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07.02.2019

Erfolgreiches Förderprogramm für junge Wissenschaftlerinnen

Es gibt zu wenig Professorinnen. Was kann man dagegen tun, dass so viele nach der Promotion die Universitäten verlassen? Helfen Stipendien, mehr Frauen in der Wissenschaft zu halten?

Im Jahr 2018 wurden fünf junge Frauen mit Stipendien im Programm zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen an der TU Ilmenau gefördert. Die Finanzierung erfolgte mit Mitteln des Thüringer Ministeriums TMWWDG und der TU Ilmenau.

Das im Rahmen der Gleichstellung erarbeitete Förderkonzept sollte junge exzellente Frauen nach der Promotion dazu ermutigen, sich für eine weiterführende Laufbahn in der Forschung zu entscheiden. Die Ausschreibung ermöglichte entweder die Vorbereitung auf eine Juniorprofessur, die Aufnahme einer Habilitation oder den Abschluss eines bereits begonnenen Habilitationsprojektes. Bestandteile der Förderung sind neben dem Stipendium und Reisemitteln für den Aufbau eines Netzwerkes innerhalb der eigenen Wissenschaftsgemeinde auch die Unterstützung zur Entwicklung einer eigenständigen Forscherpersönlichkeit. Den jungen Frauen wird die Freiheit gegeben, in einem selbst definierten Thema ihr individuelles Profil zu schärfen und sich bekannt zu machen. Dazu gehörte das gemeinsame und hochschulöffentliche Kolloquium der Habilitandinnen am 03.12.18.

Fakultätsübergreifend stellten die fünf jungen Frauen ihre strategische Planung und den Fortschritt ihrer Projekte vor. Der Kolloquiumsnachmittag bot viel Zeit für vertiefte Diskussion der spannenden aktuellen Grundlagenergebnisse. Beeindruckend war die Vielfalt der Themen und ihrer möglichen Anwendungsbereiche:

  •  Schnellere Berechnungsmethoden für die Wirbelstromprüfung, die in Medizintechnik und Werkstoffprüfung eingesetzt werden können
  • Biomimetische Mikrofone auf Basis intelligenter Resonatoren, die ihre Empfindlichkeit wie das natürliche Gehör für bestimmte Frequenzen schärfen
  •  Untersuchungen zu Gitterverzerrung und Segregation in Hochentropie-Legierungen, das sind mehrlagige Dünnschichten, die nach einer Anregung unter Energiefreisetzung neuartige Legierungen bilden
  •  Nano- und Mikroteilchenverbunde, die auf mikrofluidischem Weg hergestellt werden und durch mehrschaligen Aufbau und enorme Oberfläche neue Wege der Katalyse eröffnen
  •  Grenzflächenuntersuchungen in entmischenden glaskeramischen Systemen, die durch Poren im nm-Bereich ebenfalls für die Katalyse oder auch für Filter Anwendungen bieten.

Funktionale Materialien, intelligente Sensorik sowie datenintensives Engineering, alle drei Profillinien der TU wurden mit diesen Themen angesprochen und demonstriert, wie die Ideen von Postdocs die Forschung beflügeln.