Die Enquete-Kommission „Lehren aus der Coronapandemie zur Analyse und Aufarbeitung staatlicher Maßnahmen sowie zur Stärkung der Krisenresilienz des Landes Brandenburg“ befasst sich mit den Erfahrungen aus der Pandemie und den Konsequenzen für künftige Krisen. Im Mittelpunkt der Sitzung am 2. Oktober standen Strukturen und Koordinierungsmechanismen des Krisenmanagements und der Krisenkommunikation in Gesundheitskrisen.
Martin Löffelholz, Professor i.R. für Medienwissenschaft an der TU Ilmenau und Advisor der International Risk, Crisis and Science Communication Research Group, betonte insbesondere die Notwendigkeit einer skalierbaren und lernfähigen Kommunikationsarchitektur. Dazu gehören klar geregelte Zuständigkeiten, eine bessere Abstimmung zwischen Behörden und politischen Ebenen sowie ein verlässlicher Informationsaustausch zwischen Fachbehörden, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit.
Besondere Bedeutung komme dabei der kommunalen Ebene zu, da Städte, Gemeinden und Landkreise in Krisen häufig in direktem Kontakt mit der Bevölkerung stehen. Auch digitale Technologien und Künstliche Intelligenz könnten künftig stärker zur Unterstützung der Krisenkommunikation eingesetzt werden, etwa beim Monitoring von Informationsbedürfnissen, bei Übersetzungen oder der barrierefreien Kommunikation. Voraussetzung seien jedoch klare Verantwortlichkeiten und menschliche Kontrolle.
Die schriftliche Stellungnahme von Professor Martin Löffelholz für die Enquete-Kommission des Landtags Brandenburg wird hier in der Fassung des Autors veröffentlicht:
Stellungnahme Prof. Dr. Martin Löffelholz
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Prof. Dr. Martin Löffelholz
Technische Universität Ilmenau
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