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Klaus-Dieter Fritz

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INHALTE

Kurzbeschreibung

Das Doppelmasterprogramm ermöglicht Studierenden des Moskauer Energetischen Instituts mit Bachelorabschluss mit einem zusätzlichen Aufwand gleichzeitig den Abschluss des Moskauer Energetischen Instituts  und  der TU Ilmenau zu erlangen.
Über das Russische Office können sich Studierende informieren und sich um eine Zulassung bewerben.

Wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgereiche Bewerbung sind:

  • eine studienbegleitende oder anderweitige Sprachausbildung in Deutsch, Mindest-Niveau B2
  • Bachelorabschluss in einem geeigneten ingenieurwissenschaftlichen Fach, curricular nahe zu den gewünschrten Masterfächern der TU Ilmenau: Ingenieurinfiormatik, Elektrotechnik und Informationstechnik oder Maschinenbau
  • ein begonnenes Masterstudium am Moskauer Energetischen Institut

Ausführliche Information

Das Projekt German Engineering Faculty Moskauer Energetisches Institut  - TU Ilmenau ist das am längsten bestehende und bezüglich der Hochschulkooperation traditionsreichste Internationalisierungsprojekt der TU Ilmenau im Bereich Lehre mit Wurzeln bis in das Jahr 1953. Das Projekt selbst und sein Vorläufer Auf- und Ausbau einer deutschsprachigen Informatikausbildung am MEI und der TU Ilmenau werden seit ca. 20 Jahren vom DAAD, dem Land Thüringen und von Industriepartnern gefördert bzw. begleitet. Der DAAD setzte bisher Mittel aus dem Exportprogramm (Studienangebote Deutscher Hochschulen im Ausland) als auch aus dem Programm Deutschsprachige Studiengänge MOE/ GUS ein. Unter den großen Industriepartnern befindet sich die Siemens AG. Hinzu treten wichtige lokale Industriepartnerschaften wie die mit dem Institut für Mikroelektronik- und Mechatroniksysteme gGmbH, der ISLE Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH oder der SIOS Messtechnik GmbH.

Die Erfolgsbilanz spiegelt sich u. a. auch im Pressebereich des Projekts unter www.tu-ilmenau.de/mei. In der DAAD-Publikation Länderprofile Russland vom August 2009 ist zu lesen: „Als Präzedenzfall kann hier die erfolgreiche jahrzehntelange Kooperation des Moskauer Energetischen Instututs mit der TU Ilmenau genannt werden. Beginnend mit gemeinsamer erster Forschungskooperation und einem anfänglich vorsichtigen Studentenaustausch entwickelte sich die Lehrkooperation hin zum Doppelmasterprogramm“ (Dr. Thomas Prahl).

Die German Engineering Faculty ist Bestandteil des Internationalisierungskonzeptes im Hochschulentwicklungsplan der Technischen Universität Ilmenau. Sie wurde u. a. 2013 gefördert als Exzellenzprojekt der TU Ilmenau International School (TUIIS), welche als zentrale Struktureinheit der Universität die internationalen Aktivitäten der Universität vor allem im Bereich Auslandsstudium bündelt. Dadurch ist das ursprünglich durch das Fachgebiet Rechnerarchitektur und Eingebettete Systeme initiierte Projekt einer zentralen Hochschulsteuerung unterworfen.

An der TU Ilmenau gibt es aktuell kein weiteres Projekt für ein fakultätsübergreifendes Doppelmasterstudium mit vergleichbar langjähriger Erfahrung sowie Laufzeit und regelmäßigem jährlichen Output von 10 bis 12 Doppelmasterabschlüssen.

Die curriculare Besonderheit des Projekts German Engineering Faculty besteht in der Benutzung generischer Studienpläne der TU Ilmenau wie sie jeder normale Vollstudent ebenfalls absolviert. Dies macht das Projekt effektiv und befreit die Studiengänge im Projekt von Sonderstudienplänen oder anderen genehmigungspflichtigen Komponenten.

Viele weitere länderspezifische Programme wurden an der TU Ilmenau begonnen. Die mit Argentinien, Brasilien, Peru oder Malaysia fokussieren teilweise den beiderseitigen Austausch von Studierenden und haben in der Regel eigene Curricula und Abläufe.

Nach wie vor gilt die German Engineering Faculty MEI-TU Ilmenau als Vorbildprojekt in seiner Art an der TU Ilmenau.

Der auch durch den DAAD in 2005 evaluierte Erfolg des Projektes basiert auf folgenden Säulen:

  • Projektintegration in die TU Ilmenau International School (zentrale Begleitung und Steuerung)

  • Basis: generische Mastercurricula der TU Ilmenau, keine gesonderten Studiengänge

  • ‚Immatrikulationsexzellenz’ durch projektspezifische Immatrikulation von ausschließlich Beststudenten, die für die Forschung geeignet sind (langfristiges Ziel: ca. 20 Studierende pro Jahr)

  • Überwindung der Verfügbarkeitsbegrenzungen für exzellente Kandidaten einer Einzeluniversität durch Bündelung von strategischen Partnern in Moskau/ Sankt Petersburg/ Russland

  • Erzielung einer hohen Netzwerkeffektivität durch Erfahrungen des Partners MEI

  • Akquise im Masterbereich der Ingenieurwissenschaftlichen Fächer

  • ‚Abschlusspflicht’ für Studierende im Sinne einer Zielvereinbarung mit dem Studierenden (Ziel Doppelmaster)

  • selektive PhD-Studienangebote für einige der Masterabsolventen, die inhaltlich von den Industrie-Forschungspartnern der TU Ilmenau gesteuert werden

  • Finanzierung eines 12-monatigen Teilstudiums an der TU Ilmenau durch Thüringer Firmen, das Land Thüringen und den DAAD für den Teil der Immatrikulierten Studierenden, die an die TU Ilmenau kommen

Für das Projekt wurden seitens der Universität erhebliche Anstrengungen im personellen Bereich unternommen. Die Universität hält vor allem für die Durchführung von Blockvorlesungen in Moskau, die Pflege und Erweiterung der Kooperation mit dem MEI, sowie die mit den Industriepartnern Stammpersonal für das Projekt vor.

Das Projekt in Zahlen

  • 160 Diplom- bzw. Masterabschlüsse seit 1998

  • jährlicher Intake (Einschreibung ab 3. Semester):

  • in Moskau ca. 50, ∑ über 3 BA-Studienjahre 150 Studierende

  • Immatrikulation nach Ilmenau: ca. 7 .. 10 Studierende jährlich

  • Mitarbeitereinsatz als Vorlesende und Betreuer von Masterstudenten

  • Seit 1998 ca. 100 wiss. Betreuer an TU Ilmenau involviert

  • festes Team von 10 wiss. Mitarbeitern für Blockvorlesungen

  • DAAD-Förderung:  >120 T€ jährlich in verschiedenen Programmen