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16.09.2020

Was wissen wir über Sexpuppen und Sexroboter?

Fachgebiet Medienpsychologie publiziert Forschungsüberblick in JMIR

Journal of Medical Internet Research

Sexspielzeuge sind heute normalisiert. Sie werden Hundertausendfach im Internet öffentlich ausgestellt und vermarktet und von der Bevölkerungsmehrheit genutzt. Dabei stellen Sexspielzeuge wie Dildos und Vibratoren häufig menschliche Körperteile dar. Im Unterschied zur großen Akzeptanz von Sexspielzeugen stoßen Sexpuppen und Sexroboter, die den menschlichen Körper im Ganzen darstellen, in öffentlichen und fachlichen Debatten oft auf starke Kritik.

In einem systematischen Forschungsüberblick sind Prof. Dr. Nicola Döring, Dr. Rohangis Mohseni und Roberto Walter, M.A., vom Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau nun der Frage nachgegangen, was wir wissenschaftlich eigentlich über Sexpuppen und Sexroboter, ihre Machart, Nutzung und Wirkung wissen. In die Studie eingeschlossen wurden 29 wissenschaftliche Publikationen zu Sexpuppen und 98 Publikationen zu Sexrobotern, die zwischen 1993 und 2019 erschienen sind. Es zeigte sich, dass sich die vorliegenden wissenschaftlichen Publikationen überwiegend theoretisch und oftmals ethisch mit Sexpuppen und Sexrobotern auseinandersetzen und empirische Studien weitgehend fehlen. Keine einzige Studie konnte identifiziert werden, die Sexpuppen oder Sexroboter tatsächlich als Stimulusmaterial einsetzt. Das Scoping Review ist im Journal of Medical Internet Research (JMIR) erschienen, das einen Impact Factor von IF = 5.03 aufweist und Open Access ist.

 

Döring, N., Mohseni, M. R., & Walter, R. (2020). Design, Use, and Effects of Sex Dolls and Sex Robots: Scoping Review. Journal of Medical Internet Research, 22(7), e18551. doi.org/10.2196/18551