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Pressemitteilungen

27.01.2020

TU Ilmenau erhält 1,75 Millionen Euro DFG-Förderung zur Erforschung selbstformierender Werkstoffe

© TU Ilmenau

Wissenschaftler der TU Ilmenau, der Universität des Saarlandes und des Karlsruher Institut für Technologie bei der Auftaktveranstaltung des Projekts MorphMater

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsarbeiten der TU Ilmenau zum Thema „Selbstformierende Werkstoffe (Morphologically designed materials)“. Das gemeinsam mit der Universität des Saarlandes und dem Karlsruher Institut für Technologie eingeworbene Projekt „MorphMater“ bekam ein Gesamtbudget von 4,5 Millionen Euro. Die Teilprojekte der TU Ilmenau zu den Themen „Reaktives Mikrofügen“ und „Reaktives Makrofügen“ wurden mit 1,75 Millionen Euro bewilligt. Mit einem Großteil des Budgets werden insgesamt 15 Stellen für Doktoranden finanziert, sechs davon an der TU Ilmenau.

Die Projektpakete beschäftigen sich mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Fragestellungen rund um die komplexe Herausforderung der reaktiven Mikro- bzw. Makroverbindung. In interdisziplinärer Arbeit erforschen die Wissenschaftler in den kommenden drei Jahren das Reaktionsverhalten von reaktiven Multilagen. Dabei untersuchen sie unter anderem, welche Einflüsse die morphologischen Parameter solcher Materialschichten, das heißt die Strukturierungen der Oberfläche im Mikro- und Nanometermaßstab, auf die Verbindung mit einem weiteren Werkstoff haben und welche Eigenschaften sich aus einer solchen Fügung ergeben. Ein weiteres Kernthema der Forschungsarbeiten ist es, ein grundlegendes Verständnis der kinetischen und thermodynamischen Grundmechanismen von sich selbst ausbreitenden Reaktionen als Verbindungsprozess zu entwickeln.

Die hieraus gewonnenen Kenntnisse können auf Mikroebene zur einfacheren und schnelleren Herstellung von immer kleiner werdenden Mikrochips verwendet werden. Auf Makroebene können sie durch das Fügen von Batterien und Kontakten beispielsweise zur Erhöhung der Fertigungsraten in der Autoindustrie beitragen oder zur Weiterentwicklung des Fügens von Metallen mit thermoplastischen Kunststoffen, wie sie zum Beispiel im Flugzeugbau immer relevanter werden, verwendet werden.

Zur Auftaktveranstaltung am 20. Januar trafen sich die Wissenschaftler der TU Ilmenau mit den Kooperationspartnern der Universität des Saarlandes und des Karlsruher Institut für Technologie. Prof. Peter Schaaf, Leiter des Fachgebiets Werkstoffe der Elektrotechnik, führte in die allgemeine Thematik ein: „Dieses komplexe Thema kann nur in intensiver Kooperation von Wissenschaftlern mit sich ergänzenden Expertisen erfolgreich bearbeitet werden und bietet auch erhebliche Karrierechancen für den dort mitarbeitenden wissenschaftlichen Nachwuchs“, betonte Prof. Schaaf im Hinblick auf die in den nächsten drei Jahren verstärkte Zusammenarbeit mit den kooperierenden Universitäten. Christoph Pauly und Frank Mücklich von der Universität des Saarlandes gaben im Anschluss Erläuterungen zu selbstausbreitenden exothermen Reaktionen und reaktivem Makrofügen und Prof. Jens Müller vom Fachgebiet Elektroniktechnologie führte in das Thema reaktives Mikrofügen ein.