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27.10.2010

Startschuss für studentischen Rundfunk vom Antennenturm »Am Vogelherd«

Seit dem 26. Oktober senden die beiden Ilmenauer Studentenvereine »ilmenauer studentenfernsehfunk (iSTUFF)« und »hsf studentenradio e. V.« vom 50 Meter hohen Sendemast der Fraunhofer-Versuchsanlage »Am Vogelherd«. Thüringens Medienstaatsekretär Peter Zimmermann gab zusammen mit Prof. Dr. Albert Heuberger und Prof. Heinz Gerhäuser vom Fraunhofer IIS den Startschuss.

Der studentische Rundfunk in Ilmenau hat eine lange Tradition: Im Jahr 1950 startete der »hsf studentenradio e. V.« als erstes studentisches Radio in Deutschland. Vor 14 Jahren wurde der »ilmenauer studentenfernsehfunk« (iSTUFF) ins Leben gerufen. Beide Vereine senden künftig experimentell vom Fraunhofer Antennenturm aus. Zur Eröffnung gibt es bereits erste Liveausstrahlungen über den DVB-T-Sender. Die Projektgruppe Drahtlose Verteilsysteme / Digitaler Rundfunk DVT« des Fraunhofer IIS stellt den beiden Hochschulvereinen innerhalb der engen Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau den Antennenturm zur Verfügung. Weiterhin ist eine Kooperation mit dem digitalen Erlanger Campusradio »bit eXpress« geplant, das die Universität Erlangen-Nürnberg und das Fraunhofer IIS zusammen betreiben. So sollen künftig Sendeinhalte getauscht und gemeinsam an technischen Entwicklungen gearbeitet werden.

Hintergrund: hsf
Aus den anfänglich fünf- bis zehnminütigen Sendungen, die während der großen Pause in die Klassenzimmer der Ingenieurschule Ilmenau übertragen wurden, ist heute ein umfassendes Rundfunkprogramm geworden: Rund 35 Mitarbeiter produzieren pro Woche 22 Stunden Inhalt.

Hintergrund: iSTUFF
iSTUFF ist ein Projekt bei dem Studenten praktisch die Abläufe der TV-Produktion kennenlernen können. Bisher war iSTUFF mit seiner wöchentlichen Live-Sendung nur im Kabelnetz auf dem Campus der Technischen Universität und via Internet-Stream zu sehen. Jetzt steigt der Studentensender von Kabel auf terrestrische Verbreitung um. Über den DVB-T-Sender ist der studentische Fernsehkanal auch digital im UHF-Bereich empfangbar. iSTUFF ist Teil der Forschungsgemeinschaft elektronischer Medien e. V. und will künftig auch im Bereich des interaktiven Fernsehen und dessen Nutzungsmöglichkeiten forschen. Bei beiden Sendern werden alle anfallenden Aufgaben, etwa Schulungen, Organisation des redaktionellen Tagesgeschäfts oder neue Projekte, von den Studenten eigenständig erledigt.

Forschergruppe »Drahtlose Verteilsysteme/Digitaler Rundfunk«
2008 haben das Fraunhofer IIS und die TU Ilmenau eine Forscher- und Projektgruppe gestartet, die beide an neuen Technologien für die drahtlose Verteilung von digitaler Medieninformation oder Datendiensten arbeiten. Prof. Dr. Albert Heuberger leitet beide Gruppen in Personalunion. Zentrales Thema der Arbeiten ist die zukünftige Entwicklung des Digitalen Rundfunks. Der neue 50 Meter hohe Antennenturm »Am Vogelherd« soll als Standort für experimentellen Rundfunk dienen. Hierzu zählen bewährte Techniken wie DVB-T oder DRM sowie die Entwicklung neuer Systeme. Erforscht werden Möglichkeiten, Medienangebote schnell und kostengünstig an möglichst viele Menschen zu übertragen. Nutzer der Ergebnisse sind Hersteller von Empfangsgeräten und Sendesystemen, Netzbetreiber und Rundfunkbetreiber.

Durch die fortschreitende Verbreitung des Digitalen Rundfunks in In- und Ausland bieten die Arbeiten zukünftig großes Vermarktungspotenzial. Ab Mai 2011 werden in der Anlage zwei in ihrer Art einzigartige Mess-Systeme in Betrieb gehen: Zum einen kann der mobile Empfang mit nachgeführten Satellitenantennen sehr genau vermessen werden, wie z. B. im Auto bei Kurvenfahrten oder bei unebenen Bodenverhältnissen. Zum anderen ist es möglich, beliebige Wellenfelder im Raum für den Test von Empfangsgeräten mit integrierten Antennen zu erzeugen.