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24.07.2020

Achtsamkeit in Lehre und Forschung

Prof. Döring als achtsame Hochschullehrerin zertifiziert

Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft

Wir leben in Zeiten, die von den meisten Menschen als „stressig“ empfunden werden: Zukunftssorgen, Leistungsdruck, digitale Disruption – das sind nur einige Stichworte. In Medizin und Psychologie sucht man Wege, nicht nur die Stressfolgen zu bewältigen, sondern auch dem Stress vorzubeugen. Dabei hat sich Achtsamkeit, also die konsequente Lenkung der Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt mitsamt der bewussten Akzeptanz der aktuellen Situation, als wirksame Methode erwiesen. Achtsamkeitspraktiken haben eine lange Historie, sind in verschiedenen Kulturen verankert und ihre Wirksamkeit ist heute wissenschaftlich sehr gut belegt. Paradoxerweise macht die achtsame, oftmals meditative, Haltung nicht träge und passiv, wie manche befürchten, sondern mobilisiert positive Veränderungskräfte.

Im Rahmen des Thüringer Modells und Netzwerks Achtsame Hochschulen wird die Achtsamkeit an unterschiedlichen Hochschulstandorten durch Kursangebote für Lehrende und Studierende gefördert. Zudem werden im Netzwerk Forschungsprojekte koordiniert und vorbereitet. Prof. Dr. Nicola Döring, Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption an der TU Ilmenau, hat im Rahmen des Thüringer Modells verschiedene Achtsamkeitskurse sowie die Fortbildung „Achtsame Hochschullehrende“ besucht und wurde 2020 als achtsame Hochschullehrerin zertifiziert. Darüber hinaus ist sie als Forscherin in das Thüringer Netzwerk eingebunden. Sie setzt sich dafür ein, Achtsamkeit praktisch in die Lehre zu integrieren und somit für Studierende erfahrbar zu machen – beispielsweise durch Meditationspausen in Vorlesungen. Sie unterstützt zudem Studierende darin, Aspekte von Achtsamkeit kommunikationswissenschaftlich zu untersuchen und damit zur Forschung im Feld der Gesundheitskommunikation beizutragen. So werden achtsamkeitsbezogene Bachelor- und Masterarbeiten betreut, etwa zu Themen wie „Repräsentation von Yoga auf YouTube“ oder „Evaluation von Achtsamkeits-Apps“.