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  • Zwei Ilmenauer Galgenbrüder laden zum Christian-Morgenstern-Abend in die Universitätsbibliothek der TU Ilmenau

    Foto: © TU Ilmenau

    Beruflich sind Eberhard Manske, Professor für Fertigungs- und Präzisionsmesstechnik an der TU Ilmenau, und Hans-Jürgen Freitag, Kantor der Ilmenauer St.-Jakobus-Gemeinde, in denkbar unterschiedlichen Bereichen tätig. Doch die Liebe zur Musik und ein Faible für die skurrilen Gedichte Christian Morgensterns verbindet sie. Am Donnerstag, dem 19. Oktober, laden sie um 20:45 Uhr zu ihrem andernorts mehrfach erfolgreich präsentierten Christian-Morgenstern-Abend mit 56 Galgenliedern in die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Ilmenau ein. Der Eintritt ist frei.

    „Sie sind voll drolliger Viechereien und närrisch maskiertem Tiefsinn, und sie sind längst allzu bekannt, als dass es noch nötig wäre, sie zu loben“, das schrieb Hermann Hesse über Christian Morgensterns Galgenlieder. Sie müssten eigentlich Galgengedichte heißen, denn einige der Texte wie „Fisches Nachtgesang“, „Das große Lalula“ oder „Die zwei Trichter“ waren von Morgenstern für den Druck in Textform gedacht. Dass sich diese Galgenlieder-Gedichte auch singen und wunderbar witzig auf die Bühne bringen lassen, stellen Eberhard Manske und Hans-Jürgen Freitag in ihrem Programm unter Beweis. Die beiden Interpreten überraschen mit der Vielfalt ihrer Umsetzungen aller 56 Galgenlieder von Christian Morgenstern: an 13 Musikinstrumenten produziert, gesungen, gespielt, multimedial dargeboten – und vor allem mit großem Spaß an Sprachwitz und musikalischem Spiel interpretiert.

    „Die Galgenlieder – ein Christian-Morgenstern-Abend“:
    Donnerstag, 19. Oktober 2017
    Universitätsbibliothek Ilmenau, Langewiesener Str. 37
    Beginn: 20:45 Uhr, Einlass: ab 20:15 Uhr

    Eintritt frei

    Kontakt:
    Dr. Peter Blume
    Universitätsbibliothek Ilmenau
    Tel.: 03677 69-4776
    E-Mail: peter.blume@tu-ilmenau.de

    06.10.2017


     

  • Feierliche Immatrikulation an der TU Ilmenau

    Foto: © TU Ilmenau/Christoph Gorke

    Am Samstag, dem 7. Oktober 2017, nimmt die Technische Universität Ilmenau ihre neuen Studierenden in traditioneller Weise in die akademische Gemeinschaft auf. Die feierliche Immatrikulation findet ab 10 Uhr in der Ilmenauer Festhalle statt. Nach der Begrüßungsrede durch den Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, hält die Journalistin, Publizistin und langjährige Moskau-Korrespondentin der ARD, Prof. Gabriele Krone-Schmalz, die Festansprache zum Thema „Russland und der Westen – Partner oder Gegner?“. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

    Eingebettet in die diesjährige Immatrikulationsfeier ist die Investitur der neu bestellten Prorektoren der Universität. Zum 16. Juni hatten der Prorektor für Bildung, Professor Jürgen Petzoldt, und der Prorektor für Wissenschaft, Professor Kai-Uwe Sattler, ihre Ämter angetreten. Sie waren zuvor vom Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, als Prorektoren vorgeschlagen und vom akademischen Senat der Universität bestätigt worden. 

    Im Rahmen der Immatrikulationsfeier werden traditionell auch wieder Preise vergeben, darunter der Lehrpreis der TU Ilmenau für herausragende Leistungen von Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern in der akademischen Lehre. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird von der Universität auf Kandidatenvorschläge der fünf Fakultäten vergeben. Weiterhin vergibt die „Universitätsgesellschaft der TU Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni“ den mit 5.000 Euro dotierten Dissertationspreis für herausragende Doktorarbeiten an zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen der TU Ilmenau. In der Immatrikulationsfeier wird auch der mit 2.500 Euro dotierte Preises der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen verliehen. Mit dem Preis würdigt die IHK herausragende praxisorientierte Abschlussarbeiten von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern.

    Zum Abschluss der Immatrikulationsfeier werden die Erstsemester vom Vertreter des Studierendenrates Mark-Dominik Schust begrüßt. Der Festakt wird von Marco Frezzella, Pressesprecher der TU Ilmenau, moderiert, das Musikprogramm gestalten das Akademische Orchester der TU Ilmenau unter Leitung von Valentin Egel und der Kammerchor der Universität unter Leitung von Arne Puschnerus.

    PROGRAMM
    Feierliche Immatrikulation der TU Ilmenau
    Samstag, 07. Oktober 2017, 10:00 Uhr, Festhalle Ilmenau, Naumannstraße 22

    Einzug des Akademischen Senats | „Gaudeamus igitur“
    Akademisches Orchester und Kammerchor der TU Ilmenau

    Benjamin Britten: Simple Symphony, 1. Satz: Boisterous Bourrée – Allegro molto
    Akademisches Orchester der TU Ilmenau

    Begrüßung der neuen Studierenden durch den Rektor
    Prof. Dr. Peter Scharff, Rektor der TU Ilmenau

    Festvortrag „Russland und der Westen – Partner oder Gegner?“
    Prof. Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin und Autorin

    Wach auf, meins Herzens Schöne
    Satz: Ralph Hoffmann
    La tricotea
    Anonymus, Spanien um 1500
    Kosci szekér, kosci szán
    Kammerchor der TU Ilmenau

    Investitur der Prorektoren für Bildung und Wissenschaft

    Verleihung des Lehrpreises der TU Ilmenau
    Prof. Jürgen Petzoldt, Prorektor für Bildung

    Verleihung des Dissertationspreises der Universitätsgesellschaft
    Prof. Dr. Peter Scharff in Vertretung von Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Vorsitzende der Universitätsgesellschaft

    Verleihung des Preises der IHK Südthüringen
    Tilo Werner, IHK Südthüringen

    Grußworte des Studierendenrates der Universität
    Mark-Dominik Schust, Mitglied des Studierendenrates

    Benjamin Britten: Simple Symphony, 3. Satz: Sentimental Saraband – Poco lento e pesante
    Akademisches Orchester der TU Ilmenau

    Auszug des Akademischen Senats | „Gaudeamus igitur“
    Akademisches Orchester der TU Ilmenau

    Moderation:  Marco Frezzella
    Leitung Akademisches Orchester: Valentin Egel
    Leitung Kammerchor der TU Ilmenau: Arne Puschnerus

    Lehrpreisträger der TU Ilmenau 2017:

    • Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik:
      Professor Lothar Spieß (Fachgebiet Werkstoffe der Elektrotechnik)

      M. Sc. Kristina Naskovska (Fachgebiet Nachrichtentechnik)

    • Fakultät für Informatik und Automatisierung:
      Professor Horst-Michael Groß (Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik)

      Dr.-Ing. Klaus Debes (Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik)

    • Fakultät für Maschinenbau:
      Privatdozent Dr. Valter Böhm (Fachgebiet Technische Mechanik)
      Dr. Oliver Radler (Fachgebiet Mechatronik)
      Dr. Veronika Geinitz (Fachgebiet Maschinenelemente)

    • Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften:
      Dr. Jens Schreyer (Fachgebiet Kombinatorik/Graphentheorie )
      Dr. Anja Pruchnewski (Fachgebiet Diskrete Mathematik und Algebra)

    • Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien:
      Professor Rainer Souren (Fachgebiet Nachhaltige Produktionswirtschaft und Logistik)
      Dr. Markus Bensmann (Fachgebiet Steuerlehre/Prüfungswesen)
    Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft
    Den mit 5.000 Euro dotierten Dissertationspreis der „Universitätsgesellschaft der TU Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni“ für herausragende Promotionsarbeiten teilen sich in diesem Jahr zwei junge Wissenschaftlerinnen. Beide Dissertationsschriften wurden aufgrund ihrer hohen wissenschaftlichen Qualität und ihres Neuheitsgrades von den jeweiligen nationalen und internationalen Gutachtern mit dem bestmöglichen Prädikat „summa cum laude“ („mit Auszeichnung“) bewertet: Dr. rer. nat. Leslie Leben (32) wird für ihre Dissertationsschrift „Non-negative Operators in Krein Spaces and  Rank One  Perturbations“ geehrt. Die von Professor Carsten Trunk betreute Arbeit entstand am Fachgebiet Angewandte Funktionalanalysis der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften.
    Dr.-Ing. Yao Cheng (31) wird für ihre Doktorarbeit „Advanced  Multi­ Dimensional Signal Processing  for  Wireless  Systems" geehrt. Die Arbeit wurde am Fachgebiet Nachrichtentechnik der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik angefertigt und von Professor Martin Haardt betreut.

    Dr. Leslie Leben ist es in ihrer Dissertationsschrift gelungen, eine bislang nicht erreichte Genauigkeit bei der qualitativen Untersuchung von Differentialgleichungen in Räumen mit ungewöhnlicher Geometrie zu erzielen. Diese mathematischen Modelle sind die Grundlage für die Modellierung von sogenannten Metamaterialien, wie sie im Zuge des Voranschreitens der Nanotechnologien entwickelt wurden. Metamaterialien sind Stoffe, die auf atomarem Niveau so designt wurden, dass sie neuartige Eigenschaften, wie sie in der Natur nicht vorkommen, aufweisen. So gelang es, Metamaterialien mit einem negativen Brechungsindex zu entwickeln, was nichts anderes heißt als Unsichtbarkeit. Was nach Harry Potters Umhang klingt, wird mit Hilfe von quantenmechanischen Effekten möglich, indem das spektral sichtbare Licht negativ gebrochen wird. Dabei wird das Licht um das Material herum gelenkt und dieses dadurch unsichtbar gemacht.

    Bis derartige neuartige Materialien für innovative Anwendungen genutzt werden können, ist es noch ein weiter Weg. Ihre abstrakte Beschreibung würde einen wichtigen Beitrag leisten, um Metamaterialien mit negativem Brechungsindex von der Nanowelt in die Makrowelt überführen zu können. Da sich die physikalischen Grundlagen der Quantentheorie vom Licht auch etwa auf den Schall übertragen lassen, könnten beispielsweise neuartige Ultraschallverfahren entwickelt werden, bei denen Bereiche wie Knochen, die das Bild stören, unsichtbar gemacht würden. Leslie Leben ist es mittels hochanspruchsvoller analytischer Methoden gelungen, herauszufinden, wie sich ganz bestimmte Werte, das sogenannte Spektrum bei bestimmten Differentialgleichungssystemen, verhalten. Die Arbeit von Leslie Leben erweitert damit fundamentale mathematische Theorien für die Beschreibung noch weitgehend unerforschter Systeme. Zugleich dient sie dem besseren Verständnis der zugrunde liegenden theoretischen Physik. Aus der Dissertationsschrift sind bereits mehrere Publikationen in renommierten internationalen Fachzeitschriften hervorgegangen.

    Dr. Yao Cheng präsentiert in ihrer Dissertationsschrift neuartige Signalverarbeitungskonzepte für unterschiedliche drahtlose Systeme. Effiziente Signalverarbeitungsalgorithmen sind unabdingbar für künftige Anwendungen, da die Zahl der Endgeräte, Kommunikationsschnittstellen und die Rechenkapazität stetig steigt. Eine zunehmende Menge an digitalen Daten muss erfasst und verarbeitet werden und die Anforderungen an digitale Signalverarbeitungsverfahren werden immer höher.

    In ihrer Doktorarbeit stellt Dr. Yao Cheng Strategien vor, mit denen die Effizienz der Datenübertragung und die Verbindungszuverlässigkeit in modernsten Datenübertragungssystemen weiter gesteigert werden können. Insbesondere beschäftigte sich Yao Cheng mit den sogenannten Mehrträgerverfahren für Multiple-Input Multiple-Output (MIMO) als wesentliche Elemente des drahtlosen IEEE 802.11ac-Standards für WLAN-Systeme und zugleich Schlüsseltechnologie für die 5. Mobilfunkgeneration. Yao Cheng gelang es mit umfassenden numerischen Untersuchungen, neuartige Algorithmen zur Leistungssteigerung des Verfahrens zu entwickeln und durch umfangreiche Simulationstests erfolgreich zu evaluieren.

    Darüber hinaus entwickelte sie ein neuartiges Verfahren, mit dem die Datenübertragung in mehrdimensionalen Kommunikationssystemen weniger störanfälliger wird. Aufgrund der hohen Qualität ihrer Doktorarbeit fördert die Carl-Zeiss-Stiftung die Forschungsarbeiten von Dr. Yao Cheng an der TU Ilmenau für weitere drei Jahre.

    Preis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen
    Mit dem mit 2.500 Euro dotierten Preis würdigt die IHK Südthüringen herausragende praxisorientierte Abschlussarbeiten von Studierenden. Der Preis wird durch Tilo Werner, Leiter der Niederlassung Arnstadt der IHK Südthüringen, überreicht. Den IHK-Preis 2017 erhält die 23-jährige Masterstudentin des Studienganges Werkstoffwissenschaften Janine Wessel. Sie wird für ihre mit 1,0 bewertete Bachelorarbeit zum Thema „Untersuchungen dotierter Sol-Gel-Kieselgläser und ihrer Schmelzen“ ausgezeichnet, die sie am Fachgebiet Anorganisch Nichtmetallische Werkstoffe unter der Betreuung von Professorin Edda Rädlein angefertigt hat.

    In ihrer Arbeit, die in Zusammenarbeit mit der QSIL GmbH Quarzschmelze Ilmenau, einem weltweit führenden Anbieter von Produkten aus hochreinem Quarzglas, entstand, beschäftigte sich Janine Wessel mit der gezielten Einflussnahme auf optische oder thermische Eigenschaften von Gläsern, die im Sol-Gel-Prozess, einem kalten Gießverfahren, hergestellt wurden. Dazu brachte sie verschiedene bewusste Verunreinigungen in geringen Konzentrationen, sogenannte Dotanden, in die zu untersuchenden Gläser ein. Verschiedene literarische Quellen sowie Ideen und Ansätze, die während der Arbeit entstanden sind, wurden zur Optimierung des Prozesses herangezogen.

    In ihrer Arbeit hat die Preisträgerin speziell die optische Durchlässigkeit und die Wärmeausdehnung der untersuchten Gläser analysiert. Dabei zeigte sich, dass es mit Hilfe von Eisen, Vanadium, Cer und Kupfer gelingt, bestimmte Strahlungen zu absorbieren. Derartige Gläser könnten überall dort zur Anwendung kommen, wo beispielsweise UV-Strahlung herausgefiltert werden soll, die mechanischen, chemischen oder thermischen Eigenschaften von normalem Fenster- oder Behälterglas aber nicht ausreichen. Weiterhin wurde mit Titan die Wärmeausdehnung verringert. Damit kann die Passgenauigkeit präziser Bauteile auch bei schwankenden Temperaturen gewährleistet werden.

    Durch die in der Arbeit erzielten Ergebnisse wurden die Grundlagen geschaffen, das Angebotsspektrum der Firma QSIL künftig auf Kieselgläser mit diesen besonderen Eigenschaften auszuweiten und die weltweite Wettbewerbsfähigkeit des Thüringer Unternehmens weiter zu stärken.

    Kontakt:
    Sabine Jackisch
    TU Ilmenau, Leiterin Referat Marketing
    Tel.: 03677 69-1761
    E-Mail: sabine.jackisch@tu-ilmenau.de

    29.09.2017


     

  • Tag der Deutschen Einheit: Treffen von TU Ilmenau-Absolventen in der Politik

    Foto: © TU Ilmenau

    Zum Tag der Deutschen Einheit treffen sich Absolventen der Technischen Universität Ilmenau, die nach der friedlichen Revolution 1989 in die Politik gegangen sind und in politischer Verantwortung an der Umgestaltung Deutschlands entscheidend mitgewirkt haben. Unter den Absolventen in der Politik sind so prominente Namen wie Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs und SPD-Vorsitzender, und Claudia Nolte, ehemalige Bundesfamilienministerin. Die TU Ilmenau ruft Alumni, die nach dem Fall der Mauer in die Politik gegangen sind, auf, am 2. und 3. Oktober an ihrer Alma Mater zusammenzukommen und Gedanken über das eigene ungewöhnliche Engagement auszutauschen.

    Sie haben alle vor vielen Jahren an der TU Ilmenau studiert. Dann kam das Jahr der friedlichen Revolution 1989, das in Deutschland tiefgreifende Umwälzungen mit sich brachte, und die Männer und Frauen, die zuvor eine technische Laufbahn eingeschlagen hatten, gingen in die Politik, um das Land umzugestalten. Großgeworden im sozialistischen DDR-Regime und beruflich gebildet an der TU Ilmenau, wirkten sie zum Teil in gehobenen politischen Positionen an den bedeutenden politischen, technischen und gesellschaftlichen Veränderungen des geeinten Landes mit. Ist es in der Regel alles andere als üblich, dass Ingenieure und Naturwissenschaftler ein derartiges gesellschaftliches Engagement in der Politik zeigen, haben nach 1989 gerade zahlreiche Diplomingenieure der TU Ilmenau diesen Weg eingeschlagen: Neben Matthias Platzeck und Claudia Nolte unter anderem die beiden ersten Fraktionsvorsitzenden ihrer Partei im Thüringer Landtag nach der Wende, Jörg Schwäblein, CDU, und Gerd Schuchardt, SPD, der auch ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident war, Christoph Schnittler, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der FDP, Manfred Ruge, ehemaliger Oberbürgermeister der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt, Dr. Uta Rensch, ehemalige Oberbürgermeisterin von Freiberg/Sachsen, und die ehemaligen Landräte Benno Kaufhold, Christian Gumprecht und Michael Ermrich.

    Professorin Dagmar Schipanski ist zwar keine Absolventin der TU Ilmenau, aber sie wurde, nachdem sie 1967 als Assistentin an deren Vorgängereinrichtung, die Technische Hochschule Ilmenau, gekommen war, 1995 die Rektorin der einzigen technischen Universität Thüringens. Sie war es, die die Absolventen, die nach der Wende in die Politik wechselten oder in Gemeindevertretungen und Kreistagen ehrenamtlich politische Verantwortung übernahmen, in Ilmenau zusammengebracht hat. Auch Dagmar Schipanski, die ihrer ehemaligen Universität heute noch als Vorsitzende der „Universitätsgesellschaft Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni“ verbunden ist, war selbst in verschiedenen Funktionen in der Politik tätig: 1999 war sie, obwohl sie damals keiner Partei angehörte, Kandidatin von CDU und CSU für das Amt der Bundespräsidentin. Im selben Jahr wurde sie Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Thüringen, wo sie später auch als Landtagspräsidentin wirkte. Seit vielen Jahren ist Dagmar Schipanski Mitglied im Bundesvorstand der CDU.

    Als Vorsitzende der Universitätsgesellschaft möchte sie zusammen mit dem Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, das erfolgreiche Engagement von Absolventen und Mitarbeitern der TU Ilmenau in Ihren Funktionen als Minister, Angestellte der Verwaltung, Mitglieder in Parlamenten und Gemeindevertretungen würdigen. Die TU Ilmenau ruft alle Absolventen und Mitarbeiter, die nach 1989 in die Politik gewechselt sind, zur Teilnahme am Treffen vom 2. bis 3. Oktober an der Technischen Universität auf. Die Teilnehmer möchten über das eigene politische Engagement, ihre Beweggründe für den ungewöhnlichen Schritt in die Politik und die politische Entwicklung im vereinten Deutschland diskutieren.

    Anmeldungen bei Monika Schoß: Telefon: +49 3677 69-2558 oder per E-Mail: alumni@tu-ilmenau.de

    Kontakt:
    Prof. Dagmar Schipanski
    Vorsitzende der „Universitätsgesellschaft Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni“
    Tel.: +49 3677 671881 bzw. +49 3677 468965
    E-Mail: kontakt@dagmar-schipanski.de

    26.09.2017


     

  • „Heimat – Ein Phantomschmerz“ – Autorenlesung mit Christian Schüle in der Universitätsbibliothek der TU Ilmenau

    Foto: © DroemerKnaur
    Heimat ist ein schillernder Begriff, unter dem jeder etwas anderes versteht und der dennoch oft zur Gemeinschafts- und Identitätsstiftung in Anspruch genommen wird. Der Publizist und Autor Christian Schüle widmet sich mit seinem Buch „Heimat – Ein Phantomschmerz“ der Frage, wie sich das, wofür das Wort Heimat steht, unter den Bedingungen rasanter gesellschaftlicher Umbrüche in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Am Donnerstag, dem 21. September 2017, um 19 Uhr stellt er sein Buch in der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Ilmenau vor. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt.  Foto: © DroemerKnaurDerzeit verändert sich Heimat so rasant, wie wir es noch nie zuvor erlebt haben. Politische, wirtschaftliche und soziale Grenzen lösen sich auf. Die Welt wird immer unüberschaubarer und die Zahl derjenigen, die einen Verlust an Sicherheit und Geborgenheit beklagen, wächst. Wie können wir diese Herausforderung bestehen?, fragt Christian Schüle in seiner Zeitdiagnose. Er begibt sich in den deutschen Alltag, erkundet die Erwartungen und Befürchtungen der Deutschen und hinterfragt kritisch ihre Traditionen. Sein Resümee: Der Verlust von Heimat ist ein Phantomschmerz – denn die Betroffenen, die Hiesigen wie die Fremden, verklären das Vergangene und sind kaum bereit, die gegenwärtigen Möglichkeiten zu sehen. Aber die gibt es, wie Christian Schüle eindrucksvoll zeigt.  Christian Schüle, geboren 1970, ist freier Autor und Publizist. Seine Essays, Feuilletons und Reportagen, erschienen unter anderem in „Die Zeit“, „Geomare“, „National Geographic“ und „Le Monde“, wurden mehrfach ausgezeichnet. Seit dem Sommersemester 2015 lehrt Christian Schüle Kulturwissenschaft an der Universität der Künste in Berlin. Er veröffentlichte bislang acht Bücher, zuletzt „Wie wir sterben lernen“ und „Was ist Gerechtigkeit heute?“. Lesung mit Christian Schüle:
    Donnerstag, 21. September 2017, 19.00 Uhr
    Universitätsbibliothek Ilmenau, Langewiesener Str. 37, Ilmenau
    Eintritt frei.

    Kontakt:
    Dr. Peter Blume
    Universitätsbibliothek Ilmenau
    Tel.: 03677 69-4776
    E-Mail: peter.blume@tu-ilmenau.de

    14.09.2017


     

  • Absolventin der TU Ilmenau belegte beim ARD/ZDF-Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ den dritten Platz

    Foto: © ARD/ZDF-Förderpreis, Claudius Pflug
    Die Absolventin der Technischen Universität Ilmenau Anna-Maria Daschner hat beim ARD/ZDF-Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ 2017 den dritten Platz belegt. Dies wurde auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin bekannt gegeben. Der Preis für Anna-Maria Daschners an der TU Ilmenau abgelegte Masterarbeit, in der sie Technologien für Fernsehstudios der Zukunft untersuchte, ist mit 2.000 Euro dotiert.  Der Umbruch in Fernsehstudios ist im digitalen Zeitalter radikal. Wo es früher einer Vielzahl an hochspezialisierten und äußerst kostspieligen Geräten bedurfte, zum Beispiel Steuergeräte für die elektronischen Kameras oder technische Messgeräte, werden heute wenige flexible und wesentlich kostengünstigere elektronische Bestandteile benötigt, die in Zukunft gar von hoch entwickelten Servern mit mehreren virtuellen Maschinen abgelöst werden sollen. Die hohen Datenraten, die in Fernsehstudios für hochauflösende Bilder gesendet werden müssen, lassen sich mit den herkömmlichen Broadcast-Technologien nicht mehr verarbeiten. In ihrer Masterarbeit „Hochbandbreitige IP-Signale in virtualisierten Umgebungen“ suchte die Ilmenauer Absolventin der Medientechnologie Anna-Maria Daschner nach Lösungen, wie Fernsehsender die Umstellung auf neue Technologien der Informationstechnik gestalten können, indem Bildsignale mit zum Teil extrem hohen Datenraten verarbeitet und gesteuert werden. Ihre Abschlussarbeit, die sie an der TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit der GMIT GmbH, einem Tochterunternehmen des Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz, geschrieben hatte, wurde mit „sehr gut“ bewertet.  Über ihren Erfolg beim ARD/ZDF-Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ zeigte sich die 27-jährige Anna-Maria Daschner überglücklich: „Ich freue mich sehr über den Förderpreis und dass dadurch dem Thema meiner Abschlussarbeit mehr Aufmerksamkeit zukommt: dass der Umstieg im Bereich der TV-Studioproduktion von herkömmlichen Technologien auf klassische IT gar nicht so einfach ist.“ Abgelegt hatte Anna-Maria Daschner ihre Masterarbeit am Fachgebiet Audiovisuelle Technik bei Hans-Peter Schade, Professor für Audiovisuelle Technik im Ruhestand, und Thaden Cohrs vom Institut für Medientechnik der TU Ilmenau, wo sie heute als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt ist. Schon in der Schule begeisterte sie sich für naturwissenschaftliche und technische Themen und begann gleich nach dem Abitur ein Bachelorstudium in Medientechnik an der Fachhochschule Düsseldorf. Für ihr Masterstudium der Medientechnologie wechselte sie an die Technische Universität Ilmenau, wo sie Anfang 2017 ein Promotionsstudium und ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich digitale Mobilität begann.  Mit dem Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ möchten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF talentierte Frauen motivieren, sich in ihrem Studium oder in der Forschung mit audiovisueller Medienproduktion zu befassen. Unter dem Motto „Meine Idee schreibt Zukunft“ richtete sich der Förderpreis 2017 an Absolventinnen deutschsprachiger Hochschulen, deren Abschlussarbeiten sich mit aktuellen technischen Fragestellungen aus diesem Bereich befassen.

    Kontakt:
    Anna-Maria Daschner
    Institut für Medientechnik
    Telefon: 03677 69-2897
    E-Mail: anna-maria.daschner@tu-ilmenau.de

    01.09.2017