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Prof. Kai-Uwe Sattler

Vorläufiger Leiter der TU Ilmenau

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INHALTE

  • Vertrauen fördern und Strukturen schaffen: Neue SBV nimmt ihre Arbeit auf

    Die neu gewählte Schwerbehindertenvertretung der TU Ilmenau hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Amtszeit des Gremiums mit Christine Spira als neuer Schwerbehindertenvertrauensfrau sowie Frank Oßmann, Katharina Trippler, Mike Günther, Ilona Griebel und Falk Amling als Vertreterinnen und Vertreter hat am 27. Oktober 2020 begonnen. Zwar wird es in diesem Jahr keine Präsenz-Versammlung geben. Stattdessen wird der Austausch jedoch per WebEx organisiert, und die Vertretung bietet Einzelberatungen am Arbeitsplatz oder im SBV-Büro an.

    Einer der Arbeitsschwerpunkte des neuen Gremiums wird der Umgang mit den Folgen der Zunahme an psychischen Belastungen in und nach der Corona-Krise sein – ein Thema, mit dem sich unter dem Motto "Building Back Better: Hin zu einer behindertengerechten, zugänglichen und nachhaltigen Welt nach COVID-19" auch der heutige „Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen“ beschäftigt. Der Gedenk- und Aktionstag, der jedes Jahr am 3. Dezember begangen wird, wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen und soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern.

     

    Mit mehr als 12 Prozent hatte Deutschland schon vor der Corona-Krise Höchstwerte bei den psychischen Erkrankungen im Europavergleich“, so Christine Spira. „Da liegt es auf der Hand, dass Menschen mit psychischen Vorerkrankungen weit mehr mit den psychischen Belastungen in der Corona-Pandemie zu kämpfen haben.“ Andererseits haben gerade sie die Erfahrungen gemacht, dass es in der Krise auch Chancen und Hilfsangebote gibt. „Verantwortung für sich und andere zu übernehmen führt zu mehr Lebenszufriedenheit, Optimismus und Resilienz. Damit ist die psychische Gesundheit in der Corona-Krise zum Thema aller geworden“, meint Christine Spira.

    Eine Rolle spielt dabei aus Sicht der Schwerbehindertenvertretung auch das Thema Mobiles Arbeiten. "Eine der wichtigsten Voraussetzungen beim Arbeiten auf Distanz ist die Vertrauenskultur. Vertrauen seitens des Arbeitgebers sorgt für Motivation", so ein Fazit einer aktuellen Studie der TU Chemnitz mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse. „Die Förderung einer Vertrauenskultur, die es insbesondere Schwerbehinderten oder von Behinderung bedrohten Beschäftigten erleichtert, Beratung und individuell zugeschnittene Unterstützung anzunehmen, ist unser Ziel“, so Christine Spira. „Dazu zielen wir auf eine ‚Dienstvereinbarung zur Inklusion schwerbehinderter und von Behinderung bedrohter Menschen an der Technischen Universität Ilmenau‘ ab“. Klar definierte Strukturen und Regelungen für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen und Menschen, die von Behinderung bedroht sind, seien sowohl in als auch nach der Krise von besonderer Bedeutung.

    „Außerdem arbeiten wir an der praktikablen Umsetzung der generellen Informationspflicht und Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung bei Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitszeitregelungen, Beförderungen, Beurteilungen, Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gesprächen, Weiterbildungen und Präventionsmaßnahmen an unserer Universität“, erklärt Christine Spira.  

    Darüber hinaus hat sich die neue Schwerbehindertenvertretung folgende Themen auf die Agenda gesetzt, um die Krise gemeinsam zu bewältigen und die Zeit nach Corona vorzubereiten:

    • Weiterbildung von Führungskräften im Schwerbehindertenrecht
    • Regelmäßige Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen-Gespräche und Qualifizierungspläne mit schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten
    • Behindertengerechte Ausgestaltung von Arbeitsplätzen, insbesondere im Homeoffice
    • Aufzeigen beruflicher Perspektiven für gesundheitlich beeinträchtigten Studierende an der Universität

    Kontakt:

    Christine Spira, Schwerbehindertenvertrauensfrau
    +49 3677 69-1983
    sbv-org@tu-ilmenau.de

     

    03.12.2020


     

  • Hochschulranking: Spitzenergebnisse für Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der TU Ilmenau

    © TU Ilmenau/Michael Reichel

    Studentinnen und Studenten des Master-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Technischen Universität Ilmenau sind mit ihrem Studium sehr zufrieden. Das ergab das aktuelle CHE-Hochschulranking, die umfassendste unabhängige Rangliste ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Für das Ranking, das heute (01.12.2020) im ZEIT Campus 01/2021 veröffentlicht wurde, bewerten Studierende die eigenen Studienbedingungen selbst. Mit ihrer Benotung für die allgemeine Studiensituation im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen katapultierten sie die TU Ilmenau in die Spitzengruppe aller 41 gelisteten deutschen Universitäten.

    Foto: AnLiFotografieFür das aktuelle Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) sollten die Wirtschaftsingenieurwesen-Studenten der TU Ilmenau auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) die Frage beantworten: „Wie zufrieden sind Sie mit der allgemeinen Studiensituation an Ihrem Fachbereich?“ Mit einem Durchschnitt von 1,5 ist das Ergebnis eines der besten aller deutschen Universitäten. Die Vizepräsidentin für Bildung der TU Ilmenau und gleichzeitig Dekanin der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Medien, Prof. Anja Geigenmüller, freut sich über die hervorragende Bewertung der Studentinnen und Studenten: „Die Aussagekraft dieser sehr guten Ergebnisse ist umso höher einzuschätzen, da mehr als die Hälfte der Studierenden dieses Studiengangs für ihr Masterstudium an die TU Ilmenau gewechselt ist. Anders als viele andere Studierende sind sie somit in der Lage, einen Vergleich mit der Studiensituation an anderen Hochschulen zu ziehen. Insofern ist die Note 1,5 eine besondere Auszeichnung für die TU Ilmenau.“

    Dass die Studierenden ihr Master-Studium hervorragend organisiert empfinden, belegt die Note 1,6 beim Kriterium „Studienorganisation“. Dabei bewerten sie unter anderem die Abstimmung des Lehrangebots und die Zugangsmöglichkeiten zu Lehrveranstaltungen. Ebenfalls in der Spitzengruppe der Universitäten ist die TU Ilmenau mit einer Note von 1,8 beim Kriterium „Wissenschaftsbezug“. Dazu gehören die Bezugnahme des Studiums auf zentrale und innovative Forschungsergebnisse, Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens sowie die Schulung von wissenschaftlichem Denken und die Anregung zur eigenen kritischen Reflexion.

    Dieselbe Note 1,8 vergaben die Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen bei der „Unterstützung im Studium“. Dabei bewerteten sie Informationen zu organisatorischen Fragen ihres Studiengangs, das Mentorensystem der TU Ilmenau sowie die Zugänglichkeit und Vollständigkeit von Materialien für Lehrveranstaltungen und Prüfungen.

    Dass sich die Studentinnen und Studenten in ihrem Studium wohlfühlten, beweist auch, dass sie ihren Master-Abschluss in angemessener Zeit, das heißt in der Regelstudienzeit plus höchstens zwei Semester, erreicht haben.

    Das CHE-Hochschulranking

    Das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Die Hochschulen werden je Fach und Kriterium in eine Spitzen-, eine Mittel- und eine Schlussgruppe eingeteilt. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Jedes Jahr werden unterschiedliche Fächer untersucht, in diesem Jahr Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften, BWL und VWL.

    Der ZEIT Campus

    Der ZEIT Campus 01/2021 mit dem aktuellen CHE-Hochschulranking wird herausgegeben vom ZEIT-Verlag. Das Magazin beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Einstieg ins Studium, hilft bei der Entscheidung für das richtige Fach und den passenden Studienort und gibt Tipps zu Studienbewerbung und -finanzierung.

    Kontakt:
    Prof. Anja Geigenmüller
    Vizepräsidentin für Bildung
    Tel.:
    +49 3677 69-5010
    vpb@tu-ilmenau.de

     

    01.12.2020


     

  • Hoch hinaus: Ilmenauer Hochschulsportler besteigen „Mount KICKerest“

    © TU Ilmenau

    Eine Berglauf-Challenge trieb 32 Sportlerinnen und Sportler der TU Ilmenau am 20. Und 21. November zu Höchstleistungen an. Veranstaltet wurde der Wettbewerb vom Universitätsstportzentrum (USZ). Insgesamt wurden 40820 Höhenmeter gesammelt.

    „Wir everesten gemeinsam den Kickelhahn!“: Die Idee zur Challenge „MountKICKerest“ hatte Jonas Knüpper, Kursleiter des Unisportkurses „Trailrunning“. 8848 Höhenmeter – die Höhe des Mount Everest – sollten am Hausberg von Ilmenau, dem 861 Meter hohen Kickelhahn, erklommen werden. Vom Campus bis zum Gipfel sind rund 380 Höhenmeter zu überwinden. In Rücksprache mit der Leitung des Universitätssportzentrums waren die Eckdaten des Wettbewerbs schnell präzisiert. An zwei Tagen konnten Berg- und Laufbegeisterte ihre zurückgelegten Strecken via GPS-Tracking dokumentieren und für den Wettbewerb einreichen. Die meisten in die Wertung eingebrachten Höhenmeter versprachen als besondere Anerkennung Überraschungspreise des USZ.

    Die zahllosen Lauf- und Wanderstrecken rund um den Kickelhahn – dessen studienbegleitende Besteigung für alle Ilmenauer Studierenden als Pflicht in der Studieneinführungswoche ausgelobt wird – ließen einen corona-gerechten Wettbewerb zu. Da der Hochschulsportbetrieb jenseits der digitalen Angebote seit Anfang November ruht, stieß die kurzfristig angesetzte Challenge auf große Resonanz. Auch Sportler, die normalerweise nicht die Laufschuhe, sondern eher die Hallenschuhe für Mannschafts-, Kampf- und Gesundheitssport schnüren, ließen es sich nicht nehmen, auf Konditionstraining durch das Sammeln von Höhenmetern umzusatteln.

    Nach dem ersten halben Tag zeichnete sich bereits ab, dass das Ziel von 8848 Höhenmetern problemlos erreicht werden würde. Die ersten Tracks und Bilddokumente über die Social Media-Kanäle mit nächtlichen Gipfelbesteigungen sprachen Bände. Am Freitag hörte man mutige Stimmen mittags an der Mensa: „Die 8848HM gehe ich allein an!“ Ganz geschafft hat es letztlich kein einzelner Sportler, die knapp 9 Kilometer vertikal an zwei Tagen zurückzulegen. Mit 5955HM und 1560HM haben Nicolas Wolz und Theresa Dornes die größten Beiträge zur MountKICKerest Challenge geleistet. Auch Mageeban Kuperan mit 4626HM und Martin Wolf mit 3932HM sowie Joanna Kus mit 1430HM und Anna Eingartner mit 795HM konnten beachtliche Summen verbuchen. Dass die Ilmenauer Club- und Vereinskultur auch zu Corona-Zeiten ein fester Bestandteil des universitären Lebens ist, zeigt das Ergebnis vom Bergfest e.V.: Die Mitglieder des Vereins sammelten – virtuell gemeinsam – 12532HM.

    Der Initiator und die Organisatoren der Challenge sind begeistert: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir tatsächlich so viele Höhenmeter zusammen bekommen!“, freute sich Jonas Knüpper nach der Auswertung. Ulrike Reinhardt, Leiterin des Universitätssportzentrums, pflichtet bei: „Wir sind begeistert, mit dieser recht spontanen Aktion so ein tolles Highlight gesetzt zu haben!“

    27.11.2020


     

  • Erste peruanische Studentin schließt ihr Bachelorstudium Maschinenbau an der TU Ilmenau erfolgreich ab

    © TU Ilmenau

    Maria Paula Castillo Zevillanos hat als erste junge Frau aus Peru ein komplettes Bachelorstudium im Fach Maschinenbau an der TU Ilmenau absolviert und im November abgeschlossen. Ihr Studium möchte sie im gleichnamigen Masterstudiengang mit den Schwerpunkten Konstruktion, Feinwerktechnik und Biomechatronik fortsetzen.

    Die 23-jährige legte 2015 ihr Abitur als Nichtmuttersprachlerin an der Deutschen Schule „Alexander von Humboldt“ in Lima/Peru ab, wo sie schon frühzeitig Interesse an Mathematik und Physik zeigte. Die Entscheidung für ein Maschinenbaustudium in Ilmenau fiel nach einer Informationsveranstaltung der TU Ilmenau an ihrer Schule.

    Im Oktober 2016 begann sie das Bachelorstudium Maschinenbau in Ilmenau. Ihr besonderes Interesse lag dabei im Bereich Konstruktion mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. „Die innerhalb des Fachpraktikums gesammelten Einblicke in die vielfältige Tätigkeit des Konstrukteurs und der rasante Verbrauch natürlicher Ressourcen haben mich in dem Wunsch bestärkt, dieses Berufsfeld anzustreben“, so die junge Frau.

    Bei ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Modellierung von Festkörpergelenken unter Berücksichtigung der Oberflächentopografie“ im Fachgebiet Feinwerktechnik unter Leitung von Prof. René Theska wurde sie von zwei Absolventen des Doppelmasterprogramms Maschinenbau mit der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) in Lima, M.Sc. Mario Torres und M.Sc. Maximilian Darnieder, betreut. Festkörpergelenke sind Basiselemente für den Aufbau von hochpräzisen Mechanismen in monolitischer Bauweise, die beispielsweise in der Präzisionsmesstechnik und Halbleitertechnik Einsatz finden. So baut zum Beispiel die an der TU Ilmenau entwickelte höchstpräzise Waage für das „neue“ Kilogramm auf der Wirkung solcher Gelenke auf. „Trotz des hohen Schwierigkeitsgrads der Arbeit hat Frau Castillo Zevillanos diese Herausforderung gut gemeistert, und sowohl die Arbeit als auch das Abschlusskolloquium wurden mit der Note gut bewertet“, so Prof. Theska.

    Große Beachtung finden aber auch die außeruniversitären Aktivitäten von Frau Castillo Zevillanos: Unter anderem war die Maschinenbau-Studentin in der peruanischen Nationalmannschaft als Synchronschwimmerin aktiv und nahm an den Pan American Games in Toronto teil. An der TU Ilmenau engagierte sie sich als Tutorin für die Erstsemester-Studierenden, unterstützt ankommende internationale Studierende bei der Eingewöhnung und ist als Übungsleiterin für Aquafitness im Sportzentrum der TU Ilmenau tätig.

    „Ein großes Ziel von Frau Castillo Zevillanos ist es, ihre technischen und kreativen Fähigkeiten zu nutzen, um umweltfreundlichere Maschinen zu entwickeln und zu konstruieren“, so Prof. Theska. „Dass sie ihr Studium im Masterstudiengang Maschinenbau konsequent weiterführt, wird sie auf diesem Weg einen weiteren Schritt voranbringen.“ Dabei sieht sie selbst ihre Schwerpunkte in der Konstruktion, Feinwerktechnik und Biomechatronik.

    Die TU Ilmenau pflegt bereits seit vielen Jahren Kooperationen mit der Partneruniversität PUCP sowie mit der Deutschen Schule „Alexander von Humboldt“ in Lima, Peru. Viele Absolventinnen und Absolventen der Schule haben inzwischen den Weg zum Studium nach Ilmenau gefunden. An der TU Ilmenau gibt es Doppelmasterstudiengänge in insgesamt vier verschiedenen Fachrichtungen, die zu einem regen Austausch von Studierenden beider Universitäten führen. Im Rahmen des Programms können die Studierenden zusätzlich zum Fachstudium auch die jeweilige Studienkultur, die Sprache sowie Land und Leute kennenlernen. So sind aus den Reihen der Absolventinnen und Absolventen bereits eine Reihe von Doktorandinnen und Doktoranden hervorgegangen, die die Kooperation weiter stärken.

    Nähere Informationen zum Doppelmasterstudiengang Maschinenbau

    Kontakt:
    Prof. René Theska
    Fachgebietsleiter Feinwerktechnik
    Tel.  +49 3677 69-3957
    rene.theska@tu-ilmenau.de

    27.11.2020


     

  • Wettbewerb XXIII. Innovationspreis Thüringen 2020: Zwei Projekte der TU Ilmenau dabei

    © STIFT

    Am Mittwoch, 25. November 2020, 17 Uhr, wird in Weimar der "XXIII. Innovationspreis Thüringen 2020" verliehen - aufgrund der aktuellen Situation mit einem Minimum an Akteuren vor Ort. Beim diesjährigen Innovationspreis-Wettbewerb wurden insgesamt 85 Bewerbungen eingereicht, von denen es die 20 besten Bewerbungen in die sogenannten „Longlist" geschafft haben - darunter das Fachgebiet Audiovisuelle Technik am Institut für Medientechnik mit dem Beitrag „Messung und Analyse des Qualitätserlebens von Videostreaming". Die Bekanntgabe und feierliche Würdigung der Preisträger wird per Live-Stream im Internet übertragen.

    Mit dem Innovationspreis Thüringen werden jährlich herausragende Innovationen aus Thüringen gewürdigt. Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wirtschaft und Digitale Gesellschaft, der STIFT, dem TÜV Thüringen e.V. sowie der Ernst-Abbe-Stiftung ausgelobt. Der Innovationspreis Thüringen ist mit insgesamt 100.000 € dotiert und bildet damit einen der höchstdotierten Landesinnovationspreise Deutschlands.

    Unter allen Wettbewerbsteilnehmern wird außerdem der "KPMG-Publikumspreis 2020" vergeben. Zu den Kandidaten zählt zusätzlich zum Projekt des Fachgebiets Audiovisuelle Technik auch ein Projekt aus dem Fachgebiet Technische Thermodynamik, das sich im Themenjahr Energie der TU Ilmenau mit der Entwicklung einer Vakuum-Isolations-Paneele zur effizienten Langzeitwärmedämmung von Hochleistungswärmespeichern befasst.

    Auch in diesem  Jahr werden darüber hinaus vor der Preisverleihungsveranstaltung zwei (digitale) Begleitveranstaltungen angeboten. Die Informationsveranstaltung „Ausblick HORIZON EUROPE“ stellt das neue EU-Förderprogramm ab 2021 vor. Die „InnoMatch“ bietet einen virtuellen Raum um sich interdisziplinär zu vernetzen.

    Nähere Informationen zur Verleihung und den  Begleitveranstaltungen unter https://www.innovationspreis-thueringen.de/verleihung.html

    Einladung zur Preisverleihung XXIII. Innovationspreis Thüringen

    Über die Projekte der TU Ilmenau:  

    Messung und Analyse des Qualitätserlebens von Videostreaming
    Institut für Medientechnik, Prof. Alexander Raake

    Videostreaming über das Internet wird laut Studien von Cisco in 2020 ca. 80% des internationalen Internetverkehrs ausmachen, gesteigert von 70% in 2015. Dabei ist eine Schätzung der Qualität, wie sie Nutzer vor ihren Geräten wahrnehmen, für alle Arten von internetbasiertem Video von Bedeutung, wie z.B. Video on Demand, Live-Streaming oder auch Web-Konferenzen. Videostreaming wird dabei von Anbietern (z.B. ARD, ZDF & privaten Fernsehsendern, Netflix, YouTube, Joyn, Amazon, etc.) überwiegend mit netzadaptiven Verfahren realisiert, wie zum Beispiel DASH (Dynamic Adaptive Streaming via HTTP). Die vom Fachgebiet Audiovisuelle Technik (FG AVT) der TU Ilmenau in Kooperation mit der Deutschen Telekom entwickelten neuartigen Modelle erlauben es, das Kundenerlebnis bei der Benutzung von Streamingdiensten anhand von technischen Bitstrom- und Metadaten zu schätzen. Damit liegt ein vielseitig einsetzbares Messinstrument zur automatisierten Performanzanalyse, Qualitätssicherung und Optimierung von adaptivem Streaming und der eingesetzten Netze vor. Die vom FG AVT entwickelten Modelle sind in zwei Wettbewerben der International Telecommunication Union (ITU) entstanden. Die Modelle haben in mehreren Wettbewerbsdisziplinen gewonnen und sind jetzt im Rahmen der weltweiten Normen ITU-T Rec. P.1203 und P.1204.3 standardisiert.

    Im Bild: Prof. Alexander Raake (rechts), Rakesh Rao Ramachandra Rao und Steve Göring im Medienlabor der TU Ilmenau.

    Vakuum-Isolations-Paneele zur effizienten Langzeitwärmedämmung von Hochleistungswärmespeichern
    Fachgebiet Technische Thermodynamik, Prof. Christian Cierpka
    Beim Umstieg von nuklearen und fossilen Energieträgern zu einer regenerativen Energieversorgung bilden Energiespeicher die Schlüsseltechnologie für die Netzstabilität. Neben elektrischer Energie ist besonders die thermische Energie wichtig. In Wärmespeichern kann die Energie zur direkten Nutzung als Prozesswärme bzw. Heizwärme oder für die Umwandlung in elektrische Energie gespeichert werden. Als ungiftiger, umweltverträglicher und gut verfügbarer Rohstoff ist Wasser ein weit verbreitetes Speichermedium für niedrige bis mittlere Temperaturbereiche. Mit der Entwicklung einer flexibel einsetzbaren Hochleistungswärmedämmung aus Vakuum-Isolations-Paneelen (VIP) für Temperaturen bis 140°C werden die Wärmeverluste solcher Speicher bei gleicher Isolationsdicke auf ein Zehntel reduziert und damit die Speicherdauer erhöht. Gleichzeitig wird die speicherbare Energiemenge bei gleicher Baugröße durch die höhere Temperatur verdoppelt. Die Isolierung aus einzelnen VIPs ist durch ihre Skalierbarkeit an nahezu jeder Speichergröße und an bestehenden Anlagen montierbar. Sie kann sowohl an Wärmespeichern in Einfamilienhäusern als auch an großtechnischen Pufferspeichern für erneuerbare Energien verwendet werden. Durch die Verwendung von VIPs anstatt konventioneller Isolierung wurde eine Erhöhung der Effizienzklasse von D auf A nachgewiesen. Der Gesamtwirkungsgrad eines Speicherzyklus (Laden-Speichern-Entladen) erhöht sich deutlich und trägt damit erheblich zur Reduktion von Treibhausgasen bei.

    20.11.2020