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09.10.2010

Bundesweit einzigartige Stiftungsprofessur

Prof. Andreas Bund

Prof. Andreas Bund

Zum ersten Mal in Deutschland wird eine Stiftungsprofessur durch eine ganze mittelständische Wirtschaftsbranche eingerichtet und nicht, wie es bisher gängige Praxis ist, von einzelnen Firmen der Großindustrie. Möglich wurde die Stiftungsprofessur „Elektrochemie und Galvanotechnik“ durch eine gemeinsame Initiative der Technischen Universität Ilmenau und des Zentralverbands Oberflächentechnik.

Neue elektrochemische Verfahren werden künftig dringend benötigt, um Elektrofahrzeuge der Zukunft zu entwickeln. Durch elektrochemische Prozesse wandeln Brennstoffzellen die chemische Energie ihres Treibstoffs Wasserstoff direkt in elektrischen Strom und sind, da sie lediglich Wasserdampf freisetzen, ein sauberer Energiespender. Elektrochemische Verfahren werden ebenso dabei entscheidend sein, eine bessere Energiespeicherung durch Batterien zu erreichen.

Moderne Beschichtungen sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Speziell angepasste, hochentwickelte Produkte werden heute beispielsweise benötigt in der Fahrzeugindustrie für den Korrosions- und Verschleißschutz, in Elektrotechnik und Elektronik für Edelmetallkontakte oder in der Medizintechnik für Geräte mit funktionellen Oberflächen wie etwa Spritzbestecke oder Implantate. Auch zur dekorativen Veredelung in der Schmuckindustrie und zur Gestaltung von Bädern, Möbeln und Haushaltgeräten werden Hichtech-Beschichtungen verwendet. Die Breite der Anwendungen führte zu einem Markt mit hohen Wachstumsraten, der durch die technische Entwicklung von neuen Materialien, deren Veredelungen und Anpassung an spezielle Anwendungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen ist und auch in Zukunft wachsen wird.

Um den großen Bedarf der Wirtschaft an neuen Materialien zu befriedigen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung nötig. Da sich Forschungsarbeiten bislang häufig an potenten Großunternehmen orientierten, haben kleine und mittlere Unternehmen oft Schwierigkeiten, exakt an ihre Bedürfnisse angepasste Schichtsysteme zu finden und grundlegende Fragestellungen von der Wissenschaft schnell und befriedigend bearbeiten zu lassen. Die Einrichtung der Stiftungsprofessur „Elektrochemie und Galvanotechnik“ an der Technischen Universität Ilmenau ermöglicht in idealer Weise eine solche Kooperation von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in der Forschung einerseits und den industriellen Anwendern andererseits.

Wegen der langjährigen Erfahrung der TU Ilmenau auf dem Gebiet der Galvanotechnik hat der Zentralverband Oberflächentechnik die  Stiftungsprofessur in Ilmenau angesiedelt. Sie wird seit dem 1. August durch Prof. Andreas Bund vertreten und soll in gemeinsamen Projekten Forschungsergebnisse liefern, die für die gesamte mittelständisch dominierte Branche der Oberflächentechnik von Nutzen sein werden.

Der an der TU Ilmenau einzurichtende Masterstudiengang „Elektrochemie und Galvanotechnik“ wird von der Universität und dem Zentralverband Oberflächentechnik gemeinsam getragen und ist bundesweit einzigartig. Er wird sowohl Studierenden im Hauptstudium als auch berufsbegleitend angeboten.

Die Stiftungsprofessur wird am 8. Oktober, 12.00 Uhr, im Rahmen eines Festaktes an der TU Ilmenau, Leibnizbau, Senatssaal, Langewiesener Str. 37, offiziell vorgestellt. Die Medienvertreter sind herzlich dazu eingeladen.

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