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News Ticker Nr. 20


  • TU Ilmenau „imponiert“ Bundesministerin Wanka

    Fotos: © TU Ilmenau

    Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, hat am 26. August die TU Ilmenau besucht und zeigte sich von der Universität beeindruckt: „Ich habe einen imponierenden Eindruck von Lehre und Forschung.“ Im Gespräch mit dem Rektor, den Prorektoren, Professoren und Mitarbeitern hatte sich die Ministerin einen Überblick über die Universität und deren strategischen Ziele verschafft. Wanka sagte zu, dass „wir uns in Berlin Gedanken machen, wie die Leistungen exzellenter Hochschulen weltweit besser bekannt gemacht werden.“

    Foto: © TU Ilmenau/ariEin Schwerpunkt des Besuchs der Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka war das Projekt „BASICPlus“, das sich jüngst im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ erfolgreich durchgesetzt hatte. Mit den Fördermitteln in Höhe von 2,7 Millionen Euro bis 2018 entwickelt und erprobt die TU Ilmenau neue Konzepte der berufsbegleitenden Ingenieuraus- und Weiterbildung. Die Universität möchte verstärkt auch nicht klassischen Studieninteressierten den Zugang zu einem Hochschulstudium ermöglichen: Meistern und Facharbeitern mit und ohne Abitur, Absolventen von Fachhochschulen und Berufsakademien und Ingenieuren mit Bachelor- und/oder Masterabschluss. Die Förderung des Bund-Länder-Programms ermöglicht es der TU Ilmenau nun, aufeinander abgestimmte Lehrmodule zu entwickeln, die einzeln zu einem Weiterbildungszertifikat und in Summe zu einem Bachelor- oder Masterabschluss der TU Ilmenau führen. „Das ist ein sehr richtiger Weg“, meinte Ministerin Wanka. Menschen, die sich für eine Berufsausbildung entschieden haben, dürfe der akademische Bildungsweg nicht verschlossen bleiben. „Wir müssen darüber nachdenken, Projekte, die gut laufen, als Modellprojekte des Bundes aufzulegen.“

    Prof. Johanna Wanka zeigte sich ebenfalls beeindruckt von den Bemühungen der TU Ilmenau um Internationalisierung. Rektor Professor Peter Scharff hatte von der Rekordzahl von über 20 Prozent ausländischer Studienanfänger im letzten Wintersemester berichtet und die Absichten für die Zukunft erläutert: „Thüringen braucht Zuwanderung und dazu möchten wir etwas beitragen.“ Die Ministerin betonte, dass die TU Ilmenau mit ihren Anstrengungen voll im Einklang mit den Zielen der Bundesregierung stehe, auch Fachkräfte aus dem Ausland auszubilden, beruflich qualifizierten Fachkräften ein Hochschulstudium zu ermöglichen und neue Angebote für Weiterbildung und lebenslanges Lernen zu entwickeln. „Das ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des hohen Fachkräftebedarfs die zeitgemäße Antwort“, sagte sie.

    27.08.2014


     

  • Erste deutsch-russische Universität entsteht

    Fotos: © TU Ilmenau

    Am 1. September eröffnet in Kasan, der Hauptstadt der russischen autonomen Republik Tatarstan, das „German-Russian Institute of Advanced Technologies“. In dem Institut werden künftig russische Ingenieurstudierende nach deutschem Standard ausgebildet. Mit dem groß angelegten, bisher einmaligen Projekt erreichen die akademischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland eine neue Qualitätsstufe. In Kasan soll eine deutsch-russische Universität entstehen – die weltweit erste zweistaatliche Lehr- und Forschungseinrichtung in einem modernen Industriestaat. Die Federführung des Projekts hat auf deutscher Seite die Technische Universität Ilmenau und auf russischer Seite die renommierte Kasaner Staatliche Technische Forschungsuniversität.

    Bereits zum bevorstehenden Studienjahr 2014/15 starten am neuen German-Russian Institute of Advanced Technologies (GRIAT) in Kasan die ersten vier ingenieurtechnischen Studiengänge: Communication and Signal Processing, Research in Computer and Systems Engineering, Electrical Engineering and Information Technology und Science in Chemical and Energy Engineering. Die englischsprachigen Studiengänge werden von der TU Ilmenau als Projektleiter und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an der Kasaner Staatlichen Technischen Forschungsuniversität (KNRTU-KAI) angeboten. Dazu halten anerkannte Professoren der beiden deutschen Universitäten mehrmals im Semester Blockvorlesungen in Kasan und weitere Dozenten sind über das gesamte Jahr vor Ort. Im Rahmen eines von der Republik Tatarstan eigens aufgelegten Stipendienprogramms werden jährlich bis zu 100 russische Studierende einen Studienaufenthalt in Deutschland absolvieren und anschließend in Kasan in einem der vier Studiengänge vor Ort den Masterabschluss erwerben. In Zukunft wird das Ausbildungsprogramm am GRIAT bis auf 14 Studiengänge erweitert. Dazu wird die TU Ilmenau noch weitere deutsche technische Universitäten, mit denen sie bereits seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet, einbinden. Da die Kooperation nicht nur aus neuen Lehrangeboten besteht, sondern auch gemeinsame Forschung und den Austausch von Forschergruppen vorsieht, arbeiten die TU Ilmenau und die Kasaner Staatliche Technische Forschungsuniversität am Aufbau einer gemeinsamen Universität, der weltweit ersten deutsch-russischen Universität.

    Das German-Russian Institute of Advanced Technologies wird für zunächst vier Jahre vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und von der Republik Tatarstan gefördert. Mit den Geldern von deutscher Seite, rund eine Million Euro, wurden unter anderem drei feste Arbeitsplätze geschaffen. Die Republik Tatarstan hatte bereits im Vorfeld mehrere Millionen Euro in die Infrastruktur investiert und einen Neubau für das ingenieurwissenschaftliche Institut errichtet. Die KNRTU-KAI (Kazan National Research Technical University-Kazan Aviation Institute), 1932 gegründet und nach dem russischen Flugzeugbauer Andrej Nikolajewitsch Tupolev auch „Tupolev-Universität“ genannt, zählt zu den renommiertesten Universitäten Russlands und gilt als Elite-Universität.

    Tatarstan ist eine autonome Republik, rund 800 Kilometer südöstlich von Moskau im Osten des europäischen Teils Russlands gelegen. Flächenmäßig etwa vier Mal so groß wie Thüringen, ist das Land mit 3,7 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Republik unter den autonomen Republiken der Russischen Föderation. In Tatarstan, das eine bedeutende Bildungstradition aufweist, existieren neben der KNRTU-KAI noch weitere 30 Hochschulen, die meisten in der Hauptstadt Kasan. Vier der Kasaner Hochschulen zählen zu den 50 führenden Hochschulen Russlands, darunter auch die Kasaner Staatliche Technische Forschungsuniversität. Die Republik Tatarstan ist eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen Russlands. Schwerpunkte sind die Fahrzeug- und Flugzeugindustrie sowie die Brennstoff- und petrochemische Industrie. Zahlreiche deutsche Firmen arbeiten eng mit Industrieunternehmen der Region zusammen und besitzen dort Niederlassungen.

    Kontakt:
    Dr. Frank March
    Direktor TU Ilmenau International School
    Tel. 03677 69-2518
    E-Mail: frank.march@tu-ilmenau.de

     

    27.08.2014


     

  • Lebenslanges Lernen: Hohe Bundesförderung für Projekt BASICPlus

    Foto: © TU Ilmenau

    Mit ihrem Projektantrag „BASICPlus“ hat sich die TU Ilmenau im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ erfolgreich durchgesetzt. Bis zum Jahr 2018 erhält die Universität vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Damit zählt die TU Ilmenau zu den Hochschulen, die im Rahmen des Wettbewerbs die höchsten Fördersummen erhalten haben.

    Der Wettbewerb richtete sich an Hochschulen, die Weiterbildungsangebote vor allem an Berufstätige oder Berufsrückkehrer entwickeln, lebenslanges Lernen zum Ziel haben oder beruflich qualifizierten Fachkräften den Weg an die Hochschulen öffnen. „Wir wollen die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter erhöhen“, sagte Bildungsministerin Johanna Wanka. „Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des hohen Fachkräftebedarfs sind lebenslange Weiterbildung und die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen die zeitgemäßen Antworten.“

    Mit den Fördermitteln will die TU Ilmenau neue Konzepte der berufsbegleitenden Ingenieuraus- und Weiterbildung für Praktiker entwickeln und erproben. Ziel ist es, die universitäre Aus- und Weiterbildung für weitere Zielgruppen zu öffnen, dabei sind sowohl Ingenieure mit Bachelor- und/oder Masterabschluss als auch Absolventen von Fachhochschulen und Berufsakademien, Meister und Facharbeiter mit und ohne Abitur angesprochen. Für all diese Berufsgruppen sollen aufeinander abgestimmte Lehrmodule konzipiert werden, die einzeln zu einem Weiterbildungszertifikat und in Summe zu einem Bachelor- oder Masterabschluss der TU Ilmenau führen. Zugleich will die Universität spezielle Vorbereitungskurse und auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnittene Betreuungskonzepte erarbeiten, die sowohl die Betreuung in Lehr- und Forschungseinrichtungen und Praxiswerkstätten vor Ort als auch E-Learning und Lehrveranstaltungen in Unternehmen oder kooperierenden Bildungseinrichtungen vorsehen. „Das alles kostet sehr viel Zeit und Aufwand“, so der Prorektor für Bildung der TU Ilmenau, Professor Jürgen Petzoldt. „Wir freuen uns daher sehr, dass der Bund unser Vorhaben in so großem Umfang fördert. Das zeigt, welch große Bedeutung der Ingenieurausbildung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland zugemessen wird und ermöglicht uns die Finanzierung der notwendigen Manpower während der Konzipierungs- und Erprobungsphase.“

    Langfristig sieht die TU Ilmenau den Anteil von Weiterbildung und lebenslangem Lernen im gesamten akademischen Ausbildungsbereich bei 30 bis 40 Prozent. Aus diesem Grund verfolgt die Universität schon seit mehreren Jahren intensiv die Stärkung dieser nach Lehre und Forschung dritten Säule ihrer Tätigkeit. Im Jahr 2011 wurde das Zentralinstitut für Bildung der TU Ilmenau gegründet, das neben studienbegleitenden Angeboten und Innovationen in der Lehre auch die Angebote rund um das Thema lebenslanges Lernen bündelt, koordiniert und ausbaut. Seit 2012 wird die Universität auf dem Gebiet der Lehre bereits durch den Bund gefördert: Mit dem innovativen Konzept „Basic Engineering School“ (BASIC) hatte sich die TU Ilmenau im Bund-Länder-Wettbewerb zur Erhöhung der Qualität der Lehre erfolgreich durchgesetzt. Noch bis Ende 2016 wird das Modellprojekt, mit dem eine neu gestaltete Studieneingangsphase der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge erprobt wird, gefördert. Neben einer intensiveren Betreuung und einem interdisziplinär ausgerichteten Studienplan ist die Ausbildung mit fächerübergreifenden objektorientierten Projektarbeiten und deren praktischen Umsetzung in Werkstätten verknüpft. Den Studierenden wird auf diese Weise ein praxisorientierter Einstieg in die Grundlagenfächer und damit ein optimierter Start in das Ingenieurstudium ermöglicht. Zugleich erwerben sie Kompetenzen wie Problemlösungs- und Teamfähigkeit, die für den späteren Ingenieurberuf unabdingbar sind, „Schon jetzt zeigt sich, dass die Teilnehmer sich stärker für ihr Studium begeistern, signifikant bessere Prüfungsergebnisse erzielen und die Zahl der Studienabbrüche niedriger ist“, zieht der Prorektor eine sehr positive Zwischenbilanz.

    Das Programm soll deshalb in der Zukunft schrittweise universitätsweit ausgedehnt werden und die guten Erfahrungen nun auch für den Aufbau des Angebotes für beruflich qualifizierte Fachkräfte im Rahmen des neuen Projekts BASICPlus genutzt werden. Ein großer Teil der bereitgestellten Fördermittel fließt daher direkt in die beteiligten Fakultäten, wo die entsprechende Überarbeitung der Lehrangebote und Betreuungsmodelle erfolgt. Ebenfalls sind Mittel für eine wissenschaftliche Begleitforschung und den Ausbau eines Netzwerkes mit Projektpartnern vorgesehen. Dazu gehören bereits Industrieverbände wie der Automobilcluster  Ostdeutschland und die Initiative Erfurter Kreuz als auch Firmen wie Jenoptik, Hochschulpartner wie die Berufsakademie Gera/Eisenach und die FH Erfurt und die IHK Südthüringen.

    Damit will die einzige technische Universität Thüringens auch einen weiteren wichtigen Beitrag für die Aus- und Weiterbildung hochqualifizierter Fachkräfte für die Wirtschaft im eigenen Bundesland leisten. Gleichzeitig will sie mit ihren besonderen Angeboten zum lebenslangen Lernen aber auch in ganz Deutschland und vor allem im internationalen Maßstab für Praktiker und Arbeitgeber noch attraktiver werden.

    Weitere Informationen:
    Professor Jürgen Petzoldt, Prorektor für Bildung der TU Ilmenau
    Tel. 03677 69-5011, E-Mail: prorektor-b@tu-ilmenau.de

    Silke Augustin, Zentralinstitut für Bildung der TU Ilmenau
    03677 69-1487, E-Mail: zib@tu-ilmenau.de

    01.08.2014


     

  • Ehrendoktorwürde der TU Ilmenau an Professor Zhelbakov

    Foto: © Bettina Wegner; v.l. Professor Igor Nikolaevich Zhelbakov, Professor Jürgen Petzoldt
    Die TU Ilmenau hat Professor Igor Nikolaevich Zhelbakov (links) von der Nationalen Forschungsuniversität Moskauer Energetisches Institut die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Universität würdigte mit dieser Ehrung die herausragenden Verdienste von Professor Zhelbakov für die wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Universitäten. Die Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau und dem MEI reicht bis in die 1950-er Jahre zurück und wurde seither ununterbrochen gepflegt, intensiviert und ausgebaut. Professor Zhelbakov, der 1974 als Student selbst seinen ersten Aufenthalt in Ilmenau absolvierte, hat die Partnerschaft über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet, weiterentwickelt und gefördert. Als langjähriger Prorektor für Internationale Beziehungen des MEI und Projektleiter der Kooperation auf russischer Seite war er entscheidend daran beteiligt, dass sich die Partnerschaft zur langjährigsten und erfolgreichsten in der Geschichte der TU Ilmenau entwickelt hat. Nach zahlreichen gemeinsam bearbeiteten wissenschaftlichen Projekten und einem regen Wissenschaftler- und Studierendenaustausch wurde 1997 der erste gemeinsame Studiengang mit Doppelabschluss am MEI eingeführt. Seither erlangten über 100 Studentinnen und Studenten des Moskauer Energetischen Instituts einen Doppeldiplom- bzw. -masterabschluss beider Einrichtungen. Aus dieser engen Zusammenarbeit, die stets vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD gefördert wurde, ging im Jahr 2007 die Deutsche Ingenieurfakultät am MEI hervor, der Professor Zhelbakov seither als Direktor vorsteht. Damit erreichte die Zusammenarbeit und zugleich die Internationalisierung der TU Ilmenau eine bislang nicht dagewesene Qualität. Die deutschsprachige Ausbildung mit Doppelabschluss des MEI und der TU Ilmenau eröffnet den Absolventen der Fakultät außerordentlich gute berufliche Perspektiven. Das Erfolgsmodell MEI - TU Ilmenau wird seit 2013 im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit im SPITSE-Projekt nunmehr auch auf die Elektrotechnische Universität Sankt Petersburg ausgedehnt. Der Schwerpunkt der Kooperation der drei Partner liegt dabei auf dem Zukunftsfeld der Sensortechnik. Die strategische SPITSE-Partnerschaft wird vom DAAD mit 580.000 Euro für drei Jahre gefördert. Ziel ist neben dem Wissenschaftler- und Studierendenaustausch und der Realisierung weiterer Doppelabschlussprogramme auch die Einrichtung einer Deutschen Ingenieurfakultät nach dem Vorbild des MEI an der Elektrotechnischen Universität Sankt Petersburg. Diese Absichten bekräftigten die Partner mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent. Foto: © Bettina Wegner; SPITSE-Projektleiter Professor Matthias Hein begrüßt die hochrangigen Gäste an der TU Ilmenau.Die Ehrenurkunde wurde Professor Zhelbakov im Rahmen der zweiwöchigen wissenschaftlichen Konferenz zur SPITSE-Partnerschaft am 9. Juli an der TU Ilmenau durch den Prorektor für Bildung, Professor Jürgen Petzoldt, verliehen. Neben dem Leiter des SPITSE-Projektes, Professor Matthias Hein, und dem Koordinator Klaus-Dieter Fritz, wohnten dem Festakt auch zahlreiche aktuell beteiligte Professoren und Studierende aller Partnereinrichtungen bei, ebenso zahlreiche frühere Protagonisten wie der ehemalige Ilmenauer Rektor Professor Wolfgang Gens, Dr. Frank Bernhard und der Initiator des ersten Doppelabschlussprogrammes mit Moskau und Leiter der Deutschen Ingenieurfakultät auf Seiten der TU Ilmenau, Professor Wolfgang Fengler.

    10.07.2014


     

  • Christian Karcher zum apl. Professor ernannt

    Foto: © Bettina Wegner; v.l. Prof. Scharff, Prof. Karcher
    Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Christian Karcher (54) ist zum außerplanmäßigen Professor (apl. Prof.) der TU Ilmenau ernannt worden. Der Rektor, Professor Peter Scharff, überreichte die Urkunde in der 249. Sitzung des Senats am 1. Juli. Mit der Verleihung der außerplanmäßigen Professur, betonte er, würdige die Universität die hervorragenden Leistungen von Dr. Christian Karcher in Forschung und Lehre und sein hohes Engagement im DFG-Graduiertenkolleg „Lorentzkraft“. Nach dem Studium des Maschinenbaus und der Promotion an der Universität Karlsruhe, wissenschaftlicher Tätigkeit am Forschungszentrum Karlsruhe Natur und Technik GmbH, der TU Dresden und der Cornell University, Ithaca (USA), habilitierte Christian Karcher im Jahr 2003 an der TU Ilmenau mit einem strömungsmechanischen Thema und erhielt die Lehrbefugnis für das Wissenschaftsgebiet "Thermo­ und Fluiddynamik“ am gleichnamigen Institut der Fakultät für Maschinenbau. Seither hat er am Fachgebiet Thermo- und Magnetofluiddynamik unter Leitung von Professor André Thess die eigenständige Arbeitsgruppe „Angewandte Thermofluiddynamik“ aufgebaut und geleitet. Die Gruppe fand in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl herausragender Publikationen und ihre Beteiligung am Graduiertenkolleg „Elektromagnetische Strömungsmessung und Wirbelstromprüfung mittels Lorentzkraft" nationale wie internationale Beachtung. Allein in den letzten fünf Jahren hat Christian Karcher 14 Doktoranden betreut und zum erfolgreichen Abschluss geführt. Seit 2010 ist er Koordinator für das gesamte Graduiertenkolleg Lorentzkraft. Zugleich leitete er zahlreiche wissenschaftliche Projekte, darunter sowohl von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesforschungsministerium geförderte Vorhaben als auch Industrieprojekte. Er entwickelte eine eigene Forschungslinie, die neben der Grundlagenforschung auch gezielt die industriellen Aspekte der Strömungsmechanik und Thermodynamik umfasst. Beleg dafür sind fünf bereits erteilte und weitere zwei angemeldete Patente, an denen er beteiligt war.

    Neben seinen Verdiensten in der Forschung würdigte die TU Ilmenau mit der außerplanmäßigen Professur auch das überdurchschnittliche Engagement von Dr. Karcher in der Lehre. Mit fünf eigenständigen Vorlesungen deckt er auch hier das gesamte Spektrum von den Grundlagen der Technischen Thermodynamik bis hin zu englischsprachigen Spezialveranstaltungen für die Promovenden ab. Sowohl für die obligatorischen Lehrmodule im Studiengang Maschinenbau als auch für das DFG-Graduiertenkolleg hat er eigene Lehrkonzepte und Studienprogramme erarbeitet.
    Mit der Berufung von Professor Thess an die Universität Stuttgart übernahm Dr. Karcher im  April dieses Jahres darüber hinaus die kommissarische Leitung des Fachgebietes Thermo- und Magnetofluiddynamik.

    Christian Karcher ist verheiratet und Vater von drei Kindern im Alter von 10, 7 und 5 Jahren.

    08.07.2014


     

  • Publikationspreis 2014 der TU Ilmenau

    Foto: © TU Ilmenau

    In der 249. Sitzung des Senats am 01.07.2014 überreichte der Rektor, Professor Peter Scharff, den „Publikationspreis 2014 der TU Ilmenau“ in den Kategorien „Ingenieurwissenschaften“, „Mathematik und Naturwissenschaften“, „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ und „Sonderpreis für besondere Originalität“.

    Der Senatsausschuss Forschung hatte die Preisträger zuvor aus insgesamt neun Vorschlägen der Fakultäten der TU Ilmenau ausgewählt. Mit dem mit je 1.500 Euro dotierten Preis ehrt die TU Ilmenau besondere Publikationserfolge ihrer Wissenschaftler.

    Der Publikationspreis in der Kategorie „Ingenieurwissenschaften“ wurde an Professor Pu Li und Dr. Hui Zhang für die Veröffentlichung „Chance constrained programming for optimal power flow under uncertainty“ verliehen, die im Journal „IEEE Transactions on Power Systems", 26 (2011), S. 2417-2424, erschienen ist.
    Der Preis in der Kategorie „Mathematik und Naturwissenschaften“ ging an Professorin Gabriele Eichfelder für die gemeinsam mit Professor Immanuel Bomze (Universität Wien) publizierte Veröffentlichung „Copositivity detection by difference-of-convex decomposition and ω-subdivision“, erschienen in „Mathematical Programming“, Ser. A, Vol. 138 (2013), 1-2, S. 365-400.
    In der Kategorie „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ wurde Professorin Anja Geigenmüller mit dem Publikationspreis ausgezeichnet. Sie erhielt die Ehrung für die gemeinsam mit Professor Jan Wieseke (Ruhr-Universität Bochum) und Professor Florian Kraus (Universität Mannheim) verfasste Veröffentlichung „On the Role of Empathy in Customer-Employee Interactions“, erschienen im „Journal of Service Research“, (2012), 15 (3), S. 316-331.

    Den „Sonderpreis für besondere Originalität“ erhielt Professor Kai-Uwe Sattler für das gemeinsam mit Professor Gunter Saake (Universität Magdeburg) verfasste Lehrbuch  „Algorithmen und Datenstrukturen. Eine Einführung mit Java“, das bereits in der 5. Auflage im dpunkt.verlag erschienen ist.

    07.07.2014