DNA Ident

Design und Erzeugung von kompatiblen Building Blocks zur Erzeugung von DNA Molekühlen zur Informationsspeicherung biologischer und nichtbiologischer Daten

Ansprechpartner

Prof. Andreas Schober
Fachgebiet Nanobiosystemtechnik

Telefon: +49 3677 69-3387
e-mail: andreas.schober@tu-ilmenau.de

Förderinformation

Projektträger: Thüringer Aufbaubank

Förderkennzeichen: 2018 FE 9104

beteiligte Fachgebiete: Nanobiosystemtechnik

Laufzeit: 01.01.2018 - 30.09.2020

Projektinformation

Die von uns vorgeschlagene Technik der Bereitstellung von DNA zur funktionalen Markierung von Gegenständen im weitesten Sinne (Bauteilen in Machinen, Werkzeugmaschinen; Autos, sowie ganze Haushaltsgeräte, Kleingeräte, Werkzeuge, Baumaschinen, Verpackungen etc.) ermöglicht die sachgutbezogne Informationen direkt und spezifisch in der DNA zu kodieren. Wir designen und synthetisieren lange, modular aufgebaute, doppelsträngige DNAs, welche stabiler als einzelsträngige DNAs sind. Im Code der DNA sind intrinsisch Merkmale des zu markierenden Gegenstands festgelegt. Dies können beispielsweise Hersteller, Seriennummer, Herstellungsdatum, Werk, Haltbarkeitsdatum und Laufzeitbeschränkungen, Auslieferungskunde, Inbetriebnahmedatum etc. sein. Das Auslesen der DNA würde folglich direkt nicht nur Aufschluss über die Herkunft des Gegnstands geben, sondern auch über Detailinformationen. Ein Datenbankabgleich, wie er bei den bisherigen Verfahren notwendig ist, wäre auch mit unserem Verfahren möglich, aber nicht notwendig. Die Herstelllung dieser komplexen Kodierung auf DNA ist überraschend einfach und wird über ein innnovatives kombinatorisches Verfahren erreicht werden, das derzeit zum Patent angemeldet wird.

Mit unserem Verfahren kann die Markierung mittels DNA noch deutlich ausgeweitet werden und auch zur Nachverfolgung von Produkten und zum Schutz gegen Produktpiraterie genutzt werden. Die in unserem Fall genutzte DNA wäre auch nur als Markierungs DNA einsetzbar. Die Gefahr der Interaktion mit natürlicher DNA (horizontaler Gentransfer) ist aufgrund der spezifischen synthetischen Sequenzen ausgeschlossen.