristika eines Antennenarrayswird ein vollpolarimetrisches 2D-Kalibrierverfahren vorgeschlagen. Mit diesem Verfahrenwird der komplette Messaufbau kalibriert. Dazu gehören der MIMO Channel-Sounder, die dualpolarisierte Referenzhornantenne und alle Hochfrequenzkomponenten außer dem zu untersuchendenAntennenarray. Im Zusammenhang mit der Arraykalibrierung wird ein gradientenbasierterML-Parameterschätzer entwickelt, mit dem eine bei der Kalibriermessung auftretende Phasenabweichungkorrigiert wird.Des Weiteren wird ein leistungsstarkes Verfahren zur Bewertung praktischer Antennenarrays auf derBasis der EADFs gemessener Richtcharakteristika vorgeschlagen. Die Cramér-Rao-Schranken der Winkelparameter in Abhängigkeit des Signal-Rausch-Verhältnisses werden mit dem EADF-Modellanalytisch berechnet. Der Vorteil des EADF-Modells besteht darin, dass die Richtcharakteristikaeines realen Antennenarrays unter Einbeziehung aller störenden Einflussgrößen beschrieben werden.Das vorgeschlagene Bewertungsverfahren wird anhand von Messungen im Antennenmessraum verifiziert.Das Modell des Messsystems inklusive der Antennenarrays,welches für die Parameterschätzungverwendet wird, kann das reale System nur begrenzt beschreiben. Es wurden Schätzergebnisse vonzahlreichen Messungen analysiert. Hierbei musste festgestellt werden, dass Fehler bei der Modellierungzu teilweise unglaubwürdigen Schätzergebnissen führen. Genauer untersucht werden Fehlerin Bezug auf die Antennenarrays und das Messsystem.Erstere werden hervorgerufen durchsystematische Fehler bei der Arraykalibrierung und durch die Verwendung unvollständiger Datenmodelle(z.B. Nichtberücksichtigung der polarimetrischen Eigenschaften der Antennen). Letztereentstehen einerseits durch Phasenrauschen und andererseits durch ungeeignete Kalibrierung. Eswird nachgewiesen, dass die Verwendung ungenauer Modelle zur Schätzung von Artefakten führt.Diese Schätzfehler äußern sich in Abweichungen und/oder in einer künstlichen Aufspreizung derWinkelschätzungen der spekularen Anteile. Es werden geeignete Methoden vorgeschlagen, um dieAuswirkungen von Modellfehlern weitestgehend zu vermeiden bzw. zu korrigieren. Betont werdenmuss jedoch, dass einige Fehler unvermeidbar sind.Die Auswirkungen aller unvermeidbaren Fehler auf die Experimentelle Kanalcharakterisierung inkomplexen Ausbreitungsumgebungen werden im letzten Teil dieser Arbeit dargestellt. Es wird gezeigt,unter welchen Bedingungen die geschätzten spekularen Anteile sowie die geschätzten verteiltendiffusen Streuanteile glaubwürdig und physikalisch relevant sind. Die Untersuchungen basieren auf ъrealistischen Simulationen des Funkkanals (Ray-Tracing) und auf Messungen. Diese Synthesegarantiert Glaubwürdigkeit und Aussagefähigkeit der in der Arbeit gewonnenen Ergebnisse.Die Resultate dieser Dissertation sind speziell für Wissenschaftler auf dem Gebiet der Parameterschätzungsowie Funkkanalmodellierung von Interesse und können wie folgt zusammengefasstwerden: die Entwicklung eines Modells zur exakten und effizienten Beschreibung der Richtcharakteristikavon Antennenarrays,ein Verfahren zur Bewertung praktischer Antennenarrays, die Sensibilisierung für Modellfehler und deren Auswirkungen auf die Parameterschätzergebnisseund die Bestimmung der Grenzen Experimenteller Kanalcharakterisierung unter Berücksichtigungaller unvermeidbarer Fehlerquellen.



http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=11693
Schussmann, Jürgen;
Design and cost performance of WDM PONs for multi-wavelength users, 2008. - Online-Ressource (PDF-Datei: III, 170 Bl., 3,22 MB). Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2008
- Enth. außerdem: Thesen

Die rasante Verbreitung des Internet führt zu einem steigenden Bedarf an höheren Bitraten in Telekommunikationsnetzwerken. Dieser kann derzeit nur mit optischen Netzwerken erfüllt werden, insbesondere mit der Wellenlängenmultiplex-Technik (WDM). Viele Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass WDM Passive Optische Netzwerke (PON) die nächste Generation der optischen Zugangsnetze darstellen. Die Wellenlängenmultiplex-Technik beruht darauf, dass mehrere optische Kanäle mit niedrigen Bitraten über eine Faser übertragen werden und so ein WDM Signal mit hoher Bitrate erzeugen. Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung von neuen Architekturen, welche jedem Benutzer und jedem Dienst mindestens eine Wellenlänge zur Verfügung stellen. Neue Methoden und Modelle zur Berechnung von ein- und mehrstufigen WDM PONs werden eingeführt. Um alle technologisch realisierbaren ein- und mehrstufigen WDM PONs zu berechnen und zu analysieren wurde ein Design Tool entwickelt. Für einen flächendeckenden kommerziellen Einsatz reicht es nicht aus, funktionierende Technologien anzubieten, vielmehr müssen ökonomische Überlegungen miteinbezogen werden. Diese Arbeit ermöglicht einen Vergleich unterschiedlicher Architekturen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und zielt darauf ab, jene Architekturen zu identifizieren, welche kostenoptimal sind. Neue kosten&Ohaak;optimale Netzwerk-Architekturen führen zu einer schnelleren Marktpenetration und dazu, Fiber-to-the-Home (FTTH) Realität werden zu lassen.



http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=12409
Kuilekov, Milko;
Magnetic field tomography on electrically conducting fluids. - Ilmenau : Wiss.-Verl. Thüringen, 2008. - VII, 117 S.. Zugl.: Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2008
- Literaturverz. S. 109 - 116

Die vorliegende Arbeit behandelt die Loesung eines inversen elektromagnetischen Feldproblems, das bei der Rekonstruktion der Grenzflaeche zwischen zwei elektrisch leitfaehigen Fluiden, die von einem elektrischen Strom durchflossen werden, mit Hilfe von externen Magnetfeldmessungen auftritt. Ein praktischer Bezug fuer derartige Identifikationsproblem findet sich vor allem in der elektromagnetischen Materialverarbeitung (Aluminiumreduktion, Stahlgiessen, Glasschmelzen, etc.). In vielen Faellen besteht ein grosser Bedarf an kontaktfreien Ueberwachungsmoeglichkeiten fuer Grenzflaechenbewegungen. Das hier vorgestellte Identifikationsverfahren basiert auf dem Prinzip der Magnetfeldtomographie, das bereits im Bioelektromagnetismus erfolgreich genutzt wird. Im Unterschied dazu ist im vorliegenden Fall fuer die zu rekonstruierende Grenzflaeche eine mathematische Beschreibung verfuegbar. Eine weitere, aehnlich gelagerte Aufgabenstellung ist die elektrische Impedanztomographie, bei der versucht wird, aus der Potentialverteilung an der Oberflaeche des Untersuchungsobjektes auf das eitfaehigkeitsprofil im Innern zu schliessen. Dieses Verfahren, das kuerzlich auch fuer eine Grenzflaechenrekonstruktion in einer magnetofluiddynamischen Anwendung benutzt wurde, hat jedoch entscheidende Nachteile, wenn es unter den oft schwierigen technischen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden soll. Die Magnetfeldtomographie (MFT) dagegen ist ein kontaktloses Verfahren, das zudem Magnetfelder nutzt, die viele Materialien weitgehend ungedaempft durchdringen. Bisher sind fuer die Ueberwachung von Fluessigkeitsstroemungen oder in der Materialverarbeitung noch keine MFT-Anwendungen bekannt geworden. In der Arbeit wird eine zylindrische Modellzelle betrachtet, die zwei nicht mischbare, elektrisch leitfaehige Fluide enthaelt, die von einem elektrischen Strom durchflossen werden. Wird dieses System durch mechanische Anregung in Zylinderlaengsrichtung in Schwingung versetzt, so bilden sich, abhaengig von der Anregungsfrequenz,verschiedene stabile Oszillationen der Grenzflaeche aus. Diese Eigenmoden fuehren zu Veraenderungen in der Magnetfeldverteilung, die ausserhalb der Zelle gemessen werden koennen. Die Rekonstruktion der Grenzflaechendeformation anhand externer Magnetfeldmessungen stellt ein inverses elektromagnetisches Feldproblem dar.



Reiche, Enrico;
Die Zeitbereichsreflektometrie als Methode zum effizienten EM-basierten Entwurf von Wellenleiterstrukturen. - Ilmenau : Wiss.-Verl. Thüringen, 2008. - X, 140 S.. Zugl.: Ilmenau : Techn. Univ., Diss., 2008

In der vorliegenden Arbeit wird eine Methode zum effizienten, EM-basierten Entwurf wellenführender Leitungsstrukturen entwickelt. Die Zeitbereichsreflektometrie - oft auch als leitungsgebundenes Radar bezeichnet - ist ein bekanntes Messverfahren zur Ortung und Charakterisierung von Diskontinuitäten in konventionellen sowie optischen Wellenleitersystemen. Ihre Eigenschaften werden in der erstellten Entwurfsmethode erfolgreich dazu genutzt, einen effizienteren und damit kürzeren Optimierungsprozess zu schaffen. Dabei kommen zwei wesentliche Merkmale der Zeitbereichsreflektometrie zum tragen. Erstens erlaubt die Ortsauflösung eine Zuordnung der Geometrieparameter zu bestimmten Intervallen im zeitlichen Spannungsprofil der reflektierten Welle. Eine Parameteränderung hat keinen Einfluss auf vorhergehende Ereignisse im Spannungsprofil, wodurch eine Entkopplung von Geometrieparametern vorgelagerter Leitungssektionen besteht. Im Entwurf einer Leitungsstruktur, deren Geometrie durch einen Satz von Parametern beschrieben wird, ist so eine Aufteilung des komplexen Optimierungsproblems in mehrere 1- bzw. 2-dimensionale Teiloptimierungen möglich, die wesentlich einfacher zu lösen sind. Zweitens erfolgt anhand der Charakterisierung einer Diskontinuität bezüglich eines kapazitiven bzw. induktiven Verhaltens die Ableitung der Richtung einer notwendigen Parameteränderung. Durch den Einsatz iterativer Verfahren zur Nullstellensuche (z. B. dem Sekantenverfahren) wird das Spannungsprofil in jedem Teilintervall sehr effizient in nur wenigen Schritten entsprechend den Vorgaben optimiert.Das im Hauptteil der Arbeit vorgestellte Konzept erlaubt damit die ausschließliche Verwendung fein diskretisierter und damit sehr genauer Modelle zur Feldsimulation im Optimierungsprozess innerhalb eines sinnvollen Zeitrahmens. Es werden Algorithmen für eine Auswertung der Simulationsergebnisse auf Basis der Zeitbereichsreflektometrie erstellt und zur Demonstration der Funktionalität sowie der Automatisierbarkeit in ein bestehendes Programmpaket integriert.Weiterhin werden Analysen u. a. zu den Grenzen des Verfahrens, dem Einfluss von Dispersion und Verlusten sowie der Verwendung modulierter Anregungssignale angestellt und die Auswirkung auf die vorgestellte Entwurfsmethode ausführlich diskutiert. Anschließend werden Lösungsvorschläge für ein erweitertes Anwendungsspektrum gegeben.Die Validierung der neuen Methode erfolgt anhand mehrerer Anwendungsbeispiele. Ein Vergleich mit der traditionellen Optimierungsstrategie unterstreicht den vorteilhaften Einsatz der Zeitbereichsreflektometrie im rechnergestützten Entwurf. Am Beispiel mehrstufiger Impedanztransformatoren wird bereits bei weniger als 10 Parametern ein enormer Geschwindigkeitszuwachs durch eine reduzierte Anzahl zeitaufwändigerSimulationsaufrufe deutlich. Messungen im Zeit- und Frequenzbereich ergaben eine gute Übereinstimmung mit den Berechnungsergebnissen. Die vorgestellte Entwurfsmethode vermittelt zudem ein physikalisches Verständnis und kann den Entwickler bei seiner Arbeit aktiv unterstützen bzw. denEntwurfsprozess passiver HF-Komponenten entscheidend verkürzen.