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16.09.2020

Zwei deutsch-russische Projekte der TU Ilmenau von Auswärtigem Amt ausgezeichnet

© DAAD / David Ausserhofer

Prof. Kai-Uwe Sattler (Mitte), Vorläufiger Leiter der TU Ilmenau, nahm die Auszeichnung für das German-Russian Insititute of Advanced Technologies (GRIAT) entgegegen.

Zum Abschluss des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst organisierten „Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft“ hat das Auswärtige Amt zwei Projekte der Technischen Universität Ilmenau ausgezeichnet: das German-Russian Insititute of Advanced Technologies (GRIAT) und die Zusammenarbeit der TU Ilmenau mit der Nationalen Forschungsuniversität „Moskauer Energetisches Institut“ (MEI). Die Preisverleihung fand gestern (15.09.2020) zugleich in Berlin und Moskau statt.

German-Russian Insititute of Advanced Technologies (GRIAT)

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zählt das German-Russian Insititute of Advanced Technologies (GRIAT) zu sieben sogenannten „Leuchtturm“-Projekten der deutsch-russischen Wissenschaftszusammenarbeit. Die erste deutsch-russische Universität und gleichzeitig die weltweit erste zweistaatliche Lehr- und Forschungseinrichtung in einem modernen Industriestaat entstand 2014 in Kasan, der Hauptstadt der russischen autonomen Republik Tatarstan. Die Federführung des Projekts haben auf deutscher Seite die TU Ilmenau und auf russischer Seite die renommierte Kasaner Staatliche Technische Forschungsuniversität inne.

Das Konsortium deutscher Universitäten (TU Ilmenau, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, TU Kaiserslautern) bietet in Kasan englischsprachige ingenieurwissenschaftliche Masterstudiengänge an, die einen deutsch-russischen Doppelabschluss bieten. Bisher haben mehr als 150 Studierende erfolgreich einen Abschluss geschafft und es sind eine Vielzahl gemeinsamer wissenschaftlichen Publikationen entstanden.

Das DAAD preist GRIAT als „das größte binationale Wissenschafts- und Bildungsprojekt zwischen Deutschland und Russland“ an. Es sei „eine neue Hochschulform, die deutsche Bildungsstandards in vollem Umfang an einer russischen Universität umsetzt.“

Zusammenarbeit TU Ilmenau mit „Moskauer Energetischem Institut“

© DAAD / David AusserhoferDie Zusammenarbeit der TU Ilmenau mit der Nationalen Forschungsuniversität „Moskauer Energetisches Institut“ (MEI) besteht seit 1967. Im nun ausgezeichneten Programm, das Studiengänge an der TU Ilmenau und am MEI anbietet, erhalten jedes Jahr bis zu zehn Masterstudierende in den Fachgebieten Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik und Automatisierung sowie Maschinenbau einen Doppelabschluss.  

Im Bild (v.l.n.r): Sergei Jurjewitsch Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Diana Butters, Projektkoordinatorin vom Fachgebiet Theoretische Elektrotechnik der TU Ilmenau und Andreas Görgen, Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt bei der Preisverleihung

Das Deutsch-Russische Themenjahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft

Ziel des Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft war es, die langjährigen und vielfältigen Beziehungen in Forschung und Lehre zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Der Präsident des DAAD, Prof. Joybrato Mukherjee, würdigte die prämierten Projekte: „Die zwischenstaatlichen Beziehungen mit der Russischen Föderation sind aktuell nicht einfach. Gleichzeitig sind russische Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen seit Jahren oder Jahrzehnten verlässliche und exzellente Partner für die deutsche Wissenschaft. Zum Ende des Deutsch-Russischen Themenjahres freue ich mich daher sehr, den 25 ausgezeichneten Projekten für ihren beständigen und engagierten Einsatz im akademischen Austausch und der Zusammenarbeit in der Wissenschaft mit Russland zu gratulieren“.

Kontakt:
Sophia Siegfried
Leiterin International Office
Tel.: +49 3677 69-2510
sophia.siegfried@tu-ilmenau.de