Basic Engineering School

Was ist die Basic Engineering School?

 

Die Basic Engineering School ist ein innovatives Lehrmodell, das den Interessen der Studienanfänger*innen in der Ingenieurausbildung stärker gerecht werden will. Der Einstieg in die Grundlagenfächer des Ingenieurstudiums in den ersten zwei Fachsemestern wird passgenauer gestaltet und erhält mit objektorientierten Projekten mehr Praxisnähe. Die Studierenden werden während der Basic Engineering School bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen für Studium und Beruf begleitet. Das von den Studienanfänger*innen im Ingenieurstudium geforderte Grundpraktikum wird in das erste Semester integriert.

Studienanfänger*innen folgender Studiengänge können im Rahmen dieses Studienmodells in ihr Studium starten: 

  • Biomedizinische Technik
  • Elektrotechnik und Informationstechnik (Bachelor, Diplom)
  • Fahrzeugtechnik
  • Maschinenbau (Bachelor)
  • Mechatronik
  • Optische Systemtechnik/Optronik

Bewerbung

Es gelten die allgemeinen Zugangsvoraussetzungen für ein ingenieurwissenschaftliches Bachelorstudium an der TU Ilmenau.

Im Bewerberportal der TU Ilmenau ist bei der Bewerbung für einen der aufgeführten Ingenieurstudiengänge die Anmeldung für die Basic Engineering School nötig. Ihre Anmeldung muss bis 15. Juli erfolgen, damit Sie für das kommende Wintersemester berücksichtigt werden können.

Während der Basic Engineering School werden die Studierenden bei der Entwicklung Ihrer Kompetenzen begleitet. Dazu findet bereits vor Start der Basic Engineering School ein erster Online-Check mit Selbsteinschätzungsfragen und fachlichen Aufgaben statt. Diesen Check bearbeiten Sie bitte eigenständig an Ihrem PC. Der Online-Check ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Basic Engineering School. Sobald Sie Ihre Bewerbung abgeschickt haben, erhalten Sie innerhalb einer Woche per E-Mail den Link zum Online-Check.

 

Auswahl und Studienstart

 

Da die Basic Engineering School auf zwei Seminargruppen mit jeweils 30 Teilnehmer*innen begrenzt ist, wird eine Auswahl unter den Interessierten durch die Universität getroffen. Bei der Auswahl der Teilnehmer*innen werden Aspekte wie Abiturnoten oder vergleichbaren Abschluss und die Ergebnisse des Online-Checks einbezogen.

Die Auswahl der Teilnehmer*innen für die Modellgruppen der Basic Engineering School erfolgt Anfang August. Durch die Integration des Grundpraktikums in die Basic Engineering School ist der Studienbeginn bereits am 1. September.

Die Basic Engineering School beginnt im September mit den praktischen Arbeiten in den Werkstätten der TU Ilmenau. Außerdem finden einführende Lehrveranstaltungen statt, um einen optimalen Studienbeginn im Oktober zu realisieren.


Mehr Informationen

Vorlesungs- und Seminarplan

Die Studierenden der Basic Engineering School erhalten einen gesonderten Vorlesungs- und Seminarplan, der jeweils zu Beginn des Semesters bekannt gegeben wird. Nachfolgend sind die Fächer der ersten beiden Fachsemester aufgelistet, die im Rahmen der Basic Engineering School stattfinden.

1. Fachsemester:
Mathematik 1
Physik 1
Elektrotechnik 1
Technische Informatik
Algorithmen und Programmierung
Darstellungslehre
Technische Mechanik
Chemie
Aspekte der Ingenieurwissenschaften

2. Fachsemester:
Mathematik 2
Physik 2
Elektrotechnik 1
Grundlagen der Elektronik
Technische Informatik
Algorithmen und Programmierung
Maschinenelemente
Praktikum Physik, Elektrotechnik und Informatik
Aspekte der Ingenieurwissenschaften

Für die Studierenden der Basic Engineering School wurde eine spezielle Veranstaltung mit dem Titel „Aspekte der Ingenieurwissenschaften“ konzipiert. Hier erhalten die Studierenden einen Einblick in verschiedene Bereiche der Ingenieurwissenschaften und haben die Gelegenheit durch Unternehmensbesichtigungen Tätigkeitsfelder des Ingenieurberufs kennenzulernen.

Praktische Arbeiten

Eine Besonderheit der Basic Engineering School ist die spezielle Verknüpfung von theoretischer Wissensvermittlung mit Praxiselementen. Im September führen die Studierenden praktische Arbeiten, wie Drehen, Fräsen, Bohren, Feilen und Löten, in den Werkstätten der Universität durch. Für die praktischen Arbeiten und das Praxisprojekt ist während des ersten und zweiten Semesters ein Studientag pro Semesterwoche (aktuell montags) vorgesehen.

Allen Studierenden der Basic Engineering School bieten wir im 1. Fachsemester die Möglichkeit einen CAD-Kurs zu belegen. Die  praktischen Übungen dienen einem besseren Verständnis des theoretisch vermittelten Wissens und der Vorbereitung für das interdisziplinäre Praxisprojekt.

Interdisziplinäres Praxisprojekt

Zentrales Element der Basic Engineering School ist das semesterbegleitende, interdisziplinäre Praxisprojekt. Ein Projektteam aus fünf Studierenden wird das Praxisprojekt gemeinsam entwickeln und aufbauen.

Die Mechanik und Teilkomponenten der Elektronik sind im Laufe des ersten Semesters auf der Grundlage eigener Entwicklung aufzubauen. Der Zeichnungssatz für die Mechanik ist selbst anzufertigen.

Im zweiten Semester sind Mechanik und Elektronik (Sensorik, Platinen) zu fertigen, zu montieren und die software- und hardwareorientierten Steuerungsentwürfe zu implementieren sowie alles im Zusammenspiel zu testen.

Beim Bau des Prototyps werden die Projektgruppen mit Lerneinheiten zur Team- und Projektarbeit unterstützt und begleitet. Am Schluss wird das entstandene Projekt in einer Abschlusspräsentation kurz vorgestellt. Ziel des Praxisprojektes ist durch die Anwendung theoretisch vermittelter Themen die Motivation und das Verständnis bei den Studierenden für ingenieurwissenschaftliche Inhalte zu fördern.

Folgende Praxisprojekte können gewählt werden:

Projekt „Autonomer Miniaturtransporter“

Der autonome Miniaturtransporter (AMT) ist ein Fahrzeug, dass in der in der Lage sein soll, eine Masse zu transportieren und damit eine vorgegebene Strecke entlang eines Wegesystems mit Verzweigungen zurückzulegen.

Der AMT besteht aus einem Gestell, Fahrwerk, Antrieb, Karosserie, Sensorik, Analogsteuerung und Digitalsteuerung.

 

Projekt „Solarzellenhalter mit Nachführung“

Der Solarzellenhalter soll in der Lage sein, 3 Solarzellen automatisch einer Lichtquelle nachzuführen, sodass immer eine optimale Leistung abgenommen werden kann. Dabei sollen die Anzahl der Betriebsstunden, die abgegebene Leistung und die Energiemenge erfasst, gespeichert und in geeigneter Form darstellbar sein.

Die Solarzellenhalterung besteht aus einer Grundplatte, Solarzellenaufnehmer, horizontaler und vertikaler Drehvorrichtung, Sensorik, Analogsteuerung und Digitalsteuerung.

Aufgabenstellung zum Projekt „Windrad“

Das Windrad soll in der Lage sein, die Energie einer Windquelle in elektrische Energie umzuwandeln. Hierbei soll sich die Gondel automatisch an der Windrichtung orientieren, sodass immer eine optimale Leistung abgenommen werden kann. Dabei sollen die Anzahl der Betriebsstunden, die abgegebene Leistung und die Energiemenge erfasst, gespeichert und in geeigneter Form darstellbar sein.

Das Windrad besteht aus einem Turm, Gondel mit vertikaler Drehvorrichtung, Rotor, Sensorik, Analogsteuerung und Digitalsteuerung.  

Beratung und Kompetenzbegleitung

Die individuelle Beratung und Kompetenzbegleitung der Studierenden ist ein wesentliches Kernelement der Basic Engineering School. Ziel ist es, die Studierenden bestmöglich zu unterstützen und sie entsprechend ihrer Potenziale zu fördern. Dazu werden zu verschiedenen Zeitpunkten im Studium die Kompetenzen erfasst.

In kompetenzorientierten Beratungsgesprächen werden individuelle Voraussetzungen und Herausforderungen der Studierenden analysiert und Entwicklungsbedarfe abgeleitet. Die Selbstreflexion der Studierenden wird angeregt und die Verantwortungsübernahme für ein selbstorganisiertes eigenverantwortliches Studium gestärkt.

Neben individuellen Beratungsgesprächen nehmen die Studierenden am Seminar „Fit for Performance“ teil, welches sie in der Entwicklung überfachlicher Kompetenzen stärken soll. Durch die Verknüpfung mit dem interdisziplinären Praxisprojekt werden die Studierenden motiviert, sich mit überfachlichen Themen auseinanderzusetzen.

Die Vorteile

  • Optimierte Startbedingungen im Ingenieurstudium

  • Objektorientierte Projektarbeit

  • Beratung und Kompetenzbegleitung

  • Praxisorientierter Einstieg in Grundlagenfächern

  • Grundpraktikum inklusive

  • Interdisziplinäres Arbeiten