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07.10.2015

Feierliche Immatrikulation an der TU Ilmenau

Foto: © TU Ilmenau/Ingo Herzog

Am Samstag, dem 10. Oktober 2015, nimmt die TU Ilmenau ihre neuen Studierenden in traditioneller Weise in die akademische Gemeinschaft auf. Die feierliche Immatrikulation findet ab 10 Uhr in der Ilmenauer Festhalle statt.Nach der Begrüßungsrede durch den Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, hält Professor Martin Heisenberg, Neurobiologe und Mitglied des Hochschulrates der TU Ilmenau, den Foto: © TU Ilmenau/Ingo Herzog: Prof. HeisenbergFestvortrag „Die Freiheit der Universität und die Freude an der Forschung“. Im Anschluss werden die Erstsemester vom Vertreter des Studierendenrates Johann Riedlberger begrüßt.Im Rahmen der Immatrikulationsfeier wird auch der Lehrpreis der TU Ilmenau vergeben. Die Auszeichnung wird verliehen für herausragende Leistungen von Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern in der akademischen Lehre. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird von der Universität auf der Basis von Kandidatenvorschlägen der fünf Fakultäten vergeben. Die feierliche Übergabe des Lehrpreises 2015 erfolgt durch den Prorektor für Bildung der TU Ilmenau, Professor Jürgen Petzoldt.


Die Lehrpreisträger 2015 sind:
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik:
Dr. Sylvia Bräunig, Fachgebiet Grundlagen der Elektrotechnik
Dr. Thomas Stauden, Fachgebiet Nanotechnologie
Fakultät für Informatik und Automatisierung:

Dr. Martin Aumüller, Fachgebiet Komplexitätstheorie und Effiziente Algorithmen
Professor Johann Reger, Fachgebiet Regelungstechnik

Fakultät für Maschinenbau:
Dr. Marion Braunschweig, Fachgebiet Rechneranwendung im Maschinenbau
Professor Klaus Zimmermann, Fachgebiet Technische Mechanik

Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften:
Professor Jörg Kröger, Fachgebiet Experimentalphysik I
Dr. Eric Täuscher, Fachgebiet Chemie

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien:
Professor Gernot Brähler, Fachgebiet Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Steuerlehre/Prüfungswesen
Dr. Christoph Kuhlmann, Fachgebiet Empirische Medienforschung und Politische Kommunikation

In die feierliche Immatrikulation integriert ist ebenfalls die Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Preises der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen. Mit dem Preis würdigt die IHK herausragende praxisorientierte Abschlussarbeiten von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Den Preis erhält der 24-jährige Masterstudent der Werkstoffwissenschaft, Christian Schultz. Er wird für seine Bachelorarbeit ausgezeichnet, die er unter Betreuung von Professorin Edda Rädlein am Fachgebiet Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe, Fakultät für Maschinenbau, angefertigt hat. In seiner Arbeit entwickelte Christian Schultz ein Verfahren, um den Werkstoff Kieselglas bei noch höheren Temperaturen einsetzen zu können. Kieselglas wird wegen seiner extremen Reinheit und chemischen Stabilität für viele Hochtemperaturprozesse eingesetzt. Zum Beispiel ist es Bestandteil der Herstellungsanlagen in der Halbleiter- und Solartechnologie. Christian Schultz untersuchte, wie durch eine Oberflächenmodifikation höhere Einsatztemperaturen ermöglicht werden können. So bleiben die im Prozess eingesetzten Rohre auch bei anspruchsvoller Belastung rund. Die Untersuchungen des Preisträgers leisten im Rahmen eines Industrieprojektes einen Beitrag  zur Entwicklung neuer Produkte der Firma Quarzschmelze Ilmenau GmbH QSIL, die damit ihre Position als Lieferant hochwertiger Bauteile aus Kieselglas weiter stärken kann. Der Preis wird durch Hartmuth Röser, Leiter der Abteilung Innovation, Umwelt, International der IHK Südthüringen, überreicht.

Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft

Weiterhin wird im Rahmen der Immatrikulationsfeier der mit 5.000 Euro dotierte Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft der TU Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni e. V. an einen Nachwuchswissenschaftler der TU Ilmenau verliehen. Der Preis geht an Dr. Jianshu Zhang für seine Dissertationsschrift, die er am Fachgebiet Nachrichtentechnik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, unter der Betreuung von Professor Martin Haardt, angefertigt hat. In der mit summa cum laude bewerteten Arbeit entwickelte der 33-jährige ein neuartiges Signalverarbeitungsverfahren zur Steigerung der Leistungsfähigkeit drahtloser Kommunikationssysteme bei gleichzeitiger Kosteneinsparung.

Sehr hohe Datenraten erfordern zunehmend die Einbindung von Relais in die Netzinfrastruktur drahtloser Netzwerke. Relais ermöglichen einerseits eine hohe Netzabdeckung und sind im Vergleich zu Kupfer- oder Glasfaserleitungen preiswert. Herkömmliche Ein- und Zweiwege-Relais-Technologien reichen allerdings nicht aus, um den stetig wachsenden Datenmengen Rechnung zu tragen. Um die vorhandenen Ressourcen wie Bandbreite und Sendeleistung möglichst effizient zu nutzen, werden mehrere Teilnehmer gleichzeitig versorgt. Bei der gleichzeitigen Nutzung durch mehrere Nutzer können jedoch Wellenüberlagerungen (Interferenzen) entstehen, die zu Unterbrechungen und Verlusten bei der Datenübertragung führen. Um diesen Interferenzen Herr zu werden, werden hochentwickelte Signalverarbeitungsalgorithmen, so genannte räumliche Mehrfachzugriffsverfahren, benötigt. Der Preisträger entwickelte optimale und effiziente algebraische Lösungen, mit denen die Leistungsfähigkeit Relais-basierter drahtloser Netze maximiert werden kann. Auf höchstem theoretischen Niveau gibt die auch bereits international viel beachtete Arbeit damit Antworten auf hochaktuelle Fragestellungen, die in der Zukunft beispielsweise in Mobilfunksystemen der 5. Generation zahlreiche praktische Anwendungen eröffnen.
Die Auszeichnung wird durch den Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, übergeben.

Dalberg-Preis 2015
Darüber hinaus wird im Rahmen der Veranstaltung der mit 2.000 Euro dotierte „Dalberg-Preis 2015 für transdisziplinäre Nachwuchsforschung“ verliehen. Der von der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt gestiftete Preis rückt Forschung ins Blickfeld der Öffentlichkeit, deren Transdisziplinarität sich nicht nur auf Verbindungen zwischen einzelnen Fächern richtet, sondern die Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften schlägt. Preisträgerin ist Dr. phil. Stefanie Coché (32) von der Universität zu Köln. Die Wissenschaftlerin am Historischen Institut wird für ihre dreifach mit summa cum laude bewertete Dissertation über die psychiatrische Einweisungspraxis in Nationalsozialismus, DDR und BRD in der Zeit von 1941 bis 1963 geehrt. Sie setzt zur Zeit der Kriegswende nach dem Stop der „Aktion T4“, der Einstellung des staatlich organisierten Mordes an körperlich und geistig „behinderten“ Menschen, ein, als die Krankenmorde begannen, und endet vor der Forderung nach Psychiatriereformen in Ost und West. Quellen sind Akten aus den Bundesarchiven Koblenz und Lichterfelde, Staats- und Landesarchiven, psychiatrische Schriften wie Lehrbücher und Zeitschriften. Den Hauptquellenbestand aber bilden 1424 psychiatrische Krankenakten aus ausgewählten staatlichen Heil- und Pflegeanstalten, einer Landesheilanstalt und einer Universitätsklinik sowie einer privaten konfessionellen Einrichtung in Ost und West. Wie wurden Menschen zu Patienten psychiatrischer Einrichtungen und wie veränderte sich dieser Übergang in einer Zeit tiefgreifender politischer und lebensweltlicher Umbrüche in Deutschland zwischen 1941 und 1963 unter drei politischen Regimes? Im Zentrum stehen die Praktiken, das Handeln der Menschen unter verschiedenen Kontexten. Die Studie bereichert laut Juryurteil disziplinübergreifend die Forschungen zur Medizingeschichte, zur Psychiatriegeschichte und zur Gesellschaftsgeschichte der drei deutschen Staaten.
Die Auszeichnung überreicht Akademie-Präsident Professor Klaus Manger.

Der Festakt wird von Marco Frezzella, Pressesprecher der TU Ilmenau, moderiert, das Musikprogramm gestalten das Akademische Orchester der TU Ilmenau unter Leitung von Valentin Egel und der Kammerchor der Universität unter Leitung von Svetlana Makushkina.

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Programm:

  • Einzug des Akademischen Senats
  • Musikalische Eröffnung
  • Begrüßung der neuen Studierenden durch Prof. Peter Scharff, Rektor der TU Ilmenau
  • Festrede: Prof. Martin Heisenberg, Neurobiologe und Mitglied des Hochschulrates der TU Ilmenau: „Die Freiheit der Universität und die Freude an der Forschung“
  • Musikalisches Intermezzo
  • Verleihung des Dalberg-Preises 2015 für transdisziplinäre Nachwuchsforschung durch Prof. Klaus Manger, Präsident der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt
  • Verleihung  des Lehrpreises 2015 durch Prof. Jürgen Petzoldt, Prorektor für Bildung der TU Ilmenau
  • Verleihung des Preises der Industrie- und Handelskammer Südthüringen 2015 durch Hartmuth Röser, Leiter der Abteilung Innovation, Umwelt, International der IHK Südthüringen
  • Verleihung des Dissertationspreises der Universitätsgesellschaft der TU Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni e. V. durch den Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff
  • Musikalisches Intermezzo
  • Grußworte des Studierendenrates der TU Ilmenau
  • Auszug des Akademischen Senats

Fotos zur freien Veröffentlichung im Zusammenhang mit dem Inhalt dieser Pressemitteilung (© TU Ilmenau/Ingo Herzog)