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Bisherige Abschlussarbeiten

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Erstellt: Mon, 24 Feb 2020 23:08:08 +0100 in 1.3733 sec


Wahrnehmung und Nutzung von Applikationen der KI in den Public Relations : eine explorative Studie zur Innovationsdiffusion in der PR. - Ilmenau. - 81 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Mit der Digitalisierung geht ein starker Wandel der Arbeitswelt einher. Stichworte sind: Automatisierung, Assistenzsysteme oder Künstliche Intelligenz. Die vorliegende Forschungsarbeit stellt die Effekte der digitalen Transformation auf die Branche der Public Relations dar. Dabei geht es in erster Linie um den nützlichen Einsatz von innovativen Technologien, durch welche für diverse Sektoren neue Ziele erreichbar werden. Von besonderer Relevanz ist die Frage, inwieweit der Annahmeprozess solcher Innovationen in den Public Relations stattfindet und durch welche Einflüsse dieser geprägt ist. Die technische Innovation, die im Mittelpunkt dieser Forschung steht, ist die der künstlichen Intelligenz, welche schon heute partiell ihren Einsatz im Feld der Public Relations findet. Mit Hilfe des Diffusion of Innovation Ansatzes von Rogers (2003) soll der Annahmeprozess von künstlicher Intelligenz in den Public Relations erforscht werden. Die Theorie wird in die verwendete Methodik des leitfadengestützten Experteninterviews eingebunden, um Zusammenhänge von Innovationseigenschaften und Kommunikationskanälen mit dem Diffusionsprozess der künstlichen Intelligenz Applikationen in den Public Relations aufzudecken und eine beispielhafte Perspektive für die Anwendung in der Praxis zu demonstrieren. Die Resultate dieser Forschungsarbeit zeigen den jeweiligen Einfluss der Innovationseigenschaft auf die Innovation, die bevorzugten Kommunikationskanäle und legt eine Prognose der Entwicklung von künstlicher Intelligenz in den Public Relations dar.



Impact of high-profile Social Media crisis response strategies on public perception. - Ilmenau. - 70 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

Krisenkommunikation ist ein Forschungsthema, das von mehreren Wissenschaftlern im Laufe der Jahre untersucht wurde. Der Aufstieg von Social Media Plattformen und Online-Kommunikation wirft neue Fragen auf, die noch nicht vollständig erforscht sind. Seit 2019 wird Twitter als 39. beliebteste Website in Alexa's Top 500 Global Ranking geführt. Diese Studie untersuchte die Auswirkungen von Krisenkommunikationsstrategien auf Twitter und die Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung einer hochkarätigen Person im Vergleich zu einer hochkarätigen Organisation, die in derselben Krise steckt. (RQ) Die Art und Weise, wie Menschen sich mit Prominenten und Organisationen beschäftigen und interagieren, verändert sich. Daher lohnt es sich, die Folgen von Krisenkommunikationsstrategien zu untersuchen, die über Social Media Plattformen wie Twitter bereitgestellt werden. Die ausgewählte Stichprobe bestand aus einem kombinierten Datensatz (N=2.000) von Tweets, die an Roseanne Barr und den CEO von The Walt Disney Company antworteten. Zwei Codebücher wurden entwickelt, eines davon mit Krisenreaktionsstrategien auf der Grundlage der Situational Crisis Communication Theory von Timothy W. Coombs, das andere mit der Kategorisierung verschiedener Emotionen für die Kodierung sowie Krisenzuweisungen und Reputationsbewertungen. Ein Intracodierer-Zuverlässigkeitstest wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit der Codebücher zu testen, und durch statistische Analysen mit IBM SPSS Version 24 wurde festgestellt, dass sowohl der Einzelne als auch die Organisation durch die Krise hindurch ein hohes Maß an Wut und Sympathie empfingen, aber es gab einige Unterschiede in anderen Emotionen, die jeweils für einander ausgedrückt wurden. Das Unternehmen erhielt mehr wütende Tweets (n=611) im Vergleich zum Einzelnen (n=229), sowie eine insgesamt negativere Stimmung (33,9% vs. 23,8%). Die Person (Roseanne) hatte sowohl positivere Bewertungen (7,7%) als Disney (3,6%) im kombinierten Datensatz und weniger negative Bewertungen (17,3%) der Reputation als Disney (28,9%) Wenn man nur die Variable Direkte Attribution betrachtet, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Disney mehr direkte Schuldzuweisungen erhalten hat. In den kombinierten Datensätzen haben 21,9% der Befragten Roseanne und 28,5% The Walt Disney Company/Robert Iger direkt die Schuld zugewiesen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass in diesem Szenario die Organisation mehr Gegenreaktion und härtere Kritik für ihr Engagement erhielt als der Einzelne.



Organization-public relaitons and Student NGOs. - Ilmenau. - Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

Diese Studie basiert auf einer Arbeit zur Organisation und ihrer Öffentlichkeitsarbeit (OPR - organization-public relationships) im Bezug auf studentische Nichtregierungsorganisationen (NROn) und erweitert deren ursprünglichen Umfang sowohl um den Faktor "Loyalität" als auch um die Strategie zur Kultivierung der Mitarbeiterbeziehungen (Stewardships). Zusätzlich dazu untersucht die Studie Strategien zur Analyse und Evaluation jener Mitarbeiterbeziehungen, sowie deren Loyalität und Zukunftssabsichten. Die Untersuchung zielt hauptsächlich darauf ab, die Beziehung zwischen NROn, den Ehrenamtlichen/Freiwilligen und den Wegen zu langfristiger Zusammenarbeit zu verstehen. Zu diesem Zwecke wurden 120 Personen von ausgewählten Nichtregierungsorganisationen befragt. Die Ergebnisse der ursprünglichen Studie zeigen zum Beispiel, dass Vertrauen, Engagement und Zufriedenheit die häufigst als wichtigste Punkte genannt werden. Diese Arbeit zeigt nun sowohl auf, dass die Pflege der Mitarbeiterbeziehungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse einer solchen Befragung hat, als auch dass die Vorstände bei den befragten Organisationen von der Befragung ausgenommen sein sollten.



Kobbe, Elke;
Die Wirkung individueller Parteibindung und visueller Berichterstattung über Kandidatinnen und Kandidaten der Thüringer Landtagswahlen 2019 - eine experimentelle Studie. - Ilmenau. - 73 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Wirkung der visuell politisch isolierten Berichterstattung von den Spitzenkandidaten der Thüringer Landtagswahlen 2019 auf deren Wahrnehmung. Zusätzlich wird untersucht wie die individuelle Parteiidentifikation der Rezipienten einen möglichen Einfluss auf die Wahrnehmung der Kandidaten nimmt. Diese unterteilt sich in die soziale Einbindung, die Persönlichkeitseigenschaften, die Durchsetzungsfähigkeit sowie die Erfolgschance. Im Rahmen der Arbeit wurde eine experimentelle Studie mit vier Versuchsgruppen durchgeführt: Jeweils eine isolierte Darstellung des Kandidaten Bodo Ramelow (Die Linke) und Mike Mohring (CDU) sowie eine eingebundene Abbildung der beiden Politiker. Es zeigte sich, dass die isolierte Darstellung die Wahrnehmung der Kandidaten in allen untersuchten Bereichen negativ beeinflusste. Des Weiteren konnte nachgewiesen werden, dass die individuelle Parteiidentifikation sowohl bei einer isolierten als auch unabhängig von einer visuellen Darstellung, die Wahrnehmung des Kandidaten positiv beeinflusst.



Winkler, Clara;
Mediennutzung und Meinungsführer zum Thema Organspende : eine quantitative Befragung. - Ilmenau. - 60 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von drei Arten von Meinungsführern und der Mediennutzung auf die allgemeine Einstellung und die eigene Einstellung zum Thema Organspende. Zusätzlich werden das Involvement, also die bisherige persönliche Betroffenheit von der Organspende sowie das eigene bereits vorhandene Wissen in die Untersuchung mit einbezogen und auf mögliche Einflüsse kontrolliert. Im Rahmen dieser Studie wurde eine quantitative Befragung mit 200 Probanden durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend mit einer explorativen Datenanalyse ausgewertet wurden. Die statistisch geprüften Zusammenhänge zwischen der Meinungsführerschaft von Personen des öffentlichen Geschehens sowie Experten aus Medizin und Wissenschaft und der allgemeinen Einstellung zur Organspende sind signifikant. Die Signifikanz konnte insbesondere für die Informations- und Komplexitätsreduktion der beiden genannten Meinungsführertypen und der allgemeinen Einstellung zur Organspende nachgewiesen werden. Wider aller Erwartungen gab es jedoch keine Zusammenhänge zwischen der Mediennutzung und der allgemeinen Einstellung. Für die eigene Einstellung zur Organspende konnten ebenfalls keine Einflüsse gemessen werden. Die Ergebnisse dieser Studie sind nicht repräsentativ, sodass lediglich Hypothesen abgeleitet werden konnten, die in weiterführenden wissenschaftlichen Untersuchungen zu überprüfen sind.



Unselt, Janina Jacqueline;
Artificial intelligence technologies and risk communication on YouTube : a quantitative content analysis. - Ilmenau. - 112 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), einer sich schnell entwickelnden Technologie mit hohem Wirkungsgrad, wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. KI wird demnach auch in den Medien diskutiert, besonders seit in 2015 einige Forscher Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von KI geäußert haben. Nicht nur in traditionellen Medien, sondern auch auf YouTube, der weltweit nach Google am meisten besuchte Website, finden sich Inhalte zu KI. Da es noch keine Forschung zu KI-Inhalten auf YouTube gibt, untersucht diese Masterarbeit mit sechs Forschungsfragen die Inhalte und Frames von YouTube Videos zur KI. Der Fokus liegt dabei auf Kommunikatoren, Anwendungsfeldern, Risiken, Nutzen, der Bewertung von KI und auf Handlungsempfehlungen. Um diese zu analysieren, wurde eine quantitative Inhaltsanalyse sowie eine Clusteranalyse von N= 200 Videos durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen hauptsächlich ambivalente Videos (46%), die von privaten Kanalinhabern (50%) veröffentlicht wurden. Kommunikatoren sind mehrheitlich männlich (59%) und dabei meistens Wissenschaftler, Vertreter von Unternehmen oder Journalisten/ Medien. Die häufigsten Risiken sind die Abwesenheit von Ethik, Kontrollverlust, negative Auswirkungen auf Arbeit und Singularität. Vorteile hingegen wurden vor allem für die Bereiche Gesundheitswesen, Transport, Unterhaltung und Arbeit gefunden. Als verantwortlich für Risiken und Nutzen werden die KI Technologie selbst als auch KI-Anwendungen genannt. In einer zweistufigen Clusteranalyse wurden zwei Frames identifiziert. Im ersten Frame (40,5%) gibt es eine ambivalente bis negative, tiefgreifende und risikobewusste Erfassung der Künstlichen Intelligenz, während KI im zweiten Frame (59,5%) positiv bis ambivalent, oberflächlich und unter Vernachlässigung von Risiken diskutiert wird. Die Ergebnisse können sowohl in zukünftiger Forschung als auch in der Risikokommunikationspraxis berücksichtigt werden.



Pellner, Selina;
Visual Framing-Strategien von Instagram-Influencern - ein Vergleich von Plus Size- und Skinny-Influencer-Profilen. - Ilmenau. - 86 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, die Visualisierung der Instagram-Beiträge von Plus-Size- und Skinny-Influencern zu vergleichen. Um die Beiträge zu untersuchen, wird eine quantitative Bildinhaltsanalyse durchgeführt. Anhand der visuellen Frame-Elemente kompositorische Elemente sowie Bildinhalt, formalen Kategorien und externe Beziehungen werden 293 Instagram-Beiträge der Plus-Size-Influencer Sarina Nowak, Charlotte Kuhrt und der Skinny-Influencer Carmen Kroll und Anne-Sophie Schmidt untersucht. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf behandelte Themen, die stereotype Genderdarstellung basierend auf Goffmans Gender Advertisements (1976), die Sexualisierung der Darstellungsweisen sowie die Engagement-Rate der Instagram-Nutzer gelegt. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass es signifikante Unterschiede in der Visualisierung von Instagram-Beiträgen zwischen Plus-Size- und Skinny-Influencern gibt. Demzufolge wirkt sich das Körpergewicht mit der damit zusammenhängenden Figur auf die Selbstdarstellung auf Instagram aus.



Erdogan, Ezgi;
Social Media Relations von Startup-Unternehmen auf Instagram. - Ilmenau. - 43 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Social Media Relations werden für Startup-Unternehmen immer populärer. Dabei geht es um Beziehungspflege über die Social-Media-Kanäle, zum Beispiel Instagram. Unternehmen haben die Möglichkeit, durch die verschiedenen Online Medien mit Stakeholdern zu interagieren, um die Beziehung untereinander zu stärken. Besonders für Startups hat die Bindung zu Stakeholdern eine große Bedeutung. An dieser Stelle knüpft die vorliegende Studie an und analysiert wie Startup-Unternehmen auf Instagram eine Beziehung zu Stakeholdern aufbauen und mit diesen interagieren. Theoretische Grundlage bieten die PR-Ziele und die Dimensionen des "organization-public relationships"-Ansatzes (OPR). Wichtig dabei ist auch die Glaubwürdigkeit der Startup-Unternehmen auf Instagram. Dazu wurden fünf Experteninterviews mit den Gründern von Startups durchgeführt, um die Beziehung und Bindung zu Stakeholdern zu analysieren. Die Expertenaussagen wurden anschließend mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass der OPR-Ansatz und die PR-Ziele gegenseitige Einflüsse und Zusammenhänge haben, die auch auf Instagram übertragen werden können. Startup-Unternehmen nutzen vielseitige Interaktionsmöglichkeiten, um die Beziehung zu ihren Stakeholdern aufzubauen und diese zu stärken. Sie empfinden Instagram als ein positives Medium, das für die Markenbildung, Reichweitengenerierung und PR-Arbeit von Vorteil ist. Zukünftige Untersuchungen sollen die PR-Strategien von großen Unternehmen auf Instagram erleuchten.



Schuller, Janine;
Der Einfluss von Meinungsführern auf der Social-Media-Plattform Instagram auf das Ernährungsverhalten der Rezipienten. - Ilmenau. - 76 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die aktuelle und sich stetig weiterentwickelnde Medienumgebung bietet immer mehr digitale Informations- und Kommunikationswege. Nicht nur in der klassischen Werbung, sondern auch in der nicht-kommerziellen Kommunikation sind diese in den letzten Jahren mehr und mehr in den Fokus gerückt. Dies zeigen auch zahlreiche erfolgreiche Kampagnen mit digitalen Meinungsführern in den sozialen Medien. Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Einfluss von individuellen und kollektiven Meinungsführern auf der Social-Media-Plattform Instagram auf das beabsichtigte Ernährungsverhalten der Rezipienten näher zu untersuchen. In diesem Zusammenhang wird außerdem betrachtet, inwiefern sich individuelle und kollektive Meinungsführer hinsichtlich der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit und Attraktivität durch die Rezipienten unterscheiden und welchen Einfluss diese Faktoren auf die Handlungsintention haben. Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Untersuchung in Form einer experimentellen Online-Befragung durchgeführt, die sich an Instagramnutzer in Deutschland richtete. Als Medienstimulus diente ein fiktiver Instagrampost eines Meinungsführers zum Thema Essen und Ernährung. Der individuelle Meinungsführer wurde dabei stellvertretend von der Influencerin Pamela Reif und der kollektive Meinungsführer von der Techniker Krankenkasse repräsentiert. Die Ergebnisse zeigten, dass weder ein direkter noch ein indirekter Einfluss der Quelle auf die Handlungsintention der Rezipienten festgestellt werden konnte. Somit konnte auch keine eindeutige Vorrangstellung eines individuellen oder kollektiven Meinungsführers identifiziert werden. Entsprechend der Datenlage war es für die Probanden lediglich entscheidend, ob sie die Quelle als attraktiv wahrnahmen. Auf dieser Grundlage empfiehlt es sich bei der Konzeption von nicht-kommerziellen Kampagnen und Kommunikationsmaßnahmen auf Instagram mit Meinungsführern zu kooperieren, welche von den Rezipienten als attraktiv wahrgenommen werden bzw. als Ersteller selbst eine möglichst hohe wahrgenommene Attraktivität anzustreben. Weitere Einflussfaktoren auf die Handlungsintention der Rezipienten gilt es in künftigen Anschlussforschungen zu identifizieren.



Die Krisenkommunikation der Polizei Sachsen : eine quantitative Analyse von Facebook-Postings und Kommentaren am Beispiel der Unruhen in Chemnitz 2018. - Ilmenau. - 90 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die Krisenkommunikation ist ein inzwischen etablierter Bereich der Kommunikationswissenschaften, doch die stetige Veränderung der Medienlandschaft erfordert es alte Erkenntnisse unter neuen Blickwinkeln zu betrachten und neue Medien einzubeziehen. Die Krisenkommunikation öffentlicher Behörden wie der Polizei unterliegt besonderen Anforderungen, die sich stark von denen wirtschaftlicher Organisationen unterscheiden. Diese Bachelorarbeit vergleicht im Kontext der Unruhen in Chemnitz 2018 die Krisenkommunikation der sächsischen Polizei und die Reaktionen der Öffentlichkeit auf diese hinsichtlich des Grads der wahrgenommenen Verantwortung, die Emotionen der Öffentlichkeit und ihre Bewältigungsstrategien. Auf Grundlage der Situational Crisis Communication Theory und des Integrated Crisis Mapping Modell sowie Erkenntnisse des aktuellen Forschungsstandes konnte festgestellt werden, dass die Polizei Sachsen vor allem im Sinne der Transparenz Informationen veröffentlicht und eine stärkende Position eingenommen hat. Dennoch sind die Reaktionen der Öffentlichkeit vor allem negativ, jedoch konnte auch ein nicht geringer Anteil an Dankbarkeit gegenüber der sächsischen Polizei festgestellt werden. Zumeist wurden konative Bewältigungsstrategien gewählt.



Strategien und Prozesse interkultureller interner Unternehmenskommunikation. - Ilmenau. - 203 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht Strategien und Prozesse interkultureller interner Unternehmenskommunikation. In Kooperation mit der Bosch GmbH Japan wurde der Einfluss kultureller Unterschiede auf die Kommunikation im Projektmanagement genauer untersucht. Hierbei wurden sieben Experteninterviews mit MitarbeiterInnen der Bosch-Niederlassung in Japan, sowie Deutschland geführt. Die Experten wurden dabei in zwei Gruppen eingeteilt: Gruppe Eins (japanische Projektleiter aus unterschiedlichen Kundenteams) und Gruppe Zwei (Leitung des Project Management Office in Japan und Deutschland), die für die Gestaltung der Prozesse bei Bosch zuständig sind. Im Mittelpunkt stand die Untersuchung der allgemeinen internen Kommunikation im Projektmanagement und die Art und Weise wie kommuniziert wird (je nach Kultur). Den theoretischen Rahmen bildeten eine Kombination der sechs Kulturdimensionen der GLOBE-Studie (2010), sowie das Organisationsmodell von Gudykunst und Kim (2003). Ergebnisse ergaben, dass kulturelle Unterschiede Einfluss auf die interne Kommunikation im Projektmanagement nehmen. Dies kann in unterschiedlichen Formen in der nonverbalen als auch verbalen stattfinden. Aufgrund der vielen Kulturen, die bei der Firma Bosch GmbH zusammenkommen ist es nicht möglich jede einzelne Kultur bei der Gestaltung von Prozessen zu berücksichtigen. Zur Minimierung von Missverständnissen durch kulturelle Unterschiede werden MitarbeiterInnen vorbeugend durch Trainings darauf aufmerksam gemacht.



Weber, Christine Ute;
Der Einfluss von Kovariationsinformationen und Krisenkommunikationsstrategien auf die Unternehmensreputation : Überprüfung des erweiterten SCCT-Modells. - Ilmenau. - 98 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

In Zeiten der globalisierten Medienlandschaft, die Nachrichten in Sekundenschnelle weltweit abrufbar machen, ist gerade in Krisensituationen eine Kommunikationsstrategie erforderlich, die den Reputationsverlust von Unternehmen möglichst gering hält. Für die passende Auswahl einer solchen Kommunikationsstrategie wurde die SCCT von Coombs entwickelt und später durch Schwarz um Kovariationsinformationen erweitert. Die vorliegende Bachelorarbeit knüpft an dieser Erweiterung an und überprüft den Zusammenhang zwischen den Krisensituationen erweitert um Kovariationsinformationen und den empfohlenen Kommunikationsstrategien. Dafür wird eine empirische Studie mit einem experimentellen Fragebogen durchgeführt. Anhand der Ergebnisse können keine statistisch abgesicherten Interaktionseffekte zwischen Kovariationsinformation und Kommunikationsstrategie auf die Verantwortungsattribution oder die Reputation nachgewiesen werden. Jedoch können sowohl für die Verantwortungsattribution als auch für die Reputation signifikante Haupteffekte gezeigt werden. In der durchgeführten Studie kann jedoch gezeigt werden, dass sich die Verantwortungsattribution durch die Stakeholder durch die verschiedenen Kovariationsinformationen unterscheidet. Zusätzlich bestätigt die Studie, die Befunde von Coombs und Schwarz, einer höheren Verantwortungsattribution in der Kommunikationsstrategie Apology, als in der Kommunikationsstrategie Denial. Abschließend kann gezeigt werden, dass durch die Kovariationsinformation HHG eine höhere Reputationswert vorliegt, als im Kovariationsmuster GGH. Im gleichen Zuge kann die Studie einen höheren Reputationswert für die Kommunikationsstrategie Apology, im Vergleich zur Kommunikationsstrategie Denial nachweisen. Die Arbeit schließt mit der Diskussion und praktischen Relevanz der Ergebnisse sowie einem Ausblick für zukünftige Forschung ab.



Manfouo, Georges;
Crisis reporting of the Facebook-Cambridge Analytica data scandal : a comparative quantitative content analysis of American, British, and French media. - Ilmenau. - 91 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

Diese Arbeit analysiert, wie der Facebook-Datenskandal von der amerikanischen, britischen und französischen Zeitung gestaltet wurde. Diese Untersuchung analysierte, welchen Rahmen die Medien der verschiedenen Länder verwendeten, und analysierte, wie die Zeitungen in jedem Land den Skandal umrahmten. Dieses Papier zielte auch darauf ab, den in den Zeitungen gemeldeten Krisentyp sowie die Strategie zur Krisenbewältigung zu kennen, um eine Beziehung zu den verwendeten Frames zu finden. Den Rahmen für diese Arbeit bildeten die situative Krisenkommunikationstheorie und die fünf Rahmentypen Semetko und Valkenburg (2000). Um Antworten auf die Arbeit zu finden, wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, in der Artikel zum Facebook-Datenskandal ausgewählt wurden. Für jedes Land wurden zwei Zeitungen nach ihrer politischen Orientierung ausgewählt, die links oder rechts war. Insgesamt wurden sechs Zeitungen ausgewählt und alle Artikel wurden aus der Lexis-Nexis-Datenbank abgerufen, mit Ausnahme der Zeitung Le Figaro, wo Artikel von ihrer Website abgerufen wurden. Zweihundertundvierzig Artikel wurden abgerufen und die Ergebnisse zeigen, dass der am häufigsten verwendete Rahmen für amerikanische Zeitungen der Moralrahmen war, während die britischen Zeitungen mehr von dem Konfliktrahmen und die Franzosen den Rahmen für Human Interest verwendeten. Der am häufigsten gemeldete Krisentyp war das organisatorische Missverständnis, und die dargestellte Krisenreaktionsstrategie war die Wiederaufbaureaktionsstrategie. Diese These trug dazu bei, die Dynamik der Krisengestaltung in einem Sinn zu verstehen, in dem Länder eine Krise nicht immer auf die gleiche Art einordnen.



Tietze, Manuel;
Framing in der Berichterstattung über künstliche Intelligenz : eine quantitative Online-Inhaltsanalyse der Berichterstattung deutschsprachiger IT-Medien über künstliche Intelligenz. - Ilmenau. - 160 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Online-Berichterstattung über die vielleicht wichtigste technologische Entwicklung in diesem Jahrhundert: Künstliche Intelligenz. Ziel der Untersuchung war es, Medien-Frames in der KI-Berichterstattung zu identifizieren. Basierend auf dem Framing-Ansatz nach Entman (1993) wurden im Zuge einer Vollerhebung Medientexte (n=320) der zehn reichweitenstärksten deutschsprachigen Tech-Portale (IT-Medien) über den Zeitraum vom 01. Oktober 2018 bis 31. Januar 2019 mit der empirischen Forschungsmethode einer quantitativen Online-Inhaltsanalyse explorativ untersucht. Ausgehend von dem methodischen Ansatz nach Matthes & Kohring (2004) wurden die einzelnen Frame-Elemente erhoben, mit einer hierarchischen Clusteranalyse ausgewertet und so eine Vier-Cluster-Lösung identifiziert. Es wurde die große Relevanz des Chancen-Risikodiskurses in der KI-Berichterstattung festgestellt. Im "struggle over meaning" besitzt die Wirtschaft die Deutungshoheit, während die Politik überdurchschnittlich häufig mit den Risiken der Technologie im Kontext steht. Es wurde weiterhin ein Interessenunterschied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft deutlich: Während der von der Wissenschaft dominierte Frame eine soziale Chancenberichterstattung aufweist, wird in den wirtschaftlich dominierten Frames über physische und finanzielle Chancen der KI berichtet. Zudem konnte ein unterschiedliches Framing zwischen Tech-Portalen, die als Zielgruppe professionelle IT-Anwender fokussieren, und solchen, die sich an den durchschnittlichen Endverbraucher richten, identifiziert werden. Insgesamt ist die Berichterstattung der untersuchten deutschsprachigen Tech-Portale über künstliche Intelligenz als technologiefördernd einzustufen. Die Studie richtet sich einerseits an Forschende der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie der Risikokommunikation, andererseits an KommunikatorInnen aus dem technologischen Umfeld.



Das Framing der Krisenkommunikation zum Dieselskandal in deutschen Online-Medien : eine quantitative Inhaltsanalyse. - Ilmenau. - 82 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

2015 wurde der Dieselskandal in Deutschlands wichtigster Industrie bekannt und erschütterte das ganze Land. Die vorliegende Studie befasst sich mit der Medienberichterstattung deutscher Onlinemedien über die Krisenkommunikation der beliebtesten deutschen Automobilhersteller im Dieselskandal. Der Fokus liegt hierbei auf der Identifikation der Medienframes. Außerdem wurde untersucht, ob und welche Unterschiede in der Berichterstattung bezüglich der einzelnen Automobilhersteller identifiziert werden können. Dafür wurden 200 Artikel der FAZ, SZ, Welt und Bild im Zeitraum von 18.09.2015 bis 18.09.2018 mittels Inhaltsanalyse ausgewertet. Die theoretische Grundlage der Studie bildet die Framingtheorie nach Entman (1993) und deren Weiterentwicklung nach Matthes (2007) und Matthes und Kohring (2004). Mittels Two-Step-Clusteranalyse konnten drei Medienframes identifiziert werden. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass sich die Medien in ihrer Berichterstattung sehr auf Volkswagen und kaum auf die anderen Automobilhersteller konzentriert hat. Darüber hinaus wurde die Krisenkommunikation von den Medien nur sehr selten thematisiert. Wurde eine Bewertung vorgenommen, fiel diese fast ausschließlich negativ aus.



Bicke, Fabienne;
Krisenkommunikation, Attribution und Emotionen im Kontext des Facebook-Datenskandals 2018 : eine quantitative Inhaltsanalyse von Facebook-Kommentaren. - Ilmenau. - 113 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Mitte März 2018 wurde bekannt, dass durch eine programmierte App von Alexandr Kogan über die soziale Plattform Facebook weltweit mehrere Millionen Daten teilnehmender Nutzer sowie derer Facebook-Freunde gesammelt und ungerechtfertigt an die Firma Cambridge Analytica verkauft worden sind. In der vorliegenden Arbeit werden, ausgehend von der Situational Crisis Communication Theory (SCCT) nach Coombs (2007), die verwendeten Krisenreaktionsstrategien über die soziale Plattform Facebook in ausgewählten Posts (n=4) identifiziert. Weiter werden das Ausmaß der Emotionen Wut, Schadenfreude, Sympathie, Trauer, Angst und Entsetzen sowie der Verantwortungsattributionen in den zugehörigen 2243 Kommentaren im Untersuchungszeitraum vom 26.03.-16.07.2018 analysiert. Die Auswertung der Inhaltsanalyse zeigt eine Kombination widersprüchlicher Krisenreaktionsstrategien. Seitens der Stakeholder werden eine überwiegend wütende Reaktion und hohe Verantwortungszuschreibung bezüglich Facebook dargelegt. Parallel zu den Befunden von Coombs und Holladay (2005) ist die krisenbedingte Verantwortungsattribution positiv mit Wut und Schadenfreude und negativ mit Sympathie verbunden. In Anlehnung an der Loveparade-Studie von Schwarz (2012) zeigt sich, jedoch entgegen der Annahmen, eine negative Korrelation der krisenbedingten Verantwortungsattribution mit den negativen Auswirkungen auf die Reputation von Facebook.



Koch, Philipp;
Die Krisenkommunikation in der Chemiebranche : eine quantitative Inhaltsanalyse der Printmedienberichterstattung über den tödlichen Unfall auf dem Werksgelände der BASF 2016. - Ilmenau. - 109 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Diese Arbeit befasst sich mit Identifizierung von Medienframes in der Printmedienberichterstattung über die Krisenkommunikation der Chemiebranche. Über den Vorfall auf dem BASF Werksgelände 2016 wurden insgesamt 190 deutsche Artikel von regionalen und überregionalen Tageszeitungen inhaltsanalytisch ausgewertet. Es wurde eine Klumpenstichprobe im Zeitraum von elf Monaten, beginnend am Unfalltag gezogen. Die Auswertung der Ergebnisse ergab durchaus Unterschiede in regionaler und überregionaler Berichterstattung hinsichtlich gefundener Frame-Elemente und Frames. Ferner war eine Identifikation von Krisenkommunikationsstrategien in diesen Medien und offiziellen Pressemitteilungen der BASF möglich. Das Fazit wurde zur Bildung von Hypothesen für Anschlussforschungen verwendet. Als theoretische Grundlage dienten die Frame-Elemente von Entman und das Situational Crisis Communication Theory nach Coombs und Holladay, erweitert durch Schwarz.



Simek, Jan-Ture;
Verankerung im Marketing. - Ilmenau. - 82 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

In der vorliegenden Bachelorarbeit wird untersucht, wie Zahlenwerte in Printwerbung die Werbewirkung beeinflussen. Grundlage der Arbeit ist die Theorie des Ankereffekts, die besagt, dass Schätzungen und auf Schätzungen basierende Urteile über Zahlenwerte, in Richtung auf Zahlenwerte, die keinen inhaltlichen Bezug zum gesuchten Schätzwert haben, verzerrt werden können (Tversky & Kahneman, 1974). Dazu wurden 147 TeilnehmerInnen in einer vollstandardisierten Onlinebefragung befragt. Es konnte ein Ankereffekt nach Tversky und Kahneman (1974) festgestellt werden: Ein unabhängiger Zahlenwert auf einer Printwerbung verzerrt demnach die Schätzung eines gesuchten Zahlenwerts in Richtung des unabhängigen Zahlenwerts. Deutliche Wirkungen auf Kaufintention oder Einstellung bezüglich des beworbenen Produkts konnten allerdings nicht gefunden werden. Die Studie richtet sich einerseits an Forschende der Kognitionspsychologie und der Wirtschaftswissenschaften, andererseits an KonzeptionistInnen des Marketings.



Rogazewski, Philip;
Corporate Ability versus Corporate Responsibility : Effekte der Corporate Communication Strategy auf die Zielgruppe eines Unternehmens. - Ilmenau. - 64 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Bachelorarbeit erforscht anhand eines Fallbeispiels die Wirkung unterschiedlicher Social Media Kommunikationsstrategien von Unternehmen auf deren Zielgruppe. Die zugrundeliegende Forschungsfrage lautet dementsprechend: Wie sind die Effekte unterschiedlicher Kommunikationsstrategien (Corporate Social Responsibility/Corporate Ability/Hybrid) auf die Einstellungen gegenüber einem Unternehmen in dessen Zielgruppe? Es wurde ein experimentelles Forschungsdesign gewählt, um mithilfe einer Onlinebefragung die häufig divergenten Ergebnisse der vorherigen Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet in Kontext zu setzen und erweitern zu können. Aus den Forschungsergebnissen lässt sich ableiten, dass die Corporate Social Responsibility Strategie den anderen Strategien klar vorzuziehen ist, was zeigt, dass der Erfolg der Unternehmenskommunikation maßgeblich von der jeweils richtigen Strategiewahl abhängig ist. Weiterhin lassen sich aus den Ergebnissen zukünftige Forschungsmöglichkeiten ableiten.



Die Berichterstattung über Künstliche Intelligenz in deutschen Medien : eine quantitative Inhaltsanalyse. - Ilmenau. - 115 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Künstliche Intelligenz ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und erfasst und verändert mit zunehmendem Tempo fast alle Bereiche der Gesellschaft nachhaltig. Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, welches Bild von Künstlicher Intelligenz in überregionalen deutschen Medien erzeugt wird und ob die positiven oder negativen Aspekte in der Presseberichterstattung im Vordergrund stehen. Das Ziel dieser Forschung ist dementsprechend, Aufschluss über das Bild Künstlicher Intelligenz in den deutschen Medien zu geben. Viele Menschen beziehen ihr Wissen zum Thema aus der Medienberichterstattung. Die Medien beeinflussen die Meinungsbildung der Leser somit maßgeblich. Untersuchungsgegenstand sind aktuelle Zeitungsartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, des Spiegels und der Zeit. Der Gegenstand wird anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse näher erörtert. Um Deutungsmuster innerhalb der Artikel zu analysieren, wurde der Arbeit der Framing-Ansatz nach Entman (1993) mit Auslegung nach Matthes und Kohring (2004) zugrunde gelegt. Insgesamt wurden 189 Artikel untersucht und die erhobenen Daten anschließend deskriptiv ausgewertet. Außerdem erfolgte mittels einer hierarchischen Clusteranalyse die Extraktion der Frames. So konnten anhand des Untersuchungsgegenstandes vier Medien-Frames in der Berichterstattung ausgemacht werden. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass deutsche Qualitätsmedien überwiegend positiv berichten und oft stark auf den medizinischen und wirtschaftlichen Nutzen von Künstlicher Intelligenz Bezug nehmen. Kritische Hinterfragungen in der Berichterstattung finden kaum statt. Die Forschungsarbeit soll einen ersten Überblick und Anstoß für weitere Forschungen auf dem Gebiet geben.



Kostin, Dana;
Die Online-Berichterstattung über autonomes Fahren : eine quantitative Frame-Analyse. - Ilmenau. - 77 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Autonomes Fahren gerät immer mehr in den Fokus öffentlicher Diskussionen. Nicht nur PolitikerInnen oder Unternehmen nehmen sich dieser Problematik an, sondern auch die Medien. Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht existieren bis dato keine Studien zum autonomen Fahren. Diese Arbeit nimmt sich eben genanntem Thema an und verfolgt das Ziel, auf Basis des Framing-Ansatzes nach Entman (1993) sowie dessen Auslegung nach Matthes und Kohring (2008) auf quantitativem Weg Medien-Frames zu identifizieren. Eine hierarchische Clusteranalyse ergab sechs Medien-Frames, deren Vorkommen sich im Untersuchungszeitraum von 2013 bis 2018 verändert haben. Ein Vergleich der betrachteten Online-Nachrichtenmagazine Spiegel, Focus und Stern zeigte sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede auf.



Scherer, Sarah;
Emotional, informative and mixed advertising appeals in non-profit brand image campaigning. - Ilmenau. - 221 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

Non-Profit-Organisationen sind aufgrund des Wachstums des Non-Profit-Sektors einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Daher muss sich Werbung als mächtigstes Instrument, um Markenbekanntheit, eine positive Markenhaltung und den Erhalt von Spenden und Freiwilligen zu schaffen, von der Masse abheben. Diese Thesis liefert innovative wissenschaftliche Erkenntnisse, um die Forschungslücke im Bereich Non-Profit-Werbung zu schließen. Dazu werden emotionale, rationale und gemischte Werbeanzeigen verglichen um ihre Werbewirkung eingehend zu analysieren. Eines der Hauptziele war die Entwicklung und Validierung eines konzeptionellen Non-Profit-Werbe-Effekt-Modells, das hauptsächlich auf der Integration des von Kroeber-Riel eingeführten Werbe-Effekt-Modells basiert. Im Rahmen einer experimentellen Studie wurden 545 in Deutschland ansässigen Teilnehmern fiktive Werbeanzeigen vorgelegt, um die Wirksamkeit anhand einer Online-Umfrage festzustellen. Deskriptive Statistik, Varianz- und Kovarianzanalyse sowie Korrelationen zeigen nicht nur die Angemessenheit des vorgeschlagenen Modells, sondern vermitteln auch tiefe Einblicke bezüglich der Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen. Die Ergebnisse zeigen, dass die emotionale Werbung zu der besten Evaluierung der Organisation führt, gefolgt von der gemischten und zuletzt der informativen Werbung. Erwähnenswert ist die Bedeutung des persönlichen Involvements, welches einen größeren Einfluss auf die Werbewirkung hat als die Werbung an sich. Im Allgemeinen erzeugt die emotionale und gemischte Werbeanzeige bessere Werbeeffekte. Informative Werbeanzeigen führen jedoch zu einer höheren Glaubwürdigkeit der Werbung. Praktikern wird empfohlen, in erster Linie das Werbeziel zu definieren, um den richtigen Werbeanreiz für die reaktivste Bevölkerung auswählen zu können.



Schmidt, Lydia;
Glaubwürdigkeit von Influencern auf Instagram : Einfluss von Themen-Homogenität und wahrgenommener Interaktion auf die Glaubwürdigkeit eines Influencers. - Ilmenau. - 99 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss es auf die Glaubwürdigkeit eines Influencers auf Instagram ausübt, wenn sich dieser mit homogenen Themen beschäftigt und auf Kommentare seiner Follower antwortet. Zusätzlich dazu wurde untersucht, inwieweit sich die wahrgenommene Glaubwürdigkeit eines Influencers auf sein Beeinflussungspotenzial auswirkt. Dafür wurde ein Online-Befragungsexperiment im 2x2-faktoriellen Design, mit 253 Probanden durchgeführt. Die beiden zu untersuchenden Faktoren waren dabei Themen-Homogenität (hoch/ niedrig) sowie wahrgenommene Interaktion (vorhanden/ nicht vorhanden). Die Probanden wurden dazu in vier Untersuchungsgruppen eingeteilt, in denen ihnen jeweils fünf Beiträge einer Influencerin gezeigt wurden. In diesen waren die beiden Faktoren Themen-Homogenität und wahrgenommene Interaktion jeweils in einer ihrer Ausprägungen vorhanden. Die theoretische Basis der Studie bildeten Theorien zur Meinungsführerschaft (Lazarsfeld, Berelson, & Gaudet, 1944) sowie das Source-Credibility-Modell (Hovland, Janis, & Kelley, 1953). Ausgehend von der Annahme Glaubwürdigkeit sei ein mehrdimensionales Konstrukt, wurde diese in der vorliegenden Bachelorarbeit anhand der beiden Dimensionen Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz gemessen. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die wahrgenommene Interaktion die Glaubwürdigkeitsbeurteilung positiv beeinflusste, während die Themen-Homogenität keinen signifikanten Einfluss auf die Glaubwürdigkeitsbeurteilung ausübte. Darüber hinaus konnte ein positiver Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit und dem Beeinflussungspotenzial der Influencerin festgestellt werden.



Mayr, Viktoria;
Die Krisenkommunikation der Echo Verleihung 2018 : eine quantitative Inhaltsanalyse von Krisenkommunikationsstrategien und Nutzerbewertungen auf Facebook. - Ilmenau. - 111 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Soziale Medien eröffnen Organisationen viele neue Möglichkeiten, um mit ihren Stakeholdern zu interagieren. Vor allem in Krisenfällen nimmt die Bedeutung immer mehr zu, da auf Social Media Plattformen ein direkter und kurzer Kommunikationskanal zwischen Organisation und Stakeholder entsteht. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht mithilfe einer Inhaltsanalyse die Krisenkommunikation des Bundesverband Musikindustrie, kurz BVMI, die mit der Musikpreisverleihung Echo im Jahr 2018 die für sie größte Krise auslöste. Die Arbeit soll Aufschluss darüber geben, inwieweit der Verband die Plattform Facebook zur Krisenkommunikation genutzt hat. Basierend auf der Situational Crisis Communication Theory von Timothy Coombs werden die Kommunikation, aber auch die Krisenwahrnehmung der Facebook-Nutzer analysiert. Dafür wurden die vom BVMI veröffentlichten Beiträge auf der Echo Facebookseite und deren Kommentare analysiert. Hierbei ergaben die Resultate, dass der Verband selbst eine moderate bis hohe Verantwortung akzeptierte und mehrere Krisenkommunikationsstrategien anwandte. Obwohl der BVMI die für den Krisenfall angebrachte Strategien nutzte, bewerteten die Nutzer die Kommunikation, sowie allgemein die Organisation negativ. Zusätzlich wurden Zusammenhänge zwischen Krisenkommunikation, Verantwortungsattribution, Ursachenzuschreibung und allgemeiner Bewertung untersucht, wobei lediglich eine Korrelation zwischen Verantwortungsattribution und allgemeiner Bewertung, und externen Ursachen und niedriger Verantwortungsattribution ersichtlich war und widerlegt damit den momentanen Forschungsstand in einigen Punkten. Die Arbeit soll als Input und Anstoß für weitere Studien über Krisenkommunikation in sozialen Medien dienen, damit in Zukunft wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen für Unternehmen in Krisen gegeben werden können.



Keller, Niklas;
PR-Strategien von Rundfunkanstalten und Streamingdiensten im Vergleich. - Ilmenau. - 81 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht PR-Strategien von öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten. Ergänzend werden PR-Strategien von Rundfunkanstalten und Streamingdiensten miteinander verglichen. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine qualitative Studie durchgeführt, in der sieben Kommunikatorinnen und Kommunikatoren von Fernsehsendern und Video-Streamingdiensten mithilfe eines Leitfadeninterviews interviewt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die PR-Abteilungen von öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten sehr strategisch arbeiten und nur wenige Unterschiede zwischen den praktischen Ausführungen bestehen. Vor allem die Legitimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nimmt bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einen hohen Stellenwert ein, den die privaten Anbieter nicht haben. Zwischen Rundfunkanstalten und Streamingdiensten existieren ebenfalls nur wenige Unterschiede. Die PR von Streamingdiensten ist in ihrer Arbeit durch das nicht-lineare Angebot freier in ihrer Schwerpunktsetzung. Die Arbeit liefert Erkenntnisse über die Öffentlichkeitsarbeit von Rundfunkanstalten und Streamingdiensten und trägt mit seinen Ergebnissen zum Forschungsgebiet der Rundfunk-PR bei.



Rosenberg, Lea;
Motive jugendlicher Follower von Instagram-Influencern : eine explorative Studie in Tradition der Uses-and-Gratification-Forschung. - Ilmenau. - 76 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2019

Instagram hat sich in den letzten Jahren zum zweitwichtigsten Sozialen Medium für Jugendliche von 12 bis 19 Jahren entwickelt. Die Instagram App wird von der Mehrheit dieser Altersgruppe täglich genutzt und ist damit ein fester Bestandteil ihres Alltages. Ein Großteil der Jugendlichen folgt via Instagram Influencern. Diese haben einen großen Einfluss auf das Empfinden und Handeln ihrer Follower. Die Studie untersucht, auf welche Weise Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren Instagram und Influencer Angebote auf Instagram nutzen. In der Tradition des Uses-and-Gratification-Ansatzes wird ergründet, aus welchen Motiven Jugendliche dieser Altersgruppe Influencern auf Instagram folgen. Zur Erhebung wurde eine quantitative Online Befragung mit 182 Jugendlichen durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden faktorenanalytisch ausgewertet und zeigen insgesamt sieben Motivdimensionen auf, weshalb Jugendliche Influencern folgen. Zu den wichtigsten Motiven gehören die Suche nach Informationen, Eskapismus und parasoziale Interaktion bzw. Beziehung.



Media frames of Facebook's data privacy scandal in 2018 : a comparative content analysis of media coverage in the US and Germany. - Ilmenau. - 92 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

Die vorliegende Thesis analysiert auf der Grundlage der nationalen Datenschutzbestimmungen Unterschiede im Framing U.S.-amerikanischer und deutscher Medien zur Krise von Facebook und Cambridge Analytica im Jahr 2018. 300 Artikel aus der Los Angeles Times, der The New York Times, der Süddeutschen Zeitung sowie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurden hierzu mithilfe eines Codebuchs als Forschungsinstrument quantitativ untersucht. Das Ziel der Studie ist es, explorativ neue Frames auf Basis der vier Frame-Elemente Problemdefinition, Kausalattribution, Moralische Bewertung und Handlungsempfehlung zu identifizieren. Hierzu wurden die Berichte genannter Zeitungen über die Krise sowie die Reaktion von Facebook in Bezug auf Krisenursachen, Krisenreaktion, Risikobewertung und Folgen untersucht. Zwei Frames konnten identifiziert werden, welch den U.S.-amerikanischen und deutschen Berichterstattungen zuzuschreiben sind. Auch wenn nationale Datenschutzbestimmungen als unabhängige Variable dieser Studie in Frage gestellt werden sollten, zeigt die Studie die Notwendigkeit national und kulturell vergleichender Forschungen auf Basis der Einstellungen zum Datenschutz auf - insbesondere im bislang unzureichend erforschten Bereich der Social-Media-Krisen.



What makes an influencer so influential? : comparing influentials with regard to source credibility and source attractiveness. - Ilmenau. - 50 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2019

In Anbetracht der aktuell wachsenden Bedeutsamkeit dieses Kommunikators untersucht die vorliegende Arbeit das Phänomen des Influencers im Hinblick auf dessen spezifische Eigenschaften als solcher. Mittels eines quantitativen, experimentellen Forschungsdesigns soll der leitenden Frage, was macht einen Influencer so einflussreich, nachgegangen werden. Die Teilnehmer der Studie (N = 316) wurden zufällig zwischen vier Gruppen eines Online-Fragebogens verteilt. Entsprechend der unterschiedlichen Gruppen wurden vier unterschiedliche Rubriken von Kommunikatoren, darunter ein Influencer, im Hinblick auf die empfundene Glaubwürdigkeit und Attraktivität der Quellen miteinander verglichen. Eine Varianzanalyse brachte signifikante Unterschiede in der Bewertung der vier Kommunikatoren hinsichtlich der wahrgenommenen Qualitäten Glaubwürdigkeit und Attraktivität zum Vorschein. Eine genauere Betrachtung der einzelnen Dimensionen, die die beiden Konzepte beinhalten, zeigte, dass die Beurteilung des Influencers bezüglich der Eigenschaften Liebenswürdigkeit/ Sympathie (likability) und Gemeinsamkeit (similiarity) signifikant höher ausfiel als bei allen anderen Kommunikatoren. Aus den Ergebnissen dieser Studie lässt sich folglich ableiten, dass diese beiden Eigenschaften für die starke Beeinflussungsfähigkeit des Influencers eine entscheidende Rolle spielen.



Ehrentraut, Jonas;
Die Social-Media Nutzung von Feuerwehren in Mitteldeutschland - eine Inhaltsanalyse von Facebook-Postings. - Ilmenau. - 54 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Diese Arbeit befasst sich mit den Fragen, welche Inhalte Feuerwehren auf Facebook posten und welche dieser Themen erfolgreich sind, bzw. welche weiteren Faktoren den Erfolg eines Beitrages erhöhen. Dazu wurden 16 Feuerwehr-Seiten auf Facebook randomisiert ausgewählt und die jeweils letzten 20 geposteten Beiträge untersucht. Der Stichprobenumfang betrug damit 320 Postings. Theoretische Grundlage bildete zum einen die Online-PR Theorie nach Pleil und eine Studie zum Erfolg von Facebook-Seiten am Beispiel des WWF. Die Auswertung der Daten ergab dabei einige Erkenntnisse. So wurde beispielsweise herausgefunden, dass das Posten von Bildern in Zusammenhang mit dem Erfolg des Beitrags steht. Teilweise werden Potenziale noch nicht voll ausgeschöpft. Das Feld der Krisenkommunikation in Form einer Bevölkerungswarnunug zum Beispiel wird nur sehr selten genutzt. Alle untersuchten Faktoren wurden ausgewertet und am Ende der Arbeit in einer Handlungsempfehlung verarbeitet.



How Brazilian media frame global warming : a content analysis of Brazilian newspapers. - Ilmenau. - 80 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2018

Die globale Erwärmung ist ein wichtiges politisches Anliegen der Moderne. Die Medien spielen eine wichtige Rolle, um einen öffentlichen Diskurs über dieses Thema zu schaffen. Diese Studie untersucht, wie brasilianische Zeitungen die globale Erwärmung abbilden. Eine quantitative deduktive Frameanalyse von 262 Artikeln zwischen 2015 und 2017 wurde durchgeführt. Die zwei einflussreichsten brasilianischen Zeitungen wurden analysiert. Die Ergebnisse zeigen große Ähnlichkeiten zwischen ihnen. Eine große Anzahl von Artikeln, in denen globale Erwärmung und/oder Klimawandel erwähnt wurde, brachte keine neuen Erkenntnisse zu diesem Thema. Von den Artikeln, die sich auf globale Erwärmung und/oder den Klimawandel beziehen, gehen die meisten auf (wirtschaftliche) Konsequenzen ein. Signifikante Unterschiede wurden nicht festgestellt. Darüber hinaus waren die Frames im Laufe der Zeit weitgehend konstant. Nur 2015 stellt etwas mehr Vielfalt der Abbilder/Frames dar. Der am wenigsten vorhandene Aspekt in brasilianischen Zeitungen war das moralische Abbild. Die am meisten angesprochenen Sichtweisen auf den Klimawandel/die globale Erwärmung verweisen auf internationale Themen. Dieses Ergebnis zeigt, dass Themen betreffend nationalem, regionalem und lokalem Klimawandel vernachlässigt wurden. Darüber hinaus trugen internationale Nachrichten und Einzelpersonen ständig zu den analysierten Nachrichtenartikeln bei. In Anbetracht der Tatsache, dass die globale Erwärmung/der Klimawandel keine Grenzen hat, hofft diese Studie, einen Beitrag zum neuesten Stand der Entwicklung zu diesem Thema zu leisten.



Schmidt, Jasmin;
Influencer Relations - eine Analyse zur Bewertung der Beziehung zwischen Public Relations-Agenturen und Social-Media-Influencern. - Ilmenau. - 99 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Social-Media-Influencer als neue digitale Meinungsführer erfahren aktuell eine erhöhte Aufmerksamkeit in der PR-Disziplin. Insbesondere Kooperationen zwischen Marken und Social-Media-Influencern werden immer populärer. PR-Agenturen agieren als Vermittler zwischen Marken und Social-Media-Influencern, weshalb die Analyse der Beziehung zwischen PR-Agenturen und Social-Media zu einem relevanten Forschungsthema in der PR-Disziplin wird. Die vorliegende Studie befasst sich mit der Analyse der wechselseitigen strategischen Beziehung zwischen PR-Agenturen und Social-Media-Influencern. Der Koorientierungs-Ansatz (McLeod & Chaffee, 1973) und die Organization-Public Relationships (OPR) (Hon & Grunig, 1999), bislang überwiegend einzeln betrachtet, wurden miteinander kombiniert. Geprüft wurde, wie beide Gruppen die wechselseitige strategische Beziehung, auf direkter und Meta-Perspektive und mithilfe der OPR-Dimensionen, beurteilen. Dazu wurden im Jahr 2018 vier qualitative Experteninterviews, mit jeweils zwei PR-Agenturen und Social-Media-Influencern, durchgeführt, um die Beziehung zwischen den beiden Gruppen zu analysieren. Es zeigt sich, dass die wechselseitige strategische Beziehung überwiegend positiv von beiden Seiten bewertet wird. Deutlich ist, dass für beide Gruppen eine effektive und positive Kommunikation und die Professionalität in der Beziehung die stärksten Kriterien für die Bewertung der Beziehung sind. Zusätzlich liegt für Social-Media-Influencer ein starker Fokus in der Emotionalität der Beziehung, während PR-Agenturen verstärkt wirtschaftliche Aspekte in die Beurteilung einfließen lassen. Weitere Forschungen sollten die Beziehung, mittels Längsschnittstudien, im Zeitverlauf betrachten, um Veränderungen der Bewertung im Zeitverlauf zu verdeutlichen. Zudem sollte die Beziehung auch quantitativ analysiert werden.



Bollmann, Henry;
Der Einfluss von Bio-Siegeln in grüner Werbung : eine Untersuchung zur Glaubwürdigkeit, affektiven Produkteinstellung und Kaufintention des Rezipienten. - Ilmenau. - 77 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Bio-Siegeln in grüner Werbung auf die Glaubwürdigkeit des Produktes, die affektive Produkteinstellung und die Kaufintention des Rezipienten. Zusätzlich werden die verschiedenen Arten der Bio-Siegel sowie das Umweltbewusstsein des Rezipienten in die Untersuchung mit einbezogen und auf mögliche Einflüsse geprüft. Im Rahmen der Untersuchung wurde eine experimentelle Studie mit insgesamt 234 Personen durchgeführt, die in vier Gruppen eingeteilt wurden: eine Kontrollgruppe (Printwerbung ohne Bio-Siegel) sowie drei Experimentalgruppen (Printwerbung mit Bio-Siegel: Staatlich, Discounter & Verband). Die zu rezipierenden Printwerbungen bezogen sich auf das gleiche Produkt (Milch) und unterschieden sich lediglich in den Variationen der Bio-Siegel. Die Glaubwürdigkeit erfuhr durch Bio-Siegel eine schwache, die affektive Produkteinstellung eine mittlere und die Kaufintention eine starke Wirkung. Jedoch sind die Ergebnisse nicht repräsentativ, sodass lediglich von unterschiedlich stark ausgeprägten Tendenzen gesprochen werden kann. Die verschiedenen Arten der Bio-Siegel sowie das Umweltbewusstsein des Rezipienten besaßen keine Einflüsse auf die Wirkungen.



Hubris and crisis communication. - Ilmenau. - 85 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2018

Hubris hat seit Beginn des 21. Jahrhunderts zunehmende Aufmerksamkeit in der Forschung erhalten, insbesondere in Bezug auf seine Verbindung zu Führung und Macht. Diese Ergebnisse wurden nicht erweitert, um die Auswirkungen von Überheblichkeit in der Führungsebene auf die Reputation und das Krisenmanagement von Unternehmen zu untersuchen. Diese Studie untersucht die Auswirkungen von Führungskräften auf die Arbeit strategischer Krisenkommunikatoren in Bezug auf das Reputationsmanagement. Mit Scheins Modell für gemeinsame Grundannahmen über Organisationskultur und ihre bilaterale Verbindung mit Führung wurde ein narrativer Ansatz verfolgt, um die Erfahrungen von 10 Experten, die in Krisenkommunikatoren arbeiten und mit Reputationserfahrungen der Führung in Berührung gekommen sind, thematisch zu analysieren Management. Die Ergebnisse bieten uns einen Einblick in die möglichen Auswirkungen der Organisationsstruktur und der möglichen Natur der Krise, auf den Ausdruck und das Management von Hybris, und wie einige Kommunikatoren sich mit möglichen Merkmalen dieser kognitiven Verzerrung um Führer herum anpassen und anpassen. Diese Ergebnisse geben Anregungen für zukünftige Forschungen zu diesem Thema.



Khakzar, Amelie;
Die Social Media-Resonanz der Kampagne "La Table Suisse" auf YouTube : eine PR-Evaluation. - Ilmenau. - 129 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Diese Studie stellt eine PR-Evaluation der Kampagne La Table Suisse des Vegetarierbunds Deutschland (VEBU, mittlerweile ProVeg), Swissveg und Beyond Carnism dar. Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein fiktives Restaurant in der Schweiz, welches angeblich Hunde- und Katzenfleisch serviert. Den theoretischen Rahmen bildet der Forschungsbereich der PR-Evaluation, inklusive der PR-Evaluation in sozialen Netzwerken. Geprüft wurde das Erreichen der strategischen Ziele der Kampagne, die gesendeten Botschaften (Output) des Werbevideos, die direkten Zielgruppenwirkungen (Outtake) und die Bewertung der Kampagne durch YouTube-Nutzer. Dazu wurden in der ersten Analyseeinheit die vier YouTube-Videos des Kanals La Table Suisse und in der zweiten Analyseeinheit eine systematische Zufallsstichprobe von n=210 Kommentaren analysiert. Diese wurden in einer quantitativen Medieninhaltsanalyse untersucht. Es zeigte sich, dass drei der vier strategischen Ziele erreicht wurden und in zwei Videos die Kampagne offen dargelegt wurde. Die Existenz des Restaurants wurde in einer Vielzahl der Kommentare thematisiert. Die Reaktionen weisen eine hohe Diversität auf, wobei Empörung die am häufigsten geteilte Emotion darstellt. Die Bewertung des Restaurants fiel durchgehend negativ aus, wobei die Bewertung der Kampagne zu einem Drittel positiv und zu zwei Dritteln negativ ausfiel. Zusammenfassend kann die Kampagne als erfolgreich beschrieben werden. Das verwendete Evaluationsmodell von Besson erwies sich aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit an die vorliegende Evaluationssituation als sehr hilfreich. Die Studie sollte mit einem größeren Stichprobenumfang wiederholt werden.



Schellhaas, Julia;
Influencer Marketing - die Wirkung von Product Placement auf Instagram. - Ilmenau. - 100 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Diese Bachelorarbeit thematisiert das Influencer Marketing und untersucht die Wirkungen von Produktplatzierungen einer deutschen Influencerin auf der Social Media Plattform Instagram. Zunächst wird ein Überblick über Product Placement im Allgemeinen gegeben und wie es sich von Schleichwerbung unterscheidet. Zudem wird der Stand der Product Placement Forschung umrissen und die relevanten Konstrukte der Werbewirkungsforschung werden vorgestellt. Das Persuasion Knowledge Model dient dabei als forschungsleitendes Theoriemodell und wurde im Kontext der Arbeit erweitert. Im Online-Experiment stellte sich heraus, dass Influencer trotz Aufdeckung von Schleichwerbung keinen Glaubwürdigkeitsverlust erleiden und sich auch die Einstellung zu ihnen nicht verschlechtert. Dabei konnte kein signifikanter Unterschied zwischen der Aufdeckung durch die Influencerin selbst oder einen aufklärenden Zeitungsartikel festgestellt werden. Die Parasoziale Beziehung zwischen Followern und Influencern kann als ein moderierender Effekt angesehen werden und sollte in Zukunft weiter erforscht werden. Generell werden Produktplatzierungen als kreative Form der Werbung auf Instagram anerkannt. Somit ist es für Unternehmen auch in Zukunft eine gute Option in Kooperation mit Influencern für Produkte und Dienstleistungen zu werben, um Absatzsteigerungen zu erzielen und die Reichweite von Marken zu erhöhen.



Benner, Asher;
Nutzung und Auswirkungen von CX-Software in der internen Unternehmenskommunikation. - Ilmenau. - 58 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Aufgrund der sich im Zuge der Digitalisierung wandelnden Marktbedingungen müssen sich Unternehmen an die steigenden Anforderungen ihrer Kunden anpassen. Einige Unternehmen nutzen hierzu CX-Software. Ziel dieser Arbeit ist es, die Nutzung und Auswirkungen von CX-Software in der internen Unternehmenskommunikation darzustellen. Auf Rogers' "Diffusion of Innovations" aufbauend wurde ein theoretisches Modell entwickelt, welches im Rahmen von drei leitfadengestützten Experteninterviews auf seine Richtigkeit hin überprüft wurde. Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, dass CX-Software hauptsächlich zur Analyse und Auswertung von Kundenfeedback genutzt wird und der Kontrolle von Unternehmens- und Mitarbeiterleistung dient. Die Motive der Nutzung sind dabi hauptsächlich finanzieller Natur. Entgegen der ursprünglichen Annahme konnten keine Auswirkungen von CX-Software auf die interne Unternehmenskommunikation festgestellt werden. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass durch die Nutzung von CX-Software mit Auswirkungen auf die Kommunikation des Tagesgeschäfts innerhalb von Unternehmen zu rechnen ist. Für weitere Forschung bietet es sich an, die ersten Erkenntnisse zur Nutzung von CX-Software in Form quantitativer Studien auf ihre Aussagekraft und ihren Gültigkeitsbereich hin zu überprüfen.



Kleemann, Florentina;
Social Media Relations - eine Analyse der Beziehungen zwischen PR-Verantwortlichen und Micro-Bloggern am Beispiel Instagram. - Ilmenau. - 132 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Die Zusammenarbeit mit den Micro-Bloggern wird für Unternehmen immer interessanter. In ihrer Rolle als digitale Meinungsführer wird den Micro-Bloggern Authentizität und Glaubwürdigkeit zugesprochen, wovon sich Marken eine zielgruppengerechte Kommunikation versprechen. Obwohl die Kommunikationspraxis der Blogger Relations boomt, fehlt dazu die theoretische Auseinandersetzung. Insbesondere vor dem Hintergrund der 2017 eingeführten Kennzeichnungspflicht werblicher Beiträge auf Instagram, gewinnt vor allem die Beziehungsdimension im Bereich der Kommunikation mit und über die Micro-Blogger an enormer Bedeutung. Besonders der Aufbau eines langfristigen Verhältnisses verspricht nachhaltige Reputation für die Unternehmen. An dieser Stelle knüpft die vorliegende Studie an und analysiert die Beziehung zwischen Micro-Bloggern und PR-Verantwortlichen von Unternehmen am Beispiel Instagram. Hierbei wurden die wechselseitigen Wahrnehmungen in der Zusammenarbeit sowie die Einfluss- und Anpassungshandlungen im Verhältnis der beiden Akteure untersucht. Theoretische Grundlage bieten das Intereffikationsmodell und das Koorientierungsmodell, welche aus der klassischen Media Relations Forschung stammen und auf die Rolle der Micro-Blogger übertragen wurden. Mit Hilfe von insgesamt sechs Experteninterviews, welche jeweils mit drei zusammenarbeitenden Micro-Bloggern und PR-Verantwortlichen geführt worden sind, konnte die Beziehung im PR-Blogger-Verhältnis analysiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Gruppen große Erwartungen hinsichtlich der Professionalität und dem positiven Kontakt in der Zusammenarbeit aufweisen. Außerdem konnten ergänzend zum klassischen PR-Journalismus-Verhältnis neue Einfluss- und Anpassungshandlungen im PR-Blogger-Verhältnis festgestellt werden. Zukünftige Forschungen sollen insbesondere den Beziehungszustand als Einfluss auf die Handlungen in der Zusammenarbeit weiter untersuchen und das Feld der Blogger Relations zudem in quantitativen Studien ausleuchten.



Misch, Verena;
Social Media als Instrument der strategischen Krisenkommunikation von Krankenhäusern. - Ilmenau. - 68 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Die Bachelor-Thesis "Social Media als Instrument der strategischen Krisenkommunikation von Krankenhäusern" beschäftigt sich mit dem Einsatz der neuen Medien als Bestandteil der strategischen Krisenkommunikation von Kliniken. Die Thesis erforscht mit einem qualitativen Ansatz, inwiefern und wie Kliniken bereits heute Social Media in ihrer strategischen Krisenkommunikation verwenden. Dabei werden alle Phasen der Krisenkommunikation berücksichtigt. Darüber hinaus gibt die Bachelor-Thesis Einblicke darüber, welche internen, externen und krisenabhängigen Faktoren den Einsatz von Social Media in der Krisenkommunikation begünstigen oder behindern. Die Risiken sowie Chancen von Social Media werden im Rahmen der Arbeit betrachtet und am Ende werden einige Handlungsempfehlungen für Krankenhäuser und Kliniken gegeben sowie erste Vermutungen und Hypothesen für zukünftige Forschung aufgestellt.



Scholz, Sarah;
Corporate Storytelling als strategisches Element der internen Unternehmenskommunikation : eine explorative Studie zu Change-Prozessen in der Automobilindustrie. - Ilmenau. - 78 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2018

Die heutige Arbeitswelt ist geprägt von kontinuierlichen Veränderungen und der Notwendigkeit des Wandels. Neue Technologien, Markterfordernisse und Kundenanforderungen führen zu veränderten Rahmenbedingungen im Unternehmen. Insbesondere die Automobilindustrie befindet sich in der Phase eines Umbruchs - bedingt durch aktuelle Veränderungen und Entwicklungen. Dieser fundamentale Wandel muss auch innerhalb der Unternehmen durch kommunikative Prozesse begleitet werden. Als äußerst effiziente Methodik wird der Einsatz von Storytelling zur Vermittlung von Botschaften beschrieben. Im Rahmen der Masterthesis wird daher der Einsatz von Storytelling in der Mitarbeiterkommunikation bei Change-Prozessen untersucht. Während der Einsatz von Storytelling in den Gebieten des Journalismus, der Werbung und der externen Kommunikation schon mehrfach analysiert wurde, bietet das Corporate Storytelling in Change-Prozessen innerhalb der Automobilindustrie noch Forschungspotenzial. Zur Bearbeitung des Forschungsthemas wurde mithilfe einer theoretischen Fundierung der Change Communication und des Storytellings ein grober Bezugsrahmen geschaffen. Auf Basis dessen wurde ein forschungsleitendes Modell entwickelt, welches als Leitmodell für die empirische Untersuchung diente. Mithilfe von Leitfadeninterviews mit renommierten Experten der Automobilindustrie und Kommunikationsagenturen wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen, inwieweit die Wirkung von Storytelling innerhalb spezifischer Change-Phasen unterstützend erzielt werden kann. So erwies sich beispielsweise ein gezielter Einsatz von Storytelling zum Abbau von Barrieren als wertvoll. Dies konnte insbesondere im Umsetzungsprozess verdeutlicht werden. Mitarbeiterstories, die innerhalb des Veränderungsprozesses identifiziert werden, können zudem die gesamte Change-Story unterstützen und die Partizipation am Veränderungsprozess steigern. Die Ergebnisse dieser Arbeit belegen eine Vielzahl theoretischer Annahmen, insbesondere hinsichtlich des Digital Storytelling. Weiterführende Studien sollten sich zudem auf die inhaltliche Ausgestaltung der Story fokussieren.



Martin, Laura;
Internal crisis communication in multinational organizations. - Ilmenau. - 110 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2018

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Strukturen und der Durchführung interner Krisenkommunikation in multinationalen Unternehmen (MNC) und internationalen Nichtregierungsorganisationen (INGO). Basierend auf den theoretischen Überlegungen von Frandsen & Johansen (2011) und dem Three-Stage Model von Coombs (2015) wurde ein forschungsleitendes Modell zur Strukturierung des qualitativen Forschungsdesigns entwickelt. Anhand von 15 Leitfadeninterviews mit Kommunikations-verantwortlichen (zehn MNCs, fünf INGOs) wurden Charakteristika interner Kommunikation während der verschiedenen Krisenphasen untersucht. Darüber hinaus wurde der Frage nachgegangen, inwiefern interne Krisenkommunikation an kulturelle und geografische Hintergründe von Mitarbeiter angepasst wird. Die erhobenen Daten wurden gemäß der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring (2014) analysiert, wobei eine Kombination aus zusammenfassendem und strukturierendem Ansatz verwendet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Planung und Durchführung der internen Krisenkommunikation in allen betrachteten Fällen sehr unterschiedlich ist. Während einige Fälle detaillierte, standardisierte Pläne für das interne Krisenmanagement verwenden, basiert die Kommunikation anderer auf ad-hoc-Maßnahmen. Für die Kommunikation in Krisensituationen werden bereits etablierte Kanäle genutzt, wobei Online-Tools aufgrund ihrer zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit präferiert werden. Alle interviewten Fälle zeigen eine partielle kulturelle Anpassung der Inhalte, hauptsächlich in Bezug auf Sprache und Timing von Nachrichten. Darüber hinaus zeigt sich, dass die Verantwortung für interne Krisenkommunikation auf lokale Abteilungen verlagert wird, sofern nur geringe globaler Relevanz der Krise besteht. Nur wenige Unterschiede konnten zwischen interner Krisenkommunikation von MNCs im Vergleich zu INGOs festgestellt werden. Dennoch scheint es, als würden INGOs weniger in Vor- und Nachbereitung von Krisen investieren. Die in dieser Studie beobachteten Merkmale erfordern weitere Forschung auf dem Gebiet der länderübergreifenden internen Krisenkommunikation, da die aktuelle Forschung sich hauptsächlich auf die externe Dimension des Krisenmanagements konzentriert und ihre Bedeutung für interne Interessengruppen vernachlässigt hat.



Jung, Roxana;
Online-Krisenkommunikation von Unternehmen - eine explorative Studie zum Einfluss des Kommunikations- und Vermittlungskanals auf die Wahrnehmung von Krisenkommunikation. - Ilmenau. - 121 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Diese Studie befasst sich mit der Untersuchung der Wahrnehmung von Online-Krisenkommunikation von Unternehmen in Bezug auf die Reputation sowie die sekundäre Krisenkommunikation und -reaktion. Dazu wurde die Studie über Online-Krisenkommunikation von Utz, Schultz und Glocka (2013) teilweise repliziert. Statt die Effekte des Mediums dem Krisentyp gegenüberzustellen, betrachtet die vorliegende Studie allerdings das Zusammenspiel von Medium und Vermittler der Krisenantwortstrategie, wie bereits Liu, Jin und Austin (2011) zuvor. Um die Zusammenhänge zwischen Kommunikations- und Vermittlungskanal hinsichtlich Reputation, sekundärer Krisenkommunikation und -reaktion zu untersuchen, wurde eine Online-Umfrage unter 154 Thüringer Studenten durchgeführt. Es zeigte sich, dass weder das Medium, über das die Nachricht gesendet wurde, noch der Verfasser der Krisennachricht einen signifikanten Einfluss auf die Sichtweisen und das Verhalten der Probanden hatte. Da diese Ergebnisse den bisherigen Forschungsstand widerlegen, ist es notwendig in diesem Bereich weitere Forschung zu betreiben. Des Weiteren sollte erforscht werden, ob sich der Umgang mit Online-Krisenkommunikation von Unternehmen in der Zeit, in der soziale Medien und Online-Angebote an Bedeutung gewinnen, geändert hat.



Holz, Christina;
Influencer Relations : Strategien und Methoden der PR in der Beziehungspflege und Kommunikation mit Social Media Influencern. - Ilmenau. - 74 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Social Media Influencer sind aktuell in der PR-Arbeit ein unumgängliches Instrument. Sie verkaufen ihre eigene Marke und wissen dies auch gut zu nutzen. Heutzutage springen PR-Agenturen und Unternehmen gerne auf diesen Trend auf, da spezielle unternehmerische Ziele, wie beispielsweise ein Imagetransfer oder die Vergrößerung der eigenen Reichweite, mithilfe der Social Media Influencer generiert werden können. Der richtige Kontaktaufbau, die richtige Kontaktpflege und die allgemeine Kommunikation zu den Influencern ist dabei besonders wichtig und wird meistens in den Hintergrund gedrängt. Genau an dieser Stelle knüpft die vorliegende Studie an. Sie befasst sich mit Influencer Relations, mit der Kommunikation von Influencern und Agenturen/Unternehmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, herauszufinden, welchen Einfluss Influencer auf die PR-Arbeit von Unternehmen und Agenturen ausüben. Dabei liegt der Fokus vor allem auf bestimmten Strategien und Methoden der Influencer-Arbeit, sowie auf der Identifizierung und dem Beziehungsaufbau und der -pflege. Als theoretische Grundlage dient hierfür das Konzept der organization-public relationships und Grundlagen aus PR und Influencer Marketing. Die Erhebung erfolgte anhand fünf leitfadengestützter Experteninterviews, wobei ein Experte aus einem Unternehmen befragt wurde und weitere vier Experten aus der Agentur-Branche. Die Expertenaussagen wurden anschließend mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das theoretische Konzept der organization-public relationships auf die Arbeit mit Influencern im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit übertragen werden kann, wobei verschiedene Dimensionen Anklang finden. Der Beziehungsaufbau und die Pflege der Kommunikation mit Influencern wird als immens wichtig eingestuft. Dabei spielen verschiedene Kanäle wie E-Mail oder soziale Netzwerke und strategische Überlegungen in Form von vertraglichen Regelungen und Budgetplanung eine Rolle. Als Zusammenfassung wurde eine Handlungsempfehlung für PR-Akteure von Agenturen und Unternehmen entwickelt, die die Identifizierung und den Kontaktaufbau sowie -pflege mit Influencern erleichtern soll.



Wollwert, Franciska;
Krisenkommunikation deutscher Nachrichtenredaktionen in sozialen Netzwerken : eine Analyse von Facebook-Nutzerkommentaren zur Berichterstattung über den Terroranschlag in Barcelona im August 2017. - Ilmenau. - 101 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

In den letzten Jahren erschütterten mehrere Terroranschläge, wie der Anschlag auf Barcelona am 17.09.2017, Europa. Auf Facebook berichteten Nachrichtensender in Sonderbeiträgen von diesen Ereignissen. Berichterstattung über Terrorismus, insbesondere beeinflusst durch Art und Häufigkeit, hat das Potenzial existenzielle Ängste hervorrufen oder zu verstärken (Ahern et al., 2002). Deshalb thematisiert die vorliegende Bachelorarbeit die Krisenkommunikation deutscher Nachrichtenredaktionen auf Facebook zum Terroranschlag in Barcelona, sowie die Auswirkungen dieser auf die Emotionen in den Nutzerkommentaren. Ausgangspunkt für die Untersuchung war eine Vorstudie, in welcher emotionale Frames in der Terrorberichterstattung öffentlich-rechtlicher und privater Nachrichtensender auf Facebook identifiziert und gegenübergestellt wurden. Die theoretische Grundlage für die Hauptuntersuchung bildete unter anderem das Integrated Crisis Mapping Modell (Jin, Pang & Cameron, 2007), welches die Emotionen der Stakeholder im Krisenfall identifiziert. Die untersuchungsrelevanten Emotionen Wut, Angst, Entsetzen und Trauer wurden dem Modell entnommen und das Vorkommen dieser mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse von insgesamt 794 Kommentaren aus N=8 Facebook-Beiträgen untersucht. Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass für Wut und Angst ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Senderart und der Emotion besteht. Wut und Angst wurden signifikant häufiger bei privatrechtlichen Nachrichtenseiten festgestellt. Für Entsetzen und Trauer ergab sich kein signifikanter Zusammenhang.



Dieckmann, Lina;
Der Einfluss von Krisentypen auf die Wahrnehmung von Organisationen und ihre Krisenkommunikation : eine quantitative Befragung : eine quantitative Studie über die Bewertung von Krisenkommunikation in der Gesellschaft anhand von aktuellen Beispielen für Krisentype. - Ilmenau. - 92 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Fast jedes Unternehmen durchlebt in seinem Lebenszyklus mindestens eine Krise (Zerfaß, Moreno, Tench, Verčič & Verhoeven, 2013). Dabei können verschiedene Typen von Krisen erkannt werden. Die Klassifikation von Krisen ist gerade in der Kommunikationswissenschaft von großer Relevanz (Coombs, 1999). Die vorliegende Bachelorarbeit gibt, ausgehend von der Situational Crisis Communication Theory (SCCT) von Coombs und Holladay (2004), einen Überblick über den Einfluss von Krisentypen auf die Wahrnehmungen von Organisationen und ihre Krisen-kommunikation. Dafür wurde eine quantitative Online-Befragung mit 137 Probanden über reale aktuelle Krisensituationen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Krisenverantwortung von Unternehmen von der Gesellschaft wahrgenommen wird. Krisentypen werden also erkannt. Auch die Qualität der Krisenkommunikation, gemessen an der SCCT, wird wahrgenommen. Lediglich zwischen der Reputation des Unternehmens und dem Krisentyp der vorliegenden Unternehmenskrise konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. Grund dafür könnte jedoch die Nichtbeachtung intervenierender Variablen sein.



Dirsch, Ines Anni;
Die Krisenkommunikation von Sportsponsoren : eine qualitative Analyse im Kontext von Dopingkrisen im Leistungssport. - Ilmenau. - 82 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Diese qualitative Studie befasste sich mit der Krisenkommunikation von Sportsponsoren und Sportlern aus dem Radsport und Tennis, Dopingkrisen standen im Mittelpunkt dieser narrativen Analyse. Dazu wurden sechs internationale Doping-Fälle der letzten 20 Jahre ausgewählt. Relevant ist das Thema für die Erforschung der Strukturen und Maßnahmen für Krisenkommunikation, Bedingungen für den finanziellen Einsatz auf dem größten Sponsoringmarkt, dem Sportsponsoringmarkt, sowie für die Praxis. Das Theoretical Sampling umfasst 14 Texte, davon acht mit wissenschaftlichem und sechs mit praxisorientiertem Hintergrund, die fall- und themenbezogen ausgewertet wurden. Um anschließend an die Analyse Handlungsempfehlungen geben zu können, wurden Beiträgen aggregiert und interpretiert. Obwohl die Krisen sehr individuell sind, lassen sich Gemeinsamkeiten finden und vergleichen. Diese wurden anhand der Krise, des Dopingvergehens, der Sponsoringbeziehung und der Krisenkommunikation kodiert. Durch das Fehlen von Informationen zu internen Abläufen sind die Ergebnisse diese Arbeit stark auf die Reaktion konzentriert und insgesamt wenig aussagekräftig. Diese Arbeit bietet einen Überblick über Dopingfälle und die Krisenkommunikation durch Sponsoren sowie Sportler und kann als Grundlage für weitere Forschung verwendet werden.



Marin, Maria Madalina;
Social media use and protest participation in Romania : a situational theory of problem solving approach. - Ilmenau. - 117 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2018

Dieses Papier soll den Zusammenhang zwischen der Nutzung von Social Media und der Teilnahme an den Anti-Korruptionsprotesten in Rumänien ab 2017 analysieren. Diese Proteste spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen die staatlichen Maßnahmen zur Lockerung der rechtlichen Beziehungen gegenüber Korruption, wobei die Menschen soziale Medien nutzen, um diese Veranstaltungen zu organisieren und zu fördern. Diese Assoziation wird durch die, in der Situationstheorie des Problemlösens definierten "situational"-Variablen, zusammen mit der Auswahl der "Information seeking"-Variable ausgewertet. Social Media wurde auf zwei verschiedene Arten bewertet: anhand der Häufigkeit seiner Nutzung und seiner Rolle als Mobilisierungsressource. Dreizehn Hypothesen wurden basierend auf Daten einer Online-Umfrage mit über zweihundert rumänischen Jugendlichen getestet. Die Ergebnisse haben die Wirkung der "situational"-Variablen aufgezeigt, sowie suggeriert, dass die Auswahl von Social Media als Ressource für die Mobilisierung relevanter ist, als die klassische Nutzung von Social Media. Die Bewertung eines tiefen Verständnis der Phänomene in der Studie ist limitiert. Außerdem zeigte die Studie Schwächen des ausgewählten theoretischen Hintergrunds auf und eröffnete Raum für zukünftige Forschung im Kontext der osteuropäischen Protestlandschaft.



Rothecker, Julia;
Die Wirkung von Produktplatzierungen auf die Glaubwürdigkeit von Social Media Influencern : eine experimentelle Studie. - Ilmenau. - 58 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Social Media Influencer bieten durch Produktplatzierungen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte unbemerkt zu bewerben, indem sie Empfehlungen aussprechen und so Meinungen und Kaufentscheidungen beeinflussen. Doch die Regelung des Rundfunkstaatsvertrags schreibt die Kennzeichnung dieser Sonderwerbeform vor, wodurch ein Glaubwürdigkeitsrückgang, sowohl in Bezug auf den Influencer als auch auf die platzierte Marke, befürchtet wird. An dieser Stelle knüpft die vorliegende Studie an und untersucht die Veränderung der Glaubwürdigkeitseinschätzung von Rezipienten auf Grund der Offenlegung von Produktplatzierungen. Weitergehend prüft sie die Möglichkeit eines weniger negativen Effekts, indem sie die Offenlegung durch den Influencer selbst oder durch das Unternehmen selbst simuliert. Grundlage bietet dabei ein YouTube-Video, indem ein Hybridauto durch einen Influencer Probe gefahren wird. Zur Erhebung wurde eine quantitative Online-Befragung von 154 Personen durchgeführt und anschließend explorativ analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits die Kontrollgruppe ohne Hinweise Persuasionswissen aufzeigt. Außerdem ist durchweg trotz Persuasionswissen keine Reaktanz zu erkennen. Die Glaubwürdigkeit des Influencers und die Glaubwürdigkeit der Marke erleiden keinen Beurteilungsrückgang durch die verschiedenen Offenlegungen des Product Placements. Zukünftige Forschung sollte hierbei jedoch die parasoziale Beziehung vom Rezipienten zum Influencer berücksichtigen und dahingehende Vertrauensbrüche untersuchen.



Akalusi, Rachael;
Social media and online political participation in Nigeria. - Ilmenau. - 82 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2018

Die Abnahme des Niveaus der politischen Teilnahme und Bürgerentfremdung von politischen Tätigkeiten kann für eine demokratische Gesellschaft problematisch sein und kann dem demokratischen System drohen. Obwohl die politische Teilnahme neue Dimensionen gewinnt, da das Internet den öffentlichen Bereich revolutioniert hat, ist wenig über den Gebrauch dieser neuen medialen Plattformen für die Teilnahme in entstehenden Demokratien bekannt. Soziale Medien können jedoch als eine nützliche Plattform für politische Tätigkeiten dienen und helfen die abnehmende Rate der politischen Teilnahme wiederherzustellen. Diese Studie untersucht die Beziehung zwischen sozialen Medien (Facebook) und politischer Online-Teilnahme in Nigeria. Es ist eine Quer-Schnittstudie, die die Überblickmethode übernommen hat, Daten von Teilnehmern (N=159) über den Online-Fragebogen hervorzurufen, und SPSS für die Datenanalyse verwendet, um die Fragen zu beantworten, die in der Studie aufgebracht sind und um die Hypothesen zu prüfen. Ergebnisse zeigen an, dass soziale Medien (Facebook) eine bedeutende Beziehung mit der politischen Teilnahme auf Facebook haben. Bestätigt wurde, dass Faktoren wie: politische Wirkung, politisches Interesse, Meinung- geben/-suchen, Bildung, Anzahl von Freunden auf Facebook und die auf Facebook verbrachte Zeit, eine bedeutenden Schätzwert auf der politischen Teilnahme auf Facebook sind. Zusätzlich offenbart diese Studie eine bedeutende Beziehung zwischen der politischen Teilnahme auf Facebook und offline politischen Teilnahmen.



Bacova, Jana;
Risk communication about nuclear power in aftermath of Chernobyl and Fukushima disaster in 2016. - Ilmenau. - 78 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2018

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Framing von Nuklearenergie in der US-amerikanischen und Slowakischen Berichterstattung am Beispiel des Jubiläums der Katastrophe von Tschernobyl und Fukushima im Jahr 2016. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bezüglich des Framing von Nuklearenergie werden im Ländervergleich und in Bezug auf beide nukleare Unfälle herausgearbeitet. Die theoretische Grundlage basiert auf den Framing-Ansatz und des Risiken Kommunikation-Ansatzes. Die Konzeptualisierung von Medien-Frames entwickelte Entman (1993), welche methodisch von Matthes und Kohring (2008) weiterentwickelt wurden. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Inhaltsanalyse mit anschließender hierarchischen Clusteranalyse anhand von insgesamt 258 Online-Beiträgen der acht U.S-Amerikanischen und acht Slowakischen online Nachrichten-Seiten durchgeführt. Daraus ergeben sich drei Media Frames: Kernenergie als Quelle sauberer Energie, Risikominderung und manifestiertes Risiko. Die Ergebnisse der Studie zeigen signifikante Unterschiede im Ländervergleich und bezüglich der beiden Nuklearkatastrophen. In beiden Ländern dominierte der faktische Frame 'Risikominderung', jedoch war 'Kernenergie als Quelle sauberer Energie' in den Medien der USA mehr präsent als in den Medien der Slowakei. Die slowakischen Medien konzentrieren sich mehr auf die Berichterstattung der Risiken Seite der Kernenergie in Hinblick auf 'manifestiertes Risiko'. Die Hauptgemeinsamkeit war, dass in beiden Ländern hauptsächlich über den negativen Seiten der Kernenergie berichtet wurde. Außerdem zeigte die deskriptive Analyse, dass die Medien in der USA eine größere Vielfalt von Risiken darstellen, als die slowakischen Medien, jedoch stellte sich in beiden Ländern heraus, dass es einen Mangel an Informationen über das Ausmaß des Risikos gab. Der Unfall in Fukushima wurde häufiger im Zusammenhang mit der Kernenergie als Quelle sauberer Energie diskutiert, als der Tschernobyl-Unfall.



Sadowski, Felix;
Die Krisenberichterstattung über die Samsung Galaxy Note7-Krise : eine quantitative Inhaltsanalyse deutscher Medien. - Ilmenau. - 68 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

In dieser Arbeit wird untersucht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in der Berichterstattung über die Samsung Galaxy-Note-7-Krise in Boulevard- und Qualitätsmedien gibt. Dazu werden ausgewählte Onlinezeitungen miteinander vergleichen und mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse mit qualitativen Elementen ausgewertet. Die Grundlage der Analyse bilden die fünf Nachrichtenfaktoren Nähe, Status, Dynamik, Konflikt und Erfolg. Die Untersuchung macht deutlich, dass die Berichterstattung erfolgt, weil über einen Konflikt, Schaden oder Erfolg berichtet wird. Über die Grenzen des Boulevard- und Qualitätsjournalismus können keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Vielmehr zeigt sich im Fall der Kategorie Konflikt ein recht einheitliches Bild, wohingegen bei anderen Kategorien eher ein heterogener Befund konstatiert werden kann.



Reis Silva, Maria Claudia;
Environmental crisis and social media : a content analysis of Bento Rodrigues Dam Disaster videos on Youtube. - Ilmenau. - 107 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Die Studie untersucht, wie eine spezifische Umweltkrise auf YouTube umrahmt wurde. Systematisiert als Fallstudie, beruht die quantitative Forschung auf der Kombination von Risiken und Krisenkommunikation Konzepte zusammen mit Framing Theory und Situative Crisis Communication Theory. Die Analyse von 123 Videos enthüllte durch die Clusteranalyse die Frames, die von den am meisten visualisierten YouTube-Videos über die Bento Rodrigues Dam Katastrophe, auch bekannt als Marianas Bergbau Katastrophe angenommen wurden. Der Vorfall geschah im November 2015. In Brasilien brach ein Tailing-Damm, welcher von der Bergbau-Firma Samarco betrieben worden war. Dadurch wurden sowohl Todesfälle als auch Umweltschäden verursacht. Die Forschung schlägt Chancen und Herausforderungen für die Risiko- und Krisenkommunikation auf Social Media vor, insbesondere auf YouTube. Die endgültigen Ergebnisse bemerken die Rückwirkung eines solchen grafischen Vorfalls und die allgemeinen Erkenntnisse über das Unternehmen und die Bewertung seiner Krisenreaktion.



Fischer, Marie-Helene;
Doping im Pferdesport - eine Studie zur Wirkung medialer Antidoping-Kampagneninstrumente auf die Einstellung der Pferdesportjugend. - Ilmenau. - 78 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Doping widerspricht jeglichen Gedanken des fairen Sports und der Chancengleichheit. Die Entscheidung über Doping im Pferdesport und vor allem der Fairness dem Pferd gegenüber wird hierbei dem verantwortlichen Menschen zuteil. Dopingprävention ist heutzutage schon im Ansatz wichtiger denn je, deshalb sollten Pferdesportler schon in jungen Jahren sensibilisiert werden. Die vorliegende Arbeit baut grundlegend auf Albert Banduras Theorie des "Lernens am Modell" (1963) und weiterführend auf dem Peer-to-Peer-Ansatz auf. Ein quantitatives Experiment mit vier Gruppen sollte dabei zeigen, welche Unterschiede verschiedene Stimuli bezüglich Einstellungsänderungen bei 16- bis 27-Jährigen hervorrufen können. Im Ergebnis der Untersuchung lassen sich keine erheblichen Unterschiede zwischen den Experimentalgruppen feststellen (n=224), allerdings sind auch kleine Unterschiede in diesem Themenkomplex von großer Bedeutung.



Keck, Carolin;
Smart Home in den Medien - eine Frameanalyse der Berichterstattung ausgewählter deutscher Onlinemedien. - Ilmenau. - 75 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Darstellung des Themas Smart Home in der Medienberichterstattung von Onlinemedien in Deutschland. Dafür wurden Artikel der überregionalen Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau und Die Welt, im Zeitraum von 2014 bis einschließlich Juni 2017, analysiert. Die theoretische Grundlage bildet der Framing-Ansatz nach Entman (1993) mit der Auslegung nach Matthes und Kohring (2004) und Matthes (2007). Mittels einer Frameanalyse und einer anschließenden Two-Step-Clusteranalyse konnten fünf Frames identifiziert werden: Risikotechnologie, Konjunktur, Innovation, Connected Home und Produktkommunikation. Es zeigte sich, dass die mediale Berichterstattung die Thematik überwiegend positiv darstellt, jedoch auch die Risiken beleuchtet. Die Auswertung spricht dafür, dass Smart Home im Zuge der Digitalisierung immer relevanter in der Gesellschaft wird.



Antonova, Anna;
Crisis communication and organizational learning in non-governmental organizations. - Ilmenau. - 148 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

In dieser Arbeit untersuche ich die Krisenkommunikation von NGOs mit Hilfe der "discourse of renewal"-Theorie unter dem Einfluss mehrerer organisationsabhängiger Faktoren. Bei dieser Theorie wird die Krise nicht nur als Gefahr, sondern auch als Chance für zum Beispiel organisationales Lernen begriffen. Das "Acht-Funktion-Modell" von Britton stellt hierbei die Grundlage für die Untersuchung des Lernens in den NGOs dar. Es handelt sich um eine empirische, qualitative Studie. Es wurden Interviews mit insgesamt acht Vertretern von NGOs aus Deutschland, Russland und der Schweiz durchgeführt. Mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse konnte ich feststellen, dass NGOs gewisse Elemente der "discourse of renewa"-Theorie nutzen und in Krisen positive Aspekte und Chancen erkennen. Dies gilt auch für erneuernde Maßnahmen nach der Krise. Weiterhin wurde die Theorie so erweitert, dass NGO-spezifische Aspekte, wie die Mitarbeitermotivation, die Organisationsstruktur und das spezielle Umfeld berücksichtigt werden können. Das interne und externe Lernen aus Krisen in NGOs geschieht meist individuell und Wissen wird informell zwischen Angestellten ausgetauscht. Nur selten werden Ergebnisse in Dokumenten oder elektronisch festgehalten, was dazu führt, dass mit dem Weggang eines Mitarbeiters auch ein Großteil des Wissens verloren geht. Es wurden außerdem Gründe in der speziellen Struktur von NGOs gefunden, die den Lernprozess in NGOs bezüglich der Krisenkommunikation einschränken.



Achtert, Kathleen;
Produkttests oder Schleichwerbung? : die Auswirkungen von Product Placements auf die Glaubwürdigkeit von Mode-Blogs. - Ilmenau. - 109 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Blogger sind die neuen Lieblinge der Werbewirtschaft, allen voran Modeblogger. Aufgrund ihres Einflusses auf ihre Leserschaft gehen Unternehmen mit Bloggern immer häufiger Kooperationen in Form von Blogger Relations ein. Dies birgt die Problematik der Glaubwürdigkeit, was Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist. Grundlage stellen modebezogene Produktplatzierungen und deren Kennzeichnung entsprechend deutscher Gesetzgebung sowie eine Aufdeckung einer Werbekooperation durch andere Medien dar. Zusätzlich wurde die Werbeerkennung als Mediator auf die Glaubwürdigkeit analysiert. Die untersuchte Social-Media-Glaubwürdigkeit wurde unterteilt in die des Bloggers und des Blogbeitrags. Zur Erhebung wurde eine quantitative Online-Befragung von 230 Bloggern und Bloglesern deutscher Modeblogs durchgeführt. Die statistischen Ergebnisse zeigten, dass eine Kennzeichnung die Glaubwürdigkeit erhöhen kann, wohingegen eine Werbeerkennung und eine Aufdeckung einer Werbekooperation eine Verringerung bewirken kann. Letzteres zeigte dabei eine stärkere Auswirkung. Im Zusammenspiel dieser beiden Aspekte zeigten sich Unterschiede in der Richtung der Auswirkung sowie lediglich ein Unterschied zwischen einer Aufdeckung und einer fehlenden Aufdeckung. Eine Kennzeichnung war diesbezüglich nicht ausschlaggebend. Aussagen über Auswirkungen der Kennzeichnung und Aufdeckung auf die Werbeerkennung konnten nicht getroffen werden. Künftige Forschung sollte thematisieren, ob sich die gemessenen Effekte unter Bloggern und Bloglesern unterscheiden und inwieweit die Glaubwürdigkeit des Bloggers und des Blogbeitrags in Wechselwirkung steht. Zudem gilt es zu überprüfen welchen Effekt inhaltlich konträre Produktplatzierungen auf die Glaubwürdigkeit ausüben.



Hüttenrauch, Anne;
Evaluation von globalen standardisierten Werbekampagnen - eine kulturvergleichende Studie am Beispiel von Coca-Cola. - Ilmenau. - 98 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Evaluation von globalen standardisierten Werbekampagnen im Vergleich zwischen Indonesien und Deutschland anhand eines Coca-Cola Werbespots. Das Encoding-Decoding Konzept von Hall wurde auf den werblichen Kommunikationsprozess globaler Werbestrategien angewendet. Mit Fokus auf der Kulturdimension Individualismus/Kollektivismus wurde Hofstedes Kulturmodell und Schwartz Wertorientierungs Theorie mit der Intercultural Accommodation Theorie von Holland & Gentry sowie weiteren gängigen Theorien kombiniert und auf Werbewirkungsprozesse übertragen. Dabei wurde Kultur auf gesellschaftlicher und individueller Ebene unterschieden. Geprüft wurde, welche Auswirkungen die sechs von der Theorie postulierten kognitiven, affektiven und konativen Reaktionen auf standardisierte Inhalte im interkulturellen Vergleich haben. Dazu wurde eine Selbstselektionsstichprobe von Studierenden der Atma Jaya Universität in Yogyakarta (n = 46) und der Technischen Universität in Ilmenau (n = 84) einer quantitativen Stimulus-orientierten Online-Befragung unterzogen. Es zeigte sich, dass die beiden Länder sich in ihren kulturellen Praktiken unterscheiden und ihrer Kultur kongruenten Werte stärker im Werbespot wahrnahmen. Aufgrund geringer Teststärken ist die Studie nicht aussagekräftig im Hinblick auf weitere angezielte Hypothesentests zur Werbung-Selbst-Kongruenz. Die Auswirkungen einer Standardisierung von Werbung ist ein aktuelles Thema der Werbebranche, welches auch im Hinblick auf die Globalisierung weiterhin im Verhältnis von Kultur und Werten genauer zu untersuchen wäre.



Kubrina, Anastasia;
Political persuasion online : analysis of Trump's and Clinton's twitter posts during the presidential elections in the USA 2016. - Ilmenau. - 101 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Soziale Netzwerke haben das Potenzial politische Entscheidungen und Meinungen der Wähler zu beeinflussen. Innerhalb der letzten Jahre haben soziale Netzwerke die politischen Kampagnen dramatisch verändert und haben sich zu einem starken Instrument für politische Kommunikation und Überzeugung entwickelt. Politiker und ihre Manager nutzen online verschiedene Rhetorische Strategien, mit dem Ziel eine Bindung mit den Wählern einzugehen und somit die Wahlen zu gewinnen. Mit den verfügbaren Informationen werden Soziale Medien immer mehr zum Standard. Die Masterarbeit untersucht den Inhalt von politischen Online-Nachrichten und zeigt, wie Rhetorische und Überzeugungsstrategien in politischen Kommunikationen in Sozialen Medien genutzt werden. Darüber hinaus wird der Inhalt untersucht, wie diese Strategien die Reaktion der Wähler beeinflusst und die Befürwortung der Zuhörer ändert. Es wird die quantitative Inhaltsanalyse von Trumps und Clintons Kommunikation auf Twitter, während der Wahlen 2016 in den USA, durchgeführt. Die Stichprobe bezog sich auf die einmonatige Phase vor dem Wahltag und besteht aus (N=461) tweets der öffentlichen Accounts der Kandidaten. Die Analyse gliedert sich in drei Schritte, zuerst die Identifikation der wesentlichen Inhalte, welche jeder Kandidat in seiner Kampagne hervorhebt. Als zweites die Identifikation der Aristotle's Sprache der Überzeugung und Benoit's functional framework. Als letztes wurde die Reaktion der Zuhörer auf die speziellen Strategien identifiziert. Die Statistischen Ergebnisse zeigen, dass beide Kandidaten emotionale und anregende Strategien zur Anregung der Gefühle der Wähler genutzt haben, besonders Angst über die Zukunft, falls die Opposition zu erfolgreich war. Des Weiteren zeigt die Anzahl der Likes und Retweets auf eine einzige Nachricht den Einfluss und Auswirkung auf unterschiedliche Strategien. Außerdem zeigt die Nutzung von Beifall, Attacken und Verteidigung einige Gemeinsamkeiten zu den Taktiken und Methoden welche von traditionellen Medien genutzt werden. Die Ergebnisse der content analysis verdeutlichen, dass die Kandidaten in ihren Posts unterschiedliche Hauptpunkte verfolgen, aber die Unterstützung der Kampagne war dominant für beide Kandidaten. Die Untersuchungsergebnisse werden weiterhin mit einem kurzen Überblick der Nutzung von Twitter der Präsidentschaftskandidaten in 2008 und 2012 hervorgehoben.



Faj, Tatjana;
How stakeholders hold organizations accountable for crises : an experimental study on matching covariation information and crisis response strategies. - Ilmenau. - 91 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Im Rahmen einer experimentellen Befragung von 219 Studierenden der TU Ilmenau wurde erhoben, welche Rolle Krisenkommunikationsstrategien in der Beziehung von Kovariationsinformationen, Kausalattributionen und organisationaler Reputation spielen. Als relevante Anspruchsgruppe des Studierendenwerks Thüringen wurde den Teilnehmern der Studie ein Krisenszenario präsentiert, welches den Ausbruch einer Magen-Darm-Infektion nach dem Mensabesuch involviert. Eines der Hauptziele der Studie bestand darin, ein Forschungsmodell basierend auf der Integration der Theorie situationsbezogener Krisenkommunikation (SCCT) und des Kovariationsprinzips sowie die darin postulierten Beziehungen zu validieren. Im Einklang mit zahlreichen vorhergehenden Studien, konnte auch in diesem Experiment der Einfluss von Kausalattributionen auf die Reputation von Organisationen bestätigt werden. Weitere Hypothesen über das Zusammenspiel von Kovariationsinformationsmustern und Krisenkommunikationsstrategien und seinen Einfluss auf Kausalattributionen und Reputation konnten jedoch nicht bestätigt werden, was die Relevanz und Notwendigkeit weiterer empirischer Forschung auf diesem Gebiet hervorhebt. Diese kann unser Verständnis der Beziehung zwischen Kovariationsinformationen und Kausalattributionen vertiefen, so dass die auf diese Weise neu erworbenen Kenntnisse anschließend für strategisches Krisenkommunikationsmanagement genutzt werden können, um die Reputation von Organisationen effektiv zu schützen.



Cueva Mori, Gissele;
Analysis of crisis communication strategies management in the Peruvian political campaign : case study of the 2016 electoral campaign. - Ilmenau. - 128 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Nutzung von Strategien zur Bewältigung einer Krise, vor allem aber der Situational Crisis Communication Theory (SCCT), im Rahmen des politischen Wahlkampfs während der peruanischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016. Es wurde der Versuch unternommen, aufzuzeigen in welchem Umfang und Kontext die Strategien der politischen Parteien sowie ihrer Kandidaten benutzt worden. Der Begriff Krise und das Krisen Management bilden den ersten Teil des theoretischen Fundaments, auf dem die vorliegende Studie basiert. Der zweite Bereich der Grundlagen ist die strategische Kommunikation, die durch die Begriffe politische Kommunikation sowie Krisenkommunikation näher erläutert wird. Im vorliegenden Fall wird der politische Wahlkampf als Krise beschrieben und es werden daher Strategien im Umgang mit Krisen, wie etwa SCCT verwendet, um Aussagen von Kandidaten und politischen Parteien näher zu betrachten. Insgesamt wurden 1441 Aussagen von sieben Parteien und ihrer Kandidaten mit einer qualitativen Inhaltsanalyse für ein besseres Verständnis des gesamten Prozesses untersucht. Im Allgemeinen konnte eine Nutzung aller Strategien im Rahmen des SCCT-Ansatzes festgestellt werden. Darüber hinaus zeigte die Untersuchung eine besonders häufige Verwendung der Denial-Strategie, die möglicherweise zum Erfolg eines der Kandidaten geführt hat. Zudem unterschied sich die generelle Nutzung von Strategien nach der SCCT von Coombs. Bei der Betrachtung des gesamten Prozesses sollten sich weitere Untersuchungen auf die Klassifizierung der Abfolge von Ereignissen als Krise konzentrieren und ein Vergleich anderer Länder oder auch Wahlprozesse, die beispielsweise in der Vergangenheit oder Zukunft von Peru liegen, unternommen werden. Auf diese Weise kann eine Spezifikation der Ergebnisse dieser Arbeit durchgeführt werden.



Levina, Ekaterina;
Shared values in gamers' streaming communities. - Ilmenau. - 80 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Die heutige globale Netzspielindustrie involviert Milliarden von Dollars und besteht nicht nur aus Spielern von verschiedenen Ebenen sondern auch aus einer unheimlich großen Zuschauerzahl (Jia et al., 2016, S. 47:2). Seinerseits Streaming, das "eine simultane Kommunikation zwischen Sendern und deren Zuschauern" (Bruendl & Hess, 2016, S. 1) ermöglicht, erweitert wesentlich die eventuellen Zuschauererlebnisse. Da die Richtung von Videospielübertragung relativ neu ist, ist sie in der akademischen Literatur noch nicht eingehend dargestellt (Walker, 2014, S. 438), obwohl die Artikelanzahl zu diesem Thema in der letzten Zeit gestiegen ist. Inspiriert durch Hamiltons et al. (2014) Studien, wo sie unter anderem betonen, daß die Streamers und deren Zuschauer ähnliche Lebensprinzipien und Werte zu teilen scheinen, konzentriert sich diese Schrift auf die Werte in den Spiel-Streaming Gemeinschaften, und zwar wie unterschiedlich diese Werte von Streamern und deren Zuschauern zum Ausdruck gebracht werden (RQ 1.1), auf bestimmte Werteschablonen (RQ 1.2) und die Unterschiede zwischen den Kanälen (RQ 1.3). Die von Cheng und Fleischmann (2010) erstellte Meta-Liste von menschlichen Werten (MLMW) inklusive deren Struktur wurde als theoretische Basis für diese Studie und als Grundlage für die Kodetabelle genommen. MLMW, die auf 12 anderen Listen basiert, besteht aus 16 klaren, eindeutigen Werten, die dieses Phänomen ausführlich auslegen, wobei sie verständlich und nicht überladen bleiben. Eine qualitative Inhaltsanalyse wurde vorgenommen, um dieses Phänomen der gemeinsamen Werte zu erforschen. Im Allgemeinen wies der Analysenbefund auf, daß Identität, Kompetenz, Intelligenz und Leistung den Zuschauern sowie den Streamern äußerst innewohnend waren. Sozialordnung, Gleichberechtigung und Reichtum kamen ihrerseits mehr unter den Zuschauern zum Vorschein, wobei Geistlichkeit und Verantwortung weit mehr in der Rede der Streamer gebraucht wurden. Werteschablonenweise war Identität mit den anderen meistens kombiniert. Inkompetenz wurde leicht mit Ignoranz und Nutzlosigkeit kombiniert, wogegen Reichtum stark mit Verantwortung verbunden war. Die Unterschiede zwischen den Kanälen hingen von der Persönlichkeit der Streamer, obwohl deren Alter, Geschlecht und Spielgenre auch eine wichtige Rolle mitspielen dürften. Ungeachtet verschiedener Mängel bietet diese Studie einen tiefgreifenden Überblick von den Werten der Videospiel-Streaming Gemeinschaften an und verschafft ein Bild über die weiteren eventuellen Forschungsrichtungen.



Jochem, Patrizia;
Domestizierung des Smartphones im (Ausbildungs-)Alltag junger Erwachsener mit Behinderung. - Ilmenau. - 87 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Domestizierung des Smartphones im (Ausbildungs-)Alltag junger Erwachsener mit Behinderung. Im Zeitalter der Digitalisierung ist gesellschaftliche Teilhabe ohne Medien nur schwer denkbar. Besonders das Smartphone besitzt hohe Nutzerzahlen und wird auch von jungen Erwachsenen mit Behinderung genutzt. Dennoch gibt es wenige Studien, welche sich mit der Smartphonenutzung junger Erwachsener mit Behinderung beschäftigen. Wie integrieren die jungen Erwachsenen mit Behinderung das Smartphone in ihren (Ausbildungs-)Alltag? Welche Chancen bietet das Smartphone jungen Erwachsenen hinsichtlich ihrer Behinderung? Um diesen sowie einigen weiteren Fragen nachzugehen fand die Untersuchung einer Nutzergruppe innerhalb eines Berufsbildungswerkes, vor dem Hintergrund des Domestizierungsansatzes, statt. Nach einer grundlagenschaffenden Beobachtung wurden leitfadengestützte Interviews mit acht jungen Erwachsenen des Annedore-Leber Berufsausbildungswerkes (Berlin) durchgeführt. Die gesammelten Daten wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Es zeigte sich, dass das Smartphone durch die tägliche Nutzung fest im Alltag der jungen Erwachsenen mit Behinderung integriert ist und einen hohen Stellenwert besitzt. Darüber hinaus bieten die modernen Mobiltelefone durchaus Chancen den Alltag mit der jeweiligen Behinderung flexibel zu gestalten.



Büker, Johanna;
Die Krisenkommunikation von Universitäten und Hochschulen in Deutschland. - Ilmenau. - 100 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die Krisenkommunikation deutscher Hochschulen wird explorativ erhoben, um die Beeinflussung dieser durch institutionellen und instrumentellen Faktoren in den Phasen Prävention und Früherkennung, Vorbereitung und Durchführung zu ergründen. Die quantitative Erhebung mittels Onlinefragebogen richtete sich an PR-Verantwortliche der kirchlichen, privaten und staatlichen Hochschulen. Befunde zeigen, dass Hochschulen häufig von Krisen betroffen sind, meist ausgelöst durch Auseinandersetzungen mit Anspruchsgruppen und negativen Berichterstattungen. Auswirkungen der institutionellen auf die instrumentelle Perspektive sind feststellbar. Viele Instrumente sind genutzt, wobei besonders in der akuten Krise klassische Instrumente überwiegen. Onlineinstrumente, wie Issues Scanning und Monitoring werden weniger eingesetzt als andere Insrtumente. Obwohl Entscheidungsautonomie nur mäßig ausgeprägt ist, finden Vorschläge der Krisenkommunikation meist Zustimmung. Die Datenanalyse erfolgte primär deskriptiv, Subforschungsfragen und Hypothesen sind durch inferenzstatistische Tests beantwortet.



Koch, Elisabeth;
Nutzungsgewohnheiten von Foodblog-Lesern bezüglich der Suche nach Informationen zum Themengebiet Ernährung und Essen sowie die Umsetzung von Rezepten. - Ilmenau. - 65 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Nutzungsgewohnheiten von Foodblog-Lesern. Die Mediatisierungsforschung stellt dabei die Grundlage für die Forschungsarbeit dar, da sich das Medium Foodblog stetig entwickelt. Geprüft wurde, inwiefern der Umgang mit Foodblogs die Nutzungsgewohnheiten der Leser bezüglich der Suche nach Informationen zum Themengebiet Ernährung und Essen sowie die Umsetzung von Rezepten verändert. Dazu wurde eine quantitative, standardisierte Online-Befragung durchgeführt, aus der 99 vollständige Fragebogen resultierten, die für die Auswertung nutzbar waren. Es zeigte sich, dass Foodblogs eine Mediengattung darstellen, die von Internetnutzern rezipiert wird, die jedoch nicht von jedem Leser täglich genutzt wird. Es findet keine Verdrängung von analogen Alternativen zu Foodblogs statt. Des Weiteren werden Foodblogs überwiegend von zuhause aus und über mobile Geräte genutzt. Es wird außerdem deutlich, dass die Inhalte von Foodblogs tatsächlich praktisch umgesetzt und nicht nur rezipiert werden. Die Nutzung von Foodblogs unterliegt einer ständigen Entwicklung, die Raum für weitere Studien zulässt.



Müller, Niclas;
Social Media aus der Nutzerperspektive - eine Untersuchung am Beispiel Spotifys. - Ilmenau. - 77 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die im Rahmen dieser Bachelorarbeit durchgeführte Studie beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Nutzer den Musikstreaming-Dienst Spotify als ein Social Media wahrnehmen. Dabei setzt sich die Bachelorarbeit das Ziel, Spotify aus der Nutzerperspektive zu untersuchen und dadurch wichtige Faktoren auszumachen, durch welche Social Media definiert werden können. Mittels eines Online-Fragebogens wurde die Vorauswahl für eine Leitfadeninterview-Studie getroffen, in welcher insgesamt sieben Personen zu ihren Vorstellungen von Social Media und ihrem Umgang mit Spotify befragt wurden. Die Interviews wurden mittels der Anwendung der Grounded Theory offen, axial und selektiv kodiert. In diesem Prozess konnten einige grundlegende Faktoren der Wahrnehmung Spotifys erarbeitet werden. Es stellte sich heraus, dass Spotify nicht als ein Social Media wahrgenommen wird, aber eine soziale Komponente Spotifys durchaus erkannt wird. Die aufgestellte Forschungsfrage konnte somit beantwortet und eine Grundlage für weitere Forschungen geschaffen werden.



Kornblum, Tom;
Domestizierung mobiler Video-on-Demand-Anwendungen in den Alltag ihrer Nutzer. - Ilmenau. - 69 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Integration mobiler Video-on-Demand-Anwendungen in den Alltag ihrer Nutzer. Video-on-Demand (VoD) hat sich bereits in vielen Haushalten als Ersatz für das lineare TV-Programm etabliert. Über mobile Endgeräte wird es dem Nutzer ermöglicht, VoD zu schauen wann und wo er möchte. Aber wie gestaltet sich diese Mobilität in der Realität? Beschränkt sich die VoD-Nutzung nur auf die eigenen vier Wände oder wird VoD auch in der Öffentlichkeit genutzt? Und welche Einflüsse haben eine Auswirkung auf die VoD-Nutzung? Um das herauszufinden, wurden 9 Personen mit einer Kombination aus Medientagebuch und leitfadengestütztem Interview untersucht. Die durch diese qualitative Vorgehensweise gesammelten Daten wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Untersuchung ergab unter anderem, dass mobile VoD-Anwendungen sowohl zu Hause, als auch in der Öffentlichkeit rezipiert werden. Dabei fällt die Unterwegsnutzung deutlich geringer aus. Dennoch sind Tendenzen zu erkennen, dass VoD unterwegs immer öfter genutzt wird. Diese Erkenntnis spiegelt sich auch in den aktuellen Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie wider. Hier fand man heraus, dass Videos und Audios immer beliebter bezüglich der Unterwegsnutzung werden. Vor 2 Jahren war diese Entwicklung noch nicht zu erkennen. Die Gründe für die steigende Beliebtheit, aber auch für die Ablehnung mobiler VoD-Anwendungen werden in den Ergebnissen dieser Abschlussarbeit genau beschrieben.



Engl, Mira;
Krisenkommunikation in Sozialen Netzwerken : eine Inhaltsanalyse der Krisenkommunikation von Germanwings und Lufthansa zu Flug 4U9525 und ihrer Stakeholderreaktionen auf Facebook. - Ilmenau. - 108 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Studie untersucht die Online-Krisenkommunikation von Germanwings und Lufthansa zu Flug 4U9525 auf Facebook im Hinblick auf die Verwendung von Krisenkommunikationsstrategien der Theorie Situationsbezogener Krisenkommunikation sowie Instructing Information und Adjusting Information. Die Strategien der Airline wurden mit Stakeholderreaktionen, ihren Ursachen- und Verantwortungszuschreibungen und der Bewertung von Reputation in Verbindung gebracht. Annahmen der Theorie Situationsbezogener Krisenkommunikation wurden im Onlinebereich getestet. Dazu wurden 39 Facebook-Veröffentlichungen von Germanwings und Lufthansa sowie 1072 Facebook-Kommentaren von Stakeholdern anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse analysiert. Ein positiver Zusammenhang zwischen den Ursachen- und Verantwortungszuschreibungen von Stakeholdern und der negativen Reputationsbewertung der Airline konnte dabei bestätigt werden. Zudem stellte sich "Ingratiation" als meistverwendete Strategie der Facebook-Krisenkommunikation von Germanwings und Lufthansa heraus.



Prante, Berit;
Terrorismusberichterstattung in Deutschland : eine vergleichende Inhaltsanalyse medialer Muster am Beispiel von Anschlägen in Europa. - Ilmenau. - 83 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Arbeit untersucht Muster der Terrorismusberichterstattung am Beispiel des Anschlags auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und die Anschlagsserie in der Pariser Innenstadt im Jahr 2015. Untersuchungsgegenstand sind Zeitungsartikel der Süddeutschen Zeitung und Frankfurter Allgemeinen Zeitung, welche jeweils eine Woche nach den Anschlägen veröffentlicht wurden. Das Erkenntnisinteresse liegt auf einem Vergleich der beiden Berichterstattungen und begründet sich in der Medien-Terrorismus-Beziehung sowie die Beeinflussung der Berichterstattung durch die Opferauswahl. Da der Framing-Ansatz die Analyse von Deutungsmustern ermöglicht, wurde er der Studie zugrunde gelegt. Daneben wurden auch formale Frames analysiert. Die Identifikation von Frames in der Berichterstattung erfolgte mittels einer qualitativen Rahmenanalyse, durch welche pro Anschlag fünf Frames identifiziert werden konnten. Die Frames Wirkung auf Politik, Wirkung auf Öffentlichkeit und Terrorismusgefahr und Sicherheit stabilisierten sich und traten nach beiden Attentaten auf. Die Berichterstattung über den Anschlag auf Charlie Hebdo zeichnete sich durch die Frames Kultur-Konflikt und Angriff auf Freiheitsrechte und Demokratie aus, während der zweite Anschlag die Frames Krieg und globaler Konflikt sowie Flüchtlingskrise beinhaltete. Als Gesamtfazit der Arbeit lässt sich festhalten, dass der gezielte Angriff auf Journalistinnen und Journalisten nur bedingt Auswirkungen auf die Terrorismusberichterstattung zeigt und dass sich die Berichterstattungen auch hinsichtlich der formalen Frames kaum voneinander unterscheiden.



Hofmann, Heike;
Spielerische Marktforschung : die Perspektive der Marktforschungsbranche auf das Konzept Surveytainment. - Ilmenau. - 100 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Ein Problem innerhalb der Marktforschungsbranche ist eine sinkende Teilnahmebereitschaft bei Online-Befragungen (Müller-Peters & Lübbert, 2015, S. 9). Surveytainment ist ein Konzept, welches spielerische Elemente in die Entwicklung von Online-Befragungen integriert, um somit nutzerfreundliche und spannende Fragebögen zu konzipieren (Uzunova, 2015, S. 36). Basierend auf der Diffusionstheorie und dem Technology-Organisation-Environment Framework werden fördernde und hemmende Faktoren für die Integration von Surveytainment in die Marktforschungsinstitute aufgezeigt. Ziel ist es, die Wahrnehmung der Branche in Bezug auf Surveytainment zu erfassen. Es werden acht Experteninterviews aus der Marktforschungsbranche geführt und mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Es wird festgestellt, dass die Auswirkungen auf die Probanden relevant für eine Integration sind. Der zentrale hemmende Faktor ist die Unsicherheit bei der Datenqualität. Zudem verursacht Surveytainment hohe Kosten, was die Integration tendenziell hemmt, da die Kosten nicht durch die Kunden ausgeglichen werden. Eine verstärkte Kundensensibilisierung wäre eine mögliche Implikation für die Branche.



Mohwinkel, Inga Sophie;
Das Management der Krisenkommunikation in der deutschen Freizeitparkindustrie : eine Analyse von institutionellen Rahmenbedingungen sowie Strategien und Maßnahmen der Krisenkommunikation. - Ilmenau. - 63 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit institutionellen und organisatorischen Aspekten sowie Strategien, Maßnahmen und Instrumenten der Krisenkommunikation deutscher Freizeitparkunternehmen. Die Grundlage der Untersuchung sollen Krisen durch technisch und menschlich verursachte Unfälle an den Fahrgeschäften oder anderen Angeboten der Parks repräsentieren. Untergliedert wird die Untersuchung anhand des Integrative Model of Organizational Crisis Communication (IMOCC) nach Schwarz et al. (2014), welches die vier Krisenmanagementphasen der Krisenprävention und Früherkennung, Krisenvorbereitung, akuten Krisenkommunikation und Krisennachsorge mit der institutionellen, technisch-instrumentellen sowie symbolisch-relationalen Forschungsebene verbindet. Unter Einbeziehung und anhand des Vergleichs mit dem aktuellen Forschungsstand der Krisenkommunikationsforschung, der Contingency Theory of Strategic Conflict Management nach Cameron et al. (1997), der Situational Crisis Communication Theory (SCCT) nach Coombs (ab 1995) und mittels fünf qualitativer Leitfadeninterviews mit Verantwortlichen deutscher Freizeitparks, ergab sich ein Bild der Krisenkommunikation ebendieser Branche innerhalb Deutschlands. Die Interviewauswertung erfolgte anhand der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse konnten zeigen, dass sich insgesamt kein homogenes Bild des Krisenkommunikationsmanagements der Freizeitparks ergibt. Dennoch konnten einzelne Gemeinsamkeiten zwischen den Parks festgestellt werden, welche insbesondere auf der institutionellen Ebene zu finden sind. Dabei wurde unter anderem ein hohes Bewusstsein für Krisen ersichtlich. Zudem verfügt die Mehrheit der befragten Parks über Krisenpläne und festgelegte Krisenteams, während Facebook als wichtiges Instrument der Krisenkommunikation beschrieben wird. Für die akute Krisenphase konnten vereinzelt die Strategien Regret, Excuse, Justification und Apology sowie instructing und adjusting information identifiziert werden. Für die Krisennachsorge hingegen zeigte sich, dass Strategien der ingratiation und compassion genutzt werden und im Gegensatz zur Phase des akuten Krisenmanagements insgesamt eher die Haltung der accommodation eingenommen wird. Einen bedeutenden Einfluss auf die Krisenkommunikation hat unter anderem ein juristischer Rechtsbeistand.



Kahl, Sarah;
Tabletnutzung von Studierenden im Alltag - eine Analyse auf der Basis des Domestizierungsansatzes. - Ilmenau. - 81 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Integration des Tablets in den Alltag von Studierenden. Die theoretische Grundlage bildet dabei der Domestizierungsansatz nach Silverstone. Das Tablet vereint unterschiedliche Medien und kann uns den Alltag erleichtern. Aufgrund dessen wird der Laptop oft bei den Studierenden durch ein Tablet ersetzt. Inwiefern das Tablet in den Alltag von Studierenden integriert ist, wurde anhand eines Leitfaden- und Tiefeninterviews sowie eines Mediennutzungstagebuchs erfasst. Dabei wurde die Anschaffung, die Nutzung und die Nichtnutzung des Tablets, aber auch die gleichzeitige Nutzung des Tablets mit anderen Medien untersucht. Die durch die Untersuchung resultierenden Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung des Tablets in vielen Lebensbereichen der Studierenden stattfindet und das Tablet somit einen hohen Stellenwert in ihrem Alltag einnimmt. Im letzten Abschnitt der Arbeit sind verschiedene Ansatzpunkte für weitere Forschungsmöglichkeiten zu finden.



Denzinger, Lisa;
Rechtsextremismus auf Twitter : eine inhaltsanalytische Untersuchung von immigrationsfeindlichen und -freundlichen Accounts während der Silvestervorfälle in Köln 2015. - Ilmenau. - 54 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die Silvestervorfälle in Köln 2015/2016 haben eine große Diskussion in den sozialen Netzwerken über die Thematik der Immigration ausgelöst. Immer öfter machen sich Rechtsextremisten dieses Thema zu Nutze und verwenden es für ihre Zwecke. In dieser Arbeit wird das Kommunikationsverhalten von immigrationsfeindlichen und -freundlichen Twitter Nutzern inhaltsanalytisch zum Zeitpunkt der Silvestervorfälle in Köln untersucht. Im Kontext des aktuellen Forschungsstandes im Bereich Rechtsextremismus und soziale Medien werden die Ergebnisse eingeordnet und analysiert. Dabei wird sowohl auf die Unterschiede der beiden Gruppen als auch auf den Zeitpunkt vor und nach Silvester näher eingegangen. Auffallend dabei zeigte sich, dass immigrationsfeindliche Nutzer dreißig Prozent ihrer Tweets abwertend gegenüber bestimmten Personengruppen formulieren und durchschnittlich mehr Retweets erhielten als immigrationsfreundliche Nutzer.



Tempski, Franziska; von
Ethno-Marketing in Deutschland : der Einfluss von kulturell adaptierten Werbebotschaften auf die Werbewirkung bei Deutsch-Türken der dritten Generation. - Ilmenau. - 140 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Im Zuge der Globalisierung erfahren kulturorientierte Kommunikationsmaßnahmen in der internationalen sowie nationalen Werbewirtschaft eine zunehmende Bedeutung, weshalb sich die vorliegende Arbeit mit Ethno-Marketingmaßnahmen in Deutschland befasst. Dafür wurde der Einfluss von kulturell adaptierten Werbebotschaften auf die Werbewirkung bei Deutschlands wirtschaftlich wichtigster ethnischer Gruppe der Deutsch-Türken untersucht und in Hinblick auf deren ethnische Identifikation evaluiert. Basierend auf den drei Werbewirkungsarten Kognition, Affekt und Konation und Hofstedes Schichtenmodell zur Erfassung von Kultur, bildete Halls Konzept der Decodierung/Encodierung zusammen mit der kulturorientierten Intercultural Accommodation Theory von Holland & Gentry und der Distinctiveness Theory von McGuire die theoretische Basis für die Erhebung. Zur Evaluierung des Forschungsinteresses wurden diese mit weiteren Werbewirkungstheorien zu einem forschungsleitenden Modell ergänzt. Im Fokus dieser Studie lag dabei die Frage, inwieweit kulturell adaptierte Werbebotschaften die Werbewirkung bei Deutsch-Türken der dritten Generation beeinflussen. Ferner wurde untersucht, ob der Grad der ethnischen Identifikation dieser Migrationsgeneration einen moderierenden Effekt auf die Werbewirkung hat. Dazu wurden in einem experimentellen Design kulturell adaptierte und nicht adaptierte Werbebotschaften erstellt und hinsichtlich der Stimuli Sprache und Sprichwort manipuliert. Im Rahmen einer standardisierten Online-Befragung wurden n=176 deutsch-türkische Probanden der dritten Generation eine der insgesamt vier Stimulusmaterialien präsentiert und zur Werbewirkung sowie zu deren ethnischen Identifikation befragt. Die quantitative Auswertung der Ergebnisse ergab für die für deutsch-türkische dritte Generation keine signifikant bessere Werbewirkung von sprachlich und sprichwörtlich kulturell angepassten Werbebotschaften im Vergleich zu nicht adaptierten Botschaften. Die von der IAT postulierten Annahme einer verbesserten Kommunikation durch kulturelle Anpassungsmaßnahmen konnte mit dieser Studie somit nicht bestätigt werden. Ferner ließ sich, entgegen McGuires Theorie, kein signifikant moderierender Effekt der ethnischen Identifikation auf die Werbewirkung feststellen. Hinsichtlich Halls En-/Decodierungsmodel zeigte sich jedoch, dass Kommunikation als Zeichenprozess im Verhältnis zu Kultur gesehen werden kann. Abschließend ließ sich keine Handlungsempfehlung für die Verwendung der türkischen Sprache und/oder eines türkischen Sprichwortes für die kulturelle Adaption einer Werbebotschaften zur Verbesserung der Werbewirkung bei Deutsch-Türken der dritten Generation festhalten, da die gefundenen Unterschiede werbewirtschaftlich kaum wirtschaftlich relevant erscheinen. Trotz der nicht signifikanten Ergebnisse konnten weiterführende Forschungstendenzen aufgezeigt werden.



Vömel, Robert;
Doing Gender While Doing Game Journalism - eine Analyse des beruflichen Selbstverständnisses von Spielejournalist*nn*en in Deutschland. - Ilmenau. - 83 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

In dieser Bachelorarbeit wird das berufliche Selbstverständnis und die Einflüsse darauf in Anlehnung an Weischenbergs Zwiebelmodell sowie Gender-Einflüsse auf dieses untersucht. Um dies zu erreichen wurden Leitfadeninterviews mit sechs Spielejournalist*inn*en geführt. Die Interviews wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse zusammengefasst. Das daraus resultierende berufliche Selbstbild der Spielejournalist*inn*en passt nicht eindeutig in die von anderen Studien vorgeschlagenen Typologien, da sowohl Unterhaltung, Information und Kritik Hauptaufgaben der Journalist*inn*en sind. Daraus wird entweder eine ideologische Selbsttäuschung geschlossen, oder eine besondere Stellung des Spielejournalismus mit vielfältigen Aufgaben der Journalist*inn*en. Als Einflüsse auf das berufliche Selbstbild der Journalist*inn*en werden die Rezipient*inn*en, die Beziehung zur Spiele-Industrie und das Geschlecht der Journalist*inn*en gesehen.



Kolberg, Sarah;
Analyse der Veränderung der Tweets zu Neo Magazin Royale durch den Böhmermann-Skandal. - Ilmenau. - 73 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Veränderung der Tweets zur Sendung Neo Magazin Royale (Staffel 2) durch den Böhmermann-Skandal in Bezug auf die Aktivität, die Personalisierung Böhmermanns und die Entwicklung von politischen und unterhaltenden Inhalten [Thema]. Es wurden bisherige Erkenntnisse zu Skandalen, Nutzern, Twitter und Datenmustern zusammengetragen und durch das von Andreas Jungherr neu aufgelegte Handlungssystem nach Coleman in Relation gesetzt [Theorie]. Es wurden quantitative Untersuchungen der Tweets auf Basis der Grundgesamtheit (N=31368 Tweets) und eine Inhaltsanalyse einer Stichprobe (n= 650 Tweets) durchgeführt. [Methode]. Es konnte keine klare Auswirkung des Skandals auf inhaltliche Tendenzen bezüglich Politikintensität und Unterhaltungspotenzial nachgewiesen werden. Die Twitter-Aktivität wird durch den Skandal gesteigert, die Personalisierung Böhmermanns nimmt zu [Hauptergebnisse]. Das Medium Twitter birgt im Zusammenhang mit traditionellen Medien und Meinungsforschung zu Skandalen hohen Forschungsbedarf [Fazit].



Küchler, Jens;
Die reflexive Mediatisierung des Pokerspiels : ein leitfadengestütztes Experteninterview zur Nutzung skopischer Medien in Onlinepokerspieleräumen. - Ilmenau. - 61 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2017

Die fortschreitende Mediatisierung begünstigt nicht nur die Herausbildung neuer Geschäftsfelder, ferner stellt sie einen Prozess dar, in dem sich neuartige Medientechnologien herausbilden. Die vorliegende Forschungsarbeit veranschaulicht, wie es zur Entstehung eines "skopischen Systems" zur Selbst- und Fremdbeobachtung auf Onlinepokerplattformen gekommen ist und gibt einen kurzen Einblick in die Verwendung von Hilfssoftware beim Pokerspielen. Darüber hinaus wird mit Bezug auf die Theorie der "reflexiven Mediatisierung" auf nicht-intendierte Nebenfolgen der Mediatisierung am Beispiel der sozialen Welt des Onlinepokers eingegangen. Die Intention der Forschung ist es schließlich, die Nutzung skopischer Medien einschließlich ihrer Auswirkungen explorativ zu untersuchen, den Erkenntnishorizont der Forschung zu erweitern, um dadurch neue Denkanstöße für zukünftige Forschung zu geben. Dazu wurden Sichtweisen von sieben Pokerspielern mittels leitfadengestützter Experteninterviews erhoben und auf Grundlage der qualitativen Inhaltsanalyse strukturiert und zusammengefasst.



Linker, Renata;
Factors influencing the long-term acceptance of Facebook Pages by visual artists in Germany. - Ilmenau. - 81 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2017

Der Hauptzweck dieser Studie war es, Faktoren zu bestimmen, die eine langfristige Nutzung der Facebook Fanseiten beeinflussen. Die Erwartung-Bestätigung-Theorie ist die Haupttheorie, die in dieser Abhandlung verwendet wurde. Diese wurde zudem mit externen Konstrukten, welche auf eine Literaturrecherche basieren, erweitert. Um die erforderlichen Daten zu sammeln wurde eine Internetumfrage durchgeführt. Die Stichprobe bestand aus 217 Probanden, welche im Bereich der bildenden Kunst agieren. Diese Künstler leben in Deutschland und führen ihre eigenen Facebook-Fanseiten. Vor der Hauptanalyse wurden die Bedingungen der demografischen Entwicklung jener untersuchten Personengruppe und deren Nutzungsverhalten in Bezug auf die Facebook-Fanseiten beschrieben. Mithilfe der explorativen Faktorenanalyse wurden die Konstrukte überarbeitet und mittels multipler Regressionsanalysen wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass die empfundene Nützlichkeit und die bestätigte Zufriedenheit der Facebook Fanseiten direkte Anzeichen der langfristigen Absicht sind. Der untersuchte Nutzungsgenuss und das positives Feedback beeinflussen sowohl die empfundene Nützlichkeit, als auch die bestätigte Zufriedenheit. Die Gewohnheit beeinflusst die empfundene Nützlichkeit und die Systemqualität die bestätigte Zufriedenheit. Die Kompetenz zeigte keinen signifikanten Einfluss. Zusätzlich wurde die Wirkung der demografischen Variablen analysiert und es wurde ein negativer Effekt, durch die Dauer der Internetnutzung, auf die bestätigte Zufriedenheit festgestellt. Der untersuchte Nutzungsgenuss und das positives Feedback beeinflussen sowohl die empfundene Nützlichkeit, als auch die bestätigte Zufriedenheit.



Penn, Anika;
Was wollen meine Kunden? : Identifikation der Kundentypen von Online-Anfragen mithilfe einer Trendanalyse am Beispiel LEWA. - 110 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die vorliegende Masterarbeit wurde in Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau und der LEWA GmbH aus Leonberg geschrieben. Die Arbeit analysiert die eingehenden E-Mail-Anfragen bei LEWA, um Kundentypen zu identifizieren zur Optimierung der Anfragebearbeitung hinsichtlich der Kommunikation mit einzelnen Kunden. Die theoretische Basis für die Arbeit bilden die Grundlagen des Kundenbeziehungsmanagements und des E-Mail Response Managements. Die Kundentypen werden mithilfe einer Mix Method untersucht. Im ersten Schritt werden qualitative Experteninterviews geführt, um die derzeitigen Bearbeitungsschritte zur Verwaltung der Anfragen bei LEWA zu analysieren. Anschließend werden mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse 478 Anfragen über einen Zeitraum von sechs Monaten bei LEWA untersucht, um herauszufinden, welche Kundentypen sich hinsichtlich Sprache, Herkunft und Tätigkeitsfeld zuordnen lassen und welche Themen am häufigsten in den Anfragen angesprochen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Ersatzteilgeschäft gleichermaßen gefragt ist wie neue Pumpen. Die vier identifizierten Kundentypen stammen zum größten Teil aus Deutschland, den USA und Saudi-Arabien. Sie drücken sich prägnant aus und stammen aus den Branchen Öl & Gas, Chemie und Pharmazie. Die Ergebnisse dieser Studie sind aus kommunikationswissenschaftlicher und auch betriebswirtschaftlicher Sicht interessant, da sie einerseits zeigen, wie Kunden per E-Mail kommunizieren und andererseits auf Möglichkeiten hinweisen, wie mit Neu- und Bestandskunden per E-Mail besser kommuniziert werden könnte.



Becker, Marius;
Externe Wissenschaftskommunikation 2.0 - deutsche Wissenschaftsorganisationen auf Facebook und Twitter : eine inhaltsanalytische Untersuchung der dialogorientierten Nutzung von Facebook und Twitter durch deutsche Wissenschaftsorganisationen zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit. - 50 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die Kommunikation zwischen der Wissenschaft und öffentlichen Zielgruppen ist aufgrund wachsender gesellschaftlicher Ansprüche an die Wissenschaft von großer Bedeutung. Sowohl in der Literatur als auch in der Praxis wird in diesem Zusammenhang immer häufiger die Wichtigkeit des vertrauensbildenden Dialogs mit der Öffentlichkeit betont. Soziale Medien wie Facebook und Twitter, die von breiten Teilen der Öffentlichkeit genutzt werden und sich durch ihre Interaktivität auszeichnen, scheinen ideale Werkzeuge für den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit darzustellen. In dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit diese Medien zur dialogischen Wissenschaftskommunikation eingesetzt werden. Eine Inhaltsanalyse der Facebook- und Twitter-Profile, Beiträge und Kommentare von vier großen außeruniversitären Wissenschaftsorganisationen und ihren Einrichtungen zeigt, dass das dialogische Potential der untersuchten sozialen Medien nicht ausgenutzt wird und die Dienste vorrangig zur Verbreitung von Informationen genutzt werden.



Osypenko, Oleksandra;
The influence of cultural background on university cource evaluation : understanding evaluation factors using the Collaborative Analysis Lab (CoALa). - 117 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2016

Aus der Sicht der Vertreter unterschiedlicher kultureller Herkunft beeinflussen diese Faktoren eine Bewertung der Master-Programm: Erwartungen über die deutsche Bildung, kritische Haltung, europäischen Hintergrund, einfache Anpassung, die Vertrautheit mit Bildungssystem, Sprachbarriere, die Zufriedenheit mit der Forschung Inhalt des Programms, soziale / familiäre Druck, das Niveau der Gleichstellung der Geschlechter im Heimatland und Alphabetisierungsgrad zurück nach Hause: Sekundäre Faktoren können wie benannt werden. Es ist wichtig zu erwähnen, dass alle identifizierten Faktoren für alle vertretenen Nationalitäten relevant sind, obwohl sie verschiedenen Ebenen der Auswirkungen nach den kulturellen Besonderheiten jeder Nationalität führen.



Hensrud, Victoria-Alta;
Die Nutzung von Medienrepertoires in Deutschland - Charakterisierung von Nutzertypen medialer Angebote zu Filmen und Serien. - 70 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die vorliegende Bachelorarbeit gibt einen Überblick über die Nutzung von Medienangeboten zu Filmen und Serien und die persönlichen Ausprägungen der Nutzer. Basis für die Arbeit bildet die Theorie der Medienrepertoires nach Hasebrink. Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens konnten die Ergebnisse einer kombinierten Faktoren- und Clusteranalyse unterzogen und Nutzertypen charakterisiert werden. Die Entscheidung sich bei der Auswertung auf dieses Forschungsmethoden zu beziehen, ist auf den explorativen Charakter der Forschungsarbeit zurückzuführen, da es sich bei beiden Analysen um explorative Methoden handelt. Es hat sich gezeigt, dass die Nutzertypen unterschiedlich stark ausgeprägte Tendenzen innerhalb der Cluster aufweisen. Allgemein lässt sich feststellen, dass die Befragten im Durchschnitt häufig Filme und Serien rezipieren und nach weiterführenden Informationen zu diesen suchen. Die Bachelorarbeit ist vor allem für Studenten der Medienstudiengänge von Interesse.



Hildebrandt, Selina;
Domestizierung von Computerspielen im Alltag von Paaren : eine qualitative Untersuchung. - 49 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Auf Basis des Domestizierungsansatzes wird in dieser Arbeit die Integration von Computerspielen in den Alltag von Paaren untersucht. Die Probanden unterliegen dafür folgenden Kriterien: (1) Sie spielen zusammen Computer- und/oder Videospiele, (2)beide sind im Alter von 20 bis 29, (3) das Paar wohnt zusammen. Sechs Paare werden mittels eines qualitativen Interviews befragt. Anschließend werden die angefertigten Transkripte der Gespräche mit einer zusammenfassenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Auswertung ergab, dass Computer- und Videospiele unterschiedlich in den Alltag integriert werden. In den vier Dimensionen der Domestizierungsforschung gibt es aber auch Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die entwickelten Routinen der Paare innerhalb des Spiels. Alle Probanden haben eine positive Einstellung gegenüber Computer- und Videospielen, obwohl es auch einige problematische Auswirkungen der eigenen Nutzung gab. Diese Arbeit kann als Grundlage für weiterführende Forschungen in diesem Bereich der Domestizierungsforschung dienen.



Voigt, Michelle;
Digitales Dating - Mediatisierung der Partnersuche von Studenten. - 43 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die stetige Weiterentwicklung der von uns geschaffenen Medienwelt beeinflusst viele Facetten unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die Mediatisierungsforschung versucht in ihrem Kern ein Verständnis dafür zu schaffen, welche Wechselwirkungen zwischen medialem, sozialem, gesellschaftlichem und kulturellem Wandel stattfinden. Im Rahmen dieser Studie liegt der Fokus auf den Strategien der Partnersuche im Kontext unserer sich zunehmend wandelnden Mediennutzung. Ein besonderes Interesse liegt hierbei in der Integrierung der stetig wachsenden Anzahl verschiedener Online-Dating-Angebote in die alltäglichen Handlungen, Interaktionen und Routinen von Studenten. Im Zeitraum von April 2016 bis Mai 2016 wurden in halbstandardisierten Leitfadeninterviews mit Studenten unterschiedlicher Universitäten Daten erhoben und anschließend nach Logik der Grounded Theory ausgewertet, um besonders datennahe Theorien über die Mediatisierung der Partnersuche entwickeln zu können.



Doblies, Dorothea;
Vom Rezipienten zum Prosumer - inwiefern schöpfen Major-Labels das Potential ihrer Rezipienten in den Bereichen A&R, Produktmanagement, Promotion und Vertrieb aus? : eine Bestandsaufnahme am Beispiel von Universal Music. - 88 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit das Major Label Universal Music die Potenziale von Rezipienten in den Arbeitsbereichen A&R, Produktmanagement, Promotion und Vertrieb ausschöpft. Der Begriff Potenzial bezieht sich dabei auf die Möglichkeiten des Rezipienten, mit Hilfe von digitalen Netzwerkmedien Aufgaben in den verschiedenen Arbeitsbereichen einer Plattenfirma zu übernehmen. Aufgrund fehlender Forschungen zum Thema Konvergenzprozesse medialer Kommunikation und Wertschöpfung soll mit dem Fallbeispiel Universal Music ein Beitrag zur Diskussion von Konvergenzprozessen in der Musikindustrie geleistet werden. Die theoretischen Überlegungen der Studie werden aus den Aussagen der Autoren Carsten Winter, Henry Jenkins und Axel Bruns gebildet. Diese sprechen von einer steigenden Bedeutung des Rezipienten über soziale Netzwerkmedien und sehen durch die veränderten Kommunikationsstrukturen ein Potenzial des Rezipienten, eigene Inhalte zu produzieren, zu nutzen, zu teilen und sogar zu finanzieren. Als Datenerhebungsmethode wird das leitfadengestützte Experteninterview ausgewählt. Dafür werden vier Experten von Universal Music aus den Bereichen A&R, Produktmanagement, Promotion und Vertrieb zu ihren Arbeitsprozessen befragt. Die zentralen Ergebnisse der Studien zeigen, dass sich die Experten zwar den zahlreichen Potentialen der Rezipienten durchaus bewusst sind, diese aber aus vielerlei Gründen nicht umsetzen können oder wollen. Dies kann beispielsweise am Mangel an einer übergreifenden Konzernstrategie bezüglich neuer Distributions- und Kommunikationsplattformen liegen, oder etwa am eigenen Empfinden, ein ausgewiesener Experte auf dem eigenen Gebiet zu sein, der auf die Meinung und Ratschläge einer vermeintlich widersprüchlichen Fan-Community nicht angewiesen ist. Mit dieser Studie wird eine Grundlage für die empirische Analyse von Konvergenzprozessen und Potenzialen von Rezipienten in der Musikindustrie geschaffen. Des Weiteren soll so ein wissenschaftlicher Beitrag zur Überprüfung von Konvergenzprozessen und Rezipientenpotenzialen innerhalb des noch wenig erforschten Bereichs der Musikindustrie geleistet werden.



Kotarac, Mihailo;
Mediatisierung von Yoga. - 102 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2016

Im Zuge des Metaprozesses der Mediatisierung gewinnen Medien in immer mehr Bereichen menschlichen Lebens an Relevanz. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Arbeit die Beziehung zwischen Medien und Yoga empirisch erforscht. Thematisiert wird, wie unterschiedliche Menschen, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Yoga beschäftigen, welche Medien zu welchem Zweck in diesem Zusammenhang nutzen. Mediatisierte Handlungs- und Interaktionsformen stehen dabei im Fokus. Netzwerke sowie Kontexte werden ergänzend angesprochen. Ein zirkuläres Modell von Mediatisierung wird entwickelt und methodologisch mit Einsatz von Grounded Theory empirisch angewendet. Aus forschungsökonomischen Gründen und aufgrund der prinzipiellen Möglichkeit einer theoretischen Sättigung findet die Feldphase in Berlin statt. Mit Hilfe von Leitfadeninterviews wurden 12 Personen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass verschiedene Formen der mediatisierten Kommunikation zwei Ebenen der Yoga-Medien-Beziehung am stärksten prägen: die Akteurrolle sowie die Yogapraktiken. Körperliche Merkmale, soziale Netzwerke und andere soziale Kontexte sind als indirekte Einflussfaktoren zu bezeichnen. Diesbezüglich lässt sich die neuste Entwicklung in dem Bereich als Yoga 2.0 bezeichnen.



Reis, Andrea;
Social Plastics - eine qualitative Befragung zur Reputationswahrnehmung durch CSR-Kommunikation. - 114 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2016

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Reputationswahrnehmung von Unternehmen durch CSR-Kommunikation. Auf Basis des Stakeholder Ansatzes, der Drei-Komponenten-Theorie und bisherigen Forschungserkenntnissen wurde untersucht, welche Einstellung sich relevante Stakeholder durch die Wahrnehmung verschiedenartiger CSR-Kommunikation zur Reputation eines Unternehmens bilden. Untersuchungsgegenstand war dabei ein Fallbeispiel aus der pharmazeutischen Industrie. Zur Datenerhebung wurden 7 qualitativer Interviews, eine Fokusgruppendiskussion und ein Paarinterview durchgeführt. Die Teilnehmer wurden mit Stimuli zu CSR-Thematiken, offensiver CSR-Kommunikation und direkt beziehungsweise indirekt vermittelter CSR-Kommunikation konfrontiert. Es konnte eine Vielzahl von Faktoren identifiziert werden, die zur Reputationskonstitution durch verschiedenartige CSR-Kommunikation beitragen können. Hieraus ergeben sich neue Forschungsperspektiven.



Skib, Andre;
Unterhaltung oder Manipulation? - eine Analyse des Werbegehalts von Let's Play Videos. - 66 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Diese Forschungsarbeit widmet sich der Untersuchung von Let's Play Videos auf YouTube. Dabei steht zum einen das Ziel im Fokus, werbliche und persuasive Kommunikation und Inhalte in den Clips auszumachen, sowie die Art und Weise, wie diese ablaufen oder eingesetzt werden. Zum Anderen betrachtet diese Arbeit aber auch das Lets Play überhaupt erst einmal näher als Analysegegenstand und versucht eine geeignete Analysemethode zu konstruieren, die dem komplexen Aufbau dieses Formates gerecht wird. Dabei werden die Let's Plays mithilfe eines qualitativen Within-Method-Ansatzes offen untersucht und auf Basis der Texthandlungen nach Nina Janich (2010) ein Kategoriensystem aufgebaut und erweitert. Mithilfe dieser Methoden lassen sich schließlich vielfältige Arten werblicher/persuasiver Kommunikation feststellen. Ein einheitlicher Stil kann aber genauso wenig attestiert werden, wie ein Unterschied in der Intensität zwischen professionellen und nicht-/semi-professionellen Let's Playern. Dennoch können die Ergebnisse eine Grundlage für weitere Forschungsfragen/-ansätze bieten.



Schwarz, Susanne;
Sag' mir, wohin soll die Reise gehen! : eine explorative Untersuchung zum Thema Meinungsführerschaft in der Travel-Community TripAdvisor. - 93 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Seit rund 75 Jahren stehen Meinungsführer im Interesse der Forschung. Durch die wachsende Bedeutung des Internets für die Tourismusbranche bedarf es der Untersuchung der dort agierenden Meinungsführer. In Hinblick auf das Multi-Step-Flow of Communication sowie der bestehenden Glaubwürdigkeitsforschung ist das Ziel dieser Studie, mittels eines qualitativen Forschungsansatzes zu ermitteln, ob es Meinungsführer in der Online-Travel-Community TripAdvisor gibt und wenn ja, wie eine Charakterisierung dieser aussieht. Dazu wurden sieben Leitfadeninterviews mit Meinungssuchenden der Community TripAdvisor durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass eine direkte Identifizierung von Meinungsführer über nutzerspezifische Merkmale nicht gegeben ist. Eine Identifikation einflussreicher Mitglieder erfolgt über die Interpretation von Textinhalten, anhand derer sich Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Verfassers ableiten lassen.



http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/856116440schwa.txt
Jünemann, Lisa;
Moral Panic in der Gesellschaft : eine qualitative Framing-Analyse der journalistischen Berichterstattung über Videospiele am Beispiel von Grand Theft Auto V. - 95 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Darstellung des Videospiels "Grand Theft Auto V" auf Merkmale einer Moral Panic in den Online- Angeboten der vier überregionalen Zeitungen "Bild", "Die Welt", "Süddeutsche Zeitung" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" mittels des Framing- Ansatzes als Form der qualitativen Inhaltsanalyse nach Urs Dahinden (2006). Die verwendeten Themen- Cluster (Frames) wurden dabei induktiv aus den Beiträgen generiert, welche das digitale Spiel "Grand Theft Auto V" thematisieren. Dabei sind kaum deutliche Unterschied in den Darstellungsweisen der verschiedenen Medienangebote zu beobachten. Weiterhin können zwar einzelne Merkmale einer Moral Panic nachgewiesen werden, für ein konkretes Vorkommen dieser treten jedoch nicht genügend Belege auf.



http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/847425959juene.txt
Gehlhaar, Lara-Lys;
Unternehmensperspektivischer Vergleich des Implementierungsprozesses von Social Media Monitoring im B2C E-Commerce. - 52 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2016

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Einführung von Social Media Monitoring in B2C E-Commerce-Unternehmen. Der Prozess wurde anhand des Innovationsprozesses in Organisationen (Rogers 2003) untersucht. Es wurden vier Experteninterviews mit Social-Media-Monitoring-Verantwortlichen in Startups geführt, die sowohl die Einbindung von Social Media Monitoring im Unternehmen durchgeführt haben als auch in die Anwendung involviert sind. Die untersuchten Daten wurden anhand von teilstandardisierten Leitfadeninterviews erhoben und qualitativ ausgewertet. Die Studie zeigt, dass die Implementierung von Social-Media-Verantwortlichen durchgeführt wird, welche kein grundlegendes Wissen im Bereich von Social Media Monitoring aufweisen, sodass dieser Prozess teilweise spontan und unbewusst abläuft. Ein strategisches und zielorientiertes Vorgehen setzt sich erst durch, wenn über Datenbeobachtung und Community-Reaktionen messbare Ergebnisse feststellbar sind. In Eigeninitiative wird Wissen über Social Media Monitoring unstrukturiert erworben, wobei sich die Peer-to-Peer-Austauschebene über Social Media selbst am stärksten durchsetzt. Bei der Wahl effektiver Monitoring-Anwendungsmöglichkeiten herrscht Unsicherheit, jedoch auch ein im Anwendungsprozess deutlich steigendes Interesse.



http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/846654687gehlh.txt
Mitra, Bhaskar;
May the force be with us : role of myth in participatory fandom of Star Wars. - 107 Seiten.
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2015

Diese Forschung soll die Rolle des in Star Wars genutzten Monomythos in der teilnehmenden Fangemeinschaft erforschen. George Lucas integrierte den Monomythos in die Star Wars-Erzählung. Der Zweck dieser Forschung ist zu untersuchen, wie diese mythischen Elemente des Monomythos die teilnehmende Fangemeinde beeinflussen. Für diese Studie wird ein qualitativer Ansatz unter der Verwendung des Mayring Ansatzes induktiver Kategorienbildung angewendet. Die Daten werden von 5 Diskussions-Threads in Star Wars Online-Fan-Foren gesammelt mit Themen, die spezifisch den Monomythos, einer Fan-Fiction und 10 durchgeführten Interviews mit Star Wars-Fans betreffen.



http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/846466333bhask.txt
Hartmann, Apollonia;
Der Dopingdiskurs in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Süddeutschen Zeitung zwischen 2004 und 2014 - eine Framing-Analyse. - 42 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Das öffentliche Bild von Doping beruht, da die meisten Menschen keinen direkten Kontakt zu Doping haben, vorrangig auf der medialen Darstellung, in der verschiedene Sichtweisen zum Thema auftreten. Dadurch wird es der Gesellschaft ermöglicht, an dem Diskurs über Probleme, Ursachen sowie Maßnahmen gegen Doping teilzuhaben. Am Beispiel der Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung zwischen 2004 und 2014 werden die Argumentationsmuster und Rahmen untersucht, die Journalisten im Dopingdiskurs verwenden. Als theoretische Grundlage für die Forschung dient der Framing-Ansatz nach der Definition von Entmann (1993) und dessen Auslegung von Matthes & Kohring (2004). Die methodische Umsetzung erfolgt mit der quantitativen Inhaltsanalyse. Es wurden insgesamt n=309 Fälle erhoben, die mit der hierarchischen Clusteranalyse zu fünf Medien-Frames gebündelt und in Abhängigkeit vom Zeitverlauf betrachtet wurden. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die die Darstellung von Doping in der Printberichterstattung innerhalb der untersuchten zehn Jahre verändert hat.



Matschewski, Melissa;
Mediatisierung von Paarbeziehungen - eine qualitative Studie zur Mediatisierung der Paarkommunikation am Fallbeispiel von internationalen Paaren an der TU Ilmenau. - 48 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Mediatisierung von Paarbeziehungen. Als Fallbeispiel dienten dazu internationale Paare der TU Ilmenau. Dies fand vor dem Hintergrund einer Mediatisierung kommunikativen Handelns und einer zunehmenden Mobilität statt. Untersucht wurde, inwiefern sich physische Mobilität auf die Kommunikation von Paaren untereinander sowie mit ihren Familien in der Heimat auswirkt. Dazu wurden fünf Paare (n=5) aus unterschiedlichen Ländern (Irak, Uruguay, Kirgistan, Brasilien und China) in qualitativen Paarinterviews befragt. Ergänzend führten die einzelnen Partner jeweils im Vorfeld ein einwöchiges Medientagebuch. Das Material wurde mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (vgl. Mayring, 2010) ausgewertet. Es zeigte sich, dass sich die Paarkommunikation vor Ort deutlich von der Kommunikation in der Heimat unterscheidet und von vielfältigen Kontexten beeinflusst wird. Dies spiegelt sich in der Mediennutzung der Paare wider. Für die Kommunikation mit den Familien spielt Internetkommunikation eine zentrale Rolle.



Horvath, Evelyn;
Crossmedia in der Öffentlichkeitsarbeit : eine qualitative Studie zum Stellenwert, der Realisation und Implementierung crossmedialer Inhalte und Strategien im PR-Berufsalltag. - 107 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2015

Im Rahmen zunehmender Prozesse der Digitalisierung und Medienkonvergenz etablierte sich Crossmedia als inhaltliche Verknüpfung unterschiedlicher Mediengattungen mit dem Ziel der mehrwerthaltigen Informationsvermittlung über mehrere Medienträger bereits zu Beginn der 2000-er Jahre innerhalb der Felder des Marketing sowie der Werbung und wurde diesbezüglich bereits eingehend erforscht. Wie die Öffentlichkeitsarbeit als verwandtes Praxisfeld mit dem Thema umgeht beziehungsweise ob und wie Praktiker in PR-Agenturen Crossmedia (strategisch) einsetzen, wurde bis dato allerdings noch nicht wissenschaftlich erfasst. Um diese Forschungslücke zu schließen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit dem (strategischen) Einsatz und Stellenwert von Crossmedia in der PR- Branche. Hierzu wurden insgesamt acht leitfadenbasierte Experteninterviews mit drei selbstständigen PR-Beratern, zwei Geschäftsführern sowie drei Mitarbeitern namhafter und unterschiedlicher PR-Agenturen in Deutschland geführt. Dabei konnte festgestellt werden, dass Crossmedia nicht nur einen hohen Stellenwert für die Branche besitzt, sondern auch als elementarer Bestandteil der täglichen Arbeit in PR-Agenturen bezeichnet werden kann. Dabei findet der Einsatz von Crossmedia nicht im Rahmen spezieller Crossmedia-Strategien oder festgelegter Crossmedia-Normen statt, sondern orientiert sich als untergeordneter Bestandteil übergeordneter strategischer Prozesse im Agenturalltag eher an gesetzten Anforderungen, Zielsetzungen und Bedürfnissen von Agenturkunden.



Spangenberg, Toni;
Die Bedeutung von Social TV im Alltag von jungen Erwachsenen am Beispiel von "Circus Halligall" : eine qualitative Studie. - 72 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Die vorliegende Studie beschäftigt sich auf Basis der Grounded Theory mit folgender Frage: "Welche Bedeutung hat Social TV im Alltag von jungen Erwachsenen am Beispiel der Unterhaltungsshow Circus Halligalli?" Es wurden insgesamt acht Personen im Alter von 16 bis 25 Jahren unter anderem zu ihrer jeweiligen Social TV und Mediennutzung befragt. Bei den Teilnehmern handelte es sich um vier Zuschauer von Circus Halligalli, zwei ehemalige Zuschauer und zwei Personen, die die Sendung bisher noch nicht geschaut haben. Auf Basis der durch die Interviews generierten Daten konnten vier Bedeutungsdimensionen von Social TV entdeckt werden, die sich vor allem bei Zuschauern und ehemaligen Zuschauern von Circus Halligalli finden: Das Überwinden von Einsamkeit, Bewahren von Tradition, Zeitvertreib und Meinungsaustausch. Für die zwei Befragten, die Circus Halligalli nicht schauen, bedeutet die Nutzung von Social TV in erster Linie einen gesteigerten Selbstwert. Die jeweilige Bedeutung von Social TV im Alltag ist abhängig von den Schlüsselkategorien Social Media und Fernsehnutzung.



Marth, Stefanie;
Discount oder Luxus? : eine empirische Untersuchung zur Erklärung des Trading-up und Trading-down Verhaltens beim Kauf von Mode, Autos und Lebensmitteln. - 112 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2015

Die stetig wachsende Angebotsvielfalt von Produkten und Marken bietet Konsumenten die Wahlfreiheit zwischen differenten Preis- und Qualitätsklassen. Aufgrund des häufig begrenzten Einkommens, handeln Konsumenten einerseits preisbewusst (Trading-down) und andererseits preisbereit (Trading-up). Diese Sprunghaftigkeit innerhalb und zwischen Produktkategorien kennzeichnet hybrides Kaufverhalten, das die Einordnung in stereotype Konsumentengruppen und folglich eine zielgruppengerechte Ansprache erschwert. Ziel der Arbeit ist deshalb die nähere Charakterisierung des hybriden Konsumenten unter der Betrachtung verhaltenswissenschaftlicher Einflussfaktoren. Die vorliegende quantitative Onlinebefragung (N=323) zeigt am Beispiel der Produktkategorien Mode, Auto und Lebensmitteln, dass sowohl konsumentenspezifischen Charakteristika, Referenzgruppeneinflüssen als auch das Informationsverhalten hybrides Kaufverhalten bedingen, wenngleich produktkategorische Unterschiede existieren. Im Zuge der Klassifizierung weisen drei der vier ermittelten Konsumententypen, hybrides Kaufverhalten innerhalb und zwischen verschiedenen Produktkategorien auf.



Müller, Anne;
Produkttests durch Blogger : eine qualitative Befragung unter Bloggern im IT-Bereich. - 85 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Produkttests durch Blogger weisen eine hohe Glaubwürdigkeit auf und werden vermehrt von Verbrauchern vor einer Kaufentscheidung aufgegriffen. Blogger zählen dadurch zu einflussreichen Kommunikatoren und rücken immer mehr in den Fokus werbetreibender Unternehmen. Diese versuchen die Blogger zu beeinflussen, um die Empfehlung für die Produkte zu fördern. Die vorliegende Untersuchung widmet sich der Arbeit von Bloggern in Bezug auf solche Produkttests. Es wird betrachtet, wie sich diese Arbeit gestaltet und inwiefern externe Einflüsse auf die Blogger einwirken. Im Fokus steht dabei, wie die Produkte für solche Tests ausgewählt werden und welche Ansprüche die Blogger an die Tests stellen. Die Ergebnisse wurden mithilfe von acht leitfadengestützten Experteninterviews gewonnen. Dabei zeigte sich, dass sowohl indirekte Einflüsse durch die Unternehmen als auch direkte Einflüsse durch die Leser auf die Blogger wirken.



Girard, Lisa;
PR-Evaluationsmethoden für das Social Web - Perspektiven und Probleme : eine Online-Befragung unter PR-Praktikern zum derzeitigen Status der Social Media-Evaluation in Deutschland . - 69 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Durch die verstärke Nutzung von Social Media im Organisationskontext, ist es notwendig neue Herausforderungen bei der Standardisierungen der PR-Evaluation zu berücksichtigen. Bisher gibt es wenig Überblick darüber, inwieweit Unternehmen und Agenturen die Social Media-Evaluation durchführen, um ihre Performance der neuen digitalen Plattformen zu messen (Thorson et al., 2015, S. 5). Auch aus wissenschaftlicher Sicht besteht trotz des umfangreichen wissenschaftlichen Diskurses der letzten Jahre zum Thema Social Media großer Bedarf an empirisch gesicherten Forschungsbeiträgen, speziell im Evaluationsbereich (Keding, 2015, S.122). Daher sollen in dieser Qualifikationsarbeit der bisherige Forschungsstand der PR-Evaluation im Social Web, sowie relevante Modelle, Instrumente und Methoden dieses Bereichs vorgestellt werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf Methoden und Instrumente gelegt, die es ermöglichen die Outcome-Ebene des Wirkungsstufenmodells der DPRG (Deutschen Public Relations Gesellschaft e. V.) und des ICV (Internationaler Controller Verein) zu messen. Um eine Übersicht über die aktuellen Entwicklungen zu gewinnen, werden drei leitfadengestützte Experteninterviews mit Mitgliedern der DPRG-Arbeitskreise "Kommunikationssteuerung und Wertschöpfung" und "DigitalRelations//SocialMedia" geführt. Eine empirische Bestandsaufnahme der Social Web-Evaluation in PR-Agenturen und PR-Abteilungen von Unternehmen wird anschließend anhand einer standardisierten Onlinebefragung von Mitgliedern der DPRG, GPRA (Gesellschaft Public Relations Agenturen e.V.) und des BdP (Bundesverband deutscher Pressesprecher), sowie ausgewählten umsatzstarken PR-Agenturen durchgeführt. In der Befragung werden Daten zur organisationalen Einbindung, Bekanntheit und Nutzung spezieller Kennzahlen und Evaluationsmethoden, sowie zur zukünftigen Durchführung der Social Web-Evaluation für beide Organisationsformen erhoben. Die Ergebnisse der Onlinebefragungen sind nicht repräsentativ für die gesamte PR-Branche.



Klemens, Laura;
Der Marken-Relaunch in der Praxis - eine qualitative Studie zum Stellenwert strategischer Kommunikationskonzepte bei der Umpositionierung einer Marke. - 91 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Marken-Relaunch-Strategien in der Praxis. Die theoretischen Grundlagen zur Konzeptionslehre wurden gemeinsam mit dem bisherigen Forschungsstand zum Marken-Relaunch genutzt, um zu untersuchen, welchen Stellenwert Unternehmen kommunikationswissenschaftlichen Konzepten bei der Durchführung von Marken-Relaunchs beimessen. Hierfür wurden 2015 fünf Experteninterviews mit Unternehmen geführt, die in den vergangenen fünf Jahren einen Marken-Relaunch in Deutschland durchgeführt haben. Die Interviews wurden anhand einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Es zeigte sich, dass alle Unternehmen die allgemeine Vier-Phasen-Struktur von Kommunikationskonzepten berücksichtigten und strategischer Kommunikationsplanung hohe Bedeutung beimessen. In der Auswertung konnten weiterhin zwei Durchführungsprozesse beim Marken-Relaunch festgehalten werden, die das grundlegende Vorgehen der Unternehmen beschreiben. Im Rahmen der Untersuchung konnte die Relevanz der Theorieansätze durch die Anwendung in der Praxis bestätigt werden.



Lehberger, Jonas;
Auswahl und Nutzung von Computerspiele-Streams. - 65 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Motivation des Rezipienten von Computerspiele-Streams und dessen Auswahlkriterien. Ergänzend dazu, sollen erste Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten der Rezipienten gewonnen werden, und untersucht werden, wie dieses mit der Computerspielnutzung zusammenhängt. Unter einem Computerspiele-Stream wird im Folgenden die Aufzeichnung und Verbreitung von sowohl Computer- als auch Videospielinhalten mittels Streaming-Technologie in Echtzeit verstanden. Ziel dieser Arbeit ist es zu klären, welche Bedürfnisse und in welchem Ausmaß diese durch die Nutzung von Computerspiele-Streams befriedigt werden und nach welchen Kriterien die Streams ausgewählt werden. Diese Fragestellung wurde im Mai 2015 anhand des Uses-and-Gratifications-Ansatzes empirisch untersucht. Als Untersuchungsinstrument wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Rezipienten viel Zeit mit der Nutzung von Streams verbringen und diese regelmäßig aufsuchen. Bezüglich des Auswahlprozesses wurde deutlich, dass die Persönlichkeit des Streamers, der entscheidende Faktor beim Auswahlprozess ist. Die Nutzung der Streams ist zudem stark mit der Computerspielenutzung verknüpft. So werden bevorzugt die Spiele angeschaut, die selbst gespielt werden. Computerspiele-Streams werden von den Befragten nicht als besonders spannend eingestuft. Stattdessen scheint mit Streams ein angenehmes Unterhaltungserleben, das die Möglichkeit zum Abschalten bietet, in Verbindung gebracht zu werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass neben dem Motiv der Unterhaltung auch andere Aspekte, wie die Informationssuche und das Lernen, Determinanten der Streamnutzung sind. Auch soziale Aspekte sind für einen Teil der Nutzer von zentraler Bedeutung.



Kleierl, Melanie;
Mode-Meinungsführerschaft 2.0: Einfluss der Glaubwürdigkeit von Modebloggern auf die Kaufabsichten der Rezipienten. - 177 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2015

Modeblogger beeinflussen als Meinungsführer ihre Leserschaft, die präsentierten Kleidungsstile zu übernehmen und wirken sich auf damit auf deren Kaufverhalten aus. Aufgrund dieses Einflusses gehen Unternehmen vermehrt Werbekooperationen mit den Modebloggern ein. Diese Kommerzialisierung und Professionalisierung der Blogs bringt jedoch die Problematik der Glaubwürdigkeit der Blogger mit sich. Die vorliegende Arbeit untersucht deshalb, inwiefern sich die Glaubwürdigkeit der Modeblogger auf die Kaufabsichten der Leser auswirkt. Hierzu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von 47 deutschsprachigen Modeblogs durchgeführt, gefolgt von einer quantitativen Online-Befragung von 477 Lesern der ausgewählten Blogs. Im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit zeigen die statistischen Auswertungen, dass äußerliche Attraktivität unter den vier untersuchten Glaubwürdigkeitsdimensionen den stärksten, positiven Einfluss auf die Kaufabsichten hat. Glaubwürdigkeit als Gesamtkonstrukt kann die Kaufabsichten jedoch nur zu einem geringen Teil erklären. Das von den Lesern wahrgenommene Meinungsführerbild sowie ihre Einstellungen gegenüber der präsentierten Kleidung beeinflussen deren Verhaltensweisen weitaus stärker. In Folgestudien sollten daher neben der Glaubwürdigkeit weitere Faktoren detaillierter untersucht werden, die für die Selektion von Modebloggern für die Zusammenarbeit mit Unternehmen relevant sind.



Pittorf, Franziska;
Innovationen in Medienunternehmen - eine qualitative Untersuchung zur Planung, Umsetzung und Evaluation von TV- und Online-Sonderwerbeformen. - 59 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Die vorliegende Untersuchung betrachtet den Prozess der Planung, Umsetzung und Evaluation einer Medieninnovation in Medienorganisationen. Als Medieninnovationen werden in der vorliegenden Forschungsarbeit Sonderwerbeformen aus den Mediengattungen TV und Online verstanden. Untersucht wird das Zusammenspiel der Mediaagenturen und Vermarkter hinsichtlich Strukturen und Akteuren, sowie Begünstigungen und Hemmnisse, die die Entscheidung für oder gegen eine Medieninnovation beeinflussen. Rogers (2003) Innovationsmodell in Organisationen dient als Grundlage und wird auf Medieninnovationen adaptiert. Es wurden elf Experteninterviews mit Mitarbeitern aus Mediaagenturen und Vermarktern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Prozess dynamisch, vor allem durch die Kommunikation der teilnehmenden Akteure, stattfindet. Begünstigungen und Hemmnisse sind durch Komplexität, relativen Vorteil und Erprobbarkeit einer Medieninnovation gekennzeichnet. Die vorliegende Forschungsarbeit dient als Grundlage für Folgestudien zur Darstellung von Medieninnovationen in Prozessen.



Helms, Marlen;
Social-Media-Einsatz in der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche : eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Dialogkommunikation evangelischer Landeskirchen im sozialen Online-Netzwerk Facebook. - 92 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelorarbeit, 2015

Obwohl die Dialogkommunikation als Kommunikationsstrategie zum Beziehungsaufbau- und pflege seit geraumer Zeit Bestandteil der Public Relations Forschung ist und die interaktiven Social Media einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft einnehmen, gibt es bislang nur wenige Studien, die den tatsächlich stattfindenden Dialog zwischen Organisationen und ihren Zielgruppen in Social Media untersuchten. Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist der Dialog als bedeutendes Kernstück theologischer Arbeit zu beschreiben. Eine quantitative Inhaltsanalyse der Fanseiten von 13 auf Facebook vertretenen EKD-Landeskirchen zeigt allerdings, dass das dialogische Potenzial des Netzwerks weitestgehend ungenutzt bleibt. Die Analyse des Ist-Zustands kann den Landeskirchen somit als Anreiz dienen, ihren Facebook-Auftritt kritisch zu hinterfragen und eine Grundlage für weitere Untersuchungen bilden.



Voigt, Annika;
Der Prozess der (Fremd-) Imagebildung in Zeiten der Online-Kommunikation am Beispiel der Nordseeinsel Borkum. - 136 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2015

Das Image als ein kollektives, öffentliches, aber nicht wahrheitsfähiges Vorstellungsbild, das sich aus vielen kognitiven, affektiven und behavioralen Wissensfacetten zusammensetzt, ist entscheidend für eine erfolgreiche Positionierung im Wettbewerb. Ein besseres Verständnis der Faktoren, die zur Imagebildung führen, kann zu einer effektiven Entwicklung von Strategien für eine positive Imageprofilierung im Konkurrenzumfeld beitragen. So ist es das Ziel dieser Arbeit, den Prozess der Imagebildung in Zeiten von Online-Kommunikation durch Identifikation von beeinflussenden Faktoren und deren Quellen mit besonderem Fokus auf Online-Quellen am Beispiel der Nordseeinsel Borkum zu ergründen. Denn die Darstellung des Forschungsstandes zeigt, dass zwar bereits wichtige Faktoren der Imagebildung wie die Erfahrung mit dem Image-Objekt, persönliche Merkmale oder werbliche, interpersonale und journalistische bzw. (massen-) mediale Informationen identifiziert, diese jedoch noch nicht im Kontext von Online-Kommunikation erneut analysiert wurden. Dabei spielen die Medien eine wichtige Rolle im Prozess der Imagebildung, sodass eine Untersuchung im Kontext des veränderten Mediensystems aufgrund der Entwicklung des World Wide Webs und besonders des Social Webs sinnvoll erscheint. Dazu wurde ein neues Modell der Imagebildung entwickelt, in der die bereits existierenden Faktoren durch online-mediale Quellen ergänzt wurden. Die empirische Untersuchung des Modells mithilfe einer quantitativen Befragung konnte zeigen, dass es in seiner Struktur bestätigt werden kann und alle Faktoren in Teilen wesentliche Bedeutung für die Imagebildung aufweisen. Dabei muss von einem Einfluss der Online-Medien auf die Mechanismen der Imagebildung ausgegangen werden. Diese spielten teilweise sogar eine größere Rolle als die klassischen Massenmedien, was als Folge der veränderten Mediennutzung angesehen werden kann. Den Stellenwert von Informationen in der Imagebildung hat dies jedoch nicht verändert, denn die eigene Erfahrung ist mit Abstand in diesem Prozess noch von größter Wirkung und zeigte die stärkste Beeinflussung auf das Image.



Kluge, Isabell;
Sex sells! Oder etwa doch nicht? : eine Untersuchung zur Wirkung von Werbung mit erotischem Stimulus in Abhängigkeit von der Kongruenz zwischen beworbenem Produkt und erotischer Werbedarstellung. - 110 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Durch den hohen Anteil an gesättigten Märkten ist es für ein Unternehmen essentiell sich deutlich vom Wettbewerb abzugrenzen. Viele Produkte sind in ihrem Nutzen austauschbar, somit ist es oft nicht möglich sich allein durch die Funktionalität zu positionieren. Aus diesem Grund werden Werbeaktivitäten häufig so gestaltet, dass sie eine möglichst hohe Aufmerksamkeit erzeugen. Diese Studie widmet sich der Wirkung von erotischer Werbung als Form aufmerksamkeitsstarker Werbung. Es wird betrachtet, wie Werbung mit erotischem Stimulus wirkt. Im Fokus steht dabei, welchen Einfluss die Kongruenz zwischen beworbenem Produkt und erotischer Werbedarstellung hat. Dazu wurde eine Online-Befragung im 2x2-faktoriellen Design durchgeführt. Es zeigt sich, dass die Kongruenz zwischen beworbenem Produkt und erotischer Werbedarstellung einen Einfluss auf verschiedenste Werbewirkungsdimensionen hat. Generell sollten erotische Stimuli vorsichtig eingesetzt werden, kongruente Werbeanzeigen wirken sich dabei jedoch positiv auf die Werbewirkung aus.



Daube, Isabell;
Die Funktionen von Twitter für Demonstranten und andere Akteure am Beispiel des Hashtags "hh2112". - 77 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Ob während des Arabischen Frühlings, der Occupy- oder der spanischen Indignados-Bewegung, weltweit demonstrierten Bürger in den letzten Jahren gegen ihre Regierungen und verwendeten dabei vermehrt digitale Medien zur Koordination der Proteste sowie zur Kommunikation innerhalb der Bewegung. Seit der Grünen Revolution im Iran 2008 wird besonders dem Kurznachrichtendienst Twitter eine maßgebliche Rolle für den Erfolg und die Ausgestaltung von Protestbewegungen zugeschrieben. Die bisherige Forschung beschäftigte sich vor allem mit der Rolle Twitters während Protesten sowie der Fragestellung, welche Akteure den Kurznachrichtendienst im Umfeld von Demonstrationen verwenden. Jenseits von Protesten wurde in Studien schon hinreichend belegt, dass Twitter für verschiedene Akteure unterschiedliche Rollen erfüllen kann. Bisher existiert allerdings keine Studie im deutschsprachigen Raum, die diese Ergebnisse im Umfeld von Demonstrationen überprüft hat. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegenden Bachelorarbeit mit der Frage, welche unterschiedlichen Funktionen Twitter für verschiedene Akteure im Kontext von Demonstrationen einnehmen kann. Mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse wurden hierfür die Tweets mit dem Hashtag "hh2112" im Umfeld der Demonstration in Hamburg am 21. Dezember 2013 analysiert. Theoretische Grundlage der Arbeit sind die fünf Funktionen nach Baringhorst (2008). Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass grundsätzlich Twitter weitaus mehr von individuellen Akteuren im Rahmen der "hh2112"-Demonstration genutzt wurde als von kollektiven. Vorrangig nutzten individuelle Akteure Twitter zur Meinungsäußerung sowie zur Verbreitung von Informationen. Demnach begriffen individuelle Akteure Twitter primär als Wissensnetzwerk, während kollektive Akteure Twitter gleichermaßen zur Mobilisierung, Organisation und Live-Berichterstattung einsetzten.



Mönchgesang, Christoph;
Lokale Inhalte im Wandel - neue Plattformen für lokale Nachrichten im Internet : eine beispielhafte Analyse in Thüringen. - 90 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2015

Lokale Tageszeitungen befinden sich in der Krise, was eine problematische Entwicklung bezüglich der Meinungs- und Willensbildung bedingt. Durch die Möglichkeiten des Web 2.0 entstehen jedoch immer neue Plattformen für lokale Nachrichten im Internet, die diesem Defizit gegebenenfalls entgegenwirken. Jene Plattformen des partizipativen Journalismus stehen im Fokus der vorliegenden Arbeit. Zuerst wurde eine Übersicht entsprechender Plattformen für Thüringen erstellt. Auf dieser Grundlage erfolgte eine beispielhafte Analyse durch Leitfadeninterviews (N=6) und einer deskriptiven Beschreibung der zugehörigen Internetseiten, um die Plattformen gemäß ihrer Entstehungsgründe, thematischer Ausrichtung, Arbeitsweise, Funktionsübernahme und Finanzierung zu charakterisieren. Am Ende erfolgte der Versuch einer Typenbildung, bei der 3 verschiedene Typisierungen entsprechend der Funktionsübernahme und des vermuteten Selbstverständnisses der Plattformbetreiber herausgearbeitet wurden.



Achtert, Kathleen;
Online-Meinungsführer wo seid ihr? - Meinungsführerschaft im "Healthy Social Web". - 76 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Das Ziel dieser Studie war es, eine Methode zur Identifizierung von Online-Gesundheitsmeinungsführern zu entwickeln. Untersuchungsgegenstand waren "facebook"-Impfgruppen. Die Datenerhebung erfolgte mittels Online-Fragebogen. Die Aktivitäten der Gruppenmitglieder wurden mittels Inhaltsanalyse aufgelistet. Erhebliche Probleme entstanden durch die geringe Teilnahmebereitschaft an der Befragung. Eine inhaltsanalytische Auswertung zeigte, dass User, die wenige Aktivitäten aufweisen, eher bereit waren, an der Befragung teilzunehmen. Die multiple Regression der Persönlichkeitsstärke-Skala und den Aktivitäten weist keine signifikante Varianz von R 2 =+0,157, p=0,487 auf; die Health Maven-Skala und die Aktivitäten keine signifikante Varianz von R 2 =+0,249, p=0,166; die Childers-Skala eine signifikante Varianz von R 2 =+0,141, p=0,022 mit einer einzelnen Variable. Die soziometrische Methode wies den engsten positiven Zusammenhang mit den Kommunikationsaktivitäten auf. Es konnte keine geeignete Methode zur Identifizierung von Online-Gesundheitsmeinungsführern zur Thematik Schutzimpfungen entwickelt werden.



Trautwein, Birte;
"Fernsehen und Internet verheiraten" - eine Sequenzanalyse interaktiver Sendungen im deutschen Fernsehen. - 57 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Einbindung interaktiver Elemente in Fernsehsendungen [Thema]. Die Interaktivitätsforschung, welche sich bisher zumeist auf das Medium Fernsehen im Allgemeinen bezog, wurde zur Bestimmung und Untersuchung von interaktiven Elementen in Fernsehsendungen herangezogen [Theorie]. Untersucht wurde, welche Möglichkeiten der Zuschauer hat, sich in die Sendung einzubringen und wie die Interaktivität innerhalb der Sendung dargestellt wird [Fragestellung]. Dazu wurden von einer Stichprobe von neun Sendungen, welche im Zeitraum von 2011 bis 2014 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden, Sequenzprotokolle erstellt und die Sendungen einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen [Methode]. Es zeigte sich, dass die Dimensionen der Interaktivität innerhalb eines Genres vergleichbar waren, die Auswirkungen der Zuschauerbeteiligung auf den Sendungsverlauf sowie die Art der Präsentation unterschieden sich jedoch stark voneinander [Hauptergebnisse]. Interaktive Fernsehsendungen erwiesen sich als teilweise sehr reichhaltige Medienangebote, die auch im Hinblick auf Nutzungsmotive von Produzenten und Konsumenten, sowie im Kontext eines zukunftsfähigen Mediums Fernsehen genauer zu untersuchen wären [Fazit].



Baumbach, Lisa;
Textbook-Gamification: Transformation von Inhalt in eine spielerische Form - eine DaF-Fallstudie. - 63 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Gamification ist ein neuartiger Trend, der die Idee des spielenden Lernens aufgreift. Dabei werden Spielmechanismen in nicht-spielerischen Kontexten verwendet, um den Nutzer intrinsisch zu motivieren und den Lernprozess positiv zu beeinflussen. Während immer mehr Lehrer begreifen, dass Spielen und Lernen miteinander einhergehen, werden bereits erste Gamification-Anwendungen im Bildungsbereich eingesetzt. Zumeist fehlt diesen Umsetzungen jedoch eine Verbindung zu dem Lernmaterial im Hinblick auf den Inhalt. Um den Lernprozess fördern zu können, müssen spielerische Erfahrungen in enger Anlehnung an die Lehrbuchübungen kreiert werden. Nach einer ausführlichen Analyse der theoretischen Aspekte stellt diese Arbeit ein Konzept vor, welches veranschaulicht, wie Gamification auf ein Lehrwerk anwendbar ist. Durch die Transformation gegebener Übungen in spielerische Herausforderungen werden Spielmechanismen direkt in das Lehrbuch integriert. Auf diese Weise werden geeignete Lernelemente und didaktische Strukturen in die Gamification-Anwendung eingebunden. Durch die Orientierung an Theorien des Instruktionsdesigns und den Richtlinien der direkten Manipulation wird ein konzeptioneller Prototyp erarbeitet. Dieser dient als solide Basis für die zukünftige Entwicklung einer Gamification-Anwendung, die den Lernenden von Deutsch als Fremdsprache eine zusätzliche Möglichkeit bietet, sich vertiefend mit dem Lernstoff zu beschäftigen.



Kühn, Sascha;
Wenn der Eindruck zählt : der Einsatz von Impression-Management-Techniken auf den Webseiten von Werbeagenturen. - 50 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Diese Arbeit untersucht die Techniken des Organizational Impression Management auf den Webseiten von Werbeagenturen. Es wurde untersucht, ob sich diese ähnlich ihrer homogenen Dienstleistungsangebote eher gleich darstellen. Auf der Grundlage der Taxonomy of Organizational Impression Management Tactics von Mohamed, Gardner und Paolillo (1999) wurden durch eine quantitativen Inhaltsanalyse 150 Agenturwebseiten untersucht. Außerdem erfolgte eine Ausarbeitung von Werbeagentur-Imagefaktoren. Zwar wird der Einsatz der Ingratation-Technik fokussiert, werden aber auch andere Techniken, sowie unterschiedliche Imagefaktoren verwendet. Abschließend wurden fünf Selbstdarstellungstypen durch eine Clusteranalyse ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Agenturen nicht gleich darstellen.



Senzel, Nicole;
Schaust du noch oder kommentierst du schon? : eine inhaltsanalytische Untersuchung politischer Diskussionen auf Facebook am Beispiel der ZDF "heute-show". - 94 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Das Politainmentkonzept findet in der deutschen Programmlandschaft immer stärker Anklang. Politische Themen oder Akteure werden dazu genutzt, unterhaltende Formate interessanter zu gestalten. Auch das zweite deutsche Fernsehen (ZDF) hat mit der heute-show seit 2009 solch ein Format in das wöchentliche Programm aufgenommen. Die heute-show greift aktuelle politische Themen satirisch auf und vermittelt diese im Stil einer Nachrichtensendung den Rezipienten. Dabei stellt sich die Frage, ob solche Formate die Rezipienten zu Diskussionen über politische Themen animieren können. Da ein Großteil der Kommunikation heutzutage in sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook, stattfindet, beschäftigt sich diese Bachelorarbeit mit politischen Diskussionen auf der privaten Social Media Plattform Facebook. Durch eine quantitative Inhaltsanalyse auf der Facebook-Fanseite der ZDF heute-show wurden neben Themen, über die die Kommentatoren sprechen auch die Diskussions- und Gesprächsmerkmale untersucht. Der Untersuchungszeitraum ist vom 06.09.2013 bis 04.10.2013 gesetzt worden, da in diesem Zeitraum die Bundestagswahlen in Deutschland stattfanden. Es zeigt sich, dass in den Kommentaren der Fanseite zwar vereinzelt politische Themen angesprochen werden, diese jedoch nicht tiefgehender beleuchtet und durch Meinungsäußerungen bekräftigt werden. Es konnte festgestellt werden, dass politische Äußerungen mit Näherung an das Wahlwochenende zunahmen. Diese enthielten jedoch in den meisten Fällen nur Nennungen von Parteien oder Politkern und keine Meinung zu diesen oder deren Arbeit. Vielmehr nutzen die Kommentatoren die Fanseite für Äußerungen über das Sendeformat an sich. Das dominierende Gesprächsschema, das identifiziert werden konnte, war das ABC-Schema. Dies bedeutet wiederrum, dass keine Diskussionen auf der Fanseite der ZDF heute-show stattfinden.



Günther, Eva-Marie;
Die Öffentlichkeitsarbeit von Non-Profit-Organisationen: eine qualitative Studie zur Rolle von Social Media im Kommunikationsprozess. - 61 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Auf Social-Media-Plattformen präsent zu sein ist eine bewährte Methode für Organisationen und Unternehmen, um ihre Informationen mit großer Reichweite zu verbreiten, Produkte zu vermarkten und die Bekanntheit zu steigern. Gerade für finanziell schwache Non-Profit-Organisationen, welche sich keine teuren PR-Maßnahmen leisten können, bietet das Social Web große Chancen für ihre Öffentlichkeitsarbeit. Studien aus den Jahren 2008/ 2009 haben jedoch gezeigt, dass Non-Profit-Organisationen Social Media gar nicht oder zumindest kaum nutzen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle von Social Media für die Öffentlichkeitsarbeit von Non-Profit-Organisationen (NPOs). Es wurde eine qualitative Studie, basierend auf den Erkenntnissen der Excellence-Studie von Grunig et al. (1992) und deren Adaptation auf NPOs durch Voss (2008), durchgeführt und sechs Experten von NPOs aus den Bereichen Kultur und Freizeit, Gesundheit, Soziale Dienste, Umwelt- und Naturschutz und Verbraucherschutz mithilfe von Leitfadeninterviews befragt. Die Ergebnisse belegen, dass Social Media sieben Jahre nach den besagten Studien ein wichtiges Instrument im externen Bereich der Öffentlichkeitsarbeit von NPOs geworden ist, das Potenzial dennoch nicht voll ausgeschöpft wird.



Lott, Franziska;
Der Einfluss des Social Intranets auf die Mitarbeiterzufriedenheit am Fallbeispiel der Bosch Sicherheitssysteme GmbH. - 85 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2015

Begriffe wie Informationsbedürfnis, Informationsgesellschaft, Informationsdefizit verdeutlichen wie wichtig der Bestandteil Information im Alltag geworden ist. Mit der Verbreitung von neuen Informationsmedien ist nicht nur die Bedeutung von Informationen, sondern auch des Informiert-Seins gestiegen. Dadurch verändert sich mit den neuen Medien auch die Kommunikation in Unternehmen, die sich im Laufe der Zeit als ein ernstzunehmender Wettbewerbsfaktor etabliert hat. Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Einführung eines Social Intranets und dessen Nutzung seitens der Mitarbeiter am Fallbespiel der Bosch Sicherheitssysteme GmbH. Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens wurden die Mitarbeiter bezüglich des Informationsklimas, ihrer Zufriedenheit mit den zur Verfügung stehenden Informationen und insbesondere ihrer Nutzung des Social Intranets befragt. Zudem gab ein Interview mit einem Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung Aufschluss darüber wie die Veränderung durch das Social Intranet eingeführt und kommuniziert wurde. Ziel war es herauszufinden wie die Mitarbeiter den Informationsfluss im Unternehmen bewerten, welche Methoden zur Einführung des Social Intranets genutzt wurden, ob Widerstände seitens der Mitarbeiter aufkamen, inwieweit sie das neue Programm nutzen und wie zufrieden sie letztendlich damit sind.



Schubert, Charlene;
Wearables im Alltag ihrer NutzerInnen : eine qualitative Analyse zur Aneignung von Wearables. - 72 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

In der Bachelorarbeit "Wearables im Alltag ihrer NutzerInnen. Eine qualitative Analyse zur Aneignung von Wearables" geht es darum, anhand einer kulturtheoretisch orientierten Medienanalyse zu untersuchen, inwiefern heutige NutzerInnen Wearables in ihren Alltag integrieren. Bislang gibt es zu diesem aktuellen Thema nur begrenzt wissenschaftliche Studien. In der theoretischen Auseinandersetzung mit der Thematik der Aneignung von technischen Neuerungen wurde der Fokus in der vorliegenden Arbeit auf den Kreislauf der Kultur nach du Gay et al. (1997) gelegt. Für die explorative Studie im Forschungsstil der Grounded Theory diente eine aufwändige, vierstufige Methode der Datenerhebung, um Erkenntnisse über die Aneignung von Wearables zu gewinnen. Nach einer Vorbefragung erfolgte eine Auswahl an geeigneten StudienteilnehmerInnen, die zunächst im zeitlichen Rahmen von einer Woche ein Wearable-Tagebuch führen sollten. Auf Basis dieser Daten wurden individuell angepasste, leitfadengestützte Interviews geführt, welche mit Mediennutzungs-Maps der Befragten ergänzt wurden. Es zeigte sich, dass Wearables ein fester Bestandteil im Alltag der NutzerInnen sind und auf unterschiedliche Art und Weise angeeignet werden. Insgesamt konnten drei Schlüsselkategorien identifiziert werden: Alltagsintegration und -routine, Persönliche Einflussfaktoren und Wahrgenommener Mehrwert. Konkrete Anwendungsszenarien der Wearable-Nutzung, aber auch funktionale sowie persönliche Aspekte spielen bei der Aneignung von Wearables eine Rolle und sind in der vorliegenden Bachelorarbeit Gegenstand der Analyse.



Henke, Melanie;
Die Darstellung Russlands in der olympischen Berichterstattung - eine Framing-Analyse deutscher und britischer Tageszeitungen. - 65 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Studie vergleicht die deutsche und britische Berichterstattung über Russland als Gastgeber der olympischen Winterspiele 2014. Im Fokus stand die Frage, wie Russland in der olympischen Berichterstattung in den beiden Ländern dargestellt wurde und welche Medien-Frames dabei verwendet wurden. Analysiert wurden überregionale Tageszeitungen. Die konservative Die Welt und die liberale Frankfurter Rundschau stehen stellvertretend für die deutsche Presse, The Daily Telegraph für die konservative und The Guradian für die liberale britische Presse. Eine Framing-Analyse mit quantitativer Inhaltsanalyse und hierarchischer Clusteranalyse nach dem Vorbild von Matthes (2007) und Matthes&Kohring (2004) identifizierte fünf Frames, die sich zum einen auf den Sportaspekt von Olympia beziehen und zum anderen auf Russland. So wird Russland einerseits als Land mit schlechter innenpolitischer Situation dargestellt, andererseits bietet Russland gute Rahmenbedingungen für die Ausrichtung der Olympiade. Im Vergleich berichtet die deutsche Presse etwas kritischer als die britische Presse, aber dies wurde statistisch nicht bestätigt. Stattdessen wurde nachgewiesen, dass die liberalen Zeitungen negativer berichten als die konservativen Zeitungen.



Kiefer, Anne-Rose;
Nachrichten auf YouTube - das Informationsverhalten Jugendlicher am Beispiel des YouTube-Nachrichtenformats Was Geht Ab. - 75 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Das vorliegende Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit dem Informationsverhalten Jugendlicher am Beispiel des YouTube-Nachrichtenkanals Was Geht Ab. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, inwiefern dieser von Jugendlichen genutzt und bewertet wird. Als Basis für die Untersuchung wurde betrachtet, welche Medienangebote Heranwachsende nutzen, um sich über aktuelle Nachrichten zu informieren. Anhand des theoretischen Rahmens zeigt sich, dass sich bisherige Studien zum Informationsverhalten Jugendlicher vermehrt damit befassen, welche Nachrichtenformate oder -gattungen genutzt werden. Die Gründe, aus welchen ein informatives Angebot ausgewählt wird, bleiben indes häufig außen vor. An dieser Forschungslücke setzt die vorliegende Untersuchung an und hinterfragt an dem konkreten Beispiel des interaktiven YouTube-Nachrichtenformats Was Geht Ab die Motive der Nutzer. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden zwei Gruppendiskussionen mit Schülern sowie Studierenden zwischen 13 und 29 Jahren durchgeführt. Aus diesen ging hervor, dass beide Gruppen, bezüglich der Information über aktuelle Nachrichten, eine hohe Affinität zu Onlineangeboten aufweisen. Weiterhin zeigte sich, dass das interaktiv ausgerichtete Nachrichtenformat Was Geht Ab in dieser Altersgruppe derzeit eine unbedeutende Rolle als Informationsquelle einnimmt. Die geringe Nutzung von Partizipationsmöglichkeiten deutet darauf hin, dass diese kein ausschlaggebendes Kriterium bei der Auswahl von Nachrichtenangeboten darstellen. Bezüglich der Bewertung des Formates zeigte sich, dass die Informationsqualität von Nachrichtenangeboten für die Studierenden ein wichtiges Kriterium darstellt. Des Weiteren stellt die Verständlichkeit für beide Gruppen einen wichtigen Faktor dar und es kann angenommen werden, dass der Unterhaltungswert für jüngere Heranwachsende eine ausschlaggebende Rolle bei der Auswahl von Nachrichtenformaten spielt. Insgesamt konnten durch die vorliegende Forschungsarbeit verschiedene Nutzungsgründe sowie Meinungen hinsichtlich Was Geht Ab erfasst werden. Darüber hinaus konnten auch allgemeine Ansätze bezüglich des Informationsverhaltens Jugendlicher erfasst werden. So kann abschließend festgehalten werden, dass Anforderungen an Nachrichten, das persönliche Interesse, sowie der zeitliche Aufwand möglicherweise die Auswahl entsprechender Informationsangebote determinieren können.



Kaltenecker, Michael;
Wahlmobilisierung durch interaktive Wahlratgeber? : ein Experiment zum Einfluss des Wahl-O-Mats auf Wahlinteresse, Mediennutzung, Wahlteilnahme und Wahlentscheidung. - 82 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Interaktive Wahlratgeber werden vor Wahlen millionenfach genutzt. Findet durch diese Ratgeber eine Mobilisierung oder Normalisierung statt? Beeinflussen sie Wahlentscheidungen? Zu diesen Fragen wurde ein randomisiertes Online-Feldexperiment (n = 76) zusammen mit einer Online-Befragung (n = 276) von Studierenden in Thüringen während der Europawahl 2014 durchgeführt. Das Interesse an der Wahl erhöht sich durch Nutzung eines Wahlratgebers deutlich (Experiment: p < 0,001), bei der Befragung aber nur bei politisch weniger interessierten Teilnehmern/innen (p < 0,001). Nur bei der Befragung gibt es eine signifikant höhere Online-Mediennutzung zur Wahl (p < 0,001) und Wahlteilnahme (p < 0,01) bei Wahlratgeber-Nutzern/innen. Bei kongruenter Parteiempfehlung wählen außerdem mehr Nutzer/innen die empfohlene Partei (p = 0,03). Zusammen sprechen diese Ergebnisse gegen starke Mobilisierungseffekte durch Wahlratgeber. Wahlentscheidungen können sie aber beeinflussen.



Göring, Kristin;
Online-Produzenten: die Entwicklung eines Untersuchungsinstrumentes zur Klassifizierung von Online-Inhalten. - 96 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Das Internet ist ein weit verbreitetes, sich dynamisch entwickelndes Medium, welches in den vergangenen Jahren an Bedeutung für Analysen und Forschung gewonnen hat. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten der Kategorisierung und Klassifizierung der Akteure und Produzenten von Onlineinhalten. Dafür wurden Links und Internetseiten, welche durch eine vorangegangene Studie vorlagen, mit Hilfe einer qualitativen Online-Inhaltsanalyse analysiert und ein quantitativ einsetzbares Codebuch mit einem Kategoriensystem, Definitionen, Beispielen und Hinweisen sowie einem Codebogen entwickelt. Es entstanden verschiedene Kategorien, nach denen die Produzenten und Akteure differenziert werden können. Daneben werden Hinweise für die allgemeine Verwendung dieses Instrumentes gegeben, sowie die grundsätzliche Einsetzbarkeit und Wiederholbarkeit dessen getestet und überprüft.



Staude, Karoline;
Social Media-Nutzung der politischen Stiftungen im Ausland: eine empirische Studie am Beispiel Mexiko. - 52 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Studie gibt einen Überblick über die Social Media-Nutzung der politischen Stiftungen in ihren Auslandsbüros am Beispiel Mexiko: Basierend auf der Theorie der Internationalen Unternehmenskommunikation und dem Global Public Relations Framework erfolgte die Untersuchung der Ausrichtung durch die Zentrale und der Kontextfaktoren der Umsetzung vor Ort. Insgesamt wurden 7 Mitarbeiter aus den deutschen Zentralen und den mexikanischen Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Experteninterviews befragt. Die Ausrichtung konnte als glokal und nur in Ansätzen strategisch identifiziert werden. Weiterhin zeigte sich, dass die Kontextfaktoren Infrastruktur des Landes, Kultur und Medien & Internet die Umsetzung von Social Media in den untersuchten Auslandsbüros beeinflussen. Die Ergebnisse empfehlen weitere thematische Forschungen und eine Weiterentwicklung der verwendeten Theorien für die Untersuchung von Social Media.



Tostlebe, Raphael Johannes;
Die Motivation User Generated Content zu erstellen - ein medienübergreifender Vergleich. - 43 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Dieses Review beschäftigt sich mit den Unterschieden in den Motiven der Erstellung von nutzergenerierten Inhalten. Dazu werden bisher geführte Studien zusammengetragen und untersucht. Wurde seit den 1960er Jahren untersucht, welche Motive Rezipienten haben, Medien zu nutzen, ist mit der aktuellen Entwicklung interessant zu erfahren, wo die Motive liegen, Inhalte selber zu erstellen. Ausgehend von der Uses and Gratifications Forschung werden die Studien gesammelt und die untersuchten Motive verglichen. Die Tendenz, die sich in den früheren Intermediavergleichen der passiven Nutzung abzeichnete, dass bestimmte Medien für unterschiedliche Bedürfnisse genutzt werden, ist auch bei der Erstellung von Inhalten erkennbar. Weiterhin wurden die Motive der Studien zusammengefasst und für zukünftige Forschung aufbereitet.



Brull, Julija;
Deutscher Mittelstand - wie exzellent ist die Öffentlichkeitsarbeit unseres Wirtschaftsmotors? : eine qualitative Untersuchung der Public Relations bei mittelständischen Unternehmen. - 73 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Bedeutung von Mittelstandsunternehmen für die deutsche Wirtschaft ist unumstritten. Während der Mittelstand aus betriebswirtschaftlicher Perspektive viel Aufmerksamkeit in der Forschung erhält, findet er aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht bislang wenig Beachtung. Dabei kann strategisch geführte Public Relations (PR) zur Effektivität und damit zum Erfolg von Organisationen beitragen. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf Grundlage der Excellence-Theorie, wie deutsche Mittelstandsunternehmen ihre PR organisieren und ausführen. Als Erhebungsinstrument dienen qualitative Leitfadeninterviews, die mit PR-Verantwortlichen von sieben Mittelstandsunternehmen durchgeführt wurden. Die Ergebnisse der organisationstheoretischen Betrachtung zeigen, dass Mittelstandsunternehmen ein Defizit in der Integration der PR-Funktion in das strategische Management aufweisen. Zudem fehlt es an systematischer Analyse von PR-Aktivitäten, was auf mangelnde Ressourcen zurückgeführt werden kann.



Sulies, Florian;
CSR-Strategien am Beispiel von Best Practices in der Textilbranche. - 81 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Studie untersucht die Außendarstellung der Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Strategien der Modeunternehmen C&A und hessnatur, welche als CSR-Best-Practice der Modebranche gelten. Ziel ist die Identifizierung der CSR-Strategien sowie das Feststellen von Unterschieden. Grundlage ist die Annahme, dass hessnatur, das als Vertreter der "Fair-Trade"-Branche ausschließlich ökologisch und sozial nachhaltig produzierte Kleidung verkauft, CSR im Modebereich anders darstellt als C&A, das CSR als Erweiterung der Markenidentität integriert hat. Hierzu wurden zunächst aus der bisherigen Forschung geeignete Modelle hergeleitet, mit der sich CSR-Strategien theoretisch beschreiben lassen. Diese wurden dann methodisch in einen Mix aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse verschiedener Kommunikationskanäle überführt. Es zeigte sich, dass beide Unternehmen verschiedene Schwerpunkte bei der CSR-Strategie setzen und ihre Stakeholder unterschiedlich stark einbinden.



Fichtner, Nils;
Nachrichten in eigener Sache - redaktionelle Verweise in deutschen Hauptnachrichtensendungen : eine explorative Studie am Beispiel von ARD, ZDF, RTL, ProSieben, RTL II und MDR. - 136 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Allabendlich informieren sich Millionen von Menschen über das aktuelle Tagesgeschehen durch die Fernsehnachrichten; für Rundfunkunternehmen ein Format mit großer gesellschaftlicher Verantwortung, aber auch ein glaubwürdiges und reichweitenstarkes Format zur Eigenwerbung durch redaktionelle Verweise. Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen ersten Überblick über den Einsatz von redaktionellen Verweisen in deutschen Hauptnachrichten zu erlangen, mögliche Unterschiede bei der Verwendung zu analysieren und die Befunde im Kontext der Nachrichtenwerttheorie zu interpretieren. Die Ergebnisse, die mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse anhand der Hauptnachrichtensendungen "Tagesschau", "heute", "RTL Aktuell", "Newstime" sowie zusätzlich "RTL II News" und "MDR aktuell" aus dem Monat Mai 2014 erhoben wurden, zeigen, dass redaktionelle Verweise meistens in Form von Moderationshinweisen und seltener als werblich-selbstthematisierende Beiträge eingesetzt werden. Im Rahmen der Nachrichtenwerttheorie konnten die Nachrichtenfaktoren Prominenz, Personalisierung, Faktizität, bildliche Darstellung von Emotionen und Visualität nachgewiesen werden. Zusammen mit den meist geringen Nachrichtenwerten konnte das Finalmodell der Nachrichtenwerttheorie auch hier bestätigt werden. Die Ergebnisse deuten aufgrund der geringen Anzahl werblich-selbstthematisierender Beiträge darauf hin, dass Hauptnachrichten (noch) nicht als Werbeträger eingesetzt werden; eine erkennbare Werbestrategie fehlt. Bei den Verweisen deuten sowohl die inhaltliche als auch die zeitliche Verwendung auf eine mögliche Strategie hin.



Venne, Verena;
Die persönliche Beziehung zwischen PR-Manager und Journalist - eine qualitative Studie am Beispiel deutscher Publikumszeitschriften im Bereich Beauty. - 79 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Bedeutung der Publikumszeitschriften als Kommunikationskanal für die PR von Kosmetikunternehmen ist sehr groß und die Abhängigkeit des Publikumszeitschriftenjournalismus von den Anzeigengeldern der Kosmetikunternehmen wächst stetig. Aufgrund dieses wechselseitigen Verhältnisses zwischen PR und Journalismus ist anzunehmen, dass neben thematischen und zeitlichen Faktoren auch persönliche Einflussgrößen der einzelnen Akteure - PR-Manager und Journalisten - die gegenseitige Beziehung prägen und diese Einfluss auf die Handlungen dieser genannten Akteure nehmen. Unter Anwendung des Intereffikationsmodells nach Bentele et al. (1997) und der Beziehungsdimensionen nach Wish et al. (1976) untersucht die vorliegende Arbeit die soziale Beziehung zwischen PR-Managern und Journalisten sowie den Einfluss der gegenseitigen Beziehung auf das Handeln aller beteiligten Akteure. Dafür wurden im Rahmen dieser Studie acht qualitative Experteninterviews mit PR-Managern aus Kosmetikkonzernen und Agenturen sowie mit Journalisten von Publikumszeitschriften geführt. Als Ergebnis dieser Studie konnte zusammenfassend ermittelt werden, dass es sich um eine intensive, informal-aufgabenorientierte und kooperative Beziehung zwischen PR-Managern und Journalisten handelt, bei der beide Akteure jedoch nicht gleichgestellt sind. Es konnten sehr persönliche und freundschaftliche Beziehungen zwischen PR-Managern und Journalisten nachgewiesen werden. Durch die engen persönlichen Beziehungen kommt es auf beiden Seiten zu Bevorteilungen - es kann somit konstatiert werden, dass die persönliche Beziehung zwischen PR-Managern und Journalisten Einfluss auf das Handeln der beteiligten Akteure nimmt.



Kehler, Eric;
Linker Extremismus im Netz - eine Link- und Inhaltsanalyse der Onlinepräsenzen linksextremistischer Gruppen in Thüringen. - 103 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Neben etablierten Parteien haben auch extremistische Gruppen die Potentiale des Internets zur Onlinekommunikation und politischen Beteiligung erkannt. Die Möglichkeiten, kostengünstig und zeitnah Informationen zu verbreiten wird auch von diesen genutzt. Innerhalb der Arbeit wird die Onlinekommunikation der informellen extremen Linken in Thüringen thematisiert. Durch eine Linkanalyse entsteht ein Gesamtüberblick über Szene, in der die linksextremistische Grundströmung der "Antifa" überwiegt. Auffallend ist, dass die Potentiale der Sozialen Netzwerke, insbesondere von Facebook, nicht ausgenutzt werden. Die quantitative Inhaltsanalyse ausgewählter Websites/Weblogs der einzelnen Gruppen zeigt außerdem, dass das Hauptaktionsfeld der Gruppen in Thüringen der Antifaschismus, also der Kampf gegen den Rechtsextremismus ist. Die Organisation und Koordinierung von Aktionen und Demonstrationen gegen Rechtsextremismus sind ein großer Bestandteil der Onlinekommunikation. Durch eine gemäßigte Onlinekommunikation versuchen sie, den Leser zum Kampf gegen den Rechtsextremismus zu mobilisieren und so sich am politischen Geschehen zu beteiligen.



Müller, Ulrike;
Studierende als Stakeholder der internen Hochschulkommunikation der TU Ilmenau. - 72 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Durch veränderte gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen wächst der Konkurrenzdruck zwischen Hochschulen ständig. Daher sind Hochschulen bestrebt, ihr Leistungsspektrum zu erweitern, um langfristig die Qualität ihrer Forschung und Lehre sicherstellen zu können. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn auch die Studierenden die Anforderungen der Hochschule erfüllen und ihr Studium erfolgreich abschließen. Mithilfe strategischer interner Kommunikation können Motivation und Identifikation der Studierenden gesteigert werden. Langfristig kann so ein positives Image erreicht werden. Am Fallbeispiel der Technischen Universität Ilmenau erfolgt die Ansprache der Studierenden je nach Studiengang durch eine Fakultät. Aus diesem Grund können die Kommunikationsprozesse mit den Studierenden divergieren und Kommunikationsdefizite entstehen. Eine Bestandsanalyse soll nun Auskunft über den Ist-Zustand und eventuelle Optimierungsmöglichkeiten geben. In Form einer quantitativen Onlineumfrage wurden n=315 Studierende der TU Ilmenau zu ihrem Kommunikationsverhalten, Themeninteresse und der Zufriedenheit mit studienspezifischen Informationen befragt. Es wurde generell eine hohe Zufriedenheit mit der Kommunikation festgestellt, jedoch zeigten sich vor allem in der Art und Weise, in der Informationen durch die Fakultäten bereitgestellt werden, Probleme und Defizite.



Mand, Stephanie;
Anschlusskommunikation und Empfehlung von Kinofilmen im Social Web. - 83 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

In der vorliegenden Arbeit werden die Motive und Kontextfaktoren aufge-zeigt, die ausschlaggebend für die Bereitschaft der Social Web-Nutzer sind, um im Anschluss an einen Kinobesuch über den Film im Social Web zu reden und diesen dort weiterzuempfehlen. Dies wurde mithilfe einer quantitativen Befragung empirisch geprüft. Es zeigte sich, dass es keine pauschalen Unterschiede zwischen den drei Fallgruppen - ich habe den Film empfohlen, ich habe über den Film gesprochen und ich habe meine Meinung durch Liken oder ähnliches geäußert - gibt. Alle Motive und Kontextfaktoren treffen auf jede Form der Meinungsäußerung zu. Dabei kam heraus, dass die sozialen Motive in Verbindung mit den kognitiven Motiven wichtig für das Bedürfnis nach Anschlusskommunikation über Kinofilme im Social Web sind. Den Social Web-Nutzern ist es besonders wichtig sich mit anderen über einen gesehenen Kinofilm auszutauschen und zu erfahren wie andere diesen Film fanden und verstanden haben. Am liebsten wird diese Form der Interaktion mit den Freunden getätigt. Die ausschlaggebenden Kontextfaktoren für die Bereitschaft zur Meinungsäußerung über einen Kinofilm im Social Web sind die Charakteristika des Films, das soziale Umfeld und der Kommunikationskanal. Jedoch spielen bei den Charakteristika des Films neben dem Genre und der Produktionsart besonders die Schauspieler eine wichtige Rolle für das Bedürfnis nach Anschlusskommunikation. Die wichtigsten Kommunikationskanäle für die Vermarkter von Kinofilmen sind Videosharing-Plattformen, Kinoseiten, Filmblogs und soziale Netzwerke. Die Ergebnisse der Abschlussarbeit sollen für spätere Marketingkampagnen hilfreich sein und aufzeigen, wie sich die langsam erholende Kinofilm-Industrie mehr Besucher in die Kinosäle mithilfe von gezielten Kampagnen im Social Web holen kann. Aufgrund der homogenen Stichprobe sind jedoch weitere Untersuchungen, die sich auf eine breitere Datengrundlage stützen, sinnvoll.



Talkenberg, Tino;
Gewalt in Computerspielen - eine Fallstudie zur Wahrnehmung einer Gewaltszene des Spiels Grand Theft Auto V. - 71 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Publizistische Medien und auch empirische Studien schreiben Gewaltdarstellungen in Computerspielen im Gegensatz zu klassischen Medien stärkeres negatives Effektpotential zu. Aus nutzerzentrierter Perspektive wird ein Experiment durchgeführt, welches Wahrnehmungsunterschiede von Mediengewalt verdeutlicht und einer Pauschalisierbarkeit der Wirkung von Mediengewalt entgegenwirkt. Eine standardisierte Befragung unmittelbar nach der Rezeption einer Gewaltszene des Spiels GTA V, soll das aktive Spielen mit dem passiven Anschauen vergleichbar machen. Dafür wurden 30 Teilnehmer über eine internetbasierte Vorabbefragung selektiert. Ein theoretischer Abriss über Wahrnehmung und Wirkung von Mediengewalt sowie zum Unterhaltungsphänomen dient dem Verständnis zum operationalisierten Drei-Faktoren-Modell. Das Ergebnis der Fallstudie zeigt einen signifikanten Unterschied im Unterhaltungsempfinden der Probanden. Hinsichtlich medialer Gewaltdarstellungen ermöglichen Interaktionsschnittstellen demnach ein positiveres Rezeptionserleben.



Hölzgen, Lisa;
Web-Monitoring-Optimierung. - 79 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Optimierung von Web-Monitoring-Verfahren. Mit Hilfe des Web-Monitorings können Unternehmen die Meinungen der Bevölkerung zu bestimmten Themen, Produkten oder dem Unternehmen selbst im Internet beobachten. Diese Meinungen lassen sich über verschiedene Internet-Plattformen (Foren, Blogs, Twitter, Facebook, Bewertungsportale etc.) generieren. Anhand des im Web-Monitoring-Prozess herausgefilterten User Generated Content kann eine spezifische Resonanz erhalten werden. Theoretische Grundlagen bilden hierbei die zentralen Forschungsgebiete des Web-Monitorings, der Suchmaschinenoptimierung (SEO), dem Text- und Data-Mining sowie dem Clustering. Um einen genauen Überblick über das Fachgebiet Web-Monitoring zu schaffen, wurde ein Research Review mit selbst entwickelten Kriterien erstellt. Hier sollen unterschiedliche Verfahren genauer betrachtet und anschließend ausgewertet werden. Als Basis dienen hier empirische Studien, Praktikerliteratur und Artikel der Bereiche Sozialwissenschaft, Informatik, Kommunikationswissenschaft sowie der theoretischen Mathematik. Die Bachelorarbeit zeigt, dass das bisherige "plattform-basierte" Verfahren des Web-Monitorings nicht optimal für alle Bereiche einzusetzen und teilweise unübersichtlich im Front-End zu verwalten ist. Ein "cluster-basiertes" Verfahren zeigt in unterschiedlichen Szenarien, wie die Strategien in verschiedenen Anwendungsbereichen einzusetzen sind.



Liebig, Moritz;
Der partizipative Preismechanismus "Pay-What-You-Want" in der Musikindustrie: Chancen und Risiken. - 72 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Phänomen des Anbietens von digitaler Musik zu Pay-What-You-Want Konditionen auf der Internetplattform NoiseTrade. Auf Grundlage der Grounded Theory wurde eine gegenstandsbegründete Theorie entwickelt, welche die Ursachen, Handlungsstrategien und Konsequenzen der Nutzung von NoiseTrade systematisieren soll. In der Forschungsarbeit wird zuerst eine Defintion und Klassifizierung des partizipativen Preismodells Pay-What-You-Want (PWYW) und eine Betrachtung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema PWYW vorgenommen und anschließend die methodische Grundlage erläutert. Hierbei wird das qualitative Leitfadeninterview als angewandte Forschungsmethode besprochen und die getroffenen Auswahlentscheidungen bei der Wahl der sechs Interviewpartner dargelegt und begründet. Der Leitfaden ist auf Basis eines heuristischen Konzeptes erstellt worden, welches auf Grundlage von Literaturrecherchen zum Thema PWYW entwickelt wurde. Nach dem Prinzip der Grounded Theory Methode wurde der Leitfaden während der Forschungsarbeit immer wieder an aktuelle Erkenntnisse angepasst. Neben den Interviews wurden in die Datenanalyse zusätzlich Artikel über NoiseTrade, sowie Interviews mit - und ein Blogeintrag von dem Gründer von NoiseTrade, Derek Webb, einbezogen. Die Daten wurden auf Grundlage des dreistufigen Codierungsprozesses nach Anselm Strauss analysiert und im Rahmen des Codierparadigmas systematisiert. Es stellte sich heraus, dass der partizipative Preismechanismus PWYW auf der Internetplattform NoiseTrade nur eine geringe Rolle spielt und bestimmte Faktoren die Wirkung der Anwendung von NoiseTrade stark beeinflussen. So bestimmen die Organisationsstruktur von NoiseTrade und Popularität des Anbieters die erfolgreiche Anwendung - und die Nutzung durch NoiseTrade gewonnener Faninformationen den Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Anbieters. Dies und weitere Ergebnisse ermöglichte die Beantwortung der Forschungsfrage und die Bildung der gegenstandsbegründeten Theorie.



Varnavina, Kira;
Use of social media for corporate social responsibility communication. - 67 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen Social Media für Corporate Social Responsibility (CSR) -Kommunikation nutzen und wie diese strategisch geplant wird. Dafür wurde das theoretische Konstrukt der CSR-Kommunikation, welches von Du et al. (2010) entwickelt wurde, für eine Anwendung im Social Media modifiziert und spezialisiert. Im Rahmen dieser Arbeit wurden diesbezüglich fünf Leitfadeninterviews mit Best Practice-Unternehmen - Intel, IBM, Cisco Systems, Dell, und Siemens - durchgeführt. Auf Grundlage der Auswertung dieser Interviews wird erklärt, wie diese Unternehmen CSR mittels Social Media bezüglich der Akteure und deren Verantwortlichkeiten, sowie der Nachrichteninhalte, Nachrichtenkanäle, der stakeholder-spezifischen und unternehmensspezifischen Faktoren und der Kommunikationsergebnisse kommunizieren. Eines der Ergebnisse der vorliegenden Arbeit ist, dass Stakeholder direkt in den Kommunikationsprozess von CSR-Nachrichten über Social Media mit einbezogen werden. Des Weiteren beeinflussen gemeinsame Tätigkeiten der Unternehmen und der Industrie, in denen Unternehmen operieren, die Wahl der gesellschaftlichen Themen. Unternehmen benennen ihre Arbeitsweise als nachhaltig und betonen als Begründung dafür einerseits soziale und andererseits auch wirtschaftliche Motive. Die Wahl des Social Media Kanals hängt dabei wesentlich von der Zielsetzung der Kommunikation ab. CSR-Nachrichten können sowohl in den allgemeinen Unternehmenskanälen, als auch in den Kanälen, welche lediglich für CSR-Inhalte gedacht sind, erfolgreich kommuniziert werden. Darüber hinaus ist die Messung der Wirkung von CSR Nachrichten mittels Social Media auf die Stakeholder zukünftig die größte Herausforderung.



Laux, Maximilian;
Werbung in Suchmaschinen - eine Nutzerbefragung zur Bewertung von Anzeigen auf Googles Suchergebnisseiten. - 50 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Suchmaschinen spielen eine entscheidende Rolle im Online-Verhalten der Internetnutzer. Als Branchenprimus erwirtschaftet Google jährlich über Werbung auf seinen Suchergebnisseiten Milliardenumsätze. Die vorliegende Studie untersucht, wie Suchmaschinennutzer Werbung auf Googles Ergebnisseiten wahrnehmen und bewerten. Es wird betrachtet, welchen Einfluss die Suchintention, die Position, die Anzahl und der Inhalt der Anzeigen auf die Bewertung von Suchmaschinenwerbung haben. Dafür wurde eine Online-Befragung unter deutschen Internetnutzern (n = 606) in einem vierfaktoriellen Experimentaldesign durchgeführt. Es zeigt sich, dass einige Suchmaschinennutzer Probleme beim Erkennen von Suchmaschinenwerbung haben, die Suchintention, die Anzahl und die Inhalte der Anzeigen aber wenig bis keinen Einfluss auf die Nutzerbewertung haben. Lediglich Side Anzeigen werden signifikant besser bewertet als Hauptanzeigen, da sie die Suche weniger beeinträchtigen.



Jakob, Vanessa;
Interne Kommunikation an deutschen Hochschulen - ein qualitativer Vergleich der Mitarbeiterkommunikation. - 54 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Deutsche Hochschulen befinden sich in einem zunehmenden Konkurrenzkampf um finanzielle Mittel, wissenschaftliche wie öffentliche Reputation, aber auch um qualifiziertes Personal. Eine Entwicklung, die durch die Internationalisierung im Zuge des Bologna-Prozesses und dem steigenden Legitimationsdruck angesichts der gewachsenen Autonomie von Hochschulen sowie der Abhängigkeit von Drittmitteln begünstigt wurde. Die kommunikativen Herausforderungen, die mit den veränderten Rahmenbedingungen einhergehen, können insbesondere durch den Ausbau der internen Kommunikation bewältigt werden. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Bachelorarbeit mit der internen Kommunikation deutscher Hochschulen und Universitäten mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme und anschließenden Bewertung bestehender interner Kommunikationsaktivitäten. Die Kommunikation mit Studierenden wurde bei dieser Forschungsarbeit vernachlässigt. Es erfolgte im ersten Schritt das Versenden eines quantitativen Kurzfragebogens an diverse deutsche Hochschulen. Dieser diente dazu, sich einen allgemeinen Überblick zu verschaffen und im Anschluss eine Auswahl an Interviewpartnern für qualitative Experteninterviews zu generieren. Die darauffolgenden fünf Leitfadeninterviews mit Verantwortlichen der Hochschulkommunikation wurden zur Auswertung einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring unterzogen und mit den theoretischen Erkenntnissen verglichen. Es zeigte sich, dass die Kommunikationsexperten das Thema der internen Kommunikation durchaus als einen Aspekt betrachten, der für ihre tägliche Arbeit immer essentieller und umfangreicher wird. Allerdings stellt sich die erfolgreiche Umsetzung nach den Vorbildern aus der Fachliteratur aufgrund der besonderen Organisationsstruktur von Hochschulen deutlich komplexer dar.



Eichhorn, Sandra;
Vermarktungsstrategien deutscher Romantic Comedies. - 62 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Veröffentlichung eines Films kann im Grunde mit der Markteinführung eines Konsumgutes verglichen werden und erfordert entsprechende Vorüberlegungen und umfangreiche Vermarktungsmaßnahmen. Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die verantwortlichen Filmverleiher bei der Vermarktung von deutschen Romantic Comedies vorgehen und welche besondere Rolle dabei das Konkurrenzumfeld und der Starttermin des Films spielen. Zu diesem Zweck wurden Interviews mit Filmverleihern geführt und ausgewertet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es entgegen der vorherigen Überlegung kein festes Vorgehen bei der Filmvermarktung gibt. Viel eher spielen die internen Kapazitäten der Verleiher und der Film selbst eine wichtige Rolle, wie man in dem speziellen Fall vorgehen kann.



Langnau, Thomas;
Wo Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter kommunizieren : eine Befragung der Mitarbeiter von T-Systems Multimedia Solutions GmbH. - 80 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Reputation eines Unternehmens wird durch das Auftreten der Mitarbeiter massiv beeinflusst. In Zeiten von Web 2.0 und sozialen Medien hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, sich öffentlich für seinen Arbeitgeber zu engagieren. Aber wo kommunizieren die Mitarbeiter und welche Faktoren spielen bei der Kommunikation eine Rolle? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation von Mitarbeitern, die für das Unternehmen relevant ist. Dafür wurde eine quantitative Online-Befragung in dem Unternehmen T-Systems Multimedia Solutions GmbH mit allen Mitarbeitern durchgeführt. Abgefragt wurden neben den genutzten Kanälen genauere Angaben zur Kommunikation, die Motivation (basierend auf dem Uses & Gratifications Ansatz), sowie Commitment und organisationales Wissen der Mitarbeiter. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angebote des Web 2.0 durch die Mitarbeiter sehr stark genutzt werden. Ebenso konnte ein Einfluss von Commitment und organisationalem Wissen nachgewiesen werden. Die wichtigsten Motive für die Kommunikation sind Informationsmanagement, affektive Motive, Beziehungsmanagement und Identitätsmanagement.



Haring, Michael;
Redebereitschaft von Shooter-Spielern. - 50 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Bachelorarbeit "Redebereitschaft von Shooter-Spielern", vorgelegt von Michael Haring, behandelt die Fragen, inwieweit Noelle-Neumanns Theorie der öffentlichen Meinung auf die Debatte um sogenannte Killerspiele in der Bundesrepublik Deutschland anwendbar ist und inwieweit Rezipienten gewalthaltiger First- oder Third-Person-Shooter die Debatte wahrnehmen, sich daran beteiligen und welche Bedeutung dabei Bezugsgruppen zukommt. Zu diesem Zweck wurden Studenten der TU-Ilmenau mit Spielerfahrung zu qualitativen Leitfadeninterviews eingeladen und bezüglich ihrer Nutzungsgewohnheiten von Massenmedien und Shootern, sowie ihren Erfahrungen mit und Meinungen zu der Debatte befragt. Die Auswertung dieser Interviews hat ergeben, dass an der Gültigkeit einiger Aspekte der Theorie der öffentlichen Meinung und der Schweigespiraltheorie - besonders der Betonung der Isolationsfurcht als handlungsbestimmender Faktor für die Meinungsäußerung - berechtigte Zweifel bestehen. Besonders durch die moderne technische Errungenschaft des Internets, müssen die Prämissen der Theorie der öffentlichen Meinung einem kritischen Blick unterzogen werden.



Beitlich, Tina;
Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus im Hörfunk: ein Vergleich zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Hörfunk. - 141 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Das Verhältnis zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus stellt einen Kern der PR- Forschung und der Kommunikationswissenschaft dar. Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Verhältnis zwischen PR und Journalismus im Hörfunk. Mit Hilfe des Intereffikationsmodells von Günter Bentele (1999) wird dieses Verhältnis untersucht und ein Vergleich zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Hörfunksendern gemacht. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse wurde dieses Forschungsthema untersucht. Die eigens angelegte Stichprobe setzt sich aus sechs Experteninterviews aus verschiedenen Sendern zusammen. Dabei wurden sowohl Journalisten aus privaten als auch aus öffentlich-rechtlichen Radiosendern befragt. In der empirischen Untersuchung zeigte sich, dass es Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Hörfunkarten gibt. Mit Hilfe der drei verschiedenen Dimensionen der Induktionen und Adaptionen im Modell konnte die Beziehung genauer untersucht werden. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Hörfunkjournalisten ein gutes Verhältnis zu PR-Schaffenden besitzen und im täglichen Austausch stehen. Die Beziehung wird geprägt von gegenseitigem Einfluss, wechselseitiger Orientierung und Abhängigkeit. Besonders der persönliche Kontakt zueinander hat im privaten Hörfunk Auswirkungen auf die journalistische Arbeit. Anders hingegen im öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Dort pflegt man ein eher distanziertes Verhältnis. Beschrieben wird die Beziehung zur PR als "Geben und Nehmen", welches eine Intereffikation im Hörfunk bestätigt. Da das Verhältnis zwischen PR und Journalismus im Hörfunk bisher nur sehr begrenzt erforscht wurde, dient diese Arbeit nur als eine Art empirischer Einstieg in diese Thematik



Köhler, Joana Lea;
Metaanalysen in der Werbewirkungsforschung : eine systematische Betrachtung des Forschungsstands. - 70 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Die vorliegende Arbeit analysiert 17 akademische und angewandte Metaanalysen aus dem Bereich der Werbewirkungsforschung hinsichtlich ihres Untersuchungsgegenstands und ihres Vorgehens. Sie vergleicht dabei Studien psychologischer und ökonomischer Werbewirkung. Erstere beschäftigen sich mit den Effekten ausgewählter Gestaltungsmittel auf die Werbewirkung sowie der Überprüfung von Wirkungsmodellen. Ökonomisch orientierte Metaanalysen versuchen dagegen systematische Einflussfaktoren auf die Werbeelastizität bzw. den Kampagnenerfolg zu identifizieren. Die verschiedenen Ziele spiegeln sich in den untersuchten Variablenkonstellationen sowie im Vorgehen der Metaanalyse, z. B. den verwendeten Effektstärken, wider. Dabei lenkt die Analyse den Fokus auch auf die Besonderheiten angewandter Metaanalysen. Es zeigt sich, dass es sich bei ihnen aufgrund der Datenbasis und des methodischen Vorgehens nicht um Metaanalysen im orthodoxen Sinn handelt. Die Ergebnisse der Untersuchung beschreiben die aktuelle Entwicklung des Forschungsstands. Sie deuten auf die steigende Akzeptanz und Relevanz der Metaanalyse in der akademischen sowie in der angewandten Werbewirkungsforschung hin und zeigen bestehende Problemfelder auf.



Kappesser, Astrid;
1975 bis 2012 - Inhalte und Präsentationsformen der Tagesschau im Zeitverlauf. - 137 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Fernsehnachrichten spielen eine tragende Rolle bei der Vermittlung des aktuellen Weltgeschehens und vereinigen tagtäglich ein Millionenpublikum vor dem Fernseher. Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen langfristige Veränderungen der reichweitenstärksten und ältesten Nachrichtensendung des deutschen Fernsehens: Der Tagesschau. Mittels quantitativer Inhaltsanalyse wurden jeweils vier künstliche Wochen der Hauptausgabe der Tagesschau aus den Jahren 2002 und 2012 in Bezug auf inhaltliche, stilistische und gestalterische Merkmale hin analysiert. Die Ergebnisse wurden mit den Befunden aus der Forschungsarbeit von Zubayr & Fahr (1999) verglichen, in der die Sendejahre 1975 und 1995 untersucht wurden. Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Tagesschau auf der stilistischen und gestalterischen Ebene Tendenzen einer Boulevardisierung aufweist. Zudem gewinnen ab dem Sendejahr 2012 crossmediale Strategien zunehmend an Bedeutung.



Marth, Stefanie;
Onlinewahlkampf links- und rechtspolitischer Parteien: eine inhaltsanalytische Untersuchung der Facebook-Seiten von Parteien des linken und rechten Spektrums während der Bundestagswahl 2013. - 98 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Durch das Web 2.0 hat sich der traditionelle Wahlkampf im Laufe der letzten Jahre verändert. Soziale Netzwerke, vor allem mitgliedsstarke wie Facebook, minimieren die Distanz zwischen Bürgern und politischen Repräsentanten mit Hilfe eines kommunikativen Rückkanals und ermöglichen einen direkten Kontakt. Dies ist nicht nur eine Herausforderung für Parteien, sondern bringt auch Chancen und Gefahren mit sich. Parteien können selbst entscheiden, welche Themen wie veröffentlicht werden und damit ihren Wahlkampf unabhängig von anderen Medien führen. Innerhalb dieser Studie wird thematisiert, wie rechts- und linkspolitische Parteien Facebook während der Bundestagswahl 2013 für ihre Zwecke verwenden. Eine quantitative Inhaltsanalyse der öffentlichen Facebook-Profile von rechts- und linkspolitischen Parteien zeigt, dass das soziale Netzwerk aktiv und kontinuierlich für den Wahlkampf genutzt wird, aber das volle Potenzial beispielsweise hinsichtlich der Dialogorientierung noch nicht ausgeschöpft wird. Ideologien, Extremismus sowie Propaganda sind vor allem rechtspolitisch im Onlinewahlkampf gegenwärtig, weshalb eine Beobachtung der Kommunikation empfehlenswert ist.



Horvath, Evelyn;
Selektion im Lokaljournalismus : eine Studie zur Verwertung von PR-Material am Beispiel "Gmünder Tagespost" und "Thüringer Allgemeine". - 72 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

In Zeiten des journalistischen Strukturwandels der speziell im regionalen Tageszeitungsbereich durch sinkende Werbeeinnahmen, geringere Auflagenzahlen und weniger Leser gekennzeichnet ist, unterliegen Journalisten nicht selten dem Druck der kostengünstigen, schnellen und massenhaften Nachrichtenproduktion. Die zunehmende Verwendung von PR-Material liegt demnach nahe, und damit auch die Frage nach den Selektionskriterien, aufgrund welcher dieses Material von den Journalisten ausgewählt wird. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit angewandten Selektionskriterien und der Verwertung von PR-Material im lokaljournalistischen Alltag. Hierzu wurden insgesamt vier Lokalredakteure mittels qualitativer Leitfadeninterviews zu den Rahmenbedingungen ihrer täglichen Arbeit, dem Selektionsprozess und Auswirkungen des Strukturwandels auf die Verwertung von PR-Material befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Übernahmebereitschaft im Zuge des Strukturwandels steigt, und die Auswahlkriterien der Materialien überwiegend auf journalistisch objektive Kriterien wie Aktualität, Relevanz oder Mehrwert für den Leser zurückzuführen sind. Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass die befragten Lokaljournalisten den Begriff der "PR" nicht als klassische Pressearbeit, sondern als Werbung mit lobbyistischen Zügen negativ wahrnehmen.



Zenker, Justus;
Der Einfluss von direkt publiziertem Nutzer-Feedback in Online-Nachrichtenmedien. - 43 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Betrachtet man im Jahr 2013 die Welt der Nachrichtenmedien, fällt auf, dass inzwischen sämtliche Medienhäuser ihre Nachrichten auch Online veröffentlichen. Im Gegensatz zu Offline-Medien wie Magazinen und Zeitschriften, können Leser direkt auf Artikel reagieren. Da diese Form des Feedbacks im Gegensatz zu E-Mails oder Briefen nicht nur für den Empfänger, sondern öffentlich für alle Leser einsehbar ist, stellt sich die Frage nach dem Effekt dieser direkten Öffentlichkeit auf den Autor und die Nachrichtenproduktion im Allgemeinen. Im Rahmen der Bachelorarbeit wurde versucht die Frage zu beantworten, auf welche Art und Weise, warum und in welchem Maße dies tatsächlich im Redaktionsalltag geschieht.



Rometsch, Carolin;
Erfolgsmessung von Social Media - eine qualitative Untersuchung der Messbarkeit von Social Media Maßnahmen in der Praxis. - 53 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Kommunikationsverantwortliche stehen täglich in der Pflicht, gegenüber ihrem eigenen Management oder ihren Auftraggebern, den Erfolg der durchgeführten Kommunikationsmaßnahmen darlegen zu müssen. Gerade im Bereich des Social Web wird die Frage nach dem betrieblichen Nutzen laut und oftmals wird der Zusammenhang zwischen Social Media Aktivitäten und dem Unternehmenserfolg in Frage gestellt. Derzeit fehlt es an allgemeinen Standards zur Steuerung und Evaluierung der Aktivitäten im Social Web. Es fehlt an einheitlichen Messverfahren und Kennzahlen. Wie kann man dem Auftraggeber den Erfolg einer Social Media Maßnahme darstellen? Die vorliegende Arbeit versucht diese Frage mit Auskünften von Kommunikationsverantwortlichen aus dem Bereich Social Media zu beantworten. Mittels Experteninterviews sollen Messverfahren und Abläufe zur Erfolgsermittlung und -darstellung erörtert werden. Dabei orientiert sich die Arbeit an den Bezugsrahmen der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) und des Internationalen Controller Verbandes (ICV), sowie an der Bewertungsmatrix nach Klein (2010).



Luthardt, Lisa;
Reder, Empfehler und Schweiger - eine Befragung unter Facebook-Nutzern zum Umgang mit öffentlich relevanten Informationen. - 54 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Soziale Online Netzwerke sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Besonders Facebook nimmt stark an Popularität zu. Jedoch weiß man nicht viel über die Nutzer und deren Nutzungsverhalten innerhalb des Netzwerkes. Die vorliegende Bachelorarbeit identifiziert unterschiedliche Facebook-Nutzertypen hinsichtlich des Umgangs mit öffentlich relevanten Themen und charakterisiert diese. Weiterhin wird untersucht, inwieweit sich die Nutzertypen im sozialen Netzwerk Facebook von den traditionellen Rollen der Meinungsführer und Meinungsempfänger unterscheiden. Die Ergebnisse der Studie wurden mit Hilfe einer quantitativen Befragung mittels Online-Fragebogen ermittelt. Es konnten vier unterschiedliche Facebook-Nutzertypen gebildet und charakterisiert werden. Außerdem wurde herausgefunden, dass Verschiebungen hinsichtlich des Nutzungsverhaltens von Nicht-Meinungsführern innerhalb von Facebook existieren. Die Ergebnisse der Studie tragen dazu bei, die Art und Weise der Nutzung von Facebook besser zu verstehen und zu erkennen, wer für die Verbreitung von Informationen verantwortlich ist, um diese Personen gegebenenfalls gezielter ansprechen zu können. Die Arbeit bietet eine Grundlage für aufbauende quantitative Erhebungen, die die Nutzung von Facebook allgemein und nicht hinsichtlich öffentlich relevanter Informationen betrachten.



Zenner, Eveline;
Theoretische und qualitative Analyse der individuell wahrgenommenen Informationsüberlastung. - 140 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der die Arbeit mit Informationen Alltag ist. In den Medien und diversen wissenschaftlichen Untersuchungen wird das Thema der Informationsüberlastung als ein wesentliches Problem dieser Gesellschaft genannt. Das Fehlen sowohl einer wissenschaftlich-empirisch untermauerten Definition der Informationsüberlastung und speziell deren Bedeutung für das Individuum, als auch eines standardisierten Messinstruments für diese, stellt eine erhebliche Lücke in der Kommunikations- als auch in der Informationswissenschaft dar. Für die Entwicklung eines solchen Instruments werden in dieser explorativen Arbeit Items, die von den Mediennutzern auch als relevant für das Phänomen angesehen werden, durch einer qualitativen Studie generiert. Zwei Gruppendiskussionen (N=13, 8 (männlich), 5 (weiblich), 25-74 J., 5 Hochschulabschluss, 3 Fachausbildung, 5 Studenten), incl. Analyse der Teilnehmer durch einen Fragebogen, geben durch eine Inhaltsanalyse nach Mayring (2002) Aufschluss darüber, wie und ob Betroffene das Phänomen der Informationsüberlastung wahrnehmen, welche Symptome sie erleiden und welche Ursachen für dieses Problem definieren. Die Studie hat herausgefunden, dass das Phänomen existiert und sehr vielfältig wahrgenommen wird. Insgesamt lieferte die durchgeführte Studie einen ersten Ansatz zum Aufbau eines Messinstruments für die individuell wahrgenommene Informationsüberlastung. Erste Items wurden gefunden und Schemata entwickelt sowie die Grenzen dieses Phänomens ausgelotet.



Voigt, Annika;
Werbestrategien für tabubehaftete Produkte in Deutschland seit 1996. - 108 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Tabus existieren in unserer Gesellschaft nach wie vor und schlagen sich vor allem in der Kommunikation nieder. Sie können Konsumgüter berühren, die dadurch zu Tabuprodukten werden und mehr oder weniger bei Nutzung oder Erwähnung in Gesellschaft Peinlichkeit und Scham hervorrufen können. Demzufolge kann auch die Werbekommunikation zu einer Herausforderung werden, wenn das wichtigste Mittel - die Sprache - eigentlich nicht zur Verfügung steht. So müssen Strategien gefunden werden, die eine sensible und rücksichtsvolle Kommunikation ermöglichen. Das Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung und Analyse der Werbestrategien von Tabuprodukten und deren Entwicklung in den letzten 18 Jahren. Eine quantitative Inhaltsanalyse von TV-Werbespots zeigt, dass bestimmte Gestaltungsmittel zur strategisch sensiblen Werbekommunikation im Tabudiskurs eingesetzt werden. Diese Techniken verschleiern die Tabus weder auf eine übertriebene Art noch brechen sie sie gänzlich; vielmehr wird auf angemessene Weise, ein Weg gefunden, mit den besonderen Anforderungen umzugehen. Dabei steht die Wahrung des Tabus nicht immer zwingend im Vordergrund; häufig wird auch nur produktspezifisch geworben ohne das Tabu besonders zu beachten. Zudem lässt sich ein leichter Trend in Richtung mehr Offenheit aufgrund weniger verwendeter Verschleierungsmittel über die Jahre feststellen, trotzdem wird diese Entwicklung durch andere Gestaltungsmittel kompensiert, sodass eine spezielle Tabukommunikation erkennbar bleibt.



Fricke, Anna Caroline;
Nachrichtenfaktoren und die Kommentierung von Online-Nachrichten in Deutschland und den USA. - 81 S.. : Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Nutzerdiskussionen auf Nachrichtenwebsites. Anhand der Nachrichtenmagazine Spiegel, Focus, Time und The Daily Beast werden die Einflüsse formaler und inhaltlicher Artikelmerkmale auf die Kommentaranzahl und die Diskussionsform untersucht und zusätzlich einem internationalen Vergleich zwischen deutschen und US-amerikanischen Diskussionen unterzogen. Die wissenschaftliche Grundlage zur Beschreibung der inhaltlichen Artikelmerkmale bildet die Nachrichtenwerttheorie; die Diskussionsformen fußen auf drei demokratischen Kommunikationsmodellen: liberaler Individualismus, Kommunitarismus und Deliberation. Es werden 120 Artikel mit 2.019 Kommentaren inhaltsanalytisch untersucht. Es zeigt sich, dass inhaltliche und formale Artikelmerkmale die Diskussion beeinflussen, dabei jedoch nur einen geringen Erklärungsbeitrag leisten. Im internationalen Vergleich zeigen sich sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten.



Figula, David;
Urheberrecht in digitalen Zeiten - ein Web-Monitoring zur Erfassung der öffentlichen Meinung zur Urheberrechtsdebatte. - 30 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

In Deutschland wird seit einiger Zeit lebhaft über das Urheberrecht diskutiert. Diese Arbeit untersucht mit Hilfe eines Web-Monitorings die aktuelle öffentliche Meinung zu dieser Urheberrechtsdebatte. Dazu wurde mit zuvor festgelegten Kriterien eine suchmaschinenbasierte Erhebung von Online-Beiträgen durchgeführt, die anschließend einer codebuchbasierten, quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen wurden. Dabei konnten inhaltliche Unterschiede zwischen den Kommunikatoren aufgezeigt werden, die ihre Ursache in den jeweiligen Expertisen finden. Außerdem konnten klare Verantwortungszuweisungen und entsprechende Handlungsempfehlungen identifiziert werden. Rechtliche Reformen werden als unumgänglich beschrieben und sollten von der Politik in die Wege geleitet werden. Die Verwertungsindustrie wird zu Fairness und Offenheit gegenüber Neuerungen aufgerufen. Nutzer werden zu mehr Verständnis für die monetären Gegebenheiten des urheberrechtlichen Wirkungsprozess aufgefordert.



Ros, Phyllis;
Qualität von Pressemitteilungen : Kriterien erfolgreicher Medienresonanz am Beispiel der Freien Wohlfahrtspflege. - 89 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Angesichts zunehmender Professionalisierung von Non-Profit-PR konkurrieren immer mehr Organisationen um öffentliche Aufmerksamkeit für bestimmte Sachverhalte und Handlungsziele. Im Sinne des Intereffikationmodells wird angenommen, dass der Kommunikationserfolg von Pressemitteilungen durch Anpassung an journalistische Ansprüche optimiert werden kann. Die Resonanzstudie untersucht mittels Input-Output-Analyse inwiefern Produkt-, Themen- sowie Quellenmerkmale die Medienresonanz beeinflussen. Zunächst wurden n=35 online veröffentlichte Pressemitteilungen der Wohlfahrtsverbände Caritas, Diakonie, Paritätischer, AWO und DRK analysiert (Input-Analyse). Über die Online-Datenbank LexisNexis® Wirtschaft wurden n=106 mediale Resonanzen identifiziert (Output-Analyse). Hierbei gingen 54 Prozent der Mitteilungen (Resonanzquote) in die Berichterstattung ein und erzeugten durchschnittlich 5,6 Beiträge. 83 Prozent waren auf die humanitär ausgerichteten Verbände DRK und Paritätischer zurückzuführen. Induzierend wirkende Mitteilungen wiesen einen höheren Grad einzelner Nachrichtenfaktoren sowie inhaltlicher und formaler Qualitätskriterien auf.



Kleierl, Melanie;
Recruiting 2.0: Personalbeschaffung im sozialen Online-Netzwerk "Facebook". - 92 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Besonders im Hinblick auf den Demografie- und Arbeitsmarktwandel in einer zunehmend globalisierten Welt stehen Unternehmen vor der Herausforderung, qualifiziertes Personal zu beschaffen. Das Internet und die Technologien des Web 2.0 als mittlerweile selbstverständlicher Teil des Alltags spielen auch in der Karriereplanung eine wichtige Rolle. Soziale Netzwerke wie das mitgliederstarke Facebook stellen durch ihre Möglichkeiten der Interaktivität eine ideale Plattform zum Austausch zwischen Unternehmen und potentiellen Arbeitnehmern dar. Die vorliegende Arbeit untersucht die Kommunikation deutscher Unternehmen und ihrer Nutzer auf Karriereprofilen in Facebook. Eine Inhaltsanalyse von 95 Karriere-Fanpages zeigt, dass die Seiten größtenteils als breit angelegte Employer Branding-Profile genutzt werden, welche neben konkreten Stellenangeboten vielfältige Informationn zum Betrieb und dessen Karriereperspektiven vermitteln. Die am häufigsten in den Unternehmensbeiträgen angesprochenen und zugleich auf den Fanpages aktivsten Zielgruppen stellen Studenten, Absolventen und Schulabgänger dar. Laut den Ergebnissen der Studie führen Beitragsinhalte zur Employer Brand zur höchsten Nutzerinteraktion, während Inhalte mit Recruitingbezug ein nur geringes Engagement bei der Nutzerschaft auslösen. Trotz des Trends zur regelmäßigen Komunikation mit den Anhängern beschränken sich die Unternehmen meist auf die reine Informationsvermittlung. Das Potenzial der Karriereprofile zur dialogischen Kommunikation bleibt unausgeschöpft.



Hutzel, Nina;
Create a Fan on Facebook! : eine quantitative Online-Befragung zu Nutzungsmotiven und Commitment von Fans verschiedener Unternehmens-, Produkt- oder Markenfanpages auf Facebook. - 61 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Alle Unternehmen stehen vor der Herausforderung, qualitativ hochwertige Beziehungen zu ihren (potentiellen) Kunden aufzubauen und zu erhalten. Die mitgliederstärkste Social Media Plattform Facebook ermöglicht den aktiven Online-Dialog zwischen Unternehmen und (potenziellen) Kunden (bzw. Fans) mittels Unternehmens-, Produkt- und Markenfanpages. Ist Facebook dazu geeignet, diese hochwertigen Beziehungen zu generieren und gleichzeitig damit einen nachhaltigen Wert für das Unternehmen zu schaffen? Die vorliegende Studie untersucht Nutzungsmotive der Fans von fünf Fanpages, darüber hinaus wird das "Fan-Commitment" anhand der "conversion rate" und der dazugehörigen Nutzersegmentierung mit Hilfe der vier Dimensionen des Conversion ModellsTM nach Hofmeyr & Rice (2000) identifiziert. Eine quantitative Online-Befragung auf diesen Fanpages zeigt, dass die Identifikation mit einer Marke einerseits für den (potenziellen) Kunden eine große Relevanz hat, andererseits stellt sie für die Unternehmen einen bedeutenden strategischen Vorteil im Bereich des Marketings dar. Außerdem zeigt sich, dass das Potenzial des Conversion ModellsTM im Social Media Bereich bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist und es weiterer Untersuchungen bedarf.



Heimrich, Linette;
Parteien digital: Mitgliederkommunikation im Zeitalter des Internets - eine explorative Untersuchung zur Rolle und zum praktischen Einsatz von Online-Instrumenten in der innerparteilichen Kommunikation. - 113 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Parteien sind wichtige Vermittler zwischen Staat und Gesellschaft und befinden sich zugleich im Zwiespalt zwischen ihrem Dasein als Mitgliederorganisationen und den gestiegenen Professionalitätsansprüchen in der heutigen Mediengesellschaft. Ausgehend vom viel diskutierten Potenzial des Internets zur Überwindung der Parteienkrise wird gefragt, wie Parteien die neuen Möglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Willensbildung, Entscheidungsfindung, Mitgliederbindung und Mobilisierung nutzen. Ein Methodenmix aus Leitfadeninterviews mit Kommunikationsverantwortlichen der Parteien und einer qualitativen Strukturanalyse der zentralen Mitgliederangebote im Netz liefert Einblicke in die Online-Strategien von SPD, CDU, FDP, B90/Die Grünen und der Piratenpartei. Die Ergebnisse der Analyse lassen einen Zusammenhang zwischen dem organisatorischen Selbstverständnis einer Partei und deren Kommunikationsverhalten vermuten. Außerdem zeigt sich eine Abkehr von mitgliederzentrierten Angeboten zugunsten einer stärkeren Ausrichtung auf die Wählerschaft als Ganzes. Prozesse innerparteilicher Willensbildung werden von den Parteien teilweise ins Netz übertragen und ermöglichen zeit- und ortsunabhängige Partizipation. Doch innerparteiliche Machtstrukturen behalten auch online ihre Gültigkeit, sodass von einem Machtgewinn der Parteibasis gegenüber der Parteiführung durch IKT per se nicht die Rede sein kann.



Schmidt, Katja;
Die Adoption kommunikativer Innovationen in die Unternehmenskommunikation am Beispiel des Social-Media-Dienstes Pinterest. - 194 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der Adoptionsprozess von innovativen Online-Kommunikations-Instrumenten in die Unternehmenskommunikation am Beispiel des Social-Media-Dienstes Pinterest gestaltet und inwiefern sich der Prozess in Unternehmen und Agenturen unterscheidet. Auf Grundlage der Diffusionstheorie (Rogers 2003) wurde das Fünf-Stufen-Modell des Innovations-Entscheidungs-Prozesses auf den Social-Media-Bereich adaptiert. Insgesamt wurden zehn Leitfadeninterviews mit Kommunikationsbeauftragten in Agenturen und Unternehmen verschiedener Branchen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Pinterest in seiner Übernahme von der hohen Erprobbarkeit, der hohen Beobachtbarkeit des Unternehmensnutzens, der sehr geringen Komplexität und insbesondere der Kompatibilität mit den Kommunikationsstrategien der Unternehmen (Reichweite, Kommunikationsziele, Zielgruppen, Kommunikationskultur) profitierte. Die Nutzungspraktiken auf der neuen Plattform werden determiniert durch die Kommunikationskultur, die Kommunikationsstrategie, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Unternehmensressourcen sowie durch Anwendungspraktiken auf anderen Plattformen und anderer Adoptoren. Es zeigen sich keine eindeutigen Unterschiede im Vorgehen von Unternehmen und Agenturen, vielmehr werden personenbezogene Differenzen, zum Beispiel in der subjektiv-explorativen und objektiv-explorativen Meinungsbildung offensichtlich. Zukünftige Studien können auf quantitativer Basis die identifizierten Determinanten des Adoptionsprozesses im Social-Media-Bereich validieren und spezifizieren.



Blechschmidt, Carmen;
Interne Kommunikation mit Struktur : Entwicklung eines Medienkonzepts für die interne Unternehmenskommunikation unter Berücksichtigung der Zielgruppeninteressen ; Mitarbeiterbefragung bei der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG. - 117 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2013

Der die heutige Zeit prägende Prozess der Globalisierung bedeutet für internationale Unternehmen den rasanten, technologischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Wandel weltweit aufzunehmen, um ihre Marktposition zu erweitern und zu behaupten. Der Produktwettbewerb erfährt eine Ergänzung um den Kommunikationswettbewerb. Kommunikation hat Auswirkungen auf den Erfolg oder Misserfolg, auf Gewinn oder Verlust eines Unternehmens. Von strategischer Bedeutung ist in diesem Veränderungsprozess die Interne Kommunikation, also die Kommunikation mit den Anspruchs- und Bezugsgruppen innerhalb eines Unternehmens. Die Funktion ist ausdrücklich dazu aufgefordert, zur erfolgreichen Realisierung der Veränderungsvorhaben sowie zum Erreichen der Unternehmensziele beizutragen. Am Beispiel des Automobilzulieferers Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG soll die Struktur der internen Kommunikationsprozesse auf den Prüfstand gestellt und die einzelnen Kommunikationsinstrumente neu positioniert werden. Ziel dabei ist es, mit Hilfe einer standardisierten Mitarbeiterbefragung, Defizite der internen Medien zu identifizieren und im Anschluss neu auf die Bedürfnisse der Anspruchs- und Bezugsgruppen des Unternehmens auszurichten. Nach der theoretischen Einordnung des Begriffs der Internen Kommunikation wird unter Berücksichtigung ausgewählter kommunikationswissenschaftlicher Modelle die Neuausrichtung der zu untersuchenden internen Medien vorgeschlagen. Die Ergebnisse aus der Mitarbeiterbefragung dienen dabei zur Überprüfung des theoretisch hergeleiteten Kommunikationskonzepts und sollen eine Bestandsaufnahme der aktuellen Zufriedenheit mit den internen Kommunikationsinstrumenten bei Brose darstellen. Die Erkenntnisse aus dieser empirischen Untersuchung bestätigen grundsätzlich das theoretische Konstrukt, weisen aber auch darauf hin, dass für einzelne Bezugsgruppen und Medien sowohl inhaltliche, als auch strukturelle Anpassungen im Rahmen eines Gesamtkonzepts erforderlich sind.



Schwesinger, Ulrike;
Employer Branding und Recruiting auf Facebook im Vergleich zu anderen Online-Kanälen. - 138 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Fachkräftemangel und demografischer Wandel erfordern von Unternehmen neue Methoden, um Bewerber anzusprechen und qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Facebook eröffnet hierfür völlig neue Perspektiven, die von Unternehmen für die Personalarbeit zunehmend genutzt werden. Aufbauend auf dem Konzept des Employer Brandings und den Grundlagen des Recruitings thematisiert die vorliegende Bachelorarbeit die Bedeutung von Karriereseiten auf Facebook für die Darstellung eines Unternehmens als attraktiven Arbeitgeber und die daraus resultierende Bewerbergewinnung im Vergleich zu anderen Online-Kanälen. Für die Studie wurden Experteninterviews mit Personalverantwortlichen von ausgewählten Unternehmen geführt, die jeweils eine eigene Facebook-Karriereseite betreiben. Die Auswertung ergab, dass Facebook einen zunehmend hohen Stellenwert in der Personalarbeit einnimmt. Es wird dabei vorrangig für Employer-Branding-Aktivitäten genutzt, um ein Unternehmen transparent und authentisch als Arbeitgeber vorzustellen sowie den Dialog mit den einzelnen Bezugsgruppen aufzubauen. Das Recruiting hingegen ist auf dieser Plattform eher zweitranging und vorwiegend das Resultat der Arbeitgeberpositionierung. Es erfolgt meist durch Verlinkungen auf die Unternehmenshomepage, die nach wie vor als zentrales Element der Personalgewinnung gilt. Facebook wird allerdings zukünftig noch an Bedeutung gewinnen und wichtiger Bestandteil der Personalarbeit sein.



Wackerhagen, Stev;
Daumen hoch oder runter? : deutsche Kulturorchester im sozialen Online-Netzwerk Facebook. - 166 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Der Umgang mit der "digitalen Evolution" und dem Social Web zählt zu den größten Herausforderungen für die Organisationskommunikation. Dieser stellen sich auch die deutschen Kulturorchester und nutzen das mitgliederstärkste soziale Online-Netzwerk Facebook, im Rahmen ihres Identitäts-, Beziehungs- und Imagemanagements, für die Kommunikation mit ihren Zielgruppen. Aktuelle Erkenntnisse zum Status quo dieser Kommunikation liegen jedoch bislang nicht vor. Daher stellt die vorliegende Arbeit die Fragen, wie sich die Kommunikation der Orchester im Soziale Online-Netzwerk Facebook gestaltet und unter welchen Rahmenbedingungen (Governance-Strukturen) die Kommunikationsverantwortlichen arbeiten. Leitfadengestützte Interviews mit n=8 Facebook-Administratoren zeigten, dass die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Performance mehrheitlich vorhanden sind. Eine Inhaltsanalyse der n=53 offiziellen Facebook-Seiten der Orchester zeigte jedoch, dass Facebook überwiegend als weiterer Kanal zur Vermittlung von Informationen verstanden wird und dass die typischen Social Web-Standards (Offenheit, Personalisierung, Dialog, Partizipation, Multimedialität) weitgehend ungenutzt bleiben.



Übelhör, Julia;
Intereffikation in Social Media : das veränderte Verhältnis von PR und Journalismus in und durch Social Media im Extremsport am Beispiel Motocross. - 125 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Das Verhältnis von PR und Journalismus zeigt sich als gegenseitige Beeinflussung der jeweiligen Bereiche. Das Aufkommen von Social Media und der damit verbundenen Konsequenzen wie die Abschwächung der Gatekeeper-Rolle sowie neuen Interaktions- und Partizipationsformen der Akteure sowie dem Publikum verändert nunmehr die kommunikativen Bedingungen. Doch wie stellen sich diese Veränderungen in einem Sport dar, der von den klassischen Massenmedien übergangen wird und in Social Media mittlerweile eine neue Heimat gefunden hat? Mit Hilfe von leitfadengestützten Experteninterviews von journalistischen und PR-Akteuren im Motocross untersucht die vorliegende Studie das Verhältnis dieser beiden Bereiche sowie deren gegenseitige Beeinflussung in unterschiedlichen Bereichen. Hierbei zeigt sich, dass PR und Journalismus sich auch in Social Media aufeinander angewiesen sind und sich zudem gegenseitig beeinflussen. Zudem scheinen sich die beiden Bereiche hinsichtlich ihrer Ziele und ihrem Auftreten aneinander anzugleichen.



Nowak, Ann-Christin;
Wer kommentiert auf Politiker-Facebook-Profilen?. - 122 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Facebook bietet sich als Plattform für politische Kommunikation an. Es ist das beliebteste soziale Online-Netzwerk der deutschen Internetnutzer und ist auch unter deutschen Politikern eine populäre Plattform für Kommunikation im Social Media-Bereich. Die vorliegende Arbeit untersucht deshalb, wer die aktiven Facebook-Nutzer sind, die auf Profilen von Politikern deren Statusmeldungen kommentieren. Im Fokus steht, ob Bürger oder andere Anspruchsgruppen von Politikern, wie z.B. Bürgerinitiativen, Verbände oder Unternehmen, diesen Zugang zu Politikern nutzen. 285 zufällig ausgewählte Kommentatoren von Bundestagsabgeordneten und Landtagsabgeordneten wurden mittels einer Inhaltsanalyse ihrer Facebook-Profile, ihrer verfassten Beiträge und der von ihnen kommentierten Politiker-Facebook-Profile untersucht. Bei den Kommentatoren handelt es sich ausschließlich um Bürger, die sich durch Engagement in verschiedenen Anspruchsgruppen auszeichnen, aber nicht als Vertreter der Anspruchsgruppen zu erkennen sind.



Bernsdorf, Janine;
Mein Informationskanal heißt Facebook! : eine quantitative Befragung zur Nutzung von Nachrichtenfanseiten in Facebook unter Berücksichtigung des Konzeptes der Meinungsführerschaft. - 172 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Die vorliegende Arbeit setzt sich erstmalig mit der Untersuchung der Abonnenten von Nachrichtenfanseiten in Facebook unter Einbeziehung charakteristischer Merkmale von Meinungsführern auseinander. Auf diesem Wege ist es möglich Fans und deren Nutzungsverhalten näher bestimmen zu können. Denn gerade für Fanseiten und damit auch Nachrichtenmedien wie Wochen- und Tageszeitungen ist es von entscheidender Bedeutung aktive Nutzungsmitglieder zur eigenen Fangemeinde zählen zu können. Über sie können letztlich virale Effekte erzielt werden. Auf Grundlage der theoretischen Betrachtungen wurden charakteristische Eigenschaften von Meinungsführern identifiziert. Dementsprechend wurde der zentralen Fragestellung nachgegangen, inwieweit sich Nutzer von Nachrichtenfanseiten in Facebook durch derartige Eigenschaften auszeichnen. Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Befragung zur Nutzung von Nachrichtenfanseiten in Facebook durchgeführt. Es zeigte sich, dass Fanpagenutzer von Nachrichtenseiten gegenüber den anderen Communitymitgliedern anhand ihres aktiven Nutzungsverhaltens, ihres höheren politischen Wissensstandes, ihrer häufigen politischen Partizipation und ihres höheren Levels an politischer Selbstwirksamkeitserwartung charakterisiert werden können. Hierbei handelt es sich um Eigenschaften, die insbesondere mit der Ausübung von Meinungsführerschaft assoziiert werden. Darüber hinaus wurde jedoch festgestellt, dass die politische Ratgeberfunktion von Fans eine nur untergeordnete Rolle spielt und damit eine Einflussnahme auf andere Nutzer eher unwahrscheinlich ist. Um die Möglichkeiten des Einflusses speziell in Facebook detaillierter zu behandeln, sind weiterführende Untersuchungen notwendig.



Fiedler, Christin;
Nachrichtenqualität aus Rezipientensicht - eine qualitative Studie. - 77 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Diese Studie widmet sich explizit den Vorstellungen des Publikums in Hinblick auf die Gestaltung eines ansprechenden Nachrichtenartikels. Welche konkreten Ansprüche Rezipienten generell an die Qualität eines Nachrichtenbeitrages stellen und inwieweit diese mit den normativen Qualitätsdimensionen übereinstimmen, wurde mittels einer qualitativen Befragung untersucht. So bewerteten 11 Probanden jeweils drei Nachrichtenbeiträge mit ganz unterschiedlichen Qualitätsstandards. Die Ergebnisse zeigen, dass wissenschaftliche Kriterien bei der Rezeption von Nachrichten letztlich kaum noch eine tragende Rolle spielen. Vielmehr wird darauf geachtet, dass Artikel generell verständlich und stilistisch ansprechend sind. Dies hatte letztlich zur Folge, dass die Mehrheit der Befragten die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Nachrichtenartikeln nicht erkannten.



Marcinowski, Susan;
Facebook-Seiten als Marketing-Plattform zum Erreichen der Zielgruppe von Kindern, unter 13 Jahren. - 59 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Soziale Netzwerke sind inzwischen für viele Menschen kaum mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Dabei entdecken auch immer mehr Kinder und Jugendliche die Vorteile der sozialen Netzwerke für sich. Besonders Facebook übt eine große Faszination auf die junge Zielgruppe aus. Immer mehr Kinder unter 13 Jahren melden sich auf der Seite an, obwohl die Registrierung eigentlich ein Mindestalter von 13 Jahren voraussetzt. Wie Unternehmen, die sich der Vermarktung von Kinderprodukten widmen, diese Entwicklung nutzen können, um ihre Zielgruppe auf Facebook zu erreichen, ist Gegenstand dieser Arbeit. Dabei soll speziell das Hörspiel-Produkt, als eines der Medien, das sich hauptsächlich an Kinder richtet, betrachtet werden. Nach einer Analyse bestehender Facebook-Seiten zu Kinderthemen, um mögliche Strategien der Seitenbetreibung zu erkennen, wurden 505 Kinder im Alter von 5- bis 12-Jahren bezüglich ihrer Internet-, Facebook- und Hörspielnutzung befragt. Dabei ergab sich ein Anteil an Facebook-Mitgliedern, der noch weit über den Erwartungen lag. Und es zeigte sich ein hohes Potenzial für Hörspiel-Serien, seine junge Zielgruppe über Facebook zu erreichen und damit die Serienbindung zu verstärken.



Klöckner, Philipp;
Change Kommunikation in der Praxis - der Umgang mit Arbeitnehmern im Umfeld von Massenentlassungen. - 54 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der internen Change Kommunikation im Umfeld von Massenentlassungen. Zahlreiche Fachliteraturhinweise, bislang vor allem im Hinblick auf die Themen Restrukturierung, Personalabbau und Downsizing angewendet, wurden auf die spezielle Form der Massenentlassung bezogen. Geprüft wurde, inwiefern es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen praktischen Erfahrungen und der Fachliteratur bezüglich der Gestaltung interner Kommunikation im geschilderten Umfeld gibt. Dazu wurden im August 2012 problemzentrierte Experteninterviews mit drei klassischen Unternehmens- und zwei Kommunikationsberatern geführt und einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Es zeigte sich, dass die Experten in vielen Fragestellungen mit der Fachliteratur übereinstimmten. Persönliche Gespräche und kommunikative Arbeit mit den Verbliebenen werden in der Praxis allerdings weniger eingesetzt. Zwischen den verschiedenen Beratertypen stellten sich insofern Unterschiede heraus, als dass die Kommunikationsberater die Mitarbeiter und die Unternehmensberater die strategischen Ziele in den Mittelpunkt der Kommunikation stellten. Die Fachliteratur enthält zumeist korrekte Empfehlungen, die in der Praxis aber aufgrund fehlender finanzieller und personeller Ressourcen sowie organisatorischer Hürden nicht umsetzbar sind.



Istrefi, Milona;
Are smartphone diabetes apps effective tools for self-managing diabetes?. - 89 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2012

Diese explorative Studie erzielt die Erhebung von persönlichen Perspektiven und Erfahrungen der Typ-1-Diabetes-Patienten 1.) hinsichtlich der Akzeptanz und Nutzung von Smartphone-Apps für Diabetiker und 2.) hinsichtlich der Eigenschaften und Effekte in deren täglichen Selbstpflegeprogrammen und -prozessen. Es wurden Leitfadeninterviews mit fünf Typ-1-Diabetes-Patienten und einem Pfleger durchgeführt. Alle Befragten waren männlich und zwischen 25 und 42 Jahre alt. Die Interviews wurden aufgenommen, transkribiert und entsprechend der Grounded Theory ausgewertet. Anfangs führten Vorerkrankungen zur Akzeptanz von Smartphone-Apps für Diabetiker. Das Verhältnisvorteil, die einfache Bedienung, die Kompatibilität und die Überprüfbarkeit trugen zur Beeinflussung von Absicht und Nutzungsverhalten bei. Die Nutzung von Smartphone-Apps für Diabetiker hat positive Effekte, da sie die Arbeit reduziert, die Menge und die Art der gespeicherten Informationen erhöht, die Motivation zur Selbstpflege steigert und die Kenntnisse verbessert. Die Smartphone-Apps für Diabetiker stellen wirksame Instrumente dar, um das Diabetes-Management zu erleichtern.



Rosenbusch, Julia;
Meinungsführer, fürchtet Euch - eine Untersuchung zur Wirkung von Furchtappellen auf Meinungsführer und Nicht-Meinungsführer. - 107 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2012

Meinungsführer und Furchtappelle gelten bereits seit einigen Jahren als wichtige Werkzeuge für Health Care-Praktiker, um den Verbreitungsgrad bestimmter Gesundheitsbotschaften und deren Wirksamkeit zu erhöhen. Die vorliegende Untersuchung verbindet erstmals beide Konstrukte und versucht die Frage zu klären, ob es durch meinungsführerspezifische Merkmale zu Unterschieden in der Furchtappellwirkung kommt. Die hiesige Studie trägt somit dazu bei, Forschungslücken im Bereich Furchtappelle und individuelle Rezipienteneigenschaften zu schließen und gibt Health Care-Praktikern einen ersten Eindruck davon, inwieweit der Einsatz von Furchtappellen für die Beeinflussung wichtiger Multiplikatoren z.B. Meinungsführern sinnvoll ist. Die Ergebnisse des durchgeführten Online-Experiments bestätigen zunächst die positive Wirkung von Furchtappellen in Bezug auf die intendierte Verhaltens- und Einstellungsänderung der Rezipienten, stellen aber auch die Bedeutung anderer Emotionen wie Überraschung und Traurigkeit heraus. Die Untersuchung der meinungsführerspezifischen Persönlichkeitsmerkmale (insb. der Persönlichkeitsstärke) zeigte jedoch keine Unterschiede in der Appellwirkung. Allein die bereichsspezifische Meinungsführerschaft der Probanden, welche eher auf das Expertenwissen als auf die Persönlichkeit zurückzuführen ist, erwies sich in diesem Zusammenhang als möglicher Einflussfaktor. Generell ist demnach eine unflexible Fokussierung auf individuelle Rezipientenmerkmale im Zusammenhang mit Furchtappellen nicht ratsam. So bestimmen diese zwar teilweise die ersten Verarbeitungsschritte der Appelle, zeigen sich aber im Vergleich zur Appellart nicht als geeignete Prädiktoren für die persuasiven Ergebnisse einer Gesundheitsbotschaft.



Stein, Sabrina;
Produktempfehlungen in nutzergenerierten Online-Videos auf YouTube : eine qualitative Untersuchung der Beziehungen zwischen Produkttestern und ihren Anspruchsgruppen. - 66 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Empfehlungsmarketing gewinnt immer mehr an Bedeutung für werbetreibende Unternehmen. Daher ist es für diese relevant, Multiplikatoren anzusprechen und die Weiterempfehlung hierdurch zu steuern. Auf der Videoplattform YouTube werden nutzergenerierte Videos veröffentlicht, in denen Produkttester ihre Meinung zu Produkten äußern. Unternehmen sprechen diese gezielt an, um die Empfehlung ihrer Produkte zu fördern. Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht mithilfe von zehn leitfadengestützten Experteninterviews die Beziehungen zwischen Produkttestern und werbetreibenden Unternehmen auf der einen Seite und Video-Nutzern auf der anderen Seite. Die Beziehung zu den Video-Nutzern wird von den Produkt-Testern als ein Austausch wahrgenommen, die Beziehung zu den Unternehmen als eine Art Kooperation. Außerdem wurden Kriterien beleuchtet, die Produkttester bei der Video-Erstellung beachten. Es zeigte sich, dass diese durch die Beziehung zu den Video-Nutzern beeinflusst werden. Des Weiteren konnte ein Einfluss der Beziehung zu den Unternehmen auf die Auswahl und Bewertung der Produkte festgestellt werden.



Gräfe, Albina;
Persönlichkeitsspezifika von Social Web-Nutzertypen. - 75 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Typologien dienen der Klassifikation vielzähliger ungeordneter Elemente anhand ihrer eindeutigen homogenen Merkmale und der Beschreibung dieser Besonderheiten in den sich untereinander heterogen verhaltenden Typen. Die vorliegende empirische Studie untersucht auf Basis des Uses and Gratifications Ansatz und mittels quantitativer Befragung einerseits Social Web-Nutzungshäufigkeiten, -intensitäten und -motive und ermittelt davon ausgehend vier eindeutige beschreibbare aktuelle Social Web-Nutzertypen, die sich klar voneinander unterscheiden. Neben der Klassifikation von Social Web-Nutzertypen widmet sich die Studie weiterführend der Frage, inwieweit Persönlichkeitsmerkmale die Social Web-Nutzung beeinflussen, integriert deshalb innerhalb des Erhebungsinstruments die Skala Big-Five-Index-Short und kommt zu dem Ergebnis, dass Persönlichkeitsaspekte als Determinanten der Social Web-Nutzung fungieren und daher in zukünftigen Studien an Bedeutung gewinnen werden.



Häuser, Ines;
Evaluation der Kommunikationsmaßnahmen zu den 21. Rother Bluestagen. - 60 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Vorliegende Bachelorarbeit evaluiert die Öffentlichkeitsarbeit zu den 21. Rother Bluestagen im Hinblick auf ihre Zielgruppe. Dazu wurde während des Festivals eine schriftliche Umfrage unter den Besuchern durchgeführt. Aufbauend auf theoretischer Vorarbeit zu PR-Evaluation und der Untersuchung beispielhafter Studien in diesem Bereich, wurde ein Fragebogen erstellt, der demografische, einstellungs- sowie verhaltensbezogene Aspekte des Publikums und die genutzten Informationsquellen der Besucher untersucht. Die Auswertung der Daten zeigte, dass die Rother Bluestage positiv eingeschätzt werden und ein sehr gutes Image genießen. Der Besucherkreis beschränkt sich zu einem großen Teil auf ein im Umkreis wohnendes, über 40-jähriges Stammpublikum. Die von den Veranstaltern eingesetzten Kommunikationsmaßnahmen erreichen diese Personengruppe, kaum jedoch jüngere Personen oder Menschen, die das Festival zum ersten Mal besuchen. Um zu ermöglichen, dass die Öffentlichkeitsarbeit ein neues, jüngeres Publikum erschließt, werden Handlungsanweisungen gegeben, die die Nutzung weiterer Informationskanäle und die Überarbeitung der Online-Kommunikation behandeln.



Brauer, Laszlo;
Manipulation auf Online-Bewertungsportalen : inwiefern werden Fake-Bewertungen von Internetnutzern erkannt? ; eine empirische Untersuchung am Beispiel Amazon.de. - 62 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Nutzergenerierte Produktbewertungen in Online-Shopping-Portalen haben einen hohen Stellenwert und genießen das Vertrauen der Kunden. Jedoch scheinen sich immer mehr Unternehmen mittels fingierter Bewertungen missbräuchlich dieses Vertrauens bedienen zu wollen. Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern die Nutzer diese "Fake-Bewertungen" erkennen. Durch eine Online-Befragung mit integriertem Web-Experiment unter deutschen Internetnutzern (n = 899) werden die "Fake-Erkennungs-Kompetenzen" überprüft. Dabei werden die Probanden in Kaufszenarien versetzt, in denen sie sich anhand der Kunden-Rezensionen zwischen den Produkten entscheiden müssen. Es zeigt sich, dass soziodemographische Kriterien für die Identifikation von Fake-Bewertungen keine signifikante Bedeutung haben und Internetnutzer grundsätzlich eher nicht in der Lage sind die Anzeichen von Fake-Rezensionen zu erkennen.



Hönisch, Kathrin;
Rechercheverhalten von Journalisten im Web 2.0 - eine Stichprobe in Bayern. - 74 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die Entwicklungen des Web 2.0 eröffnen für Organisationen und PR-Agenturen neue Möglichkeiten Journalisten zu erreichen. Um gezielt Media Relations aufzubauen, bedarf es eines umfassenden Wissens über das aktive und passive Rechercheverhalten von Journalisten in Internet. Als Grundlage wird angenommen, dass sich Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit gegenseitig beeinflussen. Die vorliegende Arbeit fragt mittels einer quantitativen Online-Befragung die Verwendung von Pressemitteilungen, Social Media, Social Media Releases, Presseportalen, Experten und Expertenmaklern im journalistischen Arbeitsalltag ab. In Kooperation mit der Agentur KONTEXT public relations GmbH wurden 100 bayerische Lokaljournalisten gezielt befragt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Pressearbeit angewendet. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass das Internet, ebenso wie Pressemitteilungen, bei der Informationsbeschaffung, besonders unter jüngeren Journalisten, eine große Rolle spielen. Social Media, Social Media Releases, Presseportale und Expertenmakler werden bei der journalistischen Recherche bisher nicht gezielt eingesetzt.



Müller, Andreas;
Programmplanungsstrategien privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender im Vergleich. - 77 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die vorliegende Studie befasste sich mit einer Typisierung der strategischen Programmplanung deutscher Fernsehsender. Theoretische Grundlagen waren in England erkannte Zusammenhänge der Zuschauerüberschneidung bei Sendungspaaren. Aus den Erkenntnissen der Mediennutzungsforschung entwickelten sich in der praktischen Anwendung zahlreiche Programmplanungsstrategien. Diese werden auch von deutschen Fernsehsendern angewandt. Geprüft wurde, welche TV-Sender welche Programmplanungsstrategien anwenden. Daraus wurden Typen der strategischen Programmplanung abgeleitet. Es wurden Das Erste, das ZDF, RTL, Sat.1 und Pro7 untersucht. Die Analyse bezog sich auf einen vierwöchigen Programmablauf und umfasste den 25. Februar bis 23. März 2012. Es erfolgte eine qualitative Inhaltsanalyse der Fernsehzeitschrift TV Movie anhand eines vorher erarbeiteten Codierleitfadens. Zusammen mit den Strategien wurden dabei auch die verwendeten Sendungsformen betrachtet. Im Ergebnis konnten drei Programmplanungstypen formuliert werden. Die Typen unterscheiden sich durch die angewendeten Strategien und den damit verbundenen Programmplanungsfokus. Es wurden insgesamt acht von zehn der untersuchten Strategien erkannt.



Walter, Martin;
Die Nutzerpartizipation auf Nachrichtenwebsites: der Einfluss von Beitragseigenschaften auf Kommentar- und Empfehlungshäufigkeiten. - 71 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Partizipation von Nutzern an den Onlinebeiträgen der Nachrichtenwebsites www.zeit.de, www.faz.net und www.mainpost.de. Es wird untersucht, inwiefern sich inhaltliche und formale Beitragseigenschaften auf das Kommentierungs- und Empfehlungsverhalten auswirken. Als wissenschaftliche Grundlage dient die Nachrichtenwerttheorie. Es wird die Wirkung von Nachrichtenfaktoren zwischen regionaler und überregionaler Berichterstattung überprüft und Relevanzunterschiede zwischen den Nachrichtenwebsites herausgestellt. Das Untersuchungsmaterial besteht aus n=247 Medienbeiträgen, welche einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen wurden. Es zeigt sich, dass Nachrichtenfaktoren das Partizipationsverhalten der Rezipienten eher beeinflussen, als formale Merkmale der Beiträge. Des Weiteren unterscheidet sich die Wirkung von Nachrichtenfaktoren sowohl zwischen der regionalen und überregionalen Berichterstattung, als auch zwischen Nutzerkommentaren und Nutzerempfehlungen. Die Befunde der Arbeit sollen dazu anregen, die Nachrichtenwerttheorie weiterhin auf die Nutzerpartizipation von Onlinebeiträgen anzuwenden. Zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rezipienten im Social Web könnten den Anbietern von journalistischen Webinhalten helfen, eine zielgruppengerechte Nutzeransprache herzustellen.



Lenz, Marina;
Wie wirken Creative Placements im Vergleich zu On-Set Placements in Fußballcomputerspielen?. - 101 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2012

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dem Einfluss der Werbeform auf die kognitive, affektive und konative Wirkung von In-Game Advertising. Verschiedene etablierte allgemeine Werbewirkungsmodelle wurden dabei auf Computerspiele bezogen. Geprüft wurde, ob Creative Placements stärkere positive Wirkungen in Bezug auf Erinnerung, Einstellungs- und Kaufabsichtsveränderung hervorrufen als On-Set Placements. Dazu nahmen im Jahr 2012 n=39 Teilnehmer (9 Frauen, 30 Männer) an einer quantitativen experimentellen Querschnittsuntersuchung teil. Die Daten wurden mittels eines Online-Fragebogens vor und nach dem Kontakt mit einer manipulierten Version des Fußballcomputerspiels Pro Evolution Soccer 2011 erhoben. Dabei zeigte sich ein signifikanter Einfluss der Platzierungsnähe auf die Erinnerung der beworbenen Marke. Ein Zusammenhang mit der Produktintegration bestand nicht. Die gefundenen affektiven und konativen Wirkungen waren weder auf die Platzierungsnähe noch auf die Produktintegration zurückzuführen. Folglich konnte der vermutete Unterschied in der Wirkung von Creative und On-Set Placements nicht nachgewiesen werden.



Krönke, Andreas;
Social-Media-Guidelines in Unternehmen. - 182 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2012

Social-Media-Guidelines sind ein Instrument zu Steuerung der Unternehmenskommunikation in Social Media und sind immer häufiger zu finden. Diese empirische Studie untersucht 10 Social-Media-Guidelines deutscher Unternehmen mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Experteninterviews mit Leitfaden tragen zur Vertiefung der inhaltsanalytischen Auseinandersetzung bei. Hauptmotive zur Einführung von Social-Media-Guidelines waren die Erhöhung der Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien und die Steigerung Social-Media-Kompetenz der Mitarbeiter. Der überwiegende Teil der Guidelines wies eine freundliche Tonalität auf und hatte Ratgebercharakter mit geringer Verbindlichkeit. Hauptaspekte der Dokumente sind Transparenz, Glaubwürdigkeit, Authentizität und Qualität der Beiträge. Social-Media-Guidelines sind ein geeignetes Instrument, um das Engagement der Mitarbeiter in Social Media zu steuern und Sicherheit zu schaffen. Sie werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.



Bauer, Navina;
Vom Zuschauer zum Umschalter - die Nachrichtenaufbereitung und das persönliche Interesse als Umschaltmotive bei der Nachrichtenrezeption. - 90 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Obwohl die TV-Berichterstattung für den Großteil der deutschen Bevölkerung nach wie vor die wichtigste Informationsquelle darstellt, nahm die zusammenhängende Rezeptionszeit bei Fernsehnachrichten im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich ab. Die Möglichkeit der selektiven Beitragsauswahl (z.B. im Internet) gewann hingegen zunehmend an Attraktivität. Dahingehend stellt sich die Frage, was Gründe dafür sind, die Rezeption von TV-Nachrichten sowohl online als auch im Fernsehen vorzeitig abzubrechen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollte eine Antwort auf diese Frage gefunden werden. Um die konkreten Umschaltmotive zu identifizieren, wurde eine Querschnittsstudie mit insgesamt 527 Teilnehmern angelegt. Der Fokus lag dabei auf der Untersuchung von Zuschauer- und Nachrichtenmerkmalen, wobei existierende Theorien und Studien zum Thema als Forschungsbasis genutzt wurden. Im Zeitraum vom 23. November 2011 bis zum 05. Dezember 2011 wurde eine standardisierte Online-Befragung durchgeführt, die neben Fragen zur Nachrichtennutzung zehn Ausschnitte aus RTL aktuell-Nachrichten zu den verschiedensten Themen enthielt. Bei diesen sollten die Teilnehmer sich für oder gegen das Weitersehen entscheiden und ihre Gründe für das Umschalten offenlegen. Die Ergebnisse beantworten die aufgestellte Forschungsfrage, dass sowohl das Interesse als auch die Aufbereitung der Nachrichten (Inhalte, Qualität, Medialität) zum Umschalten führen können, wobei insbesondere Ersteres als Hauptmotiv identifiziert wurde. Auch das aufgestellte Gedankenmodell, dass Zuschauer- und Nachrichtenmerkmale zu Bewertungen und Emotionen führen, die bei negativer Ausprägung ein Umschalten bedingen, konnte so bestätigt werden. Die am häufigsten genannten Gründe für das Umschalten waren das Desinteresse am Thema/Themengebiet, die Nachrichtenfaktoren Prominenz und Personalisierung sowie die empfundene Langeweile beim Zusehen, ein geringer Informationsgehalt oder das Fehlen eines persönlichen Nutzens.



Wohlgemuth, Linda;
Nutzerengagement auf Facebook Fanpages : eine inhaltsanalystische Untersuchung am Beispiel der Leipziger Buchmesse Fanpage. - 90 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche formalen und inhaltlichen Faktoren von Statusmeldungen einen Einfluss auf das Nutzer-Engagement auf Facebook Fanpages haben. Den Untersuchungsgegenstand stellt die Fanpage der Leipziger Buchmesse dar. Seitens der inhaltlichen Einflussfaktoren werden Faktoren der Nachrichtentheorie sowie Kriterien der dialogorientierten Kommunikation aus Sicht der Public Relations als Erklärungskonstrukte herangezogen und auf die Kommunikationsprozesse auf Facebook Fanpages transferiert. Eine Inhaltsanalyse von 130 Statusmeldungen, die in den Phasen vor, während und nach der Messe veröffentlicht wurden, zeigt, dass vorrangig die über Statusmeldungen transportierten Dimensionen einer dialogorientierten Public Relation Einflusspotential auf das Nutzerengagement besitzen. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für die Leipziger Buchmesse, deren Zielstellung in der Maximierung des Nutzerengagements zu sehen ist.



Hänsel, Daniela;
Universitätskultur - Konzeption und Analyse aus der Perspektive von Universitätsmitgliedern am Beispiel zweier Thüringer Universitäten. - 172 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2012

Das Ziel dieser Masterarbeit war es, Empfehlungen für ein Messinstrument zu entwickeln, mit dem die Kultur an Universitäten gemessen werden kann. Hierfür erfolgte zunächst eine theoretische Einordnung der Universitätskultur. Anschließend wurden drei im Rahmen der Organisationskultur-Forschung bedeutende Erklärungsmodelle dargestellt sowie verschiedene Universitätskultur-Forschungsansätze diskutiert. Zudem konnte gezeigt werden, dass sich die von Semling (2005) aufgeführten Organisationskultur-Kategorien sehr gut dafür eignen, um in Bezug auf die Universitätskultur näher betrachtet zu werden. Daraufhin wurden diese Kategorien mit den Kategorien weiterer Autoren verglichen, wodurch ein Kategoriensystem entstand, das wiederum die Grundlage für die Methode bildete. Die Kategorien wurden schließlich in einen Leitfaden überführt und innerhalb von zehn Experteninterviews mit Universitätsmitgliedern der Technischen Universität Ilmenau und der Friedrich-Schiller-Universität Jena überprüft. Nach der Auswertung der Interviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) konnten die theoretisch hergeleiteten Kategorien Informations- und Kommunikationskultur, Kultur der Zusammenarbeit, Führungskultur, Propagierte Universitätskultur und Materielle Symbole bestätigt sowie um weitere Ober- und Subkategorien ergänzt werden. Anschließend wurden mit Hilfe der Ergebnisse Empfehlungen für ein Universitätskultur-Messinstrument entwickelt.



Mann, Cindy;
Katastrophen auf Twitter : eine vergleichende Analyse deutscher und US-amerikanischer Fukushima-Tweets. - 40 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Im März 2011 ereignete sich in Fukushima eine schwere Atomkatastrophe. Diese Bachelorarbeit vergleicht den Umgang mit dieser Katastrophe innerhalb des Social-Media-Dienstes Twitter in Deutschland und in den USA. Neben den Ländern wird auch untersucht, ob Unterschiede in den Reaktionen verschiedener Akteure - Privatpersonen, Medien, Organisationen und Unternehmen - existieren. Um zu überprüfen, ob die Deutschen eine größere "Atom-Angst" als die Amerikaner aufwiesen und welche Akteure dabei eine Rolle spielten, wurden jeweils 400 Twittermeldungen (Tweets) der beiden Nationen inhaltsanalytisch ausgewertet. Die untersuchten Aspekte - Verfasser, Themen und Stimmung der Tweets - zeigten signifikante Unterschiede in den beiden Ländern, bestätigten aber keine größere Angst oder Panik der Deutschen. Die deutschen Twitternutzer reagierten sogar etwas gelassener als die Amerikaner und insbesondere die deutschen Medien, welchen häufig übertriebene Angstmeldungen vorgeworfen werden, verbreiteten positive Informationen zu den Ereignissen.



Prasmo, Christin;
Wie nachhaltig ist IKEA? : eine Analyse der öffentlichen Meinung im Internet. - 117 S.. : Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Der Begriff Nachhaltigkeit ist aus dem öffentlichen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Seine starke Präsenz in den Medien zeugt von der Bedeutsamkeit eines Themas, das im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit angekommen ist. Unternehmen werden im Rahmen der aktuellen Nachhaltigkeits- bzw. Corporate Social Responsibility- Debatte nicht mehr nur nach rein ökonomischen, sondern verstärkt auch nach sozialen und ökologischen Aspekten beurteilt. Ihnen ist daher mehr denn je daran gelegen, als verantwortungsvolle Unternehmen wahrgenommen zu werden. Mit einem CSR-orientierten Kommunikationskonzept besitzen Unternehmen ein Instrument, gesellschaftliche Verantwortungsübernahme an ihre Anspruchsgruppen zu übermitteln. Bei der Überprüfung des Zielerreichungsgrades auf der Wahrnehmungsebene der Stakeholder müssen sich Unternehmen mit zahlreichen Teilöffentlichkeiten im realen und auch immer mehr im digitalen Raum auseinandersetzen. Die vorliegende Diplomarbeit setzt an dieser Stelle an und untersucht die öffentliche Meinung im Internet zur Nachhaltigkeit am Beispiel von IKEA. Es wurde in diesem Zusammenhang mittels der Webscreen-Methode untersucht, welche Urheber sich zu welchen Themen auf welchen medialen Plattformen im Internet äußern und wie sie die Nachhaltigkeitsbestrebungen von IKEA bewerten. Die inhaltsanalytische Auswertung von 763 Aussagen zeigt, dass IKEA mehrheitlich als nur bedingt nachhaltig wahrgenommen wird. Überwiegend diskutierte Themen sind Umweltaspekte im Produktzyklus wie z.B. die Herkunft des Holzes, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, Lieferanten und Leiharbeiter und die Geschäftspraktiken von IKEA sowie Nachhaltigkeit als Ganzes. Besonders Privatpersonen, aber auch IKEA selbst sowie (Fach-)Journalisten und Institutionen äußern sich gehäuft in Foren, privaten Weblogs und Publikumsmedien wie z. B. es Webseiten von Nachrichtenmagazinen sind. Insgesamt wird IKEA in Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsbestrebungen eher als unglaubwürdig wahrgenommen. In Hinblick auf frühere oder zukünftige Kaufabsichten, äußerten sich die Urheber im Nachhaltigkeitskontext eher negativ.



Bethge, Fabian;
Markt trifft Gemeinschaft : Typen, Gestaltungsmerkmale und Erfolgsfaktoren von Online/Offline-Gemeinschaften zur nicht-hierarchischen Koordinierung persönlicher Ressourcen. - 180 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Online-Gemeinschaften, die Nutzern helfen, offline ihre Ressourcen nicht-hierarchisch zu koordinieren, sind ein Massenphänomen mit wachsender gesellschaftlicher Relevanz, das bislang jedoch kaum untersucht wurde. Diese explorative Marktstrukturanalyse trägt Variablen aus Kommunikationswissenschaft, Innovationsforschung, Soziologie und aus Transaktionskostentheorien zusammen, die eine umfassende Beschreibung von Internetanwendungen mit Koordinationsfunktion und ihrer Erfolgsfaktoren ermöglichen. Anhand dieser Variablen wurde eine repräsentative Stichprobe von 111 Websites analysiert. Eine Clusteranalyse ergab die Einteilung in sechs Typen, die "Reputationsbasierte Interaktion", "Deregulierte soziale Kontaktsuche", "Organisationen-Netzwerk", "Soziale Kontaktsuche mit Privatsphäre", "Lokale Kooperation" und "Institutionalisiertes Kompetenz-Netzwerk" genannt wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass der Markt für solche Websites anhand der drei Dimensionen "Infrastrukturelle Einbettung" (ja/nein), "Kommunikationsmuster" (individuell/kollektiv) und "Anwendungsbereich" (Güter/Dienstleistungen/soziale Kontakte) eingeteilt werden kann. Verfügbare "Web Services" steigern die Mitgliederzahl (r = .30; p < .05), andere Erfolgsfaktoren unterscheiden sich aber stark zwischen den Typen. Die Studie schließt mit 10 Thesen zum untersuchten Phänomen, die als Ausgangspunkt für weitere Forschung dienen können.



Santos Borges, Iana Daniele;
Perceptions of advertising in social networking sites - the perspective of heavy users of facebook. - 216 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Soziale Netzwerke sind mittlerweile einer der attraktivsten Werbekanäle. Gleichzeitig gelten sie als Unterhaltungsmedium. Die Studie untersucht deshalb die Wahrnehmung von Werbung auf Facebook aus der Sicht unterhaltungsorientierter Facebook-Vielnutzer. Um das zu untersuchen, wurden zwölf Facebook Vielnutzer aus zwölf Ländern mittels qualitativen Leitfadeninterviews via Skype befragt. Zentrales Ergebnis: Facebook-Werbung trägt derzeit nicht zur Befriedigung spielerischer Bedürfnisse bei und verschenkt damit wesentliche Potenziale.



Lichtlein, Theresia;
Nano kommunizieren - Medienresonanzanalyse am Beispiel der Medienarbeit der Informationskampagne "nanoTruck - Hightech aus dem Nanokosmos". - 51 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse der Medienresonanz der staatlich initiierten Informationskampagne "nanoTruck - Hightech aus dem Nanokosmos". Anhand der Determinationsthese nach Baerns (1985) wird der Einfluss der Pressemitteilungen der Kampagne auf die Medienberichterstattung untersucht. Besonderheiten der Wissenschaftskommunikation werden dabei ebenso berücksichtigt wie Nachrichtenfaktoren. Des Weiteren werden in Pressemitteilungen und Artikeln Aspekte des kommunikativen Issues Managements und Frames identifiziert. Der Resonanzfaktor der Pressemitteilungen liegt bei 2,6. Neben Informationen über "nanoTruck", sind die Anwendungsbereiche der Technik auf Medieninteresse gestoßen. Insbesondere medizinische Anwendungen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dies macht sich auch bei den Frames der Berichterstattung bemerkbar. Der neue Produktnutzen und die Verbesserung vorhandener Produkte durch Nanotechnologie werden in den Pressemitteilungen kommuniziert und in der Berichterstattung aufgegriffen. Es liegt ein deutlicher Qualitätsunterschied zwischen Input- und Output-Texten hinsichtlich der Verständlichkeit vor. Praxisempfehlungen zur Wissenschaftskommunikation haben Eingang in Pressemitteilungen und Artikel gefunden.



Gudat, Sophie;
Social-web-campaigning im deutschen Wahlkampf : ein Vergleich auf Länderebene im Superwahljahr 2011. - 201 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Deutsche Politiker stehen momentan vor dem Problem, dass immer weniger Bürger sich für das politische Geschehen im eigenen Land interessieren. Diese Poltikverdrossenheit spiegelt sich in einer zunehmend geringer werdenden Wahlbeteiligung wider, die vor allem auf Landesebene frappierend ist. Ein Weg aus dieser Abwärtsspirale ist ein stärkerer Dialog zwischen politischen Akteuren und Bürgern. Neue Instrumente des Social Web bieten den politischen Akteuren dabei die Möglichkeit, den Austausch mit den Wählern zu initiieren, um das verloren gegangene Vertrauen wiederherzustellen. Diese Studie geht der Frage nach, wie Social-Web-Plattformen im Wahlkampf von Landtagskandidaten genutzt werden. Eine Inhaltsanalyse unterschiedlicher Social-Web-Profile von Landtagskandidaten in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zeigt, dass die Politiker die angebotenen Möglichkeiten des Web 2.0 immer noch sehr zurückhaltend nutzen. Sie orientieren sich weiterhin am Top-down-Kommunikationsstil ihrer Webseite und greifen kaum auf die Möglichkeit der cross-medialen Vernetzung zurück. Viele untersuchte Social-Web-Profile stehen isoliert für sich und werden hauptsächlich zur Informationsverbreitung und weniger zum Dialog mit den Besuchern genutzt.



Witosseck, Caroline;
Die Marke "Messe Chemnitz" - eine empirische Analyse zu Image und Bekanntheit der Marke. - 135 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse des Images der Messe Chemnitz bei potentiellen Konsumenten. Grundlage der Studie bilden theoretische Betrachtungen zu verschiedenen Standpunkten der Markentheorie. Aufbauend auf den Theorieteil der Diplomarbeit wird die Marke "Messe Chemnitz" näher betrachtet. Auf dieser Grundlage wurde mit Hilfe einer empirischen Imagestudie die Forschungsfrage: Wie bekannt ist die Marke "Messe Chemnitz" in den Augen potentieller Konsumenten und wie wird sie von diesen wahrgenommen? beantwortet. Hierfür wurde eine standardisierte Telefonbefragung (N=504) durchgeführt, welche als Grundlage für eine umfassende quantitative Analyse diente. In der Auswertung der Imagestudie zeigte sich, dass die Messe Chemnitz bei über der Hälfte 98% der Befragten bekannt ist und von mehr als zwei Drittel der Probanden besucht wurde. Die Messe Chemnitz/Chemnitz Arena wird vor allem als "gut für das Image der Region", "regional bekannt", "unverzichtbar für die Region", sowie als "sauber", "organisiert" und "übersichtlich" eingeschätzt. Zwar lassen die Resultate der Imagestudie auf eine recht positive Wahrnehmung der Messe Chemnitz, in der betrachteten Zielgruppe schließen, allerdings gibt es auch deutliche Defizite. Ausgehend von den Ergebnissen der Studie, sollen die daraus erarbeiteten Handlungsempfehlungen im letzten Abschnitt dieser Arbeit, der Event- und Messegesellschaft Chemnitz mbH dazu verhelfen, das Marketing für die Messe Chemnitz effizienter zu gestalten.



Hagen, Benjamin;
Unternehmen, Facebook und die Fans : eine quantitative Befragung zum Beziehungsaufbau durch Fanpages. - 129 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit unternehmerischer Kommunikation im sozialen Online-Netzwerk Facebook. Auf Grundlage theoretischer Betrachtungen zum Beziehungsaufbau sowie zu Motiven und Bedürfnissen von Anspruchsgruppen wurde untersucht, welche kommunikativen Maßnahmen für Unternehmen am besten dazu geeignet sind, gute Online-Beziehungen zu ihren Fans aufzubauen und zu pflegen. Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Befragung unter Nutzern von Unternehmens- und Markenseiten in Facebook, sogenannten Fanpages, durchgeführt. Es zeigte sich, dass vor allem dialogische Maßnahmen und dabei insbesondere reaktive Aspekte wie Reaktionen auf Verbesserungsvorschläge sowie schnelle Antworten auf Fragen einen wichtigen Beitrag leisten. Die Ergebnisse legten darüber hinaus auch die Vermutung nahe, dass die Zufriedenheit sowie die Wahrnehmung der Beziehung stark von Offline-Erfahrungen der Nutzer mit dem Unternehmen geprägt sind. Abschließend lässt sich festhalten, dass bisher grundsätzlich die richtige Richtung von den Verantwortlichen eingeschlagen wurde. Dennoch besteht weiterhin großer Bedarf an praxisorientierter Forschung, die die Erwartungen und Bedürfnisse von Fans noch genauer analysiert und somit zur Verbesserung der Online-Erfahrung beiträgt.



Müller, Jadwiga;
Kulturorganisationen im Social Web: wie nutzen deutsche Kulturorganisationen die Instrumente der dialogorientierten Online-Kommunikation? - eine inhaltsanalytische Erhebung. - 101 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Die vorliegende quantitative Untersuchung stellt die Frage nach der dialogischen Kommunikation von Kulturorganisationen mit ihren Anspruchsgruppen im Social Web. Als theoretische Grundlage dient die Klassifizierung des Social Web nach Ebersbach et al. sowie die Typologie von Online-PR nach Pleil. Mittels einer Online-Inhaltsanalyse der Websites, Profile in den Social Web-Anwendungen Facebook, Twitter und YouTube sowie anhand Best Practice-Beispiele ausgewählter Beiträgen in den Profilen wurden 20 Kulturorganisationen aus den Bereichen Kulturerbe, Bildende Kunst, Musik, Literatur und Theater untersucht. Es zeigte sich eine monologische Kommunikation im Social Web, eine geringe Nutzung des Funktionsumfangs sowie eine geringe Vernetzung der Social Web-Profile untereinander. Es zeigten sich außerdem Unterschiede in der Nutzung zwischen den kulturellen Bereichen.



Warzecha, Tanja;
Wie wirkt Werbung im Web? : Display-Werbung auf Websites und in sozialen Netzwerken im empirischen Vergleich. - 102 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

In der vorliegenden Arbeit wird die zwiespältige Position untersucht, die soziale Netzwerke als Display-Werbeumfeld innehaben. Während sie einerseits durch hohe Nutzerzahlen Werbetreibende anlocken, gelten sie auf der anderen Seite durch die im Vordergrund stehende soziale Interaktion oft als ein Umfeld, in dem einfache Werbebotschaften nicht wirksam überbracht werden können. Sie werden hier in Vergleich zu den etablierten traditionellen Display-Werbeumfeldern der Nachrichten-Websites und Portale gestellt. Durch eine Online-Befragung mit integriertem Web-Experiment unter deutschen Internetnutzern werden die Werbewirkungen verschiedener Bannerformen in den Umfeldern gemessen und verglichen. Es zeigt sich, dass es keine pauschalen Unterschiede zwischen den Werbewirkungen in sozialen Netzwerken und traditionellen Websites gibt. Vielmehr zeigen sich differenzierte Verschiedenheiten zwischen den einzelnen Umfeldern. Jedes von ihnen scheint bestimmte Eigenschaften zu haben, die für das Erreichen unterschiedlicher Werbeziele wichtige Implikationen aufweisen. Insgesamt stellt sich jedoch eine sehr schlechte Werbewirkung heraus, sodass es in Zukunft weiterhin darum gehen muss, neue optimierte Ansätze für effektive Display-Werbung zu erforschen und zu entwickeln. Die Integration einer sozialen Komponente in Banner erweist sich indessen in der Untersuchung als nicht werbewirksam. Ebenso hat das Bannerformat keinen großen Einfluss.



Schmidt, Katja;
News Bias am Fallbeispiel : die Privatisierung der Deutschen Bahn AG. - 117 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die Fallstudie beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwiefern die redaktionellen Linien der überregionalen Tageszeitungen einen Einfluss auf die Berichterstattung über ein konflikthaltiges Thema haben. Am Beispiel der publizistischen Debatte über die Bahnprivatisierung wird untersucht, inwiefern sich ideologische Tendenzen in der Berichterstattung abzeichnen und inwieweit die Finanzkrise diese Tendenzen abschwächt oder verstärkt. Mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse von 280 Artikeln wird die Berichterstattung der liberalen Medien Die Welt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Financial Times Deutschland und Süddeutsche Zeitung mit der Berichterstattung der etatistischen Medien Frankfurter Rundschau und die tageszeitung im Zeitraum von 2005 bis 2010 auf die Bewertung des Konfliktgegenstandes untersucht und miteinander verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die publizistischen Profile der Zeitungen einen signifikanten Einfluss auf die Darstellung des Privatisierungskonflikts haben: Die liberalen Medien berichteten sowohl in den tatsachenbetonten als auch in den meinungsbetonten Artikeln tendenziell positiver über den Konfliktgegenstand als die etatistischen Medien. Dabei bedienten sie sich der Aktualisierung "instrumenteller Gegebenheiten", des Einsatzes "opportuner Zeugen" sowie der Platzierung werthaltiger Aussagen mit bestimmtem Tenor am Artikelende. Obwohl der positive Tenor der liberalen Medien nach der Finanzkrise in der tatsachenbetonten Berichterstattung abgeschwächt wird, stellen sich die Zeitungslager mit Ausnahme der FTD weiterhin konträr auf: Die etatistischen Tageszeitungen berichten noch negativer über den Konfliktgegenstand als die liberalen Tageszeitungen. Signifikante Unterschiede bezüglich des Einsatzes "opportuner Zeugen" sowie der Aktualisierung "instrumenteller Gegebenheiten" können in der tatsachenbetonten Berichterstattung allerdings nicht mehr nachgewiesen werden. In den meinungsbetonten Artikeln treten die politischen Profile der Zeitungen indessen überwiegend noch stärker zutage als vor der Finanzkrise. Insbesondere im Hinblick auf die Kontinuität der redaktionellen Linien müssten weitere Forschungen untersuchen, inwieweit Tageszeitungen ihre Selektions- und Aufbereitungsmechanismen infolge von Schlüsselereignissen anpassen und auf welche Ebenen sich publizistische Konflikte letztlich verlagern.



Hack, Timmy;
Interaktiv-dialogische Public Relations in Facebook : wie beeinflussen Statusmeldungen in Facebook-Fanpages das Engagement der Fans?. - 146 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Erklärungsfaktoren Nutzer-Engagement sowie Sachbezug und Valenz der Kommentare auf organisationale Statusmeldungen in Facebook-Fanpages determinieren und somit die Grundlage für einen Beziehungsaufbau im Rahmen interaktiv-dialogischer Public Relations in Social Media bilden. Vor diesem Hintergrund wird eine Einordnung des Nutzer-Engagements in die kommunikationswissenschaftlichen Ansätze der Interaktivität, der Anschlusskommunikation sowie der Nutzungspraktiken im Social Web vorgenommen. Auf Seiten der Erklärungsfaktoren unternimmt die Arbeit eine Verbindung von Nutzungs- und Wirkungsperspektive und transferiert die einschlägigen Dimensionen der Nutzeraktivität während der Rezeption (selektive Aufmerksamkeit, Involvement und erhaltene Gratifikationen) auf den Online-Kontext der Fanpage. Eine Inhaltsanalyse von 450 Statusmeldungen 150 organisationaler Fanpages zeigt, dass das Engagement als kommunikative Anschlusskommunikation im Zuge der Strukturierung der eigenen persönlichen Öffentlichkeit zu sehen ist, bei dem die Nutzer individuell oder medial relevante Informationen sowie subjektive Meinungen und Emotionen zugänglich machen und sich damit ihrer Position im sozialen Netzwerk vergewissern. Die Arbeit präsentiert ferner vier identifizierte Typen von Statusmeldungen und gibt praxisorientierte Anregungen für interaktiv-dialogische PR-Arbeit in Social Media.



Schlierf, Eva-Maria;
"Welches Facebook-Markenprofil ist besser?" : eine Methodenstudie zur Entwicklung eines Evaluationssystems für Social Media Marketing. - 119 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Die vorliegende Methodenstudie befasst sich mit der Frage, nach welchen Maßstäben Social Media-Marketing bewerten werden kann. Sie fand ihre Antwort in der Analyse des Wertschöpfungsprozesses von Social Media-Marketing: Die Wertschöpfung von SocialMedia Marketing wird durch unabhängige Einflüsse der Marke, deren Produkteigenschaften, sowie der Zielgruppe und den Einflussmöglichkeiten durch die Kampagnen-Gestaltung bedingt. Diese Einflussfaktoren bestimmen das "Potenzial", im Rahmen dessen sich die Leistung einer Social Media-Maßnahme entfalten kann. Wenn es möglich ist, dieses Potenzial messbar zu machen und zu operationalisieren, kann es als Bewertungsmaßstab für Social Media-Marketing gelten. Um sich diese Erkenntnis nutzbar zu machen, wurde auf Basis dieser Vorüberlegungen ein Evaluationssystem erstellt und anhand von Facebook-Markenprofilen umgesetzt. Als Bewertungsinstrument wurde ein additiver, gewichteter Index, der Social Media-Marketing Engagement (SMME) Index berechnet, der alle Einflussfaktoren auf das Engagement einer Social Media-Marketing-Maßnahme addiert. Als Evaluationsergebnis können Social Media-Marketing-Manager eine qualitative Aussage darüber treffen, ob eine Maßnahme im Vergleich zu einer weiteren - gemessen an ihrem Potenzial - eine gute Leistung zeigt.



Dünschede, Billie;
Evaluation der Online-Kommunikation des "Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg". - 94 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die Entwicklungen des Web 2.0 eröffnen neue Perspektiven und Chancen für den Einsatz von Marketing in Kulturunternehmen. Die vorliegende Arbeit evaluiert die Online-Kommunikationsmaßnahmen des "Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg" (IFFMH) und zeigt Optimierungsvorschläge auf. In der Untersuchung kommen zwei Erhebungsmethoden zur Anwendung: einerseits ein inhaltsanalytischer Marktvergleich, der die Online-Performance von insgesamt 12 internationalen Filmfestivals mittels Codebuch erfasst und vergleicht, und andererseits eine schriftliche Befragung von 249 Filmfestivalbesuchern (60,6% Frauen; 39,4% Männer). Die Analyse zeigt, dass die Social Media-Maßnahmen des IFFMH im Vergleich zu den Maßnahmen der Konkurrenz schlecht abschneiden und auch von den Befragten kaum wahrgenommen und genutzt werden. Somit besteht für das IFFMH Optimierungsbedarf, was den Einsatz von Social Media betrifft. Dieser Zustand kann mittels der erarbeiteten Handlungsempfehlungen verbessert werden.



Fickler, Elisabeth;
Wie beeinflussen Social Media Kaufentscheidungen? : eine Befragung am Beispiel der Siemens-Electrogeräte GmbH. - 113 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Mit der Entwicklung der Social Media werden dem Konsumenten neue Informationsquellen zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Meinungsportale und Communities bieten den Verbrauchern vielfältige Möglichkeiten zur Produktinformation. Vor allem die electronic Word-of-Mouth Kommunikation (eWOM) spielt eine immer größere Rolle vor einer Kaufentscheidung. Diese Arbeit untersucht die Veränderungen der einzelnen Phasen des Kaufprozesses durch das Social Web und zeigt auf, welche Auswirkungen die neuen Kommunikationsformen nach sich ziehen. Anhand einer Analyse aktueller Studien zum Kaufverhalten und zur Social Media Nutzung werden die Veränderungen abgeleitet. Diese Ergebnisse werden anschließend mit einer Online-Kundenbefragung empirisch überprüft. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Rolle des derzeit populärsten Netzwerks Facebook innerhalb des Kaufprozesses. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Konsumenten die Meinungen unabhängiger Dritter in ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen und diese auch als sehr wichtig beurteilen. Für viele Verbraucher sind Produktbewertungen anderer Konsumenten im Internet sogar bedeutender als die Beratung im Fachhandel. Als Kernaussage impliziert diese Arbeit den immensen Wandel, dem die einzelnen Kaufprozessphasen auf Grundlage der Social Media unterlegen sind.



Frankenhäuser, Yvonne;
Qualität von Pressemitteilungen : ein inhaltsanalytischer Qualitätsvergleich unter Automobilzulieferern. - 102 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Ein häufig genutztes Kommunikationsmittel der Media Relations stellt die Pressemitteilung dar. Journalisten kritisieren neben der Vielzahl an eingehenden Pressemitteilungen vor allem die mangelnde Qualität. Automobilzulieferer, welche insbesondere im B2B Bereich kommunizieren, sprechen ihre Zielgruppen vorwiegend über Fachzeitschriften an. Sie sind auf eine gute Zusammenarbeit mit (Fach-)Journalisten angewiesen. Diese Bachelorarbeit erforscht die Qualität von Pressemitteilungen bei deutschen Automobilzulieferern. Anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse wurde das Forschungsthema untersucht. Die selbst selektierte Stichprobe setzt sich aus insgesamt 100 Pressemitteilungen unter zehn deutschen Automobilzulieferern zusammen. In der Forschung zeigte sich, dass alle Zuliefererbetriebe gute bis sehr gute Pressemitteilungen publizieren. Doch tendenziell ist deren Qualität bei den Großunternehmen besser als bei mittelständischen Betrieben. Da die Qualität von Pressemitteilungen bisher nur sehr begrenzt erforscht wurde, soll diese Arbeit einen empirischen Einstieg in die Thematik bieten.



Khanbabaei, Azin;
Straßenzeitungen : ein vergessenes Mediengenre mit sozialer Verantwortung. - 130 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Straßenzeitungen und deren besonderer Position in der Medienwelt als Alternativmedium. Als Heranführung an das Thema werden die Charaktereigenschaften der Zeitungen dargestellt und eine Übersicht über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte gegeben, bevor anschließend der Fokus auf die europäischen Magazine gerichtet wird. Der Unterschied zwischen den Gattungen aufklärungs- und verkaufsorientierte Straßenzeitungen wird unter Zuhilfenahme von konkreten Beispielen verdeutlicht. Ihre sozialen und wirtschaftlichen Ziele und Merkmale werden klar voneinander differenziert. In einem weiteren Kapitel wird der Begriff Erfolg bei Straßenzeitungen definiert, indem dieser in die Dimensionen ökonomischer und sozialer Erfolg eingeteilt wird. Die bisher von Theoretikern formulierten Vorüberlegungen zu den dazugehörigen Erfolgskriterien und Mitteln zu deren Umsetzung werden durch Marketinginstrumente und den sozialen Hintergrund erweitert. Entwickelte Verfahrensansätze, die aus dem strategischen Management und dem Controlling stammen, dienen als Anregung zur Ermittlung des optimalen Ausgleichs zwischen dem ökonomischen und sozialen Erfolg. Anhand einer empirischen Studie wird sowohl nach weiteren Erfolgskriterien, deren Wirkungen auf den Erfolg maßgeblich sind, als auch nach der zurzeit erfolgreichsten Straßenzeitung Europas gesucht. Mit Hilfe eines Fragebogens an Redakteure europäischer Straßenzeitungen konnten Daten erhoben werden, die quantitativ und qualitativ ausgewertet wurden. Die Ergebnisse betonen u.a. die Professionalität in der Redaktion und Organisation bei gleichzeitiger redaktioneller Beteiligung von Menschen in sozialer Not. Das Resultat des zweiten Untersuchungsabschnitts ergibt, dass die britische Straßenzeitungsorganisation "The Big Issue Group" die Erfolgskriterien am besten erfüllt und somit aktuell europaweit am erfolgreichsten ist.



Haßemer, Katharina;
Music meets Advertising : Musik als Element integrierter Kommunikation in der Fernsehwerbung. - 94 .. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Diese Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Musik in der Fernsehwerbung. In nahezu jedem Spot können wir heutzutage eine akustische Untermalung finden, sei es als Hintergrundmusik oder Sound Logo des Unternehmens. Dennoch beschäftigt sich die Literatur der Fernsehwerbung immer noch vorrangig mit der visuellen Gestaltung. Dabei können der Werbemusik entscheidende Funktionen zugeschrieben werden, wie die Generierung von Aufmerksamkeit und das Verbessern des Recalls. Die Forschung der Werbemusik beschränkt sich auch meist auf Experimente zur Wirkung von Musik. Ebenso spielt das Audio Branding eine große Rolle, welches auch dieser Studie als Grundlage dient. Jedoch liegt hier der Fokus vorrangig auf der reinen Werbemusik. Schaut man sich die Werbespots der heutigen Tage aber an, so trifft man doch häufiger auf Kooperationen mit Musikstars, welche bisher jedoch eine eher geringe Betrachtung in der Literatur finden. Mit dieser Untersuchung bin ich nun der Frage auf den Grund gegangen, welche Bedeutung der Musik in der Fernsehwerbung zugemessen werden kann, wobei nicht nur die reine Werbemusik sondern auch Kooperationen dabei eingeschlossen wurden. Ebenso wurde der genaue Einsatz der Werbemusik betrachtet. Auch der Frage nach einer crossmedialen Verwendung der Musik wurde nachgegangen. Hierfür wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von 519 zufällig gewählten Werbespots der Jahre 1980 bis 2010 durchgeführt. Wobei auf die drei Analyseobjekte Spot, Musik und Crossmedia-Verweis eingegangen wurde, um später mögliche Zusammenhänge beleuchten zu können. Es konnte festgestellt werden, dass der Musik eine große Bedeutung in der Fernsehwerbung bereits seit den 80er Jahren zukommt, welche bis heute anwuchs. Jedoch steht dabei die reine Werbemusik immer noch im Vordergrund, es konnte aber ein vermehrter Einsatz von Kooperationen mit Popstars erkannt werden. Ebenso ist eine unterschiedliche Gewichtung der Musik bezüglich der inhaltlichen Spotkonzeption festzustellen, welche jedoch geringer als erwartet ausfällt. Auch innerhalb der verschiedenen Branchen nimmt Musik noch nicht den gleichen Stellenwert ein. Ein crossmedialer Einsatz der Werbemusik ist noch selten anzutreffen. Es lässt sich aber eine Tendenz hin zum Crossmedia-Instrument Musik erkennen. Musik stellt in der Fernsehwerbung also einen wichtigen Bereich dar, dem in der Literatur weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.



Heimrich, Linette;
Politische Public Relations in sozialen Online-Netzwerken - eine inhaltsanalytische Untersuchung zum Einsatz von Facebook-Seiten in der Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern. - 80 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die zunehmende Entfremdung der deutschen Bevölkerung von ihren Repräsentanten stellt die Politik heute vor große Herausforderungen. Nur der Dialog mit den Wählern kann langfristig zu einem besseren Verständnis zwischen Regierten und Regierenden führen und Politikern helfen, das verlorene Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen. Soziale Online-Netzwerke wie das mitgliederstarke Facebook bieten durch ihre Interaktivität eine ideale Plattform für den Austausch zwischen Abgeordneten und Bürgern. Diese Untersuchung stellt die Frage, wie sich politische Öffentlichkeitsarbeit im sozialen Netzwerk Facebook gestaltet. Eine Inhaltsanalyse der offiziellen Facebook-Seiten von Mitgliedern des Deutschen Bundestages sowie des Bayerischen, des Thüringer und des Schleswig-Holsteiner Landtages zeigt, dass sich bislang keine Strategie für die Wähleransprache in sozialen Netzwerken etabliert hat. Insgesamt nutzen bisher nur wenige Abgeordnete Facebook aktiv für die Kommunikation mit den Wählern. Der Einsatz der Facebook-Seiten in der politischen Öffentlichkeitsarbeit beschränkt sich dabei größtenteils auf die Vermittlung von Informationen nach dem klassischen Top-down-Prinzip. Das dialogische Potenzial der Facebook-Seiten bleibt somit ungenutzt. Ein Austausch zwischen Bürgern und Volksvertretern kommt nicht zustande.



Pusch, Susanne;
Anwendung von Web 2.0-Angeboten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen. - 64 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Die vorliegende Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, im Rahmen einer anwendungsorientierten Analyse am Beispiel des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf (FZD) herauszufinden, inwieweit Web 2.0-Anwendungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen Potenziale aufweisen und auf welche Art und Weise diese genutzt werden können. Wesentliche Grundlagen der Arbeit bilden zum einen wissenschaftliche Erkenntnisse über Web 2.0 in der Unternehmenskommunikation, die anschließend entsprechend der Anforderungen aus der Wissenschaftskommunikation modifiziert wurden und zum anderen die Untersuchung eines Best-Practice-Falls von Forschungseinrichtungen, die bereits im Web 2.0 aktiv sind. Am Ende der Arbeit entstand schließlich ein Grobkonzept für das FZD zur Nutzung von Web 2.0 im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Zudem wurde eine Fallstudie zum Youtube-Kanal des FZD durchgeführt. Es zeigt sich, dass das Web 2.0 für die Öffentlichkeitsarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen durchaus große Potenziale bietet, wie z.B. einen wechselseitigen Dialog, die für den Eintritt in die neue Generation des Internets sprechen. Auf welche Web 2.0-Anwendungen tatsächlich zurückgegriffen werden kann, hängt von dem jeweiligen Kommunikationsziel und der Zielgruppe ab, die auf diesem Weg angesprochen werden soll. Daraus ergibt sich ebenso der anzuwendende Kommunikationsstil.



Schwarze, Kathrin;
Corporate Sound als Instrument des Corporate Brand Managements online. - 133 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Masterarbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Umsetzungsmöglichkeiten einer akustischen Corporate Brand Identity im Rahmen des Corporate Brand Managements (CBM) online. Auf Grundlage theoretischer Betrachtungen zum Corporate Brand Management, Corporate Sound, zur auditiven Wahrnehmung sowie Informationen zur Mediennutzung online wird untersucht, welches Nutzerverhalten online dabei zugrunde liegt, welche Instrumente Markenverantwortlichen zu Verfügung stehen und wie diese Instrumente von Konzeptern und Nutzern bewertet werden. Dazu wurden acht Experteninterviews mit Konzeptionsverantwortlichen für Corporate Sound sowie zwei Gruppendiskussionen mit relevanten Nutzergruppen geführt. Es zeigte sich, dass grundsätzlich eine große Spannbreite an Einsatzmöglichkeiten zu Verfügung steht. Die erfolgreiche Nutzung dieser Möglichkeiten wird aber durch das Fehlen einer grundlegenden, wissenschaftlichen Basis und durch zahlreiche noch unbekannte Größen des Nutzungskontextes erschwert. So kann es zukünftig nur dann gelingen, akustische Elemente im CBM online mit den in der Arbeit beschriebenen Chancen zu nutzen, wenn sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen ausgebaut, als auch die Erwartungen der Nutzer weiter erforscht und beachtet werden.



Schneidewind, Lydia;
Analyse und Handlungsempfehlungen zur Vermittlung überfachlicher Kompetenzen für Studierende der TU Ilmenau. - 148 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Vermittlung überfachlicher Kompetenzen an der Technischen Universität Ilmenau. Grundlage der Studie war die Maßgabe der Bologna-Deklaration, dass Studienabschlüsse arbeitsmarktbefähigend sein sollten. Die Theorie zur Employability und den damit verbundenen überfachlichen Kompetenzen, die bisher hauptsächlich aus Sicht der Wirtschaft auf die Absolventen untersucht wurde, wurde auf die wichtigsten Akteursgruppen der TU Ilmenau bezogen. Um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, wurde geprüft, inwieweit das Angebot der TU Ilmenau bisher der Employability der Studenten dient. Dazu wurden im Jahr 2010 in einer Vollerhebung die Studienfachberater mittels Experteninterviews befragt (n = 13), eine Fokusgruppe mit aktuellen Studenten der TU Ilmenau (n = 7) sowie eine Fokusgruppe mit ehemaligen Absolventen der Technischen Universität Ilmenau (n = 5) durchgeführt. Zusätzlich wurde bei der Absolventenbefragung (Erhebungszeitraum Sommersemester 2006 bis Wintersemester 2007/2008) eine Sekundäranalyse vorgenommen. Es zeigte sich, dass besonders im Bereich der Organisation und Inhalte der Angebote große Probleme gesehen wurden, die sich in den Wünschen an ein zukünftiges Angebot widerspiegelten. Darauf aufbauend konnten Handlungsempfehlungen formuliert werden, um die Vermittlung der Kompetenzen in Zukunft systematischer zu gestalten. Diese Empfehlungen in Zukunft bei der praktischen Erprobung wissenschaftlich zu begleiten, ist ein spannendes und lohnendes Unterfangen.



Wackerhagen, Stev;
Wer forscht zu Online-PR? : eine Marktanalyse und Typologie der Dienstleister Angewandter Forschung zu Online-PR in Deutschland. - 90 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit einer Analyse des Marktes der Angewandten Forschung zu Online-PR in Deutschland. Auf Basis eines theoretischen Bezugsrahmens, wurden im ersten Teil der Arbeit Dienstleister-Typen (n=5) der Angewandten Forschung zu Online-PR durch eine Online-Recherche identifiziert, Vertreter dieser Typen selektiert (n=93) und die auf ihren Webseiten aufgeführten Dienstleistungen in einem tabellarischen Überblick erfasst. Für die weitere Analyse des Marktes sowie eine Marktprognose, wurden im zweiten Teil der Arbeit leitfadengestützte Experteninterviews (n=4) mit bewusst ausgewählten Dienstleistern durchgeführt. Die Interviews wurden mittels einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Es zeigte sich, dass zahlreiche Dienstleister am Markt agieren und überwiegend Dienstleistungen der Analyse von Online-Kommunikation anbieten. Die Nachfrage nach schnellen, kostengünstigen, präzisen und automatisierten Forschungsleistungen nimmt zu. Auf den Faktor 'Mensch' kann bei hochwertigen Analysen trotz weitestgehend automatisierter Forschungsinstrumente bisher nicht verzichtet werden. Die Nachfrager interessieren sich derzeit insbesondere für Analysen der Kommunikation in den sog. 'Social Media'.



Jensen, Wiebke;
Das Museum auf dem Prüfstand: Konzeption eines Intruments zur Ausstellungsevaluation in Museen. - 148 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Instruments zur Ausstellungsevaluation in Museen. Die ISO-Norm 9241, bislang vor allem zur Definition der Usability von Produkten herangezogen, wurde auf Ausstellungen und deren Umfeld angewendet. Somit konnte sich das Instrument am Usability Audit, einer Methode des User-Centered Designs, orientieren. Die Untersuchung erforderte die Erstellung eines Kriterienkatalogs über Ausstellungskomponenten, von dem Evaluationsbögen abgeleitet wurden. Geprüft wurde, ob mit diesem Ansatz Museen untersucht und ihre Schwachstellen ermittelt werden können. Dazu wurden im Jahr 2009 zwei Dauerausstellungen und deren Umfeld mit dem Instrument evaluiert. Dabei konnten verschiedene Mängel in den Räumlichkeiten aber auch an den Exponaten beziehungsweise Texttafeln identifiziert werden. Ferner brachte die Untersuchung einzelne Unstimmigkeiten im Ausstellungsumfeld hervor. Somit erwies sich das Evaluationsinstrument als praktikabel und sollte in Zukunft auch für andere Museumsarten untersucht werden.



Bauer, Romy;
Neugestaltung und Optimierung des Daimler Supplier Portals in Verbindung mit einer empirischen Untersuchung zur Akzeptanz und Zufriedenheit des neuen Lieferantenportals und Definition von Zukunftsmaßnahmen zur kontinuierlichen Pflege des Mediums. - 122 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit mit dem Titel Neugestaltung und Optimierung des Daimler Supplier Portals in Verbindung mit einer empirischen Untersuchung zur Akzeptanz und Zufriedenheit des neuen Lieferantenportals und Definition von Zukunftsmaßnahmen zur kontinuierlichen Pflege des Mediums ist in drei thematisch getrennte Teile gegliedert. Zuvor wird jedoch kurz erläutert, warum es zu dieser Arbeit gekommen ist und welches Ziel mit dieser wissenschaftlichen Abhandlung verfolgt wird. - In Teil A wird zunächst die Theorie behandelt. Nach einem kurzen Überblick über die Daimler AG sowie die Geschichte des Konzerns wird unmittelbar das Thema Online-Portal aufgegriffen. Um diesen Terminus wissenschaftlich zu betrachten, wird sich diesem Begriff, bildlich gesprochen, von außen nach innen angenähert. Aus diesem Grund erfolgt eine genauere Betrachtung der Kommunikation in einem Unternehmen und die diversen Anforderungen daran, d.h. der Terminus Unternehmenskommunikation wird definiert, um anschließend spezifisch auf die Online-Kommunikation in einem Unternehmen einzugehen und genauer zu differenzieren. Aus den Erkenntnissen dieser zwei Termini werden Rückschlüsse auf die Kommunikationsanforderungen an ein Lieferantenportal eines Unternehmens geschlossen. Im Anschluss daran erfolgt die theoretische Herleitung und Definition im weiteren und engeren Sinne von Portalen und deren entsprechenden Klassifizierungen. - In Teil B folgt der praktische Teil der Diplomarbeit, in dem erläutert wird was und in welchem Zeitrahmen auf Basis der unternehmensinternen Kommunikationsrichtlinien im alten Daimler Lieferantenportal neu gestaltet werden muss. Um im Anschluss die Akzeptanz des neuen Layouts der Homepage zu untersuchen, wird eine empirische Untersuchung mit Hilfe einer Online-Umfrage unter ausgewählten Lieferanten der Daimler AG durchgeführt und ausgewertet. Als eine weit gefasste Erkenntnis kann den Ergebnissen der Umfrage entnommen werden, dass die User des Daimler Supplier Portals weitestgehend mit dem neuen Erscheinungsbild der Homepage zufrieden sind, sich jedoch noch weitere Verbesserungsmaßnahmen wünschen würden. - Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse aus der Online-Befragung werden in Teil C Zukunftsmaßnahmen und -chancen für das Daimler Supplier Portal herausgearbeitet und zusammengestellt. Nach genauerer Beschreibung und Definition der Maßnahmen und weiterer Schritte für eine kontinuierliche Verbesserung und Optimierung des Lieferantenportals erfolgt am Ende die Erstellung eines detaillierten Zeitplans zur Umsetzung der Maßnahmen.



Sebald, Simone;
Guerilla Marketing : Chancen, Risiken und Praktikabilität im Premium-Automobilsegment am Beispiel des Event Marketings der AUDI AG. - 172 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist das Guerilla Marketing und die Möglichkeiten der Implementierung im Premium-Automobilsegment am Beispiel des Event Marketings der AUDI AG. Als alternatives Kommunikationsinstrument verspricht Guerilla Marketing mit geringem Budgeteinsatz eine große Aufmerksamkeitswirkung zu erlangen. Am Anfang werden unterschiedliche Definitionen des Begriffs Guerilla Marketing näher betrachtet, um sie zu einer umfassenden Definition zusammenzufassen. Zum Einen sollen dadurch die Aspekte der verschiedenartigen Definitionen logisch sortiert werden und zum anderen ein einheitliches Verständnis für den Terminus Guerilla Marketing hergestellt werden. Die geschichtliche Entwicklung und der Ursprung im Guerilla-Krieg werden erläutert. Die Leser erhalten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Erscheinungsmöglichkeiten des Guerilla Marketings und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Als Fazit des Theorieteils ergeben sich die Merkmale, die für eine Guerilla-Marketing-Aktion typisch und charakteristisch sind. Der zweite Teil der Arbeit behandelt die Möglichkeit der Implementierung im Event Marketing bei Au-di. Hierzu bedarf es einer Betrachtung der Vorgaben, Richtlinien und Leitsätze des Unternehmens. Sowohl die langfristige strategische Unternehmensausrichtung, so wie deren operative Umsetzungsmöglichkeiten werden aufgeführt. Anhand des Markenleitbildes und der Betrachtung der Corporate Identity werden Merkmale für eine typische und charakteristische Audi-Marketing-Aktion herausgearbeitet. Durch Abgleich der konstitutiven Guerilla-Marketing-Kriterien mit den Audi-Marketing-Kriterien ergeben sich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Chancen und Risiken beim Einsatz von Guerilla Marketing im Event Marketing werden analysiert, bevor schließlich konkrete Ideenvorschläge zur Implementierung gegeben werden.



Mai, Kathrin;
Untersuchung zur Usability und Akzeptanz eines Empfehlungssystems für ältere Menschen. - 143 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

In Zusammenarbeit mit Forschern des Projekts WEITBLICK - kurz für "Wissensbasierte Technologien und bedarfsgerechte Leistungen für Senioren durch individualisierte Care-Konzepte" - der Technischen Universität Ilmenau beschäftigt sich die vorliegende Diplomarbeit mit dem in das geplante WEITBLICK-Assistenzsystem integrierte Empfehlungssystem. Das Assistenzsystem soll den Senioren den Zugang zu Dienstleistungen jeglicher Art ermöglichen, um sie so zu einer selbstständigen Lebensführung im eigenen Heim zu befähigen. Ein Prototyp des Empfehlungssystems - entwickelt in gemeinsamer Arbeit mit dem Fachgebiet Systemanalyse - bildet den Untersuchungsgegenstand der Diplomarbeit. Der Prototyp gleicht einer Suchmaschine und entspricht damit einer der möglichen Formen der Systemnutzung: der nutzerinitiierten Angebotsvermittlung. Hierbei gibt der Nutzer gezielt Suchkriterien ein, um eine seinen Interessen entsprechende Dienstleistung zu ermitteln. Ziel der Diplomarbeit ist das Aussprechen von Gestaltungsempfehlungen zur Entwicklung einer barrierefreien und benutzerfreundlichen Bedienoberfläche. Zu diesem Zweck wurden ältere Bewohner eines Pflegeheims, in Wohnanlagen des Betreuten Wohnens lebende Senioren sowie Nutzer der Tagespflege im Umgang mit dem Prototyp beobachtet. Die Beobachtung ist Teil des eingesetzten Usabilitytests. In einem sich daran anschließenden Akzeptanztest wurden die Probanden hinsichtlich ihrer Eindrücke befragt. Die Tests offenbarten unter anderem Schwierigkeiten der älteren Teilnehmer in der Bedienung einzelner Elemente des Prototyps sowie mangelndes Verständnis der Aufgabe einer Suchmaschine. Dabei wurden deutliche Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Erfahrung in der Computernutzung deutlich. Auf Basis der gewonnenen Daten sowie unter Berücksichtigung der ISO-Norm 9241 und weiterer Gestaltungsrichtlinien wurden Empfehlungen für die Gestaltung der Benutzeroberfläche des WEITBLICK-Empfehlungssystems generiert. Mithilfe dieser Hinweise und Vorschläge soll eine intuitive Bedienung des Systems durch ältere Personen mit und ohne funktionale Einschränkungen gewährleistet werden.



Meder, Melanie;
Öffentlichkeitsarbeit Thüringer Museen: Erfassung der PR-Aktivitäten in der Thüringer Museumslandschaft. - 122 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit stellt eine umfassende Situationsanalyse der Öffentlichkeitsarbeit in den Thüringer Museen dar. Der theoretische Bezug der Arbeit galt neben den musealen Grundlagen und der charakteristischen Darstellung der Thüringer Museumslandschaft auch der Darlegung PR-relevanter Richtlinien. - Ziel der quantitativen Studie war die systematische Erfassung der gegenwärtigen Öffentlichkeitsarbeit anhand eines schriftlichen Fragebogens. Aufgrund der bisher fehlenden Grundlagenforschung wurde eine empirisch-quantitative Exploration als Untersuchungsdesign gewählt. Insgesamt nahmen 52% der Thüringer Museen (74 Einrichtungen) an der Befragung teil. - Die Ergebnisse zeigten in Bezug auf die Anwendung und die Relevanz von PR-Instrumenten deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Museumsgrößen. Signifikante Zusammenhänge lassen darauf schließen, dass nicht nur die konträren Gegebenheiten als Ursache für fehlende Öffentlichkeitsarbeit benannt werden können. So wurde beispielsweise sichtbar, dass Museen mit geringerer Mitarbeiterzahl häufiger Gebrauch von PR-Instrumenten wie Pressemitteilungen oder Presseverteilern machten. Die Relevanz der Arbeit liegt in der komplexen Darstellung der gewonnenen Ergebnisse und bildet somit die Grundlage für neue Forschungsansätze.



Meuche, Claudia;
Analyse und Synthese populärtechnischer Fachbegriffe aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik unter besonderer Berücksichtigung der Voraussetzungen und Erwartungen der "Generation 50plus" /Claudia Meuche. - 126 S.. : Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Verständlichkeit populärtechnischer Fachbegriffe aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik und deren Begriffsdefinitionen im Glossar in Bezug auf die "Generation 50plus". Den theoretischen Schwerpunkt der Arbeit bildet zum einen der Bereich Wissen, mit der Wissensvermittlung und -rezeption. Zum anderen sind die Aspekte des Alters, sprich besondere Vorraussetzungen und Erkenntnisse über geistige Fähigkeiten sowie Besonderheiten im Lernen von Älteren, von Bedeutung. Zudem wurde Fachsprache charakterisiert und ihre Vermittlung in der Werbung näher betrachtet. Ein weiterer Punkt ist die Bildung und Bedeutung von Fachbegriffen, dabei wurden die Beziehung zwischen dem sprachlichen Ausdruck und dem damit bezeichneten Sachverhalt näher beleuchtet. Anschließend wurden Möglichkeiten zur Erklärung von Fachbegriffen vorgestellt und der Forschungsstand zum Thema "Alter und Technik" ermittelt. Da die Studie einen explorativen Charakter hat, wurde die Methode des Leitfadeninterviews herangezogen. Eine Auswertung und Interpretation der 16 explorativen Interviews brachte interessante Ergebnisse zum Vorschein. Die Unverständlichkeit populärtechnischer Fachbegriffe der Unterhaltungselektronik scheint kein generations-spezifisches, sondern ein generationsübergreifendes Problem zu sein. Forderungen an die Bildung von populärtechnischen Fachbegriffen der Unterhaltungselektronik sind vor allem die Verwendung deutscher Sprache und das Zurückgreifen auf bereits vorhandene, bekannte Begriffe. Auch die Verständlichkeit von Begriffsdefinitionen aus einem Glossar für unterhaltungselektronische Fachbegriffe wies in allen Altersgruppen Defizite auf. Für die Entwicklung von verständlichen Glossaren sind kurze und knappe Definitionen, die Verwendung deutscher Sprache und bekannter Begriffe sowie Angaben zum Verwendungszweck von Bedeutung. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten ein Potential, welches zu nutzen gilt. Denn wer verständliche Fachbegriffe und Glossare entwickeln will, muss die Voraussetzungen, Forderungen und Erwartungen der Konsumenten kennen. Anschließend konnten interessante Anregungen für weitere Untersuchungen gegeben werden.



Salzborn, Christian;
Umweltkommunikation in der Automobilindustrie: eine Untersuchung der Bedeutung und Nutzung von umweltspezifischen Kommunikationsmaßnahmen am Beispiel der Produktpalette der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. - 165 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Umweltaspekten in der Automobilindustrie. Der Fokus der Untersuchung beruht auf den Kommunikationsmaßnahmen, die von den Automobilherstellern genutzt werden, um die Umweltverträglichkeit ihrer Produkte an ihre Anspruchsgruppen zu vermitteln. - Seit den 70er Jahren hat sich ein bis heute zunehmendes Umweltbewusstsein sowohl auf politischer wie gesellschaftlicher Ebene entwickelt. Anlässlich einer Vielzahl von umweltspezifischen Auflagen und Gesetzen sah sich die Industrie gezwungen, Umweltaspekte als feste Bestandteile ihrer Produktion und Produkte zu verankern. Die Automobilindustrie nimmt dabei in der Umweltdebatte eine besondere Rolle ein. - Neben der technischen Herausforderung zur Erfüllung von Umweltnormen kommt der Umweltkommunikation eines Unternehmens besondere Bedeutung zu. Die dauerhafte Integration der Umweltkommunikation in die Unternehmenskommunikation ermöglicht dem Unternehmen, seine kritischen Zielgruppen über die Umweltverträglichkeit seiner Produktion und Produkte zu informieren. So wird ein positives Bild in der Öffentlichkeit generiert, das die gesellschaftliche Relevanz und damit den Absatz der Produkte sichert. - Der Frage, welche Kriterien eine erfolgreiche Umweltkommunikation ausmachen und wie Kommunikationsmaßnahmen gestaltet sein müssen, um Aspekte des Umweltschutzes glaubhaft an umweltbezogene Anspruchsgruppen zu kommunizieren, sollte in dieser Arbeit nachgegangen werden.



Lorenz, Carsten;
Einsatz von Fachsprachlichkeit in populärwissenschaftlichen Zeitschriften: eine qualitative Untersuchung der Veränderung der Darstellung des Themenfeldes IT-Sicherheit in der "Computerbild" im letzten Jahrzehnt. - 89 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der fachsprachlichen Darstellung in Printmedien am Beispieldes Themas IT-Sicherheit. Untersucht wurde die populärtechnische Zeitschrift Computerbild. Zunächst wurde der Forschungsstand zur Fachsprache in der Computertechnik herausgearbeitet. Die kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen bestehen aus der theoretischen Betrachtung der Massenmedien im Allgemeinen und den Betrachtungen von Technikkommunikation, Fachsprachen und Wissenstransfer im Speziellen. Weiterhin wurden die Grundlagen der IT-Sicherheit als technische Voraussetzung herausgearbeitet. Aus den theoretischen Betrachtungen hinaus wurden differenzierte forschungsleitende Fragen für die qualitative Inhaltsanalyse von 66 Artikeln entwickelt. Dabei wurden formal-gestalterische, inhaltlich-thematische und sprachliche Aspekte betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass es unterschiedliche fachsprachliche Darstellungsweisen in der Computerbild gibt, die der Zeit geschuldet werden können, da fachsprachliche Begriffe in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen und somit sowohl Fach- als auch Gemeinsprache darstellen.



Bühler, Anja;
Benutzerdokumentation für das Content Management System Website Baker : eine Anleitung für die Mitarbeiter der Meininger Museen. - 149 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beinhaltet eine Benutzerdokumentation für das - Content Management System Website Baker und ist für die Mitarbeiter der Meininger Museen konzipiert. Nach der Einleitung und einem kurzen Teil über Content Management Systeme und Website Baker, schließt sich die eigentliche Dokumentation an. Nach Hinweisen zur Installation des Content Management Systems folgen Kapitel über die Registrierung und Anmeldung von Benutzern. Danach wird die Website Baker Verwaltung mit ihren verschiedenen Modulen erläutert und im Anschluss wird jedes dieser Module ausführlich vorgestellt. Nach diesem allgemeinen Teil folgen Übungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Museumsmitarbeiter zugeschnitten sind. Sie beinhalten realistische Anforderungen, die bei der Pflege des Internetauftritts der Meininger Museen, auftreten können. Jede Durchführung dieser Übungen ist zusätzlich in einem Video-Tutorial auf CDROM vorhanden. Im Ausblick werden weitere wie E-Learningmethoden diskutiert, die neben der Benutzerdokumentation eingeführt werden könnten, um den Lernerfolg zu verbessern. Zum Schluss werden in einem Glossar die Fachbegriffe der Anleitung aufgeführt und erläutert.



Kalb, Diana;
Zur Werbung für Rundfunkgeräte im Dritten Reich : eine inhaltsanalytische Untersuchung von Werbeanzeigen in der Zeitschrift "Der Radio-Händler" (später "Der Rundfunk-Händler"). - 130 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Diplomarbeit "Zur Werbung für Rundfunkgeräte im Dritten Reich : eine inhaltsanalytische Untersuchung von Werbeanzeigen in der Zeitschrift "Der Radio-Händler" (ab 1939 "Der Runfunk-Händler")" sollte Aufschluß darüber geben, wie Werbung für die Rundfunkindustrie in der nationalsozialistischen Zeit einzuschätzen war. Mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse von 986 Werbeanzeigen und 1013 Kleinanzeigen in 24 Ausgaben der Zeitschrift "Der Radio-Händler" (ab 1939 "Der Rundfunk-Händler") von 1933-1944 wurde die Werbung für Rundfunkgeräte und dessen Zubehör analysiert. Es zeigte sich, dass über die Hälfte der Anzeigen Imagewerbung waren, danach wurden Produkte mit über einem Drittel der Anzeigen geschaltet. In Letzteren wurde meist nur ein Produkt beworben. Die Anzeigen grenzten sich voneinander vor allem durch die gestalterischen Mittel, wie Typographie und graphische Elemente, sowie durch die Größe und Platzierung der Anzeige ab. Die Grafiken waren meist Strichzeichnungen und Abbildungen, es wurden Geräte dargestellt, nur in seltenen Fällen gab es Abbildungen von Menschen. Serifenschrift, kursive Schrift, Schreibschrift und Großbuchstaben fanden häufig als typographische Gestaltungsmittel Anwendung. Prozentual warben mehr Ersatzteilhersteller und Zusatzgerätehersteller als Radiohersteller. Ersatzteilhersteller präferierten kleine Imagewerbungen, Zusatzgerätehersteller nutzen mittelgroße Produktwerbungen. Rundfunkhändler hingegen warben meist mit kleinen Anzeigen welche Angebote inserierten. Die Anzeigen der Radiohersteller waren meist große, gut platzierte Produktwerbungen, welche viele Details des Produktes preisgaben, um ein Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Radiogeräte bei dem Rezipienten aufzubauen. Die anderen Werbenden gaben nicht so viele technische und optische Details, sowie den Preis der Produkte, in den Anzeigen bekannt. Das größte Problem des Rundfunks schien der schlechte Empfang zu sein, gegen welche die meisten Produkte wirken sollten. Zudem standen die technische Ausstattung, die einfache Bedienbarkeit und der universelle Einsatz, im Vordergrund. Die meisten Anzeigen wurden informativ gehalten, Technikpropaganda und Übertreibungen waren selten zu finden. Ebenso gab es selten Hinweise auf das nationalsozialistische Regime, diese wurden auch sehr neutral gehalten. Im Laufe der Zeit wurden immer weniger Anzeigen geschaltet, dafür umso mehr Kleinanzeigen. Nach dem Ausbruch des totalen Krieges stiegen diese sprunghaft an. Neben Stellenangeboten, es wurden hauptsächlich Techniker und Vertreter gesucht, wurde vor allem An- und Verkauf sowie der Tausch von Gegenständen inseriert. Röhren und Röhrenprüfgeräte wurden am häufigsten gesucht, da diese zwar ein Verschleißteil, aber essentiell für den Rundfunk waren. Zusammenfassend wurde festgestellt, dass die Werbung in der nationalsozialistischen Zeit stark von den Zwängen durch den Werberat geprägt war. Es gab strenge Vorgaben, was in einer Werbung zu finden sein durfte und was verboten war. Die Werbung musste ansprechend gestaltet sein, das sittliche Empfinden des Volkes nicht verletzten, die Möglichkeit einer Irreführung sollte vermieden werden, es durften keine Symbole der Nationalsozialisten verwendet werden, Begrifflichkeiten aus anderen Sprachen wurden untersagt und das Layout wurde festgelegt. Die Werbenden mussten sich diesen Zwängen unterordnen, um weiterhin für ihre Produkte werben zu können.



Buhl, Thomas;
Leben mit der "Black-Box"? - oder existieren Ansätze zur Befreiung der kommerziellen Werbewirkungsforschung aus veralteten Paradigmen? : eine empirische Erhebung in der deutschen Automobilbranche. - 180 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Werbewirkungsforschung ist gekennzeichnet durch eine starke Divergenz zwischen der angewandten und der akademischen Forschung. Die theoretische Forschung fokussiert vor allem auf die Verifizierung respektive Falsifizierung von Hypothesen, um einen ganzheitlichen Ansatz zum Verständnis der generellen Wirkung von Werbung im sozialen System zu generieren. Die angewandte Forschung hingegen orientiert sich mit der Übertragung dieser theoretischen Erkenntnisse auf generelle Fragen der Werbewirkung. Sie ist somit strikt anwendungsorientiert und hat, zumeist im Auftrag der Werbewirtschaft, das oberste Ziel zu klären, inwieweit die jährlich investierten Milliarden Werbebudget effizient eingesetzt werden können sowie eingesetzt wurden. Somit ist sie primär an einer kausal-terminologischen Erklärung von Werbewirkung interessiert. Dieses Erkenntnisinteresse bestimmt auch die methodischen Grundlagen der praktischen Werbewirkungsforschung, die entsprechend im Niveau vergleichsweise niedrig sind. So basieren die eingesetzten Methoden und Modelle nahezu ausschließlich auf veralteten Paradigmen des Stimulus-Response-Ansatzes. Ausgehend von der grundlegenden Struktur von Kommunikation, also auch von Werbung, nämlich Relationalität und Reflexivität, wird allerdings erkennbar, dass kausal-lineare Betrachtungen von Werbewirkung zu kurz greifen müssen. Denn Kommunikation ist durch Relationalität im Sinne einer gegenseitigen Abhängigkeit und Beeinflussung durch eine Vielzahl von Faktoren geprägt. Entsprechend konstituiert sich der Kommunikationsprozess aus einer Trimodalität von Informationsangebot (Stimulus), internem Kontext des Rezipienten (Erfahrung, Wissen, Einstellung und situative Disposition) sowie externem Kontext des Rezipienten (situative und soziale Rahmenbedingungen). Mithin kann also Kausalität im Kommunikationsprozess nicht nachgewiesen und Wirkung dementsprechend nicht Anhand isolierter Größen bestimmt werden. Modelle, die die grundlegende Relationalität von Werbewirkung beachten sind aufgrund der Komplexität des Wirkungskonstruktes ebenfalls derartig diffizil und umfangreich, dass sie allenfalls eine heuristische Funktion begleiten können, allerdings nicht operationalisiert oder validiert werden können. Diese Tatsache begründet die Malaise der Werbewirkungsforschung das Theorieproblem. Letztendlich ist die praktische Werbewirkungsforschung auf einfach operationalisierbare und validierbare Konstrukte angewiesen, will sie ihrer Berufung nachkommen. Das resultiert darin, dass die kommerzielle Werbewirkungsforschung mit längst überholten Modellen arbeitet. Zudem ist festzustellen, dass ein intensiver Wissensaustausch zwischen den beiden fragmentierten Teildisziplinen nicht stattfindet. Diese Arbeit basiert auf einer empirischen Erhebung unter für Werbewirkungsforschung verantwortlichen Personen bei deutschen Automobilherstellern bzw. vertriebsgesellschaften und beleuchtet den Stand der Methodenauswahl, die Erwartungen an die eingesetzten Instrumente zur Erhebung der Werbewirkung sowie die kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Paradigmen und relationalen Modellen der Werbewirkungsforschung. Zuvor werden jedoch die Grundlegenden theoretischen Modelle der Werbewirkungsforschung sowie die zumeist eingesetzten Instrumente der praktischen Werbewirkungsforschung vorgestellt und im Rahmen ihrer Fähigkeit, das trimodale Modell der Werbewirkung abzubilden diskutiert. Die empirische Erhebung basiert auf Experteninterviews unter Führungskräften im Marketing oder in der Marktforschungsabteilung deutscher Automobilvertriebsgesellschaften. Mit einer Fallzahl von N=6 unter einer Population von 26 identifizierten potentiellen Kandidaten ist die Erhebung nicht als repräsentativ einzuschätzen, bietet jedoch einen tiefen Einblick in die zu erhebende Materie. Es ist zu attestieren, dass ein Großteil der Befragten - wie zuvor postuliert wurde und zu erwarten war - ausschließlich Methoden auf Basis von Stimulus-Response-Modellen einsetzt. Grundsätzlich konnte festgestellt werden, dass die eingesetzten Methoden nicht bzw. nur minimal kritisch hinterfragt und beleuchtet werden. Ein tiefgreifendes Verständnis für das Zustandekommen von Werbewirkung als Resultat eines relationalen Prozesses (und die logische Negation eines wie auch immer formulierten Kausalitätsprinzips) konnte bei den befragten Experten zumeinst nicht erkannt werden. Vielmehr scheint die Nutzung von Methoden auf kausal-linearen Modellen fest etabliert. Somit wurde zwar von den meisten Interviewpartnern bestätigt, dass ein grundsätzliches Interesse an Methoden nach relationalen Ansätzen besteht, dieses Interesse wird aber nicht nachhaltig verfolgt. So führt kein befragtes Unternehmen eigene Forschungsvorhaben oder Kooperationen mit Marktforschungsinstituten oder Universitäten durch, um Instrumente zu entwickeln, die den grundlegenden relationalen Prozess des Zustandekommens von Werbewirkung betrachten. Ebenso konnte festgestellt werden, dass die Marktforschungsinstitute, als die eigentlichen Taktgeber und Experten in diesem wirtschaftlichen Subsystem, keine relationalen Methoden offerieren. Abschließen lässt sich entsprechend zusammenfassen, dass - zumindest in dem erhobenen Teilsystem der praktischen Werbewirkungsforschung - keine Ansätze zu einer Befreiung aus der aktuellen Lage existieren.



Fischer, Stephan;
LCD-Flachbildfernseher in Werbeanzeigen : eine Analyse der Entwicklung von Produktdarstellungen in der Technikwerbung der letzten zehn Jahre. - 110 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

In der Arbeit werden persuasive Kommunikationsstrategien in der Unterhaltungselektronikbranche aufgedeckt, die von den Herstellern dazu genutzt werden, ihre Produkte differenzierend darzustellen. Hintergrund ist die für den Konsumenten immer schwerer zu unterscheidende Produktqualität, und damit verbunden die große Gefahr für herstellende Unternehmen, dass ihre Produkte austauschbar wirken. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern von Werbung treibenden Unternehmen, mit den Mitteln, die in einer Anzeige zur Anwendung kommen können, LCD-TVs dargestellt werden, und wie, beziehungsweise ob sich diese Darstellung in den letzten zehn Jahren geändert hat. Dazu wird die inhaltsanalytische Untersuchung von Produktdarstellungen in 52 Anzeigen für Liquid Crystal Display Fernseher, kurz LCD-TVs, aus Publikumszeitschriften der Jahre 2000 bis 2009 erläutert. Hierbei wird insbesondere auf das Zusammenwirken von Bild und Text eingegangen. Der angenommene Bedeutungszuwachs von Bildmotiven und Textbestandteilen, die stärker auf den Nutzen des Produkts für den Anwender eingehen, wird in der Analyse jedoch widerlegt. Entgegen der erwarteten Zunahme einer Produktdarstellung im weiteren Sinn, gehen die Werbung Treibenden noch mehr auf technische Daten und Leistungsangaben des Produkts ein. Sie tun dies jedoch vermehrt in konzentrierter Form. Es werden weniger verschiedene Aspekte kommuniziert, diese nehmen in Anzeigen nach 2006 jedoch einen größeren Raum in den einzelnen Anzeigen ein. Entsprechend bedienen sich die Werbetexte auch verstärkt einer empirischen Argumentation, die rationale, zumindest theoretisch überprüfbare Beweise anführt, um die jeweilige Botschaft zu stützen. Diese Erkenntnis scheint überraschend, wird in der Werbeindustrie doch regelmäßig die Fokussierung von emotionalen Botschaften angestrebt. Jüngere Entwicklungen, die nur noch teilweise in die Arbeit einfließen konnten, bestätigen jedoch den Trend, sich in der Printwerbung für LCD-Flachbildfernseher weiter auf technische Angaben und Innovationen zu berufen. Neben der Einführung eines 200 Hz LCD-TVs von Sony wird aktuell eine Formatneuheit von Philips beworben, die erstmals ein Bildformat von 21:9 liefert. Die Arbeit bildet insofern eine Besinnung auf faktische Aspekte der Technikwerbung seitens der werbenden Hersteller ab, und damit auch eine größere Gewichtung der Produktdarstellung im engeren Sinn.



Reichenbacher, Jenny;
Wissenstransfer in Kinderzeitschriften - eine vergleichende Analyse anhand der technischen Themen "Raumfahrt" und "Flugzeugtechnik". - 186 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Wissenstransfer anhand der Darstellung technischer Themen in Kinderzeitschriften. Für die theoretische Aufarbeitung des Themas wurden der für die Arbeit relevante Begriff des Wissenstransfers im Kontext der Transferwissenschaft sowie der Gegenstand der Kinderzeitschrift anhand theoretischer Gegenüberstellungen und empirischer Befunde aufgearbeitet. Entwicklungspsychologische Besonderheiten und in der Literatur genannte Gestaltungsfaktoren und -empfehlungen der Wissensvermittlung für diese spezielle Zielgruppe wurden darüber hinaus in Bezug zum Untersuchungsgegenstand systematisch ausgewählt, zusammengefasst und beurteilt. Geprüft wurde, inwieweit Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede in der Darstellung von Wissensinhalten zwischen Kinderzeitschriften bestehen, deren Verlagstraditionen verschiedene Schwerpunktsetzungen aufweisen. Dafür wurden die Zeitschriften Geolino und National Geographic World ausgewählt, bei denen es sich um Kinder-Ausgaben der bekannten populärwissenschaftlichen Magazine GEO und National Geographic handelt. Im Vergleich dazu stehen die Zeitschriften Treff und Stafette, deren Verlage sich demgegenüber in ihrem gesamten Portfolio auf pädagogisch orientierte Kindermedien spezialisieren. Für eine gemeinsame Vergleichsbasis wurden Artikel zu den technischen Themen Flugzeugtechnik und Raumfahrt aus jeder untersuchten Zeitschrift ausgewählt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse in Bezug auf inhaltliche, sprachliche und formal-gestalterische Faktoren explorativ untersucht. Dabei zeigten sich sehr individuelle zeitschriften- und themenabhängige Unterschiede auch bei Zeitschriften mit ähnlicher Verlagstradition. Deutlich trat hierbei das zweisprachige Darstellungskonzept in National Geographic World hervor, das durch zusätzliche Gestaltungselemente in besonderer Weise auf die Informationsvermittlung für diese spezielle Zielgruppe ausgerichtet ist und in eine weiterführende Analyse innovativer Konzepte des Wissenstransfers im außerschulischen Bereich einbezogen werden könnte. Dennoch ließen sich auch eine begrenzte Anzahl gemeinsamer Merkmale innerhalb der beiden Zeitschriftengruppen feststellen: für die Zeitschriften Geolino und National Geographic World war in diesem Zusammenhang insbesondere eine stärkere Berücksichtigung optischer Komponenten auffällig, während für die Zeitschriften Treff und Stafette tendenziell häufiger das Bemühen um problemorientierte, vielseitige Darstellungsinhalte deutlich wurde. Diese Ergebnisse können zudem trotz eingeschränkter Aussagekraft als hypothesenartige Ausgangsbasis für repräsentative Nachfolgeuntersuchungen genutzt werden.



Liebmann, Helen;
Technikdarstellung in den Printmedien - eine qualitative Inhaltsanalyse der Berichterstattung zur Geothermie in der überregionalen deutschen Tagespresse. - 165 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Energie ist eine der wichtigsten Grundlagen für menschliches Leben. Sie wird nicht nur für die Aufrechterhaltung von Lebensvorgängen in menschlichen Zellen benötigt. Nein, sie ist auch die grundlegende Voraussetzung für Evolution, humane Lebensbedingungen, sowie das Funktionieren technischer und wirtschaftlicher Abläufe. Sie hält ebenso die Kultur und die Zivilisation sprichwörtlich am Laufen. Die vorliegende Arbeit widmet sich intensiv dem Thema Geothermie. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse wird angestrebt, Aussagen zu thematischen Tendenzen der Geothermie-Berichterstattung in der überregionalen Tagespresse zu treffen. Die Untersuchung stützt sich auf die Jahre 2004 und 2007. Analysierte Medien sind die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) mit Sitz in Frankfurt, "Süddeutsche Zeitung" (SZ) mit Sitz in München und "Die Tageszeitung" (TAZ) mit Sitz in Berlin. Für die qualifizierte Auseinandersetzung mit der Thematik Erdwärme ist es sinnvoll sich mit physikalischen, geologischen und technischen Grundlagen auseinander zusetzen. Eingangs beschäftigt sich die Arbeit folglich mit den physikalischen Grundlagen, d.h. der Energiebegriff wird umrissen, die beiden Begriffe Energiequelle und Energieträger werden definiert. Dann werden die Erscheinungsformen von Energieträgern aufgelistet und Primärenergie, Sekundärenergie, Endenergie und Nutzenergie miteinander kontextualisiert. Im anschließenden Teil werden geologische Grundlagen beschrieben, d.h. der Aufbau der Erde mit seinen Schalen wird erläutert; die Ausbreitung von P- und S-Wellen wird dargestellt; die Temperaturverteilung in der Erde wird anhand von Konvektionsströmen hinreichend erklärt. Schließlich werden dann noch geothermische Lagerstätten erklärt. Hierbei wird auf Wärmevorkommen in den obersten Erdschichten eingegangen; ebenso werden hydrothermale Niederdrucklagerstätten und hydrothermale Hochdruckvorkommen vorgestellt. Eine Unterscheidung in heiße, feuchte und trockene Gesteine wird auch vorgenommen. Abschließend wird das Phänomen Magma vorgestellt. Die Nutzung von geothermischen Vorkommen wird anschließend thematisiert. Heutzutage unterscheidet man in oberflächennahe und der tiefe Nutzung geothermischer Lagerstätten. Bei der oberflächennahen Nutzung - also bis auf ca. 100 m Tiefe - kommen offene und geschlossene Wärmequellenanlagen zum Einsatz. Die Wärmegewinnung erfolgt dabei über die so genannte Wärmepumpe. Diese funktioniert entweder nach der Kompressionsmethode oder basiert auf dem Prinzip der Sorption, d.h. der Antrieb funktioniert entweder mechanisch oder thermisch. Während die oberflächennahen Verfahren lediglich ausreichend Kraft für Wärmegewinnung bieten, können Methoden aus tieferen Erdschichten bedingt durch ein wesentlich höheres Energieniveau Strom und Wärme produzieren. Hier wird entweder auf das hydrothermale oder petrothermale Verfahren zurückgegriffen. Die hydrothermale Erdwärmenutzung generiert ihr Energiepotential über so genannte Tiefenwässer, die entweder niedrig- (bis 100 &ring;C) oder hochthermaler (über 100 &ring;C) Natur sind. Die petrothermale Geothermie nutzt dagegen trockene Gesteinsschichten. Gegebenenfalls kann auch auf das Verfahren tiefer Einzelsonden zurückgegriffen werden. Dann werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit die Geschichte und die Entwicklung von Geothermie und deren bisherige Nutzung kurz umrissen: Im Prinzip werden geothermische Vorkommen schon seit mehr als 10.000 Jahren vom Menschen verwendet. So nutzten bereits Indianer heiße Quellen zum Garen von Essen und zur körperlichen Regeneration nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Die wirkliche technische Nutzung von Geothermie kann an der Entwicklung der erdgekoppelten Wärmepumpe im Jahre 1945 in Amerika festgemacht werden. In Deutschland werden seit 1978 elektrische Wärmepumpen zur Bereitstellung von Niedertemperaturwärme in der oberflächennahen Geothermie eingesetzt. Anfang der 80er Jahre erlebte diese Form der Geothermie einen kurzen Boom. Ein deutlicher Aufwärtstrend lässt sich hierzulande seit 1994 erkennen.



Hofmann, Antje;
Der Wandel des Männerbildes in Werbeanzeigen der Technik in den letzten vier Jahrzehnten - eine Inhaltsanalyse der Werbeanzeigen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. - 161 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

"Kochende Muttis, waschende Omis, putzwütige Mädchen: Solche Bilder soll es künftig nicht mehr in der Fernsehwerbung geben." oder: "Braten gelungen, Frau im Glück" (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,576106,00.html, 11.11.2008; 16:23Uhr). Zitate wie diese sind im September 2008 zahlreich in den Medien präsentiert wurden. Dabei handelte es sich um die Debatte des EU-Parlaments, welches durchsetzen will, dass klischeehafte und frauenfeindliche Reklame verboten wird. Bereits beim Lesen dieser Zitate wird deutlich, das sich die Forschung sehr aktiv mit der Darstellung und der damit verbundenen Wirkung von Frauen in den Medien, bzw. in der Werbung beschäftigt. Zur Darstellung von Männern in der Werbung liegen gegenwärtig zwar veröffentlichte Studien vor, in die öffentliche Diskussion geraten diese aber kaum. Die vorliegende Arbeit knüpft an diesen Sachverhalt an. Sie beschäftigt sich mit der Darstellung von Männern in Werbeanzeigen der Technikindustrie und beobachtet diese Darstellungen über den Zeitraum von 1960 bis 2007, so dass ein Wandel in der Inszenierung von Männlichkeit nachgezeichnet werden kann. Um den verständnisrelevanten Deutungsrahmen zu spannen, wurden im ersten Schritt grundlegende Begriffe der Technik, sowie der Geschlechterforschung definiert, abgegrenzt und erläutert. Im anschließenden empirischen Teil der Arbeit wurde eine Bildanalyse der Werbeanzeigen im genannten Zeitraum durchgeführt. Die analysierten Printanzeigen wurden dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL entnommen. Dabei wurden aus jedem Jahrgang des Nachrichtenmagazins zwanzig Werbeanzeigen zufällig ausgewählt, so dass die Stichprobe n=960 Printanzeigen betrug. Die Forschungsmethodik orientierte sich am inhaltsanalytischen Vorgehen nach Früh, so dass auf theorie- und empiriegeleitetem Weg Forschungsfragen und Kategorien gefunden, bzw. gebildet wurden. Nach abschließender Probecodierung, Reliabilitäts- und Validitätsprüfung wurde die Erstellung des Untersuchungsinstruments abgeschlossen, womit die Werbeanzeigen codiert werden konnten und die generierten Daten in einem Datensatz zusammengefasst wurden. Die daraus resultierende statistische Auswertung wurde anhand von Häufigkeitsauszählungen vorgenommen. Dabei fand vorerst eine vollständige Betrachtung der Daten und anschließend eine Analyse der Daten nach Jahrzehnten geteilt, um die einzelnen Zeiträume separat betrachten zu können. Anhand dieser Resultate konnte im Nachgang der vorher erstellte Fragenkatalog und die Forschungsfrage beantwortet werden. Um der Codierung und Erklärung der Daten möglichst objektiv gegenüber zu stehen, wurde darauf verzichtet den theoretischen Rahmen zu Beginn der Untersuchung zu spannen, wie es für Untersuchungen dieser Art üblich ist. Demzufolge wurden die Theorien zur Einbettung der Analyseergebnisse erst betrachtet, nachdem die Bildanalyse abgeschlossen wurde. In Bezug auf den theoretischen Rahmen wurden Theorien aus den verschiedenen Wissenschaftsbereichen betrachtet, die einen möglichen Erklärungsgehalt für die Ergebnisse der Analyse liefern könnten. Im Anschluss wurden die ausgewählten Theorien auf ihre konkrete Anwendbarkeit, in Bezug auf die theoretische Einbettung der Daten aus der Analyse, geprüft. Das bedeutet, das der theoretische Rahmen mit den Ergebnissen der Studie in Zusammenhang gebracht wurden. Resümierend ist zu sagen, das der Wandel des Männerbildes in den Technikanzeigen insofern stattgefunden hat, das die dargestellten Männer im Laufe des Untersuchungszeitraums immer häufiger in Freizeit- und Sportkleidung abgebildet wurden und auch das durchschnittliche Alter der abgebildeten Männer im Zeitverlauf sank. Korrespondierend dazu werden die Männer gegenwärtig weniger häufig in Berufskleidung gezeigt werden, als dies zum Anfang des Erhebungszeitraums der Fall war. Trotz dieser Tendenzen ist zu sagen, dass die Männer während des gesamten Zeitraums am häufigsten in Businesskleidung dargestellt wurden, so dass der berufliche Sektor zwar an Bedeutung verlor, der Mann aber weiterhin mit beruflichem Erfolg, Professionalität und Seriosität verbunden wird. In Anzeigen, in denen neben dem Mann auch Frauen abgebildet wurden, wurde eine abnehmende Anzahl von stereotypen Darstellungen beobachtet, wobei zu sagen ist, dass im gesamten Zeitraum überwiegend auf diese Art von Darstellungen verzichtet wurde.



Schmidt, Nils;
Der Wording Guide als Instrument der Unternehmenskommunikation: normative Grundlagen, qualitative Studie und Handlungsempfehlungen am Beispiel der PC-Ware Information Technologies AG. - 243 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wording Guide als Instrument der Unternehmenskommunikation am Fallbeispiel der PC-Ware Information Technologies AG. Ziel ist es, das Regelungswerk des Sprachgebrauchs auf normativer Ebene zu diskutieren, empirisch zu erforschen und Handlungsanweisungen für das Fallbeispiel abzuleiten. Auf dem Gebiet der empirischen Forschung konnte keine vergleichbare Studie ermittelt werden. Im normativen Teil der Arbeit werden die Bedeutung der Sprache für die Kommunikation von Unternehmen beschrieben und spezifische Herausforderungen der IT-Branche vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Corporate-Wording-Ansatz von Hans-Peter Förster und der Entwicklung eines emergenten Ansatzes für den Wording Guide. Basierend auf der breiten sprach-, kommunikations- und transferwissenschaftlichen Annäherung wurden acht fokussierte Leitfadeninterviews mit Mitarbeitern der PC-WARE Information Technologies AG durchgeführt. Im Mittelpunkt der qualitativen Untersuchung stand die Ermittlung ihrer Erwartungen an Ziele, Gestaltungskategorien und Verbreitung des Wording Guide im Kontext ihres Berufsalltages. Vor dem Hintergrund der geringen theoretischen und fehlenden empirischen Durchdringung des Forschungssujets ist die vorliegende Arbeit bedeutsam. Ihr Ergebnis ist, dass der Wording Guide als Werk mit höchster Verbindlichkeit charakterisiert wird und zur Standardisierung verbaler Kommunikation und Corporate Identity, zur Senkung der fachlichen Fehlerrate von Informationstransfer und Korrespondenz sowie zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten von Mitarbeitern beitragen soll. Suggestivitätseffekte der Untersuchung können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Im Unterschied zur normativen Literatur wurde von den Befragten die Wichtigkeit eines Unternehmenswörterbuchs als Kernbestandteil des Wording Guide betont. Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung ist der PC-Ware Information Technologies AG die Einführung des Wording Guide in elektronischer Form ausdrücklich zu empfehlen. Eine weiterführende Exploration des Wording Guide unter Beachtung seines instrumentellen Anwendungscharakters ist eine viel versprechende Aufgabe der Wissenschaft.



Kummer, Jana;
Automobilwerbung in Deutschland und den USA am Beispiel der Marke Mercedes-Benz: eine inhaltsanalytische Untersuchung deutscher und amerikanischer Automobilwerbespots. - 257 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der deutschen und amerikanischen Automobilwerbung am Beispiel der Marke Mercedes-Benz. - Im Theorieteil dieser Arbeit erfolgt zunächst ein Exkurs über die Geschichte der Automobilwerbung. Anschließend werden definitorische und theoretische Grundlagen zur Werbung im Allgemeinen und zur Automobilwerbung im Speziellen erarbeitet. Zudem werden die Bereiche Kultur und internationale Werbung einer intensiveren Betrachtung unterzogen. Der theoretische Teil schließt mit einem kurzen Überblick über das Unternehmen der Daimler AG und die Kernmarke Mercedes-Benz ab. Unter Berücksichtigung der gewonnen Erkenntnisse wurden im Empirieteil jeweils 32 deutsche und amerikanische Automobilwerbespots der Marke Mercedes-Benz einer inhaltsanalytischen Untersuchung unterzogen. Ausgehend von der Forschungsfrage Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten können im Vergleich deutscher und amerikanischer Mercedes-Benz Werbespots herausgestellt werden?' wurden präzise Fragestellungen und Hypothesen formuliert. Auf Basis der aufgestellten Fragestellungen wurde ein Kategoriensystem zur Systematisierung der Automobilwerbespots entwickelt. Die Untersuchung ergab sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse kurz dargestellt. In den amerikanischen Werbespots stand am häufigsten das Automobil im Mittelpunkt, während die deutschen Spots am häufigsten eine Handlung in den Vordergrund stellten. In Bezug auf das Filmgenre ließ sich feststellen, dass die Hälfte der deutschen Werbefilme alltägliche Sachverhalte beziehungsweise Alltagssituationen (Slice of Life') aufzeigte. Unrealistische Handlungen und Situationen oder die Darstellung fiktiver Figuren (Abstraktes/Fantasie') fanden am meisten in der amerikanischen Werbung Verwendung. Des Weiteren kamen in den Werbespots beider Länder mehrheitlich Farbfilme zum Einsatz. Die Präsentation des Automobils erfolgte in der Mehrzahl der deutschen und amerikanischen Werbefilme im ersten Drittel des Spots', in der Farbe Silber' und in der Kombination von statischem/dynamischem Bewegungszustand. Hinsichtlich der Häufigkeit der Darstellung des Automobils konnte die Ausprägung oft' in der amerikanischen Fernsehwerbung am häufigsten codiert werden und in der deutschen die Ausprägung selten'. Das Modell wurde sowohl in den deutschen als auch in den amerikanischen Werbespots am häufigsten im Abspann' benannt. Weiterhin ließ sich bei jenen Darstellern mit direktem Produktbezug feststellen, dass diese mehrheitlich in den deutschen und amerikanischen Werbefilmen zum Einsatz kamen. Dabei handelte es sich vorwiegend um die Darstellung von Einzelpersonen. Der Anteil der männlichen Darsteller lag in der Werbung beider Länder deutlich höher als der Anteil der weiblichen Darstellerinnen. Bei der Überprüfung der Motive zeigte sich, dass Umweltbewusstsein ausschließlich in den deutschen Werbespots eingesetzt wurde und Qualität hingegen nur in den amerikanischen. Die Codierhäufigkeiten von Fahrspaß, Prestige, Komfort, Geschwindigkeit und Sicherheit waren in der deutschen und amerikanischen Werbung annähernd gleich. Zudem wurden Freiheit und Sportlichkeit/Leistung stärker in den deutschen Spots betont, während Design und Tradition in höherem Maße in den amerikanischen Werbefilmen zum Einsatz kamen. Die Vermittlung rationaler Eigenschaften zum Produkt Automobil erfolgte in der amerikanischen Fernsehwerbung häufiger als in der deutschen. Hierbei wurde in der amerikanischen Werbung stärker über leistungsbezogene, komfortbezogene und ökonomische Fakten informiert und in der deutschen Werbung eher über sicherheitsbezogene und ökologische Fakten. Als Emotionalisierungstechniken wurden in den Werbespots beider Länder Personen- und Tierabbildungen sowie Musik und Humor verwendet. Die meisten Codierungen betrafen die Personenabbildungen und die Verwendung von Musik, wobei diese in den amerikanischen Werbefilmen vergleichsweise stärker eingesetzt wurden. Fiktive Figuren und Erotik waren ausschließlich in der amerikanischen Werbung vorzufinden. Sicherheitsabträgliche Inhalte, die beispielsweise den Konsumenten zum Rasen oder zu einem riskanten Fahrverhalten verleiten, waren sowohl in den deutschen als auch in den amerikanischen Werbespots erkennbar. Jedoch stellten derartige Inhalte in den Werbefilmen beider Länder die Ausnahme dar. Vergleichende Werbung kam deutlich häufiger in den amerikanischen als in den deutschen Werbespots vor. Hierbei konnten in der Werbung beider Länder Vergleiche mit indirekter Bezugnahme auf die Konkurrenz identifiziert werden. Beim Einsatz von Sprache ließ sich nachweisen, dass diese häufiger in den amerikanischen Spots vorkam. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass in den deutschen Werbespots häufiger die Akteure sprachen, während dies in den amerikanischen Spots vorrangig ein Kommentator übernahm. Obwohl die verwendete Wortanzahl in der deutschen Fernsehwerbung höher war, wurde in der amerikanischen Werbung deutlich mehr über das Automobil gesprochen. Texteinblendungen konnten in allen amerikanischen Werbespots und in nur etwa 94 Prozent der deutschen Werbefilme identifiziert werden. Bezogen auf die Wortanzahl waren diese in der amerikanischen Werbung umfangreicher als in der deutschen. Bei den Informationen über den Hersteller zeigte sich, dass das Mercedes-Benz Logo in allen deutschen und amerikanischen Werbefilmen verwendet wurde. Der Markenname selbst kam in allen deutschen, aber nur in circa 84 Prozent der amerikanischen Werbespots zum Einsatz. Die Verwendung einer WWW-Adresse und eines Markenslogans war in der deutschen und amerikanischen Werbung anteilsmäßig gleich häufig. Zudem setzte Mercedes-Benz in der deutschen und amerikanischen Fernsehwerbung differenzierte Slogans ein. Die Ergebnisse erlauben aufgrund der geringen Stichprobe und der Beschränkung auf einen Automobilhersteller keine allgemeingültigen Aussagen. Für eine Festigung dieser Resultate müssten weitere Untersuchungen mit einer größeren Stichprobe folgen. Zudem wäre die Betrachtung deutscher und amerikanischer Automobilwerbung verschiedener Automobilhersteller von Bedeutung.



Schaltegger, Alexandra;
Theoriegeleitete Optimierung der Web Governance des Intranets von Siemens Building Technologies (BT) bezüglich Institution und Prozesse. - 195 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Der Anstoß zu dieser Diplomarbeit kam von der Firma Siemens Building Technologies mit dem Ziel, die Web Governance zu verbessern. Das Unternehmen Siemens BT ist ständigen Veränderungen und Umstrukturierungen unterworfen. Diese Diplomarbeit strebt eine Optimierung von Organisationsstrukturen und Prozessen bezüglich des Webs an, um auch weiterhin Produktivitätsreserven aus diesem Medium zu schöpfen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Themengebieten Organisationstheorie und Prozessmanagament im Rahmen eines Regelwerks zur Arbeit mit dem Web und umreißt notwendigerweise ebenso die damit eng zusammenhängende Problematik der Kontrolle und Akzeptanz einer Web Governance. Eine Optimierung des Regelwerks zur Handhabung des Webs basiert auf der Erfassung von Ist- und Soll-Zustand. Die Bestimmung erfolgt dabei mit Hilfe von Leitfadeninterviews, welche die notwendige Transparenz in Zuständigkeitsbereichen und Prozessabläufen schafft, um Schwachstellen aufzudecken und die Ansatzpunkte für geeignete Verbesserungsmaßnahmen identifizieren zu können. Das aktuelle Web-Organisations-Modell der Siemens BT hat sich als optimal erwiesen. Es umfasst eine zentrale Autorität, die zusammen mit dezentralen Einheiten versucht Strategie und Ziele des Unternehmens in den alltäglichen Arbeiten für und mit dem Web zu integrieren und kontrollieren. Der Einbezug von Unternehmenszielen in die Intranet Strategie, kein Kommunikationsplan und das Fehlen eines "roten Fadens " in der Aufbereitung von Inhalten haben sich hingegen als ungenügend herausgestellt. Die theoretisch gewonnenen Erkenntnisse wurden zusammen mit den Ergebnissen der Interviews praktisch umgesetzt und zu einem Soll-Zustand formuliert. Anhand der dargestellten Optimierungsmöglichkeiten wird eine effektive Verbesserung der Anwendung und Akzeptanz der Web Governance ermöglicht. Mit dieser Diplomarbeit liegen dem Unternehmen nicht nur Begründungen zur Verbesserung, sondern auch eine Reihe von Vorschlägen vor, die nun umgesetzt werden können.



Arnold, Ulrike;
Regenerative Energien in den Medien - inhaltsanalytische Untersuchung der Darstellung von Windkraft in deutschen überregionalen Tageszeitungen im Zeitraum von 2000 bis 2007. - 172 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Arbeit befasst sich der Darstellung regenerativer Energien in den Medien am Beispiel der Windkraft. Theoretisch ist die Analyse in den Bereich der Technik- und Wissenschaftskommunikation eingebettet und Windenergie-Technik wird als soziotechnisches System verstanden. Geprüft wurde, welches Bild von der Windkraft und ihrer Nutzung in deutschen überregionalen Tageszeitungen im Zeitraum von 2000 bis 2007 entworfen wird. In einer Vollerhebung wurden 500 Artikel über Windenergie der "Süddeutschen Zeitung", "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und "tageszeitung", als typische Fälle überregionaler Tagespresse, einer quantitativen sowie qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Es zeigte sich, dass 2003 und 2004 eine ausgeprägte Problemdiskussion erfolgte. Die vornehmlich neutrale sowie sachliche Berichterstattung ist durch wirtschaftliche als auch politische Kontexte, Themen und Akteure geprägt und findet mehrheitlich im Wirtschaftsressort statt. Nicht erklärte Fachbegriffe erschwerten teilweise die Verständlichkeit. Unterschiede zwischen den Zeitungen wurden nur im Detail deutlich. Insgesamt lag, aufgrund fehlender Hintergrundinformationen, häufig eine unsystematische Darstellung der Windkraft vor.



Stubenrauch, Dagmar;
Besonderheiten frauenspezifischer Anzeigenwerbung für Automobile - eine Inhaltsanalyse von PKW-Anzeigen in der Zeitschrift Brigitte. - 62 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Ständig steigende Aufwendungen für Werbung zeigen die Bedeutung, welche der Werbung von der Automobilindustrie zugeschrieben wird. Die Automobilhersteller in Deutschland investierten 2007 die Rekordsumme von 1,6 Milliarden Euro für die Schaltung von Werbeanzeigen, Spots und Plakate. Im selben Jahr erreichte die Zahl der Neuzulassungen bei PKW mit 3,15 Millionen ein historisches Tief und fiel damit auf das Niveau von 1990. Angesichts dieser Situation stellt sich die Frage, in welchen Bereichen noch Absatzpotentiale für die PKW-Hersteller bestehen. Es gibt Entwicklungstrends, die einen von der Zielgruppe Frau ausgehenden Nachfrageschub in der Automobilbranche begründen könnten. "Frauen stellen für die Automobilbranche ein wichtiges Wachstumssegment dar ...", so Doreen Schlicht, Pressesprecherin von mobile.de. Ein Auto als ein reines Frauenauto zu bewerben gilt allerdings in Fachkreisen als schwerwiegender Fehler. Angesichts dieser schwierigen Situation stellt sich die Frage, in welcher Form die Werbetreibenden der Automobilindustrie die Zielgruppe Frau in Anzeigen ansprechen. Die Arbeit hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Umfang und die Form der Ansprache von PKW-Werbung, die sich an Frauen richtet, mittels Inhaltsanalyse zu untersuchen. Es wird die Bedeutung der Zielgruppe Frau für die Werbeindustrie beleuchtet indem zunächst auf die veränderte Rolle der Frau eingegangen und die beschriebenen Veränderungen mittels volkswirtschaftlicher Fakten belegt werden. Die Hypothesen, die den Ausgangspunkt für die Untersuchung von frauenspezifischen PKW-Anzeigen bilden, werden entwickelt und dargestellt und anhand des der Analyse zu Grunde liegende Code-Buch mittels Inhaltsanalyse von Werbeanzeigen in Frauenzeitschriften überprüft.



Heyder, Daniela;
Die Erlebnismarke : Entstehung und Eigenschaftsprofil eines neuen Markentyps. - 126 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Marken begleiten und durchdringen unser gesamtes Leben. Sie markieren nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sie geben ein Leistungsversprechen, Orientierung und Entscheidungshilfe im Kaufprozess. Mehr denn je überstrahlen Marken heute die mit ihnen verknüpften Produkte und Dienstleistungen in ihrer Bedeutung und bauen eine emotionale Beziehung zum Konsumenten auf, sind Ausdruck seines sozialen Status und Lebensstils, geben ihm Identifikation. - Der Konsument steht einer Vielfalt an Wahlmöglichkeiten gegenüber. Er sucht aktiv seine Marke, die seine Werthaltungen widerspiegelt, seine persönlichen Bedürfnisse befriedigt und an seinen individuellen Lebensstil anknüpft. - Die Markeninflation sowie sozioökonomische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Trends stellen die Markenstrategie vor spannende Herausforderungen, sich im Wahrnehmungswettbewerb klar zu differenzieren und profilieren. - Der bisher im Vordergrund stehende technisch-funktionale Kernnutzen des Konsums wird als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt - ein Zusatznutzen, der an den aktuellen Erlebnis-Trend im Konsum anknüpft, kann eine substantielle Differenzierung einer Marke erzielen die Erlebnismarke entsteht. - Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Entstehen des Markentyps der Erlebnismarke und ihren profilierenden Eigenschaften. - Aktuelle wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Rahmenbedingungen wie Marktsättigung, substituierbare Produkte, Informationsüberlastung, geringes Involvement des Konsumenten, Wertetrends der Erlebnisorientierung oder die Neuen Medien verändern das Markenbewusstsein der Menschen und die Anforderungen an erfolgreiche Marken. Sie werden als Ausgangssituation für die Entstehung des Markentyps der Erlebnismarke als neue Differenzierungsstrategie näher beschrieben. Ihre profilierenden Eigenschaften werden normativ-logisch aus der separaten Betrachtung der Begriffe Marke und Erlebnis hergeleitet. Durch die Verankerung des Erlebnisses in der Markenidentität und die Umsetzung von sich acht herauskristallisierten Erlebnismarken-Eigenschaften an Markenkontaktpunkten entsteht das Eigenschaftsprofil der Erlebnismarke. - Mit dem entwickelten Instrument Erlebnismarken-Eigenschaftsprofil (EEP) kann die Verankerung des Erlebnisses in der Identität und die Differenzierung einer Marke hinsichtlich ihrer Erlebnismarken-Eigenschaften an ihren Kontaktpunkten qualitativ bewertet werden. Die Anwendung des Profils auf die Marken BMW und MINI in Experteninterviews innerhalb der BMW Group bestätigte nicht nur sein Funktionieren, sondern lieferte aussagekräftige Ergebnisse zur Ist-Differenzierung der Marken BMW und MINI als Erlebnismarken in der Automobilbranche. Basierend auf dieser Evaluation des EEPs wurden Implikationen für die zukünftige differenzierte Markenausrichtung und Anreicherung in Richtung Erlebnismarke abgeleitet.



Mayas, Cindy;
Angewandte Kommunikationswissenschaft für Museen : Kommunikation fachwissenschaftlicher Informationen anhand der Konzeption von Ausstellungssituationen für das Goethe-Museum Ilmenau. - 107 S.. : Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Museen sind Orte der Kommunikation. Im Rahmen ihrer Vermittlungsfunktion bieten sie verschiedene Informationsmöglichkeiten an, zu denen die Kommunikationswissenschaft einen Beitrag leisten kann. Der Museumsrezipient wird nicht als passiver Besucher sondern als aktiver Benutzer betrachtet, der das Museum und seine Informationsangebote als Hilfsmittel zur Wissensaneignung eigenständig selektiert, anwendet und erlebt. Die im Museum verwendeten Medien können durch den gezielten Einsatz ihrer verschiedenen Eigenschaften die Aufmerksamkeit und Konzentration der Benutzer beeinflussen. Um solche Verarbeitungsprozesse anzuregen, wurde für das Museum der Stadt Ilmenau ein multimodales Konzept entwickelt. Für verschiedene Botschaften wurden Kommunikationssituationen erarbeitet, die durch einen gezielten Medieneinsatz die vermittelten Inhalte unterstützen und die verschiedenen Sinne der Benutzer individuell ansprechen. Die Vermittlungsprozesse sind daher in jeder Ausstellung und für jeden Benutzer einzigartig.



Händel, Antje;
Die Erwartungen von Frauen und Männern ab 65 Jahren an die Gestaltung von Bedienungsanleitungen : eine explorative Studie. - 255 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit beschäftige sich mit Erwartungen der über 65-jährigen Frauen und Männer an die Gestaltung von Bedienungsanleitungen. Als zentraler Aspekt sollten mögliche geschlechterspezifische Unterschiede bei diesen Erwartungen herausgestellt werden. Ziel war es Anregungen für zielgruppenorientierteres Verfassen von Anleitungen für technische Redakteure geben zu können. Grundlegende Unterschiede zwischen den Männern und Frauen der Zielgruppe bezogen auf Technikakzeptanz, Nutzung von Geräten aus den Bereichen der Haushaltstechnik und Informations- und Kommunikationstechnik dienten als theoretische Grundlage der Arbeit. Gewohnheiten im Umgang mit Bedienungsanleitungen und altersbedingte physische und psychische Veränderungen und daraus folgende Einschränkungen im Alltag wurden ebenfalls betrachtet. Auf allgemein gültigen Gestaltungskriterien aufbauend und bezogen auf die einzelnen Inhaltsabschnitte und Elemente von Bedienungsanleitungen, wurde eine empirische Untersuchung der Zielgruppe in Form einer schriftlichen Befragung und einer Online-Befragung im Juni und Juli 2008 durchgeführt. Insgesamt konnten die Angaben von 76 Frauen, im Alter von 65 bis 89 Jahren, und 60 Männern, im Alter von 65 bis 90 Jahren, zur Auswertung herangezogen werden. - Die Ergebnisse der Auswertung der Untersuchung bestätigten im Allgemeinen, die in der Wissenschaft bereits vorhandenen, seniorengerechten Gestaltungskriterien von Anleitungen. Grundlegende unterschiedliche Erwartungen von Frauen und Männern der Zielgruppe an die Gestaltung von Bedienungsanleitungen konnten nicht festgestellt werden. Lediglich bezogen auf die Ausführlichkeit von Anweisungen, auf die Männer und Frauen in verschiedenen Abschnitten der Anleitung besonderen Wert legen und die Verwendung von Fachbegriffen und Fremdwörtern, die vor allem Frauen als Ursache von Verständnisproblemen von Anleitungen nannten, können als geschlechterspezifische Unterschiede benannt werden.



Hellmann, Sophie;
Technikkommunikation in Printmedien am Beispiel der Darstellung von IT-Sicherheit : eine vergleichende Inhaltsanalyse der Berichterstattung in SPIEGEL und c't. - 98 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit Technikkommunikation in Printmedien am Beispiel der Darstellung von IT-Sicherheit. Untersucht wurden die populärtechnische Zeitschrift c't und das Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Zunächst wurden sowohl technische als auch soziokulturelle, politisch-rechtliche und ökonomische Aspekte der IT-Sicherheit herausgearbeitet. Die kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen bildeten theoretische Betrachtungen zu Massenkommunikation im Allgemeinen sowie Technikkommunikation und Wissenstransfer über Massenmedien im Speziellen. IT-Sicherheit wurde dabei als soziotechnisches System nach Ropohl verstanden. Anhand der theoretischen Grundlagen wurden mittels einer vergleichenden Inhaltsanalyse sowohl formal-gestalterische, inhaltlich-thematische als auch sprachliche Merkmale von 220 Artikeln aus SPIEGEL und c't im Untersuchungszeitraum zwischen 1990 und 2007 analysiert. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede in der Berichterstattung über IT-Sicherheit in beiden Zeitschriften, die eine technikorientierte Perspektive der c't sowie eine kontext- bzw. problemorientierte Perspektive des SPIEGEL bestätigen. Insgesamt kann eine adressatengerechte Darstellung des Themas in beiden Zeitschriften nachgewiesen werden.



Schmidsfeld, Heidi; von
Der demographische Wandel Deutschlands und seine mediale Darstellung in der überregionalen Tagespresse : eine inhaltsanalytische Betrachtung der Berichterstattung der F.A.Z. und taz von Januar 1997 bis Juni 2007. - 185 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der medialen Darstellung des demographischen Wandels in überregionalen Tageszeitungen. Der demographische Wandel begann in Deutschland Anfang der siebziger Jahre, als das Bevölkerungswachstum in einen Schrumpfungsprozess überging. Die mediale und politische Thematisierung der ursächlichen Einflüsse, wie die sinkende Geburtenrate, steigende Lebenserwartung und Wanderung, sowie der resultierenden gesellschaftlichen Folgen wurden lange gemieden. Für die deutsche Bevölkerung entsteht durch derzeitige und zukünftige Veränderungen ein Informationsbedürfnis, dessen Erfüllung Aufgabe der Medien ist. Die Presse nimmt hier aufgrund ihrer hohen Glaubwürdigkeit eine besondere Funktion als Mittler zwischen Politik, Wissenschaft und Bevölkerung wahr. Am Beispiel zweier überregionaler Qualitätszeitungen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der taz wurden deshalb Umfang und Häufigkeit der Berichterstattung analysiert. Die in beiden Zeitungen favorisierten Inhalte, ihre journalistische Darstellung, sowie die Tendenz der Berichterstattung ergaben sich als weitere Untersuchungsschwerpunkte. Mittels inhaltsanalytischer Verfahren wurde die Berichterstattung über den Zeitraum von 1997 bis 2007 im Längsschnitt untersucht, um Aussagen über die mediale Beachtung des demographischen Wandels treffen zu können. Für die Auswahl des Untersuchungsmaterials wurden 11 Schlagwörter festgelegt, nach denen die Sichtung der Beiträge erfolgte. Bei der taz wurde anschließend eine Vollerhebung aller 233 gefundenen Artikel zum demographischen Wandel durchgeführt, während aus der F.A.Z. durch systematische Zufallsauswahl eine vergleichbare Stichprobe von 216 Artikeln gezogen wurde, so dass für die Untersuchung n = 449 Beiträge zur Verfügung standen. Entsprechend der Vorüberlegungen zeigte sich, dass die Häufigkeit der Berichterstattung beider Zeitungen im Untersuchungszeitraum zunimmt. Ab 2001 wird zudem verstärkt zusammenhängend über mehrere Monate berichtet. Dabei werden häufiger sachliche Informationen statt Meinungsdarstellungen veröffentlicht, die systematisch Informationen für den Leser strukturieren. Tendenziell zeigt sich bei etwa der Hälfte aller Beiträge eine neutrale Berichterstattung ohne inhaltliche Tendenz. Extrem negative und positive Berichterstattung wird vermieden, wobei häufiger negative Folgen als Chancen betrachtet werden. Als Hauptursache der demographischen Alterung wird die sinkende Geburtenrate angesehen, woraus als häufigste primäre Folge ein Bevölkerungsrückgang resultiert. Positive Auswirkungen zeigen sich für den Arbeitsmarkt, negative Folgen betreffen am häufigsten die Infrastruktur und die gesetzlich Rentenversicherung. Lösungen für demographische Probleme werden ursachenbezogen in erster Linie in familienfördernden Maßnahmen gesehen. Als Hauptthema wird der Bevölkerungsrückgang als Auswirkung des demographischen Wandels identifiziert. In Bezug auf andere gesellschaftliche Themen werden überwiegend die Folgen für die Rentenversicherung und die Sozialsysteme als problematisch betrachtet. Inhaltlich berichtet die taz vorwiegend über den Bevölkerungsrückgang in Deutschland, während die F.A.Z. am häufigsten über Maßnahmen im Bereich Familienpolitik und Kinder berichtet. Unterschiede zeigen sich vor allem strukturell in Umfang, Häufigkeit und Aufbau der Berichterstattung. Übereinstimmungen finden sich in der Darstellung der Ursachen und primären Folgen des demographischen Wandels. Für die sekundären Auswirkungen und Lösungsansätze gibt es keine einheitliche Tendenz in der Berichterstattung. Es werden medial jedoch häufiger negative Folgen thematisiert, als Chancen in der Entwicklung gesehen.



Albrecht, Stefanie;
Kommunikation und Technik: inhaltsanalytische Betrachtung der Milieuspezifik aktueller Automobilwerbeanzeigen in ausgewählten Publikumszeitschriften des Jahrgangs 2007. - 137 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Der deutsche Werbemarkt unterliegt mehr und mehr dem Druck, die jeweilige Zielgruppe so konkret und spezifisch wie möglich anzusprechen. Dafür ist es unumgänglich, dass die Zielpersonen transparent für die Werbenden erscheinen. Ein Ansatz, diese Transparenz zu bilden, ist die Einordnung von Personen in soziale Milieus. Damit soll versucht werden, unter anderem die Interessen, Einstellungen, Erwartungen oder Hoffnungen dieser Gruppen offen zu legen. - Die vorliegende Studie befasst sich mit der inhaltsanalytischen Betrachtung der Milieuspezifik aktueller Automobilwerbeanzeigen in ausgewählten Publikumszeitschriften des Jahrgangs 2007. Ziel der Studie war es zu analysieren, ob eine Milieuspezifik in den Anzeigen vorliegt und damit die Erwartungen der Zielgruppen erfüllt werden. Dies geschieht mit einem Abgleich zwischen Produkteigenschaften, die in den Anzeigen beworben werden und den vermuteten Erwartungen der Sinus Milieus der Sinus Sociovision GmbH an das Automobil. Bezüglich der Produkteigenschaften wird eine Anzahl von n=663 Automobilanzeigen aus den Publikumszeitschriften AUTO BILD und auto motor und sport einer Inhaltsanalyse unterzogen, die quantitative und qualitative Schritte und Eigenschaften integriert. - Zusammenfassend kann gesagt werden, dass weder in den Anzeigen der AUTO BILD, noch in denen der auto motor und sport eine Milieuspezifik erkennbar ist. Aufgrund der Analyse von einzelnen Beispielmodellen wird zudem zweifelsfrei davon ausgegangen, dass die Unternehmen lediglich die spezifischen Charakteristika des Automobils bewerben. Darüber hinaus werden die Anzeigen in beiden Zeitschriften relativ identisch gebucht, was gegen eine MiIieuspezifik spricht und andere Gründe wie zum Beispiel die Veröffentlichungsweise oder Vorlieben vermuten lässt. - Wird der Werbewirkung von Sinus Milieus zugestimmt beziehungsweise Vertrauen geschenkt, sollte es vor allem die werbende Automobilindustrie dazu bewegen, die Inhalte ihrer Anzeigen zu überdenken. Für die Redaktionen der Publikumszeitschriften ist der Inhalt der Anzeigen nebensächlich. Rein die Tatsache, dass Modelle beworben werden liegt in ihrem Interesse. - Die Ergebnisse der Diplomarbeit sollen als Orientierung für Werbende in der Automobilindustrie, aber auch als Basis und Vergleichsmaterial für weitere Untersuchungen im thematisierten Forschungsfeld dienen.



Siebrandt, Steffen;
Praktische Aspekte der Technikkommunikation und Wissenschaftskommunikation : Erstellung eines Konzeptes für eine Praxiswerksatt. - 117 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die anspruchsvolle Kommunikationssituation an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik existiert schon seit langem. In der heutigen Zeit ist die Kommunikation über Technik und Technikgebrauch durch die zunehmende Technisierung der meisten professionellen und privaten Lebensbereiche ein zentraler Bestandteil moderner gesellschaftlicher Prozesse geworden. Neue Kommunikationstechnologien, veränderte Prozesse und innovative Produkte tragen dazu bei, dass die Vermittlung von Wissen über Technik und Technikgebrauch vor neuen Herausforderungen steht. Daraus ergibt sich die Forderung nach einer Professionalisierung von Technikkommunikation und damit auch die Forderung nach entsprechend geschultem Personal. Deshalb sind Lehrangebote zu schaffen, welche dazu beitragen diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Die bloße Vermittlung von Fachwissen der verschiedenen Domänen ist dabei nicht ausreichend. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Lehrangebote bereit zu stellen, welche es ermöglichen Fähigkeiten zur Anwendung des Fachwissens in authentischen Problemsituationen zu erwerben. Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die Erstellung eines Konzeptes für eine Praxiswerkstatt, bei der die Studenten eine Aufgabe aus der beruflichen Praxis unter Einsatz von Fachwissen bewältigen müssen. Das Thema der Praxiswerkstatt leitet sich aus der Technikkommunikation und deren möglichen Anwendungsfeldern ab und lautet: "Die Gestaltung eines Mobiltelefons in Form und Funktion unter dem Aspekt der Gebrauchstauglichkeit". Für die Erarbeitung des Konzeptes und das Verständnis von Lehr- und Lernprozessen ist es notwendig, sich mit der Theorie des Lernens und Lehrens auseinander zu setzen. Dabei werden die unterschiedlichen Sichtweisen von Lernen, die in Form von Lerntheorien vorliegen, und die unterschiedlichen Vorstellungen über die Gestaltung von Lehrangeboten der Didaktik und des Instruktionsdesigns betrachtet. Die Theorie des Lehren und Lernens stellt den Bezugsrahmen für die Planung und Analyse des Lehrangebotes dar. Sie ermöglicht eine Reflexion des eigenen Vorgehens, eine Erweiterung des Spektrums an Alternativen bei der Gestaltung von Lernumgebungen sowie den bedarfs- und zielorientierten Einsatz von Methoden und Lernmitteln. Neben der Theorie des Lehrens und Lernens sind die Rahmenbedingungen der universitären Lehre zu identifizieren. Dies beinhaltet eine Beschäftigung mit den die Hochschullehre betreffenden Gesetzen, sowie der Studienordnung der TU Ilmenau und dem Studiengang Angewandte Medienwissenschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei die darin definierten Anforderungen an die Hochschulausbildung. Des Weiteren gilt es sich mit der Erstellung von Konzepten, speziell für Lehrangebote, auseinander zu setzen. Dies beinhaltet die Vorgehensweise sowie die Erarbeitung und Analyse der Strukturelemente von Lehrangeboten. Zentral dabei ist, wie die einzelnen Strukturelemente ausgestaltet werden können, welche Gestaltungsalternativen vorliegen und was dabei zu beachten ist. Basierend auf den Vorüberlegungen zu der Theorie des Lehren und Lernens, den Rahmenbedingungen universitärer Lehre und der Konzeption von Lehrangeboten wird das Konzept der Praxiswerkstatt erstellt. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Ausgestaltung der Strukturelemente Ziele, Inhalte und Methoden. Dabei ist zu beachten, dass das Lehrangebot den Anforderungen an die universitäre Lehre gerecht wird. Insbesondere soll es den Erwerb von Fähigkeiten der Anwendung von Fachwissen in berufsspezifischen Problemsituationen ermöglichen. Inhaltlich beschäftigen sich die Studenten mit den Aspekten der Produktentwicklung und dem Usability-Engineering. Aus diesen sind die notwendigen Arbeitsschritte für den Gestaltungsprozess abzuleiten. Die einzelnen Schwerpunkte der Praxiswerkstatt sind dabei die Analyse der Ansprüche der Nutzer, die funktionale und formale Gestaltung des Mobiltelefons sowie die Evaluation der Gestaltungsergebnisse unter dem Usability-Aspekt.



Buchert, Vera;
Welche Spezifika weist das World Wide Web als Werbemedium auf?. - 135 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Online-Werbung im Internetdienst World Wide Web. Sowohl Werbung als auch das Internet und sein Dienst WWW werden als Untersuchungsgegenstände im theoretischen Teil erläutert. Der Fokus bei der Online-Werbung liegt dabei auf den Unternehmens-Websites und der Bannerwerbung. Untersucht wurde, welche Spezifika das WWW als Werbemedium aufwies. Hypertextualität, Interaktivität und Multimedialität wurden als zentrale Merkmale des Werbemediums WWW definiert. Der empirische Teil der vor-liegenden Arbeit beschäftigt sich mit der Bannerwerbung. Hierfür wurden auf Grundlage wissenschaftlicher Studien Merkmale der Bannerwerbung wie z.B. Gestaltungsvariablen und Anforderungen, die speziell an die Online-Inhaltsanalyse bestehen, herausgearbeitet. Insgesamt wurden im Jahr 2008 N=161 Werbebanner auf den Startseiten der Online-Werbeträger Bild.de, Spiegel Online, ProSieben.de und RTL.de einer quantitativen Online-Inhaltsanalyse unterzogen. Es zeigte sich, dass multimediale und interaktive Werbeelemente bei der Bannerwerbung nur wenig eingesetzt wurden. Zukünftige Studien sollten weitere Spezifika wie die Flüchtigkeit und den Rückkanal der Online-Werbung in die Analyse von Bannerwerbung miteinbeziehen.



Weber, Susanne;
Medieneinsatz in Museen - Entwicklung einer multimedialen Ausstellungskonzeption für das Theatermuseum in der Reithalle Meiningen. - 129 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

In der vorliegenden Diplomarbeit galt es, ein multimediales Ausstellungskonzept für das Theatermuseum in der Reithalle Meiningen zu entwickeln. - Das Theatermuseum gehört zum Museumsverbund Meininger Museen und widmet sich der Meininger Theatergeschichte aus dem 19. Jahrhundert. Die Meininger Museen erstreben in einem längerfristigen Prozess die dortige Ausstellungspraxis zu erneuern. Es galt ein Konzept zu entwickeln, das konkrete Ideen zur medialen und multimedialen Vermittlung theatergeschichtlicher Inhalte anbietet. In der ersten Phase der Arbeit stand die Recherche der Theatergeschichte und Ausstellungspraxis im Vordergrund. Die zweite Phase war bestimmt durch die Eingrenzung des Wissensfundus und die Festlegung von 12 Themen, die für eine Umsetzung und Bearbeitung in Frage kamen. Die Entwicklung von medialen und multimedialen Umsetzungsformen nach kommunikationswissenschaftlichen Methoden schloss sich in der dritten Phase an. Die einzelnen Themen wurden dabei in verschiedenen Varianten umgesetzt. Ergebnis dieses Prozesses ist ein Ideenkatalog - ein Konzept - mit detailliert aufgeschlüsselten Vorschlägen, die den Meininger Museen als Anregung, zum Weiterentwickeln, zum Modifizieren und Umsetzen dienen sollen.



Zenker, Jeannine;
Das Problem der Validität und Reliabilität der Werbewirkungsforschung : eine bewertende Literaturstudie. - 125 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Werbung wirkt! Das wissen wir. Doch bleibt die Frage offen, wie sie wirkt. Viele zum Teil wechselseitige Einflussfaktoren bestimmen das Auftreten spezifischer Wirkungsmechanismen. Diese komplexen und abstrakten Prozesse erschweren eine ganzheitliche und allgemein gültige Erklärung der Werbewirkung. Das Aufgabenfeld der Werbewirkungsforschung ist daher von einer Vielfalt untersuchter Fragestellungen, Wirkungskriterien und Messmethoden geprägt. Ein Vergleich der Untersuchungsergebnisse ist folglich kaum möglich und der Erkenntnisgewinn oft sehr gering. Eine kritische Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen von spezifischen Methoden erfolgt in den seltensten Fällen. Aufgrund der mangelnden Repräsentativität der Ergebnisse weist die Werbewirkungsforschung eine Reihe unverbunden nebeneinander stehender theoretischer und methodischer Ansätze auf, die sich nur schwer in einen übergeordneten theoretischen Rahmen bringen lassen. Ziel der Diplomarbeit war daher die Aufarbeitung und gleichzeitige Darstellung des aktuellen Forschungsstandes der Werbewirkungsforschung unter den Aspekten der Validität und Reliabilität. Es wird aufgezeigt, inwieweit bisherige Werbewirkungsmodelle einen Beitrag zur heutigen Werbewirkungsforschung leisten und welche Messmethoden herangezogen werden. Parallel wird versucht, die Vielzahl der oftmals widersprüchlichen Befunde der Wirkungsforschung in einen übergeordneten theoretischen Rahmen zu integrieren.



Beck, Teresa;
Gestaltung von Messeständen unter kommunikationswissenschaftlichen Aspekten. - 147 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Der Titel der vorliegenden Diplomarbeit lautet "Gestaltung von Messeständen unter kommunikationswissenschaftlichen Aspekten". Die Arbeit befasst sich praxisnah mit den drei zentralen Punkten "Messe", "Messestand" und "Messestandgestaltung". An geforderter Stelle werden einzelne Aspekte aus der kommunikationswissenschaftlichen Perspektive betrachtet. Der thematische Fokus liegt auf der Informationsvermittlung und der Kommunikation zwischen ausstellenden Unternehmen und einer Zielgruppe auf der Messe. Das Kommunikationsinstrument Messe im Allgemeinen und insbesondere der Messestand und die Gestaltungskomponenten von Messeständen werden herausgearbeitet. Entsprechend reflektierte Literatur über Messe, Messestand und Gestaltung, kommunikationswissenschaftliche Grundlagen und Modelle sowie aktuelle Studien bilden das Fundament der Ausführungen.



Boehm-Wirt, Stefan;
Die Kommunikaion von Finanzdienstleistungen deutscher Großbanken : eine normative und empirische Analyse. - 188 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von Bankenwerbung. Dabei wird im ersten Teil ein grober Überblick über das Forschungsfeld der Werbewirkungsforschung gegeben und ausgewählte Modelle erklärt. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Einstellungsveränderung im Rahmen einer empirischen Längsschnittstudie untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sich die Einstellung der Befragten gerade hinsichtlich der in den Werbekommuniques thematisierten Inhalte veränderte.



Flug, Melanie;
Determinanten der Technikakzeptanz von M-Commerce-Diensten : eine Benutzerstudie der Produktakzeptanz von mobilen Anwendungen. - 225 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen der Akzeptanzforschung mit der theoriegeleiteten Identifikation der bestimmenden Einflussgrößen auf die Nutzerakzeptanz von M-Commerce-Diensten. Es sollte die Frage beantwortet werden, welche Akzeptanzdeterminanten einen entscheidenden Einfluss auf die Nutzerakzeptanz und damit den wirtschaftlichen Erfolg von mobilen Anwendungen haben. M-Commerce-Dienste sind Nutzungsgüter, woraus sich das Verständnis der Akzeptanzausprägungen in Form der Nutzungsbreite, -intensität und -dauer ableitete. Die Akzeptanzdeterminanten wurden auf den vier Ebenen Technik, Mensch, Markt und Aufgabe identifiziert. Das Forschungsmodell wurde anhand einer Benutzerstudie in Form einer Online-Umfrage empirisch überprüft. An der Befragung zu Beginn des Jahres 2008 nahmen 270 Mobilfunknutzer teil. - Für die Akzeptanzforschung ergab sich, dass die Determinanten nicht in einem einfachen Kausalmodell darstellbar sind. Für die Praxis zeigte sich, dass eine Nutzungsbarriere besteht, dessen Überwindung wesentlich von der Kompetenz, d.h. dem Wissen und den Fähigkeiten der Nutzer sowie einem erkennbaren Mehrwert neuer Anwendungen abhängt. - Zentrales Fazit ist, dass die Unternehmen insbesondere ihre jüngeren Kunden im Kompetenzerwerb unterstützen müssen, indem sie intensiv in die Kommunikationspolitik investieren. Ziel muss es sein, den Telekommunikationsmarkt transparent durch ausreichende Produktumfeldinformationen zu gestalten, den Anwendern die bestehenden Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Produkte selbst zu entkomplizieren. Unternehmen müssen ferner Anreize für eine höhere Nutzungshäufigkeit schaffen, denn mit einer intensiveren Nutzung ist auch mit einer höheren Nutzungsdauer zu rechnen.



Wang, Xin;
Informationsgewinnung und Kommunikationsstrategien im Business to Business Sektor zur Steigerung von Marktanteilen - eine Kommunikations- und Marktanalyse am Beispiel Industriehydraulik im Powertrainbereich der europäischen LKW-Industrie. - 91 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Gegenstand der Arbeit war es, eine Kommunikationsanalyse durchzuführen. Dabei sollte die Qualität der direkten Kommunikation zwischen Bosch Rexroth (BR) und verschiedenen LKW-Herstellern analysiert werden. Hintergrund ist, dass BR seine Produkte über den Umweg der Original Equipment Manufacturer (OEM) an die LKW Hersteller liefert. Um besser und schneller auf die künftigen Bedürfnisse der Endkunden (LKW-Hersteller) reagieren zu können, bedarf es einer direkten Kommunikation zwischen BR und den Endkunden. Den Ist-Zustand dieser Kommunikation herauszuarbeiten und mögliche Handlungsalternativen zu entwickeln stellte den Schwerpunkt dieser Arbeit dar. - Dafür wurde zunächst eine Befragung der Global Account Manager (GAM) von BR durchgeführt. Zum einen sollte so herausgefunden werden, wie die GAM für sie als relevant eingestuften Informationen generieren und wie diese Informationen eingesetzt werden. Zum Anderen sollte die Selbsteinschätzung der GAM hinsichtlich der Kommunikations- und Informationsqualität herausgearbeitet werden. - Dabei zeigte sich, dass es die Ausnahme ist, dass ein GAM nur für einen Hersteller zuständig ist. Die Mehrzahl muss mehrere Hersteller parallel betreuen, wodurch eine gezielte und vertiefende Zusammenarbeit erschwert wird. Bei der Informationsbeschaffung kommt es vor allem auf die individuelle Kreativität der einzelnen GAMs an, wobei Quantität und Qualität der Informationen sehr unterschiedlich ausfallen. - Dieser Eindruck bestätigte sich bei der Beschaffung und anschließenden Analyse von Daten der LKW Hersteller für den zweiten Teil der Arbeit. Es konnte nicht bei allen Herstellern auf die gleichen Informationen zurückgegriffen werden. Über die Informationen aus den Geschäftsberichten hinaus, blieben die Auswertungen der Markt- und Produktionsdaten der LKW Hersteller ebenso Stückwerk, wie die konkrete Auflistung der Beteiligungen und Potentiale von BR an verschiedenen Projekten der LKW Hersteller. Da in der Regel der "Umweg" über die jeweiligen OEM gegangen werden muss, ist eine Auswertung der konkreten potentiale für BR schwierig. - Aus diesem detaillierten Wissen, könnte in zweifacher Weise auf die OEM Einfluss genommen werden. Von Seiten der LKW Hersteller könnte die direkte Forderung nach BR-Komponenten an die jeweiligen OEM gehen. Weiterhin könnte BR auf die OEM zugehen und mit dem Detailwissen um geplante Projekte und des damit verbundenen Technologiebedarfs der LKW-Produzenten einen Informationsvorsprung gegenüber Wettbewerbern anführen.



Witzel, Nancy;
Die mediale Kommunikation über die Klonforschung im deutsch-britischen Vergleich : eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der Nachrichtenmagazine Spiegel und Economist. - 115 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der medialen Berichterstattung Deutschlands und Großbritanniens über die Klonforschung. Die Grundannahme besteht darin, dass Kommunikation über Wissenschaftszweige wie dem Klonen in modernen Demokratien hauptsächlich über die massenmediale Öffentlichkeit stattfindet. Damit prägen die Medien in ihren sozialen, politischen und ökonomischen Funktionen die Inhalte und Strukturen der öffentlichen Meinungsbildung entscheidend. Die theoretische Grundlage bildet die funktional-strukturelle Systemtheorie, die Öffentlichkeit als ein Funktionssystem betrachtet, für das der Journalismus als autonomer Beobachter Leistungen erbringt. Auch der Wissenschaftsjournalismus arbeitet als Teil dieses Leistungssystems und nicht nach dem Paradigma der Wissenschaftspopularisierung. Er fungiert folglich nicht als reiner Übersetzer wissenschaftlichen Wissens, sondern gemäß seiner eigenen Selektions- und Verarbeitungsmechanismen. Grundlage dieser Studie bilden in diesem Zusammenhang vor allem die Nachrichtenwerttheorie, das Framing-Konzept und journalistische Qualitätsfaktoren. Zur Wissenschaftsberichterstattung existieren bereits zahlreiche Studien, die sich mit verschiedenen empirischen Methoden, sowohl allgemeinen als auch themenspezifischen Darstellungen in allen Medienarten gewidmet haben. Zum Thema Klonen gibt es bisher nur qualitative Querschnittsanalysen, die keinen repräsentativen Charakter haben. Daher wurde dieser Forschungsbereich durch eine umfassende Längsschnittanalyse ergänzt. Geprüft wurde, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in der Darstellung des Klonens zwischen deutschen und britischen Medien gibt. Dies ist von besonderem Interesse, da beide Länder völlig unterschiedliche rechtliche Regelungen und Anwendungsmöglichkeiten in Bezug auf die Klonforschung haben. Dabei steht im Vordergrund das Erkenntnisinteresse nach den relevanten Nachrichtenfaktoren, weiterhin wie die Verfahren und Ziele des reproduktiven und therapeutischen Klonens inhaltlich vermittelt werden, wie der nationale und internationale Umgang mit der Klonforschung beschrieben wird und wie die die Berichterstattung sprachlich und illustrativ unterstützt wird. Als geeignetes Erhebungsinstrument wurde die Inhaltsanalyse gewählt. Untersuchungsgegenstand sind die meinungsführenden Nachrichtenmagazine "Der Spiegel" für Deutschland und "The Economist" für Großbritannien. Im Untersuchungszeitraum, der sich von Januar 1997 bis Juni 2007 erstreckt, wurden insgesamt 105 Artikel als relevante Analyseeinheiten gefunden, wobei 61 aus dem Spiegel und 44 aus dem Economist stammen. Die Erhebung erfolgte sowohl quantitativ mit Hilfe eines standardisierten Kategoriensystems, als auch qualitativ im Hinblick auf die Formulierung der einzelnen Aussagen und die Frames, die zuvor in einer qualitativ-explorativen Analyse festgelegt wurden. Es zeigte sich, dass der Spiegel häufiger über das Thema Klonen berichtete, als der Economist. Das deutsche Nachrichtenmagazin etablierte das Klonen in seiner Berichterstattung seit der Geburt des Klonschafes Dolly, die Auslöser einer Diskussion um moralische Grundsatzfragen war. Der Economist hingegen bemaß Dolly keinen Nachrichtenwert und erwähnte sie lediglich. In seiner Berichterstattung ist das Thema Klonen erst seit 2001 wirklich etabliert, dem Jahr in dem das therapeutische Klonen in Großbritannien gesetzlich zugelassen wurde. Beide Nachrichtenmagazine thematisieren vorrangig Ereignisse, bei denen die Nachrichtenfaktoren Nähe, Dynamik und Valenz eine Rolle spielen. Dabei handelte es sich vor allem um aktuelle Forschungen bzw. Forschungsresultate der USA und anderer Länder. Auffallend ist, dass der Economist fünfmal so häufig wie der Spiegel, anlässlich politischer Beschlüsse bzw. Gesetze der USA berichtete und zu diesen Stellung bezieht. Das ist damit begründbar, dass das Magazin in den Vereinigten Staaten einen hohen Absatzmarkt hat. Inhaltlich zeigten sich vor allem Unterschiede im Bezug auf die Formulierungen und die Wissensvermittlung. Der Spiegel rückte häufiger und intensiver die Gefahren und Nachteile des reproduktiven Klonens in den Vordergrund, als der Economist. Vor allem in den ersten Untersuchungsjahren fanden sich im deutschen Magazin oft sorgenvolle und teilweise reißerische Formulierungen zu den Möglichkeiten geklonter Menschen, Instrumentalisierungsaspekten und der Unaufhaltsamkeit der Wissenschaft. Auch die Defekte geklonter Tiere wurden generell detaillierter beschrieben. Der Economist berichtet bezüglich des reproduktiven Klonens und auch insgesamt sachlicher. Zudem sind seine Darstellungen von Standpunkten ausgewogener, indem Pro- und Contra-Aspekte oft direkt gegenübergestellt sind. Weiterhin stellt er häufiger die Chancen und Vorteile des therapeutischen Klonens in den Vordergrund, als der Spiegel. Dies zeigt sich insbesondere in der Wissensvermittlung. So legte der Economist häufiger Wert auf die Nennung des Fachbegriffes therapeutisches Klonen und auf Erläuterungen des Verfahrens und dessen Anwendungsmöglichkeiten. Auch zusätzliche Informationen zu den Eigenschaften der embryonalen Stammzellen wurden im Economist zahlreicher vermittelt. Reproduktives Klonen mit seinen Anwendungen erläuterte wiederum der Spiegel häufiger. Frankenstein- und Eugenikphantasien fanden sich in beiden Magazinen vorwiegend in einem sachlichen Bedeutungszusammenhang. Ein weiterer inhaltlicher Unterschied zeigte sich in der Bewertung der nationalen und internationalen Regulierungen. Während der Economist hauptsächlich Aussagen traf, die die britische Gesetzeslage befürworten und sogar empfehlen, wird im Spiegel vor allem eine erneute Diskussion der nationalen Gesetze gefordert. Diese Aussagen trifft der Spiegel jedoch nicht selbst, sondern meist in Form von Zitaten. Der Economist bezieht in diesem Zusammenhang klarer Stellung. So fordert er für z.B. für die USA eindeutigere Regulierungen nach britischem Vorbild. Ein weiterer Unterschied besteht in der sprachlichen und illustrativen Vermittlung der Inhalte. In beiden Nachrichtenmagazinen ist die Sprache publikumsgerecht aufgearbeitet, die Inhalte sind jedoch im Economist meist ausführlicher und anschaulicher und daher verständlicher dargestellt, als im Spiegel. Weiterhin setzt der Economist häufiger humoristische Elemente, wie Karikaturen oder Wortspiele ein, was für die britische Berichterstattung generell kennzeichnend ist. - Beide Nachrichtenmagazine haben in Form eines unsystematischen Wissenstransfers nicht nur Informationen vermittelt, sondern die Fakten nach ihren eigenen Kriterien eingeordnet, analysiert, interpretiert und gewertet und sind damit auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Zielen ihrer öffentlichen Aufgabe nachgekommen. Eine Aussage über die jeweilige Höhe der Qualität der Berichterstattung kann daher nicht getroffen werden. Aufgrund der Fokussierung auf einen kleinen Ausschnitt der Medienrealität könnte mit Hilfe weiterer Studien die Repräsentativität der Ergebnisse analysiert und gegebenenfalls erhöht werden.



Dünkel, Janin;
Oral History in der Praxis : Konzeption, mediale Inszenierung und Durchführung von Zeitzeugeninterviews zur Unternehmensgeschichte am Beispiel der Porsche AG. - 141 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Führen und Dokumentieren von Zeitzeugeninterviews zur Geschichte eines Unternehmens, um diese als historische Quelle für die Aufarbeitung und Kommunikation der Unternehmens- und Markenhistorie nutzbar zu machen. Ausgehend davon, dass die Geschichte die Identität von Unternehmen und Marke prägt und einen großen Beitrag zur Erhöhung von Image, Glaubwürdigkeit und Vertrauen leisten kann, nutzen Unternehmen ihre Geschichte im Rahmen von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Um diese Geschichte aufzuarbeiten und zu kommunizieren sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Eine davon basiert auf den Erinnerungen und Erfahrungen langjähriger Mitarbeiter und Zeitzeugen, die den Werdegang des Unternehmens erlebt und beeinflusst haben. Ihre Berichte machen die Geschichte nicht nur individueller und bezeugen das vergangene Geschehen, sondern sie eröffnen eine ganz neue Sicht auf die faktenreiche Unternehmensgeschichte. Die Chronologie wird durch persönliche Geschichten belebt und untermauert. Die Erinnerungen in den Köpfen Einzelner bergen einzigartige Erfahrungswerte in der Geschichte des Unternehmens und können vorhandenes Wissen ergänzen. Durch das Führen und Dokumentieren von Gesprächen mit Zeitzeugen können diese Erinnerungen wiederbelebt, als historische Quelle genutzt und für die Zukunft erhalten werden. Die Aufbereitung dieser Gespräche macht die Aussagen der Zeitzeugen außerdem für die Außendarstellung von Unternehmen und Marke nutzbar. Um dies zu ermöglichen wurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit ein Vorgehen gefunden, welches die Zeitzeugen ausführlich zu Wort kommen lässt, zu umfangreichen Erzählungen animiert und diese Erzählungen zugleich in einheitlicher Form als Filmaufnahmen festhält. Die Oral History bietet dabei die theoretische Grundlage für die eigentliche Gesprächsführung: Aufbauend auf die Biografie des Zeitzeugen und ausgelöst durch eingehende Gesprächsimpulse erfolgt die freie und selbstständige Erzählung des Zeitzeugen aus seinem umfangreichen Erinnerungsschatz. Bei Abebben der eigenständigen Erzählung hat der Interviewer die Möglichkeit, interessante Aspekte erneut aufzugreifen und ausführlicher zu thematisieren oder zusätzliche Themenbereiche anzusprechen. Die gleichzeitige Beachtung der Besonderheiten und Gestaltung eines Interviews im Film definiert das Vorgehen in der Umsetzung der Zeitzeugeninterviews: Dabei zieht sich der Interviewer aus der Interviewsituation bewusst zurück und überlässt dem Befragten das Wort. Auch im Bild wird die Existenz des Interviewers verleugnet. Das Interview als solches ist in den Aufnahmen später nicht mehr erkennbar. Die bildliche Gestaltung erfolgt zudem auf Grundlage des Filmhandwerks. Im Ergebnis entstehen dabei lebendige, emotionale und vor allem authentische Erzählungen zu den verschiedensten Ereignissen und Erfolgen innerhalb der Firmenchronologie. In Zusammenarbeit mit dem Historischen Archiv der Porsche AG wurde diese Methodik in einem konkreten Projekt umgesetzt. Vor dem Hintergrund der Traditionspflege und Aufbereitung der Firmengeschichte im Historischen Archiv und mit Hinblick auf Unternehmensfilme und den Bau eines neuen Firmenmuseums wurden Interviews mit 15 Zeitzeugen geführt. Es entstanden Erzählungen und Aussagen zum Weg des Unternehmens seit seiner Gründung und zum gesamten Spektrum der Unternehmensbereiche. Knapp 25 Stunden interessanter und aufschlussreicher Interviewaufnahmen sichern nun einzigartige Erinnerungen und halten verschiedene Verwendungsmöglichkeiten offen. Durch die Transkription der Interviews sind die Aussagen und Erzählungen außerdem getrennt von den Videoaufnahmen als historische Quelle nutzbar. Die konzeptionelle Erarbeitung und Dokumentation des methodischen Vorgehens im Projekt bildet zudem die Grundlage für weitere Projekte dieser Art.



Ludwig, Gabi;
Das Kinderbild in der Technikwerbung : eine Inhaltsanalyse zur Untersuchung der Darstellung von Kindern in Printanzeigen für technische Produkte. - 202 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit ist den Kinderbildern in der Technikwerbung aus der Zeit von 1970 bis 2007 gewidmet. Mittels einer umfassenden Inhaltsanalyse werden Zeitschriftenanzeigen untersucht, die technische Produkte und Dienstleistungen bewerben. - Da bislang vorwiegend Frauen- und Männerbilder in den Medien Gegenstand kommunikations- und sozialwissenschaftlicher Untersuchungen waren, wird im Rahmen dieser Forschungsarbeit die Darstellung von Kindern in der Werbung in den Fokus gestellt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Untersuchung der Art und Weise, wie der Nachwuchs in den Printanzeigen für technische Produkte und Dienstleistungen im Zeitraum der letzten 37 Jahre dargestellt wird und ob bzw. inwiefern sich deren Darstellung für bestimmte Produktgruppen unterscheidet. Hierfür werden die Produktkategorien der "Automobile", "Haushaltsgeräte" und "IT- / Kommunikationstechnologie" herangezogen Produkte, die üblicherweise auf unterschiedliche Zielgruppen verweisen. - Im vorangestellten theoretischen Teil dieser Arbeit werden begriffsdefinitorische Grundlagen zu Werbung, Kindern und Technik vorgestellt, die Rahmenbedingungen der Werbebranche aufgelistet und die Rolle der Printwerbung als Gestaltungs- und Einflussmittel der Anbieter erläutert. Unter Verwendung emotionspsychologischer und zeichentheoretischer Erkenntnisse werden die Kinder als Komponenten bzw. Stilmittel des werblichen Zeichenprozesses betrachtet, in dem das Kindchenschema zur Emotionalisierung neutraler Produktwerbung führt. Dies gab den Anlass, die Literatur über die Semiotik aufzuarbeiten und in das spezifische Forschungsumfeld der Kinderbilder in Technikwerbung einzubauen. Ausgewählte Ansätze aus der Werbewirkungsforschung sowie ihre Methoden und Probleme zur Messung zeigen die Vielfalt und das Streitpotenzial medien- und rezipientenorientierter Wissenschaftsdisziplinen. Spezifische Aspekte und Erkenntnisse der Werbe- und Sozialisationsforschung, die Einflussfaktoren und der Wandel der Kindheit sowie die Kinderbilder in der Werbung selbst schließen den soziologischen und medialen Deutungsrahmen für Kinderbilder in der Technikwerbung ab. Daraus werden Forschungsfragen und ein geeignetes Codebuch entwickelt. Der anschließende empirische Teil zeigt das Forschungsvorgehen und die erhobenen Daten zur Inszenierungsweise der dargestellten Kinder.



Raschke, Anja;
Darstellung von Best Agern und Senioren in der Werbung : eine inhaltsanalytische Untersuchung von Focus, Spiegel und Stern. - XXIII, 152 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die Diplomarbeit untersucht die Darstellung von Best Agern und Senioren in der Werbung anhand der Nachrichtenmagazine Focus, Spiegel und Stern. Insgesamt wurde aus den Jahren 1995 - 2006 eine Stichprobe von 992 Anzeigen identifiziert. Im theoretischen Teil der Arbeit werden zunächst die zu erwartenden demografischen Fakten und Entwicklungsprognosen herausgearbeitet und zusätzlich zum Hauptfokus der Best Ager und Senioren erläutert, welche Instrumente zur Messung des Erfolgs von Werbung zur Verfügung stehen und welche Möglichkeiten und Probleme für die Werbewirkungsmessung daraus resultieren. Weiterhin wird intensiv auf die besondere Charakteristik der Best Ager und Senioren eingegangen und unter besonderem Fokus des Marketings auf die Potenziale dieser Zielgruppe hingewiesen, um daraus Möglichkeiten zur Abgrenzung eines Seniorenmarktes aufzuzeigen. Eine besondere Beachtung finden absatzpolitische Maßnahmen, die dem Handel zur Verfügung stehen, um diese Zielgruppe zu erreichen. - Im zweiten, empirischen Teil der Arbeit steht die Forschungsfrage: "Wie hat sich die Darstellung von Best Agern und Senioren in Werbeanzeigen von 1995 - 2006 in ausgewählten Nachrichtenmagazinen verändert?" im Mittelpunkt. Dazu wurde zunächst ein geeignetes Kategoriensystem entwickelt, um die Werbeanzeigen voneinander abzugrenzen. Im Zuge der Veränderungen in der demografischen Entwicklung, die von einer Zunahme von älteren Menschen und einer erhöhten Lebenserwartung ausgeht, war bei der Auswertung der Werbeanzeigen mit Senioren ebenfalls davon auszugehen, dass sich dieser Trend widerspiegelt. Doch entgegengesetzt der Erwartungen hat der Anzeigenumfang von 1995 - 2006 deutlich abgenommen. Hinzu kommt die Reduzierung der sichtbaren Alterserscheinungen in den Anzeigen, wie z. B. graues, schütteres Haar, Falten, Sehhilfe usw., über den Zeitverlauf von elf Jahren. Insgesamt zeigte sich anhand der optischen Kriterien eine Tendenz in Richtung Kaschierung von Altersmerkmalen, was der Entwicklung einer sich jünger fühlenden Generation 50 plus entspricht.



Hahmann, Janine;
Die Darstellung von Familie in der Fernsehwerbung : eine inhaltsanalytische Untersuchung deutscher Fernsehwerbespots der Jahre 2003 bis 2007. - 184 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Diese Diplomarbeit untersucht Familiendarstellungen in Fernsehwerbespots. Familiensoziologische Grundlagen zum Wandel der Familie bildeten die theoretische Basis zur Erarbeitung eines aktuellen Familienbildes. Unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Werbung wurden Subforschungsfragen formuliert und eine explorative Inhaltsanalyse von 207 deutschen Fernsehwerbespots der Jahre 2003 bis 2007 mit mindestens einer Elternteil-Kind-Beziehung mit familiärem Bezug durchgeführt. - Es zeigte sich, dass in den untersuchten Werbespots überwiegend Zwei-Generationen-Familien mit ähnlich vielen Konstellationen einer klassischen Normalfamilie mit Mutter, Vater und zumeist zwei Schulkindern wie einzelnen Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Beziehungen dargestellt wurden. Hauptsächlich spielten die Spots vor heimischer Kulisse mit liebevoll miteinander umgehenden Familienmitgliedern. Probleme oder innerfamiliäre Konfliktsituationen wurden häufig nur bei einer Lösung durch das Produkt abgebildet. Mit Familiendarstellungen wurde überwiegend für Lebensmittel geworben. Die geschlechterspezifische Aufgabenverteilung innerhalb der Familie war hauptsächlich stereotyp, wobei die Mutter eine hohe Präsenz im Spot aufwies und oft als Sprecherin und Oberhaupt der Familie auftrat. Die Mutter gilt als Ansprechperson für die Werbung, da sie oft auch für ihre Kinder und ihren Partner einkauft. Allgemein wurden einige scheinbar ritualisierte Verhaltensstile von Familie mehrfach für unterschiedliche Produkt&Ohaak;gruppen verwendet. - Fernsehwerbung versucht die Alltagsrealität von Familien abzubilden, verzerrt diese jedoch durch den Werbecharakter.



Hermann, Reimar;
Theoretische und empirische Eruierung der Erwartungen älterer Menschen an die Gestaltung von Bedienungsanleitungen. - 197 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Erwartungen, die Menschen im Alter von 50 bis 80 Jahren an die Gestaltung von Bedienungsanleitungen elektrischer Haushaltsgeräte haben. Um diese erfassen zu können, mussten insgesamt drei verschiedene Aspekte betrachtet werden: die zugrunde liegende Technik, die Bedienungsanleitung selbst sowie ihre Bestandteile und die Zielgruppe mit ihren altersspezifischen Veränderungen. - Der sich anschließende empirische Teil der Arbeit eruierte explorativ die Erwartungen der 50- bis 80-Jährigen an Gebrauchsanweisungen im Rahmen eines schriftlichen standardisierten Fragebogens. Die Durchführung der Befragung erfolgte Juli bis August 2007 mit einer Stichprobe von n=85 Zielgruppenvertretern. Die Ergebnisse des Fragebogens gaben grundlegenden Aufschluss über Anforderungen bzw. Erwartungen und Tendenzen: - Jüngere Generationen setzen sich im Vergleich zu älteren häufiger mit elektrischen Geräten und deren Bedienungsanleitungen auseinander. - Digitale Anleitungen werden erst mit den jüngeren Generationen relevant und zunehmend genutzt. - Frauen sind nach wie vor technikabgewandter als Männer. Bei der allgemeinen Nutzung einer Anleitung weisen die Geschlechter jedoch ein ähnliches Verhalten auf. - Alle Kapitel, die eine Bedienungsanleitung enthalten kann bzw. sollte, finden Zuspruch bei der Zielgruppe. Nur der erwartete inhaltliche Umfang variiert leicht. - Sowohl im sprachlichen und bildlichen als auch im inhaltlichen Bereich existieren Optimierungsbedarf und generations- sowie geschlechtsspezifisch abweichende Erwartungen. Damit werden Anpassungen notwendig, die alle Anforderungen berücksichtigen bzw. in Einklang bringen.



Fritzsche, Tobias;
Die Inszenierung von Events im Stadtmarketing : Spezifika von Veranstaltungen mit Eventcharakter im städtischen Raum. - 98 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die Motivation zu der vorliegenden Arbeit beruht auf der Beobachtung und der daraus abgeleiteten Hypothese, dass die Fachliteratur den praktischen Stellenwert von Events im Bereich des Stadtmarketing nur unzureichend widerspiegelt. Es existieren kaum wissenschaftlich fundierte Publikationen, die den Stadtmarketingverantwortlichen Orientierung bei der Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen mit Eventcharakter geben können. Die zumeist privatwirtschaftlich orientierte Eventliteratur kann hier nur bedingt weiterhelfen, da sie die spezifischen Besonderheiten des Stadtmarketing nicht einbezieht. Die Vorstellung und Analyse dieser Spezifika steht daher im Zentrum des ersten Abschnitts der Arbeit. Zusätzlich wird hier anhand einer kritischen Literaturanalyse das für den weiteren Verlauf der Untersuchung relevante Stadtmarketingverständnis herausgearbeitet und dargestellt. In einem zweiten theoriebasierten Schritt wird der derzeitige Stand der Forschung zum Eventmanagement respektive Eventmarketing umrissen. Um die hier vorhandenen und beschriebenen begrifflichen Unklarheiten zu vermeiden wird mit dem Ausdruck Eventinszenierung ein neuer Oberbegriff geschaffen, unter dem die Vorbereitung, Planung, Organisation, Durchführung und Evaluierung aller denkbaren Events subsumiert werden kann. Der empirische Teil der Untersuchung wird durch eine Befragung aller im Stadtmarketing aktiven Städte Thüringens bestritten. Hauptziel ist hierbei vor allem die Eruierung des Stellenwertes von Events im Stadtmarketing Thüringer Städte. Zudem wird untersucht, wie die Inszenierung von Events unter den speziellen Rahmenbedingungen und Spezifika des Stadtmarketing in der Praxis abläuft. Die praxisnahe Ausrichtung der Untersuchung wird durch die Analyse der Inszenierung des Stadtjubiläums 800 Jahre Saalfelder Stadtrecht noch verstärkt. Dies geschieht wiederum anhand der bereits in den vorangegangenen Abschnitten untersuchten Spezifika. Die hier beschriebenen Beispiele aus der Praxis veranschaulichen die Problematik. Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass der Stellenwert des Marketinginstruments Eventinszenierung innerhalb des Stadtmarketingmix deutlich ausgeprägt ist. Die ermittelten Ergebnisse, allem voran die hohe Zahl an Events pro Jahr, welche die befragten Thüringer Städte inszenieren, belegen, dass die vermutete Forschungslücke zwischen Praxis und Theorie tatsächlich existent ist. Betrachtet man die untersuchten Spezifika ergibt sich ein differenziertes Bild. Teilweise, beispielsweise bei der Zielfindung oder der Finanzierung, gleichen sich die Ansätze. Betrachtet man hingegen zum Beispiel die Zielgruppencharakteristika ergeben sich Verknüpfungspunkte an denen beide Forschungsfelder, sowohl Stadtmarketing als auch die Eventforschung, bei der Inszenierung von Events im städtischen Raum voneinander lernen und profitieren können.



Lange, Katja;
Öffentlichkeitsarbeit von Nonprofit-Organisationen : Konzeption und Entwicklung der Arbeitsgrundlage für die Öffentlichkeitsarbeit der Freien Fröbelschule Rudolstadt/Cumbach. - 167 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Im Zuge der vorliegenden Diplomarbeit wird eine Public Relations-Konzeption für die Freie Fröbelschule Rudolstadt/Cumbach erstellt. Das Untersuchungsobjekt ist eine private Grundschule im thüringischen Rudolstadt, welche nach der Pädagogik Friedrich Fröbels unterrichtet. Ausgehend von den Merkmalen der Fröbelschule und von der Bedeutung, die Schulen für die gesellschaftliche Entwicklung haben, wird die Legitimation der Öffentlichkeitsarbeit für Bildungseinrichtungen erschlossen. Es ist notwendig, die Öffentlichkeitsarbeit als Teil einer Marketing-Konzeption zu integrieren. Für die Analyse der konkreten Anforderungen an das Marketing, wird die Freie Fröbelschule als Nonprofit-Organisation eingeordnet. Die Diplomarbeit schlägt in diesem Zusammenhang eine Brücke von den Merkmalen der Nonprofit-Organisationen über die daraus folgenden Charakteristika des Nonprofit-Marketings bis hin zur schulischen Öffentlichkeitsarbeit. Dabei werden ausgehend von der Einordnung der Grundschule als Nonprofit-Organisation die Anforderungen an die Marketing-Aktivitäten der Schule erarbeitet. Nach der Umsetzung, der für die erfolgreiche Erstellung einer Marketing-Konzeption notwendigen Arbeitsschritte, werden notwendige, praktische und realistische Instrumente für die Freie Fröbelschule identifiziert und gestaltet. Nach der Verrichtung der Arbeitsschritte, wird ein ganzheitliches Corporate Identity-Konzept als Lösungsweg für die Freie Fröbelschule identifiziert. Beginnend mit der Konzipierung eines einheitlichen Corporate Designs, werden sukzessive Kommunikationsmittel und Kommunikationsverhaltensvorgaben entwickelt. Die einheitliche Corporate Identity äußert sich im Corporate Design in einem neuen Logo, Hausfarben, einer Hausschrift und der grundsätzlichen Gestaltung aller Kommunikationsmittel, wie Briefen oder Pressemitteilungen. Die Corporate Communications beinhaltet eine Imagebroschüre, einen Eltern-für-Eltern-Flyer, die interne Schulzeitschrift Fröbelpost, die Pressearbeit, eine eigene Website und Veranstaltungen. Im Laufe des Corporate Behaviours werden Hinweise auf die personale Kommunikation, besonders der Mitarbeiterkommunikation gegeben. - ie Inhalte der Öffentlichkeitsarbeitskonzeption werden sowohl geplant als auch umge-setzt. In diesem Zusammenhang wird mit der Gestaltung eines Handbuchs der Schule die Anleitung an die Hand gegeben, die Konzeption zu realisieren. Um das Handbuch zu erstellen, wird auf die Theorien zum Wissenstransfer zurückgegriffen. Ausgehend von den Arten des Wissenstransfers werden die Charakteristika, die sowohl den Wissenstransfer im Allgemeinen als auch die Experten-Laien-Kommunikation im Besonde-ren auzeichnen, herangezogen. Die Handlungsanweisung soll den Mitarbeitern einen ersten Eindruck von den Arbeitsweisen der Öffentlichkeitsarbeit vermitteln. Darüber hinaus werden grundlegende Instrumente der Kommunikationsarbeit vorgestellt und für die Umsetzung aufbereitet. Es wird dem Personal der Freien Fröbelschule durch die Konzeption und das Handbuch ermöglicht, ihre Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern und die in dieser Arbeit genannten Notwendigkeiten an schulische Kommunikationspolitik zu erfüllen.



Stoll, Corinna;
Digitale Filmarchive : Konzeption und Usability-Evaluation einer Benutzeroberfläche. - 102 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Bedingt durch die gegenwärtig voranschreitende Digitalisierung im Kinofilmbereich, stehen auch Filmarchive vor der Herausforderung, Strategien zur digitalen Archivierung herausbilden zu müssen. Eine solche Strategie für ein digitales Filmarchivsystem wird im EU-Projekt EDCine entwickelt. Im Rahmen des Projekts ist diese Diplomarbeit entstanden. Die Arbeit befasst sich mit der benutzerorientierten Konzeption und der Evaluation eines webbasierten User Interface für ein digitales Filmarchiv. Die Benutzeroberfläche soll sowohl Archivmitarbeiter bei der Realisierung ihrer Aufgaben unterstützen als auch externen Archivnutzern den Zugang zum Bestand ermöglichen. Nach der Darstellung der theoretischen Grundlagen orientiert sich das Vorgehen der Arbeit am Usability Engineering Lifecycle. Ausgangspunkt bildet eine Anforderungsanalyse, in der die typischen Nutzer eines digitalen Filmarchivs identifiziert und mit ihren Charakteristiken und Aufgaben beschrieben werden. Die Zielgruppe unterteilt sich in Archivmitarbeiter, professionelle Nutzer - Kinobetreiber, Fernsehredakteure/Filmemacher, Forscher/Wissenschaftler, Mitarbeiter anderer Archive - und private Nutzer. Weiterhin erfolgt in der Analyse die Formulierung von Plattformbeschränkungen und allgemeinen Designprinzipien sowie Usability-Zielen. Basierend auf der Anforderungsanalyse werden Benutzungsmodelle erstellt, welche die Arbeitsabläufe der verschiedenen Archivnutzer darstellen und wiederum die Grundlage des Entwurfs bilden. Dessen Entwicklung geschieht in Anwendung von Interaktions-Patterns. Abschließend wird das entworfene Konzept prototypsich umgesetzt und mithilfe von Usability-Tests mit acht Probanden evaluiert. Während der Tests werden durch Beobachtung und standardisierte Fragebogen sowohl qualitative als auch quantitative Daten erhoben und analysiert. Im Ergebnis ermöglicht das konzipierte System eine effektive und aus Nutzersicht zufriedenstellende Arbeitsweise. Dennoch werden Problembereiche aufgedeckt, die durch eine Überarbeitung der Benutzeroberfläche behoben werden sollten. Hierfür lassen sich erste Verbesserungsvorschläge aus der Evaluation ableiten.



Seyfarth, Christine;
Nachrichtenfaktoren in der Wissenschafts- und Technikkommunikation: Diskussion der verschiedenen Modelle zur Nachrichtenauswahl und inhaltsanalytische Untersuchung geeigneter Nachrichtenfaktoren in Hinblick auf die Berichterstattung zu Hochtechnologien. - 162 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

In den Medien begegnen wir immer mehr populärwissenschaftlichen Angeboten und Formaten, die über Technik und Wissenschaft informieren, Innovationen vorstellen oder die Funktionsweise von Hochtechnologien erklären. Eine themenspezifische Analyse der Nachrichtenauswahl zur Berichterstattung über Wissenschaft und Technik wurde in der Nachrichtenselektionsforschung bisher eher vernachlässigt. Umso interessanter ist die Frage, nach welchen Kriterien und Verfahren Journalisten wissenschaftliche und technische Themen auswählen. Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war es daher, die Nachrichtenauswahl im Kontext der Wissenschafts- und Technikberichterstattung zu betrachten. Die Arbeit gibt zunächst einen detaillierten Überblick über die drei theoretischen Konzepte der Nachrichtenselektionsforschung - die News-Bias-Forschung, das Gatekeeper-Konzept sowie die Nachrichtenwerttheorie. Mit Blick auf die zugrunde liegende Thematik wird dabei auf die Besonderheiten der Wissenschafts- und Technikberichterstattung eingegangen. In einem zweiten Teil der Arbeit wurde basierend auf diesem theoretischen Fundament eine inhaltsanalytische Untersuchung durchgeführt, bei der die Merkmale von insgesamt 241 Artikeln verschiedener Zeitungen erhoben wurden. Die Datenerhebung erfolgte anhand eines Kategorienbogens, der sowohl die formalen und inhaltlichen Merkmale der analysierten Artikel erfasst, als auch die Ausprägung von insgesamt 13 Nachrichtenfaktoren anhand einer vierstufig-skalierten Intensitätsmessung ermittelt. Ausgehend von den Ergebnissen der inhaltsanalytischen Untersuchung können einzelne Nachrichtenfaktoren, wie zum Beispiel "räumliche Nähe", "Elite-Nationen" und "Personalisierung", hervorgehoben werden. Unabhängig von den einzelnen Ergebnissen verfügen dennoch alle Faktoren über individuelle Ausprägungen beziehungsweise Besonderheiten, die sich zum einen aus der Erhebungsmethode ergeben, zum anderen möglicherweise erst durch ein Zusammenspiel mit anderen Nachrichtenfaktoren direkt zum Vorschein kommen. Daher wurden in einem weiteren Schritt die Nachrichtenfaktoren in Zusammenhang zueinander gesetzt, um somit mögliche Beziehungen zwischen den einzelnen Faktoren aufzudecken. Dabei zeigten sich bei den verschiedenen Faktorenkombinationen komplementäre zum Teil allerdings auch konträre Beziehungen.



Wagner, Frauke;
Inhaltliche und nutzerspezifische Analyse bestehender Materialien der Benutzerinformation eines Content Management Systems mit dem Ziel der Entwicklung adressatengerechterer Angebote. - 156 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Gestaltung Technischer Dokumentationen eines Produktes. Am Beispiel des Benutzerhandbuches "Doc: Handbuch für Redakteure (deutsch)" von Werner Altmann von 2000-2002 für das Content Management System (CMS) Typo3 wird eine inhaltliche und nutzerspezifische Analyse durchgeführt. Ziel ist es, mit Hilfe der Untersuchung, Schwachstellen des Handbuches aufzudecken und auf Grundlage der gewonnenen Ergebnisse Veränderungsvorschläge für eine bessere Gestaltung des Handbuches zu formulieren. - Zunächst werden anhand einer an der TU Ilmenau durchgeführten Umfrage nähere Informationen über die Nutzergruppe, deren Eigenschaften sowie Aussagen zur Arbeitsweise und zu Problemen mit dem CMS gesammelt. - Im Zentrum der Arbeit steht die Analyse und Bewertung der Inhalte des genannten Handbuches. Unter den Begriff Inhalte fallen sowohl Aspekte der sprachlichen als auch der optischen Gestaltung der Informationen. Mit Hilfe relevanter Fachliteratur wird eine theoretische Grundlage für die Entwicklung einer Checkliste geschaffen, die wichtige Gestaltungsaspekte für die sprachlichen und formellen Merkmale beschreibt. Anhand des erstellten Kriterienkatalogs wird die Umsetzung der formulierten Richtlinien im Benutzerhandbuch analysiert und bewertet. Beleuchtet werden u.a. Elemente der Orientierung, das Layout, die Typografie sowie die sprachliche Gestaltung. In einem abschließenden Usability Test wird das Handbuch auf seine Nutzerfreundlichkeit untersucht. - Aus den Ergebnissen der Nutzer- und Inhaltsanalyse sowie des durchgeführten Usability Testes werden Schwachstellen des Handbuches aufgedeckt, die vor allem das Layout, die Anordnung der Inhalte sowie mangelhafte Möglichkeiten zur Orientierung innerhalb der Technischen Dokumentation betreffen. - Zum Abschluss der Arbeit werden unter Betrachtung der gewonnenen Ergebnisse erste Ideen und Vorschläge für die Neugestaltung des Handbuches präsentiert mit deren Hilfe den Nutzern des CMS Typo3 eine hilfreiche und unterstützende Arbeitsgrundlage geschaffen werden soll.



Triebel, Lysann;
Besonderheiten der Frauenbilder in der Technikwerbung : eine inhaltsanalytische Untersuchung zu Frauendarstellungen in der Automobilwerbung im deutschen Fernsehen. - 158 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Diplomarbeit untersucht die Besonderheiten der Frauenbilder in der Technikwerbung am Beispiel von aktuellen Automobilwerbespots, welche im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Die Stichprobe umfasst 132 Fernsehwerbespots aus den Jahren 1999 bis 2006 von 25 Automobilherstellern. Im ersten Teil der Arbeit werden die definitorischen und theoretischen Grundlagen insbesondere aus Bereichen der Genderforschung, der Kommunikationswissenschaft und auch des Marketing erarbeitet. Als Untersuchungsverfahren wird die qualitative Inhaltsanalyse angewandt, welche im Zuge der Analyse durch quantifizierende Schritte erweitert wird. Auf Basis des definitorischen und theoretischen Rahmens wird ein Kategoriensystem entwickelt, welches die Systematisierung der Automobilwerbespots ermöglicht. In einem ersten Schritt werden die Frauenbilder der Automobilwerbespots mit denen in Fernsehwerbespots generell verglichen. Grundlage für den Vergleich sind Ergebnisse referierter Studien, welche keine Differenzierung bezüglich verschiedener beworbener Produktgruppen vornehmen. Es können einige Unterschiede zu den Fernsehwerbespots allgemein festgestellt werden. Das Besondere der Frauenbilder in Automobilwerbespots ist, dass die klassischen, traditionellen Frauenbilder selten vorkommen. Vielmehr erfolgt in den Automobilwerbespots die Darstellung moderner, emanzipierter, selbständiger und sportlicher Frauen. Nicht nachgewiesen werden können die Hausfrau und Mutter, die sexuell aufreizende Frau oder die emanzipierte Single-Frau. In einem zweiten Schritt werden die Frauenbilder bezüglich ihres Technikumgangs den Darstellungen der Männer in den Automobilwerbespots gegenübergestellt. Kennzeichnend ist dabei, dass die weiblichen Darsteller (n = 116) im Vergleich zu den männlichen Darstellern (n = 243) die Technik seltener und unbewusster nutzen und diese seltener fortgeschritten oder professionell handhaben. Dieser Aspekt ändert sich, wenn Frauen und Männer gemeinsam dargestellt werden: Die unbewusste Techniknutzung durch die Frauen ist weniger deutlich und die Technikhandhabung durch die Frauen erfolgt häufiger professionell und ebenso häufig fortgeschritten wie die der Männer. Eine laienhafte Handhabung der Technik durch die Frauen tritt in diesen Spots seltener auf als durch Männer.



Knaack, Ramona;
Konzeption des absatzpolitischen Instrumentariums unter Berücksichtigung einer zielgruppengerechten Ansprache der Generation 50plus. - 114 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Kennzeichnend für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel sind die Dynamik und Komplexität der Marktstrukturen, die auf die Geschäftspolitik wesentlichen Einfluss nehmen. Angesichts der stagnierenden Umsätze und des starken Konkurrenzkampfes haben Handelsbetriebe profitable Lösungen zu finden, die die Existenz und das Wachstum der Unternehmung sichern. Es gilt, Gewinnpotentiale zu erschließen und auszuschöpfen. - Unter diesen Marktbedingungen kann der steigende Anteil der über 50 Jährigen an der Gesamtbevölkerung eine rentable Perspektive bieten. Gegenwärtig wird das Thema Generation 50plus in Fachliteratur und Öffentlichkeit zahlreich diskutiert. Die ältere Kundschaft hat ein enormes Interesse erlangt, die zwar von vielen Konsumgüterherstellern, aber bisher nur von sehr wenigen Handelsbetrieben als neue Zielgruppe erkannt wurde. - In diesem Zusammenhang wird der Frage nachgegangen, ob und wie die Generation 50plus mit ihren spezifischen Bedürfnissen im Lebensmitteleinzelhandel zu berücksichtigen ist. Es wird anhand der absatzpolitischen Instrumente Sortiments , Service-, Preis-, Ladengestaltungs- und Kommunikationspolitik ein Konzept für die Handelsbetriebe entwickelt, das die effiziente Kundenansprache erlaubt. Dafür wird der Käufermarkt der über 50 Jährigen analysiert, die Zielgruppe Generation 50plus genau festgelegt sowie deren Kundenprofil herausgearbeitet. - Es zeigt sich, dass eine markt- und kundengerichtete Unternehmensführung im Lebensmitteleinzelhandel erforderlich ist, die allerdings in der Praxis erhebliche Defizite aufweist. Dadurch wird die systematische und strukturierte Geschäftstätigkeit mit Fokus auf die Bedürfnisse der Generation 50plus erschwert. Diese Kundengruppe stellt sich als neues und zugleich attraktives Marktsegment heraus, das den Handelsbetrieben entscheidende Wettbewerbsvorteile offeriert. Um die ältere Generation zu gewinnen und langfristig zu binden, werden Handlungsempfehlungen gegeben, die ihren Anforderungen Rechnung tragen. Damit wird das absatzpolitische Instrumentarium, das auch anderen Kunden zugute kommt, zieladäquat ausgeformt. Jedoch bestehen unternehmensindividuelle Restriktionen, die es notwendig machen, durch weitere Analysen diese Maßnahmen für die Umsetzung spezifiziert festzusetzen.



Neumann, Erik;
Kommunikation technologischer Entwicklungen aus Managementebene : eine Fallstudie der Deutsche Telekom Laboratories. - 110 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Dass es in Zeiten schnellen technologischen Wandels für Unternehmen unablässig ist, diese Veränderungen zu beobachten ist heutzutage weitestgehend unstrittig. Dementsprechend ist auch die Forschung im Bereich der strategischen Frühaufklärung bereits weit fortgeschritten. - Unklar ist jedoch meist, wie Informationen über technologische Entwicklungen im Unternehmen, vor allem auf Managementebene, kommuniziert werden. - Die vorliegende Arbeit untersucht dies am Beispiel des Technology Radars der Deutschen Telekom. Die fallstudienartige Aufbereitung auf Basis einer explorativen Nutzerbefragung, einer qualitativen Inhaltsanalyse und einer Literaturauswertung, gibt, unter Berücksichtigung eigener Beobachtungen, einen Einblick in die ablaufenden Kommunikationsprozesse. Die einzelnen Teile des Kommunikationsprozesses werden anschließend mithilfe verschiedener Kommunikationstheorien analysiert. Dazu wurden die Ansätze des Gatekeeper-Modells, des Agenda Setting, des Nutzen-und Belohnungsansatzes, des Two-Step Flow und des Promotorenmodells auf den vorliegenden Untersuchungsgegenstand angewandt. Die Ergebnisse der Arbeit legen den Grundstein für gezieltere Forschungen in der Analyse des Kommunikationsprozesses und geben Hinweise zur Optimierung des Technology Radars



Harseim, Tina;
Öffentlichkeitsarbeit von Museen : Evaluation der PR-Arbeit der Meininger Museen. - 162 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Diplomarbeit erläutert theoretische Aspekte von Nonprofit-PR im Museumsbereich einhergehend mit der Evaluation der Leistungsfähigkeit der Öffentlichkeitsarbeit der Meininger Museen im praktischen Teil dieser Arbeit. Der Erfolg von Pressearbeit sowie der eingesetzten PR-Instrumente gegenüber der Dialoggruppe Besucher wird zur Verbesserung der Effektivität der PR-Arbeit der Meininger Museen analysiert und bewertet. Zweck ist es, das Bewusstsein der Meininger Museen für die Notwendigkeit effektiver Öffentlichkeitsarbeit weiterzuentwickeln. Im Hinblick auf die Potenziale professioneller PR zur Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen soll die Bereitschaft zur Durchführung eigener PR-Evaluationsprojekte geweckt werden. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zur PR-Erfolgskontrolle findet das integrierte PR-Evaluationsmodell von Nanette Aimée Besson Anwendung. Die individuelle Anpassung der einzelnen Phasen und Module des Modells an die spezifische Situation der Meininger Museen, gewährleistet eine optimale PR-Evaluation innerhalb dieser Arbeit wie auch im Hinblick auf deren zukünftig empfohlene kontinuierliche und selbstständige Fortführung. Gegliedert in die Phasen: Voraussetzungen der Evaluation, PR-Programmevaluation und Ergebnisverwertung erlaubt das Modell eine systematische Bewertung öffentlichkeitswirksamer Aktivitäten der Meininger Museen, auf deren Grundlage Handlungsempfehlungen zur Qualitätsverbesserung und -sicherung der Öffentlichkeitsarbeit abgeleitet werden können. Innerhalb des Blocks, Voraussetzungen der Evaluation, wird der strategische PR-Evaluationsplan entwickelt, der die Beschreibung der gegenwärtigen PR-Situation sowie die Festlegung der Evaluationsstrategie und -taktik enthält. Die Phase der PR-Programmevaluation untersucht die Qualität der PR-Konzeption (Konzeptionsevaluation), die Plantreue der Durchführung (Prozessevaluation) sowie die kurzfristigen Wirkungen (instrumentelle Evaluation) des PR-Programms. Primärer Fokus liegt dabei auf der instrumentellen Evaluation, wobei die Evaluationsinstrumente Input-Output-Analyse sowie Besucherbefragung Anwendung finden. Aus den gewonnenen analytischen Erkenntnissen leiten sich im Rahmen der Ergebnisverwertung detaillierte Handlungsempfehlungen ab, die Optimierungspotenziale aufweisen. Diese gilt es, im Rahmen konzipierter PR seitens der Meininger Museen auszuschöpfen. Ferner wird ein Ausblick auf mögliche zukünftige Untersuchungen gegeben.



Heinze, Antje;
Frauenbilder in der Technikwerbung : Darstellungskonventionen und Techniknutzungsmuster. - 176 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Diplomarbeit untersucht Frauenbilder in der Technikwerbung mittels einer Bildanalyse von Zeitschriftenanzeigen, die technische Produkte und Technologien bewerben. - Um den soziologischen und medialen Deutungsrahmen aufzuspannen, werden im theoretischen Teil dieser Arbeit begriffsdefinitorische Grundlagen zusammengestellt sowie spezifische Aspekte und Erkenntnisse der Gesellschafts- und Sozialisationsforschung, der Medienproduktion und -wirkungsforschung sowie der Wissenschaftsdisziplin Techniksoziologie erläutert. Daraus werden Forschungshypothesen und ein geeignetes Codebuch entwickelt. Der anschließende empirische Teil zeigt die erhobenen Daten über die Inszenierungsweise der dargestellten Personen und deren Nutzungsmuster in Bezug auf die beworbene Technik auf. Die Stichprobe umfasst alle Technikanzeigen (N=411), die in den jeweils ersten Quartalsausgaben zehn ausgewählter deutschsprachiger Zeitschriften des Jahres 2006 publiziert wurden. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem explizit und implizit aufgezeigten weiblichen Technikumgang, dem Grad der Verwendung konventioneller und moderner Rollenklischees, der Häufigkeit frauendiskriminierender Darstellungen und den Methoden einer subtilen Weiblichkeitsinszenierung. Zudem werden Anzeigen der Produktkategorien "Automobile", "Moderne, interpersonale Kommunikationstechnik" und "Haushaltstechnik" miteinander verglichen und auf das jeweils zugrunde liegende Frauenbild geschlossen. Korrespondierend mit den Resultaten der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Geschlechter- und Genderforschung kann konstatiert werden: niedrige Auftrittshäufigkeit von Frauen, Rückgriff auf Schönheitsideale und vordergründige Inszenierung des weiblichen Körpers, Tendenz zur diskriminierenden Darstellung, Auswahl unrealistischer Alltagskontexte, Bedienung des Jugendpostulates, Nutzung des weiblichen Körpers als Produktpräsentationsfläche usw. Spezifisch für den aufgezeigten Umgang mit dem zu bewerbenden Technikprodukt ist, dass Frauen im Vergleich zu ihrem männlichen Gegenüber, weitaus seltener, passiver und unsouveräner Technik nutzen oder bedienen. Obgleich je nach Art des technischen Produktes sowohl konventionelle als auch moderne Rollenklischees genutzt werden, überwiegt die Verwendung klischeeloser Frauendarstellungen. Diese sind jedoch insgesamt auf wenige Aktionsfelder beschränkt. Auf die Inszenierung der Frau als dem Mann untergeordnetes Handlungssubjekt wird entgegen allgemeiner Forschungsergebnisse in diesem speziellen Bereich der Werbung größtenteils verzichtet.



Widenka, Martin;
Die Reflektion gesellschaftlicher Bedürfnisse in der Werbung - ein Wandel der werblichen Kommunikation?. - 130 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Verhältnis von gesellschaftlichen Merkmalen und den zugehörigen Werbeinhalten. Grundlage bildet die Annahme einer möglichen Reflektion von gesellschaftlichen Bedürfnissen in Werbemedien der Süßwaren- und Finanzdienstleistungen. Sekundärdaten aus Gesellschaftsbefragungen der Sozialberichterstattung dienten als Basis für die verwendeten Gesellschaftsmerkmale. Für die Inhaltsanalyse der Werbemedien wurde ein Kategoriensystem entwickelt. Gesellschaftsmerkmale und Werbeinhalte wurden im nächsten Schritt in einer Bedürfnis-Matrix, mit deren Hilfe ein Vergleich vorstellbar war, zusammengeführt. 129 Anzeigen und TV-Spots von 1970 bis 2007 bildeten den Stichprobenumfang. Die Zeitachse wurde in vier Dekaden unterteilt, um einen zeitlichen Vergleich zu gewährleisten. Es zeigte sich, dass mögliche Reflektionen erkennbar sind. Bspw. könnte das Leistungsmotiv, ausgeprägt in einer zunehmenden Wichtigkeit der Arbeitstätigkeit, in der werblichen Kommunikation der Finanzdienstleistungsbranche in den 1970er, 1980er und 2000er Jahren widergespiegelt werden. Bei Gesamtbetrachtung der untersuchten Bedürfnisse bzw. Motive kommt der Autor zu dem Fazit, dass es Tendenzen werblicher Anpassungen an gesellschaftliche Bedürfnisse geben könnte. Soweit bekannt ist, wurde in der hiesigen Untersuchung erstmalig eine Vorgehensweise entwickelt, mit der ein quantitativer Vergleich von Gesellschaftsmerkmalen und Werbeinhalten ermöglicht wurde.



Lorbacher, Simone;
Lebensmittelwerbung im historischen Kontext : eine Inhaltsanalyse der Maggi-TV-Werbung zwischen 1960 und heute. - 118 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

"Damit muß man anfangen zu denken, womit man anfängt zu existieren", so lautet eine Ausführung Ludwig Feuerbachs, wenn er Mitte des 19. Jahrhunderts den Anfang der Philosophie beschreibt. Der Anfang der Existenz ist für Feuerbach die Ernährung, die Nahrung also der Anfang der Weisheit. - Vorliegende Arbeit greift das Thema Ernährung unter dem Arbeitstitel "Lebensmittelwerbung im historischen Kontext. Eine Inhaltsanalyse der Maggi-TV-Werbung zwischen 1960 und heute" auf. Anhand der Maggi-TV-Spots soll versucht werden, Veränderungen einer Gesellschaft zu skizzieren. Es soll aufgezeigt werden, dass sich ein Gesellschaftswandel auch immer im Essverhalten äußert. Die Frage ist dabei, ob sich Maggi an den Wünschen der Kunden orientiert. Im Vordergrund steht demnach ein theoretisches Problem. Es handelt sich hier um eine anwendungsorientierte, selbst initiierte Forschung. Untersuchungsgegenstand sind die Werbespots beziehungsweise die darin beworbenen Nahrungsmittel. Um die Veränderungen einer Epoche abzulesen, braucht es ein Medium. Das Medium Fernsehen wurde ausgewählt, da es eine große Reichweite hat. Finanzielle und zeitliche Ressourcen lassen es jedoch nicht zu, alle Lebensmittelspots zu analysieren. Hier wird man sich auf einen Anbieter von Fertiggerichten beschränken - und das ist die Maggi GmbH. Die Maggi GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Nestlé Deutschland AG und hat ihren Sitz in Singen. Das Unternehmen hat einen Markenbekanntheitsgrad von 100 Prozent und blickt auf eine über hundertjährige Firmengeschichte zurück. Es interessiert der Erfolg des Unternehmens, die Unternehmensphilosophie - gerade auch deshalb, weil heute immer wieder von den Medien das Thema Esskultur aufgegriffen wird. Was, wie und wo die Deutschen essen, dazu der Trend zum Gesundheits- und Körperbewusstsein. Es erfolgt ferner ein Exkurs in die Geschichte Maggis, wie alles begann, nämlich mit der einseitigen und mangelhaften Ernährung der städtischen Fabrikarbeiter und der daraus resultierenden Krankheiten und hohen Säuglingssterblichkeit Ende des 19. Jahrhunderts. Die Forschungsfrage heißt: "Welchen Einfluss hat ein Gesellschaftswandel auf das Maggi-Produktangebot?". Welche Produkte also wann und warum kreiert werden. Daran schließt sich die Hypothese an: "Wenn sich die Gesellschaft verändert, dann verändert sich auch das Maggi-Produktangebot". Die unabhängige Variable ist hier die Gesellschaft. Sie löst eine Wirkung aus, sie ist die Ursache. Die abhängige Variable sind die Produkte von Maggi, die das liefern, was gewünscht, was gebraucht wird. Als Instrument der Untersuchung dient die Inhaltsanalyse, anhand derer insgesamt 43 Spots im Längsschnitt von 1960 bis heute betrachtet werden. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden Entwicklungen familiärer Prozesse in Deutschland herangezogen. Kurz wird auf Haushalte und deren Struktur, die Erwerbstätigkeit der Frau, den gestiegenen Lebensstandard, die Zeitverwendung für die Ernährung, die geschlechterspezifische Arbeitsteilung und Mahlzeitenmuster eingegangen. Das Volkseinkommen und die allgemeine Preisentwicklung ab 1960 finden gleichsam Erwähnung, um die familiären Prozesse auch unter den monetären Gesichtspunkten zu beleuchten. Genannte Größen sollen helfen, Reaktionen des Unternehmens einordnen zu können. Parallel dazu wird der Wandel des Ernährungsverhaltens und der Werbung von 1960 bis heute beschrieben. Gleichsam wird man sich mit den Begriffen Natur, Kultur und Gesellschaft auseinandersetzen, erörtern, in welchem Verhältnis Natur und Kultur beim Essen stehen. Ferner wird die Funktion des Geschmacks beschrieben und was am Essen natürlich, was psychisch und was gesellschaftlich ist. Die Analyse wird zeigen, dass die aufgestellte Hypothese bestätigt werden kann. Das Maggi- Produktangebot verändert sich, wenn sich die Gesellschaft verändert. Die Produkte werden den Erfordernissen der Zeit gerecht. In den 60er Jahren haben sie beispielsweise einen hohen Nährwert und einen erschwinglichen Preis, besinnen sich auf die Hausmacherart und auf die Ursprünglichkeit. In den 80er Jahren entwickelte Maggi wegen der zunehmenden Ein- und Zweipersonenhaushalte die 5-Minuten-Terrine als Bechermahlzeit. Im 21. Jahrhundert besinnt sich Maggi auf die klassisch deutschen Gerichte sowie auf die asiatische und mediterrane Küche. Mit der feel-good-Produktlinie kommt Maggi den ernährungsbewussten Personen entgegen. Maggi wird also den Bedürfnissen, Erwartungen und Anliegen der Kunden gerecht. Der Grundsatz "Helfen und Dienen" ist auch heute noch aktuell: die Convenience-Produkte sind eine ideale Lösung für Menschen, die wenig Zeit haben, dennoch abwechslungsreich genießen wollen. Und um auf Feuerbach zurückzukommen: man muss wirklich damit anfangen zu denken, womit man anfängt zu existieren. Das betreibt der eine intensiver, der andere weniger.



Lamberton, Kai;
Inhaltsanalytischer Vergleich der Darstellung des hochauflösenden Fernsehens (HDTV) in Programmzeitschriften, Nachrichtenmagazinen und populärtechnischen Zeitschriften. - 140 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

In der Theorie heißt es: Journalisten passen ihre sprachlichen Mittel an ihr Kommunikationsziel und Publikum an. In der vorliegenden Diplomarbeit wird untersucht, ob dies in der Praxis nachzuweisen ist. Sechs verschiedene Zeitschriften wurden mittels einer Inhaltsanalyse auf Unterschiede in der Kommunikation über Technik hin untersucht: Die Programmzeitschriften Hörzu und TV Spielfilm, die Nachrichtenmagazine Focus und Spiegel und die populärtechnischen Zeitschriften c´t und Digital Tested. Die Inhaltsanalyse war durch die Hypothese geleitet, dass zwischen den Ebenen Unterschiede in der Berichterstattung über hochauflösendes Fernsehen existieren. Der Kommunikationsgegenstand (HDTV) befand sich während des Untersuchungszeitraums - Oktober 2005 bis Mitte Juni 2006 - in Deutschland noch im frühen Stadium der Diffusion.



Filipova, Snejina;
Analyse der bulgarischen Medienberichterstattung über die Bundestagswahlen und die Regierungsbildung 2005 in Deutschland. - 110 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Ziel dieser Arbeit ist eine Analyse der Berichterstattung in der bulgarischen Presse über die Bundestagswahl und die Regierungsbildung in Deutschland 2005. Auf dieses Thema wurde ich erstmal im Herbst 2005 in einem Gespräch mit dem Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für Bulgarien Herr Asparuh Panov aufmerksam gemacht. Die Bundestagswahl und die darauf folgende Regierungskoalition fanden eine erhebliche Resonanz in den bulgarischen Medien. Es sollte im Rahmen einer Zeitungsanalyse quantitativ untersucht werden, welche Zeitung, wann, mit welchen Hilfsmitteln, über wen und mit welchem Fokus berichtet hatte. - Die Arbeit wurde in acht Kapiteln gegliedert. Jedes Kapitel sollte die grundlegenden Themen sowie die für die Untersuchung notwendigen und relevanten Entwicklungen verdeutlichen und abgrenzen. Ausführlicher gehe ich auf die Begriffe ein, die von besonderer Relevanz für die empirische Analyse sind. - Bei der Zeitungsanalyse zum Thema der bulgarischen Berichterstattung über die Bundestagswahl und die Regierungsbildung in Deutschland 2005 wurden die ausgewählten Titel auf die Erscheinungshäufigkeit der gebildeten Kategorieeinheiten: Umfang und Zeitraum der Berichterstattung, Rubrik, Darstellungsform, Stichwort, Quellen, Illustrationen, Fokus, Akteure, Parteizugehörigkeit, Allgemeine Bewertung untersucht. - Die Untersuchung wurde mit einem Ausblick auf zukünftige Forschungsvorhaben abgeschlossen.



Heinzig, Henning;
"Einfach oder kompliziert?" - zu den Erwartungen der Nutzer von Online-Musikdiensten. - 95 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, Erkenntnisse bezüglich der Erwartungen der Nutzer von Online-Musikdiensten zu gewinnen und zu untersuchen, wie deren Nutzer Qualitäten und Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich der Usability dieser Dienste wahrnehmen. Erreicht wird dies durch eine Online-Befragung deutschsprachiger Nutzer von Online-Musikdiensten. Nachdem im ersten Kapitel zunächst das Forschungsinteresse dargelegt wird, werden als Grundlage die durch die Studie berührten Bereiche Online-Musikdienste und Usability eingehender behandelt und somit die der Arbeit zugrunde liegenden Theorieansätze dargelegt. Die Online-Musikdienste werden unter anderem bezüglich ihrer Definition, Entstehungsgeschichte und wirtschaftlicher Bedeutung näher beleuchtet. Weiterhin werden die aus Nutzerperspektive von Online-Musikdiensten zu erbringenden Funktionen aufgezeigt. Das Kapitel schliesst mit einer Betrachtung von Usability-Normen, erläutert deren Bedeutung für Online-Musikdienste und operationalisiert diese anhand von Usability-bezogenen Fragebögen. In Kapitel 3 wird daraufhin auf die Methode der Studie eingegangen. Es werden zunächst drei zentrale Forschungsfragen formuliert. Die erste Frage beschäftigt sich damit, ob ein Großteil der Erwartungen der Nutzer an ihren meistgenutzten Dienst in den Bereichen Usability, Funktionalität und "hedonischer Qualität" erfüllt wird. Frage 2 beschäftigt sich mit dem Einfluss bestimmter Nutzertypologien auf die Bewertung von Online-Musikdiensten. Frage 3 soll untersuchen, ob die Meinungen von Nutzern zu bestimmten Aspekten von Online-Musikdiensten mit den entsprechen Meinungen von Nicht-Nutzern korrelieren. Aus den drei Forschungsfragen werden wiederum sieben Hypothesen abgeleitet. Als Instrument für die Überprüfung der Hypothesen wird eine einmalig durchgeführte Online-Umfrage mittels eines webbasierten Fragebogens gewählt. Die Hauptuntersuchung basiert somit auf einem quantitativen Forschungsansatz. Nachdem im Anschluss Grundgesamtheit und Stichprobe festgelegt und allgemeine Rahmenbedingungen der Befragung geklärt werden, konzentriert sich der darauf folgende Abschnitt auf die Konzeption des Web-Fragebogens. Es werden demographische Daten der Nutzer abgefragt, weiterhin kommen bereits erprobte Skalen zur Feststellung der Technikaffinität und des Musikinteresses der Nutzer zum Einsatz. Das Kernstück der Befragung stellen zwei bereits existierende Usability-Fragebögen (ISONORM 9241/10 sowie Isometrics) dar. Diese werden für die Online-Befragung gekürzt, angepasst und in einen neuen Fragebogen (ISO-OMD) zusammengeführt. Ein weiterer Fragebogen (AttrakDiff) wurde unverändert übernommen und ebenfalls in den Web-Fragebogen integriert. Weiterhin wird eine Fragenbatterie zu den Funktionsbereichen der Online-Musikdiensten eingesetzt. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Realisierung der Umfrage. Neben der Anpasung der Entwicklungsumgebung und der Programmierung des Fragebogens wurde eine die Online-Umfrage begleitende Website erstellt. Nach Fertigstellung des Fragebogens wurde zunächst ein Pretest durchgeführt und der Fragebogen ein letztes Mal überarbeitet. Schließlich wurde dieser zusammen mit der begleitenden Website online gestellt. Mithilfe von Online- und Offline-Rekrutierung konnten während der einwöchigen Laufzeit 339 vollständige Datensätze erhoben werden, die in die Auswertung Eingang fanden. In Kapitel 5 werden schliesslich die aus der Umfrage resultierenden Daten ausgewertet und die Ergebnisse der Befragung dargestellt. Zunächst werden die demographischen Daten der Umfrageteilnehmer ausgewertet und die Reliabilitäten der Messinstrumente mittels Cronbachs a überprüft. Insgesamt kann die interne Konsistenz der überprüften Skalen als zufriedenstellend gewertet werden. Zu den 7 Hypothesen wurden Berechnung durchgeführt, allerdings werden die Ergebnisse der Berechnungen nicht verbalisiert, was auch ein Hauptkritikpunkt der zwei zu der Arbeit erstellten Gutachten ist. Abschließend erfolgen in Kapitel 6 eine kurze Diskussion und ein Ausblick.



Richter, Katrin;
Qualitätsmanagement in Museen : eine Praxisanalyse am Beispiel des neuen Mercedes-Benz Museums. - 130 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Inhaltlich befasst sich die Arbeit zunächst mit den theoretischen Gegebenheiten. Um Qualitätsmanagement in Museen angemessen betrachten zu können, werden in den Kapiteln 2, 3 und 4 einführend Begriffsdefinitionen und historische Entwicklungen in der Museumslandschaft betrachtet sowie profilierte Institutionen des Museumswesens vorgestellt das Institut für Museumskunde, der Deutsche Museumsbund, die European Foundation for Quality Management, das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen und der Internationale Museumsrat. Damit einhergehend wird ein Überblick über die Museumsentwicklung bei Mercedes-Benz und die Anfänge der Qualitätsstandards in Museen gegeben. - Folgend wird in Kapitel 5 eine Bedeutungsabgrenzung des Begriffs "Qualität" für die weitere Arbeit getroffen sowie die historische Entwicklung des Qualitätsmanagements anhand ausgewählter Ansätze vorgestellt. Weiterführend erfolgen eine abgrenzende Erörterung des Tätigkeitsbereichs von Dienstleistungsunternehmen im Vergleich zum produzierenden Gewerbe sowie die Rechtfertigung der Definition des Mercedes-Benz Museums als Dienstleistungsunternehmen. - Das 6. Kapitel dieser Arbeit widmet sich dem angestrebten bzw. sich in der Umsetzung befindlichen Qualitätsmanagementsystem in der Mercedes-Benz Museum GmbH. Hierbei wird einführend die Unternehmens- und Qualitätsplanung betrachtet. Daran anschließend werden die zur Qualitätslenkung eingesetzten Instrumente dargestellt - an dieser Stelle erfolgt ferner eine vertiefende Betrachtung des Wissensmanagements. Dem Abschnitt der Qualitätsprüfung wird aufgrund der Instrumente: Mitarbeiterbefragung, Beschwerdemanagement und Besucherevaluation besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die aktuell im neuen Mercedes-Benz Museum durchgeführte Besucherbefragung wird auf Grundlage einschlägiger Fachliteratur kritisch, hinsichtlich der Aspekte Fragebogenarchitektur, Stichprobenziehung und Datenauswertung, hinterfragt. Abschließend werden in diesem Kapitel die Maßnahmen der Qualitätsmanagementdarlegung und der Qualitätsverbesserung besprochen. - Darauf folgt in Kapitel 7 die Vorstellung der DIN EN ISO 9000-Normenreihe sowie der Norm der deutschen Automobilindustrie - VDA 6.2:2004 - und der ISO/TS 16949:2002. Auf dieser Theorie aufbauend wird schließlich die Zertifizierung der Mercedes-Benz Museum GmbH einer dokumentarischen Betrachtung unterzogen. - Abschließend werden in Kapitel 8 die Ergebnisse dieser Arbeit in Form einer Zusammenfassung der Entwicklungsempfehlungen für die Mercedes-Benz Museum GmbH resümiert. Das 9. Kapitel schließt das Ganze mit einem Ausblick auf Forschungstendenzen im Museumswesen ab.



Weiß, Anika;
Imageanalyse von Museen des Verbundes 'Schatzkammer Thüringen'. - 157 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Budgetrestriktionen im Kulturbereich sowie die expandierende Freizeitindustrie stellen Entwicklungen dar, welche ebenso die Museumslandschaft tangieren. Daher müssen die musealen Einrichtungen durch erhöhte Besucherorientierung und attraktive Angebote zusätzliche Eigeneinnahmen erzielen. Ein wichtiger Faktor ist dabei die eigene Öffentlichkeitsarbeit, die Aufmerksamkeit für das Museum und dessen Leistungsangebot bewirken soll. Nicht nur der Bekanntheitsgrad wird durch gezielte PR erhöht, sondern das Museum kann das gewünschte Bild von sich selbst nach außen transferieren. Hierfür ist es jedoch unumgänglich sich der eigenen Stärken, Schwächen und Besonderheiten bewusst zu sein, um diese überzeugend nach außen zu kommunizieren. Die Auseinandersetzung von Organisationen - speziell von Museen - mit diesem erforderlichen Selbstbild wird jedoch weder in der Praxis, noch in Forschung und Theorie berücksichtigt. Hier knüpft die vorliegende Forschungsarbeit an, indem sie den Forschungsgegenstand wissenschaftlich erörtert und sich gleichzeitig mit dem musealen Selbstbild im Rahmen einer Imageanalyse empirisch auseinandersetzt. Im Fokus der Betrachtung steht dabei der Verbund "Schatzkammer Thüringen" - eine Kooperation von Thüringer Schlossmuseen, deren Zusammenarbeit zur Erreichung gemeinsamer Ziele erfolgt. Die durchgeführte Imageanalyse eruiert zum einen das Selbstverständnis der beteiligten Museen und zum anderen das Selbstbild des Verbundes "Schatzkammer Thüringen", womit folgende Forschungsfragen verbunden sind: Welches Selbstbild besitzen die Museen des Verbundes "Schatzkammer Thüringen"? Welche Erkenntnisse lassen sich aus dem Vergleich der verschiedenen Selbstbilder generieren? Welches Selbstbild besitzt der "Verbund Schatzkammer Thüringen"? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten existieren in den Anschauungen der verschiedenen Museen hinsichtlich des Verbundes "Schatzkammer Thüringen"? Welche Erkenntnisse lassen sich aus dem konstruierten Selbstbild des Verbundes "Schatzkammer Thüringen" generieren? Lassen sich für die Zukunft etwaige Handlungsempfehlungen ableiten? Bevor die empirische Studie erfolgt, wird ein theoretischer Zugang gelegt. Begonnen wird dabei mit einem Exkurs in die historische Vergangenheit Thüringens, da die stattgefundene Kleinstaaterei unmittelbar mit den Prämissen des Verbundes "Schatzkammer Thüringen" verbunden ist. Die Entstehung dieser Kooperation, einhergehend mit kulturpolitischen Entwicklungen steht anschließend im Fokus der Betrachtungen. Nachdem die Forschungsproblematik samt Forschungsfragen und Untersuchungsgegenstand hinreichend erläutert wurde, erfolgt eine wissenschaftliche Fundierung, beginnend bei der Definition des Museumsbegriffes. Es werden zudem die Ziele und Aufgaben musealer Einrichtungen beschrieben sowie die Abgrenzung des Museums gegenüber anderen Institutionen vorgenommen. Auch die Darstellung von Arten und Trägerschaften der Museen findet Eingang in dieses Kapitel. Die Besucherorientierung als entscheidende Komponente erfolgreicher Museumsarbeit, verbunden mit einer angemessenen Besucherforschung wird ebenfalls thematisiert. Auf Basis der begrifflichen Grundlagen des Museums werden die Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen sowie die museale Öffentlichkeitsarbeit im Besonderen thematisiert. In diesem Zusammenhang wird neben einer Definition des Öffentlichkeitsarbeitsbegriffs eine Abgrenzung desselbigen gegenüber verwandten Begriffen vorgenommen und darüber hinaus dessen Ziele und Aufgaben erörtert. Ferner wird sich kritisch mit der PR-Literatur auseinandergesetzt. Im Anschluss an diese allgemeinen Erläuterungen liegt der Fokus auf der Öffentlichkeitsarbeit von Museen. In diesem Kontext finden die Prämissen musealer Öffentlichkeitsarbeit sowie die einzusetzenden Instrumente und Maßnahmen Beachtung. Zudem wird der Prozess musealer Öffentlichkeitsarbeit näher beleuchtet. Die aktive Imagegestaltung, welche durch zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit bewirkt werden kann, wird anschließend thematisiert. Nach einer Begriffsbestimmung des Images wird dessen Verbindung zur Öffentlichkeitsarbeit dargelegt sowie dessen Erfassung im Rahmen von Imageanalysen diskutiert. Diese ist in der Lage, das Selbstbild wie auch das Fremdbild einer Organisation zu ermitteln. Ausgehend davon wird der aktuelle Forschungstand zur Imageanalyse beleuchtet. Den Mangel an Forschungsarbeiten, der auf diesem Gebiet zu verzeichnen ist, gilt es im Folgenden, mit einer umfassenden empirischen Untersuchung zu schmälern. Daher wird eine Imageanalyse von Museen durchgeführt, bei welcher das Selbstbild verschiedener musealer Einrichtungen sowie einer Verbundskooperation - des Verbundes "Schatzkammer Thüringen" - untersucht wird. Dazu wurden die Verantwortlichen der am Verbund teilnehmenden Museen im Rahmen eines qualitativen Leitfadeninterviews hinsichtlich ihrer eigenen Einrichtung ebenso wie bezüglich der Arbeit des Verbundes "Schatzkammer Thüringen" befragt. Der Leitfaden verlieh dem Gespräch eine gewisse Grundstrukturierung. Abgesehen davon wurde sich der Gesprächsdynamik angepasst, um die Prämissen der Erhebungsteilnehmer hinsichtlich des musealen Selbstbildes abzubilden. Daher wurden die verschiedenen Aspekte in den Gesprächen in unterschiedlicher Intensität thematisiert. Um eine korrekte und detaillierte Auswertung sicher zu stellen, wurden die Gespräche aufgezeichnet, schriftlich fixiert und anschließend anhand bestimmter vorab definierter Kriterien ausgewertet. Letztere korrespondierten größtenteils mit dem Leitfaden. Die Datenanalyse erfolgte mittels einer qualitativen, zusammenfassenden Inhaltsanalyse, bei welcher die wichtigsten Inhalte erfasst werden. In diesem Kontext bietet sich ein Kategoriensystem an, da dies ermöglicht, die Auswertung im Hinblick auf bestimmte Gesichtspunkte vorzunehmen. Da die Auswertung der hiesigen Studie aufgrund der Forschungsproblematik zweigeteilt erfolgte, wurden zwei verschiedene Kategoriesysteme entworfen. Das Selbstbild der befragten Museen wurde einzeln anhand der definierten Kategorien ermittelt. Im Anschluss daran wurden die Ergebnisse verglichen und zudem Rückschlüsse auf das museale Selbstbild im Allgemeinen gezogen. Der zweite Teil der Auswertung beschäftigte sich mit dem Selbstverständnis des Verbundes "Schatzkammer Thüringen". Dabei wurden die Aussagen der Befragten im Hinblick auf verschiedene Aspekte analysiert und zu einem Selbstbild konstruiert. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse folgten eine resümierende Betrachtung sowie die Formulierung von Handlungsempfehlungen. Während des gesamten Forschungsprozesses wurde darauf geachtet, dass die Gütekriterien qualitativer Forschung eingehalten wurden, um die Qualität der Studie zu gewährleisten. Zu diesem Zweck wurde die Studie an diesen Kriterien gemessen und überdies in ihrer Methodik kritisch hinterfragt. Im Rahmen eines Fazits wurden auf Basis dieser Untersuchung allgemeine Schlüsse hinsichtlich der musealen Öffentlichkeitsarbeit gezogen und die zukünftigen Anforderungen an diese formuliert.



Steingrübner, Jörg;
Technikkommunikation und Technikentwicklung : eine Inhaltsanalyse des Techno-Magazins RAVELINE. - 118 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den drei großen Themenkomplexen Technikkommunikation, Technikentwicklung und Technokultur. Die Untersuchung - exemplarisch am populärwissenschaftlichen Techno-Magazin RAVELINE vorgenommen - soll einen Überblick geben, wie technisches Wissen in einer Subkultur durch ein Printmedium kommuniziert wird und welche Technologien im Zuge fortschreitender Entwicklung der Digitalisierung für die Technoszene eine Rolle spielen. Im Fokus der Arbeit stehen innovationstheoretische Bezüge. Die kommunikationswissenschaftliche Untersuchung stützt sich zum einen auf die Literaturrecherche, als Grundlage für den normativen Teil und zur Erarbeitung der Erhebungsmethode; zum anderen auf die Inhaltsanalyse der Technikartikel in 10 Jahren RAVELINE. Es wurden 120 Zeitschriften aus den Jahren 1995 bis 2005 untersucht und schließlich 200 Analyseeinheiten ausgewählt, die über DJ-Technik und vorrangig die Formate Vinyl, CD und MP3 berichteten. RAVELINE als zielgruppengerecht gestaltetes, konventionelles Druckmedium dokumentiert und bereitet Informationen über eine technisch vermittelte Musik auf. Dazu nimmt sie auf der Ebene der Technikbewertung die Form einer kritischen Reflexionsinstanz an. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Darstellung von DJ-Technik in der RAVELINE breit gefächert ist. RAVELINE gibt generell mit der Bekanntmachung neuer Technik auch die wichtigsten Daten und Neuerungen bezüglich Baugruppen und Features preis. Serviceleistungen sind RAVELINE besonders wichtig. Die Berichte über neue Technik erfolgen mehrheitlich neutral darstellend. RAVELINE ist aufgeschlossen und wissbegierig gegenüber neuer Technik. Das Hauptmotiv der Berichterstattung liegt augenfällig in der Neuheit eines Produktes. Darüber hinaus bietet RAVELINE allgemeinverständliche und gut bebilderte Erklärungen zu Aufbau und Funktion der vorgestellten Technik. Trotz des geringen Überhangs der Artikel mit dem Inhalt "CD" kann man nicht von einer Verdrängungstechnik gegenüber dem "Vinyl" sprechen, vielmehr muss - wie es auch die Praxis zeigt - von einer Ergänzung ausgegangen werden. Bei proportional steigender Tendenz der MP3-Berichte kann zukünftig eine Verschiebung, vermutlich auf gleiche Höhe mit Vinyl und CD, erwartet werden. In der zunehmenden Frequenz der Beiträge offenbaren sich deutliche Rückschlüsse auf den Innovationsverlauf.



Brückner, Anja;
PR-Arbeit von Museen : Evaluation der Öffentlichkeitsarbeit des "Museums in der Beschussanstalt" Zella-Mehlis/Thüringen. - 129 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Evaluation der Public Relations des Museums in der Beschussanstalt in Zella-Mehlis/Thüringen. Die theoretischen Grundlagen zu Public Relations und Nonprofit-Organisationen wurden auf die spezifischen Anforderungen des Museums bezogen. Im Hinblick auf die Untersuchung wurden ebenfalls Theorien zur Evaluation, im Speziellen zur Evaluation von Public Relations, sowie Grundlagen für eine PR-Konzeption beleuchtet und diskutiert. Den theoretischen Rahmen zur Umsetzung der empirischen Untersuchung bildet das Integrierte PR-Evaluationsmodell von BESSON. Die flexible Struktur des Modells ermöglicht die individuelle Anpassung an die jeweilige PR-Situation. Dieses Modell der PR-Evaluation wurde auf die Public Relations des Museums bezogen. Geprüft wurde, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit angewandt wurden und wie diese optimiert werden können. Dazu wurde in 2006 eine quantitative Befragung der Museumsbesucher durchgeführt. Der vollstandardisierte und strukturierte Fragebogen integrierte mehrere Bestandteile. Der erste Abschnitt erfragte Anlass und Intention des Museumsbesuches sowie Eindrücke nach Beendigung des Aufenthalts. Dies umfasst sowohl Eindrücke der Ausstellungen sowie Meinungen zum Museum generell. Der zweite Teil des Fragebogens konzentrierte sich auf die Wahrnehmung des Internetauftritts www.beschussanstalt.de. Erfragt wurde hier, welche Inhalte relevant sind und welche Eigenschaften nach Meinung der Besucher auf die Internetseite des Museums zutreffen. Der nachfolgende Abschnitt hat die Präsenz des Museums in den Medien zum Inhalt. Im Fokus stand hier, ob und in welchen Medien Veröffentlichungen zum Museum wahrgenommen wurden. Der letzte Teil des Fragebogens erfasst demographische Angaben der Besucher. Die Medienresonanzanalyse zur Bewertung der Medienpräsenz ist die zweite Stufe der empirischen Untersuchung. Im Zentrum steht die Tageszeitung Freies Wort. Berichte zum Museum der Ausgaben von 20002006 wurden nach quantitativen und qualitativen Kriterien analysiert. Zu den quantitativ formalen Kriterien zählten u.a. die Art des Artikels, Bebilderung, Zeilenanzahl und Erscheinungsdatum. Die qualitativen Kriterien waren vor allem thematischer Kontext und inhaltliche Tendenz. Die Analyse gab Aufschluss über den Entwicklung der Medienresonanz des Museums. Ebenso wie die Veröffentlichungen im Freien Wort wurde der Internetauftritt des Museums nach spezifischen Kriterien analysiert. Hier standen museums- und designspezifische Aspekte im Mittelpunkt. Die Untersuchungsergebnisse gaben den Ausschlag für spezifische Optimierungsvorschläge. Es zeigte sich, dass im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit die kontinuierliche Berichterstattung zu Ausstellungen des Museums stand. Die Entwicklung der Präsenz des Museums im Freien Wort verlief konstant. In den untersuchten Jahren wurden insgesamt 208 Artikel zum Museum in der Beschussanstalt veröffentlicht. Inhaltlich konzentrierte sich die Berichterstattung nach der vollständigen Eröffnung des Museums auf das Thema Ausstellungen. Hervorzuheben ist ebenso die Auswertung der inhaltlichen Tendenz. Artikel mit negativem Tenor waren kaum zu finden. Die Auswertung der Besucherbefragung ergab, dass das Museum sowohl in den Printmedien als auch als Internetplattform wenig bekannt ist. Von den 65 Befragten gaben nur zwei an, Medienberichte über das Museum zu kennen. Lediglich ein Befragter äußerte sich zum Internetauftritt des Museums. Deutlich wurde ebenfalls die Tendenz zum älteren Publikum. Zwei Drittel der Befragten waren 50 Jahre und älter. Die Mehrheit der befragten Besucher war nicht aus Thüringen. Die Ausstellungen selbst sowie Service und Aufbau des Museums wurden überwiegend positiv bewertet. Der Internetauftritt des Museums zeichnete sich durch konstantes und geradliniges Design aus. Die Seite ist in erster Linie darauf ausgerichtet, Informationen zu den Ausstellungsschwerpunkten und organisatorische Hinweise bereitzustellen. Resümierend lässt sich festhalten, dass Öffentlichkeitsarbeit im "Museum in der Beschussanstalt" zwar angewandt wird, jedoch erfolgt sie ungeplant, wenig zielgerichtet und nicht zugeschnitten auf die relevanten Teilöffentlichkeiten. Im Hinblick auf eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit sollte zukünftig die Erstellung eines professionellen PR-Konzepts im Mittelpunkt stehen.



Paschold, Julia;
Ansprüche und Erwartungen 50-80Jähriger an Unterhaltungselektronik : eine explorative Studie. - 198 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die vorliegende Arbeit fokussiert Ansprüche und Erwartungen, die Menschen im Alter zwischen 50 und 80 an Audio und Audiovisuelle Unterhaltungselektronik haben. - Die Relevanz der Thematik liegt darin begründet, dass die über 49Jährigen bisher von Herstellern sowie der Werbung gegenüber den 14-49Jährigen vernachlässigt wurden. Insbesondere die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahre und der prognostizierten folgenden Jahre zeigt, dass Senioren allerdings eine kaufkräftige Bevölkerungsgruppe bilden. Neben den wirtschaftlichen Folgen der Isolation dieser Zielgruppe existieren auch soziokulturelle Konsequenzen. Diese sind bereits heute als die Ansätze einer digitalen Kluft erkennbar, die neben einem Bildungsgefälle auch ein Altersgefälle offen legt. Besonders technik-uninteressierte Ältere sind weniger mit Unterhaltungselektronik ausgestattet und isolieren sich damit von der Gesellschaft. - Da die Zielgruppe der Senioren von der Marktforschung bisher eher als Randgruppe behandelt wurde, sind auch die Ansprüche und Erwartungen der Senioren weitestgehend unklar. Soll der Markt sich auch den Gegebenheiten dieser Käuferschaft anpassen können, müssen die Bedürfnisse zunächst erforscht werden. Aufgrund der dadurch unbefriedigenden Forschungslage versteht sich die vorliegende Arbeit als explorative Grundlagenforschung, die darauf abzielt, Tendenzen aufzudecken und Verständnis herzustellen. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse bzw. die Einordnung in die Technikadaptionsforschung ist daher begrenzt. Aus diesem Grunde wurde auch ein eigenes Forschungsdesign entwickelt, welches zunächst auf der Grundannahme basiert, dass es nicht ausreicht, die bloße Gestaltung der Geräte in den Forschungsfokus zu rücken. Vielmehr müssen drei unterschiedliche Aspekte näher untersucht werden: die Gerätegestaltung, die Zielgruppe selbst, sowie die Kommunikation, die bezüglich der Unterhaltungsgeräte an dieselbe gerichtet wird. - Diesen Aspekten entsprechend wurde der theoretische Hintergrund aufgearbeitet, der sich schwerpunktmäßig mit der Produktgestaltung, insbesondere barrierefreier Produkte, auseinandersetzt. Anschließend wurden die Bevölkerungsentwicklung dargestellt, sowie die Charakteristika und Wirtschaftskraft der Zielgruppe analysiert. - Zum Bereich Kommunikation wurden einerseits allgemeine Aussagen bezüglich des Seniorenmarketings getroffen und andererseits die Wichtigkeit der direkten Zielgruppenansprache durch (Einzel-)händler herausgestellt. Der sich anschließende empirische Teil der Arbeit ist untergliedert in die Bereiche Händlerinterviews, Seniorenbefragung, sowie inhaltsanalytische Betrachtung von TV-Shopping-Kanälen. - Die qualitativen Händlerinterviews dienen der Vorbereitung der Zielgruppenbefragung. - Die Händler gelten hierbei als Experten, weil sie täglich mit den Erwartungen und Ansprüchen der Zielgruppe direkt konfrontiert sind und es ihre Aufgabe ist, diesen nachzukommen. Da die Fremdeinschätzung der Senioren durch die Experten jedoch nicht ausreichend ist, wurde die Zielgruppe in Form einer standardisierten Befragung direkt untersucht. Die Befragung erfolgte teilweise online, die Verbreitung erfolgte über Hyperlinks in Seniorenforen. Zu einem zweiten Teil fand die Befragung mit Hilfe von schriftlichen Fragebögen statt, die in regionalen Senioreneinrichtungen ausgegeben wurden. Bei der Auswahl der Befragungsteilnehmer handelt es sich um eine reine Zufallsauswahl ohne jegliche Systematisierung, die als klumpenähnliche Stichprobe einzuordnen ist. Die unterschiedlichen Befragungsmethoden wurden gewählt, um einerseits technik-affine Nutzer anzusprechen, die überwiegend unter den Online-Nutzern zu erwarten waren. Andererseits sollten mit Hilfe der schriftlichen Befragung überwiegend technik-abgeneigte Nutzer erreicht werden, so dass im Nachhinein ein Vergleich der unterschiedlichen Nutzergruppen möglich ist, sowie ein vielschichtiges Bild dieser inhomogenen Zielgruppe entstehen sollte. - Im Anschluss wurden TV-Shopping-Programme untersucht, auf der Grundlage, dass deren Zielpublikum kongruent zur untersuchten Gesellschaftsgruppe ist. Da hier jedoch keine annehmbare Theorie zur Analyse dieser Art Medien zugrunde gelegt werden konnte, wurde ein Standard-Inhaltsanalyseverfahren angewandt, um einen Eindruck über die Ansprache des Zielpublikums zu erhalten. Hierzu wurden zuvor Kategorien aufgestellt, die in einem inhaltsanalytischen Protokoll festgehalten wurden, während der Analyse der Orientierung dienten und erweitert wurden. - Die Ergebnisse aus den drei empirischen Untersuchungen bestätigen die eingangs zugrunde gelegte These, dass ein Zusammenhang zwischen Produkt, Zielgruppe und Kommunikation besteht, was sich in spezifischen Einzelaussagen manifestiert. Weiterhin geben die Ergebnisse Aufschluss auf Tendenzen, die sich in den folgenden Kernaussagen zusammenfassen lassen: - Technik-affine Personen, die sich unter anderem dadurch auszeichnen, den Fragebogen online ausgefüllt zu haben, geben sich auch im Bezug auf Unterhaltungstechnik selbstsicherer. Im Vergleich dazu vertrauen weniger technik-affine Personen in höherem Maße ihrem Fachhändler. Frauen sind nach wie vor technik-abgewandter als Männer, sie neigen stärker zu Technikängsten bzw. trauen sich selbst auch weniger Kompetenz im Umgang mit Unterhaltungselektronik zu. - Der Umgang mit Technik ist maßgeblich beeinflusst vom Interesse bzw. der Vielfalt der Informationsquellen über Technik, die von den Nutzern beansprucht werden.



Merkle, Sebastian;
Die Bedeutung von Markenerlebniswelten in der Deutschen Automobilbranche : das Audi Forum Ingolstadt als integrierte Kommunikationsplattform und Instrument des Beziehungs- und Eventmarketings. - 250 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Thematischer Rahmen- Markenerlebniswelten als vielseitige Marketing-, Kommunikations- und Vertriebsinstrumente gewinnen vor dem Hintergrund eines sich global immer weiter verschärfenden Wettbewerbs speziell in der Automobilbranche weiter an Aufmerksamkeit. Vor dem Hintergrund sich angleichender Produkteigenschaften, vergleichbarer Produktqualität und ähnlicher Imagewerte sieht sich die Automobilindustrie heute neben dem Produktwettbewerb auch einem zunehmenden Kommunikationswettbewerb ausgesetzt. Die gestiegenen Ansprüche der Kunden an Qualität, Preiswürdigkeit und Image der Produkte, ein hoher Sättigungsgrad, sowie eine steigende Produktvielfalt führen zu einer sinkenden Kundenloyalität. Daneben zwingen der gesellschaftliche Wertewandel hin zu einer vermehrten Erlebnisorientierung und Individualisierung, aber auch eine zunehmende Informationsüberlastung der Konsumenten die Automobilindustrie zu alternativen Differenzierungsmöglichkeiten über entsprechende Kommunikations- und Kundenbeziehungsmaßnahmen. Neben einer guten Produkt- und Servicequalität, die jeder Kunde heute als selbstverständlich voraussetzt, ist deshalb der Einsatz effektiver Instrumente der Interessenten- und Kundengewinnung, sowie der Kundenbindung über den gesamten Kundenlebenszyklus hinweg für den unternehmerischen Erfolg unverzichtbar. Dazu sind eine koordinierte und integrierte Unternehmenskommunikation sowie innovative dialogorientierte Kommunikationsinstrumente notwendig, die eine individuelle Kundenansprache ermöglichen. - Voraussetzung für eine effiziente Unternehmenskommunikation und Kundenansprache ist eine starke Marke. Hat ein Unternehmen über eine klassische Push-Kommunikation über die Massenmedien einen hohen Bekanntheitsgrades seiner Marke und Produkte erreicht, spielt der langfristige Aufbau eines starken Markenimages die größte Bedeutung in der Marketingkommunikation. Sowohl Bekanntheitsgrad als auch Image lassen sich in besonderem Maße durch eine emotionale Ansprache der Interessenten und Kunden erzielen. Eine bessere Kommunikationsplattform für die Vermittlung der Werte, Charakteristika und Mythen einer Marke als das Unternehmen selbst kann es kaum geben. Nicht umsonst wurden in den letzten Jahren bei nahezu allen Deutschen Automobilherstellern Projekte in diese Richtung initiiert oder bereits eröffnet. Nach der Fertigstellung des Audi Forum Ingolstadt und der Autostadt in Wolfsburg im Jahr 2000, wurde im Mai 2006 bei DaimlerChrysler in Untertürkheim ein neues Museum samt angeschlossenem Vertriebscenter eingeweiht. Bei Porsche in Zuffenhausen ist ein neues Museum im Bau und in München bei BMW wird neben dem nahezu fertig gestellten Auslieferungs- und Erlebniszentrum BMW Welt auch das Museum erweitert. Durch die Aktivitäten des Wettbewerbs steht die AUDI AG vor der Aufgabe, sein Nutzungskonzept und die Strategie für den seit 1993, im Vergleich zu den als integriertes Gesamtkonzept entwickelten Angeboten des Wettbewerbs, stetig gewachsenen Markenauftritt am Standort Ingolstadt weiterzuentwickeln. -Problemstellung - Die vorgelegte Arbeit liefert für die Analysephase der Strategieweiterentwicklung des Audi Forum Ingolstadt einen nutzbaren Beitrag, um damit eine Strategieformulierung zu ermöglichen. Konkret wurde gemeinsam die Aufgabe formuliert, die Bedeutung des Audi Forum Ingolstadt für das Unternehmen AUDI AG zu ermitteln und Möglichkeiten einer intensiven Einbindung des Audi Forum Ingolstadt in alle Phasen des Beziehungsmarketing, sowie der Unternehmens- und Marketingkommunikation durch die relevanten Abteilungen der Audi AG aufzuzeigen. -Aufbau der Arbeit - Um diese Aufgabe zu lösen werden einleitend zunächst die verschiedenen gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen und Entwicklungen westlicher Industrienationen geklärt, die insbesondere auch die Deutsche Automobilwirtschaft betreffen. Als Fazit werden der Paradigmenwechsel weg von einem transaktions- hinzu einem kundenorientierten Marketing dargestellt und sich daraus ergebenden Entwicklungen identifiziert: das Beziehungsmarketing, die Integrierte Unternehmenskommunikation, das Eventmarketing sowie Erlebniswelten in der Industrie. Im theoretischen Teil der Arbeit werden diese aus den Veränderungen im Marketing hervorgegangenen einzelnen Konzepte und damit verbundenen Begriffe abgehandelt. Im darauf folgenden praktischen Teil werden das Audi Forum Ingolstadt, seine Charakteristiken sowie die vergleichbaren Angebote des Wettbewerbs vorgestellt. Im empirischen Teil werden zu nächst das Experteninterview und die Inhaltsanalyse als angewendete Erhebungs- und Auswertungsmethoden beschrieben Anschließend werden die Ergebnisse der anhand eines Interviewleitfadens geführten Experteninterviews analysiert und ausgewertet. Schließlich werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst dargestellt und Voraussetzungen und Maßnahmen für eine weitere Entwicklung des Audi Forum Ingolstadt genannt. Fazit - Im Zuge der Untersuchung konnte gezeigt werden, dass das Audi Forum Ingolstadt von den befragten Bereichen Unternehmenskommunikation, Marketing und Vertrieb als Kommunikationsplattform im Unternehmen gesehen wird. Als solche bietet sie aus Sicht der interviewten Experten durch die intensivere Nutzung weitere Potentiale für die Erreichung von Zielen anderer kommunikativ tätiger Abteilungen. Eine verstärkte Nutzung bietet sich dabei durch das Beziehungsmarketing und das Eventmarketings im Rahmen einer Integrierten Kommunikation an. Nach wie vor geht es darum eine möglichst große Zahl vorab ausgewählter Interessenten und Kunden an den Unternehmensstandort zu ziehen, um diesen am authentischsten Ort der Marke ein emotionales Erlebnis zu bieten. Für eine erlebnis- und dialogorientierte Ausrichtung sind dazu zukünftig jedoch vor allem produktorientierte Angebote wie Fahrzeugausstellungen, Erlebnisfahrten und Veranstaltungen mit historischen Fahrzeugen und Rennfahrzeugen sowie eine Einbindung in das CRM von Bedeutung. Umsetzen lassen sich diese Ziele des Audi Forum Ingolstadt nur mittels einer gemeinsamen Vorgehens aller genannten Bereiche, für das der Abbau der identifizierten Barrieren der Integrierten Kommunikation eine wichtige Voraussetzung darstellt.



Deiseroth, Sandra;
Kundenbindung als Marketingziel eines Kundenclubs : Konzeptionalisierung und Operationalisierung der Erfolgsmessung eines Kundenclubs als Instrument der Unternehmenskommunikation am Beispiel des Sunny PRO Clubs der SMA Technologie AG. - 142 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Kundenbindung als Marketingziel eines Kundenclubs. Dabei interessiert besonders die Konzeptionalisierung u. Operationalisierung dieses Phänomens. Im Zentrum des Interesses steht die Entwicklung eines Messinstruments zur Erhebung der durch den Kundenclub Sunny PRO Club erlangten Kundenbindung von Fachhandwerkern an das Industrieunternehmen SMA Technologie AG. - Um eine fundierte Bearbeitung des Themas sicher zu stellen, wurde eine definitorische Basis durch die Betrachtung der Begriffe u. theoretischen Konzepte der Unternehmenskommunikation, des Kundenclubs sowie der Kundenbindung geschaffen. Dabei wurden ebenfalls das Unternehmen SMA Technologie AG u. dessen Kundenclub vorgestellt. - Zur Bearbeitung des Forschungsanliegens erwies sich eine interdisziplinäre Vorgehensweise als fruchtbar, bei der Theorien u. Konzepte aus unterschiedl. Wissenschaftsbereichen in Bezug auf Ihre Erklärungstauglichkeit für das Phänomen Kundenbindung analysiert wurden. Dabei dienten Konzepte zur Erfassung der Markentreue als Ansatzpunkte zur Operationalisierung des Konstruktes. Die theoretische Betrachtung der Mikroökonomischen Theorie Hirschmans, der Transaktionskostentheorie, des Geschäftstypenansatzes, der Sozialpsychologischen Interaktionstheorie, der Theorie der kognitiven Dissonanz u. des wahrgenommenen Risikos, der Lerntheorie sowie des verhaltenstheoretischen Konstruktes Variety Seeking lieferten Determinanten des Phänomens Kundenbindung. Diese identifizierten Bestimmungsfaktoren umfassen die Attraktivität des Konkurrenzangebots, Wechselbarrieren, Kundenzufriedenheit, wahrgenommenes Risiko sowie das Streben nach Abwechslung. Diese Determinanten bieten Erklärungsansätze, warum Kundenbindung entsteht, andauert oder Geschäftsbeziehungen beendet werden. Die identifizierten Bestimmungsfaktoren wurden dazu genutzt, einen Fragebogens zu entwickeln, mit dem die Kundenbindung von Fachhandwerkern an die SMA Technologie AG erhoben werden kann. Für den Einsatz des Messinstruments in der Praxis werden abschließend methodische Empfehlungen gegeben. Ziel bei dem Einsatz des Erhebungsinstruments sollte es sein, im Rahmen einer Panelstudie jeweils die Kundenbindung von einer Untersuchungsgruppe von Mitgliedern u. einer Kontrollgruppe von Nicht-Mitgliedern zu erheben, um durch den Vergleich der Ergebnisse Erkenntnisse darüber zu erlangen, inwieweit das primäre Marketingziel der Kundenbindung durch den Sunny PRO Club erreicht wird.



Dreher, Markus;
Milieuspezifische Differenzierungen in Bedienungsanleitungen : Analyse von Anleitungen für DVD-Player verschiedener Preiskategorien. - 76 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach einer eventuell vorhandenen Differenzierung von Bedienungsanleitungen. Dabei erfolgt die Analyse im Bereich der Unterhaltungselektronik. Untersucht wurden in der Diplomarbeit acht Bedienungsanleitungen von fünf verschiedenen Firmen. Dabei wurden drei verschiedene Preiskategorien betrachtet. Durch die Auswertung der Produkte soll festgestellt werden, ob die Firmen damit bestimmte Zielgruppen ansprechen. Die Grundlage der Auswertung bildet dabei das Soziologische Modell der sozialen Milieus. Das Modell der sozialen Milieus wurde deshalb gewählt weil es im Gegensatz zu den älteren soziologischen Modellen von Klassen und Schichten die Werte und Eigenschaften der Menschen mit einbezieht. Die Modelle von Klasse und Schicht sind aufgrund der Veränderungen in der modernen Gesellschaft nicht mehr geeignet ein genaues Bild von den Strukturen und dem Aufbau zu geben. Dabei sind vor allem die Dimensionen der Ungleichheit, die die Unterschiede in der Gesellschaft hervorrufen in den letzten Jahren einer Veränderung ausgesetzt gewesen. Es sind neue Dimensionen zur Beschreibung der Ungleichheit wichtiger geworden. Stefan Hradil hat deshalb das Konzept der sozialen Milieus entwickelt in dem er die Gesellschaft in verschiedene Milieus einteilt. Diese sind nicht statisch wie Klassen oder Schichtmodelle, sondern es können die Veränderungen, die durch den Gesellschaftlichen Entwicklungsprozess entstehen in das Modell einfließen. Hradil versteht unter einem Milieu eine Gruppe von Menschen, die solche äußeren Lebensbedingungen und/oder inneren Handlungen aufweisen, aus denen sich gemeinsame Lebensstile herausbilden. Bei der Untersuchung der Anleitungen wird die aktuell für Deutschland gebräuchliche Milieustruktur verwendet. Die Daten entstammen dem Modell von Sinus Sociovision. Die Sinusmilieus dienen überwiegend der Wirtschaft zur Analyse der Werbekunden. Durch die Kenntnisse der Einstellungen und Werte der einzelnen Gesellschaftsgruppen lassen sich Kommunikationsstrategien gezielt ausrichten. Das aktuelle Sinusmodell stammt aus dem Jahre 2001 und umfasst zehn Hauptmilieus. Die Anleitungen der DVD Player wurden nun auf Eigenschaften untersucht die sich mit den Werten der Milieus decken. Dabei wurden in der Arbeit zwei verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Um die Anleitungen grundlegend zu untersuchen wurde eine Analyse auf qualitative Unterschiede durchgeführt. Dafür wurden die Bedienungsanleitungen mit Hilfe eines anerkannten Bewertungsbogens untersucht. Untersucht wurden acht Anleitungen der Marken Onkyo, Marantz, Panasonic, Philips und Scott. Die Produkte wurden für die Analyse in drei verschiedene Preiskategorien eingeteilt. Die höchste Preiskategorie wurde von Produkten über 1000 € belegt, die mittlere lag zwischen 100 und 1000 € und die niedrige unter 100 €. Testsieger wurden die Bedienungsanleitungen von Onkyo und Marantz aus der höchsten Preiskategorie wobei sie vor allem in den Bereichen Navigation und Gliederung / Text besser benotet wurden. Ein direkter Zusammenhang zwischen einer besseren Anleitung und dem Preis des Produktes traf nur für die hochpreisigen Bereiche zu. Dagegen war innerhalb einer Marke eine relativ gleich bleibende Qualität zwischen Produkten mit verschiedenen Preisen zu erkennen. Die Untersuchung nach milieuspezifischen Auffälligkeiten erfolgte mittels eines Fragebogens. Mit Hilfe des Fragebogens wurde ermittelt ob, die Anleitungen bestimmte Eigenschaften erfüllen, auf die innerhalb eines bestimmten Milieus besondere Wert gelegt wird, oder die völlig abgelehnt wird. Je mehr Eigenschaften eines Milieus besonders gut erfüllt wurden, desto wahrscheinlicher war eine Ausrichtung der Anleitung speziell auf diese Zielgruppe. Dabei ergab sich aus den Ergebnissen lediglich bei den hochpreisigen Geräten ein relativ einheitliches Bild. Im mittleren und niedrigen Preissegment konnte keine besondere Ausrichtung auf eine spezielle Gruppe erkannt werden. Die Übereinstimmungen der hochpreisigen Anleitungen mit den Eigenschaften und Werten bestimmter Milieus traten vermehrt bei den Milieus der Konservativen, Etablierten und Modernen Performer auf. Diese Milieus gehören zu den angestrebten Zielgruppen von Markenherstellern. Es kann jedoch bei dieser Untersuchung nur von einer Tendenz zu einer Ausrichtung auf bestimmte Milieus gesprochen werden. Die Übereinstimmungen könnten auch an der besseren Qualität der hochpreisigen Anleitungen liegen, die in der ersten Untersuchung festgestellt wurde. Eine prinzipielle milieuspezifische Differenzierung von Bedienungsanleitungen kann deshalb nicht nachgewiesen werden.



Karich, Eva-Maria;
Technikdarstellung in den Medien : qualitative Inhaltsanalyse der Solarenergie-Berichterstattung in überregionaler Tages- und Wochenpresse. - 142 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Technikdarstellung in den Medien am Beispiel der Berichterstattung über die Nutzung der Solarenergie. Der theoretische Rahmen der Arbeit ist die Annahme eines unsystematischen Wissenstransfers in den Massenmedien. - Im Zentrum der Arbeit steht die Analyse der Darstellung der Solartechnik, sowie der Darstellung ihrer politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ferner werden Sprache, Verständlichkeit und der Einsatz formaler Elemente betrachtet. - Mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse werden insgesamt 157 Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (SZ), der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), sowie der ZEIT und dem SPIEGEL in den Jahren 2000 und 2004 untersucht. - Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Darstellung der Solartechnik in den untersuchten Medien wie vermutet unsystematisch und oft undifferenziert erfolgt. Die unterschiedlichen Arten der Nutzung der Solarenergie (Photovoltaik und Solarthermie) werden darin selten voneinander abgegrenzt. Eine Erklärung physikalisch-technischer Grundlagen findet nicht statt. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden relativ umfassend dargestellt, doch auch dabei fehlt die Differenzierung nach jeweiliger Solartechnik. Die Sprache ist publikumsgerecht und oft sehr bildlich. Die Verständlichkeit der Artikel ist zum Großteil gegeben. Der Einsatz von Überschriften und Fotos unterstützt die Anschaulichkeit. - Die Berichterstattung über Solarenergie findet ressortunabhängig nach konventionellen journalistischen Kriterien statt. Die Darstellung ist zwar weitgehend akzeptabel, aber in einigen Punkten noch ausbaufähig.



Mühr, Verena;
Professionelles Beziehungsmanagement im Internet : eine empirische Untersuchung zur Akzeptanz webbasierter Business-Netzwerke in der Automobilwirtschaft. - 127 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit professionellem Beziehungsmanagement im Internet. In Zusammenarbeit mit dem Auto Business Verlag München wird im Rahmen einer Auftragsforschung die Akzeptanz eines in Planung befindlichen, webbasierten Business-Netzwerks unter Akteuren der Automobilwirtschaft untersucht. Dabei wird neben generellen Informationen zur Akzeptanzforschung insbesondere auf das Akzeptanzobjekt (Was soll akzeptiert werden?) und die Akzeptanzsubjekte (Wer soll akzeptieren?) eingegangen. - Forschungsleitend greift die Arbeit ein Modell der Medienwahl auf, das Anwendungen computervermittelter Kommunikation fokussiert und für eine potentielle Medienwahlhandlung fünf Hauptbedingungen postuliert: Geräteverfügbarkeit, Medienwissen, Medieneinstellung, Antwortverhalten, Bedürfnisbefriedigung bzw. Nutzen. In einer internetgestützten Befragung wird sodann geprüft, ob und in welchem Maß diese fünf Bedingungen bei der Zielgruppe des Auftraggebers gegeben sind und welche Rückschlüsse auf die Akzeptanz gezogen werden können. Hierfür wurden 5.000 Newsletterabonnenten des Auto Business Verlags per E-Mail gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen. Bei einer Rücklaufquote von 16,37 Prozent (741 ausgefüllte Fragebögen) stellt sich insbesondere heraus, dass sowohl die Kenntnis als auch die Erfahrung mit einem webbasierten Business-Netzwerk sehr gering sind und die Befragungsteilnehmer bei einer möglichen Nutzung mit diesem Angebot in erster Linie branchenspezifische Informationen und erst in zweiter Linie die Kommunikation mit Branchenpartnern erwarten. Die strategische Ausrichtung der Untersuchung legt den Grundstein für weitere Überlegungen des operativen Geschäfts des Auftraggebers, wobei letztlich beachtet werden sollte, dass vom Auto Business Verlag insbesondere die Fokussierung auf das Kerngeschäft (branchenspezifische Informationen) erwartet wird.



Röder, Kathrin;
Öffentlichkeitsarbeit von Museen : Evaluation der PR-Arbeit des Heinrich-Schütz-Hauses Bad Köstritz. - 169 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der PR-Evaluation, konkret mit der Evaluation der Öffentlichkeitsarbeit des Heinrich-Schütz-Hauses Bad Köstritz. Dazu werden zunächst theoretische Grundlagen der Museologie, der Öffentlichkeitsarbeit und der Evaluation abgehandelt. Im Rahmen der museologischen Einführungen wird das Heinrich-Schütz-Haus mit seinen Strukturen, Mitarbeitern und Arbeitsweisen vorgestellt. - Der PR-Teil befasst sich zunächst mit in der Literatur behandelten Modellen, mit systemtheoretischen, organisationalen und marketingorientierten Ansätzen und mit dem Modell der verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit. Es wird herausgearbeitet, dass für die Beschreibung musealer PR organisationale Ansätze mit Einflüssen des Marketings am praxisnächsten erscheinen. Eine Definition von PR wird erarbeitet, Abgrenzungen zu anderen Bereichen wie dem Journalismus oder der Werbung werden skizziert und Funktionen, Ziele und Aufgaben von PR werden dargestellt. Ein praxisorientierter Teil erläutert Schritte bei der PR-Konzeption und stellt mögliche Maßnahmen und Instrumente vor. An dieser Stelle wird auch die Öffentlichkeitsarbeit des Heinrich-Schütz-Hauses vorgestellt, die zwar wenig konzeptionalisiert, allerdings doch recht umfangreich mit Pressearbeit, Plakaten, Veranstaltungen und eigenem Internetauftritt, alles in eine Corporate Identity gefasst, erfolgt. Der Evaluationsteil bemüht sich zunächst um eine Darstellung der Notwendigkeit von PR-Evaluation und geht auf Gründe ein, aus denen PR-Evaluation oftmals nicht betrieben wird. Nach einer Klärung diverser Begrifflichkeiten werden konkrete Evaluationsmodelle vorgestellt, um eine Grundlage für die Ermittlung eines geeigneten Instruments für die vorliegende Arbeit vorzubereiten und die Vielfältigkeit der Evaluationstheorien und -modelle vorzustellen. - Das praktische Vorgehen im Heinrich-Schütz-Haus findet schließlich in drei Teilen statt in Form einer Medienresonanzanalyse, einer Besucherbefragung und der Evaluation der hauseigenen Website. Als Ergebnis wird ein Konzeptentwurf erarbeitet, in dem zunächst die Ziele der PR-Arbeit, die anzusprechenden Teilöffentlichkeiten und die zu vermittelnden Botschaften dargestellt werden, um der zukünftigen PR-Arbeit des Hauses einen konzeptionellen Rahmen zu geben. Zur konkreten Umsetzung werden lediglich Empfehlungen ausgesprochen, um die bereits betriebenen Aktivitäten zu verbessern. Diese finden in angemessenem Umfang statt und unter Berücksichtigung der finanziellen und personellen Ressourcen eines Museums erscheint eine Ausweitung als wenig realistisch. Deshalb wurden Vorschläge unterbreitet, um die möglichst wörtliche Übernahme von Pressemitteilungen, den Anteil von Artikeln mit Bildern und den Anteil an Nachberichterstattung zu steigern. Das soll dazu dienen, den Lesern ein konkreteres Bild von den Geschehnissen im Haus zu vermitteln und sie zu einem Besuch zu bewegen. Für ein im Rahmen der Besucherbefragung evaluiertes Faltblatt wurde vorgeschlagen, bei einem Neudruck die vorhandene Mehrsprachigkeit deutlicher zu kennzeichnen oder für jede Sprache ein extra Blatt zu drucken, was zugleich eine Kostenersparnis bedeuten würde. Die Website wurde an einigen Stellen als verbesserungswürdig empfunden, so fehlt z.B. ein Presseportal, welches den Kontakt zu Journalisten vereinfachen könnte, und die Navigation ist wenig übersichtlich. - Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass museale PR leistungsfähig sein kann und im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu realisieren ist. Inwiefern die vorgeschlagenen Veränderungen allerdings die erwünschten Erfolge nach sich ziehen, müsste in einer weiteren Untersuchung, hausintern oder in Form einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit, analysiert werden. Ansätze für eine solche gäbe es auch in Form weiterer Evaluationsbemühungen zu anderen Aspekten der PR-Arbeit.



Reichelt, Antje;
Entwicklung patientengerechter Packungsinformation im Pharmamarketing. - 239 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Gebrauchsinformation als ein Instrument des effektiven Patient Relationship Managements. In Zusammenarbeit mit einem auf dem deutschen Markt agierenden Pharmaunternehmen sollte eine patientengerechte Packungsinformation entwickelt werden, die eine fehlerhafte Anwendung einer Neurodermitiscreme durch den Patienten und die damit verbundene mangelhafte Therapietreue behebt. Es werden verschiedene theoretische Vorüberlegungen zum Pharmamarketing, dem Medium Packungsbeilage, zur Kommunikation und dem Fach Transferwissenschaft dargelegt, unter deren Berücksichtigung verschiedene Möglichkeiten einer patientenfreundlichen, Compliance fördernden Gebrauchsinformation entwickelt werden. Dabei werden Marketingaspekte wie das Customer Relationship Management und darin der Direct-to-Consumer- bzw. Direct-from-Consumer-Ansatz vorgestellt. Ebenso Einfluss auf die optimierte Packungsbeilage haben die juristischen Vorgaben des Arzneimittel- und Heilmittelwerbegesetzes. Sie muss außerdem im Einklang mit den Prinzipien des Wissenstransfers und der Kommunikationsprozesse in ausgewählten Modellen stehen. Die erstellten Versionen der Packungsbeilage beachten dabei gleichrangig juristische, wirtschaftliche, kommunikationstheoretische Vorgaben und bereits evaluierte Patientenbedürfnisse bezüglich genutzter Informationsquellen. Unterschiedliche Varianten wurden qualitativ getestet und die Ergebnisse in dieser Arbeit vorgestellt. Daraus gewonnene Erkenntnisse werden in einer neuen Version der patientenorientierten Packungsbeilage dargestellt. Die ursprüngliche Fassung der untersuchten Packungsbeilage wird um einen Abschnitt mit weiterführenden Informationen ergänzt, der den Patienten die richtige Anwendung der Neurodermitiscreme näher bringen soll. Dieser neue Bestandteil der Packungsinformation greift dabei in stichpunktartiger Form die Hinweise zur Anwendung aus dem Pflichtteil auf. Diese Inhalte werden durch eine eingefügte Grafik visuell unterstützt. Um das Patientenwissen auszubauen und die eigentlichen Aussagen zu stützen, werden zusätzliche Informationen zu der im Medikament eingesetzten Wirkstoffklasse vermittelt. Die im Vorfeld zusammengestellten Informationen und die durchgeführte Marktforschung deuten darauf hin, dass das Optimum an Patientenorientierung noch nicht vorhanden ist. Diesem stehen derzeit finanzielle oder gesetzliche Restriktionen entgegen. Für die Weiterentwicklung des Mediums "Packungsbeilage" werden in dieser Arbeit abschließend Empfehlungen für weitere Verbesserungen gegeben, die sich vor allem auf die Integration anderer Medienkanäle und damit verbundenen Services beziehen. Diese wären, um an dieser Stelle auszugsweise zwei Möglichkeiten zu nennen, u.a. in Form von CD-ROM Anwendungen mit integrierten Selbsttests oder einem schlichten Verweis auf der Umverpackung zu einer Internetseite mit weiterführenden Informationen zu realisieren.



Binz, Vera;
Das Frauenbild im bundesdeutschen Heimatfilm der fünfziger Jahre : eine inhaltsanalytische Untersuchung der Darstellung von Frauen und Männern im Heimatfilm. - 100 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Der Heimatfilm war das erfolgreichste Genre des deutschen Films der fünfziger Jahre. Eine Zeit, die geprägt war von den Folgen des Zweiten Weltkriegs, vor allem aber von der ständigen Spannung zwischen Modernisierung und Restauration. Exemplarisch dafür steht die rückschrittliche Entwicklung der Frauenrolle. In den fünfziger Jahren fiel den Frauen, dem patriarchalen Familienbild entsprechend, erneut die Rolle der Mutter und Hausfrau zu, während Männer als Versorger der Familie galten. Die Arbeit untersucht, inwieweit sich diese Entwicklung auch im Heimatfilm zeigt. Anhand einer inhaltlichen Analyse der Darstellung von Frauen und Männern im Heimatfilm, wurde unter anderem geprüft, wie präsent Frauen und Männer im Heimatfilm sind, wie sie aussehen und wie sie sich verhalten. Der Vergleich der Daten ermöglichte, Unterschiede in der Geschlechterdarstellung abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen durchgängig klare Differenzen. Frauen und Männer im Heimatfilm repräsentieren vorwiegend zeitgemäße Rollenklischees. Eine Abweichung von diesem konservativen Ideal hat stets eine negativ bewertete Darstellung zur Folge.



Schloter, Christina;
Der Online-Auftritt als Instrument der Unternehmens- und Marketingkommunikation : eine vergleichende Analyse am Beispiel führender Unternehmen im deutschen Augenoptik-Markt. - 182 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Am Beispiel der augenoptischen Branche werden Unternehmenswebsites einer vergleichenden Bewertung unterzogen. Die theoretische Basis bildet die Unternehmenskommunikation als Teilbereich des Marketings und die Veränderungen, die sich durch neue Kommunikationsmöglichkeiten im Bereich des Internets ergeben haben. Die Empirie analysiert unter Zuhilfenahme der Inhaltsanalyse, der heuristischen Usability-Evaluation und einer Online-Befragung sieben Websites, dokumentiert den Ist-Zustand und leitet Handlungsempfehlungen ab.



Rothe, Andreas;
Kommunikative und wirtschaftliche Aspekte in den Online-Ausgaben deutscher Tageszeitungen am Beispiel des E-Papers der Freien Presse. - 179 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Ziel der Diplomarbeit war eine Einschätzung des aktuellen E-Paper-Angebots der Freien Presse Anfang des Jahres 2006, mit Aussagen zum persönlichen Nutzen der Abonnenten und zu Möglichkeiten der Steigerung der Auflagenzahlen. Es sollte überprüft werden, inwieweit es sich für den E-Paper-Kunden lohnt, bei dem Angebot zu bleiben und für den Nicht-Abonnenten dieses zu nutzen. Hierfür wurden sowohl Umfragen unter den E-Paper-Abonnenten und Nicht-Konsumenten durchgeführt, als auch das E-Paper der Freien Presse, sowie die Strategien des Verlages, näher betrachtet. Um zu verstehen, warum Menschen sich überhaupt bestimmten Medien zuwenden und diese nutzen, wurden in dieser Arbeit verschiedene Theorien zur Medienwahl (Theorie der subjektiven Medienakzeptanz; Theorie der kollektiven Medienakzeptanz (Social Influence Theory), Modell der aufgabenorientierten Medienwahl, Media-Richness-Theorie, Theorie der Mediensynchronizität) und Mediennutzung (Uses and Gratification Ansatz, Lebensstil-Konzept, Sozialisation) vorgestellt. Im weiteren Verlauf der Arbeit wurden auf die Eigenschaften des E-Papers als vollständig digitalisiertes Gut und dessen Vor- und Nachteilen eingegangen. Darauf aufbauend wurde gezeigt, wie und warum man eine Produkt- und Preisdifferenzierung einführen sollte. Abschließend wurden die Umfragen unter den E-Paper-Abonnenten und Nicht-Abonnenten ausgewertet und Schlussfolgerungen für das aktuelle E-Paper-Angebot der Freien Presse gezogen.



Brock, Susann;
Ein inhaltsanalytischer Vergleich der Berichterstattung zum Thema Gentechnologie. - 153 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Arbeit "Gentechnologie und Wissenschaftsjournalismus. Ein inhaltsanalytischer Vergleich der Berichterstattung zum Thema Gentechnologie." befasst sich mit der Darstellung der Gentechnologie in ausgewählten Medien. Mittels theoretischen Betrachtungen sowie einer vergleichenden Inhaltsanalyse von "P.M." und "Bild der Wissenschaft" wird das Verhältnis von Gentechnologie und Journalismus dargestellt. Das Forschungsinteresse der Arbeit begründet sich im Tatbestand, dass eine wesentliche Ursache für das Bild, das die Gentechnologie in der Öffentlichkeit erhält, die Berichterstattung der Massenmedien ist. So wird den Journalisten beim Prozess der öffentlichen Meinungsbildung eine zentrale Rolle zugeschrieben (vgl. Schenk; Sonje, 1998, S. 7). Daher sollte die Berichterstattung von "P.M." und "Bild der Wissenschaft" untersucht werden und geprüft werden, ob markante Unterschiede bei der Darstellung von Gentechnologie zwischen den beiden Formaten zu erkennen sind. Die Untersuchung von "P.M." und "Bild der Wissenschaft" zeigte eine starke Differenz in der Häufigkeit der Berichterstattung zum Thema Gentechnologie und der Themenvielfalt beider Formate. Hinsichtlich der Themenvielfalt ist zu sagen, dass Themen der roten und grünen Gentechnik Inhalte der Berichterstattung von "P.M." und "Bild der Wissenschaft" waren. Themen der weißen Gentechnik wurden in beiden Formaten vollkommen vernachlässigt. Insbesondere die Themenfelder "Klonen" in Verbindung zu "Dolly" und Themen der "menschlichen Gesundheit" zeigten in Verbindung zur starken Thematisierung des Nutzen- und Risikoaspektes der Gentechnologie, dass sich die mediale Darstellung der Gentechnologie vor allem in Kontrastverhältnissen präsentierte. So standen Möglichkeiten und Chancen der Gentechnik häufig direkt Gefahren und Risiken gegenüber. Weitere Aspekte der Beschreibung der Gentechnologie waren ethische, wirtschaftliche, ökologische, rechtliche Aspekte sowie der Zukunftsaspekt, der sich mit Potenzialen und Chancen der Gentechnik in der Zukunft beschäftigte. Urheber der Artikel zur Gentechnologie waren bei beiden Formaten hauptsächlich Wissenschaftsjournalisten, wobei bei auch Artikel existierten die keinen Urhebernachweis erkennen ließen. Entgegen der Annahmen des Verfassers dieser Arbeit blieben Bewertungen seitens der Journalisten bezüglich der Gentechnologie aus, so zeigten komplexe Textzusammenhänge vielmehr das Bemühen, Aspekte der Gentechnologie wertungsfrei vorzustellen, um so dem Leser die Meinungsfindung frei zu gestalten. Ethische Aspekte traten bei beiden Formaten nur auf, wenn eine thematische Verbindung zum Menschen vorhanden war und stellten in diesem Zusammenhang wiederholend die Frage nach der Vertretbarkeit einer Technologie. Auffallend war dabei die generelle Vernachlässigung ethischer Implikationen, wenn es um Tiere als Forschungsobjekte ging. Ähnliche Muster zeigte die Verwendung von Negativismen. Begriffe wie Angst oder Bedrohung wurden ebenfalls nur in Bezug zu den Folgen und den Risiken der Gentechnologie für den Menschen gesetzt. Die Illustration beider Formate ist an den Zweck gebunden, dass Interesse des Lesers zu finden und gleicht sich in wesentlichen Punkten. Dementsprechend wurden neben Fotos und Diagrammen auch Schaubilder und mikroskopische Aufnahmen eingesetzt um den Textinhalt zu visualisieren. Der Einsatz von Raum füllenden Computergrafiken hatte zusätzlich den Zweck den Leser auch unabhängig vom Textinhalt visuell anzusprechen und ihn so eventuell zum Lesen des Artikels zu animieren. Auffallend war auch, dass das Themenfeld der Gentechnologie nur selten mittels Fachtermini beschrieben wurde. Lediglich Verfahrensbeschreibungen nutzten Fachtermini, die verständlich dargestellt wurden. Hinsichtlich der journalistischen Darstellungsform ist von einer starken Dominanz von Nachricht und Bericht auszugehen. Interviews, Reportagen oder Kommentare repräsentierten lediglich Ausnahmen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass beide untersuchten Formate sich nur in wenigen Untersuchungsaspekten stark unterschieden. So waren Unterschiede häufig nur im Detail erkennbar.



Arscholl, Ove;
Öffentlichkeitsarbeit für Projekte zur Belebung des ländlichen Raums am Beispiel des Webauftritts für das Projekt Kunst-und-Käse-Hof Görbitzhausen. - 91 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der "Öffentlichkeitsarbeit für Projekte zur Belebung des ländlichen Raums". Die spezielle Aufgabe war in diesem Rahmen die Erstellung einer Website für das Projekt "Kunst-und-Käse-Hof Görbitzhausen" in Thüringen. Die Arbeit geht auf die Begriffe "ländlicher Raum" und "Öffentlichkeitsarbeit" ein, und stellt die Probleme des ländlichen Raums dar. Weiterhin werden Lösungsmöglichkeiten für die Probleme angeführt und die Förderpolitik zur Belebung des ländlichen Raums von Europäischer Union und Bundesrepublik Deutschland vorgestellt. Auf Grund spezieller Eigenschaften des ländlichen Raums wird speziell auf die Möglichkeiten der Online-PR eingegangen und erläutert, warum PR-Maßnahmen im Internet gerade für den ländlichen Raum besonders geeignet sind. Das konkrete Projekt "Kunst-und-Käse-Hof Görbitzhausen" wird mit seinem Konzept, seinen Betreibern und seinem Standort und seinen Angeboten an die Zielgruppe vorgestellt und das Online-PR-Konzept beschrieben. Schließlich wird die Entwicklung der Website www.kunst-und-kaese-hof.de mit Hilfe des Open-Source-Content-Management-Systems (CMS) Typo3 dokumentiert und dargestellt, wie es nach der Fertigstellung möglich sein wird, ohne spezielle Kenntnisse und Erfahrungen mit Web-Design die Seiten zu pflegen und bei Bedarf zu ergänzen.



Gleichmann, Tobias;
Technikpropaganda und Technikkommunikation im Dritten Reich am Beispiel der Rundfunkgeräte. - 99 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Dem Rundfunk wird im Rahmen der Forschung zum Nationalsozialismus eine wesentliche Rolle zugeschrieben. Er diente in seiner ihm zugewiesenen Funktion als entscheidendes Propagandamedium zur Verbreitung der nationalsozialistischen Weltanschauung und wurde zugleich selbst zum Sinnbild glorifizierter deutscher Technik. Vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die soziokulturellen, technischen und ökonomischen Bedingungen der Genese des Rundfunks in Deutschland vor und nach 1933 und zeigt am Beispiel der Rundfunkindustrie, wie Technikkommunikation über Rundfunkgeräte im Spannungsfeld staatlicher und industrieller Interessen im Dritten Reich determiniert wurde. Anhand von Untersuchungen über die Technikvermittlung in der Produktwerbung von Markenherstellern und einer inhaltsanalytischen Untersuchung zur Berichterstattung über politische Gemeinschaftsgeräte in Rundfunkfachzeitschriften werden verschiedene Aspekte der Kommunikation über Rundfunktechnik im Nationalsozialismus beleuchtet.



Schorch, Julia;
Tendenzen der medialen Kommunikation über Kernergie : eine inhaltsanalytische Untersuchung am Beispiel der Zeitschriften GEO Magazin und P.M. im Fokus von Risikokommunikation und Wissenstransfer. - 96 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Vor dem Hintergrund der seit Jahrzehnten andauernden kontroversen Diskussionen um Nutzen und Risiken der Kernenergie stellt sich die Frage, welches Bild dieser Technologie über die Medien transferiert wird. Betrachten mediale Akteure die Kernenergie aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel, werden Nutzen und Risiken abgewogen, werden die Gefahren dieser Technologie beleuchtet? Eine Auseinandersetzung mit der Problematik Kernenergie aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive schafft die Grundlagen, um anhand der Ergebnisse einer inhaltsanalytischen Untersuchung die Ausgangsfrage zu beantworten. In Kapitel 1 stehen Sachverhalten der Kernenergie unter verschiedenen Gesichtspunkten: die wissenschaftlich-technologischen Erläuterungen über Funktionsweise und Wirkungsgrad schaffen eine erste Verständnisgrundlage der Thematik; historische Fakten spiegeln die wirtschaftliche Relevanz wie auch die gesellschaftlichen Kontroversen seit Beginn der kernenergetischen Nutzung wider; anhand der Folgeereignisse des Reaktorunglücks von Tschernobyl werden Kommunikationsschwierigkeiten und Informationsdefizite verdeutlicht, die unter anderem ursächlich für die konträren Ansichten von Befürwortern und Gegnern der Kernenergie sind. Der Frage nach dem medial vermittelten Bild über Kernenergie werden zwei Theoriekonstrukte zugrunde gelegt und in den Kapitel 2 und 3 inhaltlich erläutert: der Wissenstransfer und die Risikokommunikation. Die Übertragung der voneinander untrennbaren Komponenten Information und Wissen vom Produzenten auf den Empfänger bildet die elementare Voraussetzung für die Entstehung und Weiterbildung einer Wissensgesellschaft. Im Fokus dieser Betrachtung stehen die Medien als Kommunikationskanal diese ermöglichen den Transfer, fungieren als Vermittlungsinstanz von Wissen. In diesem Zusammenhang sind nicht nur die Beschaffenheit des Übertragungsweges von Bedeutung, sondern auch die Merkmale der am Prozess beteiligten Akteure, vor allem die der Experten und die der Laien. Ihre individuellen und sozial-strukturellen Voraussetzungen entscheiden über die Qualität des Wissensprozesses und definieren die Funktionen und Vermittlungsanforderungen des Übertragungskanals, der Medien. Bezüglich der Grundproblematik dieser Arbeit werden die genannten Aspekte nach verallgemeinernden Aussagen auf eine Ebene des Wissenstransfers technologischer Sachverhalte zurückgeführt und entsprechend erläutert. Eine Betrachtung der Kommunikation über Risiko schließt sich im Kapitel 3 an. Aufgrund der Beschaffenheit des Begriffes Risiko lassen sich Herangehensweisen und Regeln einer zielgerechten Kommunikation definieren, die wiederum vielfältige Fähigkeiten aller beteiligten Akteure voraussetzen. Um die Beziehung zur Problematik Kernenergie herzustellen, wird insbesondere eine Risikokommunikation technologischer Themen untersucht. Mithilfe einer Beschreibung des Beziehungsgeflechts zwischen Experten und Laien werden sowohl an die Akteure als auch an den Kommunikationskanal Anforderungen formuliert, die Voraussetzungen einer verbesserten Risikokommunikation darstellen. Im letzten Teil dieses Kapitels wird nochmals der Fokus auf die mediale Kommunikation technologischer Risiken gelegt und somit die Verbindung zum Thema Kernenergie hergestellt. Im Anschluss an diese Abhandlungen steht im Kapitel 4 die Inhaltsanalyse im Mittelpunkt, die Methode der Datenerhebung bildet die Grundlage der empirischen Untersuchung im praktischen Teil der Arbeit. Als kommunikationswissenschaftliches Instrument stellt die Inhaltsanalyse eine Möglichkeit dar, in Texten enthaltene Aussagen und Bedeutungen sowohl quantitativ als auch qualitativ herauszufiltern und zu analysieren. Die Entscheidung für den Einsatz dieser Methode resultiert aus dem gewählten Untersuchungsobjekt, dem Printmedium, dessen Eigenschaften die Inhaltsanalyse als geeignetes Instrument favorisiert. Mit dem Kapitel 5 schließt sich den theoretischen Ausführungen der praktische Teil der Arbeit an eine inhaltsanalytische Untersuchung der Kommunikation über Kernenergie am Beispiel GEO Magazin und P.M. Im ersten Schritt wird die Anwendung des Datenerhebungsinstruments methodisch vorgestellt: Charakterisierung der Untersuchungsobjekte, Festlegung des Untersuchungszeitraums sowie der Untersuchungseinheiten. Auf der Grundlage der erarbeiteten Struktur des Klassifikationssystems folgt eine Auflistung aller am vorliegenden Material zu analysierenden Merkmale - Beispiele zum Vorgang des Codierens verdeutlichen die Art und Weise der Datenerhebung sowie die Beschaffenheit der auszuwertenden Resultate. Im zweiten Schritt werden in Kapitel 6 die erhaltenen Daten sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgewertet, hierbei erfolgt die Ergebnispräsentation anhand eines Vergleiches der untersuchten Medien; gleichzeitig werden alle aussagekräftigen Werte der Analyse aus GEO Magazin und P.M. durch entsprechende Grafiken gegenübergestellt. Diesem Prozess schließt sich eine qualitative Betrachtung an, in der die quantitativen Resultate in ihrer Bedeutung interpretiert und in Bezug zum untersuchten Medium gesetzt werden. Der letzter Schritt der Arbeit beinhaltet die Verallgemeinerung der vorangegangenen Erkenntnisse aus der Analyse, Vermutungen über Tendenzen der medialen Kommunikation über Kernenergie in den Untersuchungsmedien werden formuliert, sie stellen den Bezug zu Kapitel 2 und 3 her. Final werden die Ergebnisse in einer Definition des Gesamtbildes über Kernenergie für das jeweilige Medium zusammengefasst und somit wird die Forschungsfrage beantwortet. Kapitel 7 umfasst abschließende Bemerkungen zur aktuellen wirtschaftspolitischen Situation der Kernenergie, wodurch gleichzeitig die fortwährenden Kontroversen zu begründen sind, die die Thematik auch in Zukunft auf die mediale Agenda setzen werden.



Wachtelborn, Rainer;
Entwicklung eines Tools zur Realisierung und Pflege der Website des Thüringer Museumsverbandes. - 95 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Diplomarbeit "Entwicklung eines Tools zur Realisierung und Pflege der Website des Thüringer Museumsverbandes" von Rainer Wachtelborn befasst sich mit der Analyse der bestehenden und der technischen Gestaltung einer neuen Website des Thüringer Museumsverbandes e.V. - Der Anfang der Arbeit beschäftigt sich zur Vorbereitung der Analyse zunächst mit der Definition des Begriffs Museum. Durch den Vergleich mehrerer Definitionen werden die grundsätzlichen Eigenschaften von Museen aufgezeigt: Objekte sammeln, bewahren, erforschen und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. - Bevor die aktuelle Website des Verbandes betrachtet wird, wird die Methode der Inhaltsanalyse in die Arbeit eingeführt. Neben der Definition nach Werner Früh soll auf die Qualitätskriterien einer Inhaltsanalyse eingegangen werden. - Bevor die Kriterien zur Evaluation erstellt werden, werden allgemeine Vorgaben für die Erstellung von Websites aufgezeigt. Hauptaugenmerk soll dabei auf die visuelle Ausgabe der Website gelegt werden. In diesem Zusammenhang werden gleichfalls die Richtlinien zur Usability und Barrierefreiheit angegeben. - Auf Grund diesen Ausführungen werden Kriterien aufgestellt, mit denen einzelne Teile der Website beurteilt werden. Es wird festgestellt, dass die aktuelle Website des Museumsverbandes gut umgesetzt ist, aber einige Mängel im Detail hat. Ein Hauptproblem ist dabei die fehlende Möglichkeit, die Website selbstständig durch die Verbandsmitarbeiter aktualisieren zu lassen. Daher ergibt sich unter anderem die Aufgabe, ein Content Management System (CMS) zu entwickeln, welches von den Verbandsmitarbeitern genutzt werden kann. - Das CMS unterteilt sich dabei in die Bereiche der Eingabe des Inhaltes, der Speicherung und der Ausgabe. Bevor auf diese Punkte eingegangen wird, werden die benutzten Techniken wie HTML, CSS und XML eingeführt. - Bei der Ausgabe war zu überlegen, entweder ein komplett neues Design zu erstellen, oder sich am aktuellen zu orientieren. Es wurde sich für die zweite Alternative entschieden. Gründe dafür waren die Möglichkeiten, dass die Website auch weiterhin als Unterseite der Thüringer Staatskanzlei zu erreichen sein soll und den Benutzern das gewohnte Design präsentiert wird. Für den Ausgabebereich werden Empfehlungen für die neue Website gegeben. Neben Hinweisen zur Wahl eines passenden Domain-Names werden auf Eigenschaften wie Inhaltsstruktur, Navigation, Schrift oder die Verwendung von Meta-Tags eingegangen. - Als weiteren Bestandteil des CMS wird der Adminbereich vorgestellt, in dem der Inhalt eingegeben wird und auch in begrenztem Rahmen das Design und die Struktur der Website geändert werden kann. Grundlage dafür ist eine in der Diplomarbeit beschriebenen Nutzer- und Zugriffsverwaltung. - Zum Ende der Arbeit wird das CMS in seiner Arbeitsweise und Struktur erläutert.



Schwäbisch, Susann;
Werbung für Haushaltstechnik und Unterhaltungselektronik für die Zielgruppe ab 60 Jahre : eine inhaltsanalytische Untersuchung von Werbeanzeigen in ausgewählten Publikumszeitschriften. - 178 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Vor dem Hintergrund gesättigter Märkte, einer zunehmenden Informationsüberlastung und dem demografischen Wandel, besteht die Zielsetzung der Arbeit darin, zu identifizieren, inwieweit Werbeanzeigen für Haushaltstechnik und Unterhaltungselektronik dazu geeignet sein können, neben jüngeren, auch ältere Konsumenten anzusprechen. Den Untersuchungsgegenstand der Diplomarbeit bilden ausgewählte Publikumszeitschriften, die einen hohen Anteil an Lesern aufweisen, die 60 Jahre und älter sind. Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Grundlagen der Werbung und des Marketing erläutert sowie die Zielgruppe der Senioren analysiert. Mittels einer Situationsanalyse, welche Aspekte der Kaufkraft, des Freizeitverhaltens, Wertesystems, der Mediennutzung, Einstellung zur Werbung, physische, psychische, mentale und kognitive Veränderungen im Alter identifiziert, soll die Zielgruppe der Senioren umfassend beschrieben werden. Ausgehend von einer aufgestellten Forschungsfrage und abgeleiteten Thesen, werden praktisch, mittels der sozialwissenschaftlichen Methode der Inhaltsanalyse, Werbeanzeigen für Haushaltstechnik und Unterhaltungselektronik untersucht. Anhaltspunkte der Untersuchung bilden dabei Aspekte der Anzeigengestaltung, wie Layout, Text und Typographie, sprachliche Umsetzung, Farbgestaltung und Bildverwendung. Anhand dieser Kriterien sollen die Werbeanzeigen mittels definierter Kategoriesysteme inhaltsanalytisch untersucht werden.



Nestler, Frank;
Visuelle und sprachliche Aspekte in Technikkommunikation. - 295 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Für eine kritische Auseinandersetzung visueller und sprachlicher Aspekte in Technikkommunikation ist es zunächst notwendig, einige theoretische Grundlagen bezüglich des Kommunikationsbegriffes zu schaffen. Hierfür werden zum einen das aus der Nachrichtentechnik hervorgegangene informationstheoretische Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver und zum anderen der weit gefasste Kommunikationsbegriff nach Watzlawick angesprochen. - Im zweiten Teil dieses Kapitels geht es konkret um Technikkommunikation. Dabei ist dieser Begriff vorab näher zu bestimmen, um anschließend in diesen Kontext auch Bedienungsanleitungen einzuordnen. - Das dritte Kapitel führt ausführlich in die Thematik der Zeichen als Träger von Botschaften ein, die somit Voraussetzung jeglicher Kommunikation sind. - Der Hauptteil dieser Arbeit befasst sich mit Zeichen in Bedienungsanleitungen. Nach einer Einführung in diese Thematik wird eingangs die zentrale These dieser Arbeit entwickelt und die dafür durchgeführten Untersuchungen näher erläutert. Dabei stehen "Einheiten technischer Kommunikation" im Mittelpunkt, die in jeder Anleitung zu finden sind und sich aus den drei Elementen Gliederung, Grafik und Text zusammensetzen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden diese drei Grundelemente detailliert analysiert, nach verschiedenen Gesichtspunkten kategorisiert und durch zahlreiche Beispiele belegt. Insbesondere wird auf die jeweiligen Funktionen der einzelnen Elemente und deren Wirkung auf den Leser eingegangen. Es zeigt sich infolgedessen, dass die o. g. drei Elemente keine isolierten Gebilde darstellen, sondern zusammenwirken und eine homogene Einheit bilden. - In diesem Zusammenhang werden vor allem auch immer wieder die Beziehungen der Elemente untereinander in den Fokus gestellt. Jedes Element übernimmt dabei bestimmte Funktionen innerhalb der "Einheiten technischer Kommunikation" und bringt gewisse Vorteile mit sich. Ein Vergleich zwischen visuellen und sprachlichen Elementen soll diese näher beleuchten und entsprechende Konsequenzen aufzeigen, die sich in der Gestaltung der Anleitungen widerspiegeln. Darüber hinaus wird in diesem Kontext auch auf die Informationsverarbeitung visueller und sprachlicher Elemente eingegangen, um anschließend Möglichkeiten der gezielten Rezeptionssteuerung anzusprechen. Bezüglich sprachlicher Elemente wird außerdem eine Unterteilung hinsichtlich der jeweiligen Intention vorgenommen und daraus folgend diese in Hinblick auf die "Einheiten technischer Kommunikation" konkretisiert. - In der Schlussbetrachtung dieser Arbeit soll nochmals der Charakter und die Struktur der "Einheiten technischer Kommunikation" herausgestellt werden, um die These zusammenfassend zu verdeutlichen.



Stierhof, Silke;
"Mobilfunk und Elektrosmog" - eine Analyse der Berichterstattung zum Thema "Mobilfunk und Elektrosmog" in den überregionalen deutschen Tageszeitungen Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung von 1993 bis 2004. - 154 S.. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Zu Beginn der Arbeit wird auf das Verhältnis von Realität - Medienrealität - Publikumsrealität eingegangen, wobei insbesondere das Verhältnis von Realität zu Medienrealität von Interesse ist. - Mit der Inhaltsanalyse als einer empirischen Methode zur Analyse von Medienrealität, befasst sich das nächste Kapitel. - Das Erkenntnisinteresse der Inhaltsanalyse besteht darin, Komplexität zu reduzieren, um dadurch strukturelle Informationen von Textmengen offen zu legen. - Das nächste Kapitel befasst sich mit dem Untersuchungsgegenstand der im empirischen Teil folgenden Analyse. In der Mobilfunktechnik werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung von Informationen eingesetzt, die umgangssprachlich auch als Elektrosmog bezeichnet werden. Diese Strahlung wird vom menschlichen Körper aufgenommen und kann verschiedene Wirkungen hervorrufen. Besonders die bislang nicht abschließend geklärte Frage nach nichtthermischen Wirkungen steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses und bietet in der Öffentlichkeit viel Anlass zur Diskussion. - Den zweiten Teil der Arbeit bildet die empirische Untersuchung. Mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse wird untersucht, wie die beiden überregionalen deutschen Tageszeitungen Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung in der Zeit von 1993 bis 2004 über das Thema Mobilfunk und Elektrosmog berichten. - Die Auswertung des Untersuchungsmaterials liefert die folgenden zentralen Ergebnisse: - Die Anzahl der Beiträge ist in den betrachteten Zeitungen im Untersuchungszeitraum stark angestiegen, wobei ein starkes Ungleichgewicht zwischen den beiden Zeitungen besteht. - Zu den zentralen Themen gehören zum einen die potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen, die Standortproblematik, das Gebiet der Forschung und die Diskussion um die gesetzlich geltenden Grenzwerte. Hinsichtlich der Entwicklung der Themenstruktur kann festgestellt werden, dass in den Anfangsjahren der Anteil von technik- und nutzenorientierten Beiträgen sehr hoch ist. Die Anteile einzelner Kategorien der Themenbereiche gesundheitliche Auswirkungen, Forschung und Grenzwerte sind teilweise eher schwankend, bewegen sich aber insgesamt auf einem relativ hohen Niveau. - In Bezug auf die Tendenz der Berichterstattung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Zeitungen. Im Laufe des Untersuchungszeitraums ist eine Verschiebung der Tendenz zu beobachten.