NEUE TECHNISCHE AUSSTATTUNG

von Juliane Neidhardt

     

Die Hochschule hatte sich im Jahr 1992 viel vorgenommen. Die Studentenzahl sollte langfristig um fast das Dreifache steigen. Ein wichtiger Baustein auf diesem Wege war die Erneuerung der Hochschule. Dazu zählten umfangreiche Renovierungsarbeiten auf dem Campus, aber auch die Verbesserung der Ausstattung zu Forschung und Lehre.

     

Anpassung an neue Gegebenheiten

Auch im Jahr 1992 galt es in den neuen Bundesländern, sich auf die veränderten Gegebenheiten einzustellen. Das betraf auch die Ausstattung der Hochschulen. Die Technische Hochschule Ilmenau beschritt verschiedene Wege, an modernste Einrichtung zu gelangen. Dies sollte nicht nur dazu beitragen, die Attraktivität für die Studenten zu steigern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit im gesamtdeutschen wie auch im internationalen Rahmen zu erhöhen.

         

Zusammenarbeit mit der Industrie

Schon frühzeitig wurde auf die Zusammenarbeit mit der Industrie ein besonderer Wert gelegt. Das galt sowohl für die bereits etablierten Betriebe als auch für die oft noch recht neuen Firmen in der Umgebung. Bereits im Jahr 1991 wurde das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau eingerichtet. Für die Wirtschaft war es von Bedeutung, die Forschung an der Technischen Hochschule Ilmenau zu stärken, um letztlich auch davon profitieren zu können. Darum kam es durchaus vor, dass die Hochschule Spenden, meist in Form von Sachmitteln, erhielt. Die Firma Concept Computer-Markt z.B. spendete der Fakultät für Maschinenbau einen neuen PC. Aber auch Spenden weitaus größeren Ausmaßes konnte die Hochschule einwerben.

     
Rektor Prof. Köhler und Dekanin Prof. Schipanski im Gespräch mit HP-Verkaufsleiter Peter Grams (Quelle: UAI, Negativ 920117-1-04)

Messtechnik von HP

So konnte das Institut für Festkörperelektronik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik am 17. Januar 1992 Vertreter der Firma Hewlett-Packard (HP) empfangen. HP, eine US-amerikanische Firma mit Hauptsitz in Kalifornien, dürfte vielen durch die Herstellung von Heimrechentechnik bekannt sein. Die Spende beinhaltete jedoch ein Testsystem für Schaltkreise im Werte von 350.000 DM, welches in der Spezialisierungsrichtung Festkörperelektronik den Studenten zur Verfügung gestellt werden sollte. Im Beisein zahlreicher Vertreter aus Industrie und Politik nahmen Dekanin Prof. Schipanski und Rektor Prof. Köhler das auf UNIX basierende Messsystem in Empfang (Quelle: IHB 1/1992, S. 6).

           
Rektor Prof. Köhler bei der Übergabe des Workstation-Pools der Fa. Siemens-Nixdorf AG (Quelle: UAI, Negativ 929224-17)

Siemens Workstation-Pool

Am 21. Februar 1992 erhielt das Rechenzentrum der Technischen Hochschule Ilmenau aus den Händen der Siemens-Nixdorf AG einen multimediafähigen Workstation-Pool. Dieser sollte3 zur rechenintensiven Grafikbearbeitung durch Studenten und Habilitanten zum Einsatz kommen. Im Beisein der Presse und Ilmenauer Wissenschaftler stellte Rektor Prof. Köhler die Anschaffung im Wert von 350.000 DM vor. (Quelle: IHB 4/1992, S. 5)