http://www.tu-ilmenau.de

Logo TU Ilmenau


Ansprechpartner

Prof. Peter Scharff

Rektor

Telefon +49 3677 69-5001

E-Mail senden

Ihre Position

INHALTE

News Ticker Nr. 19


  • Wissenschaftler der TU Ilmenau erhält Vodafone Innovationspreis 2014

    Foto: © Vodafone Stiftung für Forschung in der Mobil-kommunikation

    Professor Reiner Thomä, Leiter des Fachgebiets Elektronische Messtechnik an der Technischen Universität Ilmenau, erhielt den Vodafone Innovationspreis für Forschung 2014. Mit dem Preis, der ihm heute (03.07.2014) an der Technischen Universität Dresden verliehen wurde, zeichnet die Vodafone Stiftung für Forschung in der Mobilkommunikation wegweisende Wissenschaft für die digitale Gesellschaft aus.

    Angesichts stark wachsender Datenmengen in der Telekommunikation erhielt Prof. Reiner Thomä den mit 25.000 Euro dotierten Preis für seine Forschungsarbeiten zur optimalen Nutzung von Funkfrequenzen für mobile Kommunikation. In der Begründung der Vodafone Stiftung für Forschung in der Mobilkommunikation für die Preisvergabe an Prof. Thomä heißt es: „Seine wegweisende Forschung führt dazu, dass Funkfrequenzen für mobile Kommunikation optimal genutzt werden und damit das mobile Internet der Zukunft noch schneller und zuverlässiger wird.“

    In der digitalen Gesellschaft kommunizieren immer mehr Menschen mobil per Smartphone oder Tablet. Autos, die ohne Fahrer per Mobilfunk gesteuert werden, und Haushaltsgeräte, die untereinander mit dem Smartphone verbunden sind, sind längst keine Utopie mehr. Da damit die Datenflut unaufhörlich wächst, sind innovative Technologien nötig, mit denen die vorhandenen Frequenzspektren optimal für die Mobilfunkkommunikation genutzt werden. Dafür hat die von Prof. Reiner Thomä entwickelte Sounder-Technologie weltweit die Grundlagen geschaffen. Sie macht intelligente Antennensysteme möglich, die für die notwendige Kapazität und Flexibilität im Netz sorgen. Dabei nutzt sie die komplizierte räumlich-zeitliche Struktur der Wellenausbreitung gezielt aus, um große Datenmengen in kurzer Zeit zu übertragen und mehrere Nutzer gleichzeitig zu bedienen.

    Insbesondere in großen Städten ist das Funkumfeld extrem komplex und derzeit durch Simulationsverfahren noch nicht genügend genau beschreibbar. Die Forschungsarbeiten von Prof. Thomä erlauben eine experimentelle Untersuchung und ein besseres physikalisches Verständnis der Wellenausbreitung. So ermöglichen sie es, die Leistungsfähigkeit drahtloser Kommunikationssysteme in realen Umgebungen vorherzusagen. Dazu werden in typischen Szenarien, etwa an Verkehrsknotenpunkten in Innenstadtgebieten, Messkampagnen durchgeführt und aus den gewonnenen Daten repräsentative Werte abgeleitet.

    Jens Schulte-Bockum, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, betonte bei der Preisverleihung, dass erstklassige Wissenschaft notwendig sei, um das Potenzial der digitalen Gesellschaft voll ausschöpfen zu können: „Um der wachsenden Vernetzung der Gesellschaft mit leistungsfähigen Telekommunikationsnetzen begegnen zu können, sind Innovationen wie die von Prof. Reiner Thomä unverzichtbar. Der Vodafone Innovationspreis motiviert für solche Forschung und zeichnet herausragende Ergebnisse aus.“ Die Forschung von Prof. Thomä ermöglicht nun die Entwicklung der nächsten Generation der mobilen Kommunikation und bedeutet gleichzeitig den Eintritt in die Gigabit-Technologie: 5G.

    Kontakt:
    Prof. Reiner Thomä
    Fachgebiet Elektronische Messtechnik
    Tel.: 03677 69-2622
    E-Mail: reiner.thomae@tu-ilmenau.de

    03.07.2014


     

  • Aktionstag beleuchtet die aufregende Welt der neuen Mobilität

    "Thüringer Forum Mobilität" vereint Forscher und Unternehmer / Grundsteinlegung für neues Laborgebäude des "Thüringer Innovationszentrums Mobilität (ThIMo)"

    Das Auto der Zukunft kommuniziert drahtlos mit anderen Autos, wird umweltfreundlich angetrieben und reguliert sogar ultraschnell den Reifendruck, wenn sich die Fahrstrecke verändert. Über dies und manches mehr informieren sich Vertreter aus Industrie und Forschung am Donnerstag, dem 3. Juli 2014, beim "Thüringer Forum Mobilität" in Ilmenau und Alkersleben. Dreh- und Angelpunkt des Aktionstages ist das "Thüringer Innovationszentrum Mobilität ThIMo" (Ilmenau), das seit drei Jahren auf dem Gebiet der Nachhaltigen Mobilität forscht. Vorträge, Diskussionsrunden und Führungen durch hochmoderne Prüfstände wie die "Virtuelle Straße" finden auf dem Uni-Campus in Ilmenau statt. Die Präsentation neuester Fahrzeug-Technologie sowie verschiedenster Spielarten der modernen Mobilität stehen im Anschluss am Flugplatz Alkersleben auf dem Programm; Höhepunkt des Tages ist die Grundsteinlegung für das neue ThIMo-Laborgebäude Verbrennungsmotoren durch Uwe Höhn, Thüringer Wirtschaftsminister, Prof. Klaus Augsburg, Prorektor der Technischen Universität Ilmenau und Sprecher des ThIMo, Prof. Werner Eißler, zukünftiger Nutzer des neuen Laborgebäudes, und Andreas Krey, Sprecher der Geschäftsführung der LEG Thüringen.

    "Die wissenschaftliche Bearbeitung von Fragen nachhaltiger Mobilität am ThIMo ist eine hochaktuelle Herausforderung. Dabei sollen durch diese Institution neben neuem methodischen und technologischen Wissen auch marktrelevante Lösungen erarbeitet werden, die insbesondere für die Unternehmen Thüringens unter Beachtung ihrer kleinteiligen Struktur Unterstützung für die Marktteilnahme unter Maßgabe von langfristigen Technologietrends gewährleisten. Damit ist ThIMo nicht nur als Denkfabrik und Innovationszentrum, sondern auch als spezielles Bildungsinstitut sowie Kommunikationszentrum für die Fragen der nachhaltigen Mobilität zu verstehen und als solches ein Modell der TU Ilmenau für eine neue Ausprägung von Transferzentren zwischen Wissenschaft und Wirtschaft."

    Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus Augsburg | Sprecher des ThIMo

    "Das ThIMo wurde ins Leben gerufen, um den Strukturwandel in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie zu unterstützen. Durch die Verzahnung zahlreicher Forschungspartner und durch die enge Kooperation mit den politischen Entscheidungsträgern werden Wachstumschancen auf dem Zukunftsmarkt "Nachhaltige Mobilität" besser und effizienter erkannt und genutzt. Das Innovationszentrum soll der Wirtschaft dabei sowohl in Forschung und Entwicklung, als auch mit Dienstleistungen als leistungsfähiger und zukunftsorientierter Partner zur Seite stehen."

    Uwe Höhn | Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

    Das "Thüringer Forum Mobilität" gibt den Besuchern einen Überblick über den Ausbaustand des ThIMo sowie über die Forschungsprojekte des Innovationszentrums. Mit der Grundsteinlegung für das neue Laborgebäude erhält das ThIMo die Infrastruktur, um speziell die traditionellen Verbrennungsmotoren weiter zu optimieren - hier steckt noch viel Potenzial, um die Fahrzeuge der Zukunft umweltfreundlicher und zugleich leistungsfähiger zu machen. "Das ThIMo mit seinen vielfältigen Leistungen spielen wir als eine Trumpfkarte aus, wenn wir im In- und Ausland Investoren vom Technologiestandort Thüringen überzeugen", sagt LEG-Geschäftsführer Andreas Krey. "Das Innovationszentrum steht für das hervorragende Zusammenspiel von Industrie und Forschung im Freistaat."

    Das abwechslungsreiche Tagesprogramm vermittelt spannende Einblicke darüber, was Autos heutzutage schon alles im Repertoire haben - darunter ist das weltweit erste Fahrzeug, welches ultraschnell den Reifendruck anpasst, sobald eine Notbremsung erforderlich wird, wenn eine gefährliche Kurve naht oder um bei Beschleunigung den Rollwiderstand der Reifen zu optimieren. Die Folge ist, dass das Auto energiesparender, dynamischer und sicherer unterwegs ist. Darüber hinaus haben die Gäste die Möglichkeit, den Prüfstand "Virtuelle Straße" zu besichtigen, auf dem die drahtlose Kommunikation von Autos vorangetrieben wird. Der Prüfstand simuliert eine komplette Fahrzeugumgebung und erlaubt durch "Car-to-Car-Kommunikation" Fahrzeuge mittels Informationstechnologien komplett zu vernetzen.

    Das ThIMo in Ilmenau wurde 2011 gegründet und hat sich in vergleichsweise kurzer Zeit den Ruf eines bedeutenden Forschungszentrums auf dem Gebiet der Nachhaltigen Mobilität erarbeitet. Für viele Thüringer Firmen, die Partner des Innovationszentrums sind, erarbeitet das ThIMo Lösungen für Herausforderungen, welche die neuen Mobilitätstrends mit sich bringen. Das "Thüringer Forum Mobilität" soll den Stand der wissenschaftlichen Arbeit des ThIMo vermitteln und trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Forschern und Unternehmern zu vertiefen.

    Alle Vertreter der Medien sind herzlich zum "Thüringer Forum Mobilität" eingeladen. Besucht werden können alle drei Veranstaltungsteile (Vortragsreihe mit Führungen bis zum Mittag, Grundsteinlegung Laborgebäude um 15:30 Uhr, Mobilitätsevent am Flugplatz Alkersleben ab 16:30 Uhr.
    Dieser Medieninformation liegt ein Ablaufplan der Veranstaltung bei.

    Mehr Informationen unter: www.mobilitaet-thueringen.de

    02.07.2014


     

  • Renommierter Nachwuchspreis für Ilmenauer Werkstoffstudenten

    Foto: © DGZfP/Friederike Pohlmann

    Der Ilmenauer Masterstudent der Werkstoffwissenschaft, René Böttcher, hat den mit 3000 Euro dotierten bundesweiten Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) erhalten. Der 23-Jährige wurde aus insgesamt elf Vorschlägen für die Auszeichnung ausgewählt und auf der soeben zu Ende gegangenen Jahrestagung der DGZfP in Potsdam geehrt.

    René Böttcher wurde für seine Bachelorarbeit „Untersuchungen von Dickschichtsystemen mittels Ultraschall (Impuls-Echo-Verfahren) im Wasserbad und Signalverarbeitung mit der Fourieranalyse“ ausgezeichnet. Darin hatte er ein verbessertes Verfahren für die zerstörungsfreie Bestimmung  von Werkstoffeigenschaften entwickelt, indem er die  bekannte Ultraschallprüfung mit Hilfe von mathematischen Berechnungsmethoden an die physikalische Grenze heran brachte.

    Ultraschallverfahren eignen sich sehr gut zur Bestimmung von Fehlern wie Risse in Materialien. Neu an der prämierten Arbeit ist die Bestimmung von Werkstoffkennwerten wie  zum Beispiel Elastizitäts- und Gleitmodul. Durch die zusätzliche Anwendung von Methoden der Signalverarbeitung, speziell der so genannten Fourieranalyse, gelang es René Böttcher, die im Ultraschall gewonnenen Echodaten bei  einzelnen Prüffrequenzen zu filtern und so eine genauere Auswertung der Daten zu erzielen. Damit sind präzisere Aussagen zum Materialgefüge, -aufbau und -fehlern als bisher möglich. Da das Verfahren für die Untersuchung jeglicher Art von Werkstoffen geeignet ist, hat es eine große Bedeutung in der Werkstoffprüfung. So kann beispielsweise die Reinheit bzw. die Legierungszusammensetzung von Gold einfacher und genauer als bisher und absolut zerstörungsfrei bestimmt werden.

    Der DGZfP-Nachwuchspreis wird an Studierende und junge Nachwuchswissenschaftler für innovative Verfahren und Technologien verliehen, die von weitreichender Bedeutung für die zerstörungsfreie Prüfung von Werkstoffen sind. René Böttcher habe eine ingenieurtechnisch hervorragende Arbeit vorgelegt, hieß es in der Laudatio der Fachjury. Die prämierte Arbeit entstand am Institut für Werkstofftechnik unter der Betreuung von Professor Lothar Spieß. Die darin erzielten Ergebnisse stellte René Böttcher während der DGZfP-Jahrestagung in einem Plenarvortrag vor rund 600 Fachleuten der zerstörungsfreien Prüfung vor und fand dafür viel Beachtung. Auf eine ebenso gute Resonanz stieß das Poster des Ilmenauer Fachgebietes Werkstoffe der Elektrotechnik mit neuesten Forschungsergebnissen zur Bestimmung von Werkstoffkennwerten.

    Studentenpreis der DGZfP an drei Ilmenauer Studierende

    Neben der Auszeichnung von René Böttcher mit dem Nachwuchspreis ehrte die DGZfP im Rahmen der Jahrestagung drei weitere Ilmenauer Studierende mit dem Studentenpreis. Dieser Preis beinhaltet die Teilnahme an einem zweiwöchigen Grundlagenkurs über zerstörungsfreie Prüfung im Ausbildungszentrum der Gesellschaft in  Berlin. Mit dieser Ehrung wurde zugleich die Reihe der Ilmenauer Studentenpreisträger/innen fortgesetzt, die inzwischen deutschlandweit die größte Gruppe dieser Preisträger/innen stellen. Dies, so die DGZfP, sei  Beleg für die hohe Qualität von Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung an der TU Ilmenau. 

    Kontakt:
    TU Ilmenau, Institut für Werkstofftechnik
    Prof. Dr.-Ing. habil. Lothar Spiess
    Tel. 03677 69-3134
    E-Mail: lothar.spiess@tu-ilmenau.de

    12.06.2014


     

  • TU Ilmenau: Online für ein Studium bewerben

    Foto: © TU Ilmenau

    Ab sofort ist die Bewerbung für alle Bachelor- und Masterstudiengänge der Technischen Universität Ilmenau online möglich. Pünktlich zum Bewerbungsstart für das Wintersemester 2014/15 hat die Universität das Bewerber-Portal www.tu-ilmenau.de/apply freigeschaltet. Die TU Ilmenau bietet 19 Bachelor- und 24 Masterstudiengänge in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an.

    Um zum Beginn des Bewerbungszeitraumes für die Bachelorstudiengänge allen Studieninteressierten einen reibungslosen Studienstart zu ermöglichen, hat die TU Ilmenau nicht nur das Bewerber-Portal eingeführt. Über die neu eingerichtete Hotline 03677 69-2014 erhalten Bewerber von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr telefonisch Antworten auf alle Fragen rund um den Studienbeginn. Das Hotline-Angebot erweitert die Sprechzeiten des Studentensekretariats (Montag-Donnerstag: 7-15, Freitag: 7-12 Uhr). Nach 15 Uhr sind es Studentinnen und Studenten der TU Ilmenau, die den Studieninteressierten über die Hotline Rede und Antwort stehen. Sie sind – ebenfalls ein neuer Service – auch über den Smartphone-Messenger WhatsApp unter der Nummer 0170 20533248 erreichbar. Alle wichtigen Informationen zum Studienstart sind auf der Webseite www.tu-ilmenau.de/willkommen zusammengefasst.

    Mit den neuen Angeboten weitet die TU Ilmenau ihren hervorragenden Service zum Studienbeginn für neue Studierende auf die Gruppe der Bewerberinnen und Bewerber aus. Bereits seit Jahren heißt die Universität ihre neuen Studentinnen und Studenten mit verschiedenen Veranstaltungen herzlich willkommen. Zur Begrüßung der neuen Bachelorstudenten findet jedes Jahr im Oktober die Studieneinführungswoche statt. Die "Erstis" erwartet ein vielseitiges Programm zu allen wichtigen Themen rund um den Studienstart und dazu die "Erstiwoche", ein Freizeitprogramm, das vom Studierendenrat, also von der Vertretung der Studentinnen und Studenten der TU Ilmenau, organisiert wird. Hier können die neuen Studierenden schon vor Studienbeginn auf dem Campus bei einem gemeinsamen Brunch im Studentenclub, beim Sportfest oder der Stadtrallye erste Kontakte knüpfen und die studentischen Vereine kennenlernen. Allen Erstis werden studentische Tutoren an die Seite gestellt, die den Start ins Studium erleichtern. Beide Gruppen kennen sich dann bereits: Bei Facebook haben die Tutoren für jeden einzelnen Studiengang eine Gruppe eingerichtet, in denen die neuen Studierenden Kontakt mit ihnen aufnehmen können.  

    Kontakt:
    Sabine Jackisch
    Leiterin Referat Marketing
    Tel.: 03677 69-1761
    E-Mail: sabine.jackisch@tu-ilmenau.de

     

    16.05.2014


     

  • Studierende der TU Ilmenau erhalten renommierte Optik-Preise

    Fotos: © TU Ilmenau

    Gleich zwei Studierende der Technischen Universität Ilmenau wurden für ihre Abschlussarbeiten im Masterstudiengang Optronik mit renommierten nationalen Preisen ausgezeichnet. Lucia Lorenz erhält den Nachwuchspreis „Green Photonics 2014“ und Mathias Krüger den Studienpreis der SEW Eurodrive Stiftung.

    Nachwuchspreis „Green Photonics 2014“ für Lucia Lorenz – Verleihung am 07.04. auf der Hannover Messe

    Lucia Lorenz‘ Masterarbeit behandelt das Thema „Optische Abstands- und Schichtdickenmessung entlang einer Linie“. In der mit „sehr gut“ (1,0) bewerteten Arbeit entwirft sie einen neuartigen Sensor zur industriellen Qualitätskontrolle. In der Consumerglasindustrie dient der Sensor beispielsweise zur effizienten Messung der Dicke von Glasgefäßen, etwa von Flaschen, Trink- oder Marmeladengläsern. Gewünschte Glasdicken in einer engeren Sicherheitsmarge überwachen zu können, bedeutet einen geringeren Materialeinsatz und gleichzeitig einen sparsameren Umgang mit der zur Herstellung der Glasprodukte notwendigen Energie. Der kostengünstig herzustellende Sensor wurde in enger Absprache mit einem Thüringer Unternehmen, spezialisiert auf die Produktion optoelektronischer Mess- und Prüfsysteme für die Glasindustrie, entwickelt. Das von Lucia Lorenz maßgeblich miterfundene leistungsfähige und effiziente Messprinzip eines chromatisch konfokalen Dreipunktsensors, 2013 zum Patent angemeldet, wird dort bereits zum Produkt weiterentwickelt.

    Die wissenschaftlichen Untersuchungen von Lucia Lorenz für das innovative Sensorkonzept trugen unmittelbar zum Erfolg mehrerer, auch national bedeutender Forschungsprojekte des Fachgebiets Technische Optik bei, dessen Leitthema „Green Photonics“ auch einen sparsameren Material- und Ressourceneinsatz bedeutet. Die Forschungsergebnisse wurden in der international renommierten Zeitschrift „Optics Letters“ der Optical Society of America (OSA) veröffentlicht und auf internationalen wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert. Nach ihrem erfolgreichen Masterabschluss nahm Lucia Lorenz bei der Firma, mit der sie schon während ihres Studiums zusammenarbeitete, eine Stelle an und arbeitet heute weiter an der Realisierung und Weiterentwicklung chromatisch-konfokaler Sensoren.

    Der Nachwuchspreis „Green Photonics“ wird von der Fraunhofer-Gesellschaft an junge Forscher der Ingenieur-, Natur- oder Wirtschaftswissenschaften vergeben, die sich in ihren Bachelor-, Master-, Diplomarbeiten und Dissertationen mit der nachhaltigen Nutzung von Licht befassen.

    Studienpreis der SEW Eurodrive Stiftung für Mathias Krüger – Verleihung am 08.05. am Karlsruher Institute of Technology

    In seiner mit „sehr gut“ (1,0) bewerteten Masterarbeit beschäftigt sich Mathias Krüger mit der Anpassung der Abbildungseigenschaften eines optischen Systems an die Inhomogenitäten des Mediums, durch das die Abbildung stattfindet. Der Einsatz so genannter räumlicher Lichtmodulatoren ermöglicht es, die Wellenfronten des Lichtes gezielt so zu verformen, dass sie, nachdem sie turbulente Medien durchlaufen haben, optimale Abbildungsleistungen ermöglichen. Solche Prinzipien der adaptiven Optik finden beispielsweise in der Augenheilkunde Anwendung, etwa für Abbildungen durch die Turbulenzen des flüssigkeitsgefüllten Glaskörpers des Auges. Auch in der Astronomie werden sie eingesetzt, um die Abbildungsleistung terrestrischer Teleskope durch die Erdatmosphäre zu optimieren.

    Der Betreuer der Masterarbeit, Professor Stefan Sinzinger, Leiter des Fachgebiets Technische Optik, attestiert Mathias Krüger „eine beeindruckende Portion wissenschaftlicher Neugier.“ Mit seiner Arbeit an der Schnittstelle zwischen Optik und Elektrotechnik und im gesamten Studium habe er sich „als ein wirklich herausragender Studierender präsentiert. In Kombination mit den von ihm selbst entwickelten Methoden zur Messung der Polarisationseigenschaften des Lichtes ist es ihm gelungen, die polarisationsabhängigen phasenschiebenden Eigenschaften der Flüssigkristallzellen mit einer bisher einzigartigen Genauigkeit reproduzierbar einzustellen.“ Auf diese Weise sei es möglich, dynamisch veränderbare optische Bauelemente in sehr guter Qualität herzustellen. Für das Fachgebiet Technische Optik ist die Arbeit von Mathias Krüger von großem Wert, da sie die Grundlagen für künftige Forschungsprojekte darstellt. Dabei könnte die Abbildungsleistung durch Materialien wie Haut, Körpergewebe oder Blutgefäße erforscht und so medizinische Diagnosemethoden deutlich verbessert werden. In verschiedenen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Carl Zeiss Stiftung finanzierten Forschungsprojekten spielen innovative Ansätze für optische Systeme zur Abbildung durch turbulente oder streuende Medien eine bedeutende Rolle.

    Der Studienpreis der SEW Eurodrive Stiftung wird an Absolventen aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau oder Wirtschaftswissenschaften verliehen, die „eine gute Arbeit in angemessener Zeit“ erbracht haben. Die SEW Eurodrive Stiftung hat zum Ziel, „wissenschaftliche Arbeiten und die Erarbeitung, Vertiefung und Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Technik und der Wirtschaft zu fördern.“

    Mathias Krüger erhält zudem am 04.04. einen Förderpreis des „Vereins zur Förderung der Fakultät für Maschinenbau und der Feinwerktechnik der Technischen Universität Ilmenau“.

    Kontakt:
    Prof. Stefan Sinzinger
    Leiter Fachgebiet Technische Optik
    Telefon: 03677 69-2490
    E-Mail: stefan.sinzinger@tu-ilmenau.de

     

    03.04.2014