http://www.tu-ilmenau.de

Logo TU Ilmenau


Contact Person

Prof. Peter Scharff

Rektor

Phone +49 3677 69-5001

Send email

You are here

INHALTE

Institutskolloquium der Physik und Chemie: Charakterisierung und Anwendung anisotroper Goldnanopartikel

< Previous article

16.04.2019

Institutskolloquium der Physik und Chemie: Charakterisierung und Anwendung anisotroper Goldnanopartikel

Die Hochschullehrer der Institute für Physik und Chemie der TU Ilmenau laden am Dienstag, dem 16. April, zu einem gemeinsamen Kolloquium der Physik und Chemie ein.

Es spricht um 17:15 Uhr im Faraday-Hörsaal Prof. Dr. Joachim Kötz vom Institut für Chemie der Universität Potsdam zum Thema Herstellung, Charakterisierung und Anwendung anisotroper Goldnanopartikel.

Zum Vortrag:

Goldnanopartikel faszinieren die Menschheit schon seit langer Zeit, sei es als "Elexier des Lebens" oder als Tinktur zur Herstellung von Goldrubinglas. Den Alchimisten gelang es bereits im 16. Jahrhundert ultrakleine Nanopartikel auf der Nanometerskala herzustellen.

Das wiederentfachte Interesse an Goldnanopartikeln unserer Tage ist insbesondere auf Größen- und Formspezifische Eigenschaften der Goldnanopartikel zurückzuführen. Dabei weisen anisotrope Goldnanopartikel besondere Eigenschaften auf und eröffnen neue Anwendungsfelder im Bereich der Medizin, der Biosensorik und der Plasmonenresonanz-Spektroskopie.

Bei der Herstellung definierter Partikelgeometrien spielt die Templatphase eine entscheidende Rolle. Eigene Arbeiten belegen, dass in einer Polymermodifizierten Mikroemulsion als Templatphase fluoreszierende Goldcluster hergestellt werden können. Dabei spielt sowohl das Tensid der Templatphase als auch der eingebrachte Polyelektrolyt eine entscheidende Rolle.

Führt man die Nanopartikelbildung in einer vesikulären Phospholipid-Templatphase in Gegenwart des Anionentensids AOT durch, entstehen Goldplättchen bzw. Goldnanodreiecke. Der Mechanismus der Goldnanoplättchenbildung kann mit einem Ostwald-Reifungsprozeß beschrieben werden. Die Goldnanodreiecke können abgetrennt werden und stehen dann als Monoschicht für SERS (Surface-enhanced Raman Scattering) Experimente zur Verfügung. Führt man die Reaktion in einer gemischten AOT/CTAB-Vesikelphase (catanionic vesicles) durch, bleibt der Reduktionsprozeß auf der Clusterstufe stehen. Eine anschließende Reduktion mit Askorbinsäure in Gegenwart von Silbersalzen führt zur Ausbildung von "Goldnano-Blumen". Bei analoger Reduktion in Gegenwart von AOT-Mizellen entstehen hingegen "Goldnano-Sterne".

 

Nähere Informationen und weitere Kolloquiumstermine