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09.08.2018

Brasilianische Gastwissenschaftlerin Janara Nicoletti: "Am IfMK habe ich neue Forschungsperspektiven entdeckt".

Janara Nicoletti im Gespräch mit Prof. Martin Löffelholz, Leiter des Fachgebiets Medienwissenschaft

Die brasilianische Dozentin Janara Nicoletti kam im April als Gastwissenschaftlerin an die TU Ilmenau. Dabei beschäftigte sie sich mit der Frage, wie journalistische Arbeitsbedingungen die Qualität von Medienangeboten beeinflussen. Bevor sie Mitte August nach Brasilien zurückkehrt, berichtet äsie über ihre Erfahrungen an der TU Ilmenau.

F: Frau Nicoletti, Sie haben vier Monate als Gastdozentin in der Forschungsgruppe Medienwissenschaft des IfMK gearbeitet. Was waren Ihre Hauptaufgaben in dieser Zeit?
Janara Nicoletti (JN): Ich habe das Untersuchungsdesign meiner Forschung überprüft und einen Fragebogen für eine empirische Studie mit brasilianischen Journalisten erstellt. Zudem habe ich Seminare besucht, führte Interviews mit brasilianischen Journalisten und begann, die brasilianischen Korrespondenten in Europa zu "kartieren". Es gibt mehrere wissenschaftliche Veranstaltungen, die nächsten Monat in Brasilien stattfinden werden, daher habe ich auch an einigen Einreichungen gearbeitet.

F: Was war Ihre beste Erfahrung am Institut - und was war die schwierigste?
JN: Die wichtigste Erfahrung war der akademische Austausch mit Kollegen und das Feedback zu meiner Forschung. Ich fand neue Perspektiven, die mir halfen, einige Aspekte meiner Forschung zu überdenken und zu verbessern. Sehr wichtig war auch die Möglichkeit, über meine eigenen Leistungen als Doktorandin und Dozentin nachzudenken. In jedem Kurs, den ich besuchte, z.B. das Seminar über Traumata von Journalisten, das von Dr. Hoffmann geleitet wurde, und bei jeder Präsentation, die ich sah, versuchte ich darüber nachzudenken, wie ich damit meinen Unterricht zu Hause verbessern könnte. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich leider nicht ganz so oft mit Kollegen am IfMK interagieren, wie ich es mir gewünscht hätte. Das war der schwierigste Teil.

F: Sie haben gerade das MA-Spezialisierungsmodul von Dr. Andrea Hoffmann erwähnt, in der die Studenten die Traumata von Journalisten analysieren. Was hat Ihnen an dem Seminar gefallen?
JN: Dieses Thema wird im Fach selten erforscht, besonders in Brasilien, und die Thematik hat eine gewisse Nähe zu meiner Doktorarbeit. Während des Kurses interviewte ich eine kleine Gruppe von brasilianischen Journalisten und konnte etwas über ihre Arbeitsbedingungen und einige Eigenschaften erfahren, an die ich vorher nicht gedacht habe. Sehr wichtig war mir die Information über Anzahl und Art der traumatischen Erlebnisse der befragten Journalisten. Außerdem habe ich neue Ideen für meine Arbeit bekommen, als meine Kommilitoninnen ihre Ergebnisse präsentierten.

F: Was haben Sie in Ihrer Freizeit in Ilmenau gemacht - außer studieren und promovieren?
JN: Ich habe die Stadt besichtigt, Eis an heißen Sommertagen genossen und die Geschäfte im Stadtzentrum erkundet. Man kann dort viel über die lokalen Gewohnheiten lernen.

F: Was halten Sie von Ilmenau?
JN: Ilmenau ist eine schöne Stadt! Es ist ein ruhiger Ort mit einer guten Infrastruktur, alles ist in der Nähe (Supermarkt, Apotheke, Geschäfte), was mir sehr gut gefällt. Das Stadtbild - mit der Natur, schönen Gebäuden und dem meist blauen Himmel - ist wunderschön. Ich kam zu Beginn des Frühlings hier an, und das Wetter hat sich jeden Tag verbessert, mit Temperaturen, die denen von Florianópolis, der Stadt, in der ich in Brasilien lebe, sehr ähnlich sind.

F: Gibt es eine Botschaft, die Sie mit zukünftigen Gastdozenten des IfMK teilen möchten?
JN: Ein Gastaufenthalt am IfMK ist eine gute Gelegenheit, um zu lernen und mit netten Leuten in Kontakt zu sein. Ich wurde von Anfang an herzlich empfangen. Alle hier sind freundlich und respektvoll. Ich danke allen Menschen, die ich hier getroffen habe und wünsche ihnen alles Gute.