Veranstaltungen zu Berufseinstieg und Karriere

Teamleitung und (Selbst)Führung für Ingenieur*innen

Die eigenen Ziele und Werte stehen in diesem Teil im Vordergrund. Werte geben die Energie und Ziele die Richtung. Diese gilt es zu erkunden und zu erkennen. (Selbst)führung braucht Richtung und Struktur, um sich selbst und andere mitnehmen zu können.

I Meta-Kompetenzen (Tag 1 am Vormittag)

Meta-Kompetenzen: Dazu zahlen Selbstbewusstsein, Selbstakzeptanz, Verantwortung übernehmen und Kommunikation. Zunächst gilt es Klarheit über die eigene Person und innere Zufriedenheit zu erlangen, um aus dieser gewonnenen Selbstsicherheit ein stabiles Fundament fur die kommenden Fuhrungsaufgaben zu bauen.

Selbstführung: Die eigenen Ziele und Werte stehen in diesem Teil im Vordergrund. Werte geben die Energie und Ziele die Richtung. Diese gilt es zu erkunden und zu erkennen. (Selbst)führung braucht Richtung und Struktur, um sich selbst und andere mitnehmen zu konnen. Ein weiterer Aspekt in diesem Teil wird die physische und psychische Gesundheit sein, welche es für sich selbst zu erhalten gilt und aus dieser Perspektive heraus für das gesamte Team.

Die neue Rolle als Teamleitung: Die (neue) Rolle als Teamleitung gilt es bewusst wahrzunehmen und sich die damit verbundenen Aufgaben und Erwartungen klar werden zu lassen. In der (neuen) Rolle als Teamleitung eröff nen sich dazu Gestaltungsraume, die erkannt und nutzbar gemacht werden wollen.

II Führen (Tag 1 am Nachmittag)

Teamleitung (Führen): Eine Rolle der Teamleitung ist die Fuhrung. In diese Rolle gehören die Aufgaben Richtung geben und Strategie entwickeln, herausfordernde Aufgaben entwickeln, Ressourcen bereitstellen, ein Team bilden und Interventionen bedacht wählen.

Führungsstile: Angepasst an die Situation (also Aufgabe und Fähigkeit) werden zwei grundsätzliche Herangehensweisen (transformierend und transaktional) unterschieden, welche sich zu vier Führungsstilen aufspalten (direktiv, unterstützend, zielorientiert und partizipativ), aus welchen die Teamleitung einen zur Situation angebrachten Führungsstil wählt. Es stehen daher die Aufgabe und der Mensch im Vordergrund.

Entscheidungsprozesse: Weiterhin werden die klassischen Führungsstile (Dominant, Laissez-faire, Kooperativ) mit dem Fokus auf Entscheidungs ndungsprozessen kennengelernt. Hier wird verstanden, wann welcher Stil angebracht ist, und welche Wirkung damit im Team entsteht.

Teammodelle: Von Bedeutung sind die Modelle von Tuckman (Team-Uhr) und West (Team functioning), die eine gute Vorstellung zur Teamentwicklung und -einschätzung geben. Gleichzeitig werden die Teilnehmenden Fertigkeiten erlernen Teams in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Flow: Die Flow-Theorie gibt einen klaren Überblick über den Zusammenhang zwischen Herausforderungen und Fähigkeiten, und damit der Teamleitung ein essentielles Handwerkszeug, um Teams in ihre optimale Leistungsfähigkeit zu bringen.

Führungsfähigkeiten: Hier werden essentielle Fuhrungsfähigkeiten kennengelernt, wozu auch Empathie und emotionale Intelligenz gehören. Anschließend können die Teilnehmenden in einem kurzen Assessment ihre Führungsfähigkeiten testen und eigene Entwicklungspotenziale erkennen.

III Managen (Tag 2 am Vormittag)

Teamleitung (Managen): Beim Managen geht es darum, ein Team mit den notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten zusammenzustellen, auf ausreichende Diversitat zu achten, Teamprozesse zu (er)kennen und zu entwickeln, und Evaluation und Feedback geben.

Teamziele und Teamrollen: Ziele sind von grundlegender Bedeutung für das Team und für jede/n Einzelne/n im Team. Den Teammitgliedern muss dazu eine Rolle gegeben werden, welche klar defi niert und individuell ist. So entsteht Zusammenarbeit und Motivation im Team. Weiterhin werden das Teamrollenmodell nach Belbin kennengelernt und allgemein der Nutzen von Teamrollenmodellen diskutiert.

Teame ffekte: Die Teame ffekte (Group thinking, Risk shifting, Social loa ng) und deren Auswirkungen gilt es zu kennen, um diese schnell wahrnehmen und gegensteuern zu können, für eine gesunde Zusammenarbeit nach innen und nach außen.

IV Coaching (Tag 2 am Nachmittag)

Teamleitung (Coaching): Im Coaching geht es um den Fokus auf den/die Einzelne/n im Team, womit die Aufgaben Zuhören, Wahrnehmen, Feedback geben und sich auf Ziele einigen verbunden sind.

Kommunikation: Hier wird das Modell von Schulz von Thun (Vier Seiten einer Nachricht) vorgestellt und verinnerlicht. Dieses Modell unterstützt beim Verstehen, Erkennen und Kommunizieren. Weiterhin sind das Aktive Zuhören und das Feedback ein zentraler Bestandteil in diesem Teil.

Mitarbeitergespräch: Mitarbeitergespräche unterstützen und förden die Zusammenarbeit mit der Teamleitung und die Motivation. Durch die Struktur des Gesprächs entsteht Raum zum Austausch der Standpunkte und Verbindlichkeit durch die Vereinbarung von Zielen.

Der Workshop findet am 18. und 19.11. jeweils in der Zeit von 10 bis 17 Uhr statt.

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