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INHALTE

Promotion von Oliver Sittler 2014

Am 14. November 2014 verteidigte Herr Dipl.-Ing. Oliver Sittler erfolgreich seine Dissertation zum Thema "Evaluation der Schwingungsformen auf Kondensatormikrofon-Membranen und deren Einfluss auf den subjektiv wahrgenommenen Klang der Wandler".

Das Foto zeigt Herrn Sittler (mit Doktorhut) inmitten der Promotionskommission nach dem erfolgreichen Abschluss der öffentlichen Aussprache.

Evaluation der Schwingungsformen auf Kondensatormikrofon-Membranen und deren Einfluss auf den subjektiv wahrgenommenen Klang der Wandler

Abstract der Dissertation von Oliver Sittler

In der vorliegenden Arbeit werden Methoden zur berührungslosen Erfassung von Schwingungsformen auf Kondensatormikrofon-Membranen mittels eines laserinterferometrischen Messsystems gezeigt. Die Ergebnisse der Schwingungsmessungen werden mit denen eines Experten-Hörtests verglichen. Ziel ist es, die Schwingung der Membran bei unterschiedlichen Anregungssignalen zu zeigen und herauszufinden, wie sich diese Schwingung auf den Klang der Kapsel auswirkt. So kann das Schwingungsverhalten der Membran und damit der Klang einer Kapsel bereits bei der Konstruktion gezielt beeinflusst werden. Hierzu werden unterschiedliche Kapselkonstruktionen (in geometrischer Form, Größe und Ausführung - sowohl Druck- als auch Gradientenempfänger) und Membranmaterialien untersucht und die Ergebnisse miteinander in Verbindung gesetzt. Anhand der gemessenen Schwingung lassen sich u.a. Aussagen darüber treffen, warum Kunststoff- und Metallmembranen unterschiedlich klingen. Es wird gezeigt, wie sich eine Veränderung der mechanischen Vorspannung der Membranen und eine Variation in Dicke und Material auf deren Schwingung auswirkt. Außerdem wird erklärt, wie es möglich ist, mit Hilfe der Ergebnisse aus den unterschiedlichen Messreihen, die Übertragungsfunktionen der jeweiligen Prüflinge auf beliebige Audiosignale umzulegen. Somit können Klangeigenschaften von Kapselkonstruktionen und den verwendeten Membranmaterialien simuliert werden. Auf einer runden Membran bewegt sich Rand- und Mittenbereich frequenzspezifisch unterschiedlich. Dieser Effekt wird beim Bau eines Demonstrators ausgenutzt. Die Konstruktion ermöglicht es, Signale der Schwingung von unterschiedlichen Membranbereichen voneinander unabhängig elektroakustisch zu wandeln.

Quelle: Universitätsbibliothek Ilmenau