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WhatsApp-Gruppen

Für die interpersonale Kommunikation in Gruppen (z.B. Freundesgruppen, Familien, Lerngruppen, Therapiegruppen, Arbeitsgruppen) hat sich der Messaging-Dienst WhatsApp stark etabliert. Ziel der Arbeit ist es, Nutzer und Nutzung von WhatsApp-Gruppen zu untersuchen. Dazu ist der Forschungsstand aufzuarbeiten. Auf dieser Basis soll eine Interviewstudie oder Fragebogenerhebung durchgeführt werden. Es geht kommunikationswissenschaftlich also um Rezeptionsforschung und Uses and Gratifications. Besonderes Augenmerk soll auch auf Probleme gelegt werden: Stresserleben durch zu viele Nachrichten, Verbreitung von Gerüchten, Ausschluss aus Gruppen usw.

Beachten Sie, dass Rezeptionsforschung üblicherweise auf quantitativen und/oder qualitativen Befragungsmethoden (Fragebogen, Interview) basiert. Normalerweise ist es Studierenden nicht möglich, ausreichend große und aussagekräftige Stichproben zu untersuchen, da die Rekrutierung enorm schwierig ist und auch immer schwieriger wird (sog. Befragungsmüdigkeit der Bevölkerung). Wir raten deswegen normalerweise von Befragungsstudien ab und betreuen diese nur, sofern Studierende vorab genau belegen können, wie Sie eine sinnvoll zusammengesetzte Stichprobe ausreichender Größe (in der Regel > 500 für ausreichende Teststärke in der quantitativen Forschung) rekrutieren können. Der vage Hinweis, man werde die Studieneinladung über Facebook verbreiten, reicht nicht. E-Mail-Verteiler der Universität bringen auch keinen ausreichenden Rücklauf. Eine Studie mit unzureichender Stichprobe sollte von vorne herein nicht durchgeführt werden, da es sich dann um Pseudo-Wissenschaft handelt!

Im Normalfall empfehlen wir quantitative Medieninhaltsstudien in Form von Replikationsstudien. Siehe die anderen Themenausschreibungen.

 

Basisliteratur

Chou, M.-C., & Liu, C.-H. (2016). Mobile Instant Messengers and Middle-Aged and Elderly Adults in Taiwan: Uses and Gratifications. International Journal of Human–Computer Interaction, 32(11), 835–846. https://doi.org/10.1080/10447318.2016.1201892

Flanagin, A. J. (2005). IM Online: Instant Messaging Use Among College Students. Communication Research Reports, 22(3), 175–187. https://doi.org/10.1080/00036810500206966

Quan-Haase, A., & Young, A. L. (2010). Uses and Gratifications of Social Media: A Comparison of Facebook and Instant Messaging. Bulletin of Science, Technology & Society, 30(5), 350–361. https://doi.org/10.1177/0270467610380009

Riva, G. (2002). The sociocognitive psychology of computer-mediated communication: The present and future of technology-based interactions. Cyberpsychology & Behavior, 5(6), 581–598. https://doi.org/10.1089/109493102321018222

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Nicola Döring