Technische Universität Ilmenau

Grundlagen des Strahlenschutzes - Modultafeln der TU Ilmenau

Die Modultafeln sind ein Informationsangebot zu unseren Studiengängen. Rechtlich verbindliche Angaben zum Verlauf des Studiums entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Studienplan (Anlage zur Studienordnung). Bitte beachten Sie diesen rechtlichen Hinweis. Angaben zum Raum und Zeitpunkt der einzelnen Lehrveranstaltungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Vorlesungsverzeichnis.

Fachinformationen zu Fachnummer 5606 - allgemeine Informationen
Fachnummer5606
FakultätFakultät für Informatik und Automatisierung
Fachgebietsnummer2221 (Biomedizinische Technik)
Fachverantwortliche(r) Dr. Dunja Jannek
SpracheDeutsch
TurnusSommersemester
Vorkenntnisse

Physik, Messtechnik, Strahlenbiologie/Medizinische Strahlenphysik

Lernergebnisse

Die Kerninhalte orientieren sich überwiegend am Zusammenhang zwischen Nutzen und Risiko von Strahlenanwendungen. Das Risiko schädigender Nebenwirkungen ionisierender Strahlen wird in seiner Qualität auf physikalischer und biologischer Ebene und in seiner Quantität auf messtechnischer Ebene vorgestellt. Aus den bekannten strahlen-biologischen Kenntnissen werden Ziele und Grundsätze zur Tolerierung des Strahlenrisikos abgeleitet. EU-Grundnormen bestimmen nationale, normative Rahmen zur Risikobegrenzung und -minimierung. Die Studierenden begreifen den Strahlenschutz als komplexes, multidisziplinäres Gebiet zum Erkennen und Bewerten von und zum Schutz vor Strahlenwirkungen beim Menschen, anderen Lebewesen, in der Umwelt und an Sachgütern. Die Studierenden sind in der Lage, Strahlenanwendungen im komplexen Zusammenhang von Aufwand, Nutzen und Risiko bei der Produktion materieller Güter bzw. in Dienstleistungsprozessen zu bewerten.

Inhalt

Strahlenexposition des Menschen - Expositionswege und –quellen; Natürliche Exposition; Zivilisat. Erhöhung d. Exp. aus natürl. Quellen; Zivilisatorische Exposition, Überblick, Medizinische Exposition.

Strahlenwirkung, Strahlenrisiko - Biologische Strahlenwirkungen, Überblick; Zielstellungen des Strahlenschutzes; Risiko; Risiko stochastischer Strahlenwirkungen; Risikofaktoren; Begründung des Basisgrenzwertes.

Strahlenexposition des Menschen - Expositionswege und –quellen; Natürliche Exposition; Zivilisat. Erhöhung d. Exp. aus natürl. Quellen; Zivilisatorische Exposition, Überblick, Medizinische Exposition und Einordnung.

Strahlenwirkung, Strahlenrisiko - Biologische Strahlenwirkungen, Überblick; Zielstellungen des Strahlenschutzes; Risiko; Risiko stochastischer Strahlenwirkungen; Risikofaktoren; Begründung des Basisgrenzwertes.

Strahlenschutzmesstechnik – Messaufgaben; Aktivität, Nuklididentifikation; Strahlenschutzdosimetrie; Körperdosisgrößen, Energiedosis, Organenergiedosis, Organdosis, Effektive Dosis; Dosismessgrößen, Konzept, Äquivalentdosis, Ortsdosisgrößen, Personendosisgrößen; Dosimetrie bei äußerer Exposition, Arten, Möglichkeiten, Anforderungen, Dosimeterfilm, Gleitschattendosimeter, OSL-Dosimeter, TLD-Dosimeter; Dosimetrie bei innerer Exposition, Offene Strahlenquellen, Expositionswege, Problemstellung, Einflussgrößen, Inkorporierte und kumulierte Aktivität, Effektive Folgedosis, Berechnung Organ- und Effektiver Dosis. Grundsätze des Strahlenschutz - Ableitung aus den Zielstellungen; Rechtfertigung; Minimierung; Begrenzung. Grundlagen des Strahlenschutzrechtes – Geschichtliches; Rechtsgrundsatz; Normenpyramide; Internationale Grundlagen; Struktur und Organisation in Deutschland; Gesetze; Verordnungen, Geltungsbereiche, Verantwortung.

Gesetze – Strahlenschutzgesetz; Verordnungen – Strahlenschutzverordnung; Bezug zu den bisherigen Verordnungen; Synopse.

Strahlenschutztechnik - Aufgaben, Arten; Einflüsse auf Dosis und Dosisleistung; Strahlenfeld einer Röntgeneinrichtung, Anteile, Einflussgrößen, Strahlenschutztechnik bei äußerer Exposition; Prüfung, Bewertung der Schutzwirkung. Überwachung und Kontrolle – Überblick; Notwendigkeit, Umfang.

Notfallexpositionssituationen - Begriffe, Beispiele; Maßnahmen; Strahlenexposition bei Hilfeleistungen; Meldepflicht; Vorbereitung der Brandbekämpfung.

 

 

Medienformen

Tafel, Mitschriften, Folien, Arbeitsblätter, Powerpoint-Präsentation

Literatur
  1. Krieger, Hannes (2017): Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 5. Aufl.; Springer Spektrum.
  2. Vogt, Hans-Gerrit; Schultz, Heinrich (2011): Grundzüge des praktischen Strahlenschutzes. 6.Aufl.; Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG.
  3. Grupen, Claus (2014): Grundkurs Strahlenschutz. Praxiswissen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen. 4.Aufl.; Springer Spektrum.

Aktuelle Literatur nach Inkrafttreten des neuen Strahlenschutzgesetzes.

Lehrevaluation

Pflichtevaluation:

Freiwillige Evaluation:

SS 2011 (Vorlesung)

SS 2012 (Vorlesung)

SS 2013 (Vorlesung)

Hospitation:

Spezifik im Studiengang Master Werkstoffwissenschaft 2013, Master Biomedizinische Technik 2014
FachnameGrundlagen des Strahlenschutzes
Prüfungsnummer2200154
Leistungspunkte2
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)38
VerpflichtungWahlpflicht
Abschlussmündliche Studienleistung, 20 Minuten
Details zum Abschluss

 

 

 

max. Teilnehmerzahl
Spezifik im Studiengang Master Biomedizinische Technik 2009, Master Biomedizinische Technik 2014
FachnameGrundlagen des Strahlenschutzes
Prüfungsnummer90322
Leistungspunkte2
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)38
VerpflichtungPflicht
Abschlusskeiner
Details zum Abschluss

 

 

 

max. Teilnehmerzahl
Spezifik im Studiengang Master Wirtschaftsingenieurwesen 2009 (ABT), Master Wirtschaftsingenieurwesen 2009, Master Wirtschaftsingenieurwesen 2010 (ABT), Master Wirtschaftsingenieurwesen 2010, Master Wirtschaftsingenieurwesen 2011 (ABT)
FachnameGrundlagen des Strahlenschutzes
Prüfungsnummer2200236
Leistungspunkte2
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)38
VerpflichtungWahlpflicht
Abschlussmündliche Prüfungsleistung, 20 Minuten
Details zum Abschluss

 

 

 

max. Teilnehmerzahl
Spezifik im Studiengang Master Biomedizinische Technik 2009
FachnameGrundlagen des Strahlenschutzes
Prüfungsnummer2200154
Leistungspunkte2
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)38
VerpflichtungPflicht
Abschlussmündliche Studienleistung, 20 Minuten
Details zum Abschluss

 

 

 

max. Teilnehmerzahl

Informationen und Handreichungen zur Pflege von Modul- und Fachbeschreibungen durch den Modul- oder Fachverantwortlichen finden Sie auf den Infoseiten zum Modulkatalog.