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Prof. Heidi Krömker

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INHALTE

Media-Event-Vorträge 2017/2018

04.12.2018 | 19 Uhr, Kirchhoffbau, Kichhoff-Hörsaal 1

Karsten Trautvetter, Produktmanager Bystronic Maschinenbau GmbH

Die Digital Transformation eines Maschinenbauers zu einem Technology Solution Provider des 21. Jahrhunderts – A Journey

"Fortschritt ist ein schönes Wort. Seine Triebkraft aber heißt Wandel." - Robert Kennedy

Der Fortschritt des deutschen Maschinenbaus wird besonders von der vierten industriellen Revolution vorangetrieben. Durch die Digitalisierung, Globalisierung und der zunehmenden Vernetzung befindet sich dieser aus dem Handwerk stammende Industriezweig im Wandel und wird stets mit neuen interdisziplinären Herausforderungen konfrontiert. Es werden keine einfachen Maschinen mehr gebaut, sondern komplexe und weitestgehend automatisierte Lösungssysteme entwickelt, die individuell auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind. Durch die Verknüpfung von Informationstechnik und der industriellen Produktion im Rahmen der Industrie 4.0 sollen Wertschöpfungsketten optimiert werden. Bystronic als ein weltweit führender Anbieter von hochwertigen Lösungen für die Blechbearbeitung legt den Fokus auf die Automation des gesamten Material– und Datenflusses der Prozesskette Schneiden und Biegen. Das Portfolio umfasst Laserschneidsysteme, Abkantpressen sowie entsprechende Automations- und Softwarelösungen inklusive einer exzellenten Kundenbetreuung. Ohne die von den Maschinen hergestellten Biegeteile würde kein Auto fahren und kein Flugzeug gebaut werden können. Begleiten Sie uns auf eine Reise, beginnend bei der Expansion von Bystronic, weiter zu der Anwendung von Konzepten im Rahmen der Industrie 4.0 und der Erprobung von innovativen multimedialen Technologien bis hin zu den Visionen, die mit wissenschaftlicher Unterstützung eines Tages zur Realität werden könnten. Karsten Trautvetter berichtet Ihnen exklusiv über die digitale Zukunft von Bystronic in Gotha und zeigt Ihnen Möglichkeiten für Ihre Zukunft in einer attraktiven Branche in einem begehrten Unternehmen.

27.11.2018 | 19 Uhr, Kirchhoffbau, Kichhoff-Hörsaal 1

Claus Pfeifer, Head of Technical Sales, Sony Professional Europe

Cloud-basierte Produktion

Die Fernsehlandschaft verändert sich. Jugendliche schauen weniger lineares Fernsehen und auch Menschen im mittleren Alter wenden sich immer häufiger anderen Plattformen für Nachrichten und On-Demand-Inhalten zu. Die Sender sind gezwungen, Produktions-prozesse zu überdenken, um aktueller, flexibler und somit attraktiver zu werden. Gleichzeitig führt der Drang zur Kostenreduktion zu einer Umstrukturierung weg von betriebswirtschaftlich inflexiblen CAPEX- hin zu skalierbaren OPEX-Modellen.

Der Vortrag beschreibt kurz die derzeitigen Probleme und gibt einen Überblick über Lösungsmöglichkeiten unter Verwendung von Cloud-basierten Systemen. Dabei wird der Fokus auf die Beschreibung möglicher neuer Workflows und darunterliegender Technologien gelegt, und wie diese es ermöglichen, aktuellere Inhalte kostengünstig auf multiple Plattformen zu liefern.

Herr Claus Pfeifer ist für den technischen Support aller Content-Creation-Produkte von Sony verantwortlich, zu denen unter anderem Systemkameras, Camcorder, Server sowie neue Cloud- und IP-basierte Lösungen gehören. Dabei wird er von einem Team von fünfzehn Spezialisten in ganz Europa unterstützt.

Vortragsfolien (PDF 3 MB)

20.11.2018 | 19 Uhr, Kirchhoffbau, Kichhoff-Hörsaal 1

Johannes Kuhfuss, Leiter des Produktmanagements bei LAWO

NEP Australia - Der Andrews Hub
(Eine Fallstudie für IP-basierte Videoproduktion)

Die Firma LAWO ist einer der weltweit führenden Ausstatter für Broadcast-Sendezentren. Am Beispiel der neuen Produktionsstätte für NEP Australia, einem Spezialisten für die Live-Übertragung von Sportereignissen, werden die Herausforderungen an moderne Broadcast-Provider erläutert. So waren LAWO und NEP Australia zunächst vor die Frage gestellt, ob man klassische Audio- und Video-Broadcast-Technologie verbauen oder den Schritt zu einer IP-gestützten Produktion machen sollte.

Die Beteiligten entschieden sich für die Verwendung von IP.  Die vorgestellte Fallstudie beschreibt nun Konzepte, Anwendung von Technologie und Standards in einer realen Umsetzung, um einen innovativen Ansatz für eine vollständig IP-basierte Produktion zu erreichen.

Den Vortrag hält Herr Johannes Kuhfuss. Er hat 1996 bis 2001 Medientechnik mit Schwerpunkt Fernsehen an der Hochschule Mittweida studiert. Nach Tätigkeiten bei Avid und Grass Valley gelangte er 2016 zur Firma LAWO. Dort ist er seit dem vergangenen Jahr Head of Product Management.

Präsentation (PDF 2,2 MB), Broschüre von LAWO zum beschriebenen Projekt (PDF 4,8 MB) 

06.11.2018 | 19 Uhr, Kirchhoffbau, Kichhoff-Hörsaal 1

Carl Wilhelm Ihne, Senior Solutions Architect bei Avid Technology

Workflows in Magazin- und Nachrichtenproduktionen

Im Zeitalter von Fake-News genießen die Nachrichtenformate der etablierten Sender weiterhin das Vertrauen vieler Nutzer und erfreuen sich durchaus einer wachsenden Beliebtheit – und das unabhängig vom Distributionsweg. Um das Vertrauen der Zuschauer zu rechtfertigen und möglichst sogar zu bestärken, sind – neben journalistischer Qualität – auch flexible und verlässliche Arbeitsabläufe notwendig, um News schnell und zuverlässig verbreiten zu können. Diese medienwissenschaftlich sehr interessanten Zusammenhänge werden im Vortrag anhand konkreter Beispiele beleuchtet. Der Vortragende spannt den Bogen vom technischen Equipment über die effiziente Organisation der Arbeitsabläufe bis hin zur medienwirtschaftlichen Bewertung der Produktion. Mitunter treten dabei überraschende Facetten im Alltag der Nachrichtenproduktion zutage.
Der Zeitdruck, unter dem die Nachrichtenproduktion steht, erfordert effiziente Werkzeuge, die eine Content-Produktion ermöglichen, welche für die vielfältigen Distributionswege geeignet ist, die heute von den Medienproduzenten bedient werden. So wurden zum Beispiel die ActiveX-Plugins von Redaktionswerkzeugen durch aktuelle HTML5-Bedienoberflächen abgelöst. Die Fortschritte der Medientechnologie ermöglichen auf diese Weise neue Workflows.

Herr Ihne steht als Senior Solutions Architect im Presales Team bei Avid seit zehn Jahren immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber. Speziell im Bereich der Echtzeit-Grafiknutzungen müssen täglich neue, effiziente Lösungen gefunden werden, um den individuellen Anforderungen und Wünschen verschiedener europäischer Produktionshäuser gerecht zu werden.

Als Absolvent des Medientechnologie-Studienganges an der TU Ilmenau möchte Herr Ihne im Rahmen dieses Vortrags den derzeitigen Studierenden der Medienstudiengänge Denkanstöße für ihre Laufbahnen geben.

Präsentation (Vortragsfolien): PDF 5,9 MB

29. Mai 2018

Automatisierte Vorlesungsaufzeichnungen und autonome Kamerasteuerungen -Vorstellung eines markerlosen Tracking-Konzepts für Vorlesungsaufzeichnungen

Christoph Götzl Studiengang Medientechnologie TU Ilmenau, VST GmbH Saalfeld

Vorlesungsaufzeichnungen gewinnen immer mehr an Bedeutung, da Studierende so eine zusätzliche Methode zur Nachbereitung von Vorlesungen oder zur Vorbereitung der Prüfungen nutzen können. Sobald viele Vorlesungen parallel aufgezeichnet werden müssen, verursachen herkömmliche manuelle Aufzeichnungen jedoch einen enormen Personal- und Kostenaufwand. Während die Planung, Durchführung, Verarbeitung und Veröffentlichung von Aufnahmen zur Reduzierung des Arbeitsaufwands schon gut automatisiert werden können, stellt die Automatisierung der Kamerasteuerung immer noch eine zentrale Herausforderung dar.

Die VST GmbH aus Saalfeld setzt als Systemhaus unter anderem einen Schwerpunkt auf professionelle Broadcast-, Konferenz- und Präsentationstechnik. Damit ist die Auslegung der Hörsaaltechnik auf Anforderungen von automatischen Vorlesungsaufzeichnungen im besonderen Interesse der Firma. Um dem Problem einer vollständig automatisierten Vorlesungsaufzeichnung schon bei der medientechnischen Ausstattung von Hörsälen begegnen zu können, setzt sich die VST mit neuen Lösungen zur Automatisierung der Kamerasteuerung auseinander.

Der Vortrag beschäftigt sich einerseits mit einem Einblick in die Tätigkeitsfelder der VST GmbH und die damit verbundenen typischen Arbeitsumfelder von Medientechnologen. Zum anderen wird nach einem kurzen Überblick zu automatischen Aufzeichnungen ein Konzept zur Verbesserung von automatisierten Kamerasteuerungssystemen vorgestellt.

24. April 2018

HDR in der Live-Produktion - Von der Kamera bis zu einem HDR / SDR kompatiblen Workflow

Klaus Weber Grass Valley, Principal Camera Solutions & Technology

High Dynamic Range oder HDR in der Fernsehproduktion ist ein Thema, das aktuell viel diskutiert wird. Die Verbesserungen des Dynamikbereichs in der wahrgenommenen Bildqualität von HDR wird von vielen als größer angesehen, als die von den anderen Optionen (z. B. höhere Auflösung oder Bildwiederholfrequenz), die UHD anbietet. HDR-Liveproduktionen sind jedoch noch nicht weit verbreitet. Was sind die Gründe dafür und welche Möglichkeiten gibt es aktuell, in HDR zu produzieren und gleichzeitig ein kompromissloses SDR Signal zur Verfügung zu stellen?

In diesem Vortrag werden neben den technischen Hintergründen die Erfahrungen aus mehr als drei Jahren Live-HDR-Produktionen vorgestellt.

Vortragsfolien (PDF 2,3 MB)

12. Dezember 2017

Video-over-IP in virtualisierten Umgebungen

M.Sc. Anna-Maria Daschner Technische Universität Ilmenau

UHD, HFR und HDR versprechen ein verbessertes Videobild für den Zuschauer. Damit steigt allerdings auch die Datenrate und insbesondere in der Live-Produktion werden die konventionellen Übertragungswege vor neue Herausforderungen gestellt. Das über Jahrzehnte hinweg bewährte Serial Digital Interface (SDI) für die Übertragung von unkomprimierten AV-Daten im TV-Studio stößt mit den größer werdenden Datenraten an seine Grenzen.

Ein Blick in die Informationstechnologie zeigt, dass Übertragungsstandards bis 100 Gbit/s bereits verabschiedet wurden und weitere folgen. Der Einsatz von Netzwerktechnik im TV-Bereich würde sich also lohnen, denn mit ihr erreicht man eine hohe Datendurchsatzrate, erhält die Möglichkeit der bidirektionalen Datenübertragung und ist an kein Videoformat gebunden. Hinzu kommt der Nutzeffekt des Einsatzes von sogenannter Commercial-off-the-shelf (COTS)-Hardware aus der IT und die damit verbundene Möglichkeit auch virtualisierte Systeme einzusetzen.

Der Vortrag befasst sich nach einer grundlegenden Einführung in die Gesamtthematik mit folgenden

Fragestellungen:

  •     Wie wird sich die technische Broadcastlandschaft verändern?
  •     Welche Herausforderungen ergeben sich im Zuge der anstehenden Veränderungen?
  •     Wie könnte ein auf COTS-Hardware basiertes, virtualisiertes System aussehen?

16. Mai 2017

Von TOoL+ zu TOo5G: Wie kommt das Fernsehen zukünftig aufs Smartphone?

Prof. Dr.-Ing. Ulrich H. Reimers Vizepräsident für Strategische Entwicklung und Technologietransfer, Technische Universität Braunschweig

Mit dem „Tower Overlay over LTE-A+ (TOoL+)“ hat das Institut für Nachrichtentechnik der Technischen Universität Braunschweig ein System entwickelt und erprobt, dessen Ziel es ist, populäre Medieninhalte, insbesondere Live-TV, ohne Belastung der zellularen Mobilfunknetze für Smartphones zugänglich zu machen. Die Idee wurde 2016 von der Normungsorganisation 3GPP übernommen und soll 2017 in eine Erweiterung des „evolved Multimedia Broadcast Multicast Service (eMBMS)“ münden. Derzeit kursiert dafür der Arbeitsname FeMBMS. Parallel dazu gehen die Arbeiten an der fünften Generation des Mobilfunks („5G“) voran. Wie werden Medieninhalte in 5G-Netzen transportiert werden – über einen „Tower Overlay over 5G (TOo5G)“?

Der Vortrag stellt TOoL+ und FeMBMS vor und berichtet nach einer kurzen Einführung in Aspekte der 5G-Entwicklung über die Forschungen auf dem Gebiet TOo5G.

Vortragsfolien (PDF 6,6 MB)