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FG Medienpsychologie veröffentlicht in SC|M

Ikonografie des sexuellen Kindesmissbrauchs in der Presse

Sexueller Kindesmissbrauch (SKM) ist ein weit verbreitetes und schwerwiegendes soziales Problem. Für die Problemlösung ist es wichtig, dass das Thema in den Medien sachgerecht behandelt wird. Laut bisherigen Medieninhaltsanalysen weist die Berichterstattung hier leider diverse Defizite auf. Bislang wurde dabei nie untersucht, welches Bildmaterial in Presseartikeln über sexuellen Kindesmissbrauch verwendet wird. Diese Frage wird nun erstmals durch eine Analyse von N = 1437 deutschsprachigen Online-Presseartikeln über SKM beantwortet, die das Fachgebiet Medienpsychologie der TU Ilmenau in der Fachzeitschrift SC|M - Studies in Communication and Media veröffentlicht hat. Die Studie zeigt auf, welche zentralen Bildmotive in der Berichterstattung zum Einsatz kommen und kommentiert diese Ikonografie kritisch anhand von Kriterien der Medienqualität und Medienethik. Vergleichend wird das Bildmaterial analysiert, das in Präventionsmaterialien zu finden ist.

 

Döring, N., & Walter, R. (2021). Ikonografien des sexuellen Kindesmissbrauchs: Symbolbilder in Presseartikeln und Präventionsmaterialien. Studies in Communication and Media, 10(3), 362–405. https://doi.org/10.5771/2192-4007-2021-3-362

 

Forschung

Komplexe wissenschaftliche Fragestellungen und Probleme lassen sich vielfach nicht nur aus der Perspektive einer Einzelwissenschaft lösen. Interdisziplinarität, also die fächerübergreifende Zusammenarbeit, ist daher von großer Bedeutung. Sowohl fakultätsübergreifende Kooperationen an der TU Ilmenau als auch über deren Grenzen hinweg bündeln Kompetenzen und sind unerlässlicher Bestandteil der Forschung am IfMK.

TU Ilmenau/ari

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