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EMPK erhält DFG-Förderung für das Projekt " Medienwirkungen auf Einstellungen zur Immigration"

Das Fachgebiet EMPK-Forschungsgruppe startet ein dreijähriges, von der DFG gefördertes Forschungsprojekt mit dem Titel: "Medienwirkungen auf Einstellungen zur Immigration. Eine international vergleichende Mehrebenen-, Multimethoden-, Längsschnittuntersuchung".

Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, eine methodisch fundierte Untersuchung über den Einfluss der Medien auf die Wahrnehmungen und Einstellungen zur Immigration in europäischen Gesellschaften zu liefern. Im Projekt wird erforscht, wie die Berichterstattung über den Themenkomplex sich auf die Vorstellungen, die die Bürger mit dem Thema verbinden, auswirkt, und wie diese Vorstellungen wiederum die Einstellungen gegenüber verschiedenen Formen der Einwanderung beeinflussen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Medieneffekte in einer international vergleichenden (6 europäische Länder), Längsschnittstudie (18 Jahre) untersucht. Dabei wird ein Multimethoden- (3 Methoden) und Multilevel-Design (2 Ebenen, Individuum und Land) realisiert.

Die Ergebnisse werden dazu beitragen, das wissenschaftliche Verständnis vom Einfluss der Medien in diesem politisch aufgeladenen sozialen Umfeld zu erweitern. Darüber hinaus wird die Forschung einen empirischen Test von Makro-Medieneffekten auf Individuen im Kontext unterschiedlicher zeitlicher und nationaler Bedingungen liefern, von denen angenommen wird, dass sie sowohl die Medienberichterstattung als auch individuelle Vorstellungen und Einstellungen beeinflussen. Aus theoretischer Sicht werden die Ergebnisse helfen, das vom Fachgebiet vorgeschlagene Modell der „kontextualisierten Medieneffekte“ weiterzuentwickeln.

Maija Ozola und Jens Wolling werden das Projekt leiten. Sie erwarten, dass die Forschungsergebnisse auch praktische Relevanz haben werden, indem sie europäischen Entscheidungsträgern helfen, ihre Kommunikationsstrategien anzupassen, um die politische Polarisierung in diesem umstrittenen Politikfeld zu verringern.