Technische Universität Ilmenau

Angewandte Biochemie - Modultafeln der TU Ilmenau

Die Modultafeln sind ein Informationsangebot zu den Studiengängen der TU Ilmenau.

Die rechtsverbindlichen Studienpläne entnehmen Sie bitte den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen (Anlage Studienplan).

Alle Angaben zu geplanten Lehrveranstaltungen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis.

Informationen und Handreichungen zur Pflege von Modulbeschreibungen durch die Modulverantwortlichen finden Sie unter Modulpflege.

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Modulinformationen zu Angewandte Biochemie im Studiengang Master Miniaturisierte Biotechnologie 2009
Modulnummer7849
Prüfungsnummer9000001
FakultätKeine Zuordnung
Fachgebietsnummer
Modulverantwortliche(r)Prof. Dr. P. Spangenberg
Turnus(nicht angegeben)
SpracheDeutsch
Leistungspunkte6
Präsenzstudium (h)67
Selbststudium (h)113
VerpflichtungPflichtmodul
Abschlussschriftliche Prüfungsleistung, 90 Minuten
Details zum Abschluss
Anmeldemodalitäten für alternative PL oder SL
max. Teilnehmerzahl
VorkenntnisseBiologische und biochemische Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht der Gymnasialstufe
Lernergebnisse und erworbene KompetenzenDie Studierenden erlangen ein grundlegendes Verständnis zur stofflichen Zusammensetzung von Zellen, für das Ablaufen bio-chemischer Prozesse, für Regulationsvorgänge und zu deren Bedeutung für die Biotechnologie sowie die medizinische Diagnostik und Therapie. Sie sind in der Lage, pathologische Entgleisungen von Stoffwechselvorgängen auf der molekularen Ebene zu verstehen und zu erklären, sowie daraus Ansätze für die biotechnische Einflussnahme auf Stoffwechselprozesse, auf deren Diagnostik und therapeutische Maßnahmen abzuleiten.
Inhalt

Vorlesung:

1. Struktur und Funktion von Biomakromolekülen – Proteine, Kohlenhydrate, Lipide und Nukleinsäuren

2. Verdauung und Resorption im Gastrointestinaltrakt

3. Intermediärstoffwechsel – Methoden der Erforschung, ausgewählte Beispiele, Koordinierung des Intermediärstoffwechsels, Aspekte des Organstoffwechsels

4. Biochemische Aspekte zum Blut – Gerinnung und Fibrinolyse, plasmatische und zelluläre Faktoren, Störungen der Gerinnung und Fibrinolyse

5. Molekulare Immunologie – zelluläres und humorales Immunsystem, Antigene, Antikörper

6. Organische Moleküle für die Signalübertragung und zelluläre Kommunikation – Hormone, Hormonbestimmungen, Hormonwirkungsweisen, ausgewählte Beispiele der Hormonwirkung, Neurotransmission

7. ausgewählte Beispiele rekombinanter Produkte - Krankheitsbild: Diabetes mellitus (Medikamente erster Ordnung: Insulin, Medikamente zweiter Ordnung: Insulinmuteine, Medikamente dritter Ordnung: Gentherapie von Diabetes mellitus), Krankheitsbild: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Medikamente erster Ordnung: tPA, Medikamente zweiter Ordnung: Muteine des tPA, Medikamente dritter Ordnung: Gentherapie von Herz-Kreislauf- Erkrankungen)

8. ausgewählte Beispiele der biochemischen Pharmakologie (Pharmakokinetik-ADME und Pharmakodynamik, Formulierung von Medikamenten und ich re Applikationswege)

Praktikum: 7 Versuchstage à 4 Lehrstunden

1. Einführung, Pipettierübungen mit automatischen Pipetten, Anwendung der Pipettenkalibrierungssoftware Picaso

2. Proteinbestimmungen (Biuret und BRADFORD – Philosophie einer quantitativen Bestimmung, Sensitivität, Verdünnung, Wiederfindung). Niederdruckchromatographie (Ionenaustauschchromatographie eines Proteingemisches, Identifizierung der Gemischkomponenten durch Chromatographie der Einzelkomponenten)

3. SDS-PAGE (Minigelelektrophorese, Aufbau der Geräte, Gelgießen von 4 unterschiedlich vernetzten Gelen, Proteinauftragung, Elektrophorese, Fixierung, Färbung, Entfärbung, Einscannen des Gels und Auswertung der Ergebnisse, Erstellung von Plots zur Bestimmung des Molekulargewichtes von Proteinen)

4. Enzymanalytik 1 (einfacher optischer Test, Bestimmung des Extinktionskoeffizienten von NADH + H+, quantitative Pyruvatbestimmung mit Lactatdehydrogenase, Bestimmung des pH-Optimums der Lactatdehydrogenase)

5. Enzymanalytik 2 (chromogenes Substrat, Arbeiten mit multiwell-Platten und Reader, BAPNA- Hydrolyse durch Trypsin)

6. Durchflußzytometrie (Demonstrationssoftware des Herstellers, Vorführung der Differenzierung von Lymphozyten–Helfer-T-Zellen und zytotoxische T-Zellen)

MedienformenAbbildungen der Vorlesung und Versuchsanleitungen zum Praktikum als PDF-Dateien im Intranet der FH
Literatur
  • Koolmann et al., Taschenatlas der Biochemie, Thieme Verlag Stuttgart
  • Lüllmann et al., Taschenatlas der Pharmakologie, Thieme Verlag Stuttgart
  • Schmid, Taschenatlas der Biotechnologie und Gen-technik, Thieme Verlag Stuttgart
Lehrevaluation

Pflichtevaluation:

Freiwillige Evaluation:

Hospitation: