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INHALTE

Moskauer deutsche Zeitung Nr. 19 (218) Oktober 2007

Ingenieure made in Germany
Das Moskauer Elektronische Institut und die TU Ilmenau gründen gemeinsame Fakultät

In den Genuss deutscher Vorlesungen kommen in Moskau bisher vor allem Sprach- und Geisteswissenschaftler. Mit dem neuen akademischen Jahr können nun auch angehende Ingenieure in deutsch-russischen Studiengängen büffeln. Das Moskauer Elektronische Institut (MEI) und die TU Ilmenau eröffneten die „German Engineering Faculty“ — die erste deutsch-russische Ingenieursfakultät.

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Informationsdienst Wissenschaft 18.09.2007

Beispielhafte Partnerschaft: TU Ilmenau und Moskauer Energetisches Institut gründen Fakultät

18.09.2007 10:08

Mehr als 50 Jahre Zusammenarbeit, 40 Jahre Partnerschaftsvertrag, 10 Jahre gemeinsame deutschsprachige Informatikausbildung in Moskau und jetzt sogar eine gemeinsame Fakultät: Am 20. September eröffnen die Technische Universität Ilmenau und das Moskauer Energetische Institut (TU) in Moskau ihre gemeinsame deutsch-russische Fakultät, die German Engineering Faculty MEI-TU Ilmenau.
Aus diesem Anlass wird vom 20. bis 22. September eine vom Rektor Professor Peter Scharff angeführte Delegation der TU Ilmenau nach Moskau reisen.

Die Partnerschaft zwischen der Technischen Universität Ilmenau und dem Moskauer Energetischen Institut (TU) steht schon lange für herausragende internationale Hochschulkooperation. "Das MEI pflegt heute mit keiner anderen Partneruniversität so enge Kontakte," betonte der Rektor des MEI, Professor Sergey V. Serebrjannikov, anlässlich seines Ilmenau-Besuchs im Juni dieses Jahres. Der Ilmenauer Rektor, Professor Peter Scharff, ergänzt: "Mit der Fakultätsgründung mündet unsere schon in der Vergangenheit beispielhafte Zusammenarbeit in einer nochmals höheren und für beide Einrichtungen bisher einmaligen Qualitätsstufe. Darauf sind wir sehr stolz."

Der Grundstein der Kooperation wurde bereits im Jahre 1953 mit dem Besuch des damaligen Rektors des MEI, Professor Michail G. Tschilikin, bei seinem Amtskollegen, dem Gründungsrektor der Hochschule für Elektrotechnik Ilmenau, Professor Hans Stamm, gelegt. Schon ein Jahr später reisten die ersten Ilmenauer Starkstromtechniker zum Studium nach Moskau.
Die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung wurde seither ständig erweitert und der 1967 geschlossene Partnerschaftsvertrag 1992 erneuert.

Durch die Förderung des DAAD, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e. V., der Siemens AG und die kontinuierliche Unterstützung des Akademischen Auslandsamtes der TU Ilmenau konnte 1997 der gemeinsame deutschsprachige Studiengang Ingenieurinformatik am MEI eingeführt werden. Rund 330 Moskauer Studierende haben seither an diesem Programm teilgenommen, 25 Vorlesungsreihen wurden von Ilmenauer Dozenten und Professoren in Moskau gehalten. Zwischen vier und acht Studierende absolvieren jährlich Studienaufenthalte in Ilmenau sowie ein fünfmonatiges Praktikum in einer deutschen Firma.

2001 wurde die Kooperation ein weiteres Mal ausgebaut: Im Rahmen des DAAD-Programms "Export deutscher Studienangebote" startete unter Leitung von Professor Wolfgang Fengler (TU Ilmenau) sowie Professor Igor N. Zhelbakov (MEI) ein neues Ausbildungsprojekt zur Erlangung eines Doppel-Diploms MEI/TU Ilmenau im Studiengang Ingenieurinformatik, aus dem bislang 30 Absolventen hervorgegangen sind. Seit 2004 wird das Programm auf Ilmenauer Seite durch Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Fritz betreut.

Die äußerst positive Evaluierung des Projekts im Jahre 2005 führte erneut zu einer deutlichen Ausweitung der Zusammenarbeit. Dank der Beteiligung der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie für Maschinenbau können Bachelor-Absolventen des MEI nunmehr auch in den Studiengängen Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik und Optronik den Doppel-Master erwerben; weitere Fächer sollen bald folgen.

Die damit möglich gewordene Eröffnung der gemeinsamen Fakultät in Moskau ist der bisherige Höhepunkt aller Aktivitäten. Diese Fakultät wird gleichzeitig fester Bestandteil des Zentrums für Aus- und Weiterbildung (ZPP) des MEI sein, worin sich in besonderem Maße der hohe Stellenwert der Partnerschaft am MEI dokumentiert. In Würdigung des Engagements der TU Ilmenau um die Zusammenarbeit verleiht das Moskauer Energetische Institut dem Ilmenauer Rektor im Rahmen der Feierlichkeiten zur Fakultätsgründung die Ehrendoktorwürde.

Weitere Informationen/Kontakt:
TU Ilmenau, Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Fritz, Telefon. 03677 69-2231

http://idw-online.de/pages/de/news225987

Energetik Nr. 10 (Sep. 2007)

Energetik - Zeitung des Moskauer Energetischen Instituts (TU)
vom 20. September 2007

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Freies Wort Ilmenau vom 19.04.2007

40 JAHRE PARTNERSCHAFT MIT DEM MOSKAUER ENERGETISCHEN INSTITUT

Deutsche Ingenieurfakultät in Moskau

Die „German Engineering Faculty MEI-TU Ilmenau“ ist der Höhepunkt einer erfolgreichen internationalen Kooperation

Zum Dies academicus dieses Jahres werden zwei Jubiläen gefeiert: die 40-jährige Zusammenarbeit von MEI und TU Ilmenau sowie das zehnjährige Bestehen des deutsch-russischen Studiengangs Ingenieurinformatik.


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IUN Nr. 4/2007

BEISPIELHAFTE PARTNERSCHAFT

Vom Studentenaustausch zur gemeinsamen Fakultät: 40 Jahre Kooperation mit dem MEI

Der Dies Academicus am 5. Juni war willkommener Anlass, das 40. Jubiläum der Vertragsunterzeichnung zwischen dem Moskauer Energetischen Institut (MEI) und der TU Ilmenau sowie gleichzeitig das 10. Jubiläum der gemeinsamen deutschsprachigen Informatikausbildung MEI/TU Ilmenau feierlich zu begehen.

Zum Jubiläumsfestakt waren eine vom Rektor des MEI geführte Delegation der Partnereinrichtung, Vertreter des Thüringer Kultusministeriums, des DAAD sowie der Siemens AG, die das Projekt fördern, nach Ilmenau gereist.

Obgleich der Anlass der Feierlichkeiten das 40-jährige Bestehen des 1967 geschlossenen Partnerschaftsvertrages war, währt die Zusammenarbeit schon über als ein halbes Jahrhundert. Der Grundstein der Kooperation wurde bereits im Jahre 1953 mit dem Besuch des damaligen Rektors des MEI, Professor Michail G. Tschilikin, bei seinem Amtskollegen und Gründungsrektor der HfE (Hochschule für Elektrotechnik), Professor Hans Stamm, in Ilmenau, gelegt. Schon ein Jahr später reisten die ersten Ilmenauer Starkstromtechniktechniker zum Studium nach Moskau. Die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung wurde seither ständig erweitert. Aufgrund der fruchtbaren Zusammenarbeit in der Forschung und beim Studierendenaustausch wurde der Partnerschaftsvertrag 1992 erneuert.

Die bis 1989 maßgeblich durch die Sektionen ET, INTET und TBK getragene Kooperation fand durch die Weitsicht von Rektor Prof. Wolfgang Gens eine sehr ertragreiche Fortsetzung. „Das Spektrum der Kooperationsgebiete hat sich mit den Jahren erweitert, und das MEI pflegt mit keiner anderen Partneruniversität so gute Kontakte,“ so der Rektor Professor Sergeij V. Serebjannikov. „Wir blicken heute auf eine Jahrzehnte währende enge Zusammenarbeit zurück, die ungeachtet der politischen Veränderungen in beiden Ländern keinen einzigen Tag Unterbrechung aufweist. Mein Dank gilt unserer Partnereinrichtung, der TU Ilmenau, allen Förderern und - vor allem - den Wissenschaftlern auf der Fachebene, deren Engagement und Ideen diese hervorragenden Ergebnisse hervorbrachten.“

Seit 1997 liegt der Fokus der Zusammenarbeit bei einem gemeinsamen deutschsprachigen Studiengang Ingenieurinformatik für Studenten des MEI. Dieser erfolgte stets mit der Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e. V. und der SIEMENS AG in Form von Stipendien. Die Ergebnisse sprechen für sich: Rund 330 Studierende des MEI haben seither an dem Programm teilgenommen, 25 Vorlesungsreihen wurden von Ilmenauer Dozenten und Professoren am MEI gehalten. Zwischen 4 und 8 Moskauer Studenten absolvierten seither jährlich Studienaufenthalte an der TU Ilmenau sowie ein fünfmonatiges Pflichtpraktikum in einer deutschen Firma.

2001 erreichte die erfolgreiche Kooperation nochmals eine neue Qualitätsstufe: Im Rahmen des DAAD-Programms „Export deutscher Studienangebote“ startete unter Leitung von Professor Wolfgang Fengler (TU Ilmenau) sowie Professor Igor N. Zhelbakov (MEI) ein neues Ausbildungsprojekt zur Erlangung eines Doppeldiploms MEI/TU Ilmenau im Studiengang Ingenieurinformatik. Aus ihm sind bisher 30 Absolventen hervorgegangen. Die äußerst positive Evaluierung des Projekts durch den DAAD in 2005 führte erneut zu einer Ausweitung der Kooperation, die seit 2004 auf Seiten der TU Ilmenau von Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Fritz betreut wird.

Seit 2007 wurden mit den Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Maschinenbau weitere Ilmenauer Studiengänge in das Doppeldiplom /-masterprogramm integriert. Es besteht nunmehr für Bachelor-Studenten des MEI im Rahmen der neuen Masterstudiengänge der TU Ilmenau die Möglichkeit, Informatik, Ingenieurinformatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Optronik und bald weitere Studiengänge mit dem Ziel des Doppelabschlusses im Teilstudium an der TU Ilmenau zu studieren.

Für September 2007 ist der bisherigere Höhepunkt aller Aktivitäten, die Eröffnung einer „German Engineering Faculty MEI-TU Ilmenau“ in Moskau geplant. Diese gemeinsame Fakultät wird gleichzeitig fester Bestandteil des Zentrums für Aus- und Weiterbildung (ZPP) des MEI sein. Der hiermit dokumentierte hohe Stellenwert der Partnerschaft am MEI spricht für sich. IUN gratuliert dazu herzlich.