Technische Universität Ilmenau

Grundlagen des Strahlenschutzes - Modultafeln der TU Ilmenau

Die Modultafeln sind ein Informationsangebot zu den Studiengängen der TU Ilmenau.

Die rechtsverbindlichen Studienpläne entnehmen Sie bitte den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen (Anlage Studienplan).

Alle Angaben zu geplanten Lehrveranstaltungen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis.

Informationen und Handreichungen zur Pflege von Modulbeschreibungen durch die Modulverantwortlichen finden Sie unter Modulpflege.

Hinweise zu fehlenden oder fehlerhaften Modulbeschreibungen senden Sie bitte direkt an modulkatalog@tu-ilmenau.de.

Modulinformationen zu Grundlagen des Strahlenschutzes im Studiengang Master Biomedizinische Technik 2009
Modulnummer5606
Prüfungsnummer2200154
FakultätFakultät für Informatik und Automatisierung
Fachgebietsnummer 2221 (Biomedizinische Technik)
Modulverantwortliche(r) Dr. Dunja Jannek
TurnusSommersemester
SpracheDeutsch
Leistungspunkte2
Präsenzstudium (h)22
Selbststudium (h)38
VerpflichtungPflichtmodul
Abschlussmündliche Studienleistung, 20 Minuten
Details zum Abschluss

 

 

 

Alternative Abschlussform aufgrund verordneter Corona-Maßnahmen inkl. technischer Voraussetzungen

Prüfungsgespräch (mündliche Abschlussleistung) in Distanz nach §6a PStO-AB

Abschluss: bSL

Dauer: 20 min

Technische Voraussetzung: webex https://intranet.tu-ilmenau.de/site/vpsl-pand/SitePages/Handreichungen_Arbeitshilfen.aspx

 

Anmeldemodalitäten für alternative PL oder SL
max. Teilnehmerzahl
Vorkenntnisse

Physik, Messtechnik, Strahlenbiologie/Medizinische Strahlenphysik

Lernergebnisse und erworbene Kompetenzen

Die Kerninhalte orientieren sich überwiegend am Zusammenhang zwischen Nutzen und Risiko von Strahlenanwendungen. Das Risiko schädigender Nebenwirkungen ionisierender Strahlen wird in seiner Qualität auf physikalischer und biologischer Ebene und in seiner Quantität auf messtechnischer Ebene vorgestellt. Aus den bekannten strahlenbiologischen Kenntnissen werden Ziele und Grundsätze zur Tolerierung des Strahlenrisikos abgeleitet. EU-Grundnormen bestimmen nationale, normative Rahmen zur Risikobegrenzung und -minimierung. Die Studierenden begreifen den Strahlenschutz als komplexes, multidisziplinäres Gebiet zum Erkennen und Bewerten von und zum Schutz vor Strahlenwirkungen beim Menschen, anderen Lebewesen, in der Umwelt und an Sachgütern. Die Studierenden sind in der Lage, Strahlenanwendungen im komplexen Zusammenhang von Aufwand, Nutzen und Risiko in der Medizin, bei der Produktion materieller Güter bzw. in Dienstleistungsprozessen zu bewerten.

Inhalt

1. Strahlenexposition des Menschen - Expositionswege und –quellen; Natürliche Exposition; Zivilisatorische Erhöhung der Exposition aus natürlichen Quellen; Zivilisatorische Exposition, Überblick, Medizinische Exposition.

2. Strahlenwirkung, Strahlenrisiko - Biologische Strahlenwirkungen, Überblick; Zielstellungen des Strahlenschutzes; Risiko; Risiko stochastischer Strahlenwirkungen; Risikofaktoren; Begründung des Basisgrenzwertes.

3. Strahlenschutzmesstechnik – Messaufgaben; Aktivität, Nuklididentifikation; Strahlenschutzdosimetrie; Körperdosisgrößen, Energiedosis, Organenergiedosis, Organdosis, Effektive Dosis; Dosismessgrößen, Konzept, Äquivalentdosis, Ortsdosisgrößen, Personendosisgrößen; Dosimetrie bei äußerer Exposition, Arten, Möglichkeiten, Anforderungen, Dosimeterfilm, Gleitschattendosimeter, OSL-Dosimeter, TLD-Dosimeter; Dosimetrie bei innerer Exposition, Offene Strahlenquellen, Expositionswege, Problemstellung, Einflussgrößen, Inkorporierte und kumulierte Aktivität, Effektive Folgedosis, Berechnung Organ- und Effektive Dosis.

4. Grundsätze des Strahlenschutz - Ableitung aus den Zielstellungen; Rechtfertigung; Minimierung; Begrenzung.

5. Grundlagen des Strahlenschutzrechtes – Geschichtliches; Rechtsgrundsatz; Normenpyramide; Internationale Grundlagen; Struktur und Organisation in Deutschland; Das aktuelle Strahlenschutzrecht; Gesetze außer Strahlenschutzgesetz; Strahlenschutzgesetz; Strahlenschutzverordnung neu; Anwendungsbereiche; Personelle Verantwortung.

6. Strahlenschutztechnik - Aufgaben, Arten; Einflüsse auf Dosis und Dosisleistung; Strahlenschutztechnik bei äußerer Exposition; Strahlenschutztechnik bei innerer Exposition; Prüfung und Bewertung der Schutzwirkung.

7. Überwachung und Kontrolle – Überblick; Notwendigkeit, Umfang; Errichtung von Strahlenschutzbereichen.

8. Störfall, Notfall, Vorkommnis - Begriffe, Beispiele; Maßnahmen; Exposition bei Hilfeleistung; Meldepflicht; Vorbereitung der Brandbekämpfung.

 

 

Medienformen und technische Anforderungen bei Lehr- und Abschlussleistungen in elektronischer Form

Vorlesung

Medienform: Tafel, Mitschriften, Folien, Arbeitsblätter bzw. Arbeitsaufgaben, Powerpoint-Präsentation

Veranstaltungsform: Präsenz

->wenn durch Corona-Maßnahmen erforderlich: Online- und Hybrid-Vorlesung

Technische Voraussetzung: webex https://intranet.tu-ilmenau.de/site/vpsl-pand/SitePages/Handreichungen_Arbeitshilfen.aspx

Moodle-Link: https://moodle2.tu-ilmenau.de/enrol/index.php?id=2523

 

 

Literatur

1. Grupen, Claus (2014): Grundkurs Strahlenschutz. Praxiswissen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen. 4. Aufl. Springer, Berlin.
2. Krieger, Hanno (2019): Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 6.Aufl. Springer Spektrum.
3. Krieger, Hanno (2021): Strahlungsmessung und Dosimetrie. 3.Aufl. Springer Spektrum.
4. Krieger, Hanno (2018): Strahlungsquellen für Technik und Medizin. 3.Aufl. Springer Spektrum.
5. Schlegel, Wolfgang u.a. (2018): Medizinische Physik: Grundlagen – Bildgebung – Therapie – Technik. Springer Spektrum.
6. Vogt, Hans-Gerrit; Schultz, Heinrich; Vahlbruch, Jan-Willem (2019): Grundzüge des praktischen Strahlenschutzes. 7., überarb. München: Hanser.

Aktuelle Literatur nach Inkrafttreten des neuen Strahlenschutzgesetzes.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lehrevaluation

Pflichtevaluation:

Freiwillige Evaluation:

SS 2011 (Vorlesung)

SS 2012 (Vorlesung)

SS 2013 (Vorlesung)

SS 2018 (Vorlesung)

Hospitation: