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Peter Schlothauer

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NamePeter Schlothauer
StudiengangMechatronik (Diplom)
VertiefungMechatronische Systeme
Absolvent seit 2007
ArbeitgeberFesto AG & Co. KG
AufgabenTeamleiter Entwicklung Systeme;
anfangs Forschung - jetzt Entwicklungsabteilung
Ausführliches PorträtSchlothauer.pdf

Schule

Meine Kurswahl fiel auf die Leistungskurse Mathe-Englisch mit einer bunten Vielfalt an Grundkursen
(u.a. Physik, Chemie, Geographie und Musik).
Da ich von früher Kindheit daran interessiert war wie Dinge funktionieren (was sich in einer Reihe unwiederbringlich demontierter Spielgeräte beweisen lässt), reifte im Laufe des Abschlussjahres der Gedanke an ein Ingenieurstudium.

Studienvorbereitung & Studium

Das Mechatronik-Studium macht seinem interdisziplinären Namen alle Ehre und kann mit Recht als arbeitsintensiv und anspruchsvoll bezeichnet werden. Aber es lohnt sich in vollem Maße! Von Anfang an wird auf Bezug zur Praxis geachtet und wenn man sich erst mal durch die ganzen Grundlagen durchgebissen hat, gehen einem im Verlauf des Studiums ganze Kronleuchter auf.
Im täglichen Arbeitsumfeld zeigt sich heute, dass man die Grundlagen gar nicht gut genug verstanden haben kann. Der Vorteil in der Mechatronik liegt in der enormen Vielseitigkeit.
Ich habe die Vertiefungsrichtung „Mechatronische Systeme“ gewählt, aber im Rahmen von Wahlfächern auch in anderen Vertiefungsrichtungen „gewildert“.

Im Hauptstudium war ein deutlicher Wandel der Vorlesungsart spürbar - hier geht es um Praxis und Anwendung der Grundlagen im täglichen Arbeitsleben. Die Professoren sind begeistert von Ihrem Fach und schaffen es diese Begeisterung auf die Studenten zu übertragen. Somit waren für mich die Fächer mit ausgiebigem Praxisteil am wertvollsten, z.B. „Entwurf mechatronischer Systeme“.
Ebenso wichtig sind die Projektarbeiten und die vielen kleinen Präsentationen - sie machen einen Stolz und schaffen Zufriedenheit. Und was gibt es schöneres als an einem kniffligen Problem nicht verzweifelt zu sein sondern sich der Aufgabe gestellt und sie letztendlich gelöst zu haben.
Ein nicht zu vernachlässigender Punkt im Studium ist der Umgang mit anderen Menschen! Sie werden im Job immer mit anderen Menschen zu tun haben und müssen womöglich mit Ihnen zusammen arbeiten.

Mein 20-wöchiges Fach-Praktikum habe ich in der Forschungsabteilung bei der Firma Festo in Esslingen absolviert (Hauptschwerpunkte Pneumatik und Automatisierungstechnik).
Dabei habe ich verschiedene kleinere Projekte, teils selbstständig teils in Projektteams, bearbeitet. Dank der guten Vorbereitung durch das Studium konnte ich mich während dieser Zeit gleich für eine Diplomarbeit empfehlen und wurde danach fest angestellt. 

Job

In meinem bisherigen Arbeitsleben führte mich der Weg von anfänglich reiner kundenspezifischen Entwicklung (alles was nicht mit den Katalogprodukten abgedeckt werden kann) bis hin zur Systementwicklung. Dabei wurde ich schon sehr früh mit Verantwortung betraut und konnte nach ca. 3-monatiger Einarbeitung erste Kundenprojekte komplett selbstständig abwickeln. Das umfasst zum einen die Aufnahme bzw. Abklärung der Spezifikation beim Kunden über den Entwicklungsprozess mit Auslegung, Konstruktion, Prototyperstellung bis hin zur Betreuung des Serienanlaufes quasi alles.

Bereits nach 4 Jahren bin ich in meiner Abteilung zum Teamleiter aufgestiegen und bin dabei verantwortlich für die projekttechnische Koordination von 3 Mitarbeitern. Aktuelle Produkte sind z.B. der Tripod (ein schnelles 3D-Handlingsystem mit bis zu 150 Picks/min) und das Luftlager (ein Transportsystem für ebene Substrate wie z.B. Solargläser).

Der Mythos Ingenieur = Männerberuf ist aus meiner Sicht längst überholt. Gerade Festo ist in dieser Hinsicht sehr aufgeschlossen und so finden sich hier im Haus Frauen in nahezu allen Führungsebenen wieder. 


Ich kann ein Studium der Mechatronik bedingungslos empfehlen.
Es ist ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin der festen Überzeugung das hier jeder sein eigenes Spezialgebiet finden kann - sei es in der Breite und der Vielseitigkeit (wo ich zu Hause bin) als auch in einem bestimmten Gebiet in der absoluten Tiefe.