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Univ.-Prof. Dr. rer. nat. habil. Matthias Hein

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Projektinformationen

Strategische Einordnung

Die Internationalisierungsstrategie der TU Ilmenau, der explizite Bezug zu Russland in den Struktur- und Entwicklungsplänen der Universität und ihrer Fakultäten, sowie die Kongruenz der ingenieurwissenschaftlichen Ausrichtungen der beteiligten deutschen und russischen Fakultäten bilden die Ausgangspunkte für die Auswahl des MEI und der ETU als strategische Partner.

Vor dem Hintergrund der langjährigen intensiven und erfolgreichen ingenieurwissenschaftlichen Kooperationen ergibt sich folgerichtig und notwendigerweise ein Bedarf für die Festigung und der zukunftsorientierten Transformation und des Ausbaus der Zusammenarbeit.

Das Projekt reiht sich ein in eine Zahl von Schwerpunktprojekten der TU Ilmenau mit russischen Universitäten ein und ist sowohl Pilot- als auch strategisches Spitzenprojekt (Akronym SPITSE) für deutschsprachige Studiengänge der TU Ilmenau mit dem Ausland. Die Forschungsbreite des geplanten Verbundes in den Ingenieurwissenschaften bildet ein Alleinstellungsmerkmal an der TU Ilmenau.

Die strategische Verantwortung für das Projekt wird auf der Ebene der jeweiligen akademischen Auslandsämter durchgeführt; die inhaltliche Arbeit findet in einer Zusammenarbeit der verschiedenen Fakultäten der Universitäten statt. Die Partnerschaften sind bilateral organisiert (sternförmiges Modell) und stehen unter Federführung der TU Ilmenau.

Projektziele

Die zusammen mit der strategischen Partnerschaft verfolgte wissenschaftliche Zielsetzung betrifft die Förderung eines interdisziplinären ingenieurwissenschaftlichen Forschungsverbundes mit der thematischen Ausrichtung auf Sensorsysteme und -netze. Diese Ausrichtung bildet einerseits eine sehr gut passfähige thematische Klammer zwischen den drei beteiligten Universitäten und adressiert andererseits im Hinblick auf die gesellschaftlichen Megatrends ein höchst aktuelles Arbeitsgebiet, das gute Chancen für die Einwerbung länderübergreifender Forschungsprojekte bietet.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem konkreten Zielfeld stellt zugleich einen wesentlichen Unterschied zu den bisher in Einzelprojekten mit dem MEI und der ETU durchgeführten Aktivitäten dar. Der Mehrwert eines ingenieurwissenschaftlichen Forschungsverbunds besteht in der direkten Nutzbarkeit der Ergebnisse des Vorhabens in sämtlichen Forschungsprofillinien der TU Ilmenau:

  • Nanoengineering
  • Technische und biomedizinische Assistenzsysteme
  • Digitale Medientechnologie
  • Präzisionstechnik und Präzisionsmesstechnik
  • Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik
  • Mobilkommunikation

Die Bedeutung von Sensorsystemen und -netzen spiegelt sich gleichfalls wider in Forschungs- und Promotionsprogrammen der fakultätsübergreifenden Institute der TUIL (Mikro- und Nanotechnologien, Automobil- und Produktionstechnik, Werkstoffe, Energie-, Antriebs- und Umweltsystemtechnik, sowie Medien und Mobilkommunikation), den DFG-Graduiertenkollegs „Mobicom“ und „Lorentzkraft“, der Graduiertenschule Image Processing / Image Interpretation, dem DFG-Sonderforschungsbereich 622 Nanopositionier- und Messmaschinen, sowie dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo).

Das strategische Ziel in der Ausbildung besteht im Aufbau und der Ausgestaltung der zwischen TUIL und ETU vertraglich vereinbarten jungen Russisch-Deutschen Ingenieurfakultät (RUGEFAK), die die Etablierung eines Doppelabschlussprogramms in Masterstudiengängen zum Ziel hat. Der im Rahmen von SPITSE vorgesehene Forschungsverbund Sensorsysteme und -netze wird aus dem am MEI laufenden und dem an der ETU zu etablierenden Doppelabschlussprogramm wissenschaftlichen Nachwuchs rekrutieren. Die wertvollen Erfahrungen der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen TUIL und MEI sollen hierbei synergetisch genutzt werden sowie eine organische Vernetzung zwischen allen drei Institutionen befördern.

Das Projekt wird an der TUIL durch fünf Fachgebiete der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik (EI), Informatik und Automatisierung (IA) sowie Maschinenbau (MB) getragen:

  • Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik,
  • Theoretische Elektrotechnik,
  • Rechnerarchitektur und Eingebettete Systeme
  • Softwarearchitekturen und Produktionslinien
  • Prozessmesstechnik.

Die Intensivierung und Ausbau der trilateralen Beziehungen durch gegenseitigen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, die Schaffung von Voraussetzungen für Forschungskooperationen im interdisziplinären Forschungsgebiet der Sensorik wird durch folgende Maßnahmen umgesetzt und vom DAAD mitfinanziert:

  • Doktoranden-Programm,
  • Forschungsaufenthalte für russ. Studierende an TU Ilmenau
  • Fachtagungen/Workshops an allen beteiligten Einrichtungen
  • Sommerschulen im Wechsel an allen beteiligten Einrichtungen
  • Strategietreffen zu Lehre und Forschung
  • Doppelabschlussprogramm Master of Science
  • Teilstudium für deutsche Studierende
  • Kurzzeitdozenturen, Gastvorlesungen

Russisch-Deutsche Ingenieurfakultät ETU Sankt Petersburg -TU Ilmenau (RUGEFAK)

Das Projekt Russisch-Deutsche Ingenieurfakultät ETU Sankt Petersburg-TU Ilmenau als Projektfokus von SPITSE in der Ausbildung wurde auf Grund der positiven Erfahrungen des langjährigsten Internationalisierungsprojekts der TU Ilmenau im Bereich Lehre, der German Engineering Faculty MEI-TU Ilmenau, in 2012 vertraglich fixiert. Das Projekt wird seit 2015 vom DAAD gefördert. Studierende erhalten ein Vollstipendium.

Unter den Industrie- und Forschungspartnern, die Durchführung von Praktika und die Stipendienfinanzierung mitgestalten, befinden sich das die Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH, das Institut für Mikroelektronik- und Mechatroniksysteme GmbH sowie die ISLE Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH.

Die aktuelle Bilanz spiegelt sich u. a. auch im Pressebereich des Projekts unter www.tu-ilmenau.de/etu.

Die Russisch-Deutsche Ingenieurfakultät ETU Sankt Petersburg - TU Ilmenau ist Bestandteil des Internationalisierungskonzeptes im Hochschulentwicklungsplan der Technischen Universität Ilmenau und Exzellenzprojekt der TU Ilmenau International School (TUIIS), welche als zentrale Struktureinheit der Universität die internationalen Aktivitäten der Universität vor allem im Bereich Auslandsstudium bündelt. Dadurch ist das durch das Fachgebiet Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik initiierte Projekt einer zentralen Hochschulsteuerung unterworfen.

An der TU Ilmenau ist es das zweite Projekt für ein fakultätsübergreifendes Doppelmasterstudium. Das geplante jährliche Projektergebnis beträgt derzeit vier bis sechs Studierende mit Doppelmasterabschlüssen.

Die curriculare Besonderheit des Projekts Russisch-Deutsche Ingenieurfakultät ETU Sankt Petersburg - TU Ilmenau besteht in der Benutzung generischer Studienpläne der TU Ilmenau wie sie jeder normale Vollstudent an der TU Ilmenau ebenfalls absolviert. Dies macht das Projekt effektiv und befreit die Studiengänge im Projekt von ausufernden besonderen Studienordnungen oder anderen genehmigungspflichtigen Komponenten.

Viele weitere länderspezifische Programme wurden an der TU Ilmenau begonnen. Die mit Argentinien, Brasilien, Peru oder Malaysia fokussieren teilweise den beiderseitigen Austausch von Studierenden und haben in der Regel eigene Curricula und Abläufe.

Das Projekt RUGEFAK basiert auf folgenden Säulen:

  • Projektintegration in die TU Ilmenau International School (zentrale Begleitung und Steuerung)
  • Basis: generische Mastercurricula der TU Ilmenau, keine gesonderten Studiengänge,
  • Immatrikulationsexzellenz durch projektspezifische Immatrikulation von ausschließlich Beststudenten, die für die Forschung geeignet sind (langfristiges Ziel: ca. 10 Studierende pro Jahr)
  • Überwindung der Verfügbarkeitsbegrenzungen für exzellente Kandidaten einer Einzeluniversität durch Bündelung von strategischen Partnern in Moskau/ Sankt Petersburg, Russland
  • Erzielung einer hohen Netzwerkeffektivität durch Einbringung von Erfahrungen des Partners NFU MEI
  • Akquise im Masterbereich der Ingenieurwissenschaftlichen Fächer
  • ‚Abschlusspflicht’ für Studierende im Sinne einer Zielvereinbarung mit dem Studierenden (Ziel Doppelmaster)
  • Abschluss eines Betreuungsvertrages der Studierenden mit der TU Ilmenau Service GmbH
  • selektive Doktorandenangebote für einige der Masterabsolventen, die inhaltlich von den Industrie-Forschungspartnern der TU Ilmenau gesteuert werden
  • Finanzierung eines 11-monatigen Teilstudiums an der TU Ilmenau durch Thüringer Firmen, das Land Thüringen und den DAAD für den Teil der Immatrikulierten Studierenden, die an die TU Ilmenau kommen

Für das Projekt wurden seitens der Universität erhebliche Anstrengungen im personellen Bereich unternommen. Die Universität hält vor allem für die Durchführung von Blockvorlesungen in Sankt Petersburg, die Pflege und Erweiterung der Kooperation mit der ETU, sowie die mit den Industriepartnern Stammpersonal für das Projekt vor.

Über das Russische Projektbüro können sich Studierende informieren und sich um eine Zulassung bewerben. Voraussetzungen für deine Bewerbung sind:

  • eine studienbegleitende oder anderweitige Sprachausbildung in Deutsch, Mindest-Niveau B2
  • Bachelorabschluss in einem geeigneten ingenieurwissenschaftlichen Fach, curricular nahe zu den gewünschten Masterfächern der TU Ilmenau: Ingenieurinfiormatik, Elektrotechnik und Informationstechnik
  • ein begonnenes Masterstudium an der Staatlichen Elektrotechnischen Universität Sankt Petersburg

Die RUGEFAK in Zahlen

  • 3 Masterabschlüsse seit 2012
  • jährliche Einschreibungen ab 3. Semester:
    • in Sankt Petersburg ca. 20, in Summe über 3 BA-Studienjahre 60 Studierende
    • Immatrikulation nach Ilmenau: 4 bis 6 Studierende jährlich
  • Mitarbeitereinsatz als Vorlesende und Betreuer von Masterstudenten
  • seit 2012 10 wiss. Mitarbeiter/Betreuer an TU Ilmenau involviert
  • festes Team von 10 wiss. Mitarbeitern für Blockvorlesungen
  • DAAD-Förderung >50 T€ jährlich in verschiedenen Programmen