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INHALTE

Promotion von Ulrich Schmedes 2014

Am 20. Mai 2014 verteidigte Herr Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Schmedes erfolgreich seine Dissertation zum Thema "Dynamisches Differenz-Keying in Chroma-Keying-Umgebungen".

Nach der akademischen Prüfung erhielt er im Rahmen einer kleinen Nachfeier seinen Doktorhut.

Promovent mit der Kommission
Promovent mit Doktorhut

Dynamisches Differenz-Keying in Chroma-Keying-Umgebungen

Abstract der Dissertation von Ulrich Schmedes

Im virtuellen TV-Studio und allgemein in Chroma-Keying-Umgebungen bewegen sich die Akteure vor einem einfarbigen Hintergrund, damit dieser in der nachfolgenden Signalverarbeitung durch einen computergenerierten virtuellen Hintergrund ersetzt werden kann. Die Uniformität der Kulisse ist notwendig, um in einem auf Farbinformationen basierenden Segmentierungsvorgang Objekte im Studio vom Hintergrund unterscheiden zu können. Die Uniformität stellt jedoch für die Person im Studio ein Orientierungsproblem dar, da visuelle Rückmeldungen zum virtuellen Geschehen sowie zur finalen Bildkomposition fehlen.Im Rahmen dieser Arbeit wird daher ein neues Verfahren vorgestellt, mit dem der virtuelle Hintergrund in voller Farbtiefe auf die Studiowand projiziert werden kann. Hierzu wird das projizierte Bild als Referenz zugrunde gelegt. In einem mehrstufigen Algorithmus werden nun im Computer alle Veränderungen dieses Bildes nachgebildet, denen es auf dem Weg vom Projektor bis zur Kamera unterworfen ist. Dies umfasst sowohl die Kameraperspektive und den Bildausschnitt als auch Änderungen an Helligkeit und Farbe sowie die Einflüsse der realen Studioumgebung. Der Algorithmus liefert als Ausgabe ein Vergleichsbild, das dem des Kamerabildes im leeren Studio entspricht. Ein anschließender Vergleichsvorgang mit dem von der realen Kamera tatsächlich aufgenommenen Bild ordnet nun alle in beiden Bildern übereinstimmenden Bildpunkte dem Hintergrund zu, während differierende Punkte dem Vordergrund zugewiesen werden, der an dieser Stelle den Hintergrund verdeckt. Aufgrund der prinzipiellen Ähnlichkeit zum Differenz-Keying, das jedoch um die Möglichkeiten eines veränderlichen Hintergrundbildes und potenziell eines variablen Bildausschnitts erweitert ist, wird für das Verfahren der Begriff Dynamisches Differenz-Keying vorgeschlagen. Eine testweise Umsetzung demonstriert die Machbarkeit des Verfahrens und zeigt Perspektiven für die weitere Entwicklung auf.

Quelle: Universitätsbibliothek Ilmenau