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16.11.2018

Die Risikowahrnehmung künstlicher Intelligenz: Wie nehmen wir künstliche Intelligenz wahr?

Neues Forschungsprojekt zum gesellschaftlichen Framing von KI-Technologien im Fachgebiet Public Relations und Technikkommunikation gestartet

Laura Martin (Quelle: Laura Martin)

Künstliche Intelligenz (KI) wird heute zu einer der Technologien gezählt, von denen man glaubt, dass sie das gesellschaftliche Zusammenleben sowie die globale Wirtschaft nachhaltig verändern werden. Auch wenn der aktuelle Entwicklungsstand von KI noch weit entfernt ist von ‚selbstständig denkenden‘ Maschinen (auch ‚starke KI‘ genannt), so begegnen einem einige Anwendungen schon heute im alltäglichen Leben (z.B. autonomes Fahren, Gesichts- oder Spracherkennung, Chatbots und persönliche Assistenten).

Während es viele positiven Stimmen zu Chancen und Potenzialen von KI-Technologien gibt, sind in öffentlichen Debatten und der Medienberichterstattung oft auch kritische Worte und Warnungen zu hören – darunter von prominenten Personen wie Elon Musk (Tesla, SpaceX) und Stephen Hawking. Diese Warnungen nehmen u.a. Bezug auf militärische Anwendungen (z.B. autonome Waffen), Missbrauch von privaten Nutzerdaten oder Umwälzungen des Arbeitsmarktes zu Lasten der Bevölkerung.

Der Vorwurf geht an Journalisten verschiedenster Medien und bedarf einer genaueren empirischen Bestandsaufnahme, die im Rahmen der neuen Pilotstudie am Fachgebiet Public Relations und Technikkommunikation realisiert werden soll. Denn obwohl davon auszugehen ist, dass die öffentliche Debatte über KI sich substanziell auf die Forschung, Regulierung und Weiterentwicklung der Technologie auswirken wird, hat sich die empirische Kommunikationsforschung bislang kaum mit der medialen Konstruktion von KI-Technologien oder der strategischen (Risiko-)Kommunikation von Akteuren in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beschäftigt.

Im Rahmen der aktuellen Studie werden daher deutsche und US-amerikanische Medien auf dominierende Frames über künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen untersucht. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Verknüpfung von Konzepten aus Risikokommunikations-, Risikowahrnehmungs- und Wissenschaftskommunikationsforschung. Unter der Leitung von Dr. Andreas Schwarz wird das Projekt durch Laura Martin im Fachgebiet unterstützt.

Das Pilotprojekt „Framing narrow and general Artificial Intelligence“ ist Teil eines neuen Forschungsschwerpunktes, den das Fachgebiet Public Relations und Technikkommunikation derzeit intensiv und in interdisziplinärer Kooperation mit KI-ExpertInnen weiterentwickelt. Im August 2018 gestartet, werden die ersten Ergebnisse für Januar 2019 erwartet. Die Anschubfinanzierung des Projekts in Höhe von 15.000 € wurde über die interne Forschungsförderung des Forschungsausschusses der TU Ilmenau gewährleistet.