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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Luxemburg

Julia Felker, BU Weimar, Urbanistik

Hosingen, Luxemburg

Wochenendausflug in die Hauptstadt Luxemburgs
Größtes Schloss in Luxemburg in Vianden
Nationalfeiertag

Mein Erasmus-Praktikum 2016

Zur Zeit meines Praktikums wurden mehrere Projekte unterschiedlicher Maßstäbe bearbeitet. Eine meiner Hauptaufgaben war die Freiraumplanung für einen Masterplan der Stadt Wiltz (LU) in enger Zusammenarbeit mit einem Architekturbüro. Dabei stand der Fluss Wiltz als landschaftliches Element des Masterplans, deren Renaturierung und die Gestaltung des Flussufers als urbanen Raum im Mittelpunkt. Außerdem wurden unterschiedliche Grünraumkategorien, Möglichkeiten zur Nutzung und Gestaltung von Retentionsflächen und Vorgaben für die Straßen- und Platzgestaltung erarbeitet. Die notwendige Sanierung oder Versiegelung des Bestandbodens aufgrund toxischer Belastungen stellte dabei eine besondere Herausforderung dar. Ein zweites Projekt, welches hauptsächlich durch mich bearbeitet wurde, war der Entwurf eines Mehrgenerationenspielplatzes in Steinsel (LU). Anschließend an einen Bestandsspielplatz sollen ein Outdoorfittnessparcour für Erwachsene, weitere Spielräume für Kinder und ein Aufenthaltsplatz für Jugendliche entstehen. Sowohl das Zeichnen des Plans als auch der Vergleich und die Präsentation von Geräten und Mobiliar waren Teil dieses Entwurfes. Des Weiteren entwarf ich einen Zaunabschnitt für einen Privatgarten, zeichnete Schnitte, passte Pläne verschiedener älterer Projekte an und erweiterte Projektpräsentationen für interne und offizielle Arbeitssitzungen.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Während meines Praktikums lernte ich, mich in verschiedene Projektstadien (Konzeption bis Ausführung) einzuarbeiten und baute meine softwaretechnischen Fähigkeiten (AutoCAD) aus. Meine Kompetenz im händischen Zeichnen sowie meine eigenverantwortliche Arbeitsteilung verbesserten sich. Auch konnte ich durch eine erhöhte Wissensaneignung und Lernbereitschaft meine Produktivität stetig ausbauen. Verbessern konnte ich ebenfalls die Zeiteffizienz und die Pünktlichkeit in der Erstellung benötigter Daten, die Teamfähigkeit und den Kenntnisaustausch.

Meine Französischkenntnisse wertete ich sowohl im Hörverstehen, Leseverstehen und im Vokabular auf, was sich positiv auf die Kommunikation mit ProjektpartnerInnen und MateriallieferantInnen auswirkte.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Die durch das Praktikum erste ernst zu nehmende erworbene Berufserfahrung wird mir in Zukunft für weitere Bewerbungen sehr nützlich sein, da praktische Fähigkeiten und Erfahrungen im Planungs- und Büroalltag oft für ArbeitgeberInnen ausschlaggebender sind als universitäre Leistungen. Zudem eröffnete es mir das für mich neue Berufsfeld der Landschaftsarchitektur und stellt eine erste persönliche berufliche Spezialisierung dar, von der ich mir jetzt überlegen kann, ob und inwieweit ich diese weiter intensiviere. Auf dieser Erfahrung basierend konkretisierte sich daher auch meine Wahl der für mich in Frage kommenden Masterprogramme. Sie hilft mir die verschiedenen Berufsfelder besser voneinander abzugrenzen und dadurch auch meine eigenen beruflichen Stärken und Interessen zu identifizieren.

Fazit

Ich schätze das Praktikum als sehr positive Erfahrung ein. Hinsichtlich des Planerhandwerks und in Ergänzung zu den mangelhaften universitären Veranstaltungen zur Anwendung von Zeichensoftware im Studium und Planungsprozess, konnte ich hier meine dringend benötigten Softwarekenntnisse merklich und zufriedenstellend ausbauen. Inhaltlich bin ich mit dem Arbeitsgebiet der Landschaftsarchitektur in Kontakt gekommen, welches im Studium der Urbanistik nur ein Randgebiet einnimmt. Dennoch empfinde ich den Erkenntniserwerb über Topografie- und Bodenbeschaffung, Pflanzen, Mobiliar, Raumnutzung und Bauausführung als sehr hilfreich für den Beruf des Stadtplaners aus folgenden drei Gründen: Erstens beschäftigt man sich im Kleinmaßstab mit dem Raum zwischen dem Gebauten, dessen Grenzen von StadtplanerInnen und ArchitektInnen vorgegeben werden. Deshalb sollten diese auch eine konkrete Vorstellung davon haben, was in der Realität in diesen Grenzen möglich ist und wie ihre Maßstäblichkeit auf den Menschen wirken. Zweitens ist im Arbeitsalltag die Zusammenarbeit mit Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen und MateriallieferantInnen sowie Gemeinden als Auftraggeber erforderlich. Hier habe ich Einblick in die Arbeitswelt eines potentiellen Projektpartners erhalten, welchen ich als Stadtplanerin in Zukunft von der Seite der Gemeinde oder eines privaten Planungsbüros begegnen und so die Bedürfnisse und Ziele besser verstehen werde. Drittens konnte ich meine Fähigkeiten der Kommunikation, welche einer der Hauptaufgaben von StadtplanerInnen darstellt, verbessern: visuelle Präsentationsmöglichkeiten, interner mündlicher Kenntnisaustausch, trilinguales Arbeiten, sowie Arbeitsteilung und –organisation. Ich empfehle dieses Praktikum weiter, weil ich reale Arbeitserfahrung im Gesamtverständnis von Stadtplanung für sehr wichtig und erkenntnisreich halte und es mir einfach Spaß gemacht hat.

Johannes Trommer, FSU Jena, Politikwissenschaften

Munsbach, Luxemburg

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Die Praktikumsstelle ist ein Zusammenschluss von Universitäten aus ganz Europa mit dem Ziel, Studentenmobilität durch eine garantierte gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen, Intensivsprachkursen sowie der Möglichkeit, zweimal ein Auslandjahr zu absolvieren, zu fördern.

Aufgaben/Projekte

Meine Aufgabe bestand darin, die „Ride for your Rights! Tour 2012“ zu organisieren. Dabei handelt es sich um ein Projekt, welches bereits 2011 erstmalig stattfand. Es handelt sich um eine Radtour zur Unterstützung eines Manifestes für eine bessere Studentenmobilität in Europa. Das diesjährige Projekt bestand aus einer Radtour von Luxemburg nach Brüssel mit Halt u.a. in Aachen und Maastricht. Gleichzeitig fanden Radtouren unter demselben Motto in verschiedenen europäischen Städten statt.  In diesem Rahmen hatte ich ein internationales Organisationsteam zu koordinieren sowie mir selbstständig die notwendigen Aufgaben zu suchen und zu erledigen (Fundraising, Partner gewinnen, Streckenscouting, Teilnehmeranmeldung, Schriftverkehr, usw.) Weiterhin war ich bei Präsentationen des Projektes auf Konferenzen in Wien und Luxemburg sowie zwei Ausstellungen im Europarat und Europaparlament in Strasburg aktiv beteiligt.

Gesamtes Team - Ende der Radtour - in Brüssel

Andere Aufgaben bestanden in der Nachbereitung des „Ride for your Rights!" Projektes von 2011 sowie Vorbereitung und Organisation der Konferenzen sowie allgemeinen Bürotätigkeiten. Durch vorhergehende Tätigkeiten hatte ich bereits Erfahrungen mit den Aufgaben des Projektmanagements. Diese Qualifikationen wurde hier stark gefordert und verbessert, da ich es mit einem auf verschiedene Länder verstreuten mehrsprachigem Team zu tun hatte. Dies hat auch meine Belastbarkeit verbessert, sowie die Argumentationsfähigkeit um eigene Ideen verwirklichen zu können.

Alltag und Freizeit

Da Luxemburg recht zentral in Europa liegt, habe ich viele Wochenenden damit verbracht, Freunde in halb Europa zu besuchen. Wenn ich jedoch innerhalb des Landes geblieben bin dann war ich oft mit dem Fahrrad und dem Zug unterwegs. Durch günstige Bahnpreise macht das Reisen auch noch mehrl Spaß.

Zum Ausgehen kann ich das Viertel „Claussen“ empfehlen mit vielen Discos und Bars. Auf jeden Fall zu empfehlen ist der Nationalfeiertag am 23. Juni. Hier ist die ganze Stadt auf den Beinen.

Fazit

Es war eine wunderbare Erfahrung in einem super Team. Ich konnte meine bereits vorhandenen internationalen Erfahrungen erweitern und neue Kontakte knüpfen. Ich kann jedem nur Empfehlen über die Mitarbeit in (Erasmus-) Hochschulgruppen oder vergleichbaren Initiativen sich die Möglichkeit zu erarbeiten ein Praktikum zu bekommen, welches zu einem passt.