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14.05.2018

Mediennutzung in geflüchteten Familien

Wie sieht die Mediennutzung und Medienerziehung in geflüchteten Familien aus? Dr. Liane Rothenberger vom Fachgebiet Medienwissenschaft und Ahmed Elmezeny, Ilmenauer Master-Absolvent, interviewten 20 arabischsprachige Flüchtlingsfamilien aus dem Irak und aus Syrien.

Dr. Rothenberger sprach mit den Flüchtlingskindern über ihre Mediennutzung. Anschließend zeichneten sie ihre Medienrepertoires auf (Foto: Liane Rothenberger)

Medienkompetenz wird in Deutschland großgeschrieben. Es gibt Infoabende, „Medienführerscheine“ in den Schulen, Broschüren mit Tipps zu empfohlenen Nutzungszeiten und Programmzeitschriften, die auf kinderfreundliche Sendungen hinweisen. Kommen diese Tipps aber auch bei geflüchteten Familien an? Dieser Frage gehen ForscherInnen der Technischen Universität Ilmenau und der Universität Augsburg in Kooperation mit der Stadt Erlangen nach. Um mögliche Barrieren zu überwinden, fanden die Interviews in den Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünften der Geflüchteten und auf Arabisch statt. Am Ende der Interviews gaben Ahmed Elmezeny und Dr. Liane Rothenberger den Familien Tipps, wo sie Informationen zu kindgerechter Mediennutzung finden, und klärten die Eltern zum Beispiel über Altersbeschränkungen auf. Die gut Deutsch sprechenden Kinder wurden auf Deutsch und separat von den Eltern befragt, um die Antworten später zu vergleichen. Dabei fiel auf, dass die Kinder häufig deutsche Sendungen schauen, während die Erwachsenen vermehrt bei ihren alten arabischen Programmen bleiben. Die Befragten sollten auch einschätzen, ob und inwieweit sich ihre Mediennutzung in Deutschland von ihrer früheren Mediennutzung im Heimatland unterscheidet. Die Projektergebnisse sollen im Sommer präsentiert werden.