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Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Westermann

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INHALTE

HGÜ in der deutschen Netzbetriebsführung von morgen

HGÜ in der deutschen Netzbetriebsführung von morgen - GleichMorgen

HGÜ-Betriebsführung lässt sich in 3 Stufen unterteilen: Tertiär-, Sekundär- und Primärregelung. HGÜ-Systeme innerhalb eines AC-Netzes können in die Betriebsmitteleinsatzplanung (tertiär) integriert werden, indem ihre Referenzwerte entsprechend der zu erwarteten Verhältnisse im AC-Netz berechnet werden. Dies kann z.B. anhand unterschiedlicher Zielfunktionen durch Optimierung geschehen. Dabei muss stets berücksichtigt werden, dass eine Koordinierung mehrerer HGÜs gegeben ist, um unerwünschten Wechselwirkungen vorzubeugen. Es sollen unterschiedliche Koordinierungs- und Optimierungskonzepte erarbeitet, implementiert, simuliert und anhand zu erstellender Bewertungskriterien miteinander verglichen werden. Dazu ist zusätzlich ein Verfahren zu entwerfen, dass diese Einsatzkonzepte in die bestehende Betriebsmitteleinsatzplanung integriert. Theoretisch gibt es zwei Möglichkeiten mit komplexen Optimierungsproblemen umzugehen, die sich über Drehstrom und HGÜ-Systeme hinweg erstrecken: 1. Anwendung neuartiger Optimierungsverfahren (basierend auf Artificial Inteligence), 2. Modifizierung herkömmlicher Optimierungsverfahren. Es soll ein Vergleich zwischen beiden Varianten anhand diverser Simulationen und unterschiedlicher Systembeschreibungen durchgeführt werden. Für kurzfristige Anpassung der Umrichterreferenzwerte (sekundär) sollen Methoden neu entworfen und mit dem Stand der Technik anhand eines weiteren zu entwerfenden Bewertungsschemas verglichen werden. Dazu sind die Implementierung der Methoden und eine anschließende Simulation für alle Methoden notwendig, um ihre Wirkung auf das Netz im Störungsfall zu beurteilen. Bisher existiert noch kein Verfahren zur koordinierten Parametrierung der Regelcharakteristiken zur Wahrung der DC-Energiestabilität (primär) entsprechend der an jedem Umrichter vorherrschende Netzcharakteristika und der Gesamtnetzsituation. Ein solches Verfahren soll im Rahmen dieses Projektes ebenfalls entworfen und durch Simulationen verifiziert werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf den Seiten des zentralen Informationssystems zur Unterstützung von Energieforschungsförderung durch Bund und Länder (EnArgus):

Projektseite bei EnArgus

 

Projektleiter:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Westermann

Laufzeit:
01.09.2016 bis 28.02.2019


Informationen zur Förderung:

 

Dieses Projekt wird durch das BMWi unter dem Kennzeichen 03ET7553A gefördert und durch den Projekträger Jülich (PTJ) verwaltet.