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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Rumänien

Sandra Dölling, FSU Jena, Deutsch als Fremdsprache, Südosteuropastudien

Bukarest, Rumänien

Blick auf Bukarest
See bei Siebenbürgen in der Nähe von Paltinis

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Während meines Praktikums  war ich in den verschiedensten Aufgabenbereichen eines schulischen Tagesablaufes eingegliedert.

Zu Beginn hospitierte ich im Unterricht in den Klassenstufen 1 bis 4. Nachdem ich mich an die Umgebung gewöhnt und die Kinder besser kennen gelernt hatte, wurde mir die Möglichkeit gegeben, den Mathematikunterricht der Klasse 3 selbstständig (mit Rücksprache des Klassenlehrers) vorzubereiten und eigenständig unter Aufsicht diesen zu leiten. Später durfte ich auch den MeNuK-Unterricht (MenschNaturKunde) unter Aufsicht vorbereiten und halten.

In der vierten Klasse wurde mir die Möglichkeit gegeben, mit einem Teil der Klasse eigenständigen Unterricht ohne Aufsicht aber mit Absprache des Klassenlehrers zu machen. Insgesamt bezogen mich die Lehrer, bei denen ich öfters hospitierte, auch mit in ihre Unterrichtsplanung ein. Sie besprachen diese mit mir und fragten mich auch nach eigenen Vorschlägen, die dann zum Teil auch mit übernommen wurden.

In die Pausenzeiten (Frühstücks- und Mittagspause) wurde ich auch eingeteilt, um die Aufgaben eines Lehrers außerhalb des Unterrichts näher kennenzulernen. Nach dem Unterricht gab es noch die Hausaufgabenzeit. Dort gab ich den Schülern eigenständig Hilfestellung, wenn diese unter anderem mit der Aufgabenstellung Probleme hatten. Des Weiteren betreute ich auch die Schüler auf dem Hof, wenn diese ihre Hausaufgaben beendet hatten. Einmal in der Woche wurde ich auch in der Nachmittagsbetreuung eingesetzt.

Während meines Praktikums an der Schule gab ich zwei Schülern, die Lernschwierigkeiten in den Fächern Mathematik und Deutsch besaßen, individuelle Nachhilfe.

Während meiner Zeit als Praktikantin wurde mir auch die Gelegenheit gegeben, an Schulausflügen teilzunehmen.

Erworbene Qualifikationen und Fähigkeiten

Durch die Arbeit an der Schule wurden mir zum ersten Mal Fähigkeiten bewusst, die ich mir bis dahin nicht zugetraut hatte. Während der Zeit habe ich nicht nur neue Fertigkeiten, wie zum Beispiel das Unterrichten von Kindern erworben, sondern konnte diese auch ständig verbessern und ausbauen. Der Umgang mit Schülern war für mich sehr neu gewesen als ich in Bukarest anfing, trotzdem konnte ich mich recht schnell mit dieser Aufgabe vertraut machen und meine Stellung zu den Schülern so festigen, dass sie mich zum einen als eine Autoritätsperson ansahen, mich aber zum anderen auch als Freund bei Problemen beziehungsweise nachmittäglichen spielerischen Aktivitäten annahmen.

Fazit

Ich kann ein Praktikum sehr empfehlen. Man bekommt nicht nur einen Einblick in das Alltagsleben einer wachsenden Auslandsschule, sondern bekommt auch die Möglichkeit, sich mit einer Kultur auseinanderzusetzen, die sich stark von der Deutschen unterscheidet.

Das Praktikum hat mir einen Berufszweig aufgezeigt, den ich eigentlich von vornherein ausgeschlossen hatte. Dadurch hat sich ein zweiter Arbeitsweg für mich eröffnet, der mich interessieren würde.

Insgesamt kann ich ein Auslandspraktikum in Rumänien jedem empfehlen, der sich für Osteuropa beziehungsweise den Südosten von Europa interessiert oder auch einfach einmal in eine völlig andere Welt eintauchen möchte. Ich habe sehr gute Erfahrung in Bukarest in jeder Hinsicht gemacht. Ungewohnt sind die vielen Straßenhunde, die manchmal sogar die Autos anspringen. Aber meistens sind sie friedlich. Die Menschen sind sehr hilfsbereit und freundlich und geben alles, um die durchaus auftretenden Sprachprobleme zu kompensieren. Rumänien ist es sein sehr schönes Land voller Überraschungen in jedem erdenklichen Bereich und sehr zu empfehlen.