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INHALTE

Studentisches Gesundheitsmanagement - Wie geht denn das?

Rückblick auf das Seminar

Gesunde Hochschulen bundesweit

Gesundheitsmanagement und -förderung ist bereits an vielen deutschen Hochschulen ein etabliertes Thema, doch oft fehlt den Hochschulen noch der gezielte Blick auf ihre Studierenden. Um auch für diese Zielgruppe einen sowohl psychisch und physisch gesunden Weg durch das Studium zu sichern, fand im Dezember ein entsprechendes Seminar in Ilmenau statt.

Studentisches Gesundheitsmanagement - Wie geht denn das?

Zur gemeinsamen Arbeit und Diskussion rund um dieses Thema kamen am 13. Dezember HochschulvertreterInnen, Studierende, Dozentinnen und Dozenten sowie Mitarbeitende der Gesundheitsbranche aus ganz Deutschland in Ilmenau zusammen. Die TU Ilmenau, in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse, der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin (LVG & AFS Nds. e. V.) sowie dem bundesweiten Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen hatten zu diesem Seminar geladen. Es war das dritte Seminar zu Theorie und Praxis des studentischen Gesundheitsmanagements (SGM). In zahlreichen Impulsen, Vorträgen und Workshops näherte man sich gemeinsam dem Sachverhalt.

Im Grußwort zu Beginn der Veranstaltung, welches der Rektor der TU Ilmenau, Herr Prof. Dr. Peter Scharf hielt, wurde bereits die stetig steigende Relevanz des Themas und die Wichtigkeit der Zusammenarbeit aller Interessensgruppen deutlich. Im darauffolgenden Beitrag von Frau Dr. Brigitte Steinke und Frau Sabine König von der Techniker Krankenkasse sowie Frau Dr. Ute Sonntag von der LVG & AFS Nds. e. V.  wurde das Thema dann auch theoretisch noch untermauert.
So wurde unter anderem deutlich, dass Hochschulen für Studierende zwar vor allem immer noch Lernräume sind, immer mehr aber auch zu Lebensräumen werden und beide Teilbereiche entsprechend Einfluss auf das Wohlbefinden nehmen können.
Auch werden weiterhin häufig die Belastungen unterschätzt, denen sich viele Studierenden während des Studiums ausgesetzt sehen: So stellt nicht nur der Studienbeginn für viele eine „kritische Lebensphase“ dar, sondern auch der nahezu stetige Zeitdruck, die ständigen quantitativen und qualitativen Überprüfungen oder finanzielle Belastungen. Auch die oft unzureichend vorhandenen Rückzugs- und Entspannungsorte oder konstante doppel- bis dreifach Belastungen durch Nebenjob und Familie belasten Studierende oft zusätzlich. Als Resultat stehen heute „[…] drei von vier Studierenden unter Druck, jeder fünfte bekommt eine psychische Diagnose“.

Ein funktionierendes studentisches Gesundheitsmanagement ist daher nicht nur wichtig, sondern bietet der Hochschule auch konkrete Vorteile. So sehen Steinke, König und Sonntag vor allem eine Win-win-Situation in einem guten SGM: leistungsfähige, gut ausgebildete und motivierte Beschäftigte ermöglichen ein Studium und ein Umfeld, welches das Potenzial der Studierenden fördert und entwickelt. Von Angeboten und Ergebnissen eines guten Gesundheitsmanagements an einer Hochschule profitieren also sowohl Beschäftigte als auch Studierende. Letztere können darüber hinaus auch aktiv an Veränderungen mitwirken, praktische Erfahrungen im Projektmanagement machen und eigene Gesundheitskompetenzen für Studium und Berufsleben sammeln.
Ziel der Kooperation soll es daher sein, einen gemeinsamen Leitfaden mittels Fokusgruppen, Forschungsworkshops und Feedbackschleifen zu erarbeiten.

Studie: Gesundheitszustand von Studierenden

Weitere statistische Daten wurden dann im Vortrag „Gesundheit von Studierenden in Deutschland“ anhand einer gleichnamigen Studie vorgestellt. In dieser Studie, welche in Kooperation des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) mit der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse entstand, wurden bundesweit mehr als 6.000 Studierende zu ihrem Gesundheitsbefinden und -verhalten befragt. Als einige der relevanten Ergebnisse der Studie wurden im Vortrag vorgestellt:

- ein Viertel der Studierenden klagt über hohen Stress und Erschöpfung
- Frauen fühlen sich durchschnittlich häufiger psychisch belastet als Männer
- Vor allem Studierende im sprach- oder kulturwissenschaftlichen Bereich sind von Depressionen und Angststörungen betroffen
- Medizinstudierende und Studierende im Gesundheitsbereich leiden am seltensten unter Depressionen und Angststörungen
- die häufigsten Gründe für Burnout bei Studierenden sind Erschöpfung, Zweifel am Studium oder Überforderungen
- An Universitäten leiden Studierende im Durchschnitt häufiger unter Burnout als an Fachhochschulen
- Rund 24% der weiblichen Studierenden treiben mehr als 2,5 Stunden Sport in der Woche, bei männlichen Studierenden sind es 29%, beide Werte liegen deutlich unter dem Wert der Gesamtbevölkerung

Neben diesen gesundheitlichen Aspekten wurden die Studierenden auch gefragt, ob sie sich ihre Hochschule als Standort für Gesundheitsförderung vorstellen können, die Mehrheit hat dies bejahrt.

Zwischen den Inputs gab es auch immer wieder Raum und Zeit für Diskussionen, so vor allem in den drei angebotenen Workshops „Gesundheit und Diversität – Wie passt das zusammen?“, „Strukturen und Maßnahmen eines studentischen Gesundheitsmanagements“ und „Willkommen, Erstsemester!“.

Zusammenfassung und Ausblick

Am Ende des Tages wurden dann die wichtigsten Erkenntnisse und Ideen nochmal zusammengefasst: - Praxisprojekte sind sehr erwünscht
- Partizipation der Studierenden ist für die erfolgreiche Umsetzung eines SGM essenziell
- Weitere Projekte und mehr Austausch sind erwünscht
Aber auch über nächste Schritte innerhalb der eigenen Hochschule wurden gesprochen: Mit wem kann man an der eigenen Hochschule über die angestoßenen Ideen weiter diskutieren? Welche Netzwerke in der näheren Umgebung gibt es oder können initiiert werden, welche ranghöheren Stellen an der eigenen Hochschule kann man mit ins Boot holen und wie kann auch das Bewusstsein bei den Lehrenden gesteigert werden?

Das Seminar „Studentisches Gesundheitsmanagement - Wie geht denn das?“ war das insgesamt dritte von vier geplanten Seminaren zum Thema SGM. Das vierte Seminar der Reihe wird am 25./26. April in Karlsruhe stattfinden.

Das Seminar

Hochschulen bilden zunehmend einen interkulturellen Lern- und Forschungsort und verzeichnen zudem seit einigen Jahren steigende Zahlen internationaler Studierender. Neben den Chancen und Potenzialen, die ein solcher interkultureller Zuwachs bietet, stellt es Hochschulen gleichzeitig auch vor neue Herausforderungen. Veränderungen in der Lern- und Lehrkultur, mehrsprachige Vorlesungsangebote, unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen oder verschiedene Bildungszugänge sind nur einige Themen, mit denen sich Hochschulen befassen müssen. Diese Entwicklungen wirken sich nicht nur auf die Verhaltensprävention sondern auch auf die Verhältnisprävention aus und sind daher für das zukünftige studentische Gesundheitsmanagement von hoher Bedeutung.

Daher laden wir Sie herzlich zu unserem Seminar zu Theorie und Praxis des studentischen Gesundheitsmanagements (SGM) an die TU Ilmenau ein. Das Seminar dient der Weiterbildung und wurde 2018 bereits an zwei Hochschulstandorten angeboten. Theorieimpulse und Best-Practice direkt aus den Hochschulen bieten einen praxisorientierten Einblick in die Vielfalt von SGM. An der TU Ilmenau wird ein Schwerpunkt auf dem Aspekt „Hochschulen als interkulturelle Lern-, Lehr- und Forschungsorte“ liegen. Chancen, Potenziale sowie Herausforderungen für die prozesshafte Gestaltung eines Gesundheitsmanagements für und mit Studierenden werden unter anderem unter dem Aspekt

 

  • Anmeldeschluss: 3.12.2018
  • Anmeldungen können hier nur verbindlich erfolgen.
  • Weiterführende Informationen der LVG: Link
   Zeit                  Themenpunkt
09:00-09:30

Ankommen, Einstimmung und Kaffee

Teilnehmerregistrierung
09:30-10:00

Grußworte durch die TU Ilmenau, die Techniker Krankenkasse und die LVG & AFS Nds. e. V.

10:00-10:45

"Gute Gründe für ein Studentisches Gesundheitsmanagement"
Referenten: Dr. Brigitte Steinke & Sabine König, TK
Dr. Ute Sonntag, LVG & AFS Nds. e. V.

10:45-11:00

„In den Austausch kommen“

  • Einsammeln von Stimmen
  • Wie geht es Studierenden an Ihrer/Eurer Hochschule?
  • Woran denken Sie/denkt Ihr bei Studentischem Gesundheitsmanagement?
  • Was wollt Ihr erfahren?
11:00-11:15 Kaffeepause
11:15-12:30

Im Fokus: Analyseinstrumente
Vorstellung der Befragung:
„Gesundheit von Studierenden in Deutschland“

Techniker Krankenkasse

Austausch in Kleingruppen: Welche Leitfragen ergeben sich für unsere Hochhschule? Wie können wir Strukturen nachhaltig gestalten?

12:30-13:15Mittagsimbiss im Foyer
13:15-13:30Einstieg mit Bewegung
13:30-14:15

SGM im Fokus: Strukturaufbau im SGM
Lena Wobbe, Universität Paderborn

14:15-14:30

Kurzportraits der Workshops

14:30-15:45

Workshopphase:

Workshop 1:
"Gesundheit und Diversität –
Wie passt das zusammen?“
Andrea Krieg und Christiane Höpping, TU Ilmenau
Monika Faas, Hochschule Coburg

Workshop 2:
"Strukturen und Maßnahmen eines
studentischen Gesundheitsmanagements“
HTWK Leipzig

Workshop 3:
"Willkommen, Erstsemester!"
Valerie Lorbeer, Hochschulsport, DHBW Stuttgart

15:45-16:15     

Perspektive:
Die nächsten drei Schritte an meiner Hochschule

16:15-16:30Blitzlicht & Verabschiedung

Ansprechpartner

Stephanie Schluck,
LVG & AFS Nds. e.V.

stephanie.schluck@gesundheit-nds.de
Tel.: 0511 – 388 11 8939

Veranstaltungsort

Technische Universität Ilmenau
Meitnerbau
Raum 1.101 – 1.103 im Erdgeschoss
Gustav-Kirchhoff-Straße 5
98693 Ilmenau

Hinweis zu kostenlosen Parkmöglichkeiten
an der TU Ilmenau

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