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INHALTE

abgeschlossene Projekte

Dissertationsprojekt:

Konkurrenz oder Komplementarität? Eine vergleichende Analyse der Public Diplomacy der EU und ihrer Mitgliedsstaaten. (Alice Srugies )

 

 

Kurzcharakteristik

Das Konzept der Public Diplomacy beschreibt nicht nur Kommunikationsaktivitäten von Nationalstaaten, sondern umfasst ebenso subnationale und transnationale Akteure. Dabei gewinnt die Europäische Union (EU) als Forschungsobjekt zunehmend an Bedeutung. Die EU spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung grenzüberschreitender Heruasforderungen in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, nachhaltige Entwicklung oder Wahrung der Menschenrechte. Es zeigt sich jedoch eine große Diskrepanz zwischen dem Handeln der EU und der internationalen Wahrnehmung dieses Handelns. Forscher führen diese mangelnde Sichtbarkeit der EU auf ihre komplexe Struktur, ihre steten Veränderungen, aber auch auf die Public Diplomacy-Strategie der EU-Mitgliedsstaaten zurück.

Das Dissertationsvorhaben von Alice Srugies stellt einen Vergleich des Public Diplomacy-Ansätze der EU und ausgewählter Mitgliedsstaaten an (Frankreich, Schweden). Die Studie analysiert, inwieweit die Ziele, Botschaften und Instrumente der EU und ihrer Mitgliedsstaaten in Konkurrenz stehen oder einander komplementieren. Darüber hinaus erforscht die Studie die interorganisationalen Kooperationsbeziehungen von Public Diplomacy-Akteuren auf nationaler, supranationaler und transnationaler Ebene. Das Dissertationsvorhaben leistet einen Beitrag zu einer empirisch fundierten Theorie der Public Diplomacy. Es ermöglicht darüber hinaus, kulturübergreifende Phänomene sowie regionale und kulturelle Besonderheiten in der Public Diplomacy-Praxis herauszuarbeiten.

Die Studie arbeitet mit einem interdisziplinären forschungsleitenden Modell, das Ansätze der Public Diplomacy-, Public Relations- und Managementforschung sowie der Internationalen Beziehungen miteinander verbindet. Sie kombiniert eine Analyse von Strategiedokumenten mit Experteninterviews mit Public Diplomacy-Praktikern.

Dissertationsprojekt:

Theorie der Public Diplomacy (Claudia Auer)

 

 

Kurzcharakteristik:

Das Thema Public Diplomacy ist in den letzten zwei Jahrzehnten wichtiger geworden. So taucht der Begriff Public Diplomacy beispielsweise verstärkt in Dokumenten, Reden und Stellenbezeichnungen vieler Regierungsorganisationen und Staatenbündnisse auf. So selbstverständlich jedoch der Begriff Public Diplomacy mittlerweile in der Berufspraxis verwendet wird, so ungeklärt ist er nach wie vor in der Forschung. Die Unbestimmtheit des wissenschaftlichen Verständnisses von Public Diplomacy kann u.a. auf eine fehlende theoretische Grundlegung zurückgeführt werden: Trotz einer erheblichen Ausweitung der Anstrengungen muss die Forschung zur Public Diplomacy als weitgehend atheoretisch eingestuft werden. Daher ist es das Ziel der Dissertation, Erkenntnisse verschiedener Sozialtheorien zu einer konsistenten und an die bisherige Forschung anschlussfähigen Theorie der Public Diplomacy zusammenzubinden. Mithilfe dieser theoretischen Fundierung kann zudem die Berufspraxis in diesem Bereich verbessert werden.

Forschungsprojekt:

Das Projekt „Professionelle Kommunikation im Kontext von Krisen: Analyse und Verbesserung des Krisenmanagements der Jugendämter in Deutschland“ wurde auf Basis einer Förderung durch das Nationale Zentrum Frühe Hilfen gefördert. 

Kurzcharakteristik

In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu tragischen Fällen von Kindstötung oder Kindesmisshandlung, die bundesweit für Aufsehen sorgten. Nicht selten attestieren die Medien den zuständigen Jugendämtern dabei eine Mitschuld. Um die Mitarbeiter/-innen der Jugendämter beim kommunikativen Umgang mit solchen öffentlichkeitswirksamen Krisenfällen zu unterstützen, führten Dr. Liane Rothenberger, Alice Srugies und Kathrin Schleicher unter der Leitung von Dr. Andreas Schwarz von September 2013 bis April 2015 ein Forschungsprojekt am Fachgebiet Medienwissenschaft durch. Das Projekt „Professionelle Kommunikation im Kontext von Krisen: Analyse und Verbesserung des Krisenmanagements der Jugendämter in Deutschland“ wurde auf Basis einer Förderung durch das Nationale Zentrum Frühe Hilfen gefördert.

Das Forschungsprojekt umfasst zwei wissenschaftliche Studien, die ein umfassendes Bild der Kommunikation von Jugendämtern im Kontext von Krisen liefern. Eine Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung von Zeitungen und Zeitschriften wie Bild, Stern und FAZ sowie ausgewählten regionalen Tageszeitungen in den Jahren 2009 bis 2013 analysiert die öffentliche Wahrnehmung von Jugendämtern sowie der verantwortlichen Akteuren in den Kommunen und ihrem Umgangs mit Krisen. Parallel dazu führte das Forscherteam mehr als 30 Leitfadengespräche in deutschen Jugendämtern durch, um die interne Wahrnehmung des Krisenmanagements der Jugendämter, einschließlich deren Handlungsspielräume, Erfahrungen, Bedürfnisse, aber auch Belastungen, zu erfassen.

Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse zeigen, dass das Handeln der Jugendämter in 70% der Medienbeiträge zumindest als Teilursache für Krisen benannt werden. Die Befunde der Leitfadenbefragung legen nahe, dass es den deutschen Jugendämtern noch an geeigneten Krisenkommunikationsinstrumenten wie Krisenkommunikationsplänen, um dem öffentlichen Druck zu begegnen, die interne Abstimmung zu erleichtern und den Mitarbeiter/-innen Orientierung zu bieten. Zentrale Befunde des Forschungsprojektes erscheinen 2015 in einer Monographie.

Auf Basis dieser Forschungsergebnisse hat das Projektteam einen strategischer Leitfaden zur Anleitung des kommunikativen Krisenmanagements in Jugendämtern erarbeitet. Er wird den deutschen Jugendämtern im Herbst 2015 als Arbeitshilfe zugänglich gemacht.

DFG-Projekt

Militärische „Media Relations“. Die Beziehungen von Bundeswehr und US-Streitkräften zu den Medien: Vergleichende Analyse des militärischen Kommunikationsmanagements seit 1990.
(Förderung: DFG; Laufzeit: seit 2009)

Kurzcharakteristik

Bei dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhaben handelt es sich um zwei Teilprojekte, die in einen größeren Forschungsverbund zum Thema „Militär und Medien im 20. Jahrhundert“ integriert sind. Beide Unterprojekte konzentrieren sich auf die Analyse der militärischen Seite der Beziehungen von Militär und Medien. Untersuchungsgegenstände sind demnach die Bundeswehr und die US-Streitkräfte sowie die für die jeweiligen militärischen Organisationen unmittelbar verantwortlichen politischen Leitungsorganisationen (BMVg, Pentagon) in ihren Beziehungen zu den Medien.

Als vergleichende Längsschnittanalyse konzipiert, werden die beiden Teilprojekte die Frage beantworten, wie und aus welchen Gründen sich die Medienbeziehungen der Bundeswehr im Vergleich zu den US-Streitkräften von 1990 bis zur Gegenwart verändert haben. Dabei werden die Aufgaben, Leistungen und Strukturen der Militär-Medien-Beziehungen ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Beziehungen der militärischen zu den sicherheitspolitischen Media Relations. Um das bisher in der Kommunikationswissenschaft vernachlässigte Feld der medienbezogenen Organisationskommunikation des Militärs systematisch erschließen zu können, wird ein Mehrmethoden-Design aus Dokumentenanalysen und Leitfadeninterviews eingesetzt. Mit Hilfe der Ergebnisse wird ein Beitrag zur Etablierung einer Theorie der Politik-Militär-Medien-Interrelationen geleistet.

Forschungsprojekt:

Das Forschungsprojekt "Public Diplomacy" untersucht die Strukturen, das Verständnis und die Anwendung von Public Diplomacy in Deutschland.

Kurzcharakteristik

Public Diplomacy subsumiert alle Kommunikationsaktivitäten individueller und korporativer Akteure, die politische, wirtschaftliche, kulturelle und/oder wissenschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern gestalten und die Wahr­neh­mung des eigenen Landes im Ausland beeinflussen

Während das Konzept in den USA bereits auf eine längere Geschichte zurückblickt, wird es in Deutschland erst seit kurzem verwendet, um Einstellungen und Handlungen ausländischer Regierungen und Bevölkerungsgruppen zu beeinflussen, Ver­ständnis für die Kultur, Positionen und Politik des eigenen Landes zu gewinnen sowie wechselseitiges Verständnis zu erzeugen.

Dieses von Claudia Auer, Sylvia Krichbaum und Alice Srugies unter Leitung von Prof. Martin Löffelholz durchgeführte Forschungsprojekt analysiert Public Diplomacy auf vier Ebenen:

Eine theoriegeleitete Betrachtung systematisiert die bisherigen Erkenntnisse der Public Diplomacy-Forschung und vergleicht Public Diplomacy mit verwandten Konzepten. Eine international vergleichende Analyse arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Public Diplomacy-Praxis und –Forschung in unterschiedlichen Staaten heraus. Eine historische Beschreibung untersucht die Wurzeln und die Entwicklungen des Konzeptes in Deutschland sowie daraus resultierende Empfehlungen für eine zukünftige Public Diplomacy-Praxis.

Eine empirische Analyse auf Basis von Leitfadengesprächen und einer Dokumentenanalyse gibt erstmals einen differenzierten Überblick über die wichtigsten Public Diplomacy-Akteure in Deutschland, ihr Verständnis von Public Diplomacy, ihre Ziele, Zielgruppen, Instrumente und Metho­den, ihre Ressourcen und Evaluationsmaßnahmen sowie die bestehenden Netzwerke.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden 2012 in der Buchpublikation "Public Diplomacy" veröffentlicht.

 

Dissertationsprojekt:

Rothenberger, Liane (2008): Von elitär zu populär? Die Programmentwicklung im deutsch-französischen Kulturkanal arte. Konstanz: UVK

Kurzchrakteristik

Den deutsch-französischen Fernsehsender arte bringen viele mit Schlagworten wie „Kultur“, „Elite“ oder „Minderheitenprogramm“ in Verbindung. Doch treffen diese Vorurteile wirklich zu? Liane Rothenberger beschäftigte sich in ihrem Dissertationsprojekt mit der Entwicklung des arte-Programms von seinen Anfängen 1992 bis zum 15-jährigen Jubiläum 2007. Dabei wurden sowohl der Aufbau des Programmschemas, die Gründe für die Absetzung oder Neuaufnahme einer Sendung als auch die Anteile von Themen und Darstellungsformen unter die Lupe genommen. Dem Vergleich von französischen und deutschen TV-Eigenarten anhand des Magazins „Metropolis“ ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Projekt Online-Journalismus:

Die Transformation aktueller Medienkommunikation. Theoretische und empirische Eingrenzung eines Medienbereichs im Wandel. (DFG)

Kurzcharakteristik

Wie lässt sich Online-Journalismus sowohl theoretisch als auch empirisch beschreiben? Entspricht Online-Journalismus weitestgehend dem traditionellen Journalismus, oder bringt er Strukturen und Handlungsmuster hervor, die ihn als innovativen Journalismus auszeichnen und gleichzeitig eine kommende Transformation des gesamten Journalismus markieren?

Diese zentralen Fragen aktueller Journalismusforschung wurden mit Hilfe eines von der DFG geförderten theoretischen und empirischen Forschungsprogramms beantwortet. Dabei wurde erstens eine Aufarbeitung des Forschungsstandes im deutschsprachigen und im angloamerikanischen Raum vorgenommen, zweitens die Entwicklung eines differenzierten theoretischen Modells, das Phänomene des Wandels adäquat fassen kann, und drittens eine Multimethoden-Studie, die Beobachtungen und Befragungen in ausgewählten Redaktionen

Projekt:

Online-Journalismus: Transnationale Vergleiche zwischen amerikanischen und deutschen Online-Journalisten (Förderung: Alexander-von-Humboldt-Stiftung, TransCoop-Projekt; Laufzeit: 2002-2005)

Kurzcharakteristik

Das Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau und der School of Journalism der Indiana University in Bloomington erfüllte zwei Ziele: Erstmalig in Deutschland wurde ein empirisch gesättigtes, repräsentatives Bild der Einstellungen, Tätigkeitsprofile und Spezifika journalistischen Handelns von Online-Journalisten gezeichnet.

Darüber hinaus wurden durch die zeitlich und inhaltlich enge Anbindung der Studie an eine repräsentative Befragung US-amerikanischer Journalisten Rückschlüsse auf kulturübergreifende Entwicklungen in einem zentralen Innovationsbereich des Journalismus möglich. In Deutschland wurden rund 450 CATI-gestützte Telefoninterviews mit Online-Journalisten geführt.

Dissertationsprojekt:

Hanitzsch, Thomas (2004): Journalismus in Indonesien: Akteure, Strukturen, Orientierungshorizonte, Journalismuskulturen.

Kurzcharakteristik

Im Vielvölkerstaat Indonesien haben der Sturz der Suharto-Diktatur und die demokratischen Reformen zu einer beispiellosen Transformation des Mediensystems geführt. Die Journalisten des südostasiatischen Inselreiches zählen zu jenen gesellschaftlichen Akteuren, die vom Wandel der politischen Gegebenheiten sehr schnell profitieren konnten. Für die kommunikations- und medienwissenschaftliche Forschung ist die bevölkerungsreichste islamische Nation aber auch deshalb interessant, weil sie sich in einem grundlegenden gesellschaftlichen und kulturellen Transformationsprozess befindet.

Gestützt auf Interviews mit 385 professionellen Journalisten vermittelt die Arbeit ein umfassendes Bild von Akteuren, Strukturen und beruflichen Orientierungshorizonten im Journalismus. Damit verfügt die Wissenschaft erstmalig über umfassende Daten zu einem Journalismussystem in ganz Südostasien. Darüber hinaus geht die Arbeit der Frage nach, welche Rolle die kulturelle Praxis bei der Herstellung journalistischer Medienaussagen spielt. Die vorliegenden Befunde machen deutlich, dass sich der Journalismus Indonesiens wenig von dem anderer Regionen der Welt unterscheidet und dass seine Strukturen relativ robust auf kulturelle Einflüsse reagieren.

Projekt:

Alumni-Nachbetreuungsmaßnahme: Globalisation, Religion, and the Media in the Islamic World: The Impact of Cultural Transformation and the Mobilization of the Masses (4. bis 5. sowie vom 8. bis 9. Oktober 2002).

Kurzcharakteristik

Die Fachseminare „Globalisation, Religion, and the Media in the Islamic World“ wurden vom 4. bis 5. sowie vom 8. bis 9. Oktober 2002 in den indonesischen Metropolen Bandung und Yogyakarta durchgeführt. Ausgerichtet wurden die Alumni-Seminare vom FG Medienwissenschaft am IfMK der TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit der islamischen Universität Bandung, der katholischen Atma Jaya Universität Yogyakarta sowie dem indonesischen Verband deutscher Alumni.

Beide Seminare wurden von jeweils etwa 120 Teilnehmern besucht. In den Beiträgen der Referenten ging es um die Beziehungen zwischen Globalisierung, Religion und der gesellschaftlichen Rolle der Medien.

Habilitationsprojekt:

Hepp, Andreas (2004): Translokale Medienkulturen: Deterritorialisierung und die Globalisierung der Medienkommunikation. Ilmenau, Technische Universität Univ., Habil.-Schrift.

Kurzcharakteristik

Im Rahmen des 2003 abgeschlossenen Habilitationsprojektes ging es darum, einen Neuansatz für die Beschreibung von Medienkulturen in Zeiten der Globalisierung von Medienkommunikation zu entwickeln. Ausgehend von einer Diskussion bestehender Ansätze der Medienkulturforschung und deren Kritik erfolgte entlang der Konzepte von Translokalität und Transkulturalität eine Neubestimmung der Erforschung von Medienkulturen. Das dabei entwickelte Konzept „translokaler Medienkulturen“ wurde im Rahmen des Habilitationsprojekts auf unterschiedlichen Artikulationsebenen von Medienkultur erprobt.