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INHALTE

Annett Stelzer

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NameAnnett Stelzer
StudiengangMechatronik (Diplom)
VertiefungMechatronische Systeme
Absolventinseit 2008
ArbeitgeberDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institut für Robotik und Mechatronik, Oberpfaffenhofen
AufgabenKonzeption und Implementierung von Navigationsverfahren für mobile Roboter

 

Schule

Schon in der Schule habe ich mich besonders für Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer interessiert. Als Leistungskurse hatte ich Mathematik und Biologie. Die komplexen Mechanismen, die die Evolution hervorgebracht hat, faszinierten mich einfach.
In einer Informationsveranstaltung der TU Ilmenau wurde die Studienrichtung Biomechatronik vorgestellt. Ich war sofort begeistert von der Idee, die effizienten Lösungen der Tier- und Pflanzenwelt als Vorbild für technische Neuerungen und Verbesserungen zu nutzen. In einem freiwilligen Praktikum am Institut für Mechatronik konnte ich in den Arbeitsalltag von Ingenieuren hineinschnuppern und beschloss, Mechatronik zu studieren.

Studienvorbereitung & Studium

In den ersten Semestern des Studiums wurden mit Fächern wie Mathematik, Elektrotechnik, Mechanik und Programmierung die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen gelegt.
Besonders die Programmierung machte mir viel Spaß. Im Hauptstudium wählte ich deswegen die Vertiefungsrichtung "Mechatronische Systeme", weil sie ein breites Fächerspektrum beinhaltete und ich mich mehr und mehr auch für die Robotik interessierte.
In einem Auslandsjahr konnte ich auch noch weitere Fächer belegen, die nicht in meinem Studienplan enthalten waren.
Für das Praktikumssemester suchte ich ein Thema aus der mobilen Robotik und erhielt am Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen die Gelegenheit, Software für einen fahrenden Roboter zu entwickeln, der mit Stereokameras seine Umgebung kartieren konnte.
Es war toll, dass mit meinem Programm ein Roboter selbstständig umherfahren und Hindernissen ausweichen konnte. Im Anschluss an das Praktikum konnte ich dieses Thema in meiner Diplomarbeit fortsetzen und erhielt nach Abschluss des Studiums auch eine Stelle am DLR Institut für Robotik und Mechatronik.

Job

Heute entwickle ich Navigationsverfahren für laufende und fahrende Roboter, die später einmal in Katastrophengebieten oder auf anderen Planeten Aufgaben erfüllen sollen, die für Menschen zu
gefährlich sind. Dabei lasse ich mich gern von den effizienten Lösungen der Tierwelt inspirieren.

Dass ich in meinem Beruf eine von wenigen Frauen bin, war für mich nie ein Problem und ich hatte nie den Eindruck, nicht akzeptiert oder ernst genommen zu werden. Vielmehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass Frauen einen technischen Beruf ergreifen, weil sie wirklich Spaß daran haben, und dementsprechend motiviert sind und gute Arbeit leisten. Und das wird auch von den männlichen Kollegen und Vorgesetzten anerkannt.


Auch wenn ich mich größtenteils mit Bildverarbeitung und Programmierung beschäftige, hat mir das Mechatronikstudium die wichtigsten Grundlagen mit auf den Weg gegeben, vor allen Dingen die Fähigkeit, sich selbstständig in neue technische Bereiche einzuarbeiten.