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INHALTE

Fahrzeugtechnik

Denkst Du vielleicht ...

Fahrzeugtechnik - das bedeutet Lärm und Umweltverschmutzung, ständig an Autos mit starken Motoren und viel PS herumschrauben - und ist deswegen nichts für Dich?

Kannst Du Dir vorstellen... dass es auch anders aussehen kann?
Wusstest Du...

  • dass die Anfänge der Fahrzeugtechnik schon vor 4000 Jahren begonnen - z. B. mit der Erfindung des Rads?

  • dass es ohne Fahrzeugtechnik keine Logistik auf der Welt gäbe - z.B. durch LKWs, Transporter, Geländefahrzeuge?

  • dass Fahrzeugtechnik sich immer weiter entwickelt hat und reine Muskelkraft durch neue Antriebe ersetzt wurde - z.B. durch thermische wie Dampfmaschinen oder elektrische wie Elektromotoren aber auch durch Magnete, Solar oder Luftdruck?

  • dass Fahrzeugtechnik sich auch mit Umweltschutz, regenerativen Energien und Nachhaltigkeit beschäftigt?

  • dass auch Köpfchen im Labor, am Computer, im Windkanal oder im Designstudio gefragt ist?

  • dass der Einfluss von Frauen Erfindungen und Entwicklungen erst möglich machten - z.B. wurde der Scheibenwischer von Mary Anderson schon 1903 erfunden.
Foto: Nadja Horn, Fahrzeugtechnik
Foto: Nadja Horn, Fahrzeugtechnik

"In der 10. Klasse habe ich den Tag der offenen Tür an der TU Ilmenau besucht, nach einer Informations-Vorlesung über das FG Maschinenbau war ich begeistert und damit stand für mich fest: Ich will Fahrzeugtechnik studieren."  Nadja Horn, Studentin Fahrzeugtechnik

Fahrzeugtechnik ist vielseitig und bedeutet:
Tüfteln - Ausprobieren - Verändern - Erneuern - Verbessern und Weiterentwickeln.

Kurzinfo

Was ist Fahrzeugtechnik?

Fahrzeugtechnik steht für moderne Mobilität in unserem Leben.

Foto: ari - Bremsenprüfstand; eine Probe Bremsstaub wird von einer Autofelge zur Analyse genommen
Foto: ari - Bremsenprüfstand; eine Probe Bremsstaub wird von einer Autofelge zur Analyse genommen
  • Fahrzeugtechnik forscht an nachhaltigen und regenerativen Möglichkeiten des Fortkommens, um zukünftig Fahrzeuge auch mit alternativen Antriebstechniken zu betreiben.

  • Neben konventionellen Kraftstoffen werden zunehmend auch immer mehr alternative Energieträger eingesetzt - z.B. Erdgas, Autogas, Wasserstoff, Alkohole, Pflanzenöle, Strom, Solar oder Windkraftenergie.

  • Fahzeuge der Fahrzeugtechnik sind hauptsächlich urbane Fortbewegungsmittel, die z.B. auf der Straße oder im Gelände zum Einsatz kommen.

  • Fahrzeugtechnik entwickelt neue Fahrzeuge, Fahrzeugteile und -komponenten, die immer komplexer, ergonomischer, leistungsstärker und geringer im Energieverbrauch werden.

  • Fahrzeugtechnik ist also die Untersuchung von Einflüssen, die auf das Fahrzeug wirken und sich auf das Fahrverhalten auswirken - von innen wie von außen. Und dabei werden auch Mensch-Maschine-Interaktionen berücksichtigt - z.B. die Erreichbarkeit des Bedienfeldes, des Schaltknüppels, der Bremse,...

Was ist Fahrzeugtechnik an der TU Ilmenau?

Es ist nicht die Ausbildung zu Rennsportbegeisterten - zu Rennfahrern, Breitreifenliebhabern oder Schraubern - sondern es ist eine Ausbildung für die allgemeinen Ansprüche der Industrie.

Foto: TU Ilmenau/utse - Versuchsfahrzeug der TU Ilmenau
Foto: TU Ilmenau/utse - Versuchsfahrzeug der TU Ilmenau
  • Fahrzeugtechnik ist eine ehemalige Vertiefungsrichtung des Studiengangs Maschinenbau und beinhaltet weiterhin bis zu 60-70% Maschinenbau.

  • Fahrzeugtechnik ist einer der beliebtesten Studiengänge an der TU Ilmenau.

  • Erst seit 2005/2006 gibt es diesen eigenständigen Studiengang, um damit den stärkeren Forderungen der Industrie nach mehr Spezialisierung gerecht zu werden.

  • Fahrzeugtechnik arbeitet sehr eng mit verschiedenen Fachgebieten zusammen, da im und am Fahrzeug unterschiedliche Aspekte zum Einsatz kommen - z.B. Regelungstechnik, Informatik, Elektrotechnik, Mechatronik, Lichttechnik.

  • Das Fachgebiet Fahrzeugtechnik bindet Studierende früh in die Praxis und in die Forschungsarbeit ein - z.B. in den Bereichen Elektromobilität, Leichtbau, Powertrain.

  • Dadurch können Studierende während des Studiums - z.B. mit dem Computertomographen oder Spezialkameras wie das "High-Speed-Digital-Mikroskop" 3D-Modelle von Bauteilen erstellen oder z.B. mit dem Rasterelektronenmikroskop auch Partikel von Feinstaub/Bremsstaub untersuchen.

  • Die TU Ilmenau ist die einzige Universität, die die meisten Untersuchungen und Partikelzählungen zu Bremsstaub gemacht hat (Alleinstellungsmerkmal).

Berufsbild

Was kann ich damit werden?

Mit Fahrzeugtechnik stehen viele berufliche Wege offen.

  • Fahrzeugtechnik umfasst die Gebiete der Konstruktion und Entwicklung, der steten Verbesserung und Abläufe der Entwicklung, Prüfung, Produktion und Qualitätssicherung moderner Fortbewegungsmittel.

  • Fahrzeugtechniker/-innen bauen urbane Fahrzeuge von Klein bis Groß - vom Miniaturfahrzeug bis zum riesigen Nutzfahrzeug.

  • Fahrzeugtechniker/-innen entwickeln Produkte für höchste Sicherheit und Komfort.

  • Sie wirken an neuartigen Fahrzeugkonzepten mit und arbeiten in Teams, die aus verschiedenen Fachbereichen kommen.
  • Fahrzeugtechniker/-innen berücksichtigen die neuesten technologischen, ergonomischen, designtechnischen und ökonomischen Anforderungen an moderne Fahrzeuge.

  • Fahrzeugtechniker/-innen können in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens tätig werden, international arbeiten und branchenübergreifend (abhängig von den eigenen Interessen).

Forschung und Entwicklung

Nicht immer wird zu einem bestimmten Zweck geforscht und Forschungen liefern nicht nur auf dem eigentlichen Forschungsgebiet Ergebnisse. Oft sind die Ergebnisse vielseitiger einsetzbar als ursprünglich geplant.

Viele Forschungsergebnisse können zum heutigen Stand der Technik noch nicht (in Serie) produziert werden und warten darauf, dass die Technologie auf einen Stand kommt, in dem die Forschungsergebnisse erst genutzt und gebraucht werden können.

  • Sie forschen und entwickeln neue Produktgenerationen - z.B. von Fahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen.
  • Sie entwickeln selbstständige Konzepte zur elektronischen Steuerung und Regelung - z.B. Bedienfelder oder Bordnetzentwicklung von Flugzeug- und Fahrzeugsystemen.
  • Sie entwickeln Modelle zur Stabilisierung, Navigation und Antriebstechnik.
  • Sie entwickeln und optimieren die Produkte, Baureihen und Komponenten - zunehmend ökonomisch und ökologisch.
  • Sie untersuchen die Ergonomie und passen sie den unterschiedlichen Nutzer/-innengruppen an.
  • Der Umgang mit Software und neuer Technik werden Hauptbestandteile sein.


Forschen
heißt erfinden - da spielen viele Aspekte mit ein:

  • effizientere und regenerative Fahrzeugkomponenten - z.B. Antriebe und Motoren (für Elektroautos)
  • Verringerung von Emissionen, z.B. Bremsstaub, Partikelfilter, Abgase
  • Gewichtsreduzierung, Nutzung von leichteren Werkstoffen und Materialien - z.B. Aluminium, Verbundstoffe, ...
  • Laufleistung und Langlebigkeit von Materialien - z.B. verbesserte Wirkung von Stoßfängern
  • Ergonomie - z.B. Aspekte wie rückenschonende Sitze, programmierte Armaturentafeln, neue Freiheitsgrade in der Bedienung zur Erhöhung des Bedienkomforts
  • Strömungen und Wärmeanalysen / Thermomanagement - z.B. Strömungswiderstand des Autos, Verteilung der Luft im Flugzeug (oben kalt, unten warm)
  • Vermeidung unerwünschter Geräusche im Fahrzeug
  • Mensch-Maschine-Interaktion - z.B. Erhöhung der Fahrsicherheit durch verschiedene Fahrerassistenzsysteme (Tempomat, Abstandsregelung)
  • lichttechnische Systeme - z.B. Scheinwerfer, Innenraumbeleuchtung, Kurvenlicht

Forschung zum Thema Bremsen und Ergonomie

Konstruktion und Produktion

  • Sie konstruieren komplette Modellreihen neu.
  • Sie führen vorbereitende Simulationsprozesse durch.
  • Sie sichern Designmodelle ab.
  • Sie entwickeln Prototypen und passen sie auf verschiedene Fahrzeugmodelle und -typen an.
  • Sie setzen die Konzepte bis hin zur Serienreife um.
  • Sie arbeiten mit Lieferanten zusammen.
  • Sie überwachen die Qualität und Wirtschaftlichkeit von Bauteilen und Fahrzeugkomponenten vor und während der Produktion.
  • Sie organisieren und überwachen die Produktionsabläufe, z.B. wann welche Waren ans Produktionsband geliefert werden.
  • Sie führen zuverlässige Eingangs- und Qualitätskontrollen durch - für z.B. zugelieferte Bauteile und Fahrzeugkomponenten und fordern niedrige Fehlerraten.
  • Sie entwickeln auch automatische Kontrollen, da nicht alles per Hand vermessen werden kann - z.B. ungleichmäßig dicke/gestanzte Bauteile.

Konstruktion & Produktion heißt Erfindungen und Ideen praktisch umsetzen

  • Hier wird die Bestellung des Kunden rechtzeitig produziert und individuelle Wünsche werden eingearbeitet. 
  • Das Wissen der Produkte im Unternehmen und Produktionsabläufe sind Voraussetzung, um die Qualität der - sich oft verändernden - Produkte sicher zu stellen. Dabei spielen auch Organisationstalent und das Arbeiten im Team eine große Rolle. 
  • Produziert wird in Konstruktions- und Produktionsabteilungen des Fahrzeugbaus und deren Zulieferindustrien.
  • Sie unterziehen die Fahrzeugteile und -komponenten auch Belastungstests und entwickeln dafür spezielle Testlabore für z.B. Stoßuntersuchungen, Rütteltests oder Schwingtische, um Ausfällen frühzeitig vorzubeugen.

Service und Vermarktung

  • Sie begleiten die Projekte von der Konzeptentwicklung über die Konstruktion und die Versuchsphase bis zur Produkteinführung.
  • Sie vermarkten die Produkte beim Kunden.
  • Sie sorgen für die termingerechte Installation beim Kunden.
  • Sie führen technische Absprachen mit dem Kunden durch
  • Sie planen Produkteigenschaften nach Kundenwunsch und leiten innovative Produktkonzepte ab.
  • Sie führen Funktions-, Qualitäts- und Kostenziele durch.

Service heißt einrichten:

  • Fahrzeugtechniker/innen im Service arbeiten international und beraten Kunden vor Ort, sie beheben Probleme, greifen Anregungen und Kundenwünsche auf und suchen gemeinsam mit den Kunden Lösungen.
  • Reisebereitschaft, Mehrsprachigkeit und Kontaktfreude auf Messen, fremden Unternehmen gehören zu den Grundeigenschaften.

Vertrieb heißt vermarkten:

  • Hier werden potenzielle Kunden vom Produkt überzeugt. Dabei müssen die vielen wichtigen und komplexen Details der Fahrzeuge, Fahrzeugteile und/oder Fahrzeugkomponenten vorgestellt und erklärt werden. Die Beratung wird durch gezielte Marketingmaßnahmen unterstützt, die dem Kunden technische Komplexe, Vorteile der Anschaffung sowie Qualität und Preis plausibel erklären. 
  • Produktkompetenz, Optimismus oder Kontaktfreude sind wichtige Voraussetzungen, um im Vertrieb tätig zu werden. 
  • Vermarktet wird in allen Unternehmen.

Management

  • Sie leiten laufende Projekte und behalten alle Produktionsabläufe und -phasen im Blick.
  • Sie treffen grundlegende Entscheidungen vor - während - und nach der Produktion und Installation.
  • Sie haben fachübergreifende Kenntnisse und können deshalb alle Gewerke und Produktionsbereiche leiten, beraten und entscheiden.
    Sie akquirieren neue Aufträge und halten Kundenkontakt im Topmanangement - teilweise weltweit.

Tätigkeitsfelder

  • Automobil- und Zulieferindustrie: Entwicklungsabteilungen für Fahrzeughersteller
    Viele Fahrzeughersteller haben ausgelagerte Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen für Fahrzeugteile und/oder komplexe Fahrzeugkomponenten - z.B. komplette Radträger oder komplette Bremsen mit Bremssattel, Bremsscheiben, Bremsbelag, Regelsystem wie ABS/ESP oder Wärmemanagement bei Scheinwerfern.
  • wissenschaftliche Einrichtungen - z.B. Hochschulen
  • Ingenieurbüros
  • freiberufliche Tätigkeiten - z.B. als Sachverständige
  • Prüf- und Gutachterstellen - z.B. TÜV - ADAC - DEKRA
    • Schadensgutachter bei (Wild-)Unfällen: Dokumentation des Unfalls durch Fotos; Bremswege vermessen; Verformung der Fahrzeuge; Ermittlung der Ausgangsgeschwindigkeit
    • Gutachter bei Fahrzeug-Neuzulassungen: Überprüfung gesetzlicher Vorschriften.
      Dabei werden Fahrzeuge und Fahrzeugkomponenten harten Prüfungen (Simulationsprogramme) und/oder Crashtests unterzogen und/oder auf Teststrecken geschickt und die Ergebnisse ausgewertet.
    • spezialisierte Gutachter für Lichttechnik, Anhänger, Bremsen, etc.

Foto: Katja Ricke, Studentin Fahrzeugtechnik (B.Sc.) und Maschinenbau (M.Sc.)
Foto: Katja Ricke, Studentin Fahrzeugtechnik (B.Sc.) und Maschinenbau (M.Sc.)

"Es ist ein sehr breites Tätigkeitsgebiet und während der Praktika und auch im Studium gibt es immer neue interessante Herausforderungen." 
Katja Ricke, Studentin Fahrzeugtechnik (B.Sc.) und Maschinenbau (M.Sc.)

Praxis

Wo finde ich Anwendungen im Alltag?

Die Fahrzeugtechnik steckt in allen modernen Fortbewegungsmitteln.

  • Sei es im Stadtverkehr der kleine private Flitzer - im Gelände der Geländewagen - der Möbeltransporter - oder für den Transport der Waren der PKW und LKW - aber auch Baumaschinen, Land- und Forstmaschinen gehören dazu.

  • Wahrscheinlich nutzen wir sogar täglich Produkte in verschiedenen Lebensbereichen, ohne bewusst darüber nachzudenken, dass das jetzt schon Fahrzeugtechnik ist.

  • Fahrzeugtechnik verknüpft unterschiedliche Bereiche aus Technik - Antrieb - Elektrik - Ergonomie und Kommunikation, die das mobile Leben angenehmer, komfortabler und auch effizienter machen.

  • Zur Fahrzeugtechnik gehört auch die Entwicklung einzelner Komponenten, wie z.B. Bremssysteme in Hochgeschwindigkeitszügen (ICE) oder U-Bahnen, aber auch die Klimatechnik in allen Schienen- und Nutzfahrzeugen oder auch Flugzeugen oder Bahnen.

Geländefahrzeuge, Warentransporter, Cargo- mInifahrzeuge im Stadtverkehr, .

Motoren und Antriebstechnik

  • Motoren mit unterschiedlichen Kraftstoffen - z.B. Elektro, Erdgas, Diesel, Benzin, Biodiesel, Pflanzenöl, Bioethanol, Brennstoffzellen
  • regenerative und emmisionslose Antriebe  - z.B. Solarfahrzeug
  • langlebigere Motoren mit höherem Wirkungsgrad und geringerem Verbrauch

Licht- und Beleuchtungstechnik

  • Scheinwerfer - die den Gegenverkehr nicht blenden
  • Kurvenlicht - das automatisch beim Einfahren in die Kurve die Fahrbahn ausleuchtet
  • Bremslicht
  • Innenraumbeleuchtung - z.B. Helligkeit, die beim Fahren nicht ablenkt oder stört
  • Armaturenbeleuchtung

Beleuchtung spielt nicht nur für den Fahrzeugbereich eine große Rolle, sie ist auch in anderen modernen Fortbewegungsmitteln unablässig - z.B. in der Bahn oder im Flugzeug.

Sicherheitstechnik

  • elektronische Hightech-Systeme
  • Airbags an diversen Positionen im Auto - z.B. Fahrer, Beifahrer-Seite und Rückbank
  • ABS - Antiblockiersystem der Bremsen, das Blockieren der Räder wird durch automatische Verminderung des Bremsdruckes verhindert, das Lenken und Spurtreue bleiben erhalten
  • ESP - Elektronisches Stabilitäts-Programm, unterschiedlich starkes Abbremsen einzelner Räder zur Verringerung des Schleuderrisikos (in Kurven)
  • ASR - Antriebsschlupfregelung - verhindert beim Anfahren das Durchdrehen der Räder
  • Spurhalteassistent - automatisches Erkennen der Fahrspur
  • hochdynamisches Reifendruckregelsystem - automatisches Anpassen des Reifendrucks an Fahrbahnuntergrund und Geschwindigkeit

Ergonomie und Komfort

  • Bremspedalgefühl 
  • EPS - elektrische Servolenkung - leichteres Lenken
  • Automatikgetriebe - selbsständiges Schalten der Gänge beim Beschleunigen oder Abbremsen
  • automatisches Türöffnen oder -schliessen über Fernbedienung
  • Fahrassistenzsysteme - z.B. Tempomat, Abstandsregelung
  • rückenschonende Sitze - z.B. unterschiedliche Längen der Sitzauflagen für die Beine (Europa/Asien); Sitzmassage
  • Lage und Erreichbarkeit der Bedienelemente im Fahrzeug
  • Armauflagen - z.B. bei hohen Geschwindigkeiten notwendig für sicheres Fahren (kein freihändiges Lenken)
Foto: Marco Viehweger, Student Fahrzeugtechnik
Foto: Marco Viehweger, Student Fahrzeugtechnik

Beeindruckende technische Entwicklung: "So sind für mich [...] die ersten Jetzflugzeuge, die Concorde, oder auch einfach die erste Generation des VW Golf oder der Audi quattro Allradantrieb geradezu ikonographisch."  Marco Viehweger, Student Fahrzeugtechnik

Studium

Wie läuft das Studium ab?

Unser Fahrzeugtechnik-Studium ist ein ingenieurwissenschaftliches Studium.

Foto: TU Ilmenau - Apollon
Foto: TU Ilmenau - Apollon
  • Die Lehre vermittelt tiefgehendes Fachwissen in den maschinenbaulichen Ingenieurwissenschaften in Verbindung mit der Spezialisierung auf die Fahrzeugtechnik.

  • Das Studium bildet intensiv in fahrzeugbezogener Konstruktions-, Mess- und Simulationstechnik aus.

  • Die Fahrzeugtechnik arbeitet sehr eng mit anderen Fachgebieten zusammen und verknüpft u.a. regelungstechnische, elektrotechnische und optische Aspekte von im und am Fahrzeug.

Durch das Studium bereiten wir auf die Entwicklung von verschiedenen Systemen vor.

  • Produktionsnahe Fächer erklären an praktischen Beispielen, welche verschiedenen Aufgabengebiete an der Entstehung eines Fahrzeugs beteiligt sind.

  • Nichttechnische Studienfächer aus dem Wahlkatalog ergänzen die Lehre und können nach eigenem Interesse und den gesammelten Erfahrungen aus dem 8-wöchigen Grundpraktikum gewählt werden.

  • Praktika werden in modernen Laboren und auf dem Fahrzeugprüfgelände durchgeführt und orientieren sich immer am Stand der derzeitigen Technik.

  • Früher Forschungsbezug im Studium fördert das selbstständige und wissenschaftliche Arbeiten durch Hausarbeiten, Praktika und Projektarbeiten bis hin zur Bachelor- bzw. Masterarbeit.

  • Honorarprofessoren/-innen und Gastdozierende aus Wirtschaft und Industrie ergänzen die Lehre und stellen die Verbindung vom Studium zu heutigen Praxistechnologien her.

Bachelor (B.Sc.)

Foto: TU Ilmenau - Apollon
Foto: TU Ilmenau - Apollon

Das Bachelor-Studium setzt sich zusammen aus dem GIG und den erweiterten Grundlagenfächern ab dem 4. Semester.

  • Das GIG ist ein gemeinsames ingenieurwissenschaftliches Grundlagenstudium mit allen anderen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der TU Ilmenau.

Alle Studienfächer sind so angelegt, dass das zuvor erlangte Wissen aufeinander aufbaut und miteinander verknüpft (interdisziplinär, fachübergreifend).

  • Das Grundlagenstudium ist sehr stark durch Mathematik und Naturwissen-schaften (Physik, Chemie, Werkstoffe, Elektrotechnik, Elektronik) geprägt.
    Hinzu kommen Fächer zur Konstruktion und Darstellungslehre von Maschinenelementen, Technische Mechanik, Informatik und Programmierung.

  • Die erweiterten Grundlagenfächer vertiefen das Wissen ab dem 4. Semester in:
    Konstruktion, Ergonomie und Kommunikationssysteme in Fahrzeugen, (Fahr- und Thermo-)Dynamik und Antriebstechnik, Mess- und Sensortechnik, Qualität und Wirtschaftlichkeit.

  • Zusätzlich beinhaltet das Studium auch fachübergreifende Grundlagenpraktika, Wirtschaftsfächer, Technische und Nichttechnische Wahlfächer.

  • Fahrzeugspezifische Kenntnisse - ab dem 5. Semester ermöglichen die frühzeitige Spezialisierung und vermitteln vor allem praktische Anwendungen.

  • Das 7. Semester umfasst das 12-wöchige Industriepraktikum und die Bachelorarbeit schließt das Bachelor-Studium ab.
Foto: ari - Untersuchung zum Partikelverhalten antriebsferner Emittenten
Foto: ari - Untersuchung zum Partikelverhalten antriebsferner Emittenten

Die Studiendauer für den Bachelor beträgt 7 Semester und verleiht den Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.), der dem früheren Vordiplom für Ingenieure/-innen entspricht.


Mathematisch-naturwissenschaftliches Interesse und "Benzin im Blut" sind wichtig!

Master (M.Sc.)

Das Master-Studium ist die empfohlene Weiterführung des Studiums, beginnt im Sommersemester, dauert 3 Semester und wird durch die Masterarbeit abgeschlossen.
Der Master of Science (M.Sc.) entspricht dem früheren Diplom für Ingenieur/-innen und ist Voraussetzung für ein Promotionsstudium.

  • Der Master kann auch von Absolventen/-innen eng verwandter Studiengänge gewählt werden. Hierfür müssen Zugangsvoraussetzungen durch Leistungspunkte nachgewiesen werden.

Die Vertiefungsrichtung wird während des Bachelor-Studiums gewählt.

Foto: ari - Professor Scharff im Gespräch mit Studierenden
Foto: ari - Professor Scharff im Gespräch mit Studierenden

Dann sollte man wissen, ob man lieber in der Industrie oder in der Forschung arbeiten möchte und in welcher Richtung der Wunsch nach Vertiefung (Spezialisierung) liegt.

Die Vertiefung richtet sich z.B. nach:

  • persönlichen Interessen
  • zukünftigen Aufgabengebieten
  • Erfahrungen aus dem Grundpraktikum und/oder Fachpraktikum
  • der Kombination an möglichen Wahlfächern


Die Vertiefungsrichtungen im Master

  • Fahrzeugentwicklung und Produktion -  theoretische und praktische Grundlagen
    • Die Ausbildung setzt die Schwerpunkte auf (alternative) Fahrzeugantriebe, Bremssysteme, Fahrdynamik und Lichttechnik.
      Sie regt dazu an, Fragen zu klären wie z.B. - Wie und wodurch kann das Fahrzeug zukünftig umweltbewusster fahren?

    • Die Lehre vermittelt aber auch entwicklungsspezifische Fächer wie Virtuelle Produktentwicklung, Simulation, Akustik, Industriedesign, Werkstoffe sowie Unternehmensführung und Kostenplanung.

    • Und sie forscht und entwickelt an Versuchsfahrzeugen oder im Virtuellen Labor,
      welche Eigenschaften zukünftige Modelle haben und wie diese aussehen können.
Foto: TU Ilmenau - Fahrwerksimulation
Foto: TU Ilmenau - Fahrwerksimulation
Foto: TU Ilmenau/utse - Strömungskanal
Foto: TU Ilmenau/utse - Strömungskanal
Foto: TU Ilmenau - Rollwiderstand
Foto: TU Ilmenau - Rollwiderstand
Foto: Trepesch - (CAVE) Virtuelles Labor
Foto: Trepesch - (CAVE) Virtuelles Labor
  • Elektrik und Mechatronik im Kraftfahrzeug - Anwendungsgebiete und Einsatzmöglichkeiten
    • Die Vertiefung beschäftigt sich vor allem mit rechnergestützten und digitalen Regelungen und die Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Kommunikation.

    • Die Lehre vermittelt zusätzlich Kenntnisse zu Themen wie z.B.: Bordnetze, Stromversorgung, Akustik, Bildverarbeitung - z.B. Headup-Displays in modernen Autos.

    • Die Ausbildung beschäftigt sich damit, wie anwenderfreundlich das Fahrzeug zukünftig sein wird.
Foto: ari - Untersuchung der akustischen Umweltbelastung
Foto: ari - Untersuchung der akustischen Umweltbelastung
Foto: TU Ilmenau
Foto: TU Ilmenau
Foto: TU Ilmenau
Foto: TU Ilmenau
Foto: TU Ilmenau
Foto: TU Ilmenau
Foto: Nadja Horn, Studentin Fahrzeugtechnik
Foto: Nadja Horn, Studentin Fahrzeugtechnik

"Für Fahrzeugtechnik-Studenten wird einmal in der Woche eine Veranstaltung von Mitarbeitern aus verschiedenen Unternehmen durchgeführt (wie z.B. Bosch, Schaeffler, Continental, Goodyear, ZF Friedrichshafen, Brose), so hat man schon in früheren Semestern einen Einblick in die Praxis."  Nadja Horn, Studentin Fahrzeugtechnik