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INHALTE

Promotion von Jan Röder 2009

Am 18. Dezember 2009 verteidigte Herr Dipl.-Ing. Jan Röder erfolgreich seine Dissertation zum Thema "Eine Netzwerkarchitektur zum Einsatz des Material Exchange Formats für Live-Produktionen im professionellen Fernsehstudio".

Nach der akademischen Prüfung erhielt er  im Rahmen einer kleinen Nachfeier seinen Doktorhut.

 

Gratulation durch den Doktorvater Prof. Schade
Promovent mit Doktorhut

Eine Netzwerkarchitektur zum Einsatz des Material Exchange Formats für Live-Produktionen im professionellen Fernsehstudio

Abstract der Dissertation von Jan Röder

Der Bereich der Liveproduktion im Fernsehstudio ist geprägt von hohen Anforderungen an Qualität, Zeitverhalten und Zuverlässigkeit bei der Erstellung von Audio- und Videomaterial 07zur Distribution über Broadcastkanäle. In der Vergangenheit konnten diese Anforderungen nur mit spezieller und damit kostenintensiver Gerätetechnik bewältigt werden. Mit der Entwicklung auf dem Elektroniksektor ist heute einerseits eine Vielzahl von zusätzlichen Distributionswegen mit Inhalten zu versorgen. Andererseits stehen leistungsfähige Geräte auf Basis von Standard-IT-Technologien zur Verfügung, die senderseitig zur Produktion von Material eingesetzt werden können und zusätzlich Datenverarbeitung leisten, welche Produktionsabläufe effizienter gestaltet.Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich vor diesem Hintergrund mit der Anwendung von Standard-IT-Technologien im echtzeitkritischen Bereich der Fernsehstudioproduktion. Dabei besteht insbesondere das Ziel der Integration von Metadatenverarbeitung. Die Arbeit kombiniert dazu Standard-IT-Technologien und ergänzt diese um Konzepte, die die besonderen Anforderungen einer Liveproduktion im Fernsehproduktionsstudio berücksichtigen. Im Rahmen dieser Arbeit wird eine Übertragungstechnologie zum Datenaustausch im Studio aus Standardkomponenten modelliert. Parameter zur Bewertung der Netzwerkleistung und Strategien zur Ressourcenteilung werden diskutiert. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden Prozessoren zur Verarbeitung von Essenzdaten verglichen und über die PC-Plattform in eine universelle Einheit zur Datenverarbeitung integriert. Die Analyse von Komponenten und Abläufen führt zu einer feingranularen Latenzbetrachtung, die eine Grundlage für Optimierungsstrategien mit dem Ziel einer latenzarmen Implementierung darstellt. Das Ziel der Metadatenintegration wird mit dem Einbinden des Material Exchange Formats erreicht, das die synchronisierte Übertragung von Essenz- und Metadaten erlaubt. Die Arbeit identifiziert weiterhin Anwendungsszenarien, in denen Metadaten auch in echtzeitkritischen Live-Produktionen genutzt werden können. Eine prototypische Implementierung bildet abschließend die Grundlage zur Verifikation getroffener Aussagen.

Quelle: Universitätsbibliothek Ilmenau